Anfrage SPD: Kapazitäten an den beruflichen Gymnasien in Karlsruhe

Vorlage: 23636
Art: Beschlussvorlage
Datum: 09.11.2009
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 17.11.2009

    TOP: 24

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • SPD-Berufliche Gymnasien
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Ute Müllerschön (SPD) Stadträtin Yvette Melchien (SPD) vom 22. September 2009 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 4. Plenarsitzung Gemeinderat 17.11.2009 162 27 öffentlich Kapazitäten an den beruflichen Gymnasien in Karlsruhe 1. Wie viele Bewerbungen lagen für die drei Karlsruher beruflichen Gymnasien zum Schuljahr 2009/2010 vor, aufgeschlüsselt nach dem EG, TG und WG? 2. Wie hat sich die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber in den vergangenen vier Jahren entwickelt? 3. Welche Karlsruher beruflichen Gymnasien beabsichtigen bzw. haben einen Antrag auf Errichtung eines neuen gymnasialen Zuges gestellt und haben alle Anträge Berücksichtigung gefunden? 4. Ist sichergestellt, dass allen Realschülerinnen und Realschülern, die nach Abschluss von Klasse 10 die formalen Voraussetzungen erfüllen, auch tatsächlich auf ein berufliches Gymnasium wechseln können? Mussten Bewerberinnen und Bewerber in den vergangenen vier Jahren abgelehnt werden und wenn ja, wie viele im EG, TG und WG. 5. Wurden Mehrfachbewerbungen festgestellt? Wenn ja, wie viele? 6. An welchen beruflichen Gymnasien ist noch Raum für zusätzliche Klassen vorhanden bzw. an welchen Schulen gibt es bauliche Erweiterungsmöglichkeiten? 7. Wie viele Fehlstunden gibt es an den beruflichen Gymnasien? 8. Wie viel Schülerinnen und Schüler wechseln seit Einführung des G8 von allgemeinbildenden Gymnasium zu beruflichen Gymnasien? Der SPD-Fraktion liegen Informationen vor, denen zufolge vielen Schülerinnen und Schülern der Wechsel auf ein berufliches Gymnasium verwehrt wurde, obwohl die erforderlichen formalen Voraussetzungen vorlagen. Durch G8 wird der Druck auf die beruflichen Gymnasien weiter zunehmen. unterzeichnet von: Doris Baitinger Ute Müllerschön Yvette Melchien Hauptamt - Sitzungsdienste - 6. November 2009 Sachverhalt / Begründung:

