Anfrage GRÜNE: Angebote für den Übergang Schule - Berufsleben
| Vorlage: | 21663 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 19.01.2009 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Ute Schulze-Harzer (GRÜNE) vom 26. November 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 58. Plenarsitzung Gemeinderat 27.01.2009 1654 20 öffentlich Angebote für den Übergang Schule - Berufsleben Der Übergang Schule - Berufsleben ist auch in Karlsruhe in den letzten Jahren in den Fokus kommunaler Aufmerksamkeit getreten und in Folge mit unterschiedlichen Unterstützungsangeboten schon während der Schulzeit ergänzt worden. Viele Akteure bemühen sich um die Jugendlichen, insbesondere in den Hauptschulen, so z. B. Jugendberufshelfer, Kammern, Paten, Berufsberater, Betriebe, Innungen usw. Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Wer koordiniert die unterschiedlichen Angebote an Karlsruher Schulen? 2. Gibt es eine Übersicht über a) das Gesamtangebot? b) das Angebot an den einzelnen Schulen? und wenn ja, wer kann diese geben? 3. In welcher Form werden die Schulen/Lehrer über das zur Verfügung stehende Angebot informiert? 4. Wer prüft die Angebote inhaltlich und welche Mindeststandards werden zugrunde gelegt? 5. Durch wen und wie erfolgt die Evaluation? 6. Ist eine wissenschaftlich begleitete Weiterentwicklung vorgesehen? Der Auftrag der Schule ist eine ganzheitlich ausgerichtete Bildung, die kulturelle, künstlerische, musikalische, sportliche sowie literarische Bildung einschließt. Dem Kultusministerium obliegt die Aufsicht über die Schulen und deren Unterricht. Zusätzliche Angebote müssen im Einklang mit dem Bildungsauftrag der Schule stehen. Das mittlerweile vielfältige Angebot droht, unübersichtlich zu werden. Eine Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ eindeutige Fokussierung auf die Fähigkeiten der Schüler, die betrieblich verwertbar sind, ist ein Widerspruch zum Ziel der ganzheitlichen Bildung. Eine quantitative und qualitative Koordinierung ist dringend angebracht, damit Schüler die individuelle Hilfe erhalten, die sie benötigen, um eine freie und professionell unterstützte Berufsentscheidung treffen zu können. unterzeichnet von: Ute Schulze-Harzer Hauptamt - Sitzungsdienste - 16. Januar 2009
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Extrahierter Text
STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Ute Schule-Harzer (GRÜNE) vom: 26.11.2008 eingegangen: 26.11.2008 Gremium: 58. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 27.01.2009 1654 20 öffentlich Dez. 3 Angebote für den Übergang Schule - Berufsleben Die Verwaltung nimmt zur Anfrage wie folgt Stellung: 1. Wer koordiniert die unterschiedlichen Angebote an Karlsruher Schulen? Die Wahrnehmung von Angeboten im Übergang Schule – Berufsleben ist Angelegenheit des inne- ren Schulbetriebs und liegt insoweit in der Verantwortung der einzelnen Schulleitung. Jede Schule entscheidet sich - im Rahmen ihrer Profilbildung - eigenverantwortlich für bedarfsgerechte Ange- bote. Abhängig ist dies auch vom schulischen Umfeld an Betrieben und Unternehmen. Eine Koordination ist wünschenswert, findet derzeit aber noch nicht statt. Im Übrigen bewirbt sich die Stadt Karlsruhe für das Programm „Lernen vor Ort“ des Bundesminis- teriums für Bildung und Forschung zusammen mit deutschen Stiftungen. Ziel dieses Bundespro- gramms ist es, ein ganzheitliches kommunales Bildungsmanagement für das Lernen im Lebens- lauf zu entwickeln und umzusetzen. Dies beinhaltet u. a. die Einrichtung eines sog. Bildungsbüros, das eine Koordinationsfunktion auch im Bereich Übergangsmanagement Schule – Beruf über- nehmen könnte. 2. Gibt es eine Übersicht über a) das Gesamtangebot? Ja. Diese ist über die Jugendagentur Karlsruhe abrufbar. b) das Angebot an den einzelnen Schulen? Nein. 3. In welcher Form werden die Schulen/Lehrer über das zur Verfügung stehende Angebot informiert? Die Jugendagentur Karlsruhe informiert die Schulen regelmäßig über das zur Verfügung stehende Angebot. 4. Wer prüft die Angebote inhaltlich und welche Mindeststandards werden zugrunde ge- legt? 5. Durch wen und wie erfolgt die Evaluation? Die Angebote werden von den Anbietern bzw. Projektträgern im Rahmen der Fremdevaluation geprüft, z. B. bei LOS- und ESF-Projekten. Darüber hinaus prüft jede Schule im Rahmen ihrer Selbstevaluation die für sie passenden Angebote. 6. Ist eine wissenschaftlich begleitete Weiterentwicklung vorgesehen? Nein.