Eintrittspreiserhöhung im Zoologischen Stadtgarten
| Vorlage: | 23892 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 07.12.2009 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 6. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 15.12.2009 204 25 öffentlich Dez. 6 Eintrittspreiserhöhung im Zoologischen Stadtgarten Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Ausschuss für öffentliche Einrichtungen 22.10.2009 1 Vorberatung Hauptausschuss 08.12.2009 19 Gemeinderat 15.12.2009 25 Antrag an den Gemeinderat Um beim Zoologischen Stadtgarten mit der allgemeinen Kostenentwicklung Schritt halten zu können, aber auch um für die Zielgruppen Familie, Schülerinnen- und Schüler als auch Stu- dierende Anreize zu schaffen, beschließt der Gemeinderat zum 01.01.2010: A. eine Anhebung der Preise für Tages- und Jahreskarten B. die Einführung einer „Kleingruppenkarte“ C. eine Differenzierung der Struktur für ermäßigte Eintritte D. die Aufnahme der Gondolettafahrten in die Jahreskarten A, B und C zur einjährigen Erprobung Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) zusätzliche Einnah- men von ca.: € 365.000 (€ 345.000 * Punkt C) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Zu A. Anhebung der Preise für Tages- und Jahreskarten (Anlage 1) Die letzte Eintrittspreiserhöhung wurde für Tageskarten zum 01.01.2007, für Jahreskarten zum 01.03.2003 vorgenommen. Auf den sonst üblichen zweijährigen Turnus bei der Anpassung der Eintrittsentgelte für Ta- geskarten wurde wegen der Baumaßnahmen für den Lebensraum Wasser zunächst verzich- tet. Entgegen der Annahmen konnte die Besucherzahl im Jahr 2008 (997.973 Gäste) trotz der starken Beeinträchtigungen im Zentrum des Zooareals gegenüber dem Vorjahr (970.078 Gäste) geringfügig gesteigert werden. Rückmeldungen aus den unterschiedlichsten Gruppierungen ergaben eine grundsätzlich positive Einstellung gegenüber der Zooentwicklung und den geplanten Ausbaumaßnahmen. So verfolgen viele Zoogäste mit großem Interesse den Fortgang auf den Baustellen. Die Kommunikation der Baufortschritte mit Hilfe der Medien und auch bei Führungen sowie die umfangreichen Informationstafeln vor Ort etc. erwiesen sich dabei als förderlich. Berücksichtigt man die Aussagen in der „Expertise zur Entwicklung des Zoologischen Gar- tens der Stadt Karlsruhe“ von Herrn Dr. Ulrich Schürer, Stadt Wuppertal (vorgestellt im AföE 2005) zu Kosten und Marketing, kann die Besucherzahl nach Investitionen auch bei höheren Preisen dauerhaft auf dem bisherigen Niveau gehalten werden. Der Karlsruher Zoo liegt seit Jahren im Vergleich mit anderen Zoologischen Gärten im unte- ren Preisniveau (s. Karlsruhe aktuell: in der Anlage 2). Auch im Vergleich mit den Einrich- tungen der Nachbarschaft Stuttgart, Heidelberg und Landau hat Karlsruhe inzwischen die günstigsten Eintrittsentgelte. Nachdem nun die neuen Anlagen für Seelöwen und Pinguine eröffnet sind und um mit der Kostenentwicklung Schritt halten und den Kostendeckungsgrad weiter verbessern zu kön- nen, schlägt das Bürgermeisteramt eine maßvolle Erhöhung der sehr niedrigen Eintrittsprei- se zum 01.01.2010 vor. