Untersuchungen von Industrieschnee in Karlsruhe

Vorlage: 22607
Art: Beschlussvorlage
Datum: 12.05.2009
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Knielingen, Neureut, Nordweststadt

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 19.05.2009

    TOP: 9

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Industrieschnee
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 63. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 19.05.2009 1750 9 öffentlich Dez. 5 Untersuchungen von Industrieschnee in Karlsruhe Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Ausschuss für Umwelt und Gesundheit 24.04.2009 7 Kenntnisnahme Gemeinderat 19.05.2009 9 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Am 06.05.2008 wurde die Verwaltung vom Gemeinderat beauftragt, Niederschläge von In- dustrieschnee zu untersuchen. Im Winterhalbjahr 2008/2009 ergab sich ein einziger Fall von Industrieschnee-Niederschlag. Die Untersuchungen des Industrieschnees zeigten deutlich höhere Belastung an organi- schen und anorganischen Stoffen als im Naturschnee. Eine gesundheitliche Relevanz bei oraler Aufnahme des Industrieschnees von Kindern ist jedoch ausgeschlossen. Die Verwaltung betrachtet damit den Auftrag des Gemeinderates als abgeschlossen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 In der Gemeinderatsitzung am 06.05.2008 wurde die Verwaltung beauftragt, Niederschläge von Industrieschnee zu untersuchen und auf ihre Gefahrenrelevanz zu überprüfen. Der vorliegende Bericht zeigt, dass Industrieschnee bei einigen Stoffen die hilfsweise heran- gezogenen Bezugswerte im Gegensatz zu Naturschnee deutlich überschreitet. Dies gilt für die Schadstoffe polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sowie die Schwerme- talle Blei, Kupfer, Eisen, Mangan und Aluminium. Beim Naturschnee fiel auf, dass dessen pH-Wert stark im sauren Bereich liegt, ansonsten sind dessen Konzentrationswerte vielfach unterhalb der Nachweisgrenzen. Ein Vergleich mit Industrieschnee-Untersuchungen aus Linz ergibt ein recht uneinheitliches Bild. So sind in Linz die PAK-Gehalte rund doppelt so hoch gewesen, wie in Karlsruhe. Ebenso liegen die Schadstoffkonzentrationen von Blei, Eisen, Mangan, Nitrat und Sulfat in Linz teilweise erheblich höher als in Karlsruhe. Dafür übersteigt in Karlsruhe der Kupfer-, Chlorid- und Phosphatwert die Linzer Konzentrationen. Aus gesundheitlicher Sicht sind die Schadstoffgehalte unter Zugrundelegung typischer Auf- nahme-/Verzehrmengen jedoch unbedenklich. Dies gilt auch für den Kontakt von Kleinkin- dern mit Industrieschnee. Damit wird die in der Stellungnahme der Verwaltung vom 06.05.2008 geäußerte Annahme messtechnisch bestätigt. Im Hinblick auf die Gesamtdeposition von Stäuben ist die Fracht von Industrieschnee nur als Einzelereignis des Gesamtstaub-Niederschlages zu bewerten. Der Gesamtstaubniederschlag wird von der LUBW kontinuierlich gemessen. Die 15-jährige Messreihe zeigt dabei eine fallende Tendenz bei Sulfat und Nitrat, während die Staubdepo- sition relativ konstant im Bereich zwischen 200 -300 kg/ha*a liegt. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Im Zuge der Vorarbeiten für die Genehmigung des Rheinhafendampfkraftwerks Block 8 fan- den vom Dezember 2005 bis November 2006 durch das Büro Müller-BBM Vorbelastungs- messungen - u. a. an der Messstation der LUBW in der Hertzstraße - des Staubniederschla- ges und einiger Staubinhaltsstoffe statt. Diese Werte beziehen sich auf die Kenngrößen nach TA-Luft. Schadstoff Einheit Mittelwert eines Jahres Immissionswert der TA-Luft Staub g/(m²*d) 0,057 0,35 Arsen μg/(m²*d) 0,5 4 Blei μg/(m²*d) 9,2 100 Cadmium μg/(m²*d) 0,1 2 Nickel μg/(m²*d) 7,0 15 Quecksilber μg/(m²*d) 0,2 1 Thallium μg/(m²*d) 0,03 2 Hieraus ist ersichtlich, wie hoch die aktuelle Belastungssituation sowohl hinsichtlich der tro- ckenen, als auch der nassen Deposition ist. Sofern innerhalb des Messzeitraumes ebenfalls Industrieschnee gefallen sein sollte, sind dessen Gehalte in diesen Zahlen enthalten. Es kann davon ausgegangen werden, dass die LUBW auch zukünftig die Depositionen messen wird. Veränderungen im Zusammenhang mit der Errichtung neuer industrieller An- lagen können somit über die vorhandenen Messstellen ebenfalls dokumentiert werden. Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit - die Ausführungen zur Kenntnis und beschließt, dass damit der Auftrag an die Verwaltung abge- schlossen ist. Hauptamt - Sitzungsdienste - 8. Mai 2009

  • Industrieschnee_Gesamtbericht
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Umwelt- und Arbeitsschutz Industrieschnee in Karlsruhe im Winterhalbjahr 2008/ 2009 Karlsruhe Inhaltsverzeichnis Aufgabenstellung ....................................................................... 1 Was ist „Industrieschnee“? .........................................................1 Probenahme und Analytik ........................................................ . 2 Die Niederschlagsereignisse ..................................................... 3 Bewertungsgrundlagen ............................................................. 3 Messergebnisse und Bewertung ............................................... 4 Vergleich mit Industrieschnee aus Linz ..................................... 6 Betrachtung des Wirkungspfades Boden-Mensch für BaP ....... 8 Fazit .......................................................................................... 8 Anhang Übersicht der Messwerte im Vergleich zu den Grenz- und Prüfwerten.............................................................. 9 Grenz- und Prüfwerte................................................................ 10 Laborprüfberichte....................................................................... 11 Industrieschnee in Karlsruhe im Winterhalbjahr 2008/ 2009 Aufgabenstellung Aufgrund wiederkehrender Niederschlagsereignisse von Industrieschnee im Westen des Stadtgebietes Karlsruhe war es 2008 Wunsch des Karlsruher Gemeinderates Industrieschnee im Winterhalbjahr 2008/ 2009 zu erfassen und auf seine Inhaltsstoffe zu analysieren. Seitens der Stadtverwaltung Karlsruhe wurde dazu folgendes festgelegt: 1. Probenahmeflächen zur Erfassung von Industrieschnee und Naturschnee im Klärwerk Karlsruhe. 2. Analyse von Industrie-/ Naturschneeproben auf folgende Stoffparameter: Metalle : As, Cd, Cr ges., Cu, Ni, Pb, Zn, Hg, Tl, Se, Sb, Al, Fe, Mn Anionen : Chlorid, Sulfat, Nitrat, Nitrit, Fluorid, Phosphat ges. sowie pH-Wert und elektrische Leitfähigkeit; Organische Parameter : TOC, AOX, PAK 3. Vergleich der Stoffkonzentrationen mit den Grenzwerten der Trinkwasser- verordnung und den Prüfwerten der Bundesbodenschutzverordnung. Was ist „Industrieschnee“? Während der Wintermonate kommt es im Westen der Stadt Karlsruhe an wenigen Tagen lokal begrenzt zu Niederschlag von Industrieschnee. Betroffen hiervon sind häufig die Karlsruher Stadtteile: • Knielingen • Neureut • Nordweststadt Dazu müssen mehrere Faktoren zusammentreffen. Dies sind: • Industrielle Wasserdampfemittenten • Lufttemperaturen zwischen -3°C und -10°C • Inversionswetterlage (obere Luftschicht: warm, untere Luftschicht kalt). Industriebetriebe im Westen der Stadt haben einen hohen Ausstoß an Wasserdampf. Emittenten großer Wasserdampfmengen sind dort • eine Papierfabrik • eine Mineralölraffinerie • ein Großkraftwerk Der emittierte Wasserdampf kondensiert in niedriger Höhe (ca. 100 - 200 m) und bildet Eiskristalle, die als „Industrieschnee“ zu Boden sinken. Wegen der geringen Fallhöhe bildet dieser Schnee keine typische Kristallstruktur aus. Industrieschnee ist daher extrem feinkörnig bis pulverförmig. Naturschnee hingegen fällt aus Höhen von mehreren tausend Metern zur Erde. Auf dem Weg dorthin hat er genügend Zeit, die für Schnee typische Kristallstruktur auszubilden. 