Antrag GRÜNE: Unterstützung für das Projekt "Perspektive 50plus"
| Vorlage: | 25035 |
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| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 14.06.2010 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Dr. Dorothea Polle-Holl (GRÜNE) Stadträtin Uta van Hoffs (GRÜNE) Stadtrat Michael Borner (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 28. April 2010 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 12. Plenarsitzung Gemeinderat 22.06.2010 411 12 öffentlich Unterstützung für das Projekt „Perspektive 50plus“ 1. Die Stadt Karlsruhe unterstützt die erfolgreichen Bemühungen der ARGE im Projekt „Perspektive 50plus“ mit umfassenden aktiven Maßnahmen. 2. Das Projekt „Perspektive 50plus“ wird über die städtischen Medien (StadtZeitung, Webauftritt u. a.) aktiv beworben. Unternehmen, die ein besonderes Engagement hinsichtlich der Beschäftigung Älterer zeigen, werden dabei positiv hervorgehoben. 3. Über einen runden Tisch wird der Diskurs zwischen den für die Beschäftigung wichtigen Akteuren (ARGE, HWK, IHK u. a.) gefördert und die Wirksamkeit der durchgeführten Maßnahmen evaluiert. 4. Durch Kontaktforen und einschlägige Veranstaltungen werden Möglichkeiten zur Begegnung und zur Kontaktaufnahme zwischen interessierten Arbeitgebern und über 50-jährigen Arbeitslosen geschaffen. 5. Die Stadt Karlsruhe sucht aktiv nach zusätzlichen Beschäftigungsmöglichkeiten für über 50-Jährige. Hierbei werden die städtischen Gesellschaften einbezogen. Der demografische Wandel erfordert auch in Karlsruhe zunehmende Anstrengung auf dem Gebiet der Re-Integration älterer Langzeitarbeitsloser in den Arbeitsmarkt. Das Bundesprogramm „Perspektive 50plus“ hat die Verbesserung der Beschäftigungschancen älterer Langzeitarbeitsloser zum Ziel. Es basiert dabei auf einem regionalen Ansatz, der es den so genannten „Beschäftigungspakten“ erlaubt, bei der Wahl der Integrationsstrategie gezielt auf die regionalen Besonderheiten einzugehen. Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ In die Umsetzung des Programms sollen nicht nur die hauptverantwortlichen Arbeitsgemeinschaften und kommunalen Träger einbezogen werden, sondern auch die Partner der regionalen Netzwerke, wie Unternehmen, Kammern und Verbände, kommunale Einrichtungen und Bildungsträger, Politik, Gewerkschaften, Kirchen und Sozialverbände. Auch die Karlsruher ARGE beteiligt sich bereits erfolgreich an dem Projekt „Perspektive 50plus“; das erkennen wir hier ausdrücklich an. Um das Projekt zunehmend öffentlich bekannt zu machen und die Vermittlungszahlen weiter zu steigern, sollten weitere öffentlichkeitswirksame Maßnahmen ergriffen und die Kooperation mit lokalen Akteuren intensiviert werden. Gute Beispiele sind beispielsweise Pforzheim, wo das Projekt auf der städtischen Website beworben wird www.pforzheim.de/wirtschaft/beschaeftigungsfoerderung/silverstars/das- bundesprogramm-perspektive-50plus.html) oder Mannheim, wo mit Förderung der ARGE vorher langzeitarbeitslose Wohnbetreuer über 50 in den Häusern der städtischen Wohnbaugesellschaft eingesetzt werden. Denkbar ist auch die Einrichtung eines Projektes „Bürgerarbeit“ zur Förderung wohnortnaher Dienstleistungen, die durch ältere, bisher langzeitarbeitslose Menschen erbracht werden könnten (Bring- und Holdienste für ältere und/oder mobilitätseingeschränkte Menschen o. Ä.). unterzeichnet von: Bettina Lisbach Dr. Dorothea Polle-Holl Uta van Hoffs Michael Borner Hauptamt - Sitzungsdienste - 11. Juni 2010
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Extrahierter Text
STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 28.04.2010 eingegangen: 28.04.2010 Gremium: 12. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 22.06.2010 411 12 öffentlich Dez. 3 Unterstützung für das Projekt "Perspektive 50plus" - Kurzfassung - Die ARGE Jobcenter Stadt Karlsruhe nimmt seit dem 01.07.2009 an dem Programm „Per- spektive 50plus“ teil. Durch die intensive Betreuungsmöglichkeit hat sich das Programm 50plus als wirksames Mittel, die Arbeitslosigkeit langzeitarbeitsloser über 50-Jähriger zu reduzieren, erwiesen. Das Bürgermeisteramt unterstützt deshalb das Programm aktiv. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 – relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Das Bundesprogramm „Perspektive 50plus“ hat das Ziel, die Wiedereingliederung Älterer in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu fördern. Der Fokus liegt dabei auf langzeitarbeitslosen Menschen zwischen 50 und 64 Jahren. Bundesweit gibt es aktuell 62 Beschäftigungspakte. Die 2. Phase des Bundesprogramms läuft noch bis Ende 2010. Eine Fortsetzung ist geplant. Im Jahr 2009 konnten mit sieben zusätzlichen – aus Bundesmitteln finanzierten – Arbeits- vermittlern 61 über 50-jährige Langzeitarbeitslose am Arbeitsmarkt vermittelt werden. Ziel für das Jahr 2010 sind mindestens 120 zusätzliche Vermittlungen. Dieses Ziel wird angesichts der Tatsache, dass zum 30.04.2010 bereits 53 Vermittlungen erfolgt sind, voraussichtlich erreicht. 1. Die Stadt Karlsruhe unterstützt die erfolgreichen Bemühungen der ARGE im Pro- jekt „Perspektive 50plus“ mit umfassenden aktiven Maßnahmen. Aufgrund der günstigen Betreuungsschlüssel innerhalb des Programms 50plus besteht die Möglichkeit, Teilnehmer/-innen des Projekts sehr intensiv zu beraten. Dies führt zu einer deutlich höheren Vermittlungsquote am 1. Arbeitsmarkt. Voraussetzung für erfolg- reiche Vermittlung ist die Bereitschaft potenzieller Arbeitgeber, Langzeitarbeitslose ein- zustellen. 2. Das Projekt „Perspektive 50plus“ wird über die städtischen Medien (StadtZeitung, Webauftritt u. a.) aktiv beworben. Unternehmen, die ein besonderes Engagement hinsichtlich der Beschäftigung Älterer zeigen, werden dabei positiv hervorgeho- ben. Regelmäßig sind anlassbezogene Auftritte in den städtischen Medien (z. B. Vorstellung der Angebote, Darstellung erfolgreicher Vermittlungen, Benennung von Ansprechpart- nern) vorgesehen. 3. Über einen runden Tisch wird der Diskurs zwischen den für die Beschäftigung wichtigen Akteuren (ARGE, HWK, IHK u. a.) gefördert und die Wirksamkeit der durchgeführten Maßnahmen evaluiert. Im Beirat der ARGE findet ein regelmäßiger Diskus zwischen allen für die Beschäftigung wichtigen Akteuren statt. Hier werden sämtliche für die Eingliederung von SGB-II- Leistungsbeziehern und -Leistungsbezieherinnen relevante Themen besprochen. Im Bei- rat sind die o. g. Akteure sowie die Wohlfahrtsverbände vertreten. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 4. Durch Kontaktforen und einschlägige Veranstaltungen werden Möglichkeiten zur Begegnung und zur Kontaktaufnahme zwischen interessierten Arbeitgebern und über 50-jährigen Arbeitslosen geschaffen. Kontaktforen sowie einschlägige zusätzliche Veranstaltungen sind ein wirksames zusätz- liches Mittel, die Vermittlung langzeitarbeitsloser Menschen zu unterstützen. Gemeinsa- me Veranstaltungen der Stadt Karlsruhe, der Agentur für Arbeit Karlsruhe sowie der ARGE sind geeignet, die Akzeptanz der Arbeitgeber gegenüber älteren langzeitarbeits- losen Menschen zu erhöhen. 5. Die Stadt Karlsruhe sucht aktiv nach zusätzlichen Beschäftigungsmöglichkeiten für über 50-Jährige. Hierbei werden die städtischen Gesellschaften einbezogen. Für die Stadt Karlsruhe mit ihren städtischen Gesellschaften ist die Versorgung älterer arbeitsloser Menschen ein wichtiger Aspekt. Wegen der überdurchschnittlichen Förder- möglichkeiten ist das Projekt 50plus sowohl für ältere arbeitslose Menschen als auch für Arbeitgeber interessant. Angesichts der Bedeutung des Problems Arbeitslosigkeit wird derzeit von Seiten des Dezernats 3 ein „Gesamtkonzept Arbeit“ vorbereitet. Auf der Basis dieses Konzepts sol- len zukünftige kommunale Initiativen in diesem Bereich koordiniert werden.