Anfrage StRn Zürn, StR Fostiropoulos (Die Linke): Dolmetscherdienste in Schulen und Kindertageseinrichtungen

Vorlage: 25047
Art: Beschlussvorlage
Datum: 14.06.2010
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 22.06.2010

    TOP: 23

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Linke-Dolmetscherdienste
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom 17. Mai 2010 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 12. Plenarsitzung Gemeinderat 22.06.2010 423 23 öffentlich Dolmetscherdienste in Schulen und Kindertageseinrichtungen in Karlsruhe 1. Wie sind Dolmetschdienste für Eltern mit Migrationshintergrund in Karlsruhe or- ganisiert? 2. Wie viele Dolmetscher/-innen stehen für je welche Sprachen zur Verfügung? 3. Wie und von wem wird der Bedarf nach Dolmetschen im Einzelfall festgestellt bei -Gesprächen zwischen Eltern und Erziehern bzw. Erzieherinnen? -Elternabenden? -Gesprächen zwischen Eltern und Lehrern und Lehrerinnen, Schul- sozialarbeitern und Schulsozialarbeiterinnen? -Informationsveranstaltungen für Eltern an Kindertagesstätten und Schulen? 4. An wie vielen Schulen und Kitas werden Elternabende gedolmetscht? a) Regelmäßig? b) Nach Bedarf? 5. Wie werden Eltern mit Migrationshintergrund auf die Möglichkeit des Dolmet- schens im Einzelfall aufmerksam gemacht (Kitas und Schulen)? 6. Welche anderen Möglichkeiten haben Eltern mit Migrationshintergrund, um auf das Angebot, dass sie gedolmetscht bekommen können, aufmerksam zu wer- den? 7. Wird die Inanspruchnahme von Dolmetschdiensten für Eltern mit Migrationshin- tergrund in Kindertageseinrichtungen und Schulen in Karlsruhe statistisch er- fasst? Wenn ja, wie sind die Ergebnisse der letzten beiden Jahre (Anzahl, je welche Sprachen, je in Schulen und Kitas, Themen/Anlässe)? Wenn nein, warum nicht? Seite 2 __________________________________________________________________________________________ 8. Wurden in Karlsruhe bisher Bedarfsanalysen für Dolmetschdienste für Eltern mit Migrationshintergrund durchgeführt? Wenn ja: - Wann und wie wurde/-n sie durchgeführt? - Wurde ein Mangel an Dolmetschdiensten festgestellt? - Welche Konsequenzen ergaben sich daraus bzw. sind Verbesserungen in Angebot und Ablauf der Dolmetschdienste festzustellen? Wenn nein: Hält es die Stadtverwaltung für angebracht, eine Bedarfsanalyse an Dolmetsch- diensten in Schulen und Kindertagestätten in Karlsruhe durchzuführen? 9. Hält die Stadtverwaltung das gegenwärtige Informationsangebot für Dolmetsch- dienste auf der städtischen Web-Seite für ausreichend (Stichwort Dolmetschen oder Dolmetscher)? 10. Wie groß schätzt die Stadtverwaltung die Bedeutung ein, dass Sprachbarrieren von Eltern mit Migrationshintergrund in Kindertagesstätten und Schulen so weit wie möglich abgebaut werden im Hinblick auf eine Mitwirkung dieser Eltern bzw. um den Eltern ein möglichst gutes Verständnis des Umfeldes und der Perspekti- ven ihrer Kinder zu ermöglichen? Entscheidend, um sich in unserer Gesellschaft zurecht zu finden ist die Beherr- schung der deutschen Sprache. Daneben besteht ein Bedarf an Dolmetschdiensten. In Schulen und Kindertagesstätten kann es sinnvoll sein, bei Elterngesprächen oder Elternabenden Dolmetschdienste anzubieten bzw. durchzuführen. Die Anfrage soll den Sachstand und die Bedarfslage an Kindertagesstätten und Schulen in Karlsruhe klären helfen. unterzeichnet von: Sabine Zürn Niko Fostiropoulos Hauptamt - Sitzungsdienste - 11. Juni 2010 Sachverhalt/Begründung:

