Antrag GRÜNE: Samen- und Stecklingsvermehrung von Baum-Naturdenkmalen ("Junge Riesen")

Vorlage: 22771
Art: Beschlussvorlage
Datum: 15.06.2009
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 23.06.2009

    TOP: 13

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • GRÜNE_Baum_Naturdenkmale
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Anne Segor (GRÜNE) Stadträtin Dr. Dorothea Polle-Holl (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 12. Mai 2009 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 64. Plenarsitzung Gemeinderat 23.06.2009 1776 13 öffentlich Samen- und Stecklingsvermehrung von Baum-Naturdenkmalen („Junge Riesen“) 1. Von den Baum-Naturdenkmalen auf Gemarkung Karlsruhe werden durch Saatgut- oder Stecklingsvermehrung direkte Abkömmlinge („Junge Riesen“) erzeugt. 2. Jeweils ein "Junger Riese" wird in Nähe des bestehenden Naturdenkmals gepflanzt, damit bei Absterben eines Altbaums bereits für stabilen Nachwuchs gesorgt ist. 3. Bei naturschutzrechtlichen Kompensations- und sonstigen Gehölzpflanzmaßnahmen werden „Junge Riesen“ als Pflanzmaterial eingesetzt. 4. "Junge Riesen" werden z. B. als Geschenk-, Ereignis- und Jubiläumsbäume von der Stadtverwaltung verschenkt bzw. selbst gepflanzt. 5. „Junge Riesen“ werden Bürgerinnen und Bürgern zum Verkauf angeboten. Als Naturdenkmal ausgewiesene Altbäume stehen aufgrund ihrer Seltenheit, Eigenart und Schönheit unter besonderem Schutz. Mit ihrem hohen Alter sind sie oft geschichtsträchtige Brücken zwischen unserer biologischen und kulturellen Vergangenheit und Zukunft. Da die betreffenden Bäume oft seit Jahrhunderten gut mit den Gegebenheiten ihres Standortes zurecht kamen, kann von einer besonderen Qualität ihres genetischen Materials ausgegangen werden. Mit dem Tod dieser Altbäume ist deshalb häufig auch ein Verlust unwiederbringlicher Gen-Ressourcen verbunden. Diese natürlichen Schätze können durch Samen- und Stecklingsvermehrung erhalten werden. Das gewonnene Pflanzmaterial kann langfristig zum Erhalt der Naturdenkmale sowie für weitere Gehölzpflanzungen in und um Karlsruhe verwendet werden. Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Ein solches Projekt ist gleichzeitig geeignet, Bürgerinnen und Bürgern die besondere kulturelle und ökologische Bedeutung der Baum-Naturdenkmale nahe zu bringen. Auch für natur- und waldpädagogische Zwecke lassen sich die „Jungen Riesen“ sehr gut einsetzen. Die Projektidee wurde an der Uni Kassel entwickelt. Die Durchführung mit verschiedenen Kooperationspartnern wird von dort bereits in mehreren Fällen erfolgreichunterstützt. (http://www.uni-kassel.de/hrz/db4/extern/JungeRiesen/index.php) unterzeichnet von: Bettina Lisbach Anne Segor Dr. Dorothea Polle-Holl Hauptamt - Sitzungsdienste - 12. Juni 2009

  • TOP 13
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 12.05.2009 eingegangen: 12.05.2009 Gremium: 64. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 23.06.2009 1776 13 öffentlich Dez. 6 Samen- und Stecklingsvermehrung von Baum-Naturdenkmalen („Junge Riesen“) Das Begehren des Antrages wurde von der Stadtverwaltung bereits aufgegriffen. Derzeit findet für die Schwarzpappel als seltene Baumart in unserem Karlsruher Wald ein Nachzucht-Programm der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg statt. Hierzu werden von Bäumen im Stadt- und Staatswald an alten Schwarzpappeln Stecklinge entnommen und nachgezogen. Von den nachgezogenen jungen Bäumen wurden bereits wieder im Karlsruher Wald ausgepflanzt. Ohne Frage gibt es eine gewisse Anzahl besonderer Baumexemplare, die für diese Aktion prädestiniert sind. Das Gartenbauamt beabsichtigt, seine Auszubildenden in der Stadtgärt- nerei an dieses Thema heranzuführen und in einer ersten Stufe fünf bis zehn Bäume aus- zuwählen. Die bei diesen Bäumen durchzuführenden Samen- und Stecklingsvermehrungen werden dokumentiert, sodass auch in späterer Zeit noch gut nachverfolgt werden kann, wo- her die nachgezogenen Bäume stammen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit