Antrag SPD: Einrichtung eines Bouleplatzes auf dem Kronenplatz
| Vorlage: | 21659 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 19.01.2009 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Angela Geiger (SPD) Stadträtin Natascha Roth (SPD) Stadtrat Michael Zeh (SPD) Stadtrat Jürgen Marin (SPD) SPD-Gemeinderatsfraktion vom 10. Dezember 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 58. Plenarsitzung Gemeinderat 27.01.2009 1650 16 öffentlich Einrichtung eines Bouleplatzes auf dem Kronenplatz Die Stadtverwaltung erstellt ein Konzept inclusive Kostenaufstellung für die Einrichtung eines Bouleplatzes unter dem Dach der „Elefantenhalle“ auf dem oberen Kronenplatz. Der Bürgerverein Altstadt hat einen guten Vorschlag zur dringenden Aufwertung des Kronenplatzes gemacht. Durch einen überdachten Bouleplatz in der ungenutzten „Elefantenhalle“ könnte der Kronenplatz nachhaltig belebt werden. Boule ist ein beliebtes, kurzweiliges Spiel, das insbesondere in unserem Nachbarland Frankreich Plätze mit Leben erfüllt und sich auch hier in Karlsruhe großer Beliebtheit erfreut. unterzeichnet von: Doris Baitinger Angela Geiger Natascha Roth Michael Zeh Jürgen Marin Hauptamt - Sitzungsdienste - 16. Januar 2009 Sachverhalt / Begründung:
-
Extrahierter Text
STELLUNGNAHME zum Antrag SPD-Gemeinderatsfraktion vom: 10.12.2008 eingegangen: 12.12.2008 Gremium: 58. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 27.01.2009 1650 16 öffentlich Dez.6 Einrichtung eines Bouleplatzes auf dem Kronenplatz Schon auf Wunsch des Bürgervereins Altstadt wurde die Einrichtung eines Boule- platzes unter dem Dach auf dem Kronenplatz geprüft. Leider sprechen funktionale und entwässerungstechnische Gründe sowie der höhere Pflegeaufwand gegen den Umbau des Pflasterbelages in eine wassergebundene Fläche. Die Verwaltung ist mit dem Bürgerverein Altstadt im Gespräch, um geeignete kos- tengünstigere Alternativen zu eruieren. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Der Vorschlag, unter dem freistehenden Gewölbedach im Süden des Kronenplatzes einen Bouleplatz anzulegen, wurde bereits vor einigen Monaten dem Gartenbauamt vom Bürgerverein Altstadt vorgetragen. Leider konnten die Argumente, die gegen die gewünschte Umgestaltung sprechen, den Bürgerverein offenbar nicht überzeu- gen, wie in einem Beitrag zum Thema am 25.11.2008 in den Badischen Neuesten Nachrichten zu lesen war. Die betreffende Fläche ist Teil eines intensiven Durchgangsbereichs zwischen Kro- nenplatz und Fritz-Erler-Straße/Markgrafenstraße. Dies gilt für beide, durch Säulen- reihen abgegrenzten Teilflächen in der „Elefantenhalle“. Nur die östliche, dem Jubez zugewandte, schwächer geneigte Fläche wäre hinreichend eben, um den Anforde- rungen des Boulespiels zu genügen. Die westliche Fläche ist mit einer mittig geführ- ten, für den Spielbetrieb abträglichen Entwässerungsrinne ausgestattet, deren Be- seitigung erhebliche Auswirkungen für die gesamte Platzentwässerung hätte. In je- dem Fall wären teure Umbaumaßnahmen zur weiteren Sicherstellung der Entwässe- rung erforderlich. Das Haupthindernis für die Anlage eines Bouleplatzes an dieser Stelle stellt jedoch der dafür notwendige Austausch des vorhandenen Porphyr-Pflasters gegen einen wassergebundenen Belag dar. Wie der Name schon sagt, funktioniert ein solcher Belag nur bei regelmäßiger Durchfeuchtung, die im Allgemeinen durch mehr oder weniger regelmäßige Niederschläge auf natürlichem Wege erfolgt. Bei dem über- dachten Platz müsste eine regelmäßige Bewässerung künstlich sichergestellt wer- den. Aber auch dann kann die sich sonst nach einigen Monaten einstellende Festi- gung des Belages nicht garantiert werden. Stattdessen wird in den Sommermonaten verstärkt mit Staubbildung und bei stärkeren Niederschlägen mit Erosionsrinnen durch seitlich eintretendes Oberflächenwasser, das der Oberflächenneigung des Platzes folgt, zu rechnen sein. Ferner ist im großen Unterschied zum bereits zum Boulespiel genutzten Schlossplatz kein Spielraum für weiterrollende, die Spielbahn verlassende Kugeln. Anschlagbalken als Spielbahneinfassungen schließen sich we- gen der damit verbundenen Stolpergefahr grundsätzlich aus. Hinzu kommt, dass dieser meist zugige Durchgangsbereich keineswegs ein angenehmer Ort für einen längeren Aufenthalt ist. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Schließlich bleibt noch der deutlich erhöhte Pflege- und Reinigungsaufwand dieser regelmäßig stark verunreinigten Fläche. Die heute stattfindende Reinigung mit Kehrmaschinen ist für eine wassergebundene Fläche nicht geeignet. Es wird wieder verstärkt eine manuelle Pflege erforderlich werden. Aus den genannten Gründen bittet die Verwaltung um Verständnis für die Ablehnung dieses Ansinnens. Der bereits erwähnte Schlossplatz liegt in zumutbarer Entfernung, so dass ein ernster Bedarf für einen Standort auf dem Kronenplatz nicht begründet erscheint. Für die Belebung des Kronenplatzes sollten anderen (Spiel-)Nutzungen der Vorrang eingeräumt werden. Möglicherweise kann hier auch eine neue Boule- Variante, das Soft-Petanque (Petanque „la molle“), zum Zuge kommen. Es wird mit weichen Kugeln auf harten Belägen gespielt und würde sich somit auch für den Pflasterbelag des Kronenplatzes eignen. Die Verwaltung ist mit dem Bürgerverein Altstadt im Gespräch.