Hortplätze in Karlsruhe - Ausbauempfehlung für 2009/10

Vorlage: 21648
Art: Beschlussvorlage
Datum: 19.01.2009
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Grünwinkel, Hohenwettersbach, Knielingen, Neureut, Nordstadt, Oberreut, Oststadt, Rüppurr, Südweststadt, Waldstadt

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 27.01.2009

    TOP: 6

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Hortplätze in Karlsruhe
    Extrahierter Text

    BESCHLUSSVORLAGE STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister Gremium: 58. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 27.01.2009 1636 5 öffentlich Dez. 3 Hortplätze in Karlsruhe – Ausbauempfehlung für 2009/2010 Beratungsfolge Sitzung am TOP ö nö Ergebnis Jugendhilfeausschuss 27.11.2008 2 Empfehlung Personalausschuss 13.01.2009 II/3 Empfehlung Gemeinderat 27.01.2009 5 Antrag an den Gemeinderat / Ausschuss Der Gemeinderat beschließt, nach Empfehlung des Jugendhilfeausschusses und des Personalausschusses, die Mittel zur Erweiterung des Hortangebots für Schul- kinder im Umfang von ca. 265 Plätzen mit einem Gesamtaufwand von 1.608.844 € im Doppelhaushalt 2009/2010 bereitzustellen und die notwendigen 8,1 Planstellen zu genehmigen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) 1.608.844 € 301.541 € 1.307.303 € 888.756 € Haushaltsmittel für Inventar und Erstausstattung sind bei Investitionsprojekt 7.500001.700.821.31 eingeplant, PKZ und Mieten werden durch Benutzungsentgelte gedeckt. Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 – relevant nein ja Handlungsfeld: Bildung und Betreuung Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Auftrag und Ziel Der Gemeinderat hat im Rahmen des Nachtragshaushalts 2008 die Verwaltung be- auftragt, die Frage des weiteren Bedarfs an Schulkindbetreuungsangeboten vertieft zu untersuchen und das Ergebnis im Rahmen des Doppelhaushalts 2009/2010 zu beraten. Generelle Zielsetzung der Stadt Karlsruhe ist es, für Eltern ein bedarfsgerechtes An- gebot für Kinder im Vorschulalter und Schulalter zu schaffen. Die Erarbeitung und Umsetzung eines solchen durchgängigen Konzeptes von Jugendhilfe und Schule wurde im Masterplan verankert. 2. Aktueller Sachstand Grundlage für die nachfolgenden Ergebnisse des IST-Stands sind konkrete Erhe- bungen in den Einrichtungen sowie Elternbefragungen durch die Waldschule und Ortsverwaltung Hohenwettersbach, Gespräche mit den Hortleitungen, Schulleitun- gen und Eltern. Entwicklung im Vorschulbereich erfordert Weiterentwicklung im Schulbereich  Aktuell gibt es für Kinder ab 3 Jahren (3,5 Jg.) bis zur Einschulung an Angeboten: Rd. 27 % Ganztags (auch tageweise möglich) Rd. 52 % Verlängerter Vormittag bis 13:30/14:30 Uhr mit und ohne Mittagessen  Von den Grundschulkindern im Schuljahr 2008/09 besuchen 24,4 % Horte, flexible Nachmittagsbetreuungsgruppen, Ganztagsgrundschule 24,7 % Verlässliche Grundschulgruppen bis 13:00/14:00 Uhr (ohne Mittagessen und Ferienbetreuung). Wenige der 38 Schulen bieten über Fördervereine oder Vernetzungen mit dem Jugendbegleiterprogramm und flexiblen Nachmittagsbe- treuungen ein Mittagessen an. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Angebote für Schulkinder entsprechend den verlängerten Vormittagsgruppen für Kindergartenkinder bis 14:00 Uhr mit Mittagessen fehlen. Anzahl Grundschulkinder geht nur leicht zurück, der Hortbedarf steigt. Jahr Grundschulkinder (Stat. Jahrbuch) Hortplätze Kapazität Quote (bez. auf Grund- schulkinder) 2004/05 9.093 Kinder 1.220 Plätze 13,4 % 2005/06 9.177 Kinder 1.271 Plätze 13,9 % 2006/07 9.198 Kinder 1.385 Plätze 15,1 % 2007/08 9.127 Kinder 1.587 Plätze 17,4 % 2008/09 9.054 Kinder 1.822 Plätze 20,1 % Wie die Hortbelegung nach Altersklassen zum neuen Schuljahr zeigt, sind