Antrag GRÜNE: Planungen zur Hauptschulentwicklung

Vorlage: 21513
Art: Beschlussvorlage
Datum: 09.12.2008
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 16.12.2008

    TOP: 21

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • GRÜNE-Hauptschulentwicklung
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Bettina Lisbach GRÜNE) Stadträtin Anne Segor (GRÜNE) Stadträtin Dr. Dorothea Polle-Holl (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 5. November 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 56. Plenarsitzung Gemeinderat 16.12.2008 1615 19 öffentlich Planungen zur Hauptschulentwicklung In Karlsruhe gibt es eine Reihe von einzügigen Hauptschulen, deren Bestand zwar während des fünfjährigen Schulversuches zu Aufhebung der Schulbezirksgