Anlage - Energiebericht 2009

Vorlage: 25714
Art: Beschlussvorlage
Datum: 05.10.2010
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Beiertheim-Bulach, Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Grünwettersbach, Grünwinkel, Hagsfeld, Hohenwettersbach, Knielingen, Mühlburg, Neureut, Nordstadt, Oberreut, Palmbach, Rintheim, Rüppurr, Stupferich, Südstadt, Waldstadt, Wolfartsweier

Beratungen

  • Hauptausschuss

    Datum: 12.10.2010

    TOP: 4

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • EnergieberichtAnlage
    Extrahierter Text

    Energiebericht 2009 Stadt Karlsruhe Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft Fortschreibung 2008 / 2009 E N E R G I E B E R I C H T Fortschreibung 2008 / 2009 Impressum Herausgeber: Stadt Karlsruhe Dezernat 6 Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft Karlsruhe, Juli 2010 Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird in diesem Bericht auf die jeweilige Verwendung der männlichen und der weiblichen Formulierung verzichtet; mit der hier gewählten männlichen Form werden die Mitarbeiterinnen gleichermaßen einbezogen. V O R W O R T Der Klimaschutz wird in Karlsruhe seit vielen Jahren kontinuierlich groß geschrieben, was auch mit der Verabschiedung eines neuen Klima- schutzkonzeptes - als Fortführung des Agenda 21-Handlungsprogramms „Energie und globaler Klimaschutz“ - durch den Karlsruher Gemeinderat untermauert wird. Ziel ist es, eine systematische Herangehensweise und Verknüpfung zukünftiger Maßnahmen im Rahmen der Klimaschutzaktivi- täten zu gewährleisten. Rund ein Drittel des gesamten Energieverbrauchs für Verkehr, Industrie, Gewerbe und Haushalte entfallen auf den Gebäudesektor. Im Laufe eines „Gebäudelebens“ erreichen die anfallenden Nutzungskosten ein Mehrfa- ches der Erstellungskosten und summieren sich über den Gebäudelebenszyklus betrachtet auf bis zu 80 % des Gesamtaufwands. Darin enthalten sind Instandhaltungs-, Reinigungs-, Verwaltungs- und Energiekosten. CO 2 -Emissionen zu reduzieren und einen wirtschaftlichen Umgang mit Energie zu praktizieren bleibt oberstes Ziel bei der Planung von Neubauten sowie bei der Durchführung von Sanierungsmaßnahmen. Beides ist durch ein bewusstes Nutzerverhalten, eine effizientere Energienutzung sowie verstärkten Einsatz regenerativer Energien zu erreichen. Beim Bauen und auch beim Gebäudebetrieb gibt es zur ökologi- schen und ökonomischen Nachhaltigkeit keine Alternativen. Der Gesetzgeber hat hierzu Grundlagen wie das Energieeinspargesetz (EnEG), die Ener- gieeinsparverordnung (EnEV), das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) u. v. m. geschaf- fen, auch Energieausweise für bestimmte öffentliche Gebäude gehören inzwischen zur kommunalen gesetzlichen Pflichtaufgabe. Auf dieser Basis wurden und werden von uns zu- sätzlich Leitlinien erarbeitet, die in punkto Nachhaltigkeit, Bauen, Energieeffizienz, Gebäu- debetrieb und Gebäudebewirtschaftung zukunftsweisend sind und auch verschärfte Anforde- rungen sprich Fortschreibungen der gesetzlichen Vorgaben berücksichtigen. Im Jahr 2009 hat der Karlsruher Gemeinderat für die Errichtung von Neubauten und für umfangreiche Sanierungsmaßnahmen bereits eine wichtige Entscheidung in Richtung Passivhausstan- dards, Lebenszyklusbetrachtungen sowie eine Minimierung des Energieverbrauchs, der Schadstoffemission und der Unterhaltungskosten getroffen. Diese wichtigen Aufgaben eines ambitionierten kommunalen Energiemanagements werden im umstrukturierten Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft wahrgenommen. Es bestehen dort somit alle Möglichkeiten, ganz gezielt Einfluss auf Projektentwicklung, Neubau, Sanie- rung, Ertüchtigung, Unterhaltung und Betrieb, folglich den gesamten Lebenszyklus einer städtischen Immobilie zu nehmen. Dabei werden bauliche und anlagentechnische Aspekte mit entsprechenden energetischen Anforderungen unter Berücksichtigung von Investitions- und Betriebskosten untersucht, sinnvolle und zweckmäßige Maßnahmen aufeinander abge- stimmt und entsprechend umgesetzt. Das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft stellt mit dem vorliegenden Energiebericht die Fortschreibung für die Jahre 2008 und 2009 vor. Gegenüber 2007 hat sich der witterungsbe- reinigte Heizenergieverbrauch um knapp 1,2 % reduziert, die Heizkosten sind jedoch um ca. 31 % gestiegen. Der spezifische Stromverbrauch erhöhte sich im gleichen Zeitraum um ca. 2,7 %, die Stromkosten um ca. 25 %. Eine neue ganzheitliche Herangehensweise sieht bei größeren Sanierungen zunächst die Erstellung von Energiegutachten vor. Hierdurch entstehen abgestimmte und ggf. aufeinan- der aufbauende Maßnahmenkonzepte. Auch vor dem Hintergrund weiterer wichtiger Ziele des Klimaschutzkonzeptes werden wir uns mit dem bisher Erreichten nicht zufrieden geben, sondern unsere künftigen Tätigkeiten rund um die Themen Energie, Bauen, Umwelt und Nachhaltigkeit engagiert fortsetzen. Michael Obert Bürgermeister Inhaltsverzeichnis 1 Einführung............................................................................................................... 5 1.1Vorbemerkung ......................................................................................................... 5 1.2Beschlusslage des Gemeinderates – gesetzte Ziele............................................... 6 1.3Kurzfassung ............................................................................................................ 7 2 Aktivitäten in der Gebäudewirtschaft .................................................................... 9 2.1Bauunterhaltung und Bewirtschaftung .................................................................... 9 2.2Nutzung regenerativer Energiequellen .................................................................. 11 2.3Ergebnisse von Energiesparmaßnahmen ............................................................. 12 2.4Energieausweise ................................................................................................... 14 2.5Neubauten ............................................................................................................. 14 3 Statistik der Energieverbräuche.......................................................................... 16 3.1Heizenergie ........................................................................................................... 16 3.1.1 Heizenergieverbrauchsstruktur nach Nutzungsart............................................ 21 3.2Strom ..................................................................................................................... 40 3.2.1 Stromverbrauchsstruktur nach Nutzungsart ..................................................... 43 3.3Bäder ..................................................................................................................... 62 3.3.1 Wärme .............................................................................................................. 62 3.3.2 Strom ................................................................................................................ 66 4 Schlussfolgerungen.............................................................................................. 70 4.1Einsparziele ........................................................................................................... 70 4.2Strategien für die nächsten Jahre ......................................................................... 71 Seite 5 1 Einführung 1.1 Vorbemerkung Der vorliegende Energiebericht stellt die Fortschreibung für die Jahre 2008 und 2009 dar. Er gibt den Energieverbrauch, die Kosten und die Schadstoffemissionen für den Berichtszeit- raum an und zeigt deren zeitliche Entwicklung für die rund 200 energetisch intensiv über- wachten Areale der Stadt Karlsruhe. Neben der Darstellung des Ist-Zustandes ergänzen eine Beschreibung der investiven und nichtinvestiven Energiesparmaßnahmen mit ihren entsprechenden Auswirkungen und ein Ausblick auf die weitere Entwicklung diesen Bericht. Es erfolgt eine getrennte Betrachtung von Heizenergie und elektrischer Energie. Die Be- zugsbasis für die Datenauswertungen ist grundsätzlich das Jahr 1979 für die Heizenergie und das Jahr 1993 für die elektrische Energie. Das Jahr 1990 wird zusätzlich als Bezugsjahr für die Betrachtung von Einsparzielen verwendet, da dieses Jahr auch Basis für nationale und internationale Klimaschutzziele ist. Im Laufe der Jahre kommen in der Verbrauchsüberwachung Liegenschaften hinzu bzw. fal- len weg. Um eine Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten, wird als Bezugsgröße der Energieverbrauch pro Quadratmeter Nettogrundfläche (NGF) und Jahr [kWh/(m 2 a)] verwen- det. Die Nettogrundfläche ist gleichzeitig die Energiebezugsfläche, mit der die Kennwerte in den gesetzlich geforderten Energieausweisen gebildet werden. Der im Energieausweis aus- gewiesene Heizenergieverbrauch ist auf den Standort Würzburg, der als Referenzstandort für Deutschland gilt, normiert. Für die Erstellung der Energieausweise wurden die Nettogrundflächen der städtischen Ge- bäude ermittelt. Im vorliegenden Bericht werden somit die Nettogrundfläche und die Normie- rung des Heizenergieverbrauchs auf den Standort Würzburg erstmals für die Berechnungen zugrunde gelegt. Dies führt dazu, dass die Ergebnisse des Energieberichtes 2009 in ihrer Quantität nicht un- mittelbar, aber in ihrer Qualität mit vorherigen Energieberichten vergleichbar sind. Um die Entwicklung des Energieverbrauchs über die Jahre miteinander vergleichen zu kön- nen, wird der tatsächliche Energieverbrauch entsprechend dem Verfahren der VDI 3807 zeit- und witterungsbereinigt. Zur Witterungsbereinigung werden aus den Tagesmitteltempe- raturen für Karlsruhe Gradtagszahlen errechnet. Der tatsächliche Heizenergieverbrauch ei- nes Jahres wird dann mit der Gradtagszahl des aktuellen Jahres auf ein Normjahr umge- rechnet und ist damit unabhängig von der jeweiligen Witterung. Mit dem normierten Verbrauch und der Nettogrundfläche wird ein Kennwert als flächenspezifischer Verbrauch gebildet. Auf Basis dieses Kennwertes können die zeitliche Entwicklung des Heizenergie- verbrauchs einer Liegenschaft bewertet und gleichartige Gebäude miteinander verglichen werden. 6 1.2 Beschlusslage des Gemeinderates – gesetzte Ziele Klimaschutzkonzept Mit Beschluss vom 15.12.2009 stimmte der Gemeinderat dem Klimaschutzkonzept Karlsru- he 2009 als Handlungsrahmen für zukünftige städtische Klimaschutzaktivitäten zu. Hauptbestandteil des Konzeptes ist ein umfangreicher Handlungskatalog mit Empfehlungs- charakter, der aufzeigt, in welchen Handlungsfeldern die Stadt alleine oder im Zusammen- spiel mit anderen Akteuren den Klimaschutz in Karlsruhe in den nächsten Jahren voranbrin- gen kann. Insgesamt wurden 80 kurz-, mittel- und teils langfristige Maßnahmen identifiziert und in standardisierte Maßnahmenblätter überführt. Der Gemeinderat beschließt folgende Klimaschutzziele: Bis zum Jahr 2020 wird - eine jährliche Minderung von rund 2 % des Endenergieverbrauchs - eine jährliche Minderung von rund 2 % der CO 2 -Emissionen - insgesamt eine Verdoppelung des Anteils erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch bezogen auf das Basisjahr 2007 angestrebt. European Energy Award® Bereits am 17.07.2007 hat der Gemeinderat beschlossen, dass sich Karlsruhe am European Energy Award® beteiligt. Dies ist ein Instrument, das es ermöglicht, die Qualität der Ener- gieerzeugung und -nutzung in der Kommune zu bewerten und regelmäßig zu überprüfen sowie Potenziale zur Steigerung der Energieeffizienz zu identifizieren und zu erschließen. Im März 2010 konnte die angestrebte Erstzertifizierung mit einem Zielerreichungsgrad von 63 % abgeschlossen werden. Leitlinie Energieeffizienz und Nachhaltiges Bauen Am 17.11.2009 hat der Gemeinderat die „Leitlinie Energieeffizienz und Nachhaltiges Bauen“ beschlossen. Darin sind grundsätzliche Anforderungen für Neubauten und Maßnahmen im Gebäudebestand formuliert, die sowohl die nachhaltige Reduzierung des Energieverbrau- ches als auch die Minimierung der Unterhaltskosten für die städtischen Gebäude zum Ziel hat. Die Kernaussagen der Leitlinie sind: 1. Anforderungen für Neubauten Grundsätzlich wird bei der Realisierung von Neubauten ein Heizwärmebedarf von ” 15 kWh/(m 2 a) und ein Primärenergiebedarf von ” 120 kWh/(m 2 a) (das entspricht dem Standard eines Passivhauses) angestrebt. 2. Anforderungen für Maßnahmen im Gebäudebestand Grundsätzlich werden Maßnahmen im Gebäudebestand ebenfalls, soweit technisch sinnvoll und wirtschaftlich darstellbar, mit Passivhauskomponenten ausgeführt. 7 1.3 Kurzfassung Das städtische Energiemanagement im Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft sorgt schon seit 1979 für eine kontinuierliche Absenkung des Energieverbrauchs in den öffentli- chen Gebäuden. Damit trägt das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft in erheblichem Maße zu einer Verringerung der CO 2 -Emissionen und anderer Schadstoffe bei. Ein weiterer Nutzen ist die finanzielle Entlastung des städtischen Haushalts. 5,02 5,51 5,58 5,12 4,71 4,43 5,68 4,97 5,04 5,01 5,68 5,94 6,11 6,12 6,43 6,70 7,43 7,61 8,56 9,99 16,7 16,8 16,9 17,5 18,3 18,5 19,7 19,7 19,7 20,1 20,0 20,3 19,6 21,1 20,9 20,9 21,3 21,3 20,7 21,5 0 4 8 12 16 20 24 19901991199219931994199519961997199819992000200120022003200420052006200720082009 Jahr Heizenergieverbrauch 0 3 6 9 12 15 18 Heizenergiekosten Heizenergiekosten in Euro / (m 2 a) Heizenergieverbrauch in Litern Heizöläquivalent / (m 2 a) Abb. 1.3.1: Entwicklung des witterungsbereinigten Verbrauchs und der Kosten bei der Bereitstellung von Raumwärme von 1990 bis 2009 Die Energiestatistik für 2009 weist gegenüber dem Vorjahr einen nahezu konstanten Heiz- energieverbrauch mit einer leichten Verminderung um ca. 0,5 % aus. Der Stromverbrauch erhöhte sich um ca. 2,6 %. Im selben Zeitraum stiegen die Heizkosten um ca. 17 % und die Stromkosten um ca. 8 %. Der Anteil der Energieträger an der Wärmeversorgung betrug für Erdgas 45,34 %, Fernwärme 47,75 %, Heizöl 6,84 % und Heizstrom 0,07 %. Insgesamt beliefen sich die Energiekosten für die ca. 200 energetisch intensiv überwachten und bewirtschafteten Areale im Jahr 2009 für Strom, Gas, Fernwärme und Heizöl auf ca. 10,4 Mio. Euro. In den zurückliegenden Jahren ist es gelungen, durch Beratung, Informationsveranstaltun- gen, Schulungen, bauliche und technische Verbesserungen sowie den Bau moderner Anla- gen den jährlichen spezifischen Heizenergieverbrauch, bezogen auf das Basisjahr 1979, um ca. 40 % zu senken. 8 Durch die konsequente Umstellung eines großen Teils der Ölfeuerungen auf die umwelt- freundlicheren Energieträger Erdgas und Fernwärme sowie die Modernisierung veralteter Heizungsanlagen und Wärmedämmaßnahmen an den öffentlichen Gebäuden konnte der jährliche spezifische CO 2 - Ausstoß - bezogen auf das Basisjahr 1979 - um ca. 62 % gesenkt werden. Basierend auf den spezifischen Verbräuchen, Kosten und CO 2 -Emissionen der Heizener- gieversorgung des Jahres 1979 wurden im Zeitraum von 1979 bis 2009 erhebliche Einspa- rungen erzielt. In Summe stellen sie sich hochgerechnet wie folgt dar: Energieeinsparung: ca. 148 Mio. Liter Heizöläquivalent Reduzierung der CO 2 -Emissionen: ca. 385.963 Tonnen Kosteneinsparung: ca. 37 Mio. Euro Die Abbildung 1.3.2 zeigt die Entwicklung des spezifischen, witterungsbereinigten Heizener- gieverbrauchs und die auf dem tatsächlichen Verbrauch basierenden CO 2 -Emissionen von 1990 bis 2009 für die energetisch intensiv überwachten Gebäude. Gegenüber dem Basisjahr 1990 konnte der witterungsbereinigte Heizenergieverbrauch um ca. 22 % verringert werden. Die CO 2 -Emissionen gingen auf ca. 75 % des Ausgangswertes im Jahr 1990 zurück. Dabei ist zu beachten, dass die Kennzahl für den spezifischen Heizenergieverbrauch ein Maß für die unternommenen Anstrengungen zum Energiesparen ist und die Reduktion der CO 2 -Emissionen sowohl von der Witterung als auch von Maßnahmen zum Energiesparen abhängig ist. Abb. 1.3.2: Entwicklung des witterungsbereinigten Heizenergieverbrauchs und der CO 2 -Emissionen aller überwachten Liegenschaften der Stadt Karlsruhe von 1990 bis 2009 (normiert auf die Netto- grundfläche, Basis 1990 entspricht 100%). 94,3 95,2 92,9 90,7 81,3 81,0 80,5 80,4 75,0 67,6 73,1 74,7 99,7 112,8 95,9 101,8 103,3 109,1 107,9 100,0 167 168 169 175 197 201 215 207 213 213 209 211 209 196 203 200 197 197 185 183 50 60 70 80 90 100 110 120 130 140 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Jahr CO 2 -Emissionen in % vom Basiswert (1990) 0 25 50 75 100 125 150 175 200 225 Heizenergieverbrauch in kWh/(m 2 a) Basis j ahr CO 2 -Emissionen in % vom Basiswert im Jahr 1990 Heizenergieverbrauch in kWh/(m 2 a) Basis j ahr 9 2 Aktivitäten in der Gebäudewirtschaft 2.1 Bauunterhaltung und Bewirtschaftung Die Kosten für die Bauunterhaltung der städtischen Gebäude, ohne städtischen Eigenbetrie- be und Gesellschaften, lagen im Jahr 2009 bei insgesamt ca. 18,5 Mio. Euro. Darin enthal- ten sind ca. 12,4 Mio. Euro für die laufende Bauunterhaltung und ca. 6,1 Mio. Euro für die einmalige Bauunterhaltung. Ab 2007 sind die in der laufenden Bauunterhaltung enthalten. Die Entwicklung der Bauunterhaltungsmittel ist der folgenden Grafik zu entnehmen. Entwicklung der Ausgaben für die Bauunterhaltung 2002 bis 2009 0 2.000.000 4.000.000 6.000.000 8.000.000 10.000.000 12.000.000 14.000.000 16.000.000 18.000.000 20.000.000 20022003200420052006200720082009 Jahr Euro einmalige Bauunterhaltunglaufende Bauunterhaltung Abb. 2.1.1: Entwicklung der Aufwendungen für die laufende und die einmalige Bauunterhaltung 2002 bis 2009. Die Bewirtschaftungskosten für die Liegenschaften der Stadt Karlsruhe, ohne Eigenbetriebe und Gesellschaften, betrugen im Jahr 2009 ca. 21,0 Mio. Euro. Die Energie- und Wasser- versorgung hat mit einer Summe von ca. 11,8 Mio. Euro einen Anteil von ca. 56 %. Darin enthalten sind: x ca. 0,29 Mio. Euro für Heizöl x ca. 3,19 Mio. Euro für Erdgas x ca. 3,06 Mio. Euro für Fernwärme x ca. 4,22 Mio. Euro für Strom und x ca. 0,96 Mio. Euro für Wasser. Ab 2007 werden die bisher bei den Bewirtschaftungskosten geführten Mietnebenkosten in Höhe von 1 Mio. Euro auf einem neu eingerichteten Mietkonto gebucht und die Wartungs- kosten von ca. 1,5 Mio. der laufenden Bauunterhaltung zugeschlagen. Beide Positionen ent- fallen daher ab 2007 in der folgenden Aufstellung. Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung der Bewirtschaftungskosten von 2002 bis 2009. 