Anfrage StRn Zürn, StR Fostiropoulos (Die Linke): Kunst am Bau - neue Leuchtschrift am Lessing-Gymnasium
| Vorlage: | 24357 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 22.02.2010 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom 26.01.2010 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 8. Plenarsitzung Gemeinderat 02.03.2010 293 30 öffentlich Kunst am Bau - neue Leuchtschrift am Lessing-Gymnasium 1. Ist der Stadtverwaltung bekannt, dass die neue Leuchtschrift am Lessing- Gymnasium – ein von der Kunstkommission beschiedenes Kunst-am-Bau- Projekt – beim Lehrkörper wie unter der Schülerschaft auf nicht geringe Ablehnung stößt (so wurden über 200 Unterschriften dagegen gesammelt)? 2. Ist der Stadtverwaltung bekannt, dass die Leuchtschrift unter anderem als Energieverschwendung kritisiert wird, und dass deren Illumination aufgrund von Nachbarschaftsprotesten zwischen 21.00 Uhr abends und 06.00 Uhr morgens untersagt wurde? 3. Ist der Stadtverwaltung bekannt, dass die Schulleitung an die Kunstkommission herangetreten ist, um in Bezug auf die Leuchtschrift im Dialog eine Lösung zu finden? 4. Wird die Stadtverwaltung den Dialog zwischen Kunstkommission und Schule diesbezüglich unterstützen? Die neue Leuchtschrift, der Namenszug des Lessing-Gymnasium an der Frontseite des Schulgebäudes, ist seitens des Lehrkörpers wie der Schüler/-innen vielfacher Kritik ausgesetzt. Die Schulleitung des Lessing-Gymnasiums hat der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat Kenntnis davon gegeben und wünscht eine Lösung im Dialog. Kunst-am-Bau-Projekte sollten im Konsens mit den jeweiligen Gebäudenutzern und Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ -nutzerinnen realisiert werden. Der vom Lessing-Gymnasium gewünschte Dialog sollte mit dem Ziel, einen Konsens zu erzielen, aufgenommen und von der Stadtverwaltung konstruktiv unterstützt werden. unterzeichnet von: Sabine Zürn Niko Fostiropoulos Hauptamt - Sitzungsdienste - 19. Februar 2010
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Extrahierter Text
STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom: 26.01.2010 eingegangen: 28.01.2010 Gremium: 8. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 02.03.2010 293 30 öffentlich Dez. 2 Kunst am Bau - neue Leuchtschrift am Lessing-Gymnasium 1. Ist der Stadtverwaltung bekannt, dass die neue Leuchtschrift am Lessing- Gymnasium – ein von der Kunstkommission beschiedenes Kunst-am-Bau- Projekt – beim Lehrkörper wie unter der Schülerschaft auf nicht geringe Ab- lehnung stößt (so wurden über 200 Unterschriften dagegen gesammelt)? Der Verwaltung ist bekannt, dass die Leuchtschrift am Lessing-Gymnasium bei der Schulleitung sowie teilweise im Kollegium wie in der Schülerschaft auf Kritik stößt. 2. Ist der Stadtverwaltung bekannt, dass die Leuchtschrift unter anderem als Energieverschwendung kritisiert wird, und dass deren Illumination aufgrund von Nachbarschaftsprotesten zwischen 21.00 Uhr abends und 06.00 Uhr mor- gens untersagt wurde? Der Verwaltung ist bekannt, dass Anwohner des Gutenberg-Platzes gegen die Leuchtschrift an der Schulfassade protestierten, da sie sich nachts in ihrer Woh- nung durch die zusätzliche Lichtquelle belästigt fühlten. Daraufhin erfolgte eine Nachtabschaltung zwischen 21 und 6 Uhr, obwohl dies aus nachbarrechtlichen Gründen nicht erforderlich gewesen wäre. 3. Ist der Stadtverwaltung bekannt, dass die Schulleitung an die Kunstkommis- sion herangetreten ist, um in Bezug auf die Leuchtschrift im Dialog eine Lö- sung zu finden? 4. Wird die Stadtverwaltung den Dialog zwischen Kunstkommission und Schule diesbezüglich unterstützen? Die Schulleitung war in den Entscheidungsprozess um die künstlerische Gestaltung im Rahmen des Bauprojektes am Lessing-Gymnasium einbezogen. Sie war in der Kunstkommission nicht stimmberechtigt, konnte jedoch ihre Argumente in die Dis- kussion einbringen. Die Schulleitung favorisierte zwei andere künstlerische Gestal- tungsentwürfe, hatte jedoch keine grundsätzlichen Bedenken gegen die Gestal- tungsvorschläge der Künstlerin Antoanetta Marinov, die sich in ihren Beiträgen mit dem Thema „Alt und Neu“/„Innen und Außen“ auseinandersetzte. Auf besonderen Wunsch der Schulleitung verzichtete die Kunstkommission auf die Realisierung zweier Teilprojekte der Künstlerin: auf ein Geländer entlang der So- phienst- raße sowie aus Platzgründen auf die Aufstellung zweier Findlinge im Innen- und Außenraum des Neubaus. Seite 2 Die Kunstkommission stimmte dem Gestaltungsvorschlag von Antoanetta Marinov mit den genannten Einschränkungen ohne Gegenstimme zu. Im Rahmen der Umsetzung der Leuchtschrift äußerte die Denkmalpflege des Re- gierungspräsidiums Bedenken hinsichtlich der beabsichtigten Platzierung des Schriftzuges an der Schulfassade zur Sophienstraße. In einem Vor-Ort-Termin im Beisein des Leiters der Denkmalpflege wie der Schulleitung am 11. Dezember 2008 wurde eine Lösung gefunden, die sowohl die Denkmalpflege als auch die Schullei- tung akzeptieren konnte. Zur besseren Beurteilung war eigens ein textiles Modell mit dem Schriftzug in Originalgröße angefertigt und angebracht worden, auf eine Probe der Leuchtschrift musste aus Kostengründen verzichtet werden. Auswahl der künstlerischen Gestaltung und deren Realisierung sind im Dialog mit der Schulleitung erfolgt. Die Verwaltung ist gerne bereit, die Schulleitung bei der Vermittlung des realisierten Gestaltungsvorschlags in die Schülerschaft hinein zu unterstützen. Hinsichtlich einer Änderung der von der Kunstkommission einstimmig beschlossenen künstlerischen Gestaltung besteht für die Verwaltung jedoch kein Handlungsspielraum. Die Kunstkommission wurde in ihrer Sitzung am 17. Dezember 2009 über die Kritik an der Leuchtschrift unterrichtet; sie signalisierte, ihre künstlerische Entscheidung nicht in Frage zu stellen.