1 Bild 1: Industrielles Umfeld bei der Probenahmefläche im Klärwerk Karlsruhe Probenahme und Analytik Zur Vorhersage der Wahrscheinlichkeit eines Industrieschneeereignisses wurde von Dezember 2008 bis Februar 2009 der meteorologische Vorhersagedienst der Lacunosa Wetterberatung Karlsruhe genutzt. Diese hatte den Auftrag, die zur Industrieschneebildung geeignete Wetterlage möglichst frühzeitig an das beauftragte Labor zu melden. Sobald eine solche Wettervorhersage vorlag, wurden die zur Erfassung und Beprobung des Schneeniederschlages vorgesehenen Kunststofffolien (Polypropylen, 2m x 4m) auf einer Wiesenfläche im Klärwerk Karlsruhe ausgelegt. 2 Die verwendete Folie wurde vorab einer Nullmessung unterzogen, um damit die Eigenbelastung der Auffangfolie in Bezug auf die zu untersuchenden Parameter zu ermitteln. Hierzu wurde die Folie im Labor mit 1000 ml dest. Wasser großflächig benetzt. Anschließend wurde das Wasser mittels Probeentnahmeschaufel wieder aufgenommen und analysiert. Die Messwerte dieser Nullprobe (W08-52777) stellen die Grundbelastung der verwendeten Foliencharge dar. Bild 2: Probenahmefolien auf einer Wiese im Klärwerk Karlsruhe Niederschlagsereignisse Mit einer Inversionswetterlage war erstmals am 30.12.2008 gerechnet worden. Da diese nicht eintrat, wurden die ausgelegten Folien wieder eingeholt, gereinigt und am 04.01.2009 erneut ausgelegt. Naturschnee Am 05./06.01.2009 kam es dann zunächst zu Naturschneeniederschlag, der am 07.01.2009 auf den ausgelegten Folien wie folgt beprobt wurde: • Folie 1: 0,85 m² mit ca. 6 cm Naturschnee (1,5 l Tauwasser) • Folie 2: 0,85 m² mit ca. 6 cm Naturschnee (1,8 l Tauwasser) Die Naturschneeproben (Folie1 - A09-55022; Folie2 - A09-55023) wurden sodann auf die in den Prüfberichten (siehe Anhang) genannten Stoffparameter untersucht. 3 Industrieschnee Nach erneuter Ankündigung einer Inversionswetterlage durch die Wetterberatung Lacunosa in Karlsruhe, wurden die Folienflächen 1+2 gereinigt und am 09.01.2009 ausgebracht. Begünstigt durch eine Inversionswetterlage, verbunden mit einer stark vorherrschenden Nebelsituation (rel. Feuchte ca. 100%), waren die Bedingungen zur Bildung von Industrieschnee gegeben. Dieser trat am 12.01.09 im Laufe des Vormittags ein und erstreckte sich über Teile von Knielingen, der Nordweststadt und die Kläranlage Karlsruhe-Neureut. Die mit Industrieschnee beaufschlagten Folienflächen wurden am 12.01.09 wie folgt beprobt: • Folie 1: 2,89 m² mit ca. 0,5 cm Industrieschnee (1,4 l Tauwasser) • Folie 2: 2,89 m² mit ca. 0,2 cm Industrieschnee (0,7 l Tauwasser) Bewertungsgrundlagen Mangels Grenz- oder Richtwerte zur Bewertung von Schneeinhaltsstoffen wurden hilfsweise die ƒ Grenzwerte der Trinkwasserverordnung 2001 (TVO) ƒ Prüfwerte der Bundesbodenschutzverordnung (BBodSchVO) - Wirkungspfad Boden-Grundwasser - Wirkungspfad Boden-Mensch (nur für Benzo[a]pyren (BaP)) zum Vergleich mit den Messergebnissen im Schneeniederschlag herangezogen. Die TVO-Grenzwerte gehen dabei von einer lebenslangen täglichen Aufnahmemenge aus. Die Prüfwerte nach BBodSchVO dienen der Gefährdungsabschätzung, insbesondere der Feststellung von Menge und räumlicher Verteilung von Schadstoffen, ihrer Ausbreitungsmöglichkeiten sowie der Möglichkeit ihrer Aufnahme durch den Menschen. Messergebnisse und Bewertung Die aus den Schneeproben resultierenden Tauwassermengen wurden auf die in den Prüfberichten (siehe Anhang) genannten Parameter untersucht. Die Analytik erfolgte aus den unfiltrierten aufgetauten Schneeproben, so dass luftgetragene Partikel, absorbiert an Naturschnee oder Industrieschnee, mit