Antrag CDU: Elektromobilität

Vorlage: 25039
Art: Beschlussvorlage
Datum: 14.06.2010
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 22.06.2010

    TOP: 15

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • CDU-Elektromobilität
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Stadtrat Thorsten Ehlgötz (CDU) Stadtrat Tilman Pfannkuch (CDU) Stadtrat Ingo Wellenreuther (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom 18. Mai 2010 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 12. Plenarsitzung Gemeinderat 22.06.2010 415 15 öffentlich Elektromobilität Die Stadtverwaltung wird beauftragt, einen Runden Tisch „Elektromobilität“ ins Leben zu rufen und zu moderieren. Ziel der Arbeitsgruppe soll es sein, die Bereitstellung und Nutzung elektromobiler Fahrzeuge im Bereich der Stadt Karlsruhe und der TechnologieRegion Karlsruhe zu fördern. Teilnehmer sollten die relevanten Akteure aus Forschung und Entwicklung, Energieversorgung, Unternehmen, Mobilitätsanbie- tern und Verwaltung sein. Die Federführung soll bei den Stadtwerken liegen. Der weiter wachsende Mobilitätsanspruch der Menschen einerseits und die Endlich- keit der fossilen Brennstoffe und ihre Klima- und Umweltauswirkungen andererseits bedingen mittel- bis langfristig den verstärkten Einsatz alternativer Energieträger auch im Bereich Verkehrsmobilität. Von besonderer Bedeutung sind hierbei die Über- legungen zum Einsatz von Elektrofahrzeugen. Die Bundesregierung hat dieser Tage eine entsprechende „nationale Plattform Elektromobilität“ ins Leben gerufen. Die Stadt Karlsruhe als Heimat der Mobiliätspioniere Drais und Benz, als Träger des weltweit anerkannten ÖPNV-Systems „Karlsruher Modell“, als Sitz des KIT als der zwischenzeitlich wichtigsten deutschen Energieforschungseinrichtung sowie als Schnittpunkt zweier herausragender transeuropäischer Verkehrsstraßen („Magistrale für Europa Paris-Budapest/Bratislava“ und „Transversale Rotterdam-Genua“) sollte Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ sich als Innovationsstandort auch bei der Anwendung elektromobiler Konzepte an vorderster Stelle positionieren. Beispielhaft ist an den Ausbau einer E-Mobil-Flotte bei der „Stadtmobil“, der größten Carsharing-Initiative in Deutschland, zu denken. unterzeichnet von: Gabriele Luczak-Schwarz Thorsten Ehlgötz Tilman Pfannkuch Ingo Wellenreuther Hauptamt - Sitzungsdienste - 11. Juni 2010

