Antrag CDU: Konzept zur Erkundung und Unterstützung von Unternehmen bei der Einrichtung von betrieblichen Kindergärten und Kindertageseinrichtungen

Vorlage: 22615
Art: Beschlussvorlage
Datum: 12.05.2009
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 19.05.2009

    TOP: 14

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • CDU-Betriebskindergarten
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Stadträtin Bettina Meier-Augenstein (CDU) Stadträtin Christiane Staab (CDU) Stadtrat Tilman Pfannkuch (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom 6. April 2009 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 63. Plenarsitzung Gemeinderat 19.05.2009 1755 14 öffentlich Konzept zur Erkundung und Unterstützung von Unternehmen bei der Einrichtung von betrieblichen Kindergärten und Kindertageseinrichtungen Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, ein Konzept zur Erkundung und Unterstützung von Unternehmen bei der Einrichtung von betrieblichen Kindergärten und Kindertageseinrichtungen zu erarbeiten. Arbeitsplatznahe Kinderbetreuungsmöglichkeiten spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, sich für oder gegen die Annahme eines qualifizierten Arbeitsplatzes in Karlsruhe zu entscheiden. Zahlreiche erfolgreiche Karlsruher Unternehmer haben bereits erkannt, dass ausreichende und flexible Betreuungsangebote längst als harter Standortfaktor zu bewerten sind. Deshalb entstehen immer wieder und immer mehr betriebliche Kindergärten und Kindertageseinrichtungen. Auch die Stadt selbst ist inzwischen mit ihrem eigenen Betriebskindergarten mit gutem Beispiel vorangegangen. Darüber hinaus hat der Gemeinderat mehrfach die Förderung für Kinderkrippen und Kindertagesstätten optimiert und deutlich erweitert. Die CDU-Fraktion will die entsprechenden Ideen und Initiativen aus der Unternehmerschaft noch intensiver unterstützen. Voraussetzung ist zunächst eine Erfassung in Frage kommender Unternehmen und Gewerbegebiete. Zudem müssen interessierte Unternehmen aktiv beraten werden. Es müssen praxisnahe Vorschläge zur wirtschaftlichen und technischen Umsetzbarkeit unterbreitet werden. In engem Kontakt mit den Unternehmen in den in Frage kommenden Gewerbegebieten ist vor Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ allem auch der tatsächliche Bedarf zu ermitteln. Gerade überbetriebliche Konzepte sind zu begrüßen und müssen besonders gefördert werden. Eine wirksame Unterstützung setzt außerdem eine zielgerichtete Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaftsförderung und der Sozial- und Jugendbehörde voraus. unterzeichnet von: Gabriele Luczak-Schwarz Bettina Meier-Augenstein Christiane Staab Tilman Pfannkuch Hauptamt - Sitzungsdienste - 8. Mai 2009