10 Entwicklung der Bewirtschaftungskosten 2002 bis 2009 0 2.000.000 4.000.000 6.000.000 8.000.000 10.000.000 12.000.000 14.000.000 16.000.000 18.000.000 20.000.000 22.000.000 20022003200420052006200720082009 Jahr Euro ÖlGasFWStromWasserGebäudereinigung / Wartungen / Müll / Steuer / Versicherungen Abb. 2.1.2: Entwicklung der Bewirtschaftungskosten 2002 bis 2009 11 2.2 Nutzung regenerativer Energiequellen Der Einsatz regenerativer Energien ist ein wesentlicher Baustein für eine nachhaltige Ent- wicklung der Energieversorgung. Holz Holz gilt als nachwachsender Rohstoff schlechthin. So wurde Ende Oktober 2009 eine Holz- hackschnitzelheizung in der Emil-Arheit-Halle in Grötzingen in Betrieb genommen. Sie er- setzt die sanierungsbedürftige Kesselanlage, die mit Heizöl betrieben wurde. Dieses Pilotprojekt entstand in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Karlsruhe. Die erfor- derlichen baulichen Veränderungen wurden durch den vom Gemeinderat beschlossenen „Unterstützungsfonds Zukunftsenergien“ finanziert. Der Betrieb sowie die Finanzierung der Holzhackschnitzelanlage erfolgt im Rahmen eines Contractingvertrages durch die Stadtwer- ke Karlsruhe über einen Zeitraum von 6 Jahren. Bereits in den ersten beiden Betriebsmonaten November und Dezember 2009 konnten die CO 2 -Emissionen durch den überwiegenden Anteil von Holz als Brennstoff um ca. 33 Tonnen gesenkt werden. Geothermie Derzeit wird die Kindertagesstätte „Obere Setz“ in Grötzingen neu gebaut. Sie ist das erste städtische Gebäude in dem eine Erdwärmesondenanlage in Verbindung mit einer effizienten Wärmepumpe für die Deckung des Heiz- und Lüftungswärmebedarfs eingesetzt wird. Ge- genüber einer konventionellen Lösung zur Bereitstellung der Raumwärme über einen Gas- Brennwertkessel wird mit einer CO 2 -Einsparung von ca. 3,52 Tonnen pro Jahr gerechnet. Photovoltaik Im Rahmen der Initiative der Stadtwerke Karlsruhe „Sonne in der Schule“ sind seit 2000 an acht Karlsruher Schulen Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von jeweils ca. 3 kWp instal- liert worden. Im Jahr 2010 geht dieses Programm in eine neue Runde. Dann können sich weitere Schulen um eine Photovoltaikanlage bewerben. Drei davon werden bei diesem um- weltkonzeptionellen und energetischen Wettbewerb den Zuschlag erhalten. Durch ähnliches Sponsoring bzw. auch Eigenfinanzierungen konnten inzwischen 3 weitere PV-Anlagen in schulischen Bereichen in Betrieb genommen werden. Die Stadtwerke Karlsruhe (SWK) haben 2005 den Bau einer Bürgerbeteiligungsanlage (So- larpark I) gestartet. Im Endausbau hat die Anlage eine installierte Leistung von ca. 840 kWp. Die Stadt Karlsruhe hat für dieses Projekt Dachflächen der Walter-Eucken-Schule (35 kWp) und der Europäischen Schule (63 kWp) zur Verfügung gestellt. Für eine zweite Bürgerbetei- ligungsanlage der Stadtwerke (Solarpark II) wurde im Dezember 2007 eine Photovoltaikan- lage (43 kWp) auf dem Dach der Grund- und Hauptschule Grötzingen installiert. Mittlerweile wird die dritte Bürgerbeteiligungsanlage (Solarpark III) mit einer geplanten Leistung von 500 kW konzipiert. Hierfür wurden u. a. auch Dachflächen des Schulzentrums Neureut zur Verfügung gestellt. Die dort bislang installierte Leistung beträgt 45 kWp, wobei seitens SWK dort noch eine Leistungsverdoppelung angedacht ist. Auch zukünftig werden regenerativen Energien bei entsprechenden Planungen vom Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft berücksichtigt und im Rahmen der Möglichkeiten bevor- zugt eingesetzt. Sinnvolle und wirtschaftlich darstellbare Einrichtungen regenerativer Energien werden befürwortet und vor den zuständigen Ausschüssen erläutert. 12 2.3 Ergebnisse von Energiesparmaßnahmen In den Jahren 2008 und 2009 sind zahlreiche bauliche und technische Sanierungen an öf- fentlichen Gebäuden ausgeführt bzw. begonnen worden, die zu energetischen Verbesse- rungen geführt haben. Die zu erwartenden Ergebnisse der größten durchgeführten Maßnahmen sind in der folgen- den Tabelle dargestellt. Die Berechnung der Einsparungen erfolgt über jeweilige Nutzungs- dauer. Die Kosteneinsparungen sind mit einer Preissteigerung von 5 % berechnet worden. Der überwiegende Teil der Maßnahmen ist durch den vom Gemeinderat aufgelegten Klima- schutzfonds gefördert worden. Klimaschutzfonds 2009 Maßnahme Gesamtan- satz Abgeschätzter Kostenanteil für energetische Verbesserung Einsparungen über die Nut- zungsdauer 1 Durch- schnittli- che Ein- sparung pro Jahr CO 2 - Einsparung über die Nutzungs- dauer [Euro][Euro][Euro][Euro][Tonnen] Verwaltungsgebäude-Kaiseralle 8 Fenstererneuerung 700.000105.00063.000 2.500 38 Hans-Thoma-Schule Fenstererneuerung 108.00062.00063.0002.50033 Heinz-Barth-Schule Sanierung Flachdach 186.0007.00028.0001.00070 Schillerschule Fenstererneuerung 567.000187.000267.00011.000225 GHS Grötzingen (Schlossschule) Erneuerung Holzfenster 155.00072.00057.0002.300155 GHS Beiertheim, Turnhalle Sanierung Flachdach 200.00014.00090.0003.000210 Otto-Hahn-Gymnasium, Turnhalle Erneuerung Beleuchtung 122.00016.00013.0001.00035 Gemeindezentrum Stupferich Sanierung Flachdach 77.00011.00028.0001.00087 GHS Grötzingen, Sporthalle Sanierung Heizung/Lüftung 390.000224.000190.0004.800395 GHS Beiertheim Sanierung Heizungsanlage 325.00054.00087.0004.400253 Summen 2.830.000752.000886.000 33.500 1.501 Tabelle 2.3.1: Summe der zu erwartenden Kosteneinsparungen sowie Schadstoffreduzierungen durch Energiesparmaßnahmen im Rahmen des Klimaschutzfonds 2009 1 Angenommene Nutzungsdauer 2009: Fenster 25 a, Flachdach 30 a, Heizung 15 – 40 a 13 Für das Jahr 2010 sind folgende Energiesparmaßnahmen im Rahmen des Klimaschutzfonds 2010 geplant. Klimaschutzfonds 2010 Maßnahme Gesamt- ansatz Abgeschätzter Kostenanteil für energetische Verbesserung Einsparungen über die Nut- zungsdauer 2 Durch- schnittli- che Ein- sparung pro Jahr CO 2 - Einsparung über die Nutzungs- dauer [Euro][Euro][Euro][Euro][Tonnen] Grundschule Knielingen Fenstersanierung 320.000184.000108.0003.600 156 Schulgebäude GS Stupferich Sanierung Flachdach und Fassade 177.00060.00018.00060034 Weiherwaldschule, Südfassade Fenstererneuerung 300.000162.000150.0005.000305 Weiherwaldschule / Albschule Sanierung Heizung 670.000355.000476.00023.8001.168 Fichtegymnasium Fenstersanierung 490.000245.000345.00011.500216 Summen 1.957.0001.006.0001.097.00044.500 1.879 Tabelle 2.2.2: Summe der zu erwartenden Kosteneinsparungen sowie Schadstoffreduzierungen durch Energiesparmaßnahmen im Rahmen des Klimaschutzfonds 2010 Darüber hinaus wurden in den Jahren 2008 und 2009 folgende Energiesparmaßnahmen ausgeführt bzw. begonnen. Maßnahme Gesamt- ansatz Abgeschätzter Kostenanteil für energetische Verbesserung Einsparungen über die Nut- zungsdauer 2 Durch- schnittli- che Ein- sparung pro Jahr CO 2 - Einsparung über die Nutzungs- dauer [Euro][Euro][Euro][Euro][Tonnen] Ernst-Reuter-Schule, Hauptgeb. Fenster- und Fassadensanierung 684.000426.000600.00020.000 420 Walter-Eucken-Schule Einbau Thermostatventile 21.00021.00043.5002.90035 Albschule Akustik und Beleuchtung 91.00032.0009.00060023 Heinrich-Köhler-Schule Fenstersanierung 218.000112.500123.0004.100243 Schülerhort Forststrasse Dachsanierung 29.00010.80045.0001.50090 Schulen am Weinweg Fenster- und Dachsanierung 108.00061.000135.0004.500267 Summen 1.151.000663.300955.50033.600 1.078 Tabelle 2.3.3: Summe der zu erwartenden Kosteneinsparungen sowie Schadstoffreduzierungen durch weitere Energiesparmaßnahmen 2008 / 2009 2 Korrigierte Nutzungsdauer 2010: Fenster 30a, Fassade 30 a, Flachdach 30a, Heizung 20a 14 2.4 Energieausweise Den gesetzlichen Vorgaben entsprechend hat das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft ca. 145 Energieausweise erstellt und an einer für die Öffentlichkeit gut sichtbaren Stelle in den jeweiligen Gebäuden ausgehängt. Ergänzt wurden die Energieausweise um Hinweise zur Einsparung von Energie und Wasser. Abb. 2.4.1: Energieausweis für Turnhalle, Mensa des Heisenberggymnasiums 2.5 Neubauten In den Jahren 2008 und 2009 sind eine Reihe von Neubauten bzw. Umbauten nach dem Standard der EnEV 2007 erstellt worden. Der Pavillon der Südendschule ist sogar um 30% besser. Gebäude Fläche NGF [m 2 ] Fertigstellung Jugendtreff Waldstatt Erweiterung und Neubau 544 März 2008 SVK Beiertheim Neubau 1.961 (BGF) Mai 2008 Werkstätten Beiertheimer Feld Umbau und Sanierung 3.844 September 2008 Weinbrennerschule Neubau Sporthalle und Schulerweiterung 2.600 Oktober 2008 Marylandschule Erweiterung 602 Februar 2009 Ernst-Reuter-Schule Neubau Schülerhort 530 Juli 2009 Südendschule Neubau Pavillon (Standard EnEV 2007 -30%) 587 September 2009 Tabelle 2.4.1: Erstellte Neu- und Umbauten 2008 und 2009 15 Des Weiteren wurden Planungen für Neubauten vorgenommen, deren energetischer Stan- dard um 30 % besser ist als es die Anforderungen der zu diesem Zeitpunkt gültigen EnEV 2007 verlangen. Dieser Standard wird derzeit in folgenden Neubauten umgesetzt: Gebäude Investitionsvolumen [Mio. €] Fichte-Gymnasium Erweiterung ca. 4,0 Schulen am Weinweg Erweiterung ca. 5,0 Albschule Kindergarten Neubau ca. 4,0 Schülerhort Nordstadt Erweiterung ca. 2,5 Goethegymnasium Ganztageseinrichtung ca. 2,5 Kindertagesstätte Grötzingen Obere Setz Neubau ca. 2,5 Kindertagesstätte Europäische Schule Neubau ca. 2,6 Summeca. 23,1 Tabelle 2.4.2: Neubauten, die sich in der Umsetzung befinden Für den Doppelhaushalt 2011 / 2012 sind folgende Baumaßnahmen vorgesehen, die ent- sprechend der „Leitlinie Energieeffizienz und Nachhaltiges Bauen“ realisiert werden: - Neubau Grundschule Südstadt-Ost - Walter-Eucken-Schule, Erweiterung - Kindergarten Waldstadt, Erweiterung - Fichtegymnasium, Ganztageseinrichtung - Hebelschule, Erweiterung und Neubau der Sporthalle - Tulla-Realschule, Sanierung der Gebäudehülle des Fachtraktes 16 3 Statistik der Energieverbräuche Bei der Nutzung der Endenergie wird den Energieträgern mit den geringsten Schadstoff- emissionen der Vorzug gegeben. Dazu gehören in erster Linie Fernwärme und Erdgas. An geeigneten Standorten wird die Möglichkeit der Nutzung von regenerativen Energien geprüft und bei sinnvollen Anwendungen umgesetzt. Heizöl und Strom sollten möglichst wenig zum Einsatz kommen. Die folgenden Tabellen und Grafiken geben einen Überblick über den Endenergieeinsatz bei der Beheizung und Stromversorgung der intensiv überwachten Ge- bäude. 