Anfrage StRn Luczak-Schwarz, StRn Staab, StRn Meier-Augenstein (CDU): Personalsituation an städtischen Kitas
| Vorlage: | 25523 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 13.09.2010 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Stadträtin Christiane Staab (CDU) Stadträtin Bettina Meier-Augenstein (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom 14. Juli 2010 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 14. Plenarsitzung Gemeinderat 21.09.2010 494 18 öffentlich Personalsituation an städtischen Kitas 1. Wie wird sich die Personalsituation an städtischen Kitas in den nächsten Jahren voraussichtlich entwickeln? 2. Wie ist die Einstellungspraxis für städtische Kitas, werden Anerkennungsprakti- kanten rechtzeitig konkurrenzfähige Angebote unterbreitet? 3. Welche Maßnahmen werden von der Stadtverwaltung ergriffen, um qualifiziertes Personal für die städtischen Kitas zu gewinnen und längerfristig zu binden? In den nächsten Jahren ist mit einem Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt für Erzieherinnen und Erziehern zu rechnen, da mit der Einführung des Orientierungs- planes durch das Land Baden-Württemberg für alle Kindergartengruppen des Lan- des eine verpflichtende Erhöhung des Personalschlüssels vorgesehen ist. Außerdem werden die Betreuungsangebote an vielen Kindergärten in Karlsruhe ausgebaut und die Ausbildungszeit für Erzieherinnen und Erzieher verlängert. Daher ist die zu er- wartende Entwicklung der Personalsituation an städtischen Kitas unter den genann- ten Gesichtspunkten zu prüfen. unterzeichnet von: Gabriele Luczak-Schwarz Christiane Staab Bettina Meier-Augenstein Hauptamt - Sitzungsdienste 10. September 2010 Sachverhalt/Begründung:
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Extrahierter Text
STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Stadträtin Christiane Staab (CDU) Stadträtin Bettina Meier-Augenstein (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 14.07.2010 eingegangen: 14.07.2010 Gremium: 14. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 21.09.2010 494 18 öffentlich Dez. 3 Personalsituation an städtischen Kitas Zu Punkt 1: Wie wird sich die Personalsituation an städtischen Kitas in den nächsten Jahren voraussichtlich entwickeln? In städtischen Kindertageseinrichtungen sind zurzeit rund 350 Fachkräfte eingesetzt. Zum neuen Kindergarten- und Hortjahr 2010/2011 kommen infolge Erweiterung von Plätzen für Kinder unter drei Jahren und im Schulkindalter weitere Stellen für 7 Erziehungskräfte hin- zu. Hinsichtlich der Entwicklung des Personalbedarfs beziehungsweise der Schaffung neuer Stellen kann eine Aussage nicht getroffen werden. Gemäß § 4 Abs. 2 SGB VIII (Subsidia- ritätsprinzip) haben Träger der freien Jugendhilfe Vorrang bei der Übernahme von Be- triebsträgerschaften. Somit wird das Platzangebot in den städtischen Einrichtungen wohl nicht in gleichem Maße ausgebaut wie bei den freien Trägern. Generell wird sich die Personalsituation durch den Ausbau der Kindertagesbetreuung ver- schärfen, da die Ausbildungszahlen für dieses Berufsfeld dem tatsächlichen Bedarf erst angepasst werden müssen. Zu Punkt 2: Wie ist die Einstellungspraxis für städtische Kitas, werden Anerkennungspraktikan- ten rechtzeitig konkurrenzfähige Angebote unterbreitet? Aktuelle Praxis ist, dass nur frei werdende Stellen neu besetzt werden können. In der Re- gel sind damit Befristungen verbunden, die auf Ersatz für Elternzeit, sonstiger Beurlau- bung oder auf Krankheitsvertretung basieren. Seite 2 Die Übernahme in ein Anstellungsverhältnis zur Personalbevorratung ist aus finanzwirt- schaftlichen Gründen und insbesondere vor dem Hintergrund der laufenden Haushalts- konsolidierung nicht möglich. Daher können Einstellungszusagen für Praktikantinnen und Praktikanten nur für absehbar frei werdende Stellen gegeben werden, weshalb Einstel- lungszusagen zum Ausbildungsende nicht in jedem Fall frühzeitig erfolgen können. Zu Punkt 3: Welche Maßnahmen werden von der Stadtverwaltung ergriffen, um qualifiziertes Personal für die städtischen Kitas zu gewinnen und langfristig zu binden? Für die Jahre 2009 - 2012 wurden und werden zu den vorhandenen 28 Ausbildungsstellen stufenweise insgesamt 15 Ausbildungsplätze für Erzieherinnen und Erzieher im Anerken- nungsjahr zusätzlich bereitgestellt. Durch diese Maßnahme werden persönliche Bindun- gen an die potentielle Arbeitgeberin Stadt Karlsruhe geknüpft und das Bewerberfeld für freie Stellen vergrößert. Darüber hinaus wurde die frühere Praxis aufgegeben, Stellen auch ohne Befristungsgrund grundsätzlich nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz und damit nur befristet zu beset- zen. Somit werden dauerhaft freie Stellen grundsätzlich auch unbefristet besetzt. Hier- durch behält die Stadt Karlsruhe auf dem Arbeitsmarkt für Erziehungskräfte einen Wett- bewerbsvorteil, da - wie entsprechende Recherchen ergaben - diese Praxis noch nicht flächendeckend bei den freien Trägern gegriffen hat. Weitere Strategien der Personalge- winnung sollen zwischen Fachamt und POA entwickelt werden.