  • TOP 14
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum Antrag CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 06.04.2009 eingegangen: 08.04.2009 Gremium: 63. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 19.05.2009 1755 14 öffentlich Dez. 3 Konzept zur Erkundung und Unterstützung von Unternehmen bei der Einrichtung von be- trieblichen Kindergärten und Kindertageseinrichtungen - Kurzfassung - Ausreichende und flexible Plätze in Kindertageseinrichtungen für Kinder unter drei Jahren sind für qualifizierte Arbeitskräfte ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für einen Arbeitsplatz und werden somit für Unternehmen zum harten Standortfaktor, wenn es um Gewinnung und Erhalt von Personal geht. Beim Ausbau eines qualitativen und quantitativen Angebots in den nächsten Jahren engagieren sich mehrere Unternehmen. Mit weiteren interessierten Unternehmen ist die Sozial- und Jugendbehörde in Kontakt. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung sollen die Informationsmöglichkeiten für Unternehmen verbessert und in Gewerbe- gebieten mögliche Standorte und Bedarfe geprüft werden. Das weitere konzeptionelle Vorgehen wird dem Jugendhilfeausschuss dargelegt. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Miteinander Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Der demografische Wandel wird in wenigen Jahren dazu führen, dass den Unter- nehmen zu wenig junge und qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen. Erfah- rungswerte im internationalen Vergleich zeigen einen eindeutigen Zusammenhang zwischen einem ausreichenden Betreuungsangebot für Kinder, das selbstverständ- lich Beruf und Familie für junge Eltern ermöglicht, und einer hohen Geburtenrate. Die Entscheidung für Kinder generell und die Entscheidung für einen Arbeitgeber sind für junge qualifizierte Arbeitskräfte vom Vorhandensein entsprechender Betreuungsein- richtungen abhängig. Der Ausbau von arbeitsplatznahen Betreuungseinrichtungen ist wichtig, um Eltern die Annahme eines ihrer beruflichen Qualifikation entsprechen- den Arbeitsplatzes zu ermöglichen und Wegezeiten zu verkürzen. Ausreichende und flexible Betreuungseinrichtungen sind für qualifizierte Arbeitskräf- te ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für einen Arbeitsplatz und werden somit für Unternehmen zum harten Standortfaktor, wenn es um die Gewinnung und den Erhalt von Personal geht. Dies ist inzwischen nicht mehr von der Anzahl der weibli- chen Arbeitskräfte abhängig, sondern auch für junge Väter wichtig, deren Frauen an anderer Stelle einen Arbeitsplatz haben, wo keine Betreuungsmöglichkeit zur Verfü- gung steht. Seit der ersten Kita, die mit Beteilung eines Unternehmens, der Firma Siemens, ge- baut wurde, sind viele neue Projekte hinzugekommen. Die Stadt Karlsruhe finanziert  die Kita Pamina (AWO mit Beteiligung von Siemens),  den Betriebskindergarten der Stadt Karlsruhe,  die Betriebskita ISB AG,  die Betriebskita Bahn AG,  die Kita „Aufwind“ (AWO mit Beteiligung der PSD-Bank),  die Kita „Gummibärchen“ (Kind und Beruf e. V. mit Beteiligung von Michelin). In der Umsetzungsphase (Mittel im Haushalt 2009/2010) sind  die Kita „Mikado“ (AWO mit Beteiligung EnBW + VBK),  die Kita Siemens Industriepark (Betriebs- und öffentliche Plätze),  die betriebsnahe Kita St. Vincentiuskliniken (Betriebs- und öffentliche Plätze),  die betriebsnahe Kita Bundesanstalt für Wasserbau (Betriebs- und öffentliche Plätze),  die Betriebskita Städtisches Klinikum. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Die Sozial- und Jugendbehörde ist mit weiteren Unternehmen im Gespräch. Der Träger Netzwerk Mensch gGmbH, plant zurzeit eine Betriebskita für mehrere Unter- nehmen. Die Verwaltung geht davon aus, dass die Verhandlungen und die Standor- tüberprüfung noch vor der Sommerpause abgeschlossen sind. Auch aus Sicht der Wirtschaftsförderung erscheint es sinnvoll, in einigen nicht inte- grierten, dezentralen Lagen in Kooperation mit Unternehmen weitere Betreuungsein- richtungen zu entwickeln. Bislang stellte die Wirtschaftsförderung auf Anfrage interessierter Unternehmen zum Thema Kinderbetreuung Kontakte zur Sozial- und Jugendbehörde her. Die weitere Beratung und Begleitung bei einem entsprechenden Vorhaben erfolgt von dort, bei Bedarf auch mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung. Zukünftig werden bei den regelmäßigen Firmenkontakten der Wirtschaftsförderung entsprechende Anfragen der Unternehmen aufgegriffen. Die von der Sozial- und Jugendbehörde erarbeitete Informationsbroschüre wird dabei unterstützend einge- setzt. Im regelmäßig erscheinenden Newsletter der Wirtschaftsförderung und im Wirt- schaftsspiegel soll die Thematik aktiv aufgegriffen werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit für Unternehmen und Träger, im Sinne von best practice ihre Koope- ration und die Kindertageseinrichtung konkret vorzustellen. In enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung sollen zukünftig die Fragen des Bedarfs und des Standorts für eine Kindertageseinrichtung bei der Planung grö- ßerer Gewerbeflächen oder Industriegebiete mit geklärt werden. Das konzeptionelle Vorgehen von Sozial- und Jugendbehörde und Wirtschaftsförde- rung sowie konkrete Ergebnisse werden dem Jugendhilfeausschuss vorgelegt.