Beirat für Menschen mit Behinderungen - Jahresbericht 2008

Vorlage: 22452
Art: Beschlussvorlage
Datum: 31.03.2020
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Neureut, Nordstadt

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 28.04.2009

    TOP: 2

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Vorlage_Jahresbericht
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 62. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 28.04.2009 1712 2 öffentlich Dez. 3 Beirat für Menschen mit Behinderungen - Jahresbericht 2008 Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Sozialausschuss 08.04.2009 8 Kenntnisnahme Gemeinderat 28.04.2009 2 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Sozialausschuss - den Jahresbericht 2008 des Beirats für Menschen mit Behinderungen zur Kenntnis und bedankt sich bei den Mitgliedern für ihre engagierte Arbeit. Der Gemeinderat beglückwünscht die alten und neuen Mitglieder des Behindertenbeirats zu ihrer Wahl und freut sich auf die weitere kooperative Zusammenarbeit in der neuen Geschäftsperiode des Beirats. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Sozialausschuss - den Jahresbericht 2008 des Beirats für Menschen mit Behinderungen zur Kenntnis und bedankt sich bei den Mitgliedern für ihre engagierte Arbeit. Der Gemeinderat beglückwünscht die alten und neuen Mitglieder des Behindertenbeirats zu ihrer Wahl und freut sich auf die weitere kooperative Zusammenarbeit in der neuen Geschäftsperiode des Beirats. Hauptamt - Sitzungsdienste - 17. April 2009

  • Anlage Jahresbericht 2008
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Sozial- und Jugendbehörde Beirat für Menschen mit Behinderungen Jahresbericht 2008 Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 2 - Impressum Herausgeber Beirat für Menschen mit Behinderungen der Stadt Karlsruhe Bearbeitung Stefanie Ritzmann, Vorsitzende des Beirats Manfred Weber, stellvertretender Vorsitzender unter Mitwirkung weiterer Mitglieder des Beirats sowie der Behindertenkoordinatorin der Stadt Karlsruhe Frau Martina Warth-Loos Druck Februar 2009 Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 3 - Inhaltsverzeichnis I. Der Beirat für Menschen mit Behinderungen ................................................ 5 Arbeitsweise im Berichtsjahr 2008 .............................................................. 5-7 II. Tätigkeitsbericht 2008 ...................................................................................... 7 1. Themenschwerpunkte des Jahres ........................................................ 7-12 2. Öffentlichkeitsarbeit ............................................................................ 12-13 III. Neuwahlen ................................................................................................ 14-16 IV. Einschätzung der Erfolge und Hemmnisse Zusammenfassender Ausblick ................................................................ 16-18 Anlagen Pressespiegel Aktualisierte Liste der Mitglieder Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 4 - Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 5 - I. Der Beirat für Menschen mit Behinderungen Arbeitsweise im Berichtsjahr 2008 Zahl der Sitzungen Im letzten Jahr der Wahlperiode 2008 führte der Beirat für Menschen mit Behinderungen vier Plenumssitzungen durch. Zur Vor- und Nachbereitung traf sich der Vorstand, um die unterschiedlichen Themen zu diskutieren, Beschlüsse aus den Sitzungen umzusetzen und Gespräche mit unterschiedlichen Partnern vor- und nachzubereiten. Zwischen den Plenumssitzungen trafen sich verschiedene Beiratsmitglieder in themenbezogenen Arbeitsgruppen. Veränderungen Im Geschäftsjahr 2008 stimmte das Plenum des Beirats zu, bis zum Ende der ersten Wahlperiode eine Vertretung des Stadt- und Kreisverbandes der Gehörlosen als ständigen Gast bei den Sitzungen zuzulassen, nachdem Herr Dorn aus beruflichen gründen nicht mehr an den Sitzungen teilnehmen konnte und der Platz für die Gehörlosen im Beirat somit nicht mehr besetzt war. Frau Burkart kam als Gast für die gehörlosen Menschen. Herr Andreas Bayer nahm einige Male an den Sitzungen teil, da er die Arbeit des Beirats kennen lernen wollte, um zu entscheiden, ob er sich zutraut bei den Wahlen zum Jahresende für die Gruppe der Menschen mit geistiger Behinderung zu kandidieren. Änderung des Leitfadens und der Geschäftsordnung Durch die Aktivitäten des Beirats in vielen verschiedenen Bereichen hat inzwischen auch die Arbeit des Vorstandes deutlich zugenommen. Wenn dann mal jemand krank wird, wie dies im vergangenen Jahr der Fall war, merkt man, dass ein Stellvertreter zu wenig ist, wenn auf dessen Schultern dann alle Arbeit lastet. Der Vorstand schlug deshalb vor, den Leitfaden dahingehend abzuändern, dass der Vorstand zukünftig aus einem/r geschäftsführenden Vorsitzenden/m und zwei Stellvertretungen besteht. Hierzu musste der Leitfaden im Abschnitt 3 wie folgt geändert werden: „Die stimmberechtigten Mitglieder des Beirats wählen in ihrer konstituierenden Sitzung aus ihrer Mitte eine/n geschäftsführende/n Vorsitzende/n sowie zwei Stellvertretungen. Diese vertreten den Beirat nach außen“ Die Änderung der Satzung wurde durch Offenlagebeschluss vom 19./20.08.2008 seitens des Gemeinderates gebilligt. Die Geschäftsordnung wurde anschließend entsprechend angepasst. Gespräche mit den Fraktionen Der Vorstand des Beirats führte im letzten Jahr der Wahlperiode ein Jahresgespräch mit den Fraktionen von CDU, SPD, GRÜNE, FDP/Aufbruch und erstmalig auch mit der KAL. Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 6 - Die Themen dabei waren vor allem • Hauptbahnhof • weitere barrierefreie Wahllokale • weitere barrierefreie öffentlich Gebäude/Vorlage Sozialausschuss • Informationen über die weiteren geplanten Aktionen des Beirats Der Beirat für Menschen mit Behinderungen möchte sich an dieser Stelle für die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit allen Fraktionen und für die große Unterstützung bedanken. Halbjahresgespräche mit Herrn Bürgermeister Denecken Auch im 5. und letzten Geschäftsjahr traf sich der Vorstand des Beirats für Menschen mit Behinderungen zu zwei Gesprächen mit Herrn Erstem Bürgermeister Denecken. Die wichtigsten Anliegen des Beirats, die auch in den Gesprächen mit den einzelnen Fraktionen Gesprächsthema waren, wurden hier nochmals angesprochen. Herr Erster Bürgermeister Denecken hatte immer ein offenes Ohr für unsere Belange und wir konnten uns auf seine volle Unterstützung verlassen. Hierfür und für die gute, konstruktive und faire Zusammenarbeit, möchten wir uns recht herzlich bedanken. Kontakt mit dem Stadtseniorenrat Der Behindertenbeirat kann als Gast an allen Sitzungen des Stadtseniorenrats teilnehmen und sich an der Diskussion beteiligen. Dieses Mandat wird von Manfred Weber wahrgenommen. Im Januar 2008 war unter anderem das Thema „Bürgeraktionszentren“ auf der Tagesordnung. Herr Weber regt an, dass alle Bürgerzentren barrierefrei zugänglich sein sollten. Im November informierte Herr Weber den Stadtseniorenrat über die Probleme der Barrierefreiheit am Hauptbahnhof Karlsruhe, auf dem Bahnhofsvorplatz und im Haus Solms. Die Durchsagen in den Straßenbahnen mobiltätseingeschränkten Fahrgästen einen Sitzplatz einzuräumen wurden ursprünglich vom Stadtseniorenrat vorgeschlagen; der Behindertenbeirat schloss sich diesem Anliegen an. Mittlerweile wurde die Anzahl der Haltestellen, an denen diese Durchsagen erfolgen, erhöht. Zusammenarbeit mit dem Forum Ehrenamt Als Vertreterin des Behindertenbeirats ging Frau Gabriele Becker weiterhin zu den Treffen des Forums Ehrenamt und berichtete dem Beirat 2008 über die dortigen Aktivitäten und Treffen. Die Schwerpunktthemen beim Forum Ehrenamt waren Jugendliche im bürgerschaftlichen Engagement, die interkulturelle Öffnung und Anerkennung von bürgerschaftlichen Engagement, sowie die Zertifikatsrichtlinien für unternehmerisches Engagement. Damit Jugendliche nicht nur mit Negativ- Schlagzeilen in den Medien stehen, wurde erstmals von Herrn Oberbürgermeister Heinz Fenrich ein Jugendwettbewerb mit dem Titel "Mensch, gut gemacht!" ausgelobt. Jugendliche im Alter von 11 bis 18 Jahren, die sich auf eine besondere Art und Weise für andere Menschen bürgerschaftlich engagiert haben, wurden bei Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 7 - einer offiziellen Preisverleihung gewürdigt. Des Weiteren möchte das Forum Ehrenamt Konzepte entwickeln, um auch Menschen mit Migrationshintergrund im bürgerschaftlichen Engagement bei Vereinen, Organisationen etc. besser einzubinden. Entsprechende Workshops für diesen Bereich sind im Frühjahr 2009 geplant. Beteiligung im Fahrgastbeirat Herr Pirk vertritt uns als festes Mitglied im Fahrgastbeirat und berichtet regelmäßig über relevante Themen zur Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr. Wir begrüßen es sehr, dass der Behindertenbeirat auch bei diesem für uns sehr wichtigen Thema eine offizielle Vertretung bei den Verkehrsbetrieben inne hat. Beteiligung des Beirats in den städtischen Ausschüssen Aus den Ausschüssen, Planungsausschuss, Jugendhilfeausschuss und Sozialausschuss berichteten die entsandten Delegierten des Behindertenbeirats regelmäßig in den Plenumssitzungen über die für den Beirat relevanten Themen. Wie wichtig die einzelnen Vertreter/-innen in den Ausschüssen sind, zeigte sich auch wieder im Jahr 2008. II. Tätigkeitsbericht 2008 1. Themenschwerpunkte des Jahres Barrierefreier Einzelhandel – Wunsch und Wirklichkeit Zur ersten Sitzung im Jahr 2008 hatte der Behindertenbeirat Herrn Binoth, Citymanager beim Stadtmarketing Karlsruhe eingeladen. Zur Einführung dieses Themas wurde Herr Binoth auf den vom Behindertenbeirat verabschiedeten Kriterienkatalog zur Barrierefreiheit sowie auf den Masterplan 2015, in welchem als Zielsetzung die Barrierefreiheit in den öffentlichen Lebensbereichen formuliert ist, hingewiesen. Die Wirklichkeit im Jahr 2008 sieht für Menschen mit Behinderungen noch ziemlich anders aus und es stellt sich deshalb die Frage, was getan werden kann, um die Situation zu verbessern und wo der Citymanager die Betroffenen hier gegebenenfalls durch Einwirken auf den Einzelhandel unterstützen kann. Vor einigen Jahren gab es schon einmal die Überlegung, angelehnt an das Zertifikat „Seniorenfreundlicher Service“ ein „Behindertenfreundlichkeitszertifikat“ zu entwickeln. Das Stadtmarketing überlegt ein „5 Sterne Zertifikat“ einzuführen. Dies soll die Bereiche Service, Senioren, Behinderte, Kinder und Qualität“ beinhalten. Die Idee der Zertifizierung könnte, nach Aussagen von Herrn Binoth, im Behindertenbereich auch gerne wieder aufgegriffen werden. Im Gespräch mit Herrn Binoth wurde allerdings deutlich, dass ebenso wie bei den Gesprächen mit den Verantwortlichen im Hotel- und Gastronomiebereich kaum ein Ansatz erkennbar ist, wie die baulichen Gegebenheiten der erkennbar mangelnden Barrierefreiheit im Einzelhandel verbessert werden könnten. Außer Vermarktungsstrategien war nicht erkennbar, dass eine Einflussnahme stattfinden kann. Eine gewisse Grundskepsis blieb nach dem Gespräch vorhanden. Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 8 - Nach der Diskussion in der Sitzung des Behindertenbeirats mit Herrn Binoth vom Stadtmarketing hat eine Kleingruppe daran gearbeitet, ob ein Zertifikat ähnlich wie das Zertifikat „Seniorenfreundlicher Service“ eingeführt werden soll. Einige Ideen und Anregungen wurden intensiv besprochen und dennoch bestand auch nach dem Gespräch Unklarheit darüber, wie das Thema sinnvoll und erfolgreich angegangen werden kann. Für den Beirat stellt sich aktuell die Frage, wie viel Engagement man noch reingeben will, um die Initiative weiterzuverfolgen, da derzeit kein Ansatz für ein Weiterkommen erkennbar ist. Eine Möglichkeit, das Thema noch von einer anderen Seite aus anzugehen, wäre nach Einschätzung von Herrn Weber, auf den Masterplan hinzuweisen und seitens der Stadt auf die Geschäfte zuzugehen, um sie für Barrierefreiheit zu gewinnen. Eine Idee war auch, gute Beispiele aufzuzeigen und der Gastronomie als Beratergremium zur Verfügung zu stehen. Der gute Wille von Herrn Binoth wird anerkannt, aber kein Sinn darin gesehen, derzeit Energie in dieses Thema zu stecken. Fahrgastschiff Ein neues Fahrgastschiff ist in Planung und dieses Schiff soll barrierefrei sein. Die Direktion des Rheinhafens trat mit der Bitte um Anregungen hierzu auf den Vorstand zu und bat um ein Treffen. Dieses Treffen war im März 2008. Das Schiff soll ca. 45 Meter lang und 11 Meter breit sein und 4 Ebenen haben. Im Schiff werden ein Fahrstuhl und eine Behindertentoilette vorhanden sein. Die Ideen und Anregungen des Beirats, wie beispielsweise die Ausstattung des WC mit Euroschlüssel, beidseitige Handläufe mit waagrechtem Auslauf an den Treppen, blindengerechtes Bedientableau im Aufzug, kontrastreiche Beschriftung und Treppenmarkierungen wurden freundlich aufgenommen. Öffentlicher Personennahverkehr Eine neue Broschüre „Mobilität für alle“ wurde in Zusammenarbeit mit den Karlsruher Verkehrsbetrieben (KVV) und dem Behindertenbeirat heraus gebracht. In dieser Broschüre sind Informationen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in und um Karlsruhe zusammengestellt. Neue Beschilderungen in Bahnen und Bussen sind eingeführt worden. Diese sollen zu einer Vereinheitlichung und einer besseren Erkennbarkeit der Symbole sowohl außen als auch innen verhelfen. Auch ein neuer Liniennetzplan für Sehbehinderte und Blinde ist herausgebracht worden. Durch die geänderte Linienführung der Straßenbahnen wurde der bisherige Liniennetzplan für sehbehinderte und blinde Menschen unbrauchbar. Der Behindertenbeirat konzipierte in Kooperation mit den KVV und dem Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS) eine Neuauflage des Liniennetzplans. Dieser ist in DIN A4 Format mit einer Spiralbindung versehen und in Großdruck und Brailleversion kostenfrei bei den Verkaufstellen der KVV erhältlich. Der Liniennetzplan hat nun den Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 9 - Vorteil, dass jederzeit Änderungen oder Ergänzungen mit wenig Kosten- und Zeitaufwand durchgeführt werden können. In einem Schreiben an den KVV hat der Vorstand des Beirats Kritik an der Durchsage geübt, die seit einiger Zeit in Fahrzeugen des KVV bei Erreichen des Marktplatzes zu hören ist. In einer Antwort wurde uns mitgeteilt, dass die bestehende Durchsage zukünftig durch eine weitere ergänzt wird: „Bitte überlassen Sie den Sitzplatz dem, der ihn nötiger hat“. Diese Ansagen werden auch an den Haltestellen Kronenplatz, Europaplatz und Kongresszentrum zu hören sein. Europabad Der Beirat für Menschen mit Behinderungen wurde bereits im Jahr 2005 in die Planungen beim Bau des neuen Freizeitbades einbezogen. Nach Fertigstellung des Bades erfolgte eine Begehung des Bades in einer Kleingruppe. Viele Anregungen des Beirates wurden aufgegriffen und umgesetzt. Das Europabad wird jedoch für Menschen mit Handicaps eher nicht völlig alleine zu nutzen sein, da es als Spaßbad für die ganze Familie angelegt ist und ein ruhiges Baden nicht das Ziel des Bades darstellt. Frau Ritzmann wurde zur Aufsichtsratsitzung der Bäderbetriebe eingeladen. Ziel war zu erfahren, wie die verschiedenen Zielgruppen das Bad erleben und wie das Interesse am Bad gesteigert werden kann. Sie konnte in der Sitzung keine konkreten Rückmeldungen geben, da ihr keine Informationen von behinderten Besuchern bekannt waren. In der Sitzung des Aufsichtsrates wurde vorgeschlagen einen Schnuppertag für Behinderte zu machen. Dieser Vorschlag wurde in der Sitzung des Beirats mit gegensätzlichen Auffassungen diskutiert. Positiv wurde das diesbezügliche Engagement des Aufsichtsrates bewertet und die Bereitschaft behinderten Besucherinnen und Besucher auf diesem Weg besser mit dem Bad vertraut zu machen. Barrierefreie Hotels Die weiteren Gespräche mit der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH und der DEHOGA, mehr Hotels zu barrierefreien Umbauten zu bewegen; verliefen erfolglos. Es besteht ein Kontakt zu den Bauherren des neuen