Antrag CDU: Audit Familie und Beruf
| Vorlage: | 23215 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 21.09.2009 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Stadträtin Marianne Krug (CDU) Stadtrat Detlef Hofmann (CDU) Stadtrat Sven Maier (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom 6. Juli 2009 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 2. Plenarsitzung Gemeinderat 29.09.2009 74 14 öffentlich Audit Beruf und Familie Die Stadtverwaltung stellt das „Audit berufundfamilie“ in den zuständigen Gremien vor und prüft die Teilnahme an diesem Projekt. Im Jahr 1995 hat die gemeinnützige Hertie-Stiftung das „Audit berufundfamilie“ ins Leben gerufen. Das Audit unterstützt Arbeitgeber, eine familienbewusste Personalpolitik umzusetzen. Erfasst wird zunächst der Status quo, dann werden anhand von verschiedenen Handlungsfeldern – wie zum Beispiel Arbeitszeit, - organisation und Personalentwicklung – Entwicklungspotenziale ermittelt und gesamtstrategische Maßnahmen erarbeitet. Das „Audit berufundfamilie“ ist ein kontinuierlicher Prozess; am Ende wird ein Zertifikat vergeben, dessen praktische Umsetzung regelmäßig überprüft wird. Die CDU-Fraktion befürwortet das „Audit berufundfamilie“ und bittet die Stadtverwaltung, das Projekt in den zuständigen Gremien vorzustellen. Von einer familiengerechten Arbeitswelt profitieren nicht nur die Arbeitnehmer, sondern auch die Arbeitgeber. Zufriedenheit und Motivation und damit letztlich auch die Qualität der Arbeit steigen in den überwiegenden Fällen. Die Arbeitgeber haben hierdurch messbare betriebswirtschaftliche Vorteile. unterzeichnet von: Gabriele Luczak-Schwarz Marianne Krug Detlef Hofmann Sven Maier Hauptamt - Sitzungsdienste - 18. September 2009 Sachverhalt / Begründung:
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Extrahierter Text
STELLUNGNAHME zum Antrag CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 06.07.2009 eingegangen: 07.07.2009 Gremium: 2. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 29.09.2009 74 14 öffentlich Dez. 2 Audit Beruf und Familie - Kurzfassung - Familienbewusste Personalpolitik ist gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wan- dels und dem damit zunehmend härter werdenden Wettbewerb um qualifiziertes Personal ein wichtiges Thema für alle Arbeitgeber. Die Stadt Karlsruhe hat das Qualitätsmerkmal „Familienfreundlichkeit“ und den damit ver- bundenen Zufriedenheitsgrad in der Mitarbeiterschaft, aber auch einen Imagegewinn (ver- antwortungsvoller Arbeitgeber) sowie die betriebswirtschaftlichen Vorteile einer nachhaltigen familienbewussten Personalpolitik erkannt und in verschiedenen Handlungsfeldern bereits umgesetzt. Durch eine Auditierung können nachhaltige Entwicklungen unterstützt und weitere positive Effekte entstehen. Dem gegenüber steht jedoch der Einsatz von Finanz- und Personalres- sourcen in nicht unerheblichem Maße. Letztendlich wird eine Abwägung von Aufwand (Finanz- und Personalressourcen) und Nut- zen einer Auditierung erfolgen müssen. Das Audit berufundfamilie wird dem Personalausschuss in einer der nächsten Ausschusssit- zungen vorgestellt. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Auditierungskosten, Personalkosten Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Familienbewusste Personalpolitik ist gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wan- dels und dem damit zunehmend härter werdenden Wettbewerb um qualifiziertes Personal ein wichtiges Thema für alle Arbeitgeber. Die Stadt Karlsruhe hat das Qualitätsmerkmal „Familienfreundlichkeit“, die daraus resultie- rende Zufriedenheit in der Mitarbeiterschaft und den damit verbunden Imagegewinn (ver- antwortungsvoller Arbeitgeber) sowie die betriebswirtschaftlichen Vorteile einer familienbe- wussten Personalpolitik erkannt und hat in den folgenden Handlungsfeldern eine solche be- reits umgesetzt bzw. wird diese in Kürze umsetzen: 1) Arbeitszeit Gleitzeit verschiedene Teilzeitformen (abgestufte Teilzeit) Ausbildung in Teilzeit kurzfristige und langfristige Beurlaubungsmöglichkeit zur Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen Anspruch auf angemessene Beschäftigung nach Ablauf einer Beurlaubung Sonderurlaubsgewährung für Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen Altersteilzeit/Sabbatjahr flexible Pausenregelungen 2) Arbeitsorganisation Teamarbeit Überprüfung von Arbeitsabläufen im Rahmen von Geschäftsprozessoptimierungen 3) Arbeitsort Alternierende Telearbeit Eltern-Kind-Arbeitszimmer (in Planung) Stillzimmer 4) Informations- und Kommunikationspolitik Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zum Thema „Familie und Beruf“ beim Frauenbüro, Personal- und Organisationsamt oder der Personalverwaltung der Dienststellen Stellenausschreibungen an beurlaubte Beschäftigte Zugriffsberechtigung beurlaubter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in das städtische Intranet 5) Führungskompetenz Leitlinien für Führung und Zusammenarbeit Führungskräfteentwicklung (Fit für Führung, Lust auf Perspektiven, Wirkungsvoll Ein- fluss nehmen, Amtsleiterfortbildungsreihe) Standardisierte Beurteilungsverfahren Führung in Teilzeit Coaching für Führungskräfte Kontakthalten zu beurlaubten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Führen von Mitarbeiter-/innen-Gesprächen Führen von Rückkehrgesprächen Ergänzende Erläuterungen Seite 3 6) Personalentwicklung auf unterschiedlichen Ebenen durch das POA zentral, die Führungskräfte und die Mitarbeite- rinnen und Mitarbeiter: Personalentwicklungsplan (operativ und strategisch im Rahmen des Fortbildungs- programms) Gesprächskreis Familie und Beruf für Männer und Frauen Unterstützung beim Wiedereinstieg beurlaubter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch individuelle Personalentwicklungsmaßnahmen 7) Entgeltbestandteile/geldwerte Leistungen Jobticket 8) Service für Familien Betriebskindergarten Essen in der Betriebskantine und Mitnahmemöglichkeit Notfallbetreuung (in Planung) Ferienbetreuung (in Planung) Ein Qualitätssiegel wäre für die Stadt Karlsruhe eine offizielle Bestätigung für die bereits geleistete Arbeit im Bereich „Familienfreundlichkeit“. Auch wäre durch eine Auditierung und die damit verbundene konsequente Öffentlichkeitsarbeit wie beispielsweise die medienwirk- same Kommunizierung der Zertifikatsverleihung in Kooperation mit dem Bundeswirtschafts- und Bundesfamilienministerium sicher ein weiterer Imagegewinn möglich. Dem gegenüber steht jedoch der Einsatz von Finanz- und Personalressourcen in nicht unerheblichem Maße. Die Auditierungskosten sind nach der Anzahl der Beschäftigten gestaffelt. Bei einem Unter- nehmen wie der Stadt Karlsruhe in der Kategorie „mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mit- arbeiter“ beträgt der Preis pro Auditierung 13.000 Euro, wobei die berufundfamilie gGmbH bei solch großen Unternehmen von mehr als einer Auditierung ausgeht. Die Anzahl der Auditierungen wird letztendlich vom Auditor, der das jeweilige Unternehmen im Auditie- rungsprozess begleitet, festgelegt. Das Audit ist keine Momentaufnahme, vielmehr ist dies ein kontinuierlicher Prozess. Einmal jährlich ist daher ein Sachstandbericht an das Audit familieundberuf zu fertigen. Ergänzend hierzu erfolgt eine jährliche Begutachtung durch den zuständigen Auditor. Um das erworbene Qualitätszertifikat zu erhalten sind Re-Auditierungen im 3-Jahres- Rhythmus durchzuführen. Es wird im Rahmen dieser nicht nur überprüft, inwieweit die ver- einbarten Ziele erreicht worden sind, sondern erneut der Blick in die Zukunft gerichtet und weiterführende Ziele vereinbart. Nur bei erfolgreicher Re-Auditierung erfolgt eine Bestäti- gung des Zertifikates. Die Re-Auditierung ist ebenfalls mit Kosten verbunden; diese betragen pro Re-Auditierung 10.000 Euro. Haushaltsmittel hierfür sind derzeit nicht vorhanden. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Ergänzend zu den Kosten für die berufundfamilie gGmbH bindet eine Auditierung auch Personalressourcen in nicht unerheblichem Umfang. Letztendlich wird eine Abwägung von Aufwand (Finanz- und Personalressourcen) und Nutzen einer Auditierung erfolgen müssen. Wie beantragt, wird das Audit berufundfamilie dem Personalausschuss vorgestellt. Die Vorstellung kann durch einen Auditor der berufundfamilie gGmbH in einer der nächsten Ausschusssitzungen erfolgen.