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre (2006 -2008) betrug die Anzahl der verkauften Ta- geskarten 351.786 mit einer jährlichen Einnahme von ca. 1.682.838,50 Mio. €. Die Preise für Jahreskarten wurden den Tageseintrittsentgelten entsprechend angepasst, damit - wie bisher - eine Vergünstigung mit dem fünften Besuch der Anlage gegeben ist. Im Durch- Ergänzende Erläuterungen Seite 3 schnitt der letzten drei Jahre betrug die Anzahl der verkauften Jahreskarten 13.276 mit einer jährlichen Einnahme von ca. 286.239,00 €. Auf dieser Basis ergeben sich Mehreinnahmen von 365.814,00 € (*ca.345.971 € Punkt C) (319.843,00 € bei den Tageskarten und 45.971,00 € bei den Jahreskarten). Zu B. Einführung einer „Kleingruppenkarte“ (Anlage 1) Der Zoologische Stadtgarten zählt mit seiner Preisgestaltung zu einer der familien- freundlichsten Einrichtungen in der Region. Durch folgende Regelungen können ca. 250.000 Kinder im Jahr den Zoologischen Stadtgarten kostenlos besuchen: - freier Eintritt für Kinder unter 6 Jahren - soziale Regelung im Rahmen des „Karlsruher Kinderpasses“ - „verdeckte Familienkarte“ (Eltern oder ein Elternteil entrichten lediglich einen Kin- dertageseintritt, bereits das zweite und alle weiteren kostenpflichtigen, eigenen Kinder haben freien Eintritt) Die zuletzt genannte Vergünstigung, die auf die typische Kleinfamilie zugeschnitten ist, können Großeltern und andere betreuende Erwachsene, bisher nicht in Anspruch nehmen. An den Eingangskassen führt dieser Umstand immer wieder zu langen Diskussionen und in der Folge zu Einlassverzögerungen. Darüber hinaus ist Missbrauch hier unvermeidbar. Da- her schlägt das Bürgermeisteramt die Einführung einer Kleingruppenkarte vor. Es ist davon auszugehen, dass sich der Nutzerkreis der neuen Kleingruppenkarten gegen- über der bisher genutzten „verdeckten Familienkarte“ deutlich erhöht, da nun die Familien- zugehörigkeit (eigene Kinder) nicht mehr Voraussetzung für die Vergünstigung ist. Hier- durch entstehende Einnahmeverluste können durch den Preisaufschlag von 1,00 € pro Kleingruppenkarte aufgefangen werden. Zu C. Differenzierung der Struktur für ermäßigte Eintritte Die Besucherzahl der Zielgruppen Schüler über 15 Jahre und Studenten ist in den letzten Jahren rückläufig. Aufgrund häufiger Anfragen bezüglich des im Vergleich zu anderen ähnli- chen Einrichtungen hohen Preisniveaus für diese Zielgruppen schlägt das Bürgermeisteramt vor, das Eintrittsentgelt für die oben genannten bei 4,50 € zu belassen (s. Anlage 1). Legt man hier ein Drittel der Gesamtzahl von Begünstigten (durchschnittlich 59.400 ermäßigte Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Erwachseneneintritte) zugrunde, ist von der Summe der Einnahmen (319.843,00 €) circa 19.800,00 € in Abzug zu bringen. Das zoopädagogische Führungsangebot wird von Schulklassen mit Schülern über 15 Jahren kaum wahrgenommen, da diese im Klassenverband den ermäßigten Eintrittspreis für Er- wachsene von 4,50 € entrichten müssen, wohingegen Schülergruppen unter 15 Jahren le- diglich 1,00 € im Klassenverband bezahlen. Im Sinne der Gleichbehandlung von Schulklas- sen schlägt das Bürgermeisteramt hier ein Eintrittsentgelt von 2,00 € vor und das Alter bei der Ermäßigung des Tageseintrittspreises für Schüler im Klassenverband nicht zu begren- zen. Zu D: Aufnahme der Gondolettafahrten in die Jahreskarten A, B und C zur einjährigen Er- probung Im Sinne einer verbesserten Auslastung der Gondoletta wird vorgeschlagen, das bestehen- de Jahreskartenangebot probeweise für ein Jahr mit einer „Flatrate“ für Gondolettafahrten zu erweitern. An besucherstarken Tagen könnte sich durch einen geringeren Einzelkartenver- kauf so die Situation an den Eingangskassen entspannen. Unter Berücksichtigung, dass die Gondolettaanlage saisonal von Ostern bis Mitte Oktober in Betrieb ist, wird eine Preisgestaltung wie folgt vorgeschlagen: Gondoletta Jahreskarte = Jahreskarte Plus Preis für „Flatrate“ Preis ab 2010 A Erwachsene 14 € + 30 € = 44 € B Rentner, Pensionäre, Schwerbehinderte, 9 € + 20 € = 29 € Schüler über 15 Jahre, Studenten, Zivil- und Grundwehrdienstleistende C Kinder (6 – 15 Jahre) 6 € + 15 € = 21 € Ergänzende Erläuterungen Seite 