Hortplätze in Karlsruhe – Ausbaubedarf für 2010
| Vorlage: | 24368 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 23.02.2010 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Beiertheim-Bulach, Grünwinkel, Neureut, Oberreut, Südweststadt, Waldstadt |
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Extrahierter Text
BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 22.06.2010 öffentlich Dez. 3 Hortplätze in Karlsruhe – Ausbaubedarf für 2010 Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Jugendhilfeausschuss 03.03.2010 4 Personalausschuss 15.06.2010 Gemeinderat 22.06.2010 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Jugendhilfe- und Personalausschuss, die Mittel zur Erweiterung des Hortangebots für Schulkinder im Umfang von ca. 70 Plätzen be- reitzustellen und die notwendigen 3,7 Planstellen für die städtischen Horte zu genehmigen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) 48.990 € (freie Träger) 169.357 € (städt. Träger einschl. Sachkosten) 43.700 € (städt. Träger) (Landeszuschuss und Elternbeiträge) 48.990 € 169.357 € 51.575 € (freie Träger) 185.800 € (städt. Träger) Die Gesamtaufwendungen im Jahr 2010 betragen 176.347 €. Durch Umschichtungen im Sozialbereich können davon 82.120 € finanziert werden; 94.227 € werden aus nicht benötigten Mitteln für Kita-Projekte finanziert. Karlsruhe Masterplan 2015 – relevant nein ja Handlungsfeld: Bildung und Betreuung Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Auftrag und Ziel Der Gemeinderat hatte im Rahmen des Nachtragshaushalts 2008 die Verwaltung beauftragt, die Frage des weiteren Bedarfs an Schulkindbetreuungsangeboten vertieft zu untersuchen. Die Ergebnisse wurden im Rahmen des Doppelhaushalts 2009/2010 zusammen mit einer Ausbauliste vorgelegt. Generelle Zielsetzung der Stadt Karlsruhe ist es, für Eltern ein bedarfsgerechtes Angebot für Kinder im Vorschulalter und Schulalter zu schaffen. Die Erarbeitung und Umsetzung eines solchen durchgängigen Konzepts von Jugendhilfe und Schule wurde im Masterplan veran- kert. 2. Entwicklung in den letzten Jahren Parallel zum Ausbau und der Erweiterung der Öffnungszeiten in Kindertageseinrichtungen erfolgte in den letzten Jahren ein Ausbau an Plätzen in Horteinrichtungen. 04/05 05/06 06/07 07/08 08/09 09/10 0 2.000 4.000 6.000 8.000 10.000 Gegenüberstellung Grundschulkinder, Ganztagsangebot (Hort und Kita) Ho rtplätzeKita-GT-P lätze 3-6-JährigeGrundschulkinder Hort plät ze 1.2201.2711.3851.5871.8222.054 Kit a-GT-Plät ze 3-6-Jährige 1.2931.5381.6611.9342.2022.237 Grundschulkinder 9.0939.1779.1989.1278.8548.716 04/ 0505/ 0606/ 0707/ 0808/ 0909/ 10 Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Anzahl Grundschulkinder ging zurück, der Hortbedarf stieg. Jahr Grundschulkinder (Stat. Jahrbuch) Hortplätze Kapazität Quote (bezogen auf Grundschulkinder) 2004/05 9.093 Kinder 1.220 Plätze 13,4 % 2005/06 9.177 Kinder 1.271 Plätze 13,9 % 2006/07 9.198 Kinder 1.385 Plätze 15,1 % 2007/08 9.127 Kinder* 1.587 Plätze 17,4 % 2008/09 8.854 Kinder* 1.822 Plätze 20,6 % 2009/10 8.716 Kinder* 2.054 Plätze 23,6 % *ohne private Schulen Parallel zum Ausbau der Angebote der Jugendhilfe wurden durch das Schul- und Sportamt weitere Gruppen der Ergänzenden Betreuung an Grundschulen eingerichtet und neue flexib- le Nachmittagsbetreuungen durch die Kinder-Stadtkirche und Klever angeboten. 