Anfrage StR Mossuto, StR Wenzel (FW): Umgestaltung Vorplatz des Hauptbahnhofs
| Vorlage: | 25305 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 19.07.2010 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadtrat Eduardo Mossuto (FW) Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) vom 22.06.2010 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 13. Plenarsitzung Gemeinderat 27.07.2010 455 21 b öffentlich Bahnhofsvorplatz: Umgestaltung Vorplatz des Hauptbahnhofs A. Wie weit wird die maximale Entfernung (in Metern) von der letzten (westlich- sten) neuen Bushaltestelle Hauptbahnhof (in der V.-Gollancz-Str.) bis zum Gleis 12 im Hauptbahnhof sein, von dem fahrplanmäßig S-Bahnen verkehren? B. Stimmt es, dass die Fahrbahn vor dem Zooeingang zwar für Busse und Privat- Pkw gesperrt wird, Taxis aber weiterhin freie Durchfahrt haben werden? (...so dass für Fußgänger - wg. gleicher Pflasterung - die Unsicherheit bleibt, wo Fußgängerbereich und wo Fahrbahn ist). Wird der ungehinderte Zugang vom Hauptbahnhof zum Zoo also nicht realisiert, indem außer den Straßenbahn- gleisen auch weiterhin noch eine Fahrbahn zu queren ist? Wird dort ein Zeb- rastreifen eingerichtet werden, oder wie wird die Vorrangsituation sein? C. Gibt es bzgl. der derzeitigen Kurzzeitparkplätze am Bahnhofsplatz (Westsei- te), die erhalten bleiben sollen, Erkenntnisse/Zahlen, inwieweit diese tatsäch- lich von Besuchern der dortigen Geschäfte aufgesucht werden? Wird zur Querung der dortigen Fahrbahn ein Zebrastreifen eingerichtet wer- den, oder wie wird die Vorrangsituation sein? D. Gibt es Erkenntnisse/Zahlen zur Frequentierung der sonstigen Kurzzeitpark- plätze im Umfeld des Bahnhofsplatzes (Ebertstraße, Bahnhofstraße). Zeugt die - beobachtbare - schwache Frequentierung nicht von einem Überangebot an Kurzzeitparkplätzen? Seite 2 __________________________________________________________________________________________ E. Wird es bei der Neugestaltung der Kreuzung Ebertstraße/Klosestraße eine Einfahrtsmöglichkeit in die Klosestraße, beschränkt nur bis zur Tiefgaragen- einfahrt der Aachener-Münchner-Versicherung, geben (zur Vermeidung von überflüssigem Umwegverkehr durch das Wohngebiet)? Die übrige Klosestraße könnte dann zur Anwohner- und Spielstraße (Ein- bahnverkehr wie bisher) umgewidmet und verkehrsberuhigt werden, ggf. zu- sätzliche Bewohnerparkplätze auf Westseite bis zu den Vorgärten. Bisherige Fahrbahn als Gehweg. Die Umgestaltung des Hauptbahnhofplatzes steht bevor. Die Verkehrsbetriebe Karls- ruhe (VBK) planen, die Haltestelle Hauptbahnhof barrierefrei auszubauen. Für die gestalterische Umsetzung lobten die VBK einen europaweiten Wettbewerb für Archi- tekten und Stadtplaner aus. unterzeichnet von: Eduardo Mossuto Jürgen Wenzel Hauptamt - Sitzungsdienste - 16. Juli 2010 Sachverhalt/Begründung:
-
Extrahierter Text
STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Eduardo Mossuto (FW) Stadtrat Jürgen Wenzel (FW) vom: 22.06.2010 eingegangen: 22.06.2010 Gremium: 13. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 27.07.2010 455 21 b öffentlich Dez. 6 Umgestaltung Vorplatz des Hauptbahnhofs A) Wie weit wird die maximale Entfernung (in Metern) von der letzten (westlichsten) neuen Bushaltestelle Hauptbahnhof (in der Victor-Gollancz-Straße) bis zum Gleis 12 im Haupt- bahnhof sein, von dem fahrplanmäßig S-Bahnen verkehren? Heute beträgt der Fußweg von der westlichsten Bushaltestelle zum Bahnsteig 12 ca. 300 m. Zu- künftig wird der Fußweg von der westlichsten linienmäßig bedienten Bushaltestelle ca. 350 m be- tragen. Eine ausführliche Vorstellung der Fußwegbeziehungen erfolgte im Planungsausschuss am 22.07.2009. B) Stimmt es, dass die Fahrbahn vor dem Zooeingang zwar für Busse und Privat-Pkw gesperrt wird, Taxen aber weiterhin freie Durchfahrt haben werden (... so dass für