  • TOP 23
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom: 17.05.2010 eingegangen: 17.05.2010 Gremium: 12. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 22.06.2010 423 23 öffentlich Dez. 3 Dolmetscherdienste in Schulen und Kindertageseinrichtungen in Karlsruhe 1. Wie sind Dolmetscherdienste für Eltern mit Migrationshintergrund in Karlsruhe organisiert? Für die Stadt Karlsruhe besteht keine einheitliche Regelung für die Dolmetscherdienste. Es besteht die Möglichkeit über das Amtsgericht Karlsruhe geeignete Personen genannt zu bekommen. Daneben werden häufig, z. B. beim Büro für Integration, eigene Verzeich- nisse geführt. 2. Wie viele Dolmetscher/-innen stehen für je welche Sprachen zur Verfügung? Grundsätzlich besteht ein ausreichendes Angebot. 3. Wie und von wem wird der Bedarf nach Dolmetschen im Einzelfall festgestellt bei  Gesprächen zwischen Eltern und Erzieher/-innen ?  Elternabenden?  Gesprächen zwischen Eltern und Lehrer/-innen? Schulsozialarbeiter/-innen?  Informationsveranstaltungen für Eltern an Kindertagesstätten und Schulen? Der Bedarf an einer Dolmetschertätigkeit wird grundsätzlich im Einzelfall von den Beteilig- ten festgestellt. Bei Bedarf wird auf Beschäftigte mit Migrationshintergrund, Eltern, Fach- dienste und ggf. außerschulische Partner, z. B. muttersprachliche Lehrer/-innen der Kon- sulate zurückgegriffen. 4. An wie vielen Schulen und Kitas werden Elternabende gedolmetscht? a) Regelmäßig b) Nach Bedarf Elternabende an den Schulen sowie an den Kindertagesstätten werden in der Regel nicht gedolmetscht. 5. Wie werden Eltern mit Migrationshintergrund auf die Möglichkeit des Dolmet- schens im Einzelfall aufmerksam gemacht (Kitas und Schulen)? Bedarfsabhängig mit der Nennung geeigneter Personen. Seite 2 6. Welche anderen Möglichkeiten haben Eltern mit Migrationshintergrund, um auf das Angebot, dass sie gedolmetscht bekommen können, aufmerksam zu wer- den? In der Regel werden Migrantinnen und Migranten auf Sprach- und Integrationskurse ver- wiesen, da komplexe Fragen wie z. B. Erziehungsprobleme oder der Übergang in eine weiterführende Schule letztlich von vielen verschiedenen Faktoren abhängen. Weiterhin besteht die Möglichkeit, sich beim Büro für Integration eine Liste der Dolmet- scher/Übersetzer kostenlos zu besorgen. 7. Wird die Inanspruchnahme von Dolmetscherdiensten für Eltern mit Migrationshintergrund in Kindertageseinrichtungen und Schulen in Karlsruhe statistisch erfasst?  Wenn ja, wie sind die Ergebnisse (Anzahl, je welche Sprachen, je in Schulen und Kitas, Themen/Anlässe)?  Wenn nein, warum nicht? Eine statistische Erfassung der Dolmetscherdienste erfolgt bisher nicht und wäre aufgrund des Verwaltungsaufwandes nicht leistbar. 8. Wurden in Karlsruhe bisher Bedarfsanalysen für Dolmetscherdienste für Eltern mit Migrationshintergrund durchgeführt? Wenn ja:  Wann und wie wurde/-n sie durchgeführt?  Wurde ein Mangel an Dolmetscherdiensten festgestellt?  Welche Konsequenzen ergaben sich daraus bzw. sind Verbesse- rungen in Angebot und Ablauf der Dolmetscherdienste festzustel- len? Wenn nein: Hält es die Stadtverwaltung für angebracht, eine Bedarfsanalyse an Dolmetscher- diensten in Schulen und Kindertagesstätten in Karlsruhe durchzuführen? Eine Bedarfsanalyse wurde bisher nicht durchgeführt. 9. Hält die Stadtverwaltung das gegenwärtige Informationsangebot für Dolmet- scherdienste auf der städtischen Web-Seite für ausreichend (Stichwort Dolmet- schen oder Dolmetscher)? Es ist angedacht, einen Link auf die entsprechende Service-Seite des Amtsgerichts Karlsruhe aufzunehmen. 10. Wie groß schätzt die Stadtverwaltung die Bedeutung ein, dass Sprachbarrieren von Eltern mit Migrationshintergrund in Kindertagesstätten und Schulen so weit wie möglich abgebaut werden im Hinblick auf eine Mitwirkung dieser Eltern bzw. um den Eltern ein möglichst gutes Verständnis des Umfeldes und der Perspektiven ih- rer Kinder zu ermöglichen? Die Kenntnis der deutschen Sprache ist Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Integra- tion in die Gesellschaft, aber insbesondere auch dafür, die vielfältigen Partizipationsmög- lichkeiten zu nutzen. Dolmetscherdienste und Übersetzungen sind lediglich einzelfallbezogen in bestimmten Situationen sinnvoll.