Jahresbericht des Aktivbüros 2009

Vorlage: 24783
Art: Beschlussvorlage
Datum: 30.04.2010
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Oststadt

Beratungen

  • Hauptausschuss

    Datum: 04.05.2010

    TOP: 2

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Jahresbericht Aktivbüro 2009
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 5. Sitzung Hauptausschuss Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 04.05.2010 50 2 öffentlich Dez. 2 Jahresbericht des Aktivbüros 2009 Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Hauptausschuss 04.05.10 2 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Jahresbericht 2009 zeigt, dass das Interesse am Fortbildungsprogramm für Ehrenamtliche weiter gestiegen ist und die Online-Freiwilligenagentur deutlich stärker genutzt wird. Das Programm zur interkulturellen Öffnung des bürgerschaftlichen Engagements wurde weiterentwickelt. Die Zertifizierung engagierter Unternehmen hat sich etabliert. Die Förderung des Engagements junger Menschen durch das jes-Programm (Jugend engagiert sich), das von der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH im Jahr 2008 übernommen wurde, wird weiterhin gut genutzt. Der vorliegende Bericht beschreibt die Maßnahmen des Jahres 2009 in einer übersichtlichen Kurzfassung. Ausführliche Berichte werden im Abstand von fünf Jahren vorgelegt. Der Hauptausschuss nimmt den Jahresbericht zustimmend zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatorischen Kosten abzügl. Folgeerträge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Miteinander Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Jahresbericht des Aktivbüros 2009 Maßnahme Stand Kurzbeschreibung 1. Qualifizierungsmaßnahmen 1.1. Fortbildungsprogramm für Ehrenamtliche laufend Das Programm 2009 beinhaltete 21 Tageskurse und 5 Kurzseminare in den Ausbildungsgängen Kommunikation und Führung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Finanzen und Recht und Fundraising. Es gab 593 Anmeldungen, 86 mehr als im Vorjahr. 44 % der Anmeldungen konnten nicht berücksichtigt werden. Die höchste Nachfrage hatten die Kurse Konfliktmanagement, Steuerrecht für Vereine, Projektmanagement, Vereinsrecht, Haftungsrecht, Vertragsrecht. Die Kosten für das Programm lagen nach Abzug der Einnahmen durch Teilnehmergebühren bei rund 2.950 Euro. 1.2. Bürgermentorinnen und -mentoren laufend Bürgermentorinnen und -mentoren begleiten jes-Projekte (siehe Ziff. 4), initiieren Projekte oder unterstützen andere Engagierte. Im Berichtszeitraum waren 79 Bürger- mentorinnen und Bürgermentoren aktiv. Davon sind 55 Frauen, 34 Männer. 5 haben Migrationshintergrund. Es wurden 2 Mentorentrainerinnen und 18 Mentorinnen bzw. Mentoren neu ausgebildet. Die Mentorenausbildung 2009 hatte den Schwerpunkt interkulturelle Kompetenz. Zum Erfahrungsaustausch fanden 5 Treffen statt. Das Land Baden-Württemberg bezuschusste die Mentorenausbildung und -begleitung mit 2.000 € und übernahm die Ausbildung der Mentorentrainer. 1.3. Lesepaten laufend In 23 Schulen und 30 Kindertagesstätten engagierten sich 254 Lesepatinnen und Lesepaten. Das Aktivbüro entwickelte in Zusammenarbeit mit dem Kinderbüro, dem Karlsruher Bündnis für Familien und dem Kulturamt ein Fortbildungsprogramm mit 9 Kursen u. a. zu den Themen „Interkulturelle Kompetenz“, „Buchempfehlungen“, „Stimmtraining“ und „Umgang mit Störungen bei Vorlesesituationen“, an dem 128 Lesepatinnen und - paten teilnahmen. Die Stiftung „Singen mit Kindern“ bot eine Singpatenausbildung, an der 5 Personen teilnahmen. Zum Erfahrungsaustausch unter den Ehrenamtlichen fanden 5 Treffen unter der Leitung einer Bürgermentorin und ein Treffen zur Programmplanung 2010 statt. 