Fußgänger - we- gen gleicher Pflasterung - die Unsicherheit bleibt, wo Fußgängerbereich und wo Fahrbahn ist)? Wird der ungehinderte Zugang vom Hauptbahnhof zum Zoo also nicht realisiert, indem außer den Straßenbahngleisen auch weiterhin noch eine Fahrbahn zu queren ist? Wird dort ein Zebrastreifen eingerichtet werden, oder wie wird die Vorrangsituation sein? Der Gestaltungsvorschlag der Wettbewerbsgewinner (Vorstellung im Planungsausschuss am 24.03.2009) sieht im Bereich der heutigen Fahrbahn vor dem Zooeingang Wasserspiele vor. Wird dieser realisiert, können somit an dieser Stelle keine Taxen fahren. Inwieweit auf der restlichen Fläche, die dann für Fußgänger ausgewiesen sein wird, auch noch eine Taxidurchfahrt möglich sein wird, ist im Zuge der Detailplanung zu prüfen. Es ist aber durchaus üblich, Taxen und Er- schließungsverkehr in Fußgängerzonen zuzulassen (siehe Fußgängerzone Innenstadt), ohne ge- sonderte Sicherungen wie „Zebrastreifen“ vorzusehen. C) Gibt es bzgl. der derzeitigen Kurzzeitparkplätze am Bahnhofplatz (Westseite), die erhalten bleiben sollen, Erkenntnisse/Zahlen, inwieweit diese tatsächlich von Besuchern der dorti- gen Geschäfte aufgesucht werden? Wird zur Querung der dortigen Fahrbahn ein Zebrastreifen eingerichtet werden, oder wie wird die Vorrangsituation sein? Zur Belegung der bewirtschafteten Parkplätze auf der Nordseite des westlichen Bahnhofplatzes hat der Planungsausschuss eine Parkraumanalyse beauftragt. Diese wurde am 07.05.2009 durch- geführt und am 22.07.2009 dem Planungsausschuss vorgestellt. Diese Untersuchung ergab, dass allein 57 % der Parker einen direkten Bezug zu den angrenzenden Geschäftsnutzungen haben. Einschließlich der Touristeninformations-, Cafe- und Zoobesucher erhöht sich diese Zahl auf 64 %. Deshalb haben sich die Mitglieder des Planungsausschusses für den Erhalt dieser Parkflächen ausgesprochen. In diesem Bereich gilt Tempo 30. Die Anordnung eines „Zebrastreifens“ ist daher nicht möglich. Seite 2 D) Gibt es Erkenntnisse/Zahlen zur Frequentierung der sonstigen Kurzzeitparkplätze im Um- feld des Bahnhofplatzes (Ebertstraße, Bahnhofstraße). Zeugt die - beobachtbare - schwa- che Frequentierung nicht von einem Überangebot an Kurzzeitparkplätzen? Zur Frequentierung der Parkplätze in der Bahnhofstraße liegen keine aktuellen Zahlen vor. Es handelt sich hier aber nicht um Kurzzeitparkplätze, sondern vielmehr um Bewohnerparkplätze, auf denen auch kostenpflichtiges Parken z. B. für Zoobesucher möglich ist. Diese Stellplätze wurden nach Forderungen der Anlieger und Geschäftsleute so ausgewiesen, nachdem in der Klosestraße auf Grund brandschutzrechtlicher Gründe Bewohnerparkplätze entfallen sind. In der Victor- Gollancz-Straße ist in der Tat ein Leerstand der Kurzzeitparkplätze zu beobachten. Hier hat es eine Verlagerung in Richtung Hauptbahnhof-Süd gegeben. Deshalb ist hier auch der Umbau zu Bushaltestellen verträglich. E) Wird es bei der Neugestaltung der Kreuzung Ebertstraße/Klosestraße eine Einfahrtsmög- lichkeit in die Klosestraße, beschränkt nur bis zur Tiefgarageneinfahrt der Aachener- Münchener-Versicherung, geben (zur Vermeidung von überflüssigem Umwegverkehr durch das Wohngebiet)? Die übrige Klosestraße könnte dann zur Anwohner-/Spielstraße (Ein- bahnverkehr wie bisher) umgewidmet und verkehrsberuhigt werden, ggf. zusätzliche Be- wohnerstellplätze auf der Westseite bis zu den Vorgärten. Bisherige Fahrbahn als Gehweg. Im Zusammenhang mit der Brandschutzproblematik gab es auch Überlegungen, die Klosestraße plangleich auszubauen und die Parkierung zu ordnen. Aus Kostengründen ruht diese Planung derzeit und die jetzige Verkehrsregelung wurde umgesetzt. Da ein weiterer Verlust an Parkplätzen den Anwohnern nicht zumutbar ist, scheidet auch eine Öffnung der Einbahnstraße bis zur Aache- ner-Münchener-Versicherung aus.