erfasst wurden. Die Nullprobe (W09-52777-Folie1) der Auffangfolie zeigte keine Auffälligkeiten. Lediglich der AOX-Gehalt war leicht erhöht. Allerdings könnte dies auch an der Beprobung liegen, da die mit dest. Wasser benetzte Folie mit der Entnahmeschaufel abgeschabt worden war. Industrieschnee Die Messwerte der beiden Industrieschneeproben (A09-55062- Folie1 und A09-55063- Folie2) vom Niederschlagsereignis am 12.01.09 im Klärwerk Karlsruhe zeigten maximal folgende Überschreitungen von Grenzwerten der TrinkwVO 2001 und/oder von Prüfwerten der BBodSchVO, Wirkungspfad Boden-Grundwasser: 4 BBodSchVO TVO- Prüfwerte Grenzwerte Boden- Grundwasser 2001 ƒ PAK TVO - ca. 4-fach ƒ PAK-Summe (EPA 15) ca. 11-fach - ƒ Kupfer ca. 3-fach - ƒ Blei ca. 1-fach ca. 3-fach ƒ Aluminium - ca. 5-fach ƒ Eisen gesamt - ca. 12-fach ƒ Mangan - ca. 3-fach Der PAK-Grenzwert nach TVO (0,1 μg/l; 4 Einzelsubstanzen) wurde in Industrieschnee in beiden Proben überschritten: Graphik 1: PAK-Gehalte (TVO) in Industrieschnee in Vergleich zum PAK-Grenzwert der TVO Auch der PAK-Prüfwert (0,2 μg/l; EPA 15) der BBodSchVO, Wirkungspfad Boden- Grundwasser, wurde in Industrieschnee deutlich überschritten: Graphik 2: PAK-Gehalte (EPA 15) in Schnee in Vergleich zum PAK-Prüfwert der BBodSchVO PAK TVO Summenwert 0,42 0,15 00,10,20,30,40,5 Folie 1 Folie 2 PAK TVO Summenwert 0,1 μg/l 5 Nachfolgende Stoffparameter in Industrieschnee waren lediglich gegenüber der Nullprobe angehoben: • Chlorid • Sulfat • Nitrat • Phosphat • elektrische Leitfähigkeit • Chrom • Zink Grenz- oder Prüfwerte wurden jedoch nicht überschritten. Cadmium, Nickel und Quecksilber waren an der analytischen Bestimmungsgrenze. Der pH-Wert im Industrieschnee war neutral (7) bis leicht alkalisch (> 7) und damit unauffällig. Naturschnee In den zwei Naturschneeproben (A09-55022 - Folie1 und A09-55023 - Folie2) war - wie Graphik 2 zeigt - der PAK-Gehalt (EPA 15) im Vergleich zum PAK-Prüfwert der BBodSchVO, Wirkungspfad Boden-Grundwasser, gerade grenzwertig und weit geringer als in den Industrieschneeproben. In Naturschnee auffällig war der saure pH-Wert, der mit pH 4,3 deutlich außerhalb des pH-Wertebereiches der Trinkwasserverordnung lag. pH0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 TVO Grenzwert 6,5 - 9,5 4,3 Graphik 3: pH-Wert von Naturschnee Vergleich mit Industrieschnee aus Linz Wie Industrieschneeanalysen (unfiltriert) aus Linz aus dem Jahr 2000 zeigen, waren dort angehobene Stoffgehalte insbesondere bei Eisen, Blei, Kupfer und Mangan sowie den Anionen Nitrat, Chlorid, Sulfat und Phosphat aufgetreten. Die PAK-Summe nach TVO (4 PAK-Kongenere) ist wegen der abweichenden Summenbildung (5 PAK-Kongenere) in Linz zwar nicht ganz identisch mit den Karlsruher PAK-Werten (TVO). Die PAK-Gehalte in Industrieschnee aus Linz im Jahr 2000 lassen jedoch erkennen, dass diese bei maximal rund dem Doppelten, der in Karlsruhe gemessenen PAK-Gehalte (TVO) liegen. 6 Maximale Stoffkonzentrationen in Industrieschneeniederschlag aus Karlsruhe 2009 und Linz im Jahr 2000 im Vergleich: Graphik 4: Eisen und Blei Graphik 5: Kupfer und Mangan Graphik 6: Nitrat und Chlorid Graphik 7: Sulfat und Phosphat 0,445 3,73 01234 Phosphat Karlsruhe Linz 18,4 14,7 05101520 Sulfat Karlsruhe Linz mg/lmg/l 10,4 10,3 10,2510,310,3510,410,45 Nitrat Karlsruhe Linz 121 6,4 050100150 Chlorid Karlsruhe Linz mg/l m g/l 0,0433 0,15 00,050,10,150,2 Cu Karlsruhe Linz 10,17 0,17 024681012 Mn Karlsruhe Linz mg/l m g/l 46,2 2,4 0 1020304050 Fe Karlsruhe Linz 0,354 0,026 00,10,20,30,4 Pb Karlsruhe Linz mg/l mg/l 7 Betrachtung des Wirkungspfades Boden- Mensch für Benzo[a]pyren (BaP) Überträgt man die Annahme einer oralen Benzo[a]pyren-Aufnahme eines Kleinkindes auf Spielplätzen (2 mg BaP/kg trocken) nach der BBodSchVO, Wirkungspfad Boden-Mensch, mit