3. Aktueller Stand Einrichtungen Anzahl %-Anteil 42 Horteinrichtungen insgesamt 2.054 Plätze Grundschulkinder (Schj. 2009/10) 8.716 Kinder 100 % Hortbelegung Grundschulkinder (tatsächliche Belegung Schj. 2009/2010) 1.864 Kinder 21,4 % (bez. auf 1. - 4. Klasse) 3 Ganztagsgrundschulen 207 Kinder 2,4 % Ergänzende Betreuung (bis 13:00 Uhr bzw. 14:00 Uhr) an 39 Schulen (96 Gruppen) 2.200 Kinder 25,3 % Angebot Grundschulkinder insgesamt 4.461 Kinder 51,2 % zum Vergleich Kindergartenbereich: Ganztagsplätze verlängerter Vormittag 2.237 Plätze 4.022 Plätze (bez. auf 3 Jg. 5 Mon./95%) 29,1% 52,3% Angebot insgesamt 6.259 Plätze 81,4 % Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Jugendhilfeeinrichtungen nach Trägerschaft Kapazität 42 Horteinrichtungen insgesamt 2.054 Plätze (100 %) 28 in städtischer Trägerschaft davon 4 Delegationen an Stadtjugendausschuss e. V. 1.479 Plätze (72%) 14 in freier Trägerschaft davon 4 Kitas mit altersgemischten Gruppen (Kinder von 3 – 10 Jahren) 575 Plätze (28 %) Weitere Angebote, nicht über die Jugendhilfe finanziert Kinder Schulkindbetreuung im Rahmen der Schule Hort an der Waldorfschule und Angebot an der Europäischen Schule Keine Angaben Flexible Nachmittagsbetreuung* Landesförderung: jährlicher Höchstbetrag 4.125 € (pro Schuljahr 275 € pro Wochenstunde/max. 15 Std. wöchentlich) Kinder- Stadtkirche an 15 Schulen 10 Grund- u. Hauptschulen, 4 Gymnasien, 1 Förderschule Finanzierung: Landeszuschuss (s. o) und Elternbeitrag 481 Kinder Klever an 4 Schulen Grund-, Hauptschule, Gymnasium, Förderschule Finanzierung: Landeszuschuss (s. o) und Elternbeitrag 105 Kinder Flexible Nachmittagsbetreuung gesamt 586 Kinder *Angebot: Betreuungszeiten 15-25 Stunden wöchentlich/keine Betriebserlaubnis des Landes- jugendamts, keine Fachkräfte erforderlich, keine festgelegten Gruppengrößen. Ergänzende Erläuterungen Seite 5 4. Handlungsbedarf und Lösungen Der weitere Ausbau von Ganztagsgrundschulen und Ganztagswerkrealschulen sowie Ange- boten an weiterführenden Schulen hat Einfluss auf den zukünftigen Hortbedarf. Gleichzeitig setzt sich der verstärkte Nachfragetrend fort. Hierzu ist ein Gesamtkonzept der Schulkindbetreuung zu entwickeln. Mehr als die Hälfte der Hortplätze ist zurzeit mit Kindern der 1. und 2. Klasse belegt. In den kommenden Schuljahren werden deshalb weniger Plätze frei und es wird in einigen Horten Engpässe geben. Aufteilung der betreuten Schulkinder nach Klassen 1-7 1. Klasse 29% 3. Klasse 22% 4. Klasse 17% 5. Klasse 5% 6. Klasse 3% 7. Klasse 1% 2. Klasse 23% 1. Klasse 2.Klasse3. Klasse4. Klasse5. Klasse6. Klasse7. Klasse Konkrete Ausbauprojekte 2010 Hortgruppe an der Schillerschule Die Außengruppe des Schülerhorts Frühlingstraße ist in einem Schulraum unterge- bracht. Mit der Einrichtung der Werkrealschule wird dieser Raum voraussichtlich im nächsten Schuljahr 2010/11 benötigt. Momentan gibt es für die Verlagerung der Hortgruppe keine Lösung zum Schuljahr 2010/11. Ergänzende Erläuterungen Seite 6 Nachmittagshort an der Südendschule Um in der Südweststadt ein adäquates Angebot der Schulkindbetreuung für berufstä- tige Eltern zu sichern, wurden inzwischen alle vier Gruppen der Elterninitiative als Nachmittagshortgruppe mit ganzjähriger Öffnungszeit (jährlich nur drei Wochen Schließzeit) eingerichtet und analog der Schülerhorteinrichtungen freier Träger bezu- schusst. Im Sommer werden 15 Hortplätze frei; schon jetzt stehen 37 Kinder auf der Wartelis- te. Die Elterninitiative lehnt eine Erweiterung auf 5 Gruppen ab. Mit ein Grund ist die räumliche Situation. Der Hort benutzt zurzeit alle Räume des neu gebauten Pavillons. Ein Teil der Räume wird zeitweise für den Unterricht benötigt. Die Südendschule hat steigende Schülerzahlen und wird Werkrealschule. Offen ist, wann ein Teil der Räu- me ständig für den Schulbedarf benötigt wird. Lösung: