Anfrage StRn Zürn, StR Fostiropoulos (Die Linke): Zusätzlicher Bedarf an Schulräumen, Schulbüchern und Lehrkräften sowie an Berufs- und Studienberatung für den doppelten Abiturjahrgang 2012

Vorlage: 23635
Art: Beschlussvorlage
Datum: 09.11.2009
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 17.11.2009

    TOP: 23

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Linke-Doppelter Abiturlehrgang
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom 22. September 2009 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: Plenarsitzung Gemeinderat 17.11.2009 161 26 öffentlich Zusätzlicher Bedarf an Schulräumen, Schulbüchern und Lehrkräften sowie an Berufs- und Studienberatung für den doppelten Abiturjahrgang 2012 1. Stehen für den doppelten Abiturjahrgang 2012 in den Karlsruher Gymnasien Schulräume zur Verfügung? a) In welchen Gymnasien ist mit zusätzlicher Raumknappheit zu rechnen? b) Was unternimmt die Stadtverwaltung, um das Raumangebot dem höheren Bedarf anzupassen? 2. Verfügen die Gymnasien über genügend Geldmittel, um den zusätzlichen Bedarf an Schulbüchern zu decken? a) An welchen Gymnasien sind finanzielle Engpässe abzusehen? b) Was unternimmt die Stadtverwaltung dagegen? 3. Verfügen die Gymnasien über genügend Deputatstunden, um den Unterrichtsaufwand abzudecken, der durch das gleichzeitige Abitur zweier Jahrgänge entstehen wird (der Klassenschlüssel liegt beim Kursunterricht mit 23 Schüler/-innen unter dem „normalen“ Schlüssel))? 4. An welchen Gymnasien und in welchen Fächern sind Engpässe abzusehen? a) Was wird die Stadt unternehmen, um die Engpässe zu kompensieren? 5. Wird es durch den Mehraufwand der Lehrkräfte, die die doppelten Abiturjahrgänge unterrichten zu mehr Unterrichtsausfall in den anderen Klassen kommen? a) Ist das bislang geprüft worden? b) Was wird die Stadtverwaltung unternehmen, um eine Steigerung möglicher Unterrichtsausfälle durch den Mehraufwand des doppelten Abiturjahrgangs 2012 in anderen Klassen aufzufangen? 6. Ist die Stadtverwaltung an das Kultusministerium herangetreten, oder hat die Stadtverwaltung Gymnasien dabei unterstützt beim Kultusministerium den erhöhten Unterrichtsaufwand durch den doppelten Abiturjahrgang 2012 durch Seite 2 __________________________________________________________________________________________ mehr Lehrerdeputate zu kompensieren? a) Wenn ja, mit welchem Ergebnis? b) Wenn nein, warum nicht? Der doppelte Abiturjahrgang wird die Nachfrage nach Berufs- und Studienberatung steigern. 7. Welche Institutionen bieten Berufs- und Studienberatungsmöglichkeiten für Abiturjahrgänge in Karlsruhe an? a) Ist ein bedarfsgerechtes Angebot an Berufs- und Studienberatungsmöglichkeiten für die Schüler/innen des doppelten Abiturjahrgangs 2012 gesichert? b) Welche Maßnahmen hat die Stadtverwaltung ergriffen, um den Schüler/-innen des doppelten Abiturlehrgangs 2012 ausreichende Berufs- und Studienberatungsangebote zu ermöglichen? 8. In welcher Weise ist oder wird die Elternschaft der des doppelten Abiturjahrgangs 2012 in die Vorbereitungen einbezogen, die notwendigen Ressourcen an Schulmaterial, Raumangebot und bedarfsgerechter Anzahl von Lehrkräften zu sichern? 9. Gibt es seitens der Elternschaft und/oder ihrer Vertretungen Anfragen und Gesprächsersuchen zum Thema doppelter Abiturjahrgang 2012? a) Welche Vorschläge und Forderungen wurden seitens der Elternschaft und/oder ihrer Vertretungen an die Stadtverwaltung herangetragen? b) Wie hat, wie wird die Stadtverwaltung darauf reagieren? 2012 werden zwei Jahrgänge gleichzeitig an den Gymnasien ins Abitur gehen, die letzten Schüler/-innen des neunjährigen Gymnasiums mit denen des achtjährigen Gymnasiums (s. BNN vom 22. September 2009). Den Berichten zufolge weisen Elternverbände auf zahlreiche Probleme hin. Diese betreffen vor allem:  Kursstufe für gleichzeitig zwei Jahrgänge statt einem. Das heißt eine zusätzliche Kursstufe mit einem kleineren Klassenteiler (23 Schüler/-innen) als bisher. Was wiederum mehr Lehrpersonal, bzw. Deputatsstunden erforderlich macht.  