Antrag GRÜNE: Schule auf dem Bauernhof
| Vorlage: | 21856 |
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| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 02.03.2009 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Daxlanden, Durlach |
Beratungen
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 16. Dezember 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 60. Plenarsitzung Gemeinderat 10.03.2009 1673 10 öffentlich Schule auf dem Bauernhof 1. Die Stadtverwaltung stellt verschiedene Möglichkeiten dar, um Karlsruher Schülerinnen und Schülern ein praxisnahes pädagogisches Angebot mit dem Themenschwerpunkt Landwirtschaft zu unterbreiten. Dabei werden u. a. folgende Optionen bzw. Bausteine berücksichtigt: Städtisches Hofgut Maxau Birkenhof in Daxlanden Ehemaliges städtisches Hofgut Hub in Durlach Kooperationen mit weiteren haupt- und nebenberuflichen Landwirten (z.B. durch finanzielle Unterstützung bei der Betreuung von Schulklassen) Einbindung in die bestehenden pädagogischen Angebote von Umweltamt, Zoo, Naturschutzzentrum, Waldklassenzimmer, Naturkundemuseum und Badischem Landesmuseum 2. Für die verschiedenen Maßnahmen erfolgt eine Darstellung der kurz-, mittel- und langfristigen Realisierbarkeit sowie eine überschlägige Kostenschätzung unter Berücksichtung möglicher Fördermittel z.B. seitens des Landes. Das Wissen um eine natur- und tierschutzgerechte Produktion von Lebensmitteln trägt wesentlich zu umwelt- und gesundheitsförderndem Verhalten bei. Es ist damit elementarer Bestandteil einer umfassenden Umwelterziehung. Im umweltpädagogischen Angebot Karlsruhes sind die Komponenten mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt bisher erst in Anfängen vorhanden. Aus diesem Grund setzt sich die GRÜNE Fraktion seit Langem für die Verwirklichung eines städtischen Schul- bzw. Lernbauernhofes ein. In den letzten Jahren haben sich bei verschiedenen Hofgütern im Stadtgebiet entscheidende Veränderungen ergeben. Daher muss ein landwirtschaftlich geprägtes Lernangebot für Schüler und Kindergartenkinder den neuen Rahmenbedingungen Rechnung tragen. Sachverhalt / Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Bereits heute gibt es erste Angebote in Kooperation zwischen dem Birkenhof und dem Naturschutzzentrum. Auch die Parzivalschule macht ein Lernangebot zum Themengebiet Landwirtschaft und Tierhaltung. Diese Angebote gilt es bedarfsgerecht auf das Stadtgebiet verteilt auszubauen. Dabei ist auf Aspekte einer artgerechten Tierhaltung, aber auch des ökologischen Landbaus großer Wert zu legen. Als Bestandteil des geplanten Landschaftsparks Rhein bieten sich auf dem Hofgut Maxau sehr gute Voraussetzungen zum ‚Lernen auf dem Bauernhof’. Bei Vergabe der Erbpacht für das Hofgut Hub war ebenfalls ein pädagogisches Angebot vom zukünftigen Betreiber erwartet worden. Darüber hinaus sehen wir gute Chancen, über die Kooperation mit haupt- und nebenberuflichen Landwirten auf Karlsruher Gemarkung ein pädagogisches Angebot für Schul- und Kindergartenkinder zu schaffen bzw. dieses zu ergänzen. unterzeichnet von: Bettina Lisbach Hauptamt - Sitzungsdienste - 26. Februar 2009
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STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 16.12.2008 eingegangen: 16.12.2008 Gremium: 60. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 10.03.2009 1673 10 öffentlich Dez. 4 Schule auf dem Bauernhof - Kurzfassung - Im Stadtkreis gibt es bereits verschiedene Angebote mit unterschiedlichen Schwer- punkten, die von Schulen und Kindergärten wahrgenommen werden können. Mittelfristig wird die Stadtverwaltung im Rahmen der Umsetzung des Land- schaftsparks Rhein und bei einer anstehenden Neuverpachtung des Hofguts Maxau ein Konzept erarbeiten, das die pädagogischen Belange und die einer modernen ökologischen, betriebswirtschaftlichen Landwirtschaft berücksichtigt. Eine entsprechende Daten- und Kostenerhebung ist derzeit noch nicht möglich, u.a. da sich die EU-Zuschüsse voraussichtlich ändern werden. Die Stadtverwaltung wird das Thema – sobald sich die entsprechenden Rahmenbe- dingungen geklärt haben – aufarbeiten und im Ausschuss für öffentliche Einrichtun- gen vorstellen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Im Stadtkreis gibt es bereits folgende Angebote mit unterschiedlichen Schwerpunk- ten, die von Schulen und Kindergärten wahrgenommen werden können: - Hofgut Untere Hub: Pferde- und Schweinehaltung biologisch ausgerichtet, - Landwirt Beideck: Pfizerpark, Freiland Rinder- und Schweinehaltung, - Landwirt Becker: Hofladen, Hühner-, Rinder- und Schweinehaltung, konventi- onelle Landwirtschaft, - Birkenhof: Seltene Tierrassen, keine Landwirtschaft, sondern Landschaftsof- fenhaltung, - Landwirt Knöbl: Biologischer landwirtschaftlicher Betrieb mit Gemüsebau oh- ne Tierhaltung, - Liegenschaftsamt Stadt Karlsruhe: Patenschaft für Schulen und Kindergärten von Streuobstbäumen, Saftpressen in Schulen, Führungen durch Streuobst- wiesen. Weitere landwirtschaftliche und gärtnerische Betriebe sind nach Anfragen durchaus bereit, Betriebsführungen für Schulklassen durchzuführen. Dies geschieht meistens auf privater Initiative und kann allenfalls von der Stadt angeregt werden. Für Führun- gen von Schulklassen kann ein Zuschuss beantragt werden. Das Führen von Kin- dergärten ist ehrenamtlich. Mittelfristig wird im Rahmen der Umsetzung des Landschaftsparks Rhein und bei einer anstehenden Neuverpachtung des Hofguts Maxau ein Konzept erarbeitet wer- den, das die pädagogischen Belange und die einer modernen ökologischen, be- triebswirtschaftlichen Landwirtschaft berücksichtigt. Im Zuge der sich verändernden Bedingungen im primären Wirtschaftssektor ist die Haltung unterschiedlicher Tierar- ten sowie ein nahezu autarker Betrieb unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten kaum mehr zu realisieren. Deshalb ist das Konzept in enger Abstimmung mit möglichen Pächtern zu entwickeln und muss die dann herrschenden Rahmenbedingungen im Bereich Maxau berücksichtigen. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Eine entsprechende Daten- und Kostenerhebung ist derzeit noch nicht möglich, u.a. da sich die EU-Zuschüsse voraussichtlich ändern werden. Die Stadtverwaltung wird das Thema - sobald die Rahmenbedingungen sich geklärt haben - aufarbeiten und im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen vorstellen.