Hotels AVIVA in der Nordstadt. Außerdem ist auch ein Kontakt hergestellt worden zum Management der IBIS Hotelkette, die das ehemalige Postgebäude am Hauptbahnhof zu einem Hotel umbauen. Die geführten Gespräche, die Herr Fischer mit den zuständigen Bauherren und Manager geführt hatte, sind Erfolg versprechend verlaufen. Barrierefreie Wahllokale Am 07. Juni 2009 finden die Europa- und die Gemeinderatswahlen statt und im September 2009 stehen die Bundestagswahlen an. Unser Ziel ist, dass in Karlsruhe bis zu diesen Wahlen möglichst viele Wahllokale und Wahlräume barrierefrei erreichbar sind. Mit der Verabschiedung des Behindertengleichstellungsgesetzes wurde auch eine Änderung der Bundeswahlordnung vorgenommen. Nach § 46 Abs.1 sollen die Wahlräume nach den örtlichen Verhältnisse so ausgewählt und eingerichtet werden, dass allen Wahlberechtigten, einschließlich behinderter und anderen Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen, die Teilnahme an der Wahl möglichst erleichtert wird. Bei Wahlen ab dem Jahr 2010 soll jeder Wahlraum barrierefrei im Sinne des § 4 des Gesetzes zur Gleichstellung behinderter Menschen sein. Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 10 - Wir wandten uns wegen der Ausweitung der barrierefreien Wahlräume in einem Schreiben an Herrn Oberbürgermeister Heinz Fenrich. Seiner Stellungnahme entnehmen wir u. a., dass in Karlsruhe nach derzeitigem Stand 102 der insgesamt 192 Urnenwahlbezirke barrierefrei zugänglich sind. Gegenüber dem Jahr 2006 können somit weitere Wahlräume barrierefrei erreicht werden. Uns wurde versichert, dass auch im Hinblick auf künftige Wahljahre dem barrierefreien Ausbau der Karlsruher Wahllokale, die vorwiegend in Schulgebäuden untergebracht sind, ein wichtiger Stellenwert beigemessen wird. Wir werden die Entwicklung im Auge behalten. Hauptbahnhof Karlsruhe noch nicht barrierefrei Das Anliegen des Barrierefreien Umbaus des Hauptbahnhofs Karlsruhe beschäftigt uns schon seit dem Jahr 2006. Mit Unterstützung der Politik haben wir die Angelegenheit so weit vorangetrieben, dass im Juli 2008 die grundsätzliche Entscheidung fiel, den Karlsruher Hauptbahnhof in das Bahnhofsmodernisierungsprogramm aufzunehmen. Dies teilte der Baden- Württembergische Innenminister Heribert Rech den Karlsruher Landtagsabgeordneten mit. Diese waren auf Wunsch des Behindertenbeirats mit einer erneuten Anfrage beim Innenministerium vorstellig geworden. Laut Auskunft des Ministers ist die barrierefreie Erschließung der noch nicht erschlossenen Bahnsteige durch drei Aufzüge, die Erhöhung einzelner Bahnsteige und die Modernisierung des Empfangsgebäudes grundsätzlich im Programmentwurf aufgenommen. Die Finanzierung des Projekts ist allerdings noch nicht abschließend geregelt. Grundsätzliche Bereitschaft vom Land Baden-Württemberg und der Bahn, sich an der Finanzierung zu beteiligen, scheint bereits vorzuliegen. Unklar ist auch noch, ob alle wesentlichen Wünsche des Behindertenbeirats bei den Umbaumaßnahmen Berücksichtigung finden. Auf den von uns geäußerten Wunsch, in die entsprechenden Planungen mit einbezogen zu werden, ist man bis zur Erstellung dieses Tätigkeitsberichts nicht eingegangen. Im September 2008 zeichnete die „Allianz pro Schiene“ den Hauptbahnhof Karlsruhe als kundenfreundlichsten Großstadtbahnhof aus. Auch wir freuten uns über diese Auszeichnung, mussten aber darauf hinweisen, dass dies für die Gruppe der behinderten Menschen wohl noch nicht gilt. Denn der barrierefreie Umbau des Hauptbahnhofs steht noch aus. Dies griffen vor allem die BNN in zwei Berichten auf. Bei der Feierstunde anlässlich der Preisübergabe sagten Oberbürgermeister Heinz Fenrich und Minister Heribert Rech „ein schnelles Handeln von Stadt und Land“ in dieser Angelegenheit zu. Bürgerservice und Sicherheit – Barrierefreies Bürgerbüro Im Herbst 2008 nahm die Leiterin des Bürgerbüros von Bürgerservice und Sicherheit (BuS) Frau Speck Kontakt mit dem Vorstand des Beirats auf. Anlass war ein Projektauftrag der neuen Amtsleitung von BuS, in Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeirat, der Behindertenbeauftragten der Stadt Karlsruhe und dem Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 11 - Schwerbehindertenvertreter von Bürgerservice und Sicherheit, nach Möglichkeiten zu suchen, wie die Barrierefreiheit im Bürgerbüro optimiert werden kann. Es soll u. a. geprüft werden, ob die Einrichtung eines speziellen Schalters für Menschen mit Behinderungen und Frauen (Männer) mit Kinderwägen im neuen Bürgerbüro Mitte sinnvoll und machbar wäre. Am 10.11.2008 trafen sich Vertreter des Beirats mit Frau Speck zu einem Erstgespräch. Neben der Behindertenkoordinatorin Frau Warth-Loos, nahmen vom Beirat die Frau Becker, Frau Ritzmann und Frau Strunck, Herr Fischer und Herr Weber teil. Zusätzliche Teilnehmer waren Frau Burkard, Herr Collet vom Gehörlosenzentrum und Frau Pfaffenberger als Dolmetscherin. Im Verlauf des Gesprächs wurden von den Beteiligten aus Sicht der jeweiligen Behinderungsart unterschiedliche Anforderungen formuliert, die an die Zuwege und einen solchen Schalter gestellt werden müssen. Frau Speck wird das Thema weiter bearbeiten und dann nochmals auf die Mitglieder des Beirats zukommen. Persönliches Budget Zum Thema „Persönliches Budget“ wurde Herr Kreuzinger, Mitarbeiter der Sozial- und Jugendbehörde Karlsruhe