Es müssen ausreichend Schulbücher für 2 Abiturjahrgänge statt einem angeschafft werden. Sachverhalt / Begründung: Seite 3 __________________________________________________________________________________________  Elternbeiratsgremien haben den Bericht zufolge schon seit Jahren auf diese Umstellungsprobleme hingewiesen.  Der Raumbedarf bei zwei statt einem Abiturlehrgang ist größer.  Der Arbeitsaufwand für die einzelnen Lehrkräfte bei zwei Abiturjahrgängen gleichzeitig ist größer und muss durch zusätzliches Lehrpersonale kompensiert werden. Der Lehrkräftemangel in einzelnen Fächern wird sich durch den „doppelten“ Abiturjahrgang deshalb noch verschärfen.  Wenn 2 Jahrgänge gleichzeitig Abitur machen, steigt auch der Bedarf an Berufs- und Studienberatung. Wie ist die Situation für die Schüler/-innen des doppelten Abiturjahrgangs in Karlsruhe. Was kann, muss verbessert werden? Inwieweit sind die Stadt, der Gemeinderat gefragt? Das soll diese Anfrage klären. unterzeichnet von: Sabine Zürn Niko Fostiropoulos Hauptamt - Sitzungsdienste - 6. November 2009

  • TOP 26
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Sabine Zürn (Die Linke) Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom: 22.09.2009 eingegangen: 22.09.2009 Gremium: 4. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 17.11.2009 161 26 öffentlich Dez. 3 Zusätzlicher Bedarf an Schulräumen, Schulbüchern und Lehrkräften sowie an Berufs- und Studienberatung für den doppelten Abiturjahrgang 2012 Das Bürgermeisteramt nimmt nach Abstimmung mit dem Geschäftsführenden Schulleiter für die Gymnasien zu der Anfrage wie folgt Stellung: Zu 1.: Stehen für den doppelten Abitursjahrgang 2012 in den Karlsruher Gymnasien Schulräume zur Verfügung? Die Karlsruher Gymnasien verfügen mittelfristig über eine ausreichende Raumkapazität, sofern alle Klassenräume einschließlich der Kursräume eingerechnet werden. Eventuelle Engpässe müssen im konkreten Einzelfall bearbeitet werden. a) In welchen Gymnasien ist mit zusätzlicher Raumknappheit zu rechnen? Konkreten Raumbedarf haben das Fichte-, das Helmholtz- und das Humboldt-Gymnasium angemeldet. Der Raumbedarf ist beim Raumprogramm der anstehenden bzw. demnächst abgeschlos- senen baulichen Erweiterungen im Gymnasialbereich (Lessing-, Fichte- und Goethe- Gymnasium) berücksichtigt. b) Was unternimmt die Stadtverwaltung, um das Raumangebot dem höheren Bedarf anzupassen? Überprüfung von freien Kapazitäten in nahe gelegenen Schulen (nach Beschluss- fassung zum Schulentwicklungsplan Hauptschulen) Anmietung von Räumen zu 2 a und b: Verfügen die Gymnasien über genügend Geldmittel, um den zusätzlichen Bedarf an Schulbüchern zu decken? Der Mehrbedarf an freien Lernmitteln wurde bei der Aufstellung des Doppelhaushalts 2009/2010 ermittelt und kann durch Ansparung von Restmitteln den Gymnasien zur Ver- fügung gestellt werden. Der erhöhte Beschaffungsbedarf betrifft alle Gymnasien. Finanzielle Engpässe sind nicht zu erwarten, da die notwendigen Haushaltsmittel zur Verfügung stehen werden. Seite 2 zu 3: Verfügen die Gymnasien über genügend Deputatsstunden, um den Unterrichtsauf- wand abzudecken, der durch das gleichzeitige Abitur zweier Jahrgänge entstehen wird (der Klassenschlüssel liegt beim Kursunterricht mit 23 Schüler/innen unter dem „normalen“ Schlüssel)? Ziel aller Maßnahmen der Gymnasien ist es, den Schülerinnen und Schülern der gemein- samen Kursstufe keine schlechteren Bedingungen an den Schulen bis zu ihrem Abitur zu bieten. Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport hat mit Schreiben vom 21. Juli 2009 alle Gymnasien informiert, dass die Zuweisung an Lehrerwochenstunden für die Oberstufe der Schuljahre 2010/11 und 2011/12 angepasst wird. Die Grundzuweisung wird so gestal- tet, als ob eine Getrenntführung der beiden Jahrgänge vorgenommen würde. Derzeit lässt sich feststellen, dass die unterrichtliche Versorgung der gemeinsamen Kursstufe auf jeden Fall gesichert ist. zu 4: An welchen Gymnasien und in welchen Fächern sind Engpässe abzusehen? a) Was wird die Stadt unternehmen, um die Engpässe zu kompensieren? Genaue Informationen hierzu sind derzeit nicht verfügbar, da viele Komponenten der Lehrerversorgung erst im Frühsommer 2010 feststehen. Die Stadt Karlsruhe trägt