Anfrage StRn Baitinger, StRn Geiger, StRn Fischer, StRn Melchien (SPD): Wohnungslose Menschen in Karlsruhe

Vorlage: 25532
Art: Beschlussvorlage
Datum: 13.09.2010
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 21.09.2010

    TOP: 23

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • SPD-Wohnungslose
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Angela Geiger (SPD) Stadträtin Gisela Fischer (SPD) Stadträtin Yvette Melchien (SPD) vom 13. August 2010 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 14. Plenarsitzung Gemeinderat 21.09.2010 499 23 öffentlich Wohnungslose Menschen in Karlsruhe 1.) Wie viele wohnungslos gemeldete Menschen sind unter 25 Jahren - aufgeteilt nach Frauen und Männer? 2.) Ist der Stadtverwaltung bekannt, warum diese unter 25-Jährigen obdachlos wurden? 3.) Wie und wo sind diese jungen Menschen derzeit untergebracht (Hotel, Obdachlosenunterkünfte, bei freien Trägern)? 4.) Wie viele Sanierungsprojekte werden oder wurden im Jahr 2010 über das Projekt Wohnraumakquise mitfinanziert? 5.) Gibt es Hinweise dafür, dass die Wohnungslosigkeit insgesamt wieder zunimmt? Sachverhalt/Begründung: Erfreulicherweise ist die Stadt Karlsruhe immer noch eine wachsende Stadt. Deshalb ist es notwendig, für junge Familien günstigen Wohnraum zur Verfügung zu haben. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist - auch bedingt durch eine derzeit rege Bautätigkeit in unserer Stadt - angestiegen. Bei der ohnehin angespannten Situation auf dem Karlsruher Wohnungsmarkt führt dies unweigerlich zu einem Verdrängungswettbewerb zu Lasten derjenigen, die sich nicht aus eigener Kraft helfen können. Besonders junge Menschen, die wohnungslos werden, müssen hierbei besondere Aufmerksamkeit erfahren. unterzeichnet von: Doris Baitinger Angela Geiger Gisela Fischer Yvette Melchien Hauptamt - Sitzungsdienste 10. September 2010

  • TOP 23
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Angela Geiger (SPD) Stadträtin Gisela Fischer (SPD) Stadträtin Yvette Melchien (SPD) vom: 13.08.2010 eingegangen: 13.08.2010 Gremium: 14. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 21.09.2010 499 23 öffentlich Dez. 3 Wohnungslose Menschen in Karlsruhe 1.) Wie viele wohnungslos gemeldete Menschen sind unter 25 Jahren - aufgeteilt nach Frauen und Männern? Aktuell sind 51 Personen zwischen 18 und 25 Jahren obdachlosenrechtlich untergebracht, davon 26 Frauen und 25 Männer. Es handelt sich hierbei um die größte Altersgruppe. Dies ist eine Entwicklung, die sich seit Jahren fortsetzt. Neben den obdachlosenrechtlich untergebrachten Menschen unter 25 Jahren erhalten aktuell noch weitere 42 Personen unter 25 Jahren bei der Fachstelle Wohnungssicherung Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch SGB II. Sie sind „ohne festen Wohnsitz“ beim Einwohnermeldeamt gemeldet und wohnen in der Regel bei wechselnden Bekannten. Den meisten fällt es schwer, die normalen Angebote der obdachlosenrechtlichen Unter- bringung anzunehmen, auch betreutes Wohnen für junge Menschen können viele erst nach mehreren Beratungsterminen für sich in Anspruch nehmen. 2.) Ist der Stadtverwaltung bekannt, warum diese unter 25-Jährigen obdachlos wurden? Die Gründe für die Obdachlosigkeit sind breit gefächert, die Hauptgründe sind jedoch in der Reihenfolge ihres Auftretens:  Konflikte im Elternhaus, die in einem freiwilligen Verlassen der elterlichen Wohnung oder einem Rauswurf enden. Ursachen sind oft Gewalt in der Familie, Suchterkran- kungen der Eltern und Überforderung bei der Kindererziehung.  Beendigung von Jugendhilfemaßnahmen  Haftentlassung  Beziehungskonflikte/Trennungen Seite 2 3.) Wie und wo sind diese jungen Menschen derzeit untergebracht? Die obdachlosenrechtlich untergebrachten jungen Menschen sind auf fast alle Obdachlo- senunterkünfte verteilt (Ausnahme Anker und Scheffelstr. 37). Daneben haben mehrere Träger Angebote des betreuten Wohnens für diese Personen- gruppe. Die jungen Menschen erhalten alle einen Miet- bzw. Untermietvertrag, die Wohnungslosigkeit endet daher mit Beginn der Betreuung in der neuen Wohnung. Aktuell laufen folgende Betreuungen für ehemals wohnungslose Erwachsene unter 25 Jahren: Sozpädal: 23 Personen, davon 15 im speziellen Programm für junge Erwachsene Heimstiftung: 4 Personen Diakonisches Werk: 5 Personen Zusätzlich sind aktuell 4 junge Menschen bei der Heimstiftung in der „Noku“, der Notun- terkunft für junge Erwachsene. Dieses Programm startete erst im Mai 2010, eine statis- tische Auswertung erfolgt zum Jahresende. 4.) Wie viele Sanierungsprojekte werden oder wurden im Jahr 2010 über das Projekt Wohnraumakquise mitfinanziert? Wohnungen Personen davon Fa- milien Kinder Finanzierung Bis 15.08.2010 39 86 22 40 197.294,00 Euro Prognose bis 31.12.2010 51 122 30 55 250.000,00 Euro Daneben werden im Jahr 2010 voraussichtlich 50.000,00 Euro aus den Mitteln der Wohn- raumakquise benötigt, um Mietausfälle aus laufenden und beendeten Nutzungsverhältnis- sen auszugleichen und Neubelegungen innerhalb des Bestandes der Belegrechte der Stadt abzusichern. Seite 3 5.) Gibt es Hinweise dafür, dass die Wohnungslosigkeit insgesamt wieder zunimmt? Trotz angespannten Wohnungsmarktes gibt es keine Hinweise auf eine Zunahme der Wohnungslosigkeit. Die Zahl der obdachlosenrechtlich untergebrachten Personen ist seit 2003 konstant unter 300. Die Konzepte der Fachstelle Wohnungslosenhilfe zur Vermei- dung und Beseitigung von Obdachlosigkeit greifen.