3.1 Heizenergie In die Energiestatistik 2009 für Heizenergie fließen die Verbrauchsdaten von ca. 200 Lie- genschaften (ohne Beteiligungen und GmbH ́s) mit einer Bezugsfläche (beheizte Netto- grundfläche) von insgesamt 666.507 m 2 ein. Der witterungsbereinigte Endenergieverbrauch liegt 2009 mit 111.345 MWh, bezogen auf den spezifischen Verbrauch, um ca. 0,5 % unter dem des Vorjahres. Die Kosten sind mit 6.656.000 Euro um ca. 17 % gestiegen. Die CO 2 -Emissionen betragen ca. 19.696 Tonnen. Stadt Karlsruhe Energiestatistik 2009 Verbrauchs- menge spezifischer Verbrauch Verände- rungen zum Vorjahr Verände- rung zum Basisjahr 1979 CO 2 Anteil an gesamten CO 2 - Emissionen Heizenergie Kosten Heizenergie Anteil an gesamten Heizenergie- kosten Verände- rungen zum Vorjahr MWh/a kWh/(m 2 a) %%Tonnen%Tausend Euro%% Gesamter Heizölverbrauch 6.307148-14,45 -49,831.8969,633525,29-24,85 Gesamter Erdgasverbrauch 41.4941533,38 -45,748.87745,072.90843,6927,61 Gesamter Fernwärmeverbrauch 44.4081265,23 -36,368.87745,073.38750,8914,74 Sonst. Energieträger 67105-8,70 -64,41460,2390,142,85 Wärme insgesamt 92.276138--19.696-6.656-16,61 Wärme insgesamt (witterungsbereinigt) 111.345167-0,51 -39,91 -- - - - Kosten CO 2 -Emissionen Verbrauch Heizenergie Tabelle 3.1.1: Überblick über den Heizenergieverbrauch der überwachten Gebäude der Stadt Karls- ruhe im Jahr 2009 17 Verbrauch Verbrauchsmenge (MWh/a): Absoluter Energieverbrauch im Betrachtungszeitraum. Spezifischer Verbrauch (kWh/m 2 a): Energieverbrauch bezogen auf die dazugehörige Flä- cheneinheit. Veränderungen zum Vorjahr (%): Veränderungen des spezifischen Energieverbrauches zum Vorjahr (2008) in Prozent. Veränderungen zum Basisjahr (%): Veränderungen des spezifischen Energieverbrauches zum Basisjahr (1979) in Prozent. CO 2 -Emissionen CO 2 (Tonnen): CO 2 -Emissionen bezogen auf den absoluten Energie- verbrauch in Tonnen im Jahr 2009. Kosten Anteil an gesamten Anteil der einzelnen Energieträger an den gesamten Heizenergiekosten (%): Heizenergiekosten in Prozent. Veränderungen zum Vorjahr (%): Veränderung der Energiekosten der jeweiligen Energie- träger gegenüber dem Vorjahr bezogen auf die dazu- gehörige Flächeneinheit in Prozent. Die Abbildung 3.1.1 zeigt die Anteile der Energieträger an der Bereitstellung der Endenergie zum Beheizen der überwachten Gebäude. Mit über 90% stellen die umweltfreundlicheren Energieträger Erdgas und Fernwärme die weitaus größte Gruppe dar. Abb. 3.1.1: Prozentuale Aufteilung des Endenergieeinsatzes in den überwachten Gebäuden der Stadt Karlsruhe im Jahr 2009, Zahlen in Klammern von 1990 Gas 45,34% Öl 6,84% Heizstrom 0,07% Fernwärme 47,75% (45,1%) (23,3%) (0,13%) (31,5%) 18 In der Abbildung 3.1.2 ist die Entwicklung des witterungsbereinigten Heizenergieverbrauchs und der dazugehörigen Fläche der überwachten Gebäude von 1990 bis 2009 dargestellt. Abb. 3.1.2: Zeitliche Entwicklung des witterungsbereinigten Heizenergieverbrauchs der überwachten Gebäude mit den zugehörigen Flächen. Abbildung 3.1.3 verdeutlicht die Abhängigkeit des absoluten Verbrauchs von den Gradtagen eines Jahres. Neben dem individuellen Heizverhalten hat die Witterung naturgemäß einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Energieverbrauchs. Je höher die Gradtagszahl, des- to kälter ist das Jahr und umso höher ist der Heizbedarf und somit auch der absolute Verbrauch. Dies spiegelt sich auch im Verlauf der CO 2 -Emissionen wider (siehe Abbildung 3.1.4). Abb. 3.1.3: Zeitliche Entwicklung des absoluten Verbrauchs der überwachten Gebäude in Abhängig- keit der Witterung (Gradtage) 0 40.000 80.000 120.000 160.000 19901991199219931994199519961997199819992000200120022003200420052006200720082009 Jahr Witterungsbereinigter Verbrauch 0 175.000 350.000 525.000 700.000 Beheizte Nettogrundfläche Beheizte Nettogrundfläche der überwachten Gebäude in m 2 Witterungsbereinigter Verbrauch der überwachten Gebäude in MWh 2.868 3.178 3.693 3.172 3.072 3.133 3.159 2.784 2.904 3.020 2.833 3.139 3.150 3.092 2.934 3.105 3.178 3.000 3.429 3.128 0 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 120.000 140.000 160.000 19901991199219931994199519961997199819992000200120022003200420052006200720082009 Jahr Absoluter Verbrauch 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 3.500 4.000 Gradtage Gradtage Absoluter Verbrauch der überwachten Gebäude in MWh 19 Die Abbildung 3.1.4 zeigt die heizungsbedingten Kohlendioxidemissionen der überwachten Gebäude in Abhängigkeit vom absoluten Verbrauch. Die Reduzierung der CO 2 -Emissionen von 1990 bis 2009 um 10 kg/(m 2 a) entspricht einer Verringerung um ca. 25 %. Diese Absenkung konnte sowohl durch eine sparsamere Energieverwendung als auch durch Umstellungen von Ölfeuerungen auf Energieträger mit einem geringeren spezifischen CO 2 - Ausstoß wie Erdgas und Fernwärme erreicht werden. 37,9 40,3 34,5 40,9 36,7 32,2 29,6 26,7 31,8 31,8 32,0 37,7 37,3 39,4 39,6 42,7 43,1 44,6 28,9 29,6 50.000 60.000 70.000 80.000 90.000 100.000 110.000 120.000 130.000 140.000 19901991199219931994199519961997199819992000200120022003200420052006200720082009 Jahr Absoluter Verbrauch 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 CO 2 -Emissionen CO 2 -Emissionen in kg/(m 2 a) Absoluter Verbrauch der überwachten Gebäude in MWh Abb. 3.1.4: Zeitliche Entwicklung der heizungsbedingten spezifischen CO 2 -Emissionen der über- wachten Gebäude in Abhängigkeit des absoluten Verbrauchs Bei der Witterungsbereinigung wird der tatsächliche Verbrauch auf ein Normjahr mit einer festen Gradtagszahl umgerechnet. Dadurch werden die Jahresverbräuche miteinander ver- gleichbar. Je kleiner der Wert ist, umso erfolgreicher konnten Energiesparmaßnahmen, an- gefangen vom Nutzerverhalten bis hin zu baulichen und technischen Verbesserungen, um- gesetzt werden. 20 Die Abbildung 3.1.5 zeigt eine Senkung des spezifischen Heizenergieverbrauches von 1990 bis 2009 um 48 kWh/(m 2 a), was einer Senkung um ca. 22 % entspricht. Gleichzeitig stiegen die spezifischen Kosten um ca. 99 %. 167 168 197 209 209 211 196 203 200 201 197 197 185 183 175 169 213 213 207 215 8,56 9,99 7,61 7,43 6,70 6,43 6,12 6,11 5,94 5,68 5,01 5,04 4,97 5,68 4,43 4,71 5,02 5,51 5,58 5,12 0 5 10 15 20 25 19901991199219931994199519961997199819992000200120022003200420052006200720082009 Jahr Kosten 0 50 100 150 200 250 Verbrauch Witterungsbereinigter Verbrauch in kWh/(m 2 a) Kosten in Euro/(m 2 a) Abb. 3.1.5: Verlauf des spezifischen Heizenergieverbrauchs und der spezifischen Kosten von 1990 bis 2009 in kWh bzw. Euro pro Quadratmeter und Jahr 21 3.1.1 Heizenergieverbrauchsstruktur nach Nutzungsart Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht des Heizenergieverbrauchs nach Nutzungsart. Nutzungsart Endenergieeinsatz Brennstoffe/Wärme beheizte Nettogrundfläche Verbrauch Kosten m 2 MWh Änderung (%) Tausend Euro (A)Verwaltungsgebäude 69.41210.6052,87687 (B) Feuerwehren, Zivil- und Katastrophenschutz 12.3163.0260,93 184 (C) Grund- und Hauptschulen 164.86226.838-6,371.528 (D) Realschulen 42.6686.3360,79 366 (E)Sonderschulen 17.5332.633-0,60160 (F) Gymnasien 128.78819.151-0,15 1.137 (G) Hauswirtschaftliche, Kaufmännische und Ge- werbliche Schulen 101.76913.1675,01833 (H) Kindergärten, Krippen und Schülerhorte 10.7532.0810,45 128 (I) Jugendheime und Bera- tungsstellen 16.8752.895-4,56185 (J) Obdachlosenunterkünfte 4.2411.097-8,13 67 (K)Bestattungswesen 2.240611-4,2137 (L) Alten-, Pflege- und Wohnheime 10.3842.4241,13 133 (M) Sport- und Veranstal- tungshallen 39.5507.4214,88447 (N) Bauhöfe, Stadtgärtnereien und Fuhrparks 17.3246.2292,45 358 (O) Badisches Konservatori- um 1.864337-9,6623 (P) Sonstige Gebäude 6.0252.144-3,70 126 (Q)Schulturnhallen 19.9034.3473,37256 Summen666.507111.345 -0,51 6.656 Tabelle 3.1.1.1: Bezugsfläche, Energieeinsatz (witterungsbereinigt) und Energiekosten der einge- setzten Brennstoffe/Wärme der überwachten Gebäude der Stadt Karlsruhe im Jahr 2009 nach Nut- zungsarten, mit Änderungen des Verbrauchs (in %) im Vergleich zum Vorjahr Die Schulen und Schulturnhallen (Nutzungsart C bis G und Q) stellen mit einem Wär- meverbrauch von ca. 72.000 MWh und Kosten von ca. 4.300.000 Euro pro Jahr die größte Verbrauchs- und Kostengruppe der energetisch intensiv überwachten Gebäu- de dar. Ihr Anteil beträgt ca. 65 %. Eine detaillierte Übersicht der witterungsbereinigten Heizenergieverbrauchsstruktur nach Gebäuden und Gebäudegruppen ist den nachfolgenden Darstellungen zu entnehmen. 22 Nutzart A: Verwaltungsgebäude Arealnummer Bezeichnung 024.0 Rathaus Grünwettersbach 066.0 Haus Solms 144.0 Verwaltungsgebäude, Otto-Sachs-Straße 6 202.0 Sozial- u. Jugendbehörde (Jugendhilfe) 248.0 Rathaus West 250.0 Bürgerservice und Sicherheit 265.0 Prinz-Max-Palais / Stadtmuseum 271.0 Rathaus am Marktplatz 282.0 Rathaus Hohenwettersbach 293.0 Rathaus Stupferich 318.0 Rathaus Lammstraße (Techn. Rathaus) 349.0 Verwaltungsgebäude 365.0 Ärztlicher Dienst / Bau T 382.0 Rathaus Neureut 417.0 Karlsburg 418.0 Rathaus Durlach 428.0 / 429.0 Rathaus Grötzingen + Nebengebäude 432.0 Rathaus Wolfartsweier 503.0 Stadtarchiv Innenhof Carl-Hofer-Schule 577.0 Haus der Fraktionen, Hebelstraße 13 594.0 Sozialer Dienst 596.3 Verwaltungsräume POA, Schulungsraum, Bibliothek 597.0 Personalamt 889.0 Verwaltungsgebäude, Zähringerstr. 61 Heizenergiekennzahlen 2009 Verwaltungsgebäude (A) 112 105 116 219 197 89 100 146 88 196 176 161 246 122 118 160 105 151 142 146 128 169 246 131 0 60 120 180 240 300 024.0066.0144.0202.0248.0250.0265.0271.0282.0293.0318.0349.0365.0382.0417.0418.0 428.0 / 429.0 432.0503.0577.0594.0596.3597.0889.0 Arealnummern kWh / (m 2 a) Gruppenmittel = 153 kWh/(m 2 a) 23 Nutzart B: Feuerwehren, Zivil- und Katastrophenschutz Arealnummer Bezeichnung 049.0 Feuerwehrgerätehaus Neureut 077.0 Feuerwehrgerätehaus Hagsfeld 197.0 Feuerwehrgerätehaus Mühlburg 224.0 Feuerwache West 252.0 Feuerwehrgerätehaus Durlach 283.0 Feuerwehrgerätehaus Hohenwettersbach 294.0 Feuerwehrgerätehaus Stupferich 300.0 Katastrophenschutz (Appenmühle) 320.0 Feuerwehrgerätehaus Rüppurr 324.0 Feuerwehrgerätehaus Grötzingen 406.0 Feuerwehrgerätehaus Aue 431.0 Feuerwehrgerätehaus Wolfartsweier 452.0 Hauptfeuerwache 463.0 Feuerwehrgerätehaus Knielingen 552.0 Feuerwehrgerätehaus Daxlanden 583.0 Feuerwehrgerätehaus Grünwettersbach 603.0 Feuerwehrgerätehaus Grünwinkel Heizenergiekennzahlen 2009 Feuerwehren, Zivil- und Katastrophenschutz (B) 290 294 135 220 427 192 172 235 56 282 344 395 207 318 329 288 218 0 100 200 300 400 500 049.0077.0197.0224.0252.0283.0294.0300.0320.0324.0406.0431.0452.0463.0552.0583.0603.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 257 kWh/(m 2 a) 24 Nutzart C-1: Grund- und Hauptschulen Arealnummer Bezeichnung 043.0 Adam-Remmele-Schule mit TH 068.1 Anne-Frank-Schule, Hauptgebäude 068.2 - 5 Anne-Frank-Schule, Pavillons 081.0 Pestalozzischule 100.0 Grundschule Knielingen 104.0 Grundschule Bergwald 111.0 Heinz-Barth-GHS (Carl-Benz), WR+TH 128.1 H.-Köhler-GHS, Tulla-RS, Schulen Forststraße 132.0 Nordschule Neureut 143.0 Gartenschule 174.1 Gutenbergschule - Altbau 174.2 Gutenbergschule - Neubau 178.0 Oberwald GHS Aue (GS) 179.0 Oberwald GHS Aue (HS) 181.0 Grund- und Hauptschule Bulach 196.0 Hardtschule 206.0 Rathaus und Waldenserschule Palmbach 227.0 Grund- und Hauptschule Grünwinkel 264.0 Schillerschule 274.0 Marylandschule 284.0 Schule im Lustgarten 289.1 GHS Grötzingen (Heinrich-Dietrich-Schulgebäude) 289.2 Schloßschulgebäude Grötzingen 292.0 Grundschule Stupferich 312.0 Weinbrennerschule Heizenergiekennzahlen 2009 Grund- und Hauptschulen (C-1) 126 237 220 105 95 155 140 141 103 113 192 280 178 177 158 122 113 189 113 134 182 135 236 167 151 0 50 100 150 200 250 300 043.0068.1 068.2 - 5 081.0100.0104.0111.0128.1132.0143.0174.1174.2178.0179.0181.0196.0206.0227.0264.0274.0284.0289.1289.2292.0312.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 161 kWh/(m 2 a) 25 Nutzart C-2: Grund- und Hauptschulen Arealnummer Bezeichnung 316.0 Werner-von-Siemens-Schule I 328.0 Leopoldschule 335.0 Eichendorff-Schule 348.0 Grund- und Hauptschule Beiertheim 352.0 Hans-Thoma-Schule 360.0 Waldschule Neureut + Hardtwald Sonderschule 411.0 Grund- und Hauptschule Daxlanden 422.0 Schloßschule 450.0 Riedschule 461.1 Grundschule Hagsfeld 461.2 Grundschule Hagsfeld Schulgebäude 2 466.0 Weiherwaldschule und Albschule 479.0 Uhlandschule 480.0 Viktor-von-Scheffel-Schule 496.0 Friedrich-Ebert-Schule 502.0 Grundschule Wolfartsweier 509.0 Südendschule 541.0 Ernst-Reuter-Schule 542.0 Drais-Schule, GHS u. RS 543.0 Tulla- u. Lidellschule 571.0 Südschule Neureut 606.1 Heinz-Barth-Grundschule Grünwettersb. Außenstelle 606.2 Pavillon-Heinz-Barth-Grundschule Außenstelle 661.0 Grundschule Hagsfeld Schulgebäude 3 Heizenergiekennzahlen 2009 Grund- und Hauptschulen (C-2) 247 143 136 122 211 164 153 222 129 106 245 184 179 150 154 137 112 125 194 235 241 179 144 181 0 50 100 150 200 250 300 316.0328.0335.0348.0352.0360.0411.0422.0450.0461.1461.2466.0479.0480.0496.0502.0509.0541.0542.0543.0571.0606.1606.2661.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 163 kWh/(m 2 a) 26 Nutzart D: Realschulen Arealnummer Bezeichnung 006.0 Werner-von-Siemens-Schule II 014.0 Eichelgartenschule, Realschule Rüppurr 070.0 Rennbuckelschule 244.0 Schulzentrum Süd-West 361.0 Hebel-Schule 372.0 Nebeniusschule 421.0 Friedrich-Realschule Heizenergiekennzahlen 2009 Realschulen (D) 143 145 228 204 132 156 122 0 50 100 150 200 250 006.0014.0070.0244.0361.0372.0421.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 149 kWh/(m 2 a) 27 Nutzart E: Sonderschulen Arealnummer Bezeichnung 021.0 Schule am Turmberg 116.0 Federbachschule 176.0 Kimmelmannschule 341.0 Vogesenschule 366.0 Erich-Kästner-Schule 366.3 Erich-Kästner-Schule, Vorderhaus 566.0 SO-Schule u. GS Rintheim Heizenergiekennzahlen 2009 Sonderschulen (E) 123 172 138 143 204 162 160 0 50 100 150 200 250 021.0116.0176.0341.0366.0366.3566.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 149 kWh/(m 2 a) 28 Nutzart F: Gymnasien Arealnummer Bezeichnung 011.0 Pfinzbau 065.0 Bismarck-Gymnasium 105.0 Kant-Gymnasium 229.0 Otto-Hahn-Gymnasium 249.0 Helmholtz-Gymnasium incl. Anbau u. Ganztageseinrichtung 275.0 Markgrafen-Gymnasium 313.0 Max-Planck-Gymnasium 444.0 Goethe-Gymnasium 455.0 Helmholtz-Gymnasium (ehem.VHS-Gebäude) 490.0 Fichte-Gymnasium 491.0 Lessing-Gymnasium 498.0 Berufliche Schulen (Techn. Gymnasien) 545.0 Schulzentrum Neureut 589.0 Humboldt-Gymnasium Heizenergiekennzahlen 2009 Gymnasien (F) 124 97 129 144 192 202 133 108 168 116 197 116 61 188 0 50 100 150 200 250 300 011.0065.0105.0229.0249.0275.0313.0444.0455.0490.0491.0498.0545.0589.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 140 kWh/(m 2 a) 29 Nutzart G: Hauswirtschaftliche, Kaufmännische und Gewerbliche Schulen Arealnummer Bezeichnung 002.0 Carl-Hofer-Schule 063.0 Heinrich-Meidinger-Schule 106.0 Ludwig-Erhard-Schule 107.0 Walter-Eucken-Schule 136.0 Heinr.-Hübsch-Schule, Abt.Farbe 137.0 Heinrich-Hübsch-Schule 499.1 Elisabeth-Selbert-Schule (Helene-Lange-Schule) 499.2 Elisabeth-Selbert-Schule (ehem. G.-Bäumer-Schule) 512.0 Berufliche Schulen Südendstraße 639.0 Gewerbeschule Durlach 709.0 Friedrich-List-Schule Heizenergiekennzahlen 2009 Hauswirtschaftliche, Kaufmännische und Gewerbliche Schulen (G) 101 66 163 155 85 176 198 119 230 164 144 0 50 100 150 200 250 002.0063.0106.0107.0136.0137.0499.1499.2512.0639.0709.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 130 kWh/(m 2 a) 30 Nutzart H: Kindergärten, Krippen und Schülerhorte Arealnummer Bezeichnung 057.0 Schülerhort Luise-Rieger-Haus 064.0 Schülerhort Bienwaldstraße 074.1 Schülerhort Breitestraße 098.0 Kindergarten Palmbach 128.9 Schülerhort Forststraße 139.0 / 194.0 Schülerhort und Kinderkrippe Frühlingstraße 297.0 Schülerhort Grünwinkel 316.6 Ganztageseinrichtung, Werner-von-Siemens-Schule I 323.0 Schülerhort Lassallestraße 344.0 Sonderschulkindergarten Mannheimer Straße 398.0 Kindergarten Nußbaumweg 424.0 Sonderschulkindergarten f.Schwerhörige 495.0 / 563.0 Kindertagesstätte Staudinger Straße / Schülerhort Weinbrenner Straße 510.0 Kindertagheim Sybelstraße 511.0 Kindertagesstätte Kentuckyallee 579.0 Kindergarten Wolfartsweier (Die Katze) 620.0 Schülerhort Rhode-Island-Allee 647.0 Kindergarten Rhode-Island-Allee 997.0 Kindergarten, Schule im Lustgarten Heizenergiekennzahlen 2009 Kindergärten, Krippen und Schülerhorte (H) 183 187 140 209 134 111 171 270 284 84 267 142 171 107 277 279 226 145 153 0 50 100 150 200 250 300 350 057.0064.0074.1098.0128.9 139.0 / 194.0 297.0316.6323.0344.0398.0424.0 495.0 / 563.0 510.0 511.0579.0620.0647.0997.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 188 kWh/(m 2 a) 31 Nutzart I: Jugendheime und Beratungsstellen Arealnummer Bezeichnung 135.0 Jubez Altstadt (Kronenplatz) 332.0 Jugendheim West 362.0 Jugendheim Anne Frank 363.0 Jugendherberge Moltkestraße 410.0 Jubez Oberreut " Weise Rose " 514.0 / 829.0 Kinder- u. Jugendhilfezentrum u. Kindertagesstätte Sybelstraße 518.0 Jugendtreff Neureut Teutschneureuter Straße Heizenergiekennzahlen 2009 Jugendheime und Beratungsstellen (I) 223 202 225 133 154 161 123 0 50 100 150 200 250 135.0332.0362.0363.0410.0 514.0 / 829.0 518.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 172 kWh/(m 2 a) 32 Nutzart J: Obdachlosenunterkünfte Arealnummer Bezeichnung 004.0 Eingliederungsheim für Nichtseßhafte 459.0 Wohnheim Rüppurrer Straße 465.0 Obdachlosenheim / Schülerhort Scheffelstraße Heizenergiekennzahlen 2009 Obdachlosenunterkünfte (J) 353 211 191 0 50 100 150 200 250 300 350 400 004.0459.0465.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 239 kWh/(m 2 a) 33 Nutzart K: Bestattungswesen Arealnummer Bezeichnung 190.1 Hauptfriedhof, Verwaltungsgebäude 1 190.2 Hauptfriedhof, Verwaltungsgebäude 2 190.3 + 4 Hauptfriedhof, Sozialgeb., Werkstätten u. Kapelle 190.5 Hauptfriedhof, kl. Kapelle (ehem. altes Krema) 190.6 Hauptfriedhof, Krematorium Neu 190.8 Hauptfriedhof, Jüdische Kapelle 190.10 Hauptfriedhof, Info-Center Heizenergiekennzahlen 2009 Bestattungswesen (K) 162 288 208 338 309 57 351 0 100 200 300 400 190.1190.2 190.3 + 4 190.5190.6190.8 190.10 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 273 kWh/(m 2 a) 34 Nutzart L: Alten-, Pflege- und Wohnheime Arealnummer Bezeichnung 295.0 Seniorenzentrum Klosterweg 596.1 Wohnanlage (Studentenwohnungen) Heizenergiekennzahlen 2009 Alten-, Pflege- und Wohnheime (L) 219 287 0 50 100 150 200 250 300 350 295.0596.1 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 233 kWh/(m 2 a) 35 Nutzart M: Sport- und Veranstaltungshallen Arealnummer Bezeichnung 012.0 Reinhold-Crocoll-Halle 055.0 Alter Friedhof Durlach, Nikolauskapelle 076.0 Emil-Arheit-Halle 216.0 Europahalle + Verwaltungsbau 254.0 Sporthalle Dragonerkaserne 285.0 Lustgartenhalle Hohenwettersbach 343.0 Sporthalle Rintheim 387.0 Begegnungszentrum Grötzingen 458.0 Badnerlandhalle Neureut 476.0 Hermann-Ringwald-Halle (Schlossberghalle) 505.0 Carl-Benz-Halle 558.0 Sporthalle Weiherhof 575.0 Gemeindezentrum Stupferich Heizenergiekennzahlen 2009 Sport- und Veranstaltungshallen (M) 127 193 252 94 318 242 158 166 128 304 173 227 103 0 50 100 150 200 250 300 350 012.0055.0076.0216.0254.0285.0343.0387.0458.0476.0505.0558.0575.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 188 kWh/(m 2 a) 36 Nutzart N: Bauhöfe, Stadtgärtnerei und Fuhrparks Arealnummer Bezeichnung 044.0 Bauhof OV Neureut 145.1 Stadtgärtnerei Rüppurr Verwaltung 145.2 Stadtgärtnerei Rüppurr Gewächshäuser 145.5 Stadtgärtnerei Rüppurr Ausbildungsgebäude 299.0 Bauhof TBA Kornweg 334.0 Bauhof GBA Litzenhardtstraße 369.0 Bauhof TBA Mühlwiesenweg 386.0 Bauhof TBA / Verkehrslenkung 407.0 Bauhof TBA Ottostraße 408.0 Amt für Abfallwirtschaft 427.0 Bauhof OV Grötzingen und Diensträume 483.0 Hofgebäude, Carl-Hofer-Schule 582.0 Bauhof OV Wettersbach Heizenergiekennzahlen 2009 Bauhöfe, Stadtgärtnereien und Fuhrparks (N) 307 483 436 194 355 157 335 272 123 312 368 851 0 200 400 600 800 1.000 044.0145.1145.2145.5299.0334.0369.0386.0407.0408.0427.0582.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 360 kWh/(m 2 a) 37 Nutzart O: Badisches Konservatorium Arealnummer Bezeichnung 241.0 Badisches Konservatorium Jahnstraße 669.0 Badisches Konservatorium Kaiserallee Heizenergiekennzahlen 2009 Badisches Konservatorium (O) 182 179 0 50 100 150 200 250 241.0669.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 181 kWh/(m 2 a) 38 Nutzart P: Sonstige Gebäude Arealnummer Bezeichnung 113.0 Zoo Verwaltungsgeb. Kasse Ost 521.0 Zoo: Wirtschaftsgebäude 524.0 Zoo: Affenhaus 531.0 Zoo: Giraffenhaus 567.0 Großmarkt Heizenergiekennzahlen 2009 Sonstige Gebäude (P) 182 441 532 531 162 0 100 200 300 400 500 600 113.0521.0524.0531.0567.