Antrag GRÜNE: Bauherrenpreis der Stadt Karlsruhe

Vorlage: 24849
Art: Beschlussvorlage
Datum: 10.05.2010
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 18.05.2010

    TOP: 6

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • GRÜNE-Bauherrenpreis
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Anne Segor (GRÜNE) Stadtrat Alexander Geiger (GRÜNE) Stadtrat Johannes Honné (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 31. März 2010 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 11. Plenarsitzung Gemeinderat 18.05.2010 380 6 öffentlich Bauherrenpreis der Stadt Karlsruhe 1. Die Stadt schreibt einen Bauherrenpreis aus, der sowohl vorbildliche, innova- tive Neubauten als auch vorbildliche Sanierungen würdigt. 2. Bei Neubauten sollten als Kriterien u. a. - herausragende Gestaltung von Architektur und Außenanlagen - vorbildliche Grundrissorganisation - sowie gute städtebauliche und klimagerechte Lösungen gewürdigt werden. 3. Bei Sanierungen sind eher historisch sachgerechte, modernen Bedürfnissen entsprechende Aus- und Anbauten sowie die Einpassung in das gebaute Um- feld im Sinne der Stadtbildpflege zu beurteilen. 4. Der Preis wird von einer Jury für Bauprojekte unterschiedlicher Funktionen (Studentenwohnheime, Kindertagesstätten, Bürogebäude, Wohngebäude, Seniorenwohnanlagen, bei Sanierungen auch für kleinere Objekte) im Wech- sel vergeben. 5. Die Verwaltung entwickelt zur Diskussion im Planungsausschuss ein Konzept, in dem Kriterien und Turnus der Vergabe, Zusammensetzung der Jury etc. festgelegt werden. Die Stadt Karlsruhe ist geprägt und weltweit bekannt durch ihren einmaligen Grund- riss. Aber auch im Gebäudebestand existieren viele hervorragende Architekturbei- spiele. Die Intention des Antrages geht dahin, Baukultur und Stadtbildpflege noch stärker als bisher zu unterstützen und zu befördern. Baukultur bezieht sich dabei nicht nur auf gute Gestaltung von Baukörper und Fas- saden, sondern vor allem auch auf gelungene Grundrisse und Außenanlagen, die den Bedürfnissen von Nutzerinnen und Nutzern entgegenkommen. So ist beispiels- weise bei Seniorenwohnanlagen u. a. darauf zu achten, dass Privaträume zu Familien-Gruppen zusammengefasst und krankenhausähnliche Grundrissstrukturen vermieden werden. Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Ein offizieller Bauherrenpreis würde auch von Vorhabenträgern als werbewirksamer Vorteil in der Konkurrenz um Märkte und Kunden wahrgenommen. Damit kann direkt auf Bauträger im Sinne von Qualitätssteigerung im Bauwesen eingewirkt werden. Bei Sanierungen von alten Gebäuden ist leider oft ein sorgloser Umgang mit der Bausubstanz zu beobachten. Ein Bauherrenpreis für gelungene Beispiele könnte das Bewusstsein für den Wert von historischer - oder auch nur älterer - Bebauung stär- ken. Gute Beispiele im Stadtgebiet, die öffentlich ausgezeichnet wurden, wären Vor- bild und Anreiz auch für private Bauherren. Vor allem aber könnte ein Bauherrenpreis der Stadt Karlsruhe bei einer langfristig geplanten Vergabepraxis das Konzept der für 2015 geplanten Stadtausstellung nachhaltig unterstützen. unterzeichnet von: Bettina Lisbach Anne Segor Alexander Geiger Johannes Honné Hauptamt - Sitzungsdienste - 7. Mai 2010

  • TOP 6
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 31.03.2010 eingegangen: 31.03.2010 Gremium: 11. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 18.05.2010 380 6 öffentlich Dez. 6 Bauherrenpreis der Stadt Karlsruhe - Kurzfassung - Ein Bauherrenpreis, wie im Antrag vom 31. März 2010 beschrieben und gefordert, stellt mit Sicherheit ein wünschenswertes und wirksames Instrument dar, um einen weiteren Beitrag zur Pflege der Stadtbaukultur in Karlsruhe zu leisten. Die entsprechenden Auswahlverfahren und ihre Öffentlichkeitswirksamkeit dienen der Fortentwicklung der Diskussion über Architek- tur und Städtebau, sie dienen dem Image der Stadt Karlsruhe und tragen durch ihre Vorbild- funktion indirekt auch zur Verbesserung des Stadtbildes bei. Voraussetzung für die oben beschriebene Wirkung ist eine sorgfältige und professionelle Durchführung, was aber personelle und finanzielle Ressourcen erfordert. Es wird empfohlen, die Integration dieses Projektes in die angedachte „Stadtausstellung 2015“ überprüfen zu lassen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Städtebau Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Die Punkte 1 bis 4 des Antrages umreißen die Kontur eines vom Grundsatz sehr geeigneten Mittels, die Diskussion um Baukultur in Karlsruhe weiter zu befördern. Es wird im Fall seiner Umsetzung die Initiative, die mit der konsequenten Pflege des Wettbewerbswesens und der Einrichtung des Gestaltungsbeirates Beiträge zur Hebung der Baukultur leistet, in hervorra- gender Weise ergänzen. Die notwendigen Schritte und Arbeiten für die Durchführung wären:  Erarbeiten von Verfahrensregeln für die Vergabe.  Finanzmittel für die Dotierung.  Durchführung eines Ausschreibungsverfahrens/Recherche der in Frage kommenden Objekte.  Gewinnen einer Jury.  Organisation und Durchführung eines Auswahlverfahrens.  Organisation und Durchführung der Verleihung.  Begleitende Pressearbeit.  Dokumentation. Außer der Entwicklung des Verfahrens wären diese Schritte turnusmäßig jeweils in zeitli- chem Abstand zu wiederholen. Die zusätzlich erforderlichen personellen und finanziellen Ressourcen sind bisher nicht kal- kuliert. Zu prüfen wäre, ob eine inhaltliche und organisatorische Integration dieses sinnvollen Pro- jektes erstmals in eine bisher nur angedachte „Stadtausstellung 2015 - Die Stadt neu sehen“ vorteilhaft wäre.