Abteilung Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen, eingeladen, um dem Behindertenbeirat einen Überblick über den momentanen Sachstand zu geben. Seit 2004 erhielten in Modellprojekten bundesweit ca. 900 Menschen ein sogenanntes Persönliches Budget (PB) anstatt der bisherigen Sachleistungen. In Karlsruhe erhalten seit 2006 sechs Menschen ein PB. Im Anschluss des sehr guten und umfangreichen Vortrages war noch Gelegenheit gegeben Fragen zu stellen und zu diskutieren. Barrierefreie öffentliche Gebäude/Neue Liste Der Behindertenbeirat verfolgt seit Beginn des Projektes „Barrierefreie Stadt Karlsruhe“ in Kooperation mit der Gebäudewirtschaft der Stadt Karlsruhe die Umsetzung der Umbaumaßnahmen aus der ersten Prioritätenliste. Zusätzlich ist zu vermelden, dass weitere barrierefreie Umbauten an städtischen Gebäuden vorgenommen wurden. Dies sind im Einzelnen: Änderung der Aufzugsanlage in der Erich-Kästner-Schule, Einbau eines Behinderten WC in der Carl-Benz-Halle, Einbau eines Behinderten-WC in der Rheinstrandhalle Daxlanden, mehrere Maßnahmen an der Anne-Frank-Schule, Einbau eines barrierefreien Aufzuges im Begegnungszentrum Grötzingen und Einbau eines Behinderten-WC in der Festhalle Durlach. Dies freut uns sehr. Im Zusammenhang mit der Umsetzung der Zielvorgaben des Masterplans 2015 beantragte die SPD-Gemeinderatsfraktion, dass die Stadt Karlsruhe eine Gesamtliste aller städtischen Gebäude vorlegt. Dabei sollte erkennbar sein, welche Gebäude bereits barrierefrei sind und ein Zeitplan erstellt werden, wie bis 2015 alle öffentlichen Gebäude barrierefrei zugänglich gemacht werden können. Zusätzlich sollte auch auf die Problematik der barrierefreien Umrüstung der Landes- und Bundeseinrichtungen eingegangen werden. Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 12 - Die Gebäudewirtschaft erstellte eine umfangreiche Liste aller städtischen Gebäude, die über Frau Warth-Loos dem Behindertenbeirat übermittelt wurde. Darin waren insgesamt 886 Gebäude aufgelistet. Nach einer ersten Vorsortierung blieben noch 531 Gebäude übrig, die als öffentlich zugängliche Gebäude relevant erschienen. Die Gebäude wurden von der Gebäudewirtschaft teilweise als barrierefrei zugänglich gekennzeichnet, teilweise lagt keine Kennzeichnung vor. Da allen Beteiligten klar ist, dass keine 531 Gebäude umgebaut werden können, befasste sich eine Kleingruppe des Behindertenbeirats bestehend aus Herrn Fischer, Herrn Pirk, Frau Strunck und Frau Ritzmann mit einer Bewertung und Priorisierung der Gebäudeliste. Die Kleingruppe wurde seitens der Sozial- und Jugendbehörde durch Herrn Kreuzinger unterstützt. In mühsamer Kleinarbeit wurden folgende Gebäudekategorien gebildet: - Kultur und Begegnungszentren - Öffentliche Verwaltung - Öffentliche Toilettenanlagen - Bäder - Friedhöfe und Aussegnungshallen Innerhalb dieser Kategorien wurden dann Gebäude aus der erstellten Gesamtliste ausgewählt, die aus Sicht des Beirats in den nächsten Jahren bevorzugt barrierefrei umgebaut werden sollten. Diese Ausarbeitung wurde seitens der Sozial- und Jugendbehörde in einer Vorlage zusammengefasst und im Sozialausschuss im November 2008 vorgelegt. Schulen und Kindertageseinrichtungen wurden nicht mehr explizit in die Liste aufgenommen, da diese einen so hohen Stellenwert haben, dass gefordert wird hier grundsätzlich baldmöglichst vollständige Barrierefreiheit herzustellen. Die Vorlage wurde im Sozialausschuss positiv aufgenommen. Im nächsten Schritt muss nun die Gebäudewirtschaft eine erste Bewertung des Umbaubedarfes der einzelnen Gebäude vornehmen. Diese muss dem Gemeinderat dann zur weiteren Entscheidung vorgelegt werden, damit eine kostenkontrollierte Planung erfolgen kann. Der Behindertenbeirat steht als Beratungsgremium hier der Gebäudewirtschaft gerne zur Verfügung. Unsererseits verfolgen wir das Ziel, dass Finanzmittel zum Umbau von Gebäuden aus dieser Liste zum Umbau in den Doppelhaushalt 2011/2012 eingestellt werden. Mit dem geplanten Aufzug im Haus Solms, dem Aufzug in der Beratungsstelle des Sozialen Dienstes in der Kochstr., dem endgültigen Abschluss der Projektliste „Barrierefreie Stadt Karlsruhe“ und dem Umbau im Rathaus Neureut und anderen Aktivitäten sehen wir unsere Anliegen im Doppelhaushalt 2009/2010 angemessen berücksichtigt. 2. Öffentlichkeitsarbeit Bürgerempfang Das diesjährige Motto des Bürgerempfangs zum Jahresanfang 2008 in der Stadthalle lautete „Menschen mit Behinderungen – mitten im Leben der Stadt“. Hierzu wurden ca. 2 000 Bürger und Repräsentanten des öffentlichen Lebens sowie per Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 13 - Zufallsgenerator ausgewählte Karlsruher Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Die Erwähnung des Beirats als wichtiges Element in der Kooperation zwischen Politik und Verwaltung wurde von den Mitgliedern des Beirats als sehr positiv erlebt. Ebenso wurde es als wertschätzend empfunden, dass so viele Mitglieder der politischen Fraktionen an diesem Abend anwesend waren und damit zum Ausdruck brachten, dass sie sich für die Bedürfnisse behinderter Menschen in Karlsruhe interessieren. Der Bürgerempfang wurde als rundum gelungener Abend erlebt. Es war eine sehr angenehme Atmosphäre und ein tolles Programm. Der Beirat nahm die Gelegenheit wahr und präsentierte sich mit einer PowerPoint- Präsentation im Foyer der Stadthalle. Hier konnten wir viele interessante Gespräche führen. Darstellung Behindertenbeirat Im Februar hatte der Beirat für Menschen mit Behinderungen wieder eine Gelegenheit sich vorzustellen. Die Projektgruppe „BRIDGE“ vom Landesverband der Lebenshilfe wollte sich informieren: Wie kann man die Behindertenarbeit auf kommunalen Weg voranbringen? Frau Warth-Loos, Frau Baron und Frau Ritzmann stellten sich diesem Thema. Woche der Menschen mit Behinderungen vom 02.