Erweiterung des städtischen Schülerhorts in Beiertheim. Hier werden zum neuen Schuljahr 2010/11, im September 2010 zwei Hauptschulräume frei. Nachmittagshort an der Gartenschule Das Angebot der Elterninitiative Gartenschule begann bisher im Anschluss an die Ergänzende Betreuung (EB) mit einem Mittagessen. Inzwischen wird auf Antrag der Schule, die Ergänzende Betreuung bis 14:00 Uhr mit Mittagessen vom Schul- und Sportamt organisiert und finanziert (Beschluss des Gemeinderats). Bedarf besteht für eine weitere Nachmittagsbetreuungsgruppe bis 17:00 Uhr. Die Elterninitiative hat ei- ne Ausweitung um eine Gruppe abgelehnt. Es wird deshalb vorgeschlagen, das Stundenkontingent einer der EB-Gruppen mit Mittagessen um 3 Stunden, bis 17:00 Uhr, aufzustocken. In der nachfolgenden Ausbauliste werden die Erweiterungen in städtischer Trägerschaft und in freier Trägerschaft getrennt aufgeführt. Ergänzende Erläuterungen Seite 7 4.1 Erweiterungen Einrichtungen in städtischer Trägerschaft Stadtteil/ Horteinrichtung Bedarf für neue Gruppen Lösung Per- sonal- stellen Personal- kosten jährlich € Erstaus- stattung € Inventar € Personal- kosten 2010 5 Monate € Umbau- Kosten 2010/11 € Grünwinkel/ Koelreuter Str. 10 Kinder 0,5 Gruppe* Freie Schulräume und Küche vorhan- den. 0,8 40.200 900 14.300 (Küchenzeile) 16.750 wird geprüft Waldstadt/ Hort Ernst-Reuter- Schule 10 Kinder 0,5 Gruppe Übergangsweise in vorhandenen Räumen 0,8 40.200 900 6.500 16.750 keine Oberreut, Hort an der Anne- Frank-Schule 10 Kinder 0,5 Gruppe Übergangsweise in vorhandenen Räumen 0,8 40.200 900 6.500 16.750 keine Beiertheim/ Breite Str. 90 20 Kinder 1 Gruppe (siehe 4.2 Südendschule) Freie Hauptschul- räume 1,3 65.200 6.940 13.000 27.167 wird geprüft Gesamt 50 Kinder 3,7 185.800 9.640 40.300 77.417 Ergänzende Erläuterungen Seite 8 4.2 Erweiterungen Einrichtungen in freier Trägerschaft Stadtteil/ Horteinrichtung Bedarf für neue Gruppen Lösung Per- sonal- stellen Personal- kosten- zuschuss jährlich € Erstaus- stattung € Inventar € Personal- kosten 2010 5 Monate * € Umbau- kosten 2010/11 € Südweststadt/ Elternini. der Südendschule 20- 25 Kinder 1 Gruppe (siehe 4.1 Erweite- rung städt. Hort Beiertheim) Elternini. lehnt Er- weiterung ab. -- 24.000 (3 x 8.000) Anpassung Zuschuss 3 Nachmit- tagshort- gruppen ----- ------ 24.000** Neureut/ Waldschule 20 Kinder 1 Gruppe Übergangsweise in vorhandenen Räumen 1,3 27.575 ----- 13.500 11.490 keine Gesamt 20 Kinder 1,3 51.575 13.500 35.490 keine * Anteilige Personalkosten Erweiterung Hort an der Waldschule für 2010: 5 Monate ** Anpassung Personalkostenzuschuss „Hort an der Südend- schule“ für 12 Monate. Erläuterung: Um in der Südweststadt ein adäquates Angebot der Schulkindbetreuung mit ganzjähriger Öffnungszeit für berufstätige Eltern zu sichern, wurden inzwischen alle Gruppen der Elterninitiative an der Südendschule als Nachmittagshortgruppe (jährlich nur drei Wochen Schließzeit) eingerichtet und analog der Schülerhorteinrichtungen freier Träger bezuschusst. Im Gegensatz zu anderen Elterninitia- tiven an Schulen hat die Elterninitiative an der Südendschule die „Ergänzende Betreuung“ mit übernommen, die Hortbetreuung beginnt um 12:00 Uhr. Ergänzende Erläuterungen Seite 9 Beschluss: I. Antrag an den Gemeinderat/Ausschuss Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im Jugendhilfe- und Personalausschuss, die Mittel zur Erweiterung des Hortangebots für Schulkinder im Umfang von ca. 70 Plätzen be- reitzustellen und die notwendigen 3,7 Planstellen für die städtischen Horte zu genehmigen.
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