über 50 % der Hortplätze mit Kindern der 1. und 2. Klasse belegt. In den kommenden zwei Jah- ren werden deshalb zum neuen Schuljahr weniger Plätze frei. Altersverteilung Hortkinder Klasse 1-7 472 454393 286 141 44 27 Klasse 1 Klasse 2 Klasse 3 Klasse 4 Klasse 5 Klasse 6 Klasse 7 Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Ältere Hortkinder besuchen überwiegend das Gymnasium und die Realschule 1 7 0 32 11 15 49 9 7 59 17 5 0 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 55 60 65 70 75 80 FörderschuleHauptschuleRealschuleGymnasium Verteilung nach Schularten Klasse 5-7 Klasse 7 Klasse 6 Klasse 5 Mit dem Ausbau der Angebote für Kinder der weiterführenden Schulen können Hor- teinrichtungen auf Grundschulkinder begrenzt werden. Wenn ältere Kinder am Ende der Grundschulzeit in ein anderes Angebot wechseln, besteht für Hortleitungen Pla- nungssicherheit über frei werdende Plätze zum Ende des Schuljahres und Eltern können früh eine Zusage für einen Hortplatz erhalten. Bedarfsgerechte Angebote an weiterführenden Schulen fehlen Die „KinderStadtkirche“ bietet in Abstimmung mit dem Schul- und Sportamt an 8 wei- terführenden Schulen eine flexible Nachmittagsbetreuung (Mittagessen, Hausaufga- benbetreuung, Freizeitangebot) an. „Klever“ macht am Durlacher Markgrafen- Gymnasium ein Nachmittagsangebot. Vor allem an Realschulen fehlen Angebote. Angebot an Ganztagsschulen führt nicht immer zum Rückgang an Hortplätzen An allen Ganztagsgrundschulen sind ergänzende Angebote erforderlich. An der neu eingerichteten Werner-von-Siemens-Ganztagsgrundschule fehlen für dieses, durch die Schule und mit Spenden organisierte ergänzende Angebot weitere Räume. Ergänzende Erläuterungen Seite 5 Informationsbedarf der Eltern steigt Die Angebote für Schulkinder sind inzwischen vielfältig - wie aus der Anlage ersicht- lich ist - und für Eltern nicht immer überschaubar. 3. Handlungsbedarf und Lösungen Die Verwaltung hält aufgrund des Bedarfs die nachfolgenden Projekte zum Schul- jahr 2009/10 für erforderlich. Gleichzeitig erfolgt durch temporäre Bauweise die Möglichkeit, in den nächsten Jahren auf räumliche Veränderungen an den Schulen zu reagieren. Mit dem Ausbau an der Riedschule, Schillerschule und in Oberreut wird es möglich, frei werdende Horträume für den Bedarf im Vorschulbereich (Rüppurr, KA-Südost) umzunutzen oder in altersgemischten Gruppen statt Schul- kinder Kinder unter drei Jahren aufzunehmen. In Trägerschaft des Stadtjugendausschusses e.V. soll für die Nordstadt modellhaft ein Nachmittagsangebot für ältere Kinder im NCO-Club eingerichtet werden. In ei- nem Workshop mit Eltern im Rahmen eines Beteiligungsprojektes unter Federfüh- rung des Stadtjugendausschusses e. V. wurde dieser Wunsch eingebracht. Die Horteinrichtungen in der Nordstadt haben für das Schuljahr 09/10 schon jetzt 70 Kinder auf der Warteliste. Ein Teil der Schülerhortkinder, die ab September 2009 die 5. und 6. Klasse besuchen, werden (zurzeit 47 Kinder), verbleibt im Schülerhort. Wenn Eltern dieser Kinder sich für das Angebot im NCO-Club entscheiden, können die frei werdenden Plätze im September 2009 frühzeitig vergeben werden. Konkrete Ausbauprojekte 2009/10 In der nachfolgenden Ausbauliste wird zwischen Erweiterungen in städtischer Trä- gerschaft und in freier Trägerschaft unterschieden. Der Stadtjugendausschuss e. V. wird als freier Träger neue Horteinrichtungen (Waldschule in Neureut wegen Bedarf aus Konversionsgebiet, Hohenwettersbach und Nordstadt, hier in Räumen des NCO-Clubs) übernehmen. Die anzumietenden Räume in Neureut und Hohenwet- tersbach werden dem Träger möbliert und kostenlos übergeben. Ergänzende Erläuterungen Seite 6 3. 1 Erweiterungen von Schülerhorten in städtischer Trägerschaft Stadtteil/ Horteinrichtung Bedarf für neue Gruppen Lösung Per- sonal- stellen Perso- nal- kosten (jährlich) € Miete (jährlich) € Erstaus- stattung € Inventar € Personal- kosten 2009/10* € Miete/ Umbau- Kosten 2009/10 € Oststadt/ Schil- lerschule  20 Kinder  1 Gruppe Containerlö- sung für 2 Gruppen 1,3 62.130 67.200 4.760 35.100 85.429 92.400 Rüppurr/ Riedschule  30 Kinder  1,5 Gruppe Containerlö- sung für 2 Gruppen 1,5 71.730 67.200 7.140 47.520 98.629 92.400 Knielingen/ Viktor-von- Scheffel-Schule  25 Kinder  1 Gruppe Klassenzim- mer 1,3 62.130 --------- 4.760 41.360 85.429 -------- Oberreut/ Albert-Braun- Straße 2 c  20 Kinder  2 Gruppen Containerlö- sung 2 Grup- pen 1,7 81.250 67.200 9.520 47.520 111.719 92.400 Grünwinkel/ Koelreuther Str.  10 Kinder  0,5 Gruppe* in vorhande- nen Räumen 0,8 38.230 ---------- 3.260 16.240 52.567 ---------- Waldstadt/ Hort Ernst-Reuter- Schule  20 Kinder  1 Gruppe In neuen Räumen 1,5 71.730 ---------- Mittel vor- handen Mittel vor- handen 98.629 --------- Gesamt 125 Kinder 8,1 387.200 201.600 29.440 187.740 532.402 277.200 Anmerkungen: Kostenberechnung der Anmietung von Containern für eine Gruppe ca. 2.800 €/Monat. *Anteilige Kosten für 2009: Mietkosten für Container für 4,5 Monate, Personalkosten für 4,5 Monate. Die Anmietung der entsprechenden Containergebäude bedarf der Ausschreibung. Erst danach stehen die konkreten Kosten fest. Die in der Tabelle aufgeführten Kosten basieren auf bisher realisierten Projekten. Ergänzende Erläuterungen Seite 7 3. 2 Erweiterungen von Schülerhorten in freier Trägerschaft Stadtteil/ Horteinrichtung Bedarf für neue Gruppen Lösung Per- sonal- Stellen Personal- kostenzu- schuss (jährlich) € Miete (jährlich) € Erstaus- stattung € Inventar € Personal- kosten 2009/10* € Miete/ Umbau- Kosten 2009/10 € Südweststadt/ Elternini. der Südendschule  20 Kinder  1 Gruppe Neue Räume in Schule (Pa- villon) 1,5 33.245 ------- Mittel vor- handen Mittel vor- handen 45.712 ------ Elternini, Gar- tenschule/StJA e.V.  20 Kinder  1 Gruppe Räume „Er- gänzende Be- treuung“ 0,6 12.150 ------- -------- -------- 16.706 ------ Neureut/ Waldschule  40 Kinder  2 Gruppen Containerlö- sung** 3,0 66.490 67.200 9.520 47.520 91.424 92.400 Hohenwetters- bach  40 Kinder  2 Gruppen Containerlö- sung*** 3,0 66.490 67.200 9.520 47.520 91.424 92.400 Nordstadt/ NCO- Club  20 Kinder  1 Gruppe Doppelnut- zung Räume NCO-Club 1,3 27.575 ------------ ---------- ------------ 37.916 ----------- Gesamt 140 Kinder 9,4 205.950 134.400 19.040 95.040 283.182 184.800 Anmerkungen: Kostenberechnung der Anmietung von Containern für eine Gruppe ca. 2.800 €/Monat. Um in der Südweststadt ein adäquates Angebot der Schulkindbetreuung für berufstätige Eltern zu sichern, wird eine weitere Gruppe der Elterninitiative an der Südendschule als Nachmittagshortgruppe mit ganzjähriger Öffnungszeit (jährlich nur drei Wochen Schließzeit) eingerichtet und analog der Schülerhorteinrichtun- gen freier Träger bezuschusst. Dies gilt auch für die Einrichtungen des Stadtjugendausschuss e. V. in Hohenwettersbach und Neureut. * Anteilige Personalkostenzuschüsse für 2009: 4,5 Monate, 2010: 12 Monate **Verhandlungen mit dem Landkreis laufen ***Ggf. Umbau der Gastronomie in der Lustgartenhalle Ergänzende Erläuterungen Seite 8 Beschluss: Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat beschließt - nach Empfehlung des Jugendhilfeausschusses und des Personalausschusses - die Mittel zur Erweiterung des Hortangebots für Schul- kinder im Umfang von ca. 265 Plätzen mit einem Gesamtaufwand von 1.608.844 € im Doppelhaushalt 2009/2010 bereitzustellen und die notwendigen 8,1 Planstellen zu genehmigen. Hauptamt - Sitzungsdienste - 16. Januar 2009

  • Anlage Hortplätze
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