2. Freiwilligenvermittlung laufend Das Aktivbüro vermittelte 613 Ehrenamtliche an Nonprofit-Organisationen. Der Anteil der Vermittlungen durch die Online-Freiwilligenagentur stieg von 27 % im Jahr 2008 auf 42 % an. 75 % der Interessenten waren weiblich, 25 % männlich. Rund 11 % der Vermittelten hatten Migrationshintergrund. 13 % der Interessenten waren arbeitslos. Die meisten Interessenten wurden durch Veröffentlichungen in der Presse (30 %, wie 2008) auf das Aktivbüro aufmerksam. 19 % kamen durch den Hinweis einer Fachstelle (Vorjahr 13 %), 15 % durch eine persönliche Empfehlung und 13 % durch das Internet. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Maßnahme Stand Kurzbeschreibung Das Interesse an einer freiwilligen Tätigkeit im Bereich „Ältere Menschen“ verzeichnete einen Zuwachs und stieg vom zweiten auf den ersten Rang (21,5 %). Der Bereich „Kinder und Jugendliche“ (21 %) stieg auf den zweiten Rang ab. Rang drei belegte wieder das Tätigkeitsfeld „Kranke, Behinderte, Menschen in Not“ (13 %). Ein um 5 % höheres Interesse zeigten die Engagierten am Tätigkeitsfeld Öffentlichkeitsarbeit und Projekte, das an vierter Stelle stand (Vorjahr: Rang 8). Der Bereich „Kultur und Bildung“ belegte den fünften Platz. Einen Zuwachs verzeichneten die Bereiche „Natur, Umwelt, Tiere“, „International, Migration“ sowie „Handwerk, Hauswirtschaft, Kreativ“ um 1 %. Rückläufig war die Engagementbereitschaft in den Bereichen „Büro, Verwaltung, EDV“ und „Sport“ um jeweils 1 %. Innerhalb der Stadtverwaltung nahm das Kulturamt die Freiwilligenagentur für die Unterstützung bei Kulturveranstaltungen in Anspruch. 3. Förderung der interkulturellen Kompetenz laufend Am 6. März fand im Internationalen Begegnungszentrum der Workshop „Interkulturelle Öffnung des bürgerschaftlichen Engagements“ mit ca. 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Vereinen und Initiativen statt. Es wurden Maßnahmen erarbeitet, um die interkulturelle Kompetenz im bürgerschaftlichen Engagement zu stärken. Gewünscht wurden hauptsächlich Qualifizierungsmaßnahmen und Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch. In das Fortbildungsprogramm 2010 wird deshalb der Ausbildungsgang interkulturelle Kompetenz mit vier Modulen aufgenommen. Für Engagierte mit Migrationshintergrund werden bedarfsorientierte Qualifizierungen angeboten, wie z. B. ein Rhetorikkurs für die Mitwirkenden an den Elterncafés der Nebenius-Schule und der Viktor-von-Scheffel-Schule. Die Maßnahmen finden in Abstimmung mit dem Büro für Integration statt. Das Land Baden-Württemberg bezuschusst die Aktivität als kommunalen Entwicklungsbaustein mit 1.500 Euro. 4. jes-Projekt (Jugend engagiert sich) laufend jes-Projekte fördern das Engagement junger Menschen und werden von Bürgermentorinnen und -mentoren begleitet. Im Berichtszeitraum wurden drei Projekte begonnen. Am Filmprojekt „Alles Ehrensache. Null Bock ist out!“ nahmen 11 Jugendliche teil. Sie stellten Engagementmöglichkeiten für junge Menschen vor. Das Sportprojekt „Fit, aktiv und gesund durchs Leben“ führen 12 Jugendliche durch. Es zeigt jungen Menschen eine gesunde Lebensweise auf, die auch eine Alternative zum Alkoholmissbrauch ist. „Perspektivenwechsel - Migration aus weiblicher Sicht“ mit 21 Teilnehmerinnen ist ein Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule, das sich mit den spezifischen Problemen weiblicher Migranten befasst. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Maßnahmen Stand Kurzbeschreibung Zertifiziert wurden das jes-Projekt „Senioren im Internet“ am 27. April. 6 Schüler der Kimmelmannschule brachten Senioren den Umgang mit dem Internet bei. 5. Anerkennungsmaßnahmen 5.1 Dankeschön- Veranstaltungen abgeschlossen Die Bürgermentorinnen und -mentoren wurden zum Besuch des Bundesverfassungsgerichts am 27. Oktober eingeladen. Es nahmen ca. 50 Personen teil. Für die Lesepaten fand am 14. Januar im Bürgersaal des Rathauses am Marktplatz eine Lesung mit der Karlsruher Krimiautorin Eva Klingler mit anschließendem Stehempfang statt. 5.2 Zertifizierungen laufend Für ihr gemeinnütziges Engagement wurden 7 Unternehmen zertifiziert. Für die Unterstützung der Karlsruher Tafel e. V. erhielten Schülerinnen und Schüler der Gutenbergschule ein Zertifikat. Für ihr langjähriges Engagement in Vereinen erhielten 3 Bürger die Ehrenamtsurkunde der Stadt Karlsruhe. 5.3 Wettbewerbe jährlich Der Deutsche Bürgerpreis der Initiative „für mich, für uns, für alle“ stand unter dem Motto „Umwelt schützen - Zukunft sichern“. Der erste Preis ging an die Europäische Brunnengesellschaft e. V., Sektion Karlsruhe. Beim Landeswettbewerb „Echt gut – Ehrenamt in Baden- Württemberg“ ging in der Kategorie EnBW Ehrenamt Impuls der 2. Preis an die Stupfericher Jugendwerkstatt, der 3. Preis an die Durlacher Turnados. Das Aktivbüro unterstützt die kommunalen Wettbewerbe mit Vorschlägen. Beim Wettbewerb der Arbeitsgemeinschaft Kinder in Karlsruhe (KiK) erhielt der Vorschlag „Naturklassenzimmer“ des Schwarzwaldvereins Wettersbach e. V. den 3. Preis. 6. Veröffentlichungen abgeschlossen In Zusammenarbeit mit den Berufsgenossenschaften wurde eine umfassende Broschüre zum Unfall- und Haftpflichtversicherungsschutz für ehrenamtlich Engagierte erstellt. Die Broschüre zum Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements wurde in Zusammenarbeit mit den Karlsruher Finanzämtern überarbeitet und neu aufgelegt. Beide Broschüren wurden sehr stark nachgefragt. 7. Begleitung des Oststadtforums abgeschlossen Zum 31. Dezember 2008 endete die Betreuung des Oststadtforums durch das Stadtplanungsamt. Der Mietvertrag für das Oststadtbüro in der Lachnerstraße endete zum 31. Dezember 2009. Interimsweise übernahm das Aktivbüro die weitere Begleitung, bis neue Räume in der Gottesauer Straße und eine Lösung der Trägerschaft gefunden wurden. Als Träger der Einrichtung konnte der Bürgerverein Oststadt e. V. gewonnen werden. Die Lösung unterstützte auch die Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Bürgervereine e. V. Ergänzende Erläuterungen Seite 5 8. Kooperationen laufend Das Aktivbüro wurde aktives Mitglied des Karlsruher Bündnisses für Familien und beteiligte sich an den Arbeitskreisen Familien und Migration sowie Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung. Es unterstützt die Partnerschaft der Stadt Karlsruhe mit UNICEF, in dem es die Meile des Engagements unter das Motto Kinderfreundlichkeit stellt und UNICEF in diesem Rahmen eine Plattform bietet. Beschluss: Antrag an den Hauptausschuss Der Hauptausschuss nimmt vom Jahresbericht 2009 des Aktivbüros des Amts für Stadtentwicklung zustimmend Kenntnis. Hauptamt - Sitzungsdienste - 26. April 2010