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 360 kWh/(m 2 a) 39 Nutzart Q: Schulturnhallen Arealnummer Bezeichnung 014.3 Sporthalle Eichelgartenschule 068.6 Anne-Frank-Schule, Turnhalle 128.5 H.-Köhler-GHS, Tulla-RS, Turnhalle 174.3 Gutenbergschule - Turnhalle 179.2 Oberwald GHS Aue Turnhalle 182.0 Altes Rathaus Bulach: Kulturzentrum 264.2 Schillerschule, Turnhalle 289.3 Turnhalle Grötzingen 316.4 Werner-von-Siemens-Schule I, TH 348.2 Grund- und Hauptschule Beiertheim, Turnhalle 360.3 Waldschule Neureut, Turnhalle 364.0 Turnhalle Bismarck-Gymnasium 366.2 Turnhalle Erich-Kästner-Schule 478.0 Turnhalle Uhlandschule 496.2 Friedrich-Ebert-Schule, TH 509.3 / 176.2 Südendschule, Turnhalle + Kimmelmannschule, Turnhalle 542.8 Drais-Schule, Turnhalle C 607.0 Turnhalle, Mensa f. Heisenberggymnasium 820.0 Nordschule Neureut TH Heizenergiekennzahlen 2009 Schulturnhallen (Q) 194177 126 250 293 198 213 136 261 398 146 296 222 367 243 197 320 169 240 0 100 200 300 400 500 014.3068.6128.5174.3179.2182.0264.2289.3316.4348.2360.3364.0366.2478.0496.2 509.3 / 176.2 542.8607.0820.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 216 kWh/(m 2 a) 40 3.2 Strom In die Energiestatistik 2009 für den Stromverbrauch fließen die Verbrauchsdaten von ca. 200 überwachten Liegenschaften (ohne Beteiligungen wie GmbH’s) mit einer Bezugsflä- che (beheizbare Nettogrundfläche) von 659.885 m 2 ein. Der Stromverbrauch im Jahr 2009 ist mit 19.956 MWh gegenüber dem Vorjahr um ca. 2,6 % gestiegen. Die Stromkosten sind mit 3.725.258 Euro um ca. 8 % gestiegen. Die CO 2 -Emissionen betragen 11.993 Tonnen. Stadt Karlsruhe Energiestatistik 2009 Verbrauchs- menge spezifischer Verbrauch Verände- rungen zum Vorjahr Verände- rung zum Basisjahr 1993 CO 2 Anteil an gesamten CO 2 - Emissionen Strom Kosten Strom Anteil an gesamten Energiekosten Strom Verände- rungen zum Vorjahr MWh/a kWh/(m 2 a) %%Tonnen% Tausend Euro %% Gesamter Stromverbrauch 19.95630,242,60 14,83 11.993-3.725-8,05 Kosten Stromverbrauch CO 2 -Emissionen Verbrauch Tabelle 3.2.1: Überblick über den Stromverbrauch der überwachten Gebäude der Stadt Karlsruhe im Jahr 2009 Verbrauch Verbrauchsmenge (MWh/a): Absoluter Stromverbrauch im Betrachtungszeitraum. Spezifischer Verbrauch (kWh/m 2 a): Stromverbrauch bezogen auf die dazugehörige Flä- cheneinheit. Veränderungen zum Vorjahr (%): Veränderungen des spezifischen Energieverbrauches zum Vorjahr (2008) in Prozent. Veränderungen zum Basisjahr (%): Veränderungen des spezifischen Energieverbrauches zum Basisjahr (1993) in Prozent. CO 2 -Emissionen CO 2 (Tonnen): CO 2 -Emissionen bezogen auf den Stromverbrauch in Tonnen im Jahr 2009. Kosten Kosten-Strom (Tausend Euro): Stromkosten in Tausend Euro. Veränderungen zum Vorjahr (%): Veränderung der Stromkosten gegenüber dem Vorjahr bezogen auf die dazugehörige Flächeneinheit in Pro- zent. 41 Die Abbildung 3.2.1 zeigt die Entwicklung des Stromverbrauches und der dazugehörigen Fläche der überwachten Gebäude. Mit der Aufnahme von weiteren Gebäuden in die Verbrauchsüberwachung im Jahr 2006 und 2008 steigt der Stromverbrauch an. 0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Jahr Stromverbrauch 0 150.000 300.000 450.000 600.000 750.000 Energiebezugsfläche Stromverbrauch der überwachten Gebäude in MWh Energiebezugsfläche der überwachten Gebäude in m 2 Abb. 3.2.1: Zeitliche Entwicklung des Stromverbrauchs der überwachten Gebäude mit den zugehöri- gen Flächen Abbildung 3.2.2 stellt die zeitliche Entwicklung der CO 2 -Emissionen in Abhängigkeit vom Stromverbrauch dar. Im Jahr 2009 lagen die spezifischen CO 2 -Emissionen nahezu auf dem Niveau von 1993. 18,17 17,83 19,04 18,15 17,73 19,53 19,06 19,08 18,53 18,27 19,08 19,31 19,93 20,07 18,85 18,79 18,88 0 5.000 10.000 15.000 20.000 25.000 30.000 35.000 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Jahr Stromverbrauch 0 5 10 15 20 25 CO 2 -Emissionen Stromverbrauch der überwachten Gebäude in MWh CO 2 -Emissionen in kg/(m 2 a) Abb. 3.2.2: Zeitliche Entwicklung der spezifischen CO 2 -Emissionen in Abhängigkeit vom Strom- verbrauch 1993 bis 2009 42 Die Abbildung 3.2.3 zeigt den Verlauf des spezifischen Stromverbrauchs sowie der Kosten von 1993 bis 2009. Der Verbrauch ist in diesem Zeitraum um 3,9 kWh/(m 2 a) gestiegen, was einer Steigerung von 14,8 % entspricht. Die spezifischen Kosten sind im selben Zeitraum um 1,52 Euro/(m 2 a) entsprechend 36,8 % gestiegen. Abb. 3.2.3: Gegenüberstellung des spezifischen Jahresenergieverbrauchs und der spezifischen Energiekosten seit dem Bezugsjahr in kWh bzw. Euro pro Quadratmeter und Jahr 30,24 29,47 29,45 29,31 29,40 29,38 28,93 28,03 27,70 26,52 26,89 27,69 27,66 28,34 25,73 27,63 26,34 5,65 5,22 4,52 4,50 4,10 3,90 3,68 3,37 3,22 3,08 4,00 4,31 4,23 4,51 4,30 4,47 4,13 0 2 4 6 8 10 12 14 16 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 Jahr Kosten 0 5 10 15 20 25 30 35 40 Verbrauch Verbrauch in kWh/(m 2 a) Kosten in Euro/(m 2 a) 43 3.2.1 Stromverbrauchsstruktur nach Nutzungsart Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der Stromverbrauchsstruktur nach Nutzungsart. Nutzungsart Endenergieeinsatz Strom beheizbare Nettogrundfläche Verbrauch Kosten m 2 MWh Änderung (%) Tausend Euro (A)Verwaltungsgebäude 66.6993.4615,11608 (B) Feuerwehren, Zivil- und Katast- rophenschutz 12.8684668,41 92 (C) Grund- und Hauptschulen 164.0052.636-0,79576 (D) Realschulen 42.6681.0841,67 216 (E)Sonderschulen 17.616327-6,7565 (F) Gymnasien 127.0883.1738,77 570 (G) Hauswirtschaftliche, Kaufmänni- sche und Gewerbliche Schulen 101.7693.1961,32566 (H) Kindergärten, Krippen und Schü- lerhorte 11.4503450,89 80 (I) Jugendheime und Beratungs- stellen 18.9825883,91115 (J) Obdachlosenunterkünfte 4.241139-12,34 30 (K)Bestattungswesen 2.24018314,1641 (L) Alten-, Pflege- und Wohnheime 10.384588-10,87 94 (M) Sport- und Veranstaltungshallen 39.5502.0722,06362 (N) Bauhöfe, Stadtgärtnereien und Fuhrparks 17.3249111,60 175 (O)Badisches Konservatorium 1.86437-2,669 (P) Sonstige Gebäude 1.78128-5,22 12 (Q)Schulturnhallen 19.5637213,93114 Summen 660.092 19.956 2,60 3.725 Tabelle 3.2.1.1: Bezugsfläche, Energieeinsatz und Energiekosten des Stromverbrauches der über- wachten Gebäude der Stadt Karlsruhe im Jahr 2009 nach Nutzungsarten, mit Änderungen des Verbrauchs (in %) im Vergleich zum Vorjahr Die Schulen und Schulturnhallen (Nutzungsart C bis G und Q) stellen mit einem Stromverbrauch von ca. 11.137 MWh und Kosten von ca. 2.100.000 Euro die größte Verbrauchs- und Kostengruppe dar. Ihr Anteil beträgt ca. 56 %. Eine detaillierte Übersicht der Stromverbrauchsstruktur nach Gebäuden und Gebäu- degruppen ist den nachfolgenden Darstellungen zu entnehmen. 44 Nutzart A: Verwaltungsgebäude Arealnummer Bezeichnung 024.0 Rathaus Grünwettersbach 066.0 Haus Solms 202.0 Sozial- u. Jugendbehörde (Jugendhilfe) 248.0 Rathaus West 250.0 Bürgerservice und Sicherheit 265.0 Prinz-Max-Palais / Stadtmuseum 271.0 Rathaus am Marktplatz 282.0 Rathaus Hohenwettersbach 293.0 Rathaus Stupferich 318.0 Rathaus Lammstraße (Techn. Rathaus) 349.0 Verwaltungsgebäude 382.0 Rathaus Neureut 417.0 Karlsburg 418.0 Rathaus Durlach 428.0 Rathaus Grötzingen 432.0 Rathaus Wolfartsweier 503.0 Stadtarchiv Innenhof Carl-Hofer-Schule 577.0 Haus der Fraktionen 594.0 Sozialer Dienst 596.3 Verwaltungsräume POA, Schulungsraum, Bibliothek 597.0 Personalamt 889.0 Verwaltungsgebäude, Zähringerstr. 61 Stromkennzahlen 2009 Verwaltungsgebäude (A) 59,0 67,6 37,1 18,7 10,3 27,8 19,6 73,4 28,7 48,5 85,1 25,2 20,4 39,3 15,8 17,0 37,3 26,2 31,9 101,1 31,0 16,4 0 20 40 60 80 100 120 024.0066.0202.0248.0250.0265.0271.0282.0293.0318.0349.0382.0417.0418.0428.0432.0503.0577.0594.0596.3597.0889.0 Arealnummern kWh / (m 2 a) Gruppenmittel = 52 kWh/(m 2 a) 45 Nutzart B: Feuerwehren, Zivil- und Katastrophenschutz Arealnummer Bezeichnung 049.0 Feuerwehrgerätehaus Neureut 077.0 Feuerwehrgerätehaus Hagsfeld 197.0 Feuerwehrgerätehaus Mühlburg 224.0 Feuerwache West 252.0 Feuerwehrgerätehaus Durlach 283.0 Feuerwehrgerätehaus Hohenwettersbach 294.0 Feuerwehrgerätehaus Stupferich 300.0 Katastrophenschutz (Appenmühle) 320.0 Feuerwehrgerätehaus Rüppurr 324.0 Feuerwehrgerätehaus Grötzingen 406.0 Feuerwehrgerätehaus Aue 431.0 Feuerwehrgerätehaus Wolfartsweier 452.0 Hauptfeuerwache 456.0 Feuerwehrgerätehaus Bulach 463.0 Feuerwehrgerätehaus Knielingen 552.0 Feuerwehrgerätehaus Daxlanden 583.0 Feuerwehrgerätehaus Grünwettersbach 603.0 Feuerwehrgerätehaus Grünwinkel Stromkennzahlen 2009 Feuerwehren, Zivil- und Katastrophenschutz (B) 71,2 13,7 49,0 20,3 23,7 35,1 15,2 32,4 28,8 27,9 16,2 68,0 38,7 20,2 18,7 17,5 30,2 12,9 0 20 40 60 80 049.0077.0197.0224.0252.0283.0294.0300.0320.0324.0406.0431.0452.0456.0463.0552.0583.0603.0 Arealnummern kWh / (m 2 a) Gruppenmittel = 36 kWh/(m 2 a) 46 Nutzart C-1: Grund- und Hauptschulen Arealnummer Bezeichnung 043.0 Adam-Remmele-Schule mit TH 068.1 Anne-Frank-Schule, Hauptgebäude 068.2-5 Anne-Frank-Schule, Pavillons 081.0 Pestalozzischule 100.0 Grundschule Knielingen 104.0 Grundschule Bergwald 111.0 Heinz-Barth-GHS (Carl-Benz), WR+TH 128.0 H.-Köhler-GHS, Tulla-RS, Schulen Forststraße 132.0 Nordschule Neureut 143.0 Gartenschule 174.1 Gutenbergschule - Altbau 174.2 Gutenbergschule - Neubau 178.0 Oberwald GHS Aue (GS) 179.1 Oberwald GHS Aue (HS) 181.0 Grund- und Hauptschule Bulach 196.0 Hardtschule 206.0 Rathaus und Waldenserschule Palmbach 227.0 Grund- und Hauptschule Grünwinkel 264.1 Schillerschule 274.0 Marylandschule 284.0 Schule im Lustgarten 289.1 GHS Grötzingen (Heinrich-Dietrich-Schulgebäude) 289.2 Schloßschulgebäude Grötzingen 292.0 Grundschule Stupferich 312.0 Weinbrennerschule Stromkennzahlen 2009 Grund- und Hauptschulen (C-1) 9,8 12,6 22,3 11,8 10,2 20,6 17,0 17,6 20,3 15,7 13,1 12,7 6,1 11,3 18,1 13,7 27,0 17,4 14,5 26,0 17,3 10,0 24,6 7,8 8,3 0 10 20 30 043.0068.1 068.2-5 081.0100.0104.0111.0128.0132.0143.0174.1174.2178.0179.1181.0196.0206.0227.0264.1274.0284.0289.1289.2292.0312.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 16 kWh/(m 2 a) 47 Nutzart C-2: Grund- und Hauptschulen Arealnummer Bezeichnung 316.0 Werner-von-Siemens-Schule I 328.0 Leopoldschule 335.0 Eichendorff-Schule 348.1 Grund- und Hauptschule Beiertheim 352.0 Hans-Thoma-Schule 360.0 Waldschule Neureut + Hardtwald Sonderschule 411.0 Grund- und Hauptschule Daxlanden 422.0 Schloßschule 450.0 Riedschule 461.1 Grundschule Hagsfeld 461.2 Grundschule Hagsfeld Schulgebäude 2 466.0 / 467.0 Weiherwaldschule und Albschule, Turnhalle, Schülerhort 479.0 Uhlandschule 480.0 Viktor-von-Scheffel-Schule 496.0 Friedrich-Ebert-Schule 502.0 Grundschule Wolfartsweier 509.0 Südendschule 541.0 Ernst-Reuter-Schule 542.0 Drais-Schule, GHS u. RS 543.0 Tulla- u. Lidellschule 571.0 Südschule Neureut 606.1 Heinz-Barth-Grundschule Außenstelle Grünwettersbach 606.2 Pavillon-Heinz-Barth-Grundschule Außenstelle Grünwettersbach 661.0 Grundschule Hagsfeld Schulgebäude 3 Stromkennzahlen 2009 Grund- und Hauptschulen (C-2) 13,8 22,7 9,3 22,8 25,1 13,3 18,6 15,6 10,8 12,4 13,1 10,4 14,4 14,1 4,6 12,1 9,6 17,5 9,1 10,3 12,1 19,0 5,5 13,0 0 10 20 30 40 316.0328.0335.0348.1352.0360.0411.0422.0450.0461.1461.2 466.0 / 467.0 479.0480.0496.0502.0509.0541.0542.0543.0571.0606.1606.2661.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 16 kWh/(m 2 a) 48 Nutzart D: Realschulen Arealnummer Bezeichnung 006.0 Werner-von-Siemens-Schule II 014.0 Eichelgartenschule, Realschule Rüppurr 070.0 Rennbuckelschule 244.0 Schulzentrum Süd-West 361.0 Hebel-Schule 372.0 Nebeniusschule 421.0 Friedrich-Realschule Stromkennzahlen 2009 Realschulen (D) 14,8 30,1 14,1 14,0 44,8 19,1 5,9 0 10 20 30 40 50 006.0014.0070.0244.0361.0372.0421.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 25 kWh/(m 2 a) 49 Nutzart E: Sonderschulen Arealnummer Bezeichnung 021.0 Schule am Turmberg 116.1-2 Federbachschule 116.3 Federbachschule Gebäude 3 176.0 Kimmelmannschule 341.0 Vogesenschule 366.0 Erich-Kästner-Schule 366.3 Erich-Kästner-Schule, Vorderhaus 566.0 SO-Schule u. GS Rintheim Stromkennzahlen 2009 Sonderschulen (E) 25,1 15,7 24,6 15,2 19,9 10,1 15,2 19,9 0 10 20 30 40 021.0 116.1-2 116.3176.0341.0366.0366.3566.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 19 kWh/(m 2 a) 50 Nutzart F: Gymnasien Arealnummer Bezeichnung 011.0 Pfinzbau 065.0 Bismarck-Gymnasium 105.0 Kant-Gymnasium 229.0 Otto-Hahn-Gymnasium 249.0 Helmholtz-Gymnasium 275.0 Markgrafen-Gymnasium 313.0 Max-Planck-Gymnasium m. TH 444.0 Goethe-Gymnasium 455.0 Helmholtz-Gymnasium (ehem.VHS-Gebäude) 490.0 Fichte-Gymnasium 491.0 Lessing-Gymnasium 498.0 Berufliche Schulen (Techn. Gymnasien) 545.0 Schulzentrum Neureut 589.0 Humboldt-Gymnasium Stromkennzahlen 2009 Gymnasien (F) 21,4 22,6 11,7 16,3 21,0 14,5 21,9 18,8 35,0 45,6 11,6 18,9 12,4 23,3 0 10 20 30 40 50 011.0065.0105.0229.0249.0275.0313.0444.0455.0490.0491.0498.0545.0589.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 24 kWh/(m 2 a) 51 Nutzart G: Hauswirtschaftliche, Kaufmännische und Gewerblliche Schulen Arealnummer Bezeichnung 002.0 Carl-Hofer-Schule 063.0 Heinrich-Meidinger-Schule 106.0 Ludwig-Erhard-Schule 107.0 Walter-Eucken-Schule 136.0 Heinr.-Hübsch-Schule, Abt.Farbe 137.0 Heinrich-Hübsch-Schule 499.1 Elisabeth-Selbert-Schule (Helene-Lange-Schule) 499.2 Elisabeth-Selbert-Schule (ehem. G.-Bäumer-Schule) 512.0 Berufliche Schulen Südendstraße 639.0 Gewerbeschule Durlach 709.0 Friedrich-List-Schule Stromkennzahlen 2009 Hauswirtschaftliche, Kaufmännische und Gewerbliche Schulen (G) 34,8 23,9 23,6 44,0 25,1 55,0 21,7 31,5 43,9 35,5 20,6 0 10 20 30 40 50 60 002.0063.0106.0107.0136.0137.0499.1499.2512.0639.0709.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 31 kWh/(m 2 a) 52 Nutzart H: Kindergärten, Krippen und Schülerhorte Arealnummer Bezeichnung 057.0 Schülerhort Luise-Rieger-Haus 064.0 Schülerhort Bienwaldstraße 074.0 Schülerhort Breitestraße 098.0 Kindergarten Palmbach 128.9 Schülerhort Forststraße 139.0 / 194.0 Schülerhort und Kinderkrippe Frühlingstraße 297.0 Schülerhort Grünwinkel 316.6 Werner-v. Siemens Sch. I, Ganztageseinrichtung 323.0 Schülerhort Lassallestraße 344.0 Sonderschulkindergarten 398.0 Kindergarten Nußbaumweg 424.0 Sonderschulkindergarten f. Schwerhörige 495.0 / 563.0 Kindertagesstätte / Schülerhort 510.0 Kindertagheim Sybelstraße 511.0 Kindertagesstätte Kentuckyallee 579.0 Kindergarten Wolfartsweier (Die Katze) 620.0 Schülerhort Rhode-Island-Allee 647.0 Kindergarten Nordstadt 856.0 Heilpädagogischer Hort Nelkenstraße 997.0 Kindergarten, Schule im Lustgarten Stromkennzahlen 2009 Kindergärten, Krippen und Schülerhorte (H) 24,5 24,3 38,9 27,5 13,1 35,7 49,0 47,9 29,4 11,1 17,5 24,0 19,5 11,6 39,0 40,4 15,5 22,6 36,3 18,1 0 10 20 30 40 50 60 057.0064.0074.0098.0128.9 139.0 / 194.0 297.0316.6323.0344.0398.0424.0 495.0 / 563.0 510.0511.0579.0620.0647.0856.0997.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 30 kWh/(m 2 a) 53 Nutzart I: Jugendheime und Beratungsstellen Arealnummer Bezeichnung 135.0 Jubez Altstadt (Kronenplatz) 144.0 Psychologische Beratungsstelle und AllerleiRauh 332.0 Jugendheim West 362.0 Jugendheim Anne Frank 363.0 Jugendherberge 365.0 Ärztlicher Dienst / Bau T 410.0 Jubez Oberreut " Weise Rose " 514.0 Kinder- u. Jugendhilfezentrum 518.0 Jugendtreff Neureut Stromkennzahlen 2009 Jugendheime und Beratungsstellen (I) 41,9 25,8 38,4 15,9 38,6 15,3 17,1 47,2 14,8 0 10 20 30 40 50 60 135.0144.0332.0362.0363.0365.0410.0514.0518.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 31 kWh/(m 2 a) 54 Nutzart J: Obdachlosenunterkünfte Arealnummer Bezeichnung 004.0 Eingliederungsheim für Nichtseßhafte 459.0 Wohnheim Rüppurrer Str. 23 465.0 Obdachlosenheim/Schülerhort Stromkennzahlen 2009 Obdachlosenunterkünfte (J) 19,5 25,8 50,2 0 15 30 45 60 004.0459.0465.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 33 kWh/(m 2 a) 55 Nutzart K: Bestattungswesen Arealnummer Bezeichnung 190.0 Hauptfriedhof (gesamt) Stromkennzahlen 2009 Bestattungswesen (K) 81,8 0 20 40 60 80 100 190.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) 56 Nutzart L: Alten-, Pflege- und Wohnheime Arealnummer Bezeichnung 295.1 Seniorenzentrum Klosterweg 596.1 Wohnanlage ( Studentenwohnungen ) Stromkennzahlen 2009 Alten-, Pflege- und Wohnheime (L) 56,63 56,54 0 20 40 60 80 100 295.1596.1 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 57 kWh/(m 2 a) 57 Nutzart M: Sport- und Veranstaltungshallen Arealnummer Bezeichnung 012.0 Reinhold-Crocoll-Halle 055.0 Alter Friedhof Durlach, Nikolauskapelle 076.0 Emil-Arheit-Halle 216.0 Europahalle + Verwaltungsbau 254.0 Sporthalle Dragonerkaserne 285.0 Lustgartenhalle Hohenwettersbach 343.0 Sporthalle Rintheim 387.0 Begegnungszentrum Grötzingen 458.0 Badnerlandhalle Neureut 476.0 Hermann-Ringwald-Halle (Schlossberghalle) 505.0 Carl-Benz-Halle 558.0 Sporthalle Weiherhof 575.0 Gemeindezentrum Stupferich Stromkennzahlen 2009 Sport- und Veranstaltungshallen (M) 26,8 36,1 77,9 40,3 8,0 51,2 75,2 22,3 26,1 29,7 34,9 51,2 48,7 0 20 40 60 80 100 0 1 2. 0 05 5. 0 0 7 6. 0 2 1 6. 0 2 5 4. 0 2 8 5. 0 3 4 3. 0 3 8 7. 0 4 5 8. 0 4 76. 0 5 0 5. 0 5 5 8. 0 5 75. 0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 52 kWh/(m 2 a) 58 Nutzart N: Bauhöfe, Stadtgärtnereien und Fuhrparks Arealnummer Bezeichnung 044.0 Bauhof OV Neureut 145.1 Stadtgärtnerei Rüppurr Verwaltung 145.2 Stadtgärtnerei Rüppurr Gewächshaus 145.5 Stadtgärtnerei Rüppurr Ausbildungsgebäude 299.0 Bauhof TBA Kornweg 334.0 Bauhof GBA 369.0 Bauhof TBA 386.0 Bauhof TBA / Verkehrslenkung 407.0 / 408.0 Bauhof TBA Ottostrasse + Amt für Abfallwirtschaft 427.0 Bauhof OV Grötzingen und Diensträume 483.0 Hofgebäude Carl-Hofer-Schule 582.0 Bauhof OV Wettersbach Stromkennzahlen 2009 Bauhöfe, Stadtgärtnereien und Fuhrparks (N) 13,5 77,5 63,9 10,2 3,6 11,6 44,2 73,1 71,9 10,2 42,1 94,1 0 20 40 60 80 100 044.0145.1145.2145.5299.0334.0369.0386.0 407.0 / 408.0 427.0483.0582.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 52 kWh/(m 2 a) 59 Nutzart O: Badisches Konservatorium Arealnummer Bezeichnung 241.0 Badisches Konservatorium 669.0 Badisches Konservatorium Stromkennzahlen 2009 Badisches Konservatorium (O) 15,9 23,6 0 5 10 15 20 25 241.0669.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 20 kWh/(m 2 60 Nutzart P: Sonstige Gebäude Arealnummer Bezeichnung 567.0 Großmarkt Stromkennzahlen 2009 Sonstige Gebäude (P) 15,6 0 5 10 15 20 25 567.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) 61 Nutzart Q: Schulturnhallen Arealnummer Bezeichnung 014.3 Turnhalle Eichelgartenschule 068.6 Turnhalle Anne-Frank-Schule 128.5 Turnhalle H.-Köhler-GHS, Tulla-RS 174.3 Turnhalle Gutenbergschule 179.2 Turnhalle Oberwald GHS Aue 182.0 Altes Rathaus Bulach: Kulturzentrum 264.2 Turnhalle Schillerschule 289.3 Turnhalle Grötzingen 316.4 Turnhalle Werner-von-Siemens-Schule I 348.2 Turnhalle Grund- und Hauptschule Beiertheim 360.3 Turnhalle Waldschule Neureut 364.0 Turnhalle Bismarck-Gymnasium 366.2 Turnhalle Erich-Kästner-Schule 478.0 Turnhalle Uhlandschule 496.2 Turnhalle Friedrich-Ebert-Schule 509.3 / 176.2 Turnhalle Südendschule / Kimmelmannschule 542.8 Turnhalle C Drais-Schule 607.0 Turnhalle, Mensa f. Heisenberggymnasium 820.0 Turnhalle Nordschule Neureut Stromkennzahlen 2009 Schulturnhallen (Q) 59,9 24,5 67,5 29,0 21,9 46,2 22,2 16,5 20,9 21,8 22,0 35,5 18,4 23,7 40,9 27,3 16,8 18,0 63,6 0 20 40 60 80 014.3068.6128.5174.3179.2182.0264.2289.3316.4348.2360.3364.0366.2478.0496.2 509.3 / 176.2 542.8607.0820.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) Gruppenmittel = 38 kWh/(m 2 ) 62 3.3 Bäder Hier erfolgt eine Betrachtung des Energieverbrauches der Hallen- und Freibäder. Dazu wur- den die von den Bäderbetrieben übermittelten Daten ausgewertet und in den folgenden Gra- fiken dargestellt. 