  • TOP 15
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum Antrag CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 18.05.2010 eingegangen: 18.05.2010 Gremium: 12. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 22.06.2010 415 15 öffentlich Dez. 4 Elektromobilität Die Stadtwerke Karlsruhe GmbH (SWK) sind im Bereich Elektromobilität bereits in einem vom BMWi geförderten Forschungsprojekt „MeRegioMobil“ als Projektpartner eingebunden. Weitere Projektpartner sind: EnBW (Konsortialführer), Bosch, Daimler, Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), KIT, Opel und SAP. Das Projekt umfasst im Wesentlichen die Einführung und den Aufbau einer intelli- genten Ladeinfrastruktur in Karlsruhe und Stuttgart. Ferner wurde ein Arbeitskreis unter der Beteiligung der SWK und der Stadtverwal- tung ins Leben gerufen, der die Standorte für die Ladestationen in Karlsruhe im Ein- vernehmen festlegen wird. Im Bereich der Wirtschaftsförderung gibt es u. a. im Rahmen eines Energieforums einige Anstöße zu Pilotprojekten im Bereich Elektro- mobilität. Es existieren also bereits drei „Plattformen“, die sich intensiv mit der Thematik be- schäftigen und dem Anliegen des Antrags Rechnung tragen. Ferner sind wir in Ver- handlungen mit „Stadtmobil“, um hier gemeinsam eine kleine „E-Mobil-Flotte“ auf die Füße zu stellen. Die SWK sind gerne bereit, sobald die Arbeiten weiter voran geschritten sind, diese bestehenden Plattformen zu einem Runden Tisch zusammenzuführen und weitere Firmen und Branchenkenner zu integrieren. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit SWK GmbH Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Das in der Antragsbegründung zum Ausdruck gebrachte Spannungsverhältnis zwi- schen Mobilitätsanspruch und Endlichkeit fossiler Brennstoffe bzw. deren Klimaaus- wirkungen wurde von Stadt und Stadtwerken bereits zum Anlass genommen, Projek- te anzustoßen, um die logistischen und technischen Voraussetzungen für die Um- setzung neuer Mobilitätskonzepte zu schaffen. Beitrag der Stadtwerke Karlsruhe für das Projekt MEREGIOmobil Im Rahmen des Projektes MeRegioMobil soll im Jahr 2010 in Baden-Württemberg die Infrastruktur für eine große Zahl Elektrofahrzeuge entwickelt und aufgebaut wer- den und bis Ende 2011 in einem regionalen Feldtest erprobt werden. Dies umfasst intelligente Ladestationen, die Nutzung der Batterien als dynamische Pufferspeicher im Energieverbund und Telematikdienste. Intelligente Hausgeräte und E-Fahrzeuge sollen innerhalb von Hausnetzen gekoppelt werden, um das Lastverhalten zu glätten (Smart Home). Außerdem ist der Aufbau eines Demonstrationslabors vorgesehen, in dem komplexe Szenarien der Einbindung von E-Fahrzeugen in das Energiesystem dargestellt und analysiert werden können. Projektpartner der SWK sind Bosch, Daimler, EnBW, Fraunhofer Institut (ISI), KIT, Opel und SAP. Teil-Arbeitspakete der SWK 1. Unterstützung bei der Erstellung des Gesamtkonzeptes für die Elektromobilität (Referenzmodell) aus Sicht eines Stadtwerks. Dazu gehören insbesondere die SWK-spezifischen Aspekte der Energiebeschaffung, des Lastmanagements und des Betriebes von Ladestationen. 2. Aufbau einer Infrastruktur für intelligente Ladestationen und für intelligentes La- demanagement (Erstellung eines Lastenhefts, Installation und Feldtestbetrieb von mehreren halböffentlichen Ladestationen) 3. Konzeptforschung zum Lastmanagement sowohl netzseitig als auch beim zent- ralen Energiebezug 4. Beurteilung der Funktionalität von kombinierten Anwendungen aus Smart Ho- mes, dezentraler Erzeugung und Elektromobilität 5. Entwicklung von Tarifmodellen für den Fahrzeugstrom 6. Unterstützung der MEREGIO-Simulation durch Einbringen der Sichtweise eines lokalen Energieversorgers und bei der Analyse der Wechselwirkungen zwischen regenerativen/dezentralen Stromerzeugern und der Nachladung von Elektro- fahrzeugen 7. Analyse von Messwerten und Ermittlung von Grenzen der Elektromobilitäts- verträglichkeit in den vorhandenen lokalen Verteilnetzen 8. Öffentliche Verbreitung von Forschungsergebnissen (Erstellen von Informations- materialien, Teilnahme an Messen, Workshops etc.) und Kooperation mit Be- gleitforschung (Infoveranstaltungen, Projektbegehungen, Vorträge etc.) 9. SWK-interne Projektsteuerung Im Rahmen der Wirtschaftsförderung wurden bereits in den Netzwerken Mobile Re- gion Karlsruhe, Automotive Engineering Network Südwest (AEN) und EnergieForum Karlsruhe durch Forschungseinrichtungen und Unternehmen einige Pilotprojekte im Bereich der Elektromobilität initiiert oder stehen noch unter dem Vorbehalt einer fi- nanziellen Förderung zur Umsetzung bereit. Im Rahmen der Netzwerke- oder Clus- Ergänzende Erläuterungen Seite 3 teraktivitäten können ebenfalls Partner in Karlsruhe zusammengeführt werden. Au- ßerdem werden sich im Rahmen der Initiative SmarterCity Karlsruhe ebenfalls einige Ansatzpunkte zur Elektromobilität aus den Schnittmengen Informationstechnologie, Mobilität und Energie durch das Zusammenführen von Partnern aus Wirtschaft und Forschung ergeben.