  • TOP 27
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Ute Müllerschön (SPD) Stadträtin Yvette Melchien (SPD) vom: 22.09.2009 eingegangen: 24.09.2009 Gremium: 4. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 17.11.2009 162 27 öffentlich Dez. 3 Kapazitäten an den beruflichen Gymnasien in Karlsruhe 1. Wie viele Bewerbungen lagen für die drei Karlsruher beruflichen Gymnasien zum Schul- jahr 2009/2010 vor, aufgeschlüsselt nach dem EG, TG und WG? Für das Schuljahr 2009/10 lagen folgende Bewerbungen vor: Ernährungswissenschaftliches Gymnasium: 95 Schülerinnen und Schüler Biotechnologisches Gymnasium: 40 Schülerinnen und Schüler Technisches Gymnasium : 118 Schülerinnen und Schüler Wirtschaftsgymnasium: 288 Schülerinnen und Schüler 2. Wie hat sich die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber in den vergangenen 4 Jahren entwickelt? Beim Ernährungswissenschaftlichen und beim Wirtschaftsgymnasium hat sich die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber in den letzten vier Jahren auf gleichem Niveau bewegt. Beim Technischen Gymnasium ist folgende Entwicklung zu verzeichnen: Schuljahr 2006/07 101 Schülerinnen und Schüler Schuljahr 2007/08 156 Schülerinnen und Schüler Schuljahr 2008/09 149 Schülerinnen und Schüler Schuljahr 2009/10 118 Schülerinnen und Schüler 3. Welche Karlsruher beruflichen Gymnasien beabsichtigen bzw. haben einen Antrag auf Errichtung eines neuen gymnasialen Zuges gestellt und haben alle Anträge Berück- sichtigung gefunden? Elisabeth-Selbert-Schule Antrag auf Einrichtung eines biotechnologischen Gymnasiums wurde vom Regierungs- präsidium Karlsruhe zunächst auf 3 Jahre befristet und eine Klasse pro Jahrgang genehmigt. Carl-Engler-Schule Antrag auf Einrichtung einer vierten Klasse mit dem Profil „Technik und Management“ wurde vom Regierungspräsidium Karlsruhe abgelehnt. Friedrich-List-Schule Die Friedrich-List-Schule hat Interesse an der Einrichtung eines Gymnasiums „Informatik und Wirtschaft“ in Form eines Schulversuches. Seite 2 4. Ist sichergestellt, dass allen Realschülerinnen und Realschülern, die nach Abschluss von Klasse 10 die formalen Voraussetzungen erfüllen, auch tatsächlich auf ein berufliches Gymnasium wechseln können? Mussten Bewerberinnen und Bewerber in den vergangenen vier Jahren abgelehnt werden, und wenn ja, wie viele im EG, TG und WG? Elisabeth-Selbert-Schule Nein, es ist nicht sichergestellt. Erfahrungsgemäß bekommen Schülerinnen und Schüler mit einem Durchschnitt aus Mathematik, Deutsch und Englisch von 2,7 auf jeden Fall einen Schulplatz. Carl-Engler-Schule Durch Absagen und Nichterfüllung der Voraussetzungen im Abschlusszeugnis der Bewerberinnen und Bewerber kommt es zwangsläufig zu einem Nachrückverfahren für die Bewerberinnen und Bewerber, denen nach dem 1. März keine vorläufige Zusage erteilt werden konnte. Friedrich-List-Schule Der Übergang von der Realschule auf das Wirtschaftsgymnasium ist nicht immer gewähr- leistet. In der Regel ist an der Friedrich-List-Schule Karlsruhe ein Durchschnitt von 2, 6 not- wendig, um aufgenommen werden zu können. Formal reicht ein Durchschnitt von 3,0 in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. 5. Wurden Mehrfachbewerbungen festgestellt, wenn ja, wie viele? Elisabeth-Selbert-Schule Die Anmeldedaten der Karlsruher beruflichen Gymnasien werden an die Datenabgleichs- zentrale an der Bertha-von-Suttner-Schule Ettlingen übermittelt. Diese filtert die Doppel- bewerbung heraus und verteilt die Schülerinnen und Schüler nach Absprache an wohnort- nahe berufliche Gymnasien. Die Anzahl der Doppelbewerbungen entzieht sich deshalb unserer Kenntnis. Carl-Engler-Schule Ja, 23 Schülerinnen und Schüler Friedrich-List-Schule Ja. Die Zahl liegt bei rd. 50 Schülerinnen und Schülern. 6. An welchen beruflichen Gymnasien ist noch Raum für zusätzliche Klassen vorhanden bzw. an welchen Schulen gibt es bauliche Erweiterungsmöglichkeiten? Elisabeth-Selbert-Schule Raum für weitere Klassen ist an der Elisabeth-Selbert-Schule bei der derzeitigen Raum- situation nicht vorhanden. Anbau- oder Erweiterungsmöglichkeiten wären auf dem Gelände gegeben. Allerdings würde neben den baulichen Erweiterungen auch ein Ausbau der Lehrerressourcen not- wendig. Seite 3 Carl-Engler-Schule Die Zahl der Klassen im Technischen Gymnasium ist unabhängig von der Zahl der Bewerbungen auf 3 Klassen pro Jahrgang beschränkt. Friedrich-List-Schule Das Schulgebäude ist vollständig belegt. Die Klassenzimmer auf der Sporthalle könnten aufgestockt werden. 7. Wie viele Fehlstunden gibt es an den beruflichen Gymnasien? Elisabeth-Selbert-Schule In den Klassen des Ernährungswissenschaftlichen und Biotechnologischen Gymnasiums gibt es keine Fehlstunden durch fehlende Lehrerzuweisungen. Zu Unterrichtsausfällen kommt es nur durch Krankheit und Fortbildungsmaßnahmen der Lehrkräfte. Carl-Engler-Schule Im Schuljahr 2009/2010 fällt seit Beginn des Schuljahres in drei Klassen (= 12 Stunden) der Unterricht in Spanisch und in zwei Klassen der Unterricht in Wirtschaftslehre (= 4 Stunden) aus. Friedrich-List-Schule Die Unterrichtsversorgung liegt für das Schuljahr bei 91,7 % laut Plan, also ohne Fehlzeiten durch Krankheit oder sonstige Ausfälle (Fortbildungen, Studienfahrten, Schwangerschaften). Auch wurde eine Klasse der Berufsfachschule Wirtschaft weniger eingerichtet (ein- statt zweizügig) um die Überstunden für die Kolleginnen und Kollegen nicht noch mehr anwachsen zu lassen. 8. Wie viele Schülerinnen und Schüler wechseln seit Einführung des G8 von allgemein bildenden Gymnasien zu beruflichen Gymnasien? Elisabeth-Selbert-Schule 7 Schülerinnen und Schüler aus dem G 8, 8 Schülerinnen und Schüler aus dem G 9 Carl-Engler-Schule 1 Schüler aus dem G 8 Friedrich-List-Schule 6 Schülerinnen und Schüler aus dem G 8