den dort üblicherweise zum Ansatz gebrachten Annahmen auf Industrieschnee, so würde dies eine BaP-Aufnahme von 1 μg/Tag erfordern. Um diese BaP-Menge über Karlsruher Industrieschnee aufzunehmen, müsste ein Kleinkind täglich etwa das fünffache der Schneemenge verzehren, die am 12.01.09 auf knapp drei Quadratmeter Fläche (ca. 0,2 μg BaP auf Folie 1) niederging. Fazit Die im Winterhalbjahr 2008/2009 in Karlsruhe aus dem einzigen Industrieschneeereignis am 12.01.09 untersuchten zwei Industrieschneeproben zeigen in der Summe eine deutlich höhere Belastung mit anorganischen und organischen Stoffen als Naturschnee im gleichen Zeitraum. Zur Bewertung der Messergebnisse wurden hilfsweise die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung 2001 sowie die Prüfwerte der Bundesbodenschutzverordnung, Wirkungspfad Boden-Grundwasser und Wirkungspfad Boden-Mensch herangezogen. Obwohl diesbezüglich Stoffgehalte im Industrieschnee deutlich überschritten wurden, ergibt sich - wegen der Seltenheit des Niederschlagsereignisses und wegen der notwendigen hohen oralen Aufnahmemenge - aus Sicht des Gesundheitsamtes Karlsruhe kein gesundheitliches Risiko. Die Naturschneeproben zeigen dabei weitaus geringere Stoffkonzentrationen, die meist an der analytischen Bestimmungsgrenze liegen. Vergleichsweise auffällig war lediglich der saure ph-Wert. 8 Anhang Übersicht der Messwerte im Vergleich zu den Grenz- und Prüfwerten * Summe aus Benzo-b+k-fluoranthen, Indeno-1,2,3-cd-pyren, Benzo-g,h,i-perylen n.b. = nicht bestimmbar (Bestimmungsgrenze) Industrie- schnee Industrie- schnee Nullprobe Naturschnee Folie 1 Naturschnee Folie 2 Folie 1 Folie 2 Parameter Grenzwert TVO 2001 Prüfwert Grundwasser BBodschVO Messwert Messwert Messwert Messwert Messwert Einheit Chlorid 250 --- n.b. 2,8 2,9 121 98,7 mg/l Sulfat 240 --- n.b. n.b. n.b. 14,7 9,5 mg/l Nitrat 50 --- n.b. 3,8 3,9 10,3 7,5 mg/l Nitrit 0,5 --- 0,03 n.b. n.b. 0,08 0,07 mg/l Fluorid gelöst 1,5 0,75 n.b. n.b. n.b. n.b. n.b. mg/l pH-Wert >6,5 - < 9,5 --- 7,01 4,41 4,3 7,56 6,96 Temperatur (zu pH) 21,7 18,2 18,2 22,8 22,5 °C elektr. LF bei 25°C 2790 12 38 35 474 396 μS/cm Naphthalin --- 2 n.b. n.b. n.b. 0,2 0,2 μg/l PAK TVO * (berechnet) 0,1 --- n.b. n.b. n.b. 0,42 0,15 μg/l PAK EPA Liste (15) --- 0,2 0 0,21 0,16 2,33 1,46 μg/l Arsen 0,01 0,01 n.b. n.b. n.b. n.b. n.b. mg/l Cadmium 0,005 0,005 n.b. n.b. n.b. 0,0005 n.b. mg/l Chrom gesamt 0,05 0,05 n.b. n.b. n.b. 0,012 0,009 mg/l Kupfer 2 0,05 n.b. 0,01 0,01 0,15 0,12 mg/l Nickel 0,02 0,05 n.b. 0,014 n.b. n.b. n.b. mg/l Blei 0,01 0,025 n.b. n.b. n.b. 0,026 0,021 mg/l Zink --- 0,5 0,02 0,12 0,07 0,29 0,26 mg/l Selen 0,01 0,01 n.b. n.b. n.b. n.b. n.b. mg/l Antimon 0,005 0,01 n.b. n.b. n.b. n.b. n.b. mg/l Aluminium 0,2 --- 0,02 0,06 0,07 0,98 0,8 mg/l Eisen gesamt 0,2 --- n.b. 0,1 0,08 2,4 2 mg/l Mangan gesamt 0,05 --- n.b. 0,03 0,03 0,17 0,09 mg/l Quecksilber --- 0,001 n.b. n.b. n.b. n.b. n.b. mg/l 9 Grenz- und Prüfwerte Zur Bewertung wurden die nachfolgenden Grenzwerte der deutschen Trinkwasserverordnung (TVO 2001) sowie die Prüfwerte des Wirkungspfades Boden-Grundwasser nach der Bundesbodenschutzverordnung (BBodSchVO) herangezogen. Parameter Einheit Grenzwert TVO 2001 Prüfwert Grundwasser BBodSchVO Chlorid mg/l 250 --- Sulfat mg/l 240 --- Nitrat mg/l 50 --- Nitrit mg/l 0,5 --- Fluorid gelöst mg/l 1,5 0,75 Phosphat gesamt mg/l --- --- pH-Wert --- >6,5 - < 9,5 --- elektr. LF bei 25°C bei 20°C μS/cm 2790 2500 --- TOC mg/l ohne anomale Veränderung --- AOX Summe LCKW μg/l μg/l 10 10 Naphthalin μg/l --- 2 PAK TrinkwVO μg/l 0,1 --- PAK EPA Liste (15) μg/l --- 0,2 Arsen mg/l 0,01 0,01 Cadmium mg/l 0,005 0,005 Chrom gesamt mg/l 0,05 0,05 Kupfer mg/l 2 0,05 Nickel mg/l 0,02 0,05 Blei mg/l 0,01 0,025 Zink mg/l --- 0,5 Selen mg/l 0,01 0,01 Antimon mg/l 0,005 0,01 