- 08. Mai 2008 Rund um den Kirchplatz St. Stephan wurde ein buntes Programm veranstaltet, mit Bühne, Tanzeinlagen, Infoständen und Diskussionsrunden zu verschiedenen Themen. Herr Oberbürgermeister Heinz Fenrich und Herr Landrat Dr. Schnaudigel hatten gemeinsam die Schirmherrschaft für die Veranstaltungswoche übernommen. Mit einer Luftballonaktion und einer Diskussionsrunde unter Beteiligung unseres Oberbürgermeisters wurde dieser Aktionstag eröffnet. Der Behindertenbeirat war mit einem Infostand vertreten. Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass unser vielbeschäftigtes Stadtoberhaupt sich die Zeit genommen hat, diesen Tag persönlich zu eröffnen und sich in Gesprächen an den Ständen zu informieren. Den Abschluss der Veranstaltungswoche bildete eine Diskussions- und Kulturveranstaltung am Abend des 8. Mai mit geladenen Gästen im Landratsamt Karlsruhe unter Beteiligung des Herrn Ersten Bürgermeisters Harald Denecken und des Sozialdezernenten des Landkreises Herrn Kappes. Dabei wurde eine Fotoausstellung eröffnet und die SPINNER gaben Ausschnitte aus ihrer neuen Produktion zum Besten. Pressearbeit Internetseite Alle relevanten Themen, die in den Sitzungen im Jahr 2008 bearbeitet wurden, wurden in Kooperation mit dem Medienbüro durch unser Mitglied Matthias Otten auch in die Internetseite der Stadt Karlsruhe eingebunden. Datenbankvereinfachung Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 14 - In einer Sitzung des Beirats wurde vereinbart, die Datenbank im Internet bezogen auf die Kriterienliste des Beirats zu vereinfachen, um einen schnelleren Überblick zu ermöglichen. Grundlage der Vereinfachung ist eine Art Ampelsystem, das gemeinsam mit Herrn Otten entwickelt wurde. Die in der Datenbank befindlichen Maße wurden extrahiert und nach diesem System in eine Art Liste übertragen. Dabei hat sich gezeigt, dass speziell bei den Kriterien für optische und für akustische Hinweise nur wenige Informationen vorhanden sind, was bei konsequenter Anwendung des Systems bedeuten würde, dass die meisten Gebäude dann in der Bewertung von Barrierefreiheit daran scheitern würden. Der Vorteil eines solchen Systems könnte sein, dass man eine praktische Tabelle für eine schnelle Orientierung erhält. III. Neuwahlen Nach Ablauf der ersten Geschäftsperiode des Beirats für Menschen mit Behinderungen zum Jahresende 2008, wurde unter Berücksichtigung des vom Gemeinderat verabschiedeten Leitfadens zur Bildung des Beirates und der Wahlordnung die Delegiertenversammlung zur Wahl des Beirates für den 07.11.2008 einberufen. Seitens der Sozial- und Jugendbehörde wurden im Vorfeld 115 Vereine und Selbsthilfegruppen aus der Stadt Karlsruhe und der Region angeschrieben, die sich, soweit bekannt, mit dem Thema Behinderung im weitesten Sinne auseinandersetzen. Zusätzlich wurde in der Presse bekannt gegeben, dass Vereine und Gruppen, die bisher keine Einladung zur Beteiligung erhielten, sich jedoch als teilnahmeberechtigt sehen, die Aufnahme in die Einladungsliste beantragen konnten. Davon machte eine Gruppe Gebrauch. Zur Delegiertenversammlung meldeten sich 32 Personen aus 20 Vereinen und Selbsthilfegruppen an. Alle erschienenen Delegierten konnten die erforderlichen Dokumente vorzeigen und wurden zur Versammlung zugelassen. Die Wahl der Mitglieder und Stellvertretungen des Beirates für Menschen mit Behinderungen wurde unter Vorsitz der Behindertenkoordinatorin, Frau Martina Warth-Loos, durchgeführt. Der Zentrale Juristische Dienst, vertreten durch Frau Silvia Willkomm, achtete auf die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben des Wahlverfahrens. Die Delegierten erhielten einen kurzen Rückblick auf 5 Jahre Behindertenbeirat sowie Informationen zur Zusammensetzung des Gremiums und den Ablauf des Wahlverfahrens. Herr Jörg Kreuzinger, Mitarbeiter der Sozial- und Jugendbehörde, moderierte die Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten. Alle Kandidaten erhielten Gelegenheit, sich und ihre Gruppe kurz vorzustellen und zu schildern, weshalb sie sich für die Mitarbeit im Beirat für Menschen mit Behinderungen bewerben. Von den bisherigen Mitgliedern des Beirats kandidierten folgende Personen nicht mehr für eine weitere Amtsperiode: Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 15 - Frau Maier Frau Villhauer Herr Dorn Herr Dr. Otten Herr Kraft Herr Stopp Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 16 - Das neue Gremium wurde wie folgt gewählt: Gruppe der körperbehinderten Menschen Herr Manfred Pirk Herr Jürgen Ritzmann Frau Ute Strunck Frau Helga Wicht Vertretung: Herr Ronny Ullrich Gruppe der aufgrund chronischer Krankheit behinderten Menschen Frau Hannelore Braun Frau Susanne Viehbacher Vertretung: Frau Barbara Herold Gruppe der sehbehinderten Menschen Frau Dr. Elke Wagner Vertretung: Frau Gisela Herzog Gruppe der blinden Menschen Frau Gabriele Becker Vertretung: Frau Beate von Malottki Gruppe der gehörlosen