nicht die Verantwortung für die Unterrichtsversorgung; dies ist ausschließlich Angelegenheit des Landes. zu 5: Wird es durch den Mehraufwand der Lehrkräfte, die die doppelten Abitursjährgänge unterrichten zu mehr Unterrichtsausfall in den anderen Klassen kommen? Dies könnte vereinzelt der Fall sein, wenn ein schul- und fachspezifischer Lehrerbedarf nicht gedeckt werden kann. Aufgrund der Möglichkeit, die Stundentafel flexibel zu gestal- ten, können die Gymnasien den ausgefallenen Unterricht nach 2012 nachholen. a) Ist das bislang geprüft worden? Die Schulen sind dafür sensibilisiert und kennen das Problem. Eine Prüfung kann jedoch frühestens im Mai 2010 vorgenommen werden. b) Was wird die Stadtverwaltung unternehmen, um eine Steigerung möglicher Unterrichtsausfälle durch den Mehraufwand des doppelten Abiturjahrgangs 2012 in anderen Klassen aufzufangen? Die Stadtverwaltung hat hier keine Einflussmöglichkeiten. Die Thematik Unterrichts- ausfall liegt als innere Schulangelegenheit in der Verantwortung der staatlichen Schul- verwaltung. Seite 3 zu 6: Ist die Stadtverwaltung an das Kultusministerium herangetreten, oder hat die Stadtverwaltung Gymnasien dabei unterstützt beim Kultusministerium den erhöhten Unterrichtsaufwand durch den doppelten Abiturjahrgang 2012 durch mehr Lehrer- deputate zu kompensieren? a) Wenn ja, mit welchem Ergebnis? b) Wenn Nein, warum nicht? Die Schulträger stehen über den Städtetag Baden-Württemberg als kommunalem Spit- zenverband in Kontakt mit dem Kultusministerium, soweit die kommunale Aufgabenerfül- lung im eigentlichen Sinn tangiert ist. Dies ist z.B. bei den Sachkosten oder den Raumres- sourcen der Fall. Die Frage der Lehrerversorgung ist jedoch dem inneren Schulbetrieb zuzuordnen, der in die alleinige Zuständigkeit des Landes fällt. zu 7: Welche Institutionen bieten Berufs- und Studienberatungsmöglichkeiten für Abitur- jahrgänge in Karlsruhe an? Das Angebot an Berufs- und Studienberatungsmöglichkeiten ist in Karlsruhe sehr vielfäl- tig. Einige Organisationen/Veranstaltungen seien beispielhaft genannt: Agentur für Arbeit Industrie- und Handelskammer Handwerkskammer Zentrum für Information und Beratung der Hochschulen Studieninformationstag der Hochschulen am 17. und 18.11.2009 Abiturientenmesse Startschuss Abi Daneben hat jede Schule mehrere Oberstufenberater, die im Rahmen ihres Auftrages re- gelmäßig die Schülerinnen und Schüler über Berufs- und Studienwahl informieren. Das Land trägt dem erhöhten Informationsbedarf während der Schuljahre 2010/11 und 2011/12 durch eine erhöhte Deputatszuweisung (landesweit 50 Deputate) für die Oberstu- fenberater Rechnung. a) Ist ein bedarfsgerechtes Angebot an Berufs- und Studienberatungsmöglich- keiten für die Schüler/innen des doppelten Abiturjahrgangs 2012 gesichert? Ja b) Welche Maßnahmen hat die Stadtverwaltung ergriffen, um den Schüler/innen des doppelten Abiturlehrgangs 2012 ausreichende Berufs- und Studienberatungs- angebote zu ermöglichen? Auch hier handelt es sich um eine innere Schulangelegenheit, für die das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport zuständig ist. Seite 4 Zu 8: In welcher Weise ist oder wird die Elternschaft der des doppelten Abiturjahrgangs 2012 in die Vorbereitungen einbezogen, die notwendigen Ressourcen an Schulma- terial, Raumangebot und bedarfsgerechter Anzahl von Lehrkräften zu sichern? Die Eltern werden von der Schule ihrer Kinder informiert und einbezogen. Zu 9: Gibt es seitens der Elternschaft und/oder ihrer Vertretung Anfragen und Ge- sprächsersuchen zum Thema doppelter Abiturjahrgang 2012? a) Welche Vorschläge und Forderungen wurden seitens der Elternschaft und/oder ihrer Vertretungen an die Stadtverwaltung herangetragen? b) Wie hat, wie wird die Stadtverwaltung darauf reagieren? An den Schulen wird die Thematik im Rahmen der Informationspflicht der Schulleitung besprochen. Die Schulleitungen halten den Kontakt zum Elternbeirat, ein weiteres Gremi- um ist die Schulkonferenz, in der auch die Elternschaft vertreten ist. Die Verwaltung wird auch die Problematik der doppelten Kursstufe in enger Kooperation mit den betroffenen Schulleitungen angehen.