Antrag GRÜNE: Kostenlose Probemitgliedschaft in Karlsruher Sportvereinen für Studentinnen und Studenten der Karlsruher Hochschulen
| Vorlage: | 24850 |
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| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 10.05.2010 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Dr. Ute Leidig (GRÜNE) Stadtrat Manfred Schubnell (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 31. März 2010 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 11. Plenarsitzung Gemeinderat 18.05.2010 381 7 öffentlich Kostenlose Probemitgliedschaft in Karlsruher Sportvereinen für Studentinnen und Studenten der Karlsruher Hochschulen Die Stadt Karlsruhe führt einen „Sportgutschein“ für Studentinnen und Studenten der Karlsruher Hochschulen mit Erstwohnsitz in Karlsruhe ein. 1. Der Sportgutschein beinhaltet die Möglichkeit, in bis zu zwei Karlsruher Sportvereinen ein Kalenderjahr lang kostenlos Probemitglied zu sein. 2. Die Verwaltung erstellt einen Überblick über Vereine, die an diesen Probemitgliedschaften interessiert sind, und verhandelt mögliche Sonderkonditionen für die Stadt. 3. Die Liste mit den teilnehmenden Vereinen wird Studentinnen und Studenten der Karlsruher Hochschulen zusammen mit den „Sportgutschein“ ausgehändigt (entsprechend dem Kulturscheckheft der Stadt). Studentinnen und Studenten der Hochschulen steht mit dem Hochschulsport ein breites Angebot an Sportmöglichkeiten kostenlos oder mit geringen Aufwendungen zur Verfügung. Der Eintritt in einen Sportverein ist dagegen nicht nur mit jährlichen Beiträgen, sondern auch mit Aufnahmegebühren verbunden. Dies führt dazu, dass viele studierende Sportlerinnen und Sportler sich von vorne herein nicht am Vereinssport beteiligen. Auf der anderen Seite beklagen Sportvereine immer wieder eine Lücke in der Mitgliedschaft bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Aufgrund der geringen Anzahl von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist es einigen Vereinen nicht möglich, komplette Sportmannschaften aufzustellen, wodurch die Teilnahme an Turnieren und Ligen verhindert wird. Dies führt dazu, dass auch die verbliebenen jungen Sportlerinnen und Sportler ihre Mitgliedschaft beenden. Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Durch die Erstwohnsitzkampagne konnten in den letzten Jahren mehrere tausend Studentinnen und Studenten dazu bewegt werden, ihren Erstwohnsitz in Karlsruhe anzumelden. Die so gewonnen Einnahmen sollten u. a. dafür verwendet werden, die Studierenden aktiv in das soziale, kulturelle und sportliche Leben in Karlsruhe einzubinden. Durch Einführung des Kulturscheckhefts konnte das breite Kulturangebot der Stadt Studierenden näher gebracht werden. Dies gilt es auch für das Sportangebot der Stadt zu leisten. Davon können nicht nur die Sportvereine, sondern auch die Stadt Karlsruhe profitieren. Denn die Bindung von Studierenden an Sportvereine und deren sozialem Leben kann auch zu einer stärkeren Bindung an Karlsruhe führen und damit mittelfristig der Abwanderung von Absolventinnen und Absolventen der Hochschulen in andere Städte entgegenwirken. unterzeichnet von: Bettina Lisbach Dr. Ute Leidig Manfred Schubnell Hauptamt - Sitzungsdienste - 7. Mai 2010
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STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 31.03.2010 eingegangen: 31.03.2010 Gremium: 11. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 18.05.2010 381 7 öffentlich Dez. 3 Kostenlose Probemitgliedschaft in Karlsruher Sportvereinen für Studentinnen und Studen- ten der Karlsruher Hochschulen - Kurzfassung - Das Bürgermeisteramt empfiehlt dem Antrag nicht zu folgen. Finanzielle Auswirkungen nein x ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein x ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein x ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein x ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Das Stadtmarketing beurteilt die Überlegungen einer kostenlosen Mitgliedschaft von Studenten in Karlsruher Sportvereinen im Rahmen der Studentenstadt grundsätzlich positiv. Allerdings sieht es einen deutlich geringeren Bedarf an einem kostenfreien Angebot im Bereich Sport als im Bereich Kultur. Außerdem sieht Stadtmarketing ei- ne Finanzierung über die Erstwohnsitzkampagne als nicht realisierbar. Von den rd. 33.000 Studierenden in Karlsruhe nehmen ca. 7.000 in 65 Sportarten die Angebote des Hochschulsportes wahr. Darüber hinaus wurde am 24.04.2010 der Universitäts-Sportverein (KITSC) gegründet. Gleichzeitig bieten weitere ausgesprochen Akademische Vereine den Studierenden Sport an. Es sind dies: - Akademische Seglergruppe an der Universität Karlsruhe e. V. - Akademische Fliegergruppe an der Universität Karlsruhe e. V. - Akademische Reitsportgruppe Karlsruhe e. V. - Akademische Turn- und Sportverbindung - Akademischer Skiclub Karlsruhe e. V. Darüber hinaus ist dem Bürgermeisteramt bekannt, dass Karlsruher Studierende bereits aktiv in Karlsruher Sportvereinen Sport treiben, z. B. beim Ruderverein Wiking (Rudern), Karlsruher Turnverein (Hockey), Männerturnverein (Frisbee) usw. Studierende, die in Karlsruhe geboren und aufgewachsen sind, verbleiben in der Regel ohnehin in ihrem Sportverein. Der Sportkreis Karlsruhe als Repräsentant der Karlsruher Sportvereine teilt uns hier- zu folgendes mit: 1) Es gibt in der Regel keine Aufnahmegebühren in den Vereinen mehr. 2) Der Beitrag für Studierende entspricht im Normalfall dem ermäßigten Beitrag für Kinder und Jugendliche. 3) Wettkampfmannschaften werden durch Studierende nicht unbedingt ver- stärkt, da es den Studierenden mehr um Trainingsmöglichkeiten geht und sie weiterhin für den Heimatverein starten. 4) Die Fluktuation ist häufig sehr hoch, weshalb eine längerfristige Bindung eher schwer zu erreichen ist. 5) Im Gegensatz zu den Gutscheinen für die Erstklässlerinnen und Erstkläss- ler - die komplett von den Vereinen getragen werden - können es sich die Vereine eher nicht leisten, hier auf die Einnahmen dieses Personenkreises zu verzichten. Aus Sicht des Bürgermeisteramtes können jedoch Zuschüsse aus Sportförderungs- mitteln nicht als Ausgleich für den Einnahmenausfall zur Verfügung gestellt werden. Das Bürgermeisteramt empfiehlt dem Antrag nicht zu folgen.