5 Prüfung im Auftrag des AföE vom 22.10.2009: Einführung einer Jahreskarte für Karlsruher Familien mit der Möglichkeit den Zoologischen Stadtgarten auch als Einzelperson besuchen zu können Bereits in den Jahren 1995 bis 2001 hatte der Zoologische Garten die Familienjahreskarten jedoch ohne Nutzungsbeschränkung im Angebot (Familienjahreskarte A =1 Elternteil mit eigenen Kindern zum Preis von 60 DM, Familienjahreskarte B = Eltern mit eigenen Kindern zum Preis von 100 DM). Mit der geringen Nachfrage von 1,5 % stand dieses Angebot in keinem Verhältnis zu dem relativ hohen Beratungs- und Kontrollaufwand und wurde daher 2001 im Rahmen der Über- arbeitung des Eintrittspreisgefüges aus dem Programm genommen. Um einen möglichst zügigen Ablauf an den Kassen zu gewährleisten, hatte das neue Preisgefüge wenige, gut überschaubare kinder- und familienfreundliche Angebote zum Ziel. So betrug im Jahr 2008 die Anzahl der freien Eintritte mit ca. 550.000 bezogen auf eine 1 Million Besucher 55 %. Kinder im Alter bis zu 15 Jahren konnten sogar mehr als 80 % die Anlage kostenfrei besu- chen (siehe hierzu auch Punkt B der Vorlage für den Hauptausschuss). Aufwand und Ertrag beim Verkauf von Jahreskarten: Die durchschnittlichen Kosten für die Erstausgabe einer Jahreskarte belaufen sich auf ca. 7,00 € pro Person. Bei der Ausgabe von Einzelausweisen für 4-5 Familienmitglieder muss der Aufwand für eine Jahreskarte für die Karlsruher Familie etwa mit 30 € berechnet werden. In Anlehnung an die Preise der ehemaligen Familienjahreskarten A + B muss die neue Jah- reskarte mit 70 € angesetzt werden. Durch die Ausstellung zusätzlicher Einzelausweise be- trägt der Erlös gegenüber der ehemaligen Familienjahreskarte lediglich nur noch ca. 57 %. Derzeit liegt der Personalaufwand für die Ausstellung von Jahreskarten (14.000) bei einem Anteil von ca. 7 % der Gesamtstunden (ca. 11.000 Stunden pro Jahr) im Kassenbereich. Der Mehraufwand (Ausstellung von Einzelausweisen pro Familienmitglied) für das Familienjah- reskartenangebot kann erfahrungsgemäß nicht während der regulären Kassenstunden auf- gefangen werden, da sich die Kartenausgabe nicht auf „Regentage“ beschränkt. Daher muss mit zusätzlichem Personaleinsatz gerechnet werden. Ergänzende Erläuterungen Seite 6 Das Anliegen des AföE, Vergünstigungen besonders für Karlsruher und Karlsruherinnen in das Angebot aufzunehmen, wirkt sich bereits in der Wiedereinführung des Karlsruher Pas- ses bei gleichzeitiger Beibehaltung des Karlsruher Kinderpasses aus. Von einer damit ver- bundenen deutlichen Steigerung der kostenfreien Besuche des Zoologischen Stadtgartens ist auszugehen. Die seit 2001 relativ übersichtliche Eintrittspreisgestaltung wird durch die Aufnahme der bei- den Kleingruppenkarten sowie der sechs Preiskategorien für die Gondoletta-Flatrate in das Angebot ohnehin strapaziert. Bisher gemachte Erfahrungen mit einem zu differenzierten Angebot zeigen, dass die Beratungszeit beim Kartenkauf zunimmt und häufig zu Besucher- schlangen an den Kassen führt. Daher wird dringend von der Einführung weiterer Kartenkategorien abgeraten. Sollte eine solche Karte eingeführt werden, wären 70,00 € festzusetzen. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat beschließt nach Vorberatung im AföE und im Hauptausschuss zum 01.01.2010: A. eine Anhebung der Preise für Tages- und Jahreskarten B. die Einführung einer „Kleingruppenkarte“ C. eine Differenzierung der Struktur für ermäßigte Eintritte D. die Aufnahme der Gondolettafahrten in die Jahreskarten A, B und C zur ein- jährigen Erprobung Hauptamt - Sitzungsdienste - 4. Dezember 2009
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