3.3.1 Wärme Der Verbrauch fossiler Energieträger hängt in den Bädern im besonderen Maße davon ab, ob das Beckenwasser erwärmt wird und mit welcher Energie die Erwärmung erfolgt. So ist der Verbrauch in den Freibädern Rüppurr und Rappenwört deutlich geringer als in den anderen Bädern, da das Beckenwasser in beiden Bädern über Solarabsorber aufgewärmt wird. Neben der Energieart spielt auch die Besucheranzahl und die Ausstattung des Bades (z.B. Sauna) eine große Rolle für den Energieverbrauch. Der Heizenergieverbrauch von Bädern wird nicht witterungsbereinigt, da der Wärmebedarf dort vorwiegend anderen Bestimmungsgrößen unterliegt. Abb. 3.3.1.1: Entwicklung des Wärmeverbrauchs der Bäder von 2002 – 2009 Wärmeverbrauch Bäder 2002 - 2009 10.995 10.100 9.919 9.820 8.701 13.253 7.576 9.483 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 12.000 14.000 20022003200420052006200720082009 Jahr Wärmeverbrauch in MWh 63 Die folgende Tabelle zeigt den Wärmeverbrauch 2009 für die einzelnen Bäder. Arealnummer Bezeichnung Verbrauch in MWh 117.0 Vierordtbad Gesundheitsbad 1.885 288.0 Hallenbad Grötzingen 1.077 546.0 Adolf-Ehrmann-Bad Neureut 828 561.0 Weiherhofbad Durlach 1.076 010.0 Freibad Turmbergbad Durlach 710 199.0 Freibad Rüppurr 158 214.0 Freibad Rappenwört: Rheinstrandbad 582 226.0 Freibad Rheinhafenbad 1.263 Tabelle 3.3.1.1: Wärmeverbrauch der Bäder in 2009 Die Abbildung 3.3.1.2 zeigt die Entwicklung des spezifischen Wärmeverbrauchs und der zugehörigen spezifischen Kosten von 2002 bis 2009. Abb. 3.3.1.2: Entwicklung des Wärmeverbrauchs und der spezifischen Kosten der Bäder von 2002 bis 2009 bezogen auf die Beckenwasserfläche Eine detaillierte Übersicht der Wärmeverbrauchskennzahlen ist den folgenden Darstellungen getrennt für Hallen- und Freibäder zu entnehmen. Verlauf des Wärmeverbrauchs und der Kosten bezogen auf die Beckenwasserfläche 40,08 44,71 43,01 42,42 37,71 33,08 37,84 41,85 636 730 816 763 937 1.081 800 792 20 30 40 50 60 70 80 20022003200420052006200720082009 Jahr Kosten 300 450 600 750 900 1.050 1.200 Verbrauch Kosten in Euro/(m 2 a) Verbrauch in kWh/(m 2 a) 64 Nutzart HB: Hallenbäder Arealnummer Bezeichnung 117.0 Vierordtbad Gesundheitsbad 288.0 Hallenbad Grötzingen 546.0 Adolf-Ehrmann-Bad Neureut 561.0 Weiherhofbad Durlach Heizenergiekennzahlen 2009 Hallenbäder (HB) 3.440 2.543 3.405 6.730 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 8.000 117.0288.0546.0561.0 Arealnummern kWh/(m 2 Beckenwasserfläche a) 65 Nutzart FB: Freibäder Arealnummer Bezeichnung 010.0 Freibad Turmbergbad Durlach 199.0 Freibad Rüppurr 214.0 Freibad Rappenwört: Rheinstrandbad 226.0 Freibad Rheinhafenbad Heizenergiekennzahlen 2009 Freibäder (FB) 68 1.104 122 294 0 250 500 750 1.000 1.250 010.0199.0214.0226.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) 66 3.3.2 Strom Der Stromverbrauch in den Bädern hängt im besonderen Maße von der Ausstattung und der Nutzung der Bäder ab (z.B. Sauna). Abb. 3.3.2.1: Entwicklung des Stromverbrauchs der Bäder von 2002 – 2009 Die folgende Tabelle zeigt den Stromverbrauch 2009 für die einzelnen Bäder. Arealnummer Bezeichnung Verbrauch in MWh 117.0 Vierordtbad Gesundheitsbad 792 288.0 Hallenbad Grötzingen 371 546.0 Adolf-Ehrmann-Bad Neureut 400 561.0 Weiherhofbad Durlach 465 010.0 Freibad Turmbergbad Durlach 397 199.0 Freibad Rüppurr 358 214.0 Freibad Rappenwört: Rheinstrandbad 783 226.0 Freibad Rheinhafenbad 279 Tabelle 3.3.2.1: Stromverbrauch der Bäder in 2009 Stromverbrauch - Bäder 2002 - 2009 4.028 3.846 4.396 4.676 4.730 4.221 4.333 4.302 0 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 20022003200420052006200720082009 Jahr Stromverbrauch in MWh 67 Die Abbildung 3.3.2.2 zeigt die Entwicklung des spezifischen Stromverbrauchs und der zu- gehörigen spezifischen Kosten von 2002 bis 2009. Abb. 3.3.2.2: Entwicklung des Stromverbrauchs und der Kosten der Bäder von 2002 – 2009 bezogen auf die Beckenwasserfläche. Eine detaillierte Übersicht der Stromverbrauchskennzahlen ist den folgenden Darstellungen getrennt für Hallen- und Freibäder zu entnehmen. Entwicklung des Stromverbrauchs und der Kosten bezogen auf die Beckenwasserfläche 53,65 37,09 52,09 32,07 34,97 47,30 45,60 33,19 323 338 346 348 339 365 361 340 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 20022003200420052006200720082009 Jahr Kosten 150 175 200 225 250 275 300 325 350 375 400 Verbrauch Kosten in Euro/(m 2 a) Verbrauch in kWh/(m 2 a) 68 Nutzart HB: Hallenbäder Arealnummer Bezeichnung 117.0 Vierordtbad Gesundheitsbad 288.0 Hallenbad Grötzingen 546.0 Adolf-Ehrmann-Bad Neureut 561.0 Weiherhofbad Durlach Stromkennzahlen 2009 Hallenbäder (HB) 2.828 1.648 1.100 1.186 0 500 1.000 1.500 2.000 2.500 3.000 117.0288.0546.0561.0 Arealnummern kWh/(m 2 Beckenwasserfläche a) 69 Nutzart FB: Freibäder Arealnummer Bezeichnung 010.0 Freibad Turmbergbad Durlach 199.0 Freibad Rüppurr 214.0 Freibad Rappenwört: Rheinstrandbad 226.0 Freibad Rheinhafenbad Stromkennzahlen 2009 Freibäder (FB) 154 244 164 164 0 50 100 150 200 250 010.0199.0214.0226.0 Arealnummern kWh/(m 2 a) 70 4 Schlussfolgerungen 4.1 Einsparziele Wie die folgenden Grafiken zeigen, besteht weiterer Handlungsbedarf, Einsparpotenziale in den öffentlichen Gebäuden zu erschließen. Dies kann z.B. durch eine Verbesserung des Wärmeschutzes, eine Modernisierung der technischen Anlagen, den Einsatz energiesparender Beleuchtungssysteme sowie die Beein- flussung des Nutzerverhaltens erreicht werden. Die folgenden Abbildungen 4.1.1 und 4.1.2 zeigen zum einen den aktuellen Mittelwert des spezifischen Verbrauchs in den Bereichen Heizung und Strom für das Jahr 2009. Zum ande- ren werden die angestrebten Mittelwerte dargestellt, die nach den Zielen des Klimaschutz- konzeptes bis 2020 erreicht werden sollten. Mit dem Ziel einer 2-prozentigen Verringerung des Endenergieverbrauches pro Jahr beträgt die Einsparung bezogen auf das Basisjahr 2007 ca. 23 %. 153 246 149 129 259 273 233 188 360 181 218 150 163 356 149 194 172 050100150200250300350400 Verwaltungsgebäude Feuerwehren, Zivil- und Katastrophenschutz Grund- und Hauptschulen Realschulen Sonderschulen Gymnasien Hauswirtschaftliche, Kaufmännische und Gewerbeschulen Kindergärten, Krippen und Schülerhorte Jugendheime und Beratungsstellen Obdachlosenunterkünfte Bestattungswesen Alten-, Pflege- und Wohnheime Sport- und Veranstaltungshallen Bauhöfe, Stadtgärtnereien und Fuhrparks Badisches Konservatorium Sonstige Gebäude Schulturnhallen kWh/(m 2 a) Mittelwert aller Anlagen = 167 kWh/(m 2 a)Angestrebter Mittelwert aller Anlagen = 130 kWh/(m 2 a) Abb. 4.1.1: Heizenergiekennzahlen der Gebäudegruppen 2009 mit dem aktuellen Mittelwert und dem angestrebten Mittelwert bis 2020 über alle Gebäudegruppen 71 52 36 16 25 19 31 33 82 57 52 53 20 37 16 25 30 31 0 102030405060708090 Verwaltungsgebäude Feuerwehren, Zivil- und Katastrophenschutz Grund- und Hauptschulen Realschulen Sonderschulen Gymnasien Hauswirtschaftliche, Kaufmännische und Gewerbeschulen Kindergärten, Krippen und Schülerhorte Jugendheime und Beratungsstellen Obdachlosenunterkünfte Bestattungswesen Alten-, Pflege- und Wohnheime Sport- und Veranstaltungshallen Bauhöfe, Stadtgärtnereien und Fuhrparks Badisches Konservatorium Sonstige Gebäude Schulturnhallen kWh/(m 2 a) Mittelwert aller Anlagen = 30,24 kWh/(m 2 a)Angestrebter Mittelwert aller Anlagen = 22,7 kWh/(m 2 a) Abb. 4.1.2: Stromkennzahlen der Gebäudegruppen 2009 mit dem aktuellen Mittelwert und dem an- gestrebten Mittelwert bis 2020 über alle Gebäudegruppen 4.2 Strategien für die nächsten Jahre Für die Umsetzung der im Karlsruher Klimaschutzkonzept genannten Ziele einer zweipro- zentigen Verringerung des Endenergieverbrauchs und der CO 2 -Emissionen sowie einer Verdopplung des Anteils erneuerbarer Energien werden derzeit Instrumente entwickelt. Ein Instrument ist die „Leitlinie Energieeffizienz und Nachhaltiges Bauen“, die der Gemein- derat im November 2009 beschlossen hat. Darin sind zwei Hauptanforderungen formuliert. Neubauten sollen die Anforderungen der jeweils gültigen EnEV um 30 % unterschreiten, wobei der Passivhausstandard angestrebt wird. Im Falle von Gebäudesanierungen sollen möglichst Bauteile verwendet werden, die dem Passivhausstandard entsprechen. Die Wirt- schaftlichkeitsbetrachtungen sollen über den Lebenszyklus des Gebäudes bzw. des Bauteils durchgeführt werden. Aktuell werden die Umsetzungsstrategien mit den einzelnen bautech- nischen Fachbereichen erarbeitet sowie Checklisten zur Anwendung der Leitlinie in den je- weiligen Bauprojekten erstellt. In weiteren Schritten sollen Leitlinien für Nachhaltiges Betrei- ben und Nachhaltiges Bewirtschaften entwickelt und umgesetzt werden. Durch den ganzheitlichen Ansatz bei der Betrachtung von Neubauten bzw. Sanierungsmaß- nahmen wird den Gesamtkosten und damit auch der Energieeffizienz über den Lebenszyk- lus besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Mit einer integralen Planung werden bereits früh- zeitig präzise Ziele definiert und Architektur und Technik optimal aufeinander abgestimmt. Während der Bauphase kommt der Qualitätssicherung eine besondere Rolle zu. Nach Fer- tigstellung des Gebäudes bzw. der Sanierungsmaßnahme erfolgt eine energetische Be- triebsoptimierung. Durch diese Schritte wird ein kostenoptimierter Gebäudebetrieb gewähr- leistet. 72 Das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft plant in 2011 / 2012 Energieeinsparprojekte an Schulen und Dienststellen durchzuführen. Das Konzept soll in der Bauausschusssitzung im November 2010 vorgestellt werden. Die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) plant ebenfalls Energieeinsparpro- jekte an Kindertagesstätten und Horteinrichtungen durchzuführen. Um den Energieverbrauch weiter zu senken ist es allerdings erforderlich, zusätzlich in den Gebäudebestand zu investieren. Das Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft lässt seit 2009 systematisch im Vorfeld ener- getischer Sanierungen Energiegutachten erstellen. Dadurch soll sichergestellt sein, dass die eingesetzten Mittel effizient verwendet werden.