Anfrage Stadtrat Fostiropoulos (Die Linke): Entwicklung bei den Stadtbibliotheken

Vorlage: 21526
Art: Beschlussvorlage
Datum: 09.12.2008
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Grötzingen, Mühlburg, Neureut, Waldstadt

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 16.12.2008

    TOP: 29

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Linke-Entwicklung Stadtteilbibliotheken
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom 18. November 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 56. Plenarsitzung Gemeinderat 16.12.2008 1623 27 öffentlich Entwicklung bei den Stadtteilbibliotheken 1. Wie haben sich die Besucherzahlen der Karlsruher Stadtbibliotheken in den letzten 4 Jahren entwickelt? (je Standort) 2. Wie hat sich die Zahl der ausgeliehenen Medien in den Stadtbibliotheken in den letzten Jahren entwickelt (gesamt)? 3. Vor einigen Jahren hat die Stadt Karlsruhe in einem bundesweiten Vergleich städtischer Bibliotheken in Bezug auf den Medienetat pro Einwohner/-in äußerst schlecht abgeschnitten. a) Wie hoch liegt derzeit 1 der Medienetat der Karlsruher Stadtbibliothek pro Einwohner/-in? b) Welchen Rang nimmt die Stadt Karlsruhe damit unter den Vergleichsstädten der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) innerhalb Baden-Württembergs ein? 4. Hält es die Stadtverwaltung kulturpolitisch und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger für erstrebenswert, auch in Bezug auf die Ausstattung der städtischen Bibliotheken einen Spitzenplatz im Städteranking anzustreben? 5. Wenn Nein, warum nicht? 6. Wird der Medienetat der Städtischen Bibliotheken in 2009/2010 entsprechend erhöht werden? Kommunale Bibliotheken sind Kulturzentralen für die Bürgerinnen und Bürger. Sie ermöglichen Kulturteilhabe, Information und Fortbildung unabhängig von der Einkommenshöhe. Sie können dazu beitragen, dass aus einer sozialen Notlage nicht notwendig der Ausschluss von Bildungsinhalten, Wissenschaft, Literatur und Unterhaltung folgt. In dieser Funktion werden sie immer wichtiger. Kindern erschließen kommunale Bibliotheken Kultur- und Lebenswelten in einem Umfang, der für viele aus materiellen Gründen so gar nicht möglich wäre. 1 Deutsche Bibliotheksstatistik – Berichtsjahr 2007 Sachverhalt / Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Eine bundesweite Vergleichsuntersuchung kommunaler Bibliotheken ergab vor einigen Jahren, dass die Stadt Karlsruhe auf der Ebene des Medienetats pro Einwohner/-in im Städtevergleich wenig werbefähig weit hinten lag. Hier eine Spitzenposition zu erringen, ist bisher weder von der Stadtverwaltung noch vom Gemeinderat als relevant erachtet worden. unterzeichnet von: Niko Fostiropoulos Hauptamt - Sitzungsdienste - 5. Dezember 2008

  • TOP 27
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom: 18.11.2008 eingegangen: 18.11.2008 Gremium: 56. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 16.12.2008 1623 27 öffentlich Dez. 2 Entwicklung bei den Stadtbibliotheken 1. Wie haben sich die Besucherzahlen der Karlsruher Stadtbibliotheken in den letzten 4 Jahren entwickelt? (je Standort) Besucher je Standort: 2003: 2007: Zentrale im Ständehaus: 326.715 278.866 Jugendbibliothek: 121.750 112.010 Durlach: 41.963 50.380 Medienbus: 15.488 20.761 Mühlburg: 15.852 17.622 Grötzingen: 15.908 18.032 Neureut: 26.494 23.968 Waldstadt: 51.060 50.439 Amerikanische Bibliothek: 16.790 16.558 insgesamt: 632.020 588.636 In der Zentrale der Stadtbibliothek ist ein Besucherrückgang zu verzeichnen bei gleich bleibend hoher Medienausleihe. Der Rückgang ist zum Teil auf die zweiwöchige Schließungszeit wegen Umbaumaßnahmen zurückzuführen. Zum Teil deutet sich ein neuer Trend im Kundenverhalten an: Servicefunktionen, die früher eine persönliche Anwesenheit erforderten, werden über Internet wahrge- nommen. 2. Wie hat sich die Zahl der ausgeliehenen Medien in den Stadtbibliotheken in den letzten Jahren entwickelt (Gesamt)? Seit dem Jahr 1996 nimmt die Anzahl der jährlich ausgeliehenen Medien stetig zu. Die Gesamtausleihe betrug im Jahr 1996 = 1.076.360 Medieneinheiten. Im Jahr 2007 = 1.575.960 ausgeliehene Medien; das ist das beste Ausleihergebnis in der Geschichte der Stadtbibliothek trotz der zweiwöchigen Sonderschließungs- zeit der Zentrale. Steigerung der Ausleihe von 1996 bis 2007 : plus 46,42 %. Seite 2 Medienausleihe: Medieneinheiten 2004: 1.544.266 2005: 1.575.714 2006: 1.554.351 2007: 1.575.960 3. a) Wie hoch liegt derzeit der Medienetat der Karlsruher Stadtbibliothek pro Einwohner/-in? Medienetat 2008: 296.500 € Bezogen auf 278.000 Einwohner mit Erstwohnsitz in Karlsruhe entspricht dies 1,07 € pro Einwohnerin/Einwohner. b) Welchen Rang nimmt die Stadt Karlsruhe damit unter den Vergleichsstädten der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) innerhalb Baden-Württembergs ein? Freiburg: 1,61 Heidelberg: 2,70 Heilbronn: 2,13 Mannheim: 1,41 Pforzheim: 2,08 Reutlingen: 3,91 Stuttgart: 2,06 Karlsruhe nimmt unter den vergleichbaren Großstädten einen unteren Rang ein. 4. Hält es die Stadtverwaltung kulturpolitisch und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger für erstrebenswert, auch in Bezug auf die Ausstattung der städti- schen Bibliotheken einen Spitzenplatz im Städteranking anzustreben? Angesichts begrenzter Haushaltsmittel insgesamt muss bedacht werden, dass die Mittel für die Stadtbibliothek zurzeit nicht, auch nicht auf Kosten anderer Kultur- und Bildungseinrichtungen, erhöht werden können. Prinzipiell ist ein besseres Ranking jedoch anzustreben. 5. Wenn Nein, warum nicht? siehe 4. 6. Wird der Medienetat der Städtischen Bibliotheken in 2009/2010 entsprechend erhöht? Nein. Der Medienetat entspricht dem Ansatz von 2007/2008.