Aluminium mg/l 0,2 --- Eisen gesamt mg/l 0,2 --- Mangan gesamt mg/l 0,05 --- Quecksilber mg/l --- 0,001 Thallium mg/l --- --- 10 Laborprüfberichte Nullprobe Probenummer: W08-52777 Entnahmestelle: Folie 1 - Nullprobe (mit 1000 ml dest. Wasser besprenkelt, 2h Standzeit) Parameter Methode Messwert Einheit BG Chlorid, IC DIN EN ISO 10304 n.b. mg/l 1 Sulfat DIN EN ISO 10304 n.b. mg/l 1 Nitrat DIN EN ISO 10304 n.b. mg/l 0,5 Nitrit DIN 26777 0,03 mg/l 0,03 Fluorid, gelöst DIN 38 405-D4 n.b. mg/l 1 Phosphat, gesamt DIN EN 1189 0,07 mg/l 0,04 pH-Wert DIN 38 404-C5 7,01 Temperatur (zu pH) DIN 38 404-C4 21,7 °C elektr. LF (25°C) DIN EN 27888 12 μS/cm TOC DIN EN 1484 1,6 mg/l 1 AOX DIN EN 1485 49 μg/l 10 Naphthalin mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,1 Acenaphthylen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Acenaphthen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Fluoren mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Phenanthren mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Anthracen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Fluoranthen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Pyren mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Benzo-a-anthracen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Chrysen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Benzo-b+k-fluoranthen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,02 Benzo-a-pyren (BaP) mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Indeno-1,2,3-cd-pyren mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Dibenzo-(a,h)-anthracen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Benzo-g,h,i-perylen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Summe PAK-EPA (16) mittels GC-MSD 0 μg/l Summe PAK-EPA (15) mittels GC-MSD 0 μg/l Arsen DIN EN ISO 11969(D18)n.b. mg/l 0,001 Cadmium DIN EN ISO 5961(E19) n.b. mg/l 0,0005 Chrom DIN EN 1233(E10) n.b. mg/l 0,005 Kupfer DIN 38406-E7 n.b. mg/l 0,005 Nickel DIN 38406-E11 n.b. mg/l 0,01 Blei DIN 38406-E6 n.b. mg/l 0,005 Zink DIN EN ISO 11885 0,02 mg/l 0,01 Selen DIN 38405-D23 n.b. mg/l 0,005 Antimon DIN 38405-D32 n.b. mg/l 0,005 Aluminium DIN EN ISO 11885 0,02 mg/l 0,01 Eisen, gesamt DIN EN ISO 11885 n.b. mg/l 0,01 Mangan DIN EN ISO 11885 n.b. mg/l 0,01 Quecksilber DIN EN 1483(E12) n.b. mg/l 0,0002 Thallium DIN 38406-E26 n.b. mg/l 0,001 n.b. = nicht bestimmbar; kleiner Bestimmungsgrenze (BG) 11 Naturschneeproben Probenummer: A09-55022 Entnahmestelle: Folie 1 - Naturschnee vom 5/6.01.09 Beprobte Fläche: 0,85 m 2 ; Neuschneeauflage: 6 cm Tauwassermenge: ca. 1,5L Parameter Methode Messwert Einheit BG Chlorid, IC DIN EN ISO 10304 2,8 mg/l 1 Sulfat DIN EN ISO 10304 n.b. mg/l 1 Nitrat DIN EN ISO 10304 3,8 mg/l 0,5 Nitrit DIN 26777 n.b. mg/l 0,03 Fluorid, gelöst DIN 38 405-D4 n.b. mg/l 1 Phosphat, gesamt DIN EN 1189 0,25 mg/l 0,04 pH-Wert DIN 38 404-C5 4,41 Temperatur (zu pH) DIN 38 404-C4 18,2 °C elektr. LF (25°C) DIN EN 27888 38 μS/cm TOC DIN EN 1484 1,0 mg/l 1 AOX DIN EN 1485 n.b. μg/l 10 Naphthalin mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,1 Acenaphthylen mittels GC-MSD 0,01 μg/l 0,01 Acenaphthen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Fluoren mittels GC-MSD 0,01 μg/l 0,01 Phenanthren mittels GC-MSD 0,06 μg/l 0,01 Anthracen mittels GC-MSD 0,03 μg/l 0,01 Fluoranthen mittels GC-MSD 0,01 μg/l 0,01 Pyren mittels GC-MSD 0,02 μg/l 0,01 Benzo-a-anthracen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Chrysen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Benzo-b+k-fluoranthen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,02 Benzo-a-pyren (BaP) mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Indeno-1,2,3-cd-pyren mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Dibenzo-(a,h)-anthracen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Benzo-g,h,i-perylen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Summe PAK-EPA (16) mittels GC-MSD 0,21 μg/l Summe PAK-EPA (15) mittels GC-MSD 0,21 μg/l Arsen DIN EN ISO 11969(D18)n.b. mg/l 0,001 Cadmium DIN EN ISO 5961(E19) n.b. mg/l 0,0005 Chrom DIN EN 1233(E10) n.b. mg/l 0,005 Kupfer DIN 38406-E7 0,010 mg/l 0,005 Nickel DIN 38406-E11 0,014 mg/l 0,01 Blei DIN 38406-E6 n.b. mg/l 0,005 Zink DIN EN ISO 11885 0,12 mg/l 0,01 Selen DIN 38405-D23 n.b. mg/l 0,005 Antimon DIN 38405-D32 n.b. mg/l 0,005 Aluminium DIN EN ISO 11885 0,06 mg/l 0,01 Eisen, gesamt DIN EN ISO 11885 0,10 mg/l 0,01 Mangan DIN EN ISO 11885 0,03 mg/l 0,01 Quecksilber DIN EN 1483(E12) n.b. mg/l 0,0002 Thallium DIN 38406-E26 n.b. mg/l 0,001 n.b. = nicht bestimmbar; kleiner Bestimmungsgrenze (BG) Überschreitungen von Grenzwerten der TVO 2001 und/ oder Prüfwerten der BBodschVO, Wirkungspfad Boden-Grundwasser, sind markiert. 12 Probenummer: A09-55023 Entnahmestelle: Folie 2 - Naturschnee vom 5/6.01.09 Beprobte Fläche: 0,85 m 2 ; Neuschneeauflage: 6 cm Tauwassermenge: ca. 1,8L Parameter Methode Messwert Einheit BG Chlorid, IC DIN EN ISO 10304 2,9 mg/l 1 Sulfat DIN EN ISO 10304 n.b. mg/l 1 Nitrat DIN EN ISO 10304 3,9 mg/l 0,5 Nitrit DIN 26777 n.b. mg/l 0,03 Fluorid, gelöst DIN 38 405-D4 n.b. mg/l 1 Phosphat, gesamt DIN EN 1189 n.b. mg/l 0,04 pH-Wert DIN 38 404-C5 4,30 Temperatur (zu pH) DIN 38 404-C4 18,2 °C elektr. LF (25°C) DIN EN 27888 35 μS/cm TOC DIN EN 1484 1,1 mg/l 1 AOX DIN EN 1485 n.b. μg/l 10 Naphthalin mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,1 Acenaphthylen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Acenaphthen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Fluoren mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Phenanthren mittels GC-MSD 0,04 μg/l 0,01 Anthracen mittels GC-MSD 0,01 μg/l 0,01 Fluoranthen mittels GC-MSD 0,05 μg/l 0,01 Pyren mittels GC-MSD 0,03 μg/l 0,01 Benzo-a-anthracen mittels GC-MSD 0,01 μg/l 0,01 Chrysen mittels GC-MSD 0,02 μg/l 0,01 Benzo-b+k-fluoranthen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,02 Benzo-a-pyren (BaP) mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Indeno-1,2,3-cd-pyren mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Dibenzo-(a,h)-anthracen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Benzo-g,h,i-perylen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Summe PAK-EPA (16) mittels GC-MSD 0,16 μg/l Summe PAK-EPA (15) mittels GC-MSD 0,16 μg/l Arsen DIN EN ISO 11969(D18)n.b. mg/l 0,001 Cadmium DIN EN ISO 5961(E19) n.b. mg/l 0,0005 Chrom DIN EN 1233(E10) n.b. mg/l 0,005 Kupfer DIN 38406-E7 0,010 mg/l 0,005 Nickel DIN 38406-E11 n.b. mg/l 0,01 Blei DIN 38406-E6 n.b. mg/l 0,005 Zink DIN EN ISO 11885 0,07 mg/l 0,01 Selen DIN 38405-D23 n.b. mg/l 0,005 Antimon DIN 38405-D32 n.b. mg/l 0,005 Aluminium DIN EN ISO 11885 0,07 mg/l 0,01 Eisen, gesamt DIN EN ISO 11885 0,08 mg/l 0,01 Mangan DIN EN ISO 11885 0,03 mg/l 0,01 Quecksilber DIN EN 1483(E12) n.b. mg/l 0,0002 Thallium DIN 38406-E26 n.b. mg/l 0,001 n.b. = nicht bestimmbar; kleiner Bestimmungsgrenze (BG) Überschreitungen von Grenzwerten der TVO 2001 und/ oder Prüfwerten der BBodschVO, Wirkungspfad Boden-Grundwasser, sind markiert. 