Vorstellung des Projekts "engagiert plus"

Vorlage: 25291
Art: Beschlussvorlage
Datum: 19.07.2010
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 27.07.2010

    TOP: 10

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • engagiertplus
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 13. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 27.07.2010 443 10 öffentlich Dez. 3 Vorstellung des Projekts "engagiert plus" Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Jugendhilfeausschuss 07.07.2010 9 Ablehnung Gemeinderat 27.07.2010 10 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Gemeinderat nimmt nach Vorberatung im Jugendhilfeausschuss die Vorstellung des Projekts "engagiert plus" zur Kenntnis. Trotz der positiven Auswirkungen empfiehlt das Bür- germeisteramt, aufgrund der Haushaltslage die Förderung zum 31.12.2010 auslaufen zu lassen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Ausgangslage In den Haushaltsberatungen im Gemeinderat am 21.04.2009 (Anträge Nr. 183 bis Nr. 184) wurden für den Freiwilligendienst "engagiert plus" für die Jahre 2009 und 2010 jeweils 21.000 Euro eingestellt. Der Gemeinderat hat keine Dauerförderung beschlossen, sondern die Verwaltung beauftragt, den Jugendhilfeausschuss über die Maßnahme zu informieren. Projektbeschreibung Bei dem Projekt "engagiert plus" handelt es sich um einen Freiwilligendienst beim Caritas- verband Karlsruhe e. V., welcher im Herbst 2004 seine Arbeit aufgenommen hat. Der Frei- willigendienst bietet Jugendlichen und jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren die Möglichkeit, für einen selbst gewählten Zeitraum von vier bis zwölf Monaten in einer sozialen Einrichtung mitzuarbeiten. Insbesondere für Jugendliche in Umbruch- oder Überbrückungs- situationen stellt das Projekt eine sinnvolle Alternative und Orientierung dar. Einsatzstellen 2009/2010 Im Jahr 2009 leisteten 65 Jugendliche in insgesamt 39 Einrichtungen einen Freiwilligen- dienst im Rahmen von "engagiert plus". Die Einsätze werden zum Teil in 2010 weitergeführt. Der Stand im Mai 2010 umfasst Einsätze von 37 Jugendlichen in insgesamt 28 Einrichtun- gen. Da der Zeitpunkt und die Dauer des Einsatzes individuell gewählt werden können, wird sich die Anzahl der Einsätze für 2010 deutlich erhöhen. Die Einsätze finden in unterschiedlichen sozialen Einrichtungen statt. Es handelt sich dabei im Moment in erster Linie um Einsatzfelder in Kindergärten. Weitere Arbeitsbereiche bieten Pflegeheime, Wohnheime für Menschen mit Behinderung oder für psychisch kranke Men- schen oder Tagespflegeeinrichtungen. Zahlreiche Kindergärten nutzen den Freiwilligendienst, um die begleitende Hilfe im Rahmen einer Integrationsmaßnahme zu gewährleisten. 2009 gab es 46 Jugendliche, die als beglei- tende Hilfe für ein Kind mit Behinderung oder Entwicklungsverzögerung in einem Kindergar- ten oder einer Kindertagesstätte im Einsatz waren. Es mehren sich Anfragen aus Kindergär- ten, die zum Teil nicht nur eine, sondern mehrere Integrationsmaßnahmen leisten. Rahmenbedingungen für die Jugendlichen Für die engagierten Jugendlichen bietet das Projekt ein Lernfeld, um ihre soziale Kompetenz zu erweitern, erste Erfahrungen im praktischen Berufsalltag zu sammeln oder zu vertiefen und um Wartezeiten zwischen Ausbildungszeiten sinnvoll zu überbrücken. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Auch für Jugendliche, die eine Ausbildung abgebrochen haben oder nach der Schule noch Zeit für eine Entscheidungsfindung benötigen, bietet das Projekt eine Orientierung. Insbe- sondere die Möglichkeit die Einsatzzeit flexibel zu gestalten, stellt für Jugendliche eine Alter- native zum "Freiwilligen sozialen Jahr" dar. Als Leistungen erhalten die Jugendlichen ein monatliches Taschengeld in Höhe von 200 Euro sowie eine KVV-Fahrkarte. Darüber hinaus werden die Beiträge für die Sozialver- sicherung übernommen. In den Einrichtungen werden die Jugendlichen durch die Fachkräfte vor Ort angeleitet und begleitet. Monatliche Regionaltreffen und halbjährlich stattfindende Begleitseminare durch die Koordinatorin des Projekts dienen der fachlichen Vertiefung und der persönlichen Entwicklung der Jugendlichen. Um Erwartungen der Jugendlichen und Anforderungen der Einrichtungen möglichst gut in Übereinstimmung zu bringen, starten Interessierte mit Hospitationstagen in ihre neue Tätig- keit. Als Voraussetzung müssen die Jugendlichen eigenes Interesse und Engagement mit- bringen. Rahmenbedingungen für die Einrichtungen Generell macht der Einsatz der Jugendlichen zusätzliche Angebote für die betreuten Men- schen möglich. Die Jugendlichen ermöglichen Spaziergänge, ausführliche Gespräche und andere Aktivitäten. Insbesondere in den Kindertagesstätten kann durch die Jugendlichen umfassende Integrationsarbeit für Kinder mit Behinderung oder Entwicklungsverzögerung geleistet werden. Das Projekt 'engagiert plus' ist hierfür eine wichtige Vermittlungsstelle. Den Einsatzstellen wird jährlich ein Studientag für Anleiterinnen und Anleiter angeboten. Der Austausch untereinander und die Gestaltung von Anleitungsgesprächen mit den Freiwilligen stehen im Mittelpunkt des Studientages. Finanzierung Für das Projekt "engagiert plus" wurden für 2009/2010 jeweils 21.000 Euro eingestellt. Mit dem städtischen Zuschuss wird die halbe Stelle der Projektkoordinatorin finanziert. Von den Einrichtungen erhält die Caritas eine Einsatzstellenumlage von 50 Euro monatlich pro Ju- gendlichem. Mit diesem Betrag werden die Sachkosten sowie Zusatzangebote für die Ju- gendlichen finanziert. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Zusammenfassung "engagiert plus" unterstützt soziale Einrichtungen durch den Einsatz von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Insbesondere für die Vermittlung begleitender Hilfen für Kinder mit Behinderung gewinnt "engagiert plus" zunehmend an Bedeutung. Für die Jugendlichen stellt das Projekt eine sinnvolle Aufgabe dar. Sowohl die Einsatzstellen als auch die Jugendlichen beurteilen das Projekt durchweg positiv. Die Zusatzangebote für die Jugendlichen durch die Koordinatorin erleichtern insbesondere Jugendlichen, die schon einen Ausbildungsabbruch hinter sich haben, weitere Zukunftsperspektive zu entwickeln. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat nimmt nach Vorberatung im Jugendhilfeausschuss die Vorstellung des Projekts "engagiert plus" zur Kenntnis. Trotz der positiven Auswirkungen empfiehlt das Bür- germeisteramt, aufgrund der Haushaltslage die Förderung zum 31.12.2010 auslaufen zu lassen. Hauptamt - Sitzungsdienste - 16. Juli 2010