Menschen Frau Cristiane Burkart Gruppe der schwerhörigen Menschen Herr Manfred Weber Vertretung: Herr Norman Patz Gruppe der geistig und mehrfach behinderten Menschen Frau Ursula Baron Vertretung: Herr Andreas Bayer Gruppe der psychisch behinderten Menschen Frau Judith Rehm Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 17 - Gruppe der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung Frau Rosemarie Zelch Vertretung: Frau Ilona Klein Gruppe der Frauen mit Behinderung Frau Stefanie Ritzmann Vertretung: Frau Gudrun Heupel-Streit Seitens der Liga der freien Wohlfahrtspflege wird wie bisher Herr Günter Fischer als beratendes Mitglied in den Beirat entsandt. Mit dieser Zusammensetzung sind insgesamt 10 Personen neu als ordentliche Mitglieder bzw. Stellvertretungen in das Gremium hinzugekommen. Dies ermöglicht einerseits die erforderliche Konstanz in der Arbeit und gibt andererseits aber auch durch neue Personen die Möglichkeit, die bisherige Arbeit weiterzuentwickeln. Auch ist es erfreulich, dass weitere Vereine und Gruppen sich an der Arbeit des Beirats beteiligen. Der neue Vorstand wurde wie folgt gewählt: Vorsitzende des Gremiums: Frau Stefanie Ritzmann Stellvertretungen: Herr Manfred Weber, Frau Gabriele Becker. IV. Einschätzung der Erfolge und Hemmnisse Zusammenfassender Ausblick Die Anliegen der Behinderten und des Behindertenbeirats sind auch im vergangenen Jahr verstärkt von der Öffentlichkeit, den Verantwortlichen der Stadt sowie an vielen anderen Stellen wahrgenommen worden. Dazu hat auch der Bürgerempfang 2008 des Herrn Oberbürgermeisters beigetragen, der ja bekanntlich unter dem Motto „Menschen mit Behinderungen - Mitten im Leben der Stadt“ stand. Ebenso hat die Teilnahme des Behindertenbeirats an der Woche der Menschen mit Behinderungen mit einem Infostand und bei den Diskussionsforen unsere Anliegen verdeutlicht. Mit diesen beiden öffentlichwirksamen Aktivitäten war das Thema „Menschen mit Behinderungen“ im Jahr 2008 intensiv in der Stadt präsent. Hinzu kamen die hervorragenden Tage der Special Olympics National Games, die ein großes Medienecho fanden und sowohl in den durchgeführten Wettbewerben als auch im Rahmenprogramm der Bevölkerung in Karlsruhe vor Augen führte, zu welchen Leistungen Menschen mit einer geistigen Behinderung fähig sind und wie sie mit ihrer Fröhlichkeit und Lebensfreude eine tolle Stimmung in unserer Stadt zauberten. Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 18 - Sehr positiv wurde vom Gemeinderat der Stadt Karlsruhe unser Jahresbericht 2007 diskutiert. Wir freuen uns auch, dass wir im Jahr 2008 erstmals Vertreter aller 5 Gemeinderatsfraktionen zu den Sitzungen des Beirats begrüßen konnten. Als einen sehr großen Erfolg empfinden wir den neuen Aufzug im Rathaus West, der mit einer feierlichen Einweihung im Februar 2008 in Betrieb genommen wurde. Alle Ebenen dieses wichtigen Sozialgebäudes sind nun barrierefrei erschlossen. Mit der Verabschiedung der vom Behindertenbeirat erstellten Liste für die vorrangige barrierefreie Umgestaltung weiterer öffentlicher Gebäude durch den Sozialausschuss im November 2008 ist der erste Schritt für die Zielsetzung des Masterplans „Öffentliche Gebäude sind ab 2015 barrierefrei zugänglich“ getan. Leider sind noch nicht alle barrierefrei umzugestaltenden Gebäude aus dem Projekt „Barrierefreie Stadt Karlsruhe“ erledigt. Im Doppelhaushalt 2009/2010 befinden sich jedoch mit dem Haus Solms, dem Rathaus Neureut und dem Sozialen Dienst (Kochstraße) drei wichtige Gebäude dieses Projekts mit einem beachtlichen finanziellen Betrag. Mit der Aufnahme des Hauptbahnhofs Karlsruhe in das Bahnhofsmodernisierungsprogramm ist ein erster Schritt zu dessen barrierefreier Umgestaltung getan. Ein erster Versuch, die barrierefreie Zugänglichkeit zu den Betrieben der Innenstadt zu gewährleisten, scheiterte. Unzufrieden sind wir auch nach wie vor mit der Situation bei barrierefreien Hotelzimmern. Die neu- und wiedergewählten Mitglieder des Behindertenbeirats und ihre Stellvertreter haben im zweiten Teil der konstituierenden Sitzung über die künftige Arbeit beraten. Daraus ergibt sich, dass wir im Jahre 2009 die begonnenen Projekte weiterführen wollen und müssen. • Wir streben den endgültigen Abschluss des Projekts „Barrierefreie Stadt Karlsruhe“ durch Umsetzung der ersten Prioritätenliste an. • Wir wollen eine zügige Vorgehensweise bei der Umsetzung der Barriere- freiheit bei der neu beschlossenen Prioritätenliste. • Wir hoffen, dass die Umsetzungsphase bei der Barrierefreiheit des Haupt- bahnhofs Karlsruhe gelingt. • Wir wünschen, dass der barrierefreie Umbau des Bahnhofsvorplatzes und des Busbahnhofs beginnt und zügig umgesetzt wird. • Wir werden uns erneut mit der besseren Integration behinderter Kinder und Schülerinnen und Schüler beschäftigen. • Wir wollen die Kooperation mit der Eingliederungshilfe intensivieren, um dringend notwendige Unterstützungen für Familien mit behinderten Ange- hörigen zu erreichen und die begonnenen Projekte in diesem Bereich in einen Regelbetrieb überführen. • Wir wollen die Barrierefreiheit in den Karlsruher Krankenhäusern verbes- sern und hierzu mit der Geschäftsleitung des Klinikums in Gespräche eintreten. • Wir werden uns für mehr barrierefreien Wohnraum einsetzen und uns auch mit neuen Wohnmodellen auseinandersetzen für diejenigen behinderten Menschen, die Unterstützung beim Wohnen benötigen, um möglichst selbstbestimmt leben zu können. Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 19 - • Wir werden auch im Bereich „barrierefreie Hotels“ weiter am Ball bleiben und hoffen mit den beiden neuen Hotels „Aviva“ und „IBIS“ in Karlsruhe einen Schritt in die richtige Richtung gekommen zu sein. • Schließlich nehmen wir uns auch noch vor, zum Problem „barrierefreier Zugang zu den Ladengeschäften in der Karlsruher Innenstadt“ einen zweiten Versuch zu starten. Wir gehen davon aus, dass es uns auch in der kommenden neuen Geschäftsperiode nicht an Themen und Anliegen mangeln wird. Im kommenden Jahr werden wir in der veränderten Zusammensetzung uns neu in der Kooperation finden müssen und die Schwerpunkte unserer Arbeit nach den Interessen und Bedürfnissen unserer Mitglieder ausrichten. Wir hoffen weiterhin auf die wohlwollende Unterstützung des Gemeinderates nach den Neuwahlen im Juni und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit unserem Oberbürgermeister Herrn Fenrich, der Finanzbürgermeisterin Frau Mergen und den neuen Bürgermeistern Herrn Stapf, Herrn Jäger und Herrn Obert. Mit Bedauern werden wir im Sommer Herrn Ersten Bürgermeister Harald Denecken verabschieden, der uns immer wohl gesonnen war und stets ein offenes Ohr und eigene Ideen für uns hatte. Wir hoffen auf eine Nachfolge, die dem Thema ebenfalls positiv gegenüber steht. Jahresbericht 2008 Beirat für Menschen mit Behinderungen - 20 - Anlagen  Pressespiegel  Aktuelle Zusammensetzung des Beirats

  • Anlage Mitglieder
    Extrahierter Text

    Zusammensetzung des Beirates für Menschen mit Behinderung der Stadt Karlsruhe Stimmberechtigte Mitglieder Gruppe der körperbehinderten Menschen Pirk, Manfred Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e. V. Telefon und Fax: 0721 686382 E-Mail: ma.pirk@t-online.de Ritzmann, Jürgen Conterganverband Karlsruhe e. V. Telefon: 0721 4024455 Handy 0171 1243086 E-Mail: Jürgen.Ritzmann@RPK.BWL.de Strunck, Ute Amsel Kontaktgruppe Karlsruhe Telefon: 0721 1830430 Wicht, Helga Conterganverband Karlsruhe e. V. Telefon: 0721 373858 E-Mail: helga.wicht@t-online.de Gruppe der Frauen mit Behinderung Ritzmann, Stefanie Aktionsbündnis Frauen mit und ohne Handicap Telefon: 0721 376418 E-Mail: Stefanie.Ritzmann@web.de Gruppe der aufgrund chronischer Krankheit behinderten Menschen Braun, Hannelore Deutsche Parkinson Vereinigung Regionalgruppe Karlsruhe Telefon: 0721 681289 Viehbacher, Susanne Selbsthilfegruppe für Epileptiker Karlsruhe gem. e. V. Telefon: 0721 694544 Fax: 0721 9664267 E-Mail: susanne.viehbacher@t-online.de E-Mail: (shg-epi-ka@t-online.de) Gruppe der sehbehinderten Menschen Dr. Wagner, Elke Verein zur Förderung Sehbehinderter e. V. Telefon: 0721 7819127 oder 06221 477403 E-Mail: wagnerluke@aol.com Gruppe der gehörlosen Menschen Burkart, Christiane Stadt- und Kreisverband der Hörgeschädigten Karlsruhe Gruppe der psychisch behinderten Menschen Rehm, Judith Schiller 33 e. V. - Begegnungsstätte - Telefon 0721 3352023 Handy 0176 96068741 E-Mail: judith.rehm@gmx.de Gruppe der blinden Menschen Becker, Gabriele Blickpunkt Selbsthilfegruppe für Blinde, Sehbehinderte und deren Freunde in Karlsruhe Telefon 0721 50859 E-Mail: kontakt@blickpunkt-karlsruhe.de Gruppe der Kinder und Jugendlichen mit Behinderung Zelch, Rosemarie Eltern und Freunde für Integration e. V. Karlsruhe Telefon: 0721-686494 Fax: 0721 938633 E-Mail: zelch.rosi@web.de Gruppe der Schwerhörigen Menschen Weber, Manfred Verein der Schwerhörigen und Spätertaubten Karlsruhe e. V. Telefon +Fax: 0721 862448 E-Mail: manfred.mw.weber@web.de Gruppe der geistig- und mehrfachbehinderten Menschen Baron, Ursula Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e. V. Telefon: 0721 811715 E-Mail: U-H-Baron@web.de Beratendes Mitglied der Liga der freien Wohlfahrtspflege Fischer, Günter mark, Mobile ambulante Rehabilitation Karlsruhe Telefon und Fax: 07244/9758 E-Mail: guenfis@web.de Stellvertretungen Ullrich, Ronny - INTAKT – Integrative Arbeit mit Körperbehinderten u. Nichtbehinderten Stellvertreter für die Gruppe der körperbehinderten Menschen Telefon: 0721 9175-446 Heupel-Streit, Gudrun Aktionsbündnis von Frauen mit und ohne Handicap Stellvertreterin für die Gruppe der Frauen mit Behinderung Telefon: 0721 884837 E-Mail: ghs@tele2.de Herold, Barbara Stotterer Selbsthilfegruppe Stellvertreterin der Gruppe der aufgrund chronischer Krankheit behinderter Menschen Herzog, Gisela Verein zur Förderung Sehbehinderter e. V. Stellvertreterin für die Gruppe der sehbehinderten Menschen Telefon: 0721 492869 E-Mail: gisi.herzog@gmx.de Von Malottki, Beate Badischer Blinden- und Sehbehindertenverein v. m. K Stellvertreterin für die Gruppe der blinden Menschen Telefon: 0721 856030 E-Mail: BeatevonMalottki@arcor.de Klein, Ilona Förderverein der Schule für Körperbehinderte Stellvertreterin für die Gruppe der Kinder mit Behinderung Telefon: 0721 752421 Fax: 0721 752421 E-Mail: Ilona.Klein@t-online.de Patz, Norman Verein der Schwerhörigen und Spätertaubten Karlsruhe e. V. Stellvertreter für die Gruppe der schwerhörigen Menschen Telefon: 0721 854157 Bayer, Andreas Lebenshilfe Karlsruhe, Ettlingen und Umgebung e. V. Stellvertreter für die Gruppe der Geistig und Mehrfachbehinderten Menschen Telefon: 0721 62080 Fax: 0721 6208150

  • Anlage Zeitungsbericht
    Extrahierter Text