13 Industrieschneeproben Probenummer: A09-55062 Entnahmestelle: Folie 1 - Industrieschnee vom 12.01.09 Beprobte Fläche: 2,89 m 2 ; Industrieschneeauflage: 0,5cm Tauwassermenge: ca. 1,4 L Parameter Methode Messwert Einheit BG Chlorid, IC DIN EN ISO 10304 121 mg/l 1 Sulfat DIN EN ISO 10304 14,7 mg/l 1 Nitrat DIN EN ISO 10304 10,3 mg/l 0,5 Nitrit DIN 26777 0,08 mg/l 0,03 Fluorid, gelöst DIN 38 405-D4 n.b. mg/l 1 Phosphat, gesamt DIN EN 1189 3,73 mg/l 0,04 pH-Wert DIN 38 404-C5 7,56 Temperatur (zu pH) DIN 38 404-C4 22,8 °C elektr. LF (25°C) DIN EN 27888 474 μS/cm TOC DIN EN 1484 n.a. mg/l 1 AOX DIN EN 1485 n.a. μg/l 10 Naphthalin mittels GC-MSD 0,2 μg/l 0,1 Acenaphthylen mittels GC-MSD 0,10 μg/l 0,01 Acenaphthen mittels GC-MSD n.b. μg/l 0,01 Fluoren mittels GC-MSD 0,06 μg/l 0,01 Phenanthren mittels GC-MSD 0,38 μg/l 0,01 Anthracen mittels GC-MSD 0,11 μg/l 0,01 Fluoranthen mittels GC-MSD 0,37 μg/l 0,01 Pyren mittels GC-MSD 0,32 μg/l 0,01 Benzo-a-anthracen mittels GC-MSD 0,13 μg/l 0,01 Chrysen mittels GC-MSD 0,26 μg/l 0,01 Benzo-b+k-fluoranthen mittels GC-MSD 0,25 μg/l 0,02 Benzo-a-pyren (BaP) mittels GC-MSD 0,14 μg/l 0,01 Indeno-1,2,3-cd-pyren mittels GC-MSD 0,10 μg/l 0,01 Dibenzo-(a,h)-anthracen mittels GC-MSD 0,04 μg/l 0,01 Benzo-g,h,i-perylen mittels GC-MSD 0,07 μg/l 0,01 Summe PAK-EPA (16) mittels GC-MSD 2,53 μg/l Summe PAK-EPA (15) mittels GC-MSD 2,33 μg/l Arsen DIN EN ISO 11969(D18)n.b. mg/l 0,001 Cadmium DIN EN ISO 5961(E19) 0,0005 mg/l 0,0005 Chrom DIN EN 1233(E10) 0,012 mg/l 0,005 Kupfer DIN 38406-E7 0,150 mg/l 0,005 Nickel DIN 38406-E11 n.b. mg/l 0,01 Blei DIN 38406-E6 0,026 mg/l 0,005 Zink DIN EN ISO 11885 0,29 mg/l 0,01 Selen DIN 38405-D23 n.b. mg/l 0,005 Antimon DIN 38405-D32 n.b. mg/l 0,005 Aluminium DIN EN ISO 11885 0,98 mg/l 0,01 Eisen, gesamt DIN EN ISO 11885 2,40 mg/l 0,01 Mangan DIN EN ISO 11885 0,17 mg/l 0,01 Quecksilber DIN EN 1483(E12) n.b. mg/l 0,0002 Thallium DIN 38406-E26 n.b. mg/l 0,001 n.b. = nicht bestimmbar; kleiner Bestimmungsgrenze (BG) n.a. = nicht analysiert, zu geringe Probenmenge vorhanden Überschreitungen von Grenzwerten der TVO 2001 und/ oder Prüfwerten der BBodschVO, Wirkungspfad Boden-Grundwasser, sind markiert. 14 Probenummer: A09-55063 Entnahmestelle: Folie 2 - Industrieschnee vom 12.01.09 Beprobte Fläche: 2,89 m 2 ; Industrieschneeauflage: 0,2cm Tauwassermenge: ca. 0,7 L Parameter Methode Messwert Einheit BG Chlorid, IC DIN EN ISO 10304 98,7 mg/l 1 Sulfat DIN EN ISO 10304 9,5 mg/l 1 Nitrat DIN EN ISO 10304 7,5 mg/l 0,5 Nitrit DIN 26777 0,07 mg/l 0,03 Fluorid, gelöst DIN 38 405-D4 n.b. mg/l 1 Phosphat, gesamt DIN EN 1189 2,83 mg/l 0,04 pH-Wert DIN 38 404-C5 6,96 Temperatur (zu pH) DIN 38 404-C4 22,5 °C elektr. LF (25°C) DIN EN 27888 396 μS/cm TOC DIN EN 1484 n.a. mg/l 1 AOX DIN EN 1485 n.a. μg/l 10 Naphthalin mittels GC-MSD 0,2 μg/l 0,1 Acenaphthylen mittels GC-MSD 0,06 μg/l 0,01 Acenaphthen mittels GC-MSD 0,02 μg/l 0,01 Fluoren mittels GC-MSD 0,07 μg/l 0,01 Phenanthren mittels GC-MSD 0,42 μg/l 0,01 Anthracen mittels GC-MSD 0,09 μg/l 0,01 Fluoranthen mittels GC-MSD 0,25 μg/l 0,01 Pyren mittels GC-MSD 0,18 μg/l 0,01 Benzo-a-anthracen mittels GC-MSD 0,05 μg/l 0,01 Chrysen mittels GC-MSD 0,11 μg/l 0,01 Benzo-b+k-fluoranthen mittels GC-MSD 0,09 μg/l 0,02 Benzo-a-pyren (BaP) mittels GC-MSD 0,05 μg/l 0,01 Indeno-1,2,3-cd-pyren mittels GC-MSD 0,04 μg/l 0,01 Dibenzo-(a,h)-anthracen mittels GC-MSD 0,01 μg/l 0,01 Benzo-g,h,i-perylen mittels GC-MSD 0,02 μg/l 0,01 Summe PAK-EPA (16) mittels GC-MSD 1,66 μg/l Summe PAK-EPA (15) mittels GC-MSD 1,46 μg/l Arsen DIN EN ISO 11969(D18)n.b. mg/l 0,001 Cadmium DIN EN ISO 5961(E19) n.b. mg/l 0,0005 Chrom DIN EN 1233(E10) 0,009 mg/l 0,005 Kupfer DIN 38406-E7 0,120 mg/l 0,005 Nickel DIN 38406-E11 n.b. mg/l 0,01 Blei DIN 38406-E6 0,021 mg/l 0,005 Zink DIN EN ISO 11885 0,26 mg/l 0,01 Selen DIN 38405-D23 n.b. mg/l 0,005 Antimon DIN 38405-D32 n.b. mg/l 0,005 Aluminium DIN EN ISO 11885 0,80 mg/l 0,01 Eisen, gesamt DIN EN ISO 11885 2,00 mg/l 0,01 Mangan DIN EN ISO 11885 0,09 mg/l 0,01 Quecksilber DIN EN 1483(E12) n.b. mg/l 0,0002 Thallium DIN 38406-E26 n.b. mg/l 0,001 n.b. = nicht bestimmbar; kleiner Bestimmungsgrenze (BG) n.a. = nicht analysiert; zu geringe Probenmenge vorhanden Überschreitungen von Grenzwerten der TVO 2001 und/ oder Prüfwerten der BBodschVO, Wirkungspfad Boden-Grundwasser, sind markiert. 15