Antrag FDP/Aufbruch: Einrichtung eines Musikgymnasiums mit Internat in Karlsruhe

Vorlage: 21869
Art: Beschlussvorlage
Datum: 02.03.2009
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 10.03.2009

    TOP: 21

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • FDP-Musikgymnasium
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Rita Fromm (FDP/Aufbruch) Stadträtin Barbara Kofler (FDP/Aufbruch) Stadtrat Tom Høyem (FDP/Aufbruch) Stadtrat Karl-Heinz Jooß (FDP/Aufbruch) FDP/Aufbruch-Gemeinderatsfraktion vom 3. Februar 2009 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 60. Plenarsitzung Gemeinderat 10.03.2009 1686 22 a öffentlich Einrichtung eines Musikgymnasiums mit Internat in Karlsruhe 1. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, mit dem Land Verhandlungen über die Einrichtung eines Musikgymnasiums mit angeschlossenem Internat in Karlsruhe aufzunehmen. 2. Die Stadtverwaltung legt in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik, dem Badischen Konservatorium, den Musikschulen, den Privatmusikerziehern, den Schulen und den Kindergartenträgern ein Konzept zur Musikalischen Breitenförderung vor. 3. Die Stadtverwaltung und die Hochschule für Musik legen ein Konzept zur Förderung frühbegabter Grundschüler und -schülerinnen vor. Sachverhalt / Begründung: Die Musikhochschule in Karlsruhe hat eine erstklassige Strahlkraft über die Stadtgrenzen Karlsruhes hinaus und ist ein international gesuchter und international renommierter Ausbildungsort. Das der Hochschule angegliederte SPARDA PreCollege bietet seit November 2006 besonders begabten Schülern und Schülerinnen eine umfassende musikalische Ausbildung. Bisher konnten Schüler vor dem Abitur an der Hochschule nur in einem Fach Instrumentalunterricht nehmen. Schüler, die an dem neu eingerichteten PreCollege teilnehmen, werden jetzt auch in den Nebenfächern Musiktheorie und Improvisation unterrichtet. Neben einer umfassenden musikalischen Breitenförderung ist die Beschäftigung und Förderung mit Musik in frühen Lebensjahren für Hochbegabte unerlässlich. Deshalb ist ein Musikgymnasium mit Internat in Campusnähe unerlässlich: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Von einem Musikgymnasium würden große pädagogische Impulse ausstrahlen, würde musikalische Bildung von Jugendlichen auf höchstem Niveau ins Zentrum der Aufmerksamkeit gestellt, würden ästhetische Fragestellungen alle Fächer eines solchen Hauses beeinflussen und prägen – mit unschätzbarem persönlichem wie auch gesellschaftlichem Gewinn für das ganze Land, so Prof. Hartmut Höll, Rektor der Musikhochschule. unterzeichnet von: Rita Fromm Barbara Kofler Tom Høyem Karl-Heinz Jooß Hauptamt - Sitzungsdienste - 26. Februar 2009

  • TOP 22
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum Antrag FDP/Aufbruch-Gemeinderatsfraktion CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 03.02.2009/11.02.2009 eingegangen: 03.02.2009/11.02.2009 Gremium: 60. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 10.03.2009 1686/1687 22 a + b öffentlich Dez. 3 Einrichtung eines Musikgymnasiums mit Internat in Karlsruhe - Kurzfassung - Die Verwaltung hat dem Land gegenüber Offenheit und Gesprächsbereitschaft zur Umsetzung der Idee eines Musikgymnasiums mit Internat in Karlsruhe signalisiert. Mit seinen zahlreichen städtischen schulischen und außerschulischen Einrichtungen gibt es in Karlsruhe bereits ein breites Angebot und vielfältige Ressourcen zur Um- setzung einer umfassenden musikalischen Breitenförderung. Diese gilt es stärker zu vernetzen. Das Badische KONServatorium kooperiert seit nahezu 60 Jahren mit den Grund- schulen vor Ort. Begabungen werden erkannt und in den weiteren Instrumentalunter- richt übergeleitet. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Noch nicht bezifferbar keine Anteilig, noch nicht bezifferbar Noch nicht bezifferbar Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Baden-Württemberg hat bereits jetzt die besten Voraussetzungen zur Förderung von Begabungen im musikalischen Bereich. An diese Ergebnisse können auch Bundesländer, die bereits über die Einrichtung eines Musikgymnasiums mit In- ternat verfügen (Thüringen, Rheinland-Pfalz etc.), nicht anknüpfen. 2008 kamen allein 27 % - der höchste Prozentanteil - aller Bundespreisträger Jugend musi- ziert aus Baden-Württemberg. Davon wiederum 74 % aus den Musikschulen in Baden-Württemberg, u. a. auch ein maßgeblicher Anteil aus dem Badischen KONServatorium Karlsruhe. Solche Ergebnisse beruhen auf einem über Jahre in den Musikschulen des Lan- des gewachsenen Aufbau und bewährtem Wechselspiel aus Breiten- und Spit- zenförderung sowie altersgemäßer Pädagogik auf musikalisch höchstem Niveau. Ziel aus Sicht der Verwaltung ist es, dieses auch in Karlsruhe zu erhalten und auszubauen und damit auch in die Förderung von musikalischen Frühbegabun- gen verstärkt zu intensivieren. Die Einrichtung eines Musikgymnasiums böte gerade vor diesem Hintergrund die einmalige Chance, die vorhandenen Einrichtungen in diesem Sinne weiter zu entwickeln und zu vernetzen. Die Stadtverwaltung hat deshalb dem Land gegenüber bereits Gesprächsbereit- schaft und Offenheit für die Erörterung der Einrichtung eines Musikgymnasiums mit angeschlossenem Internat in Karlsruhe signalisiert. Die Verwaltung empfiehlt, die Angelegenheit den Verwaltungsrat für das Badi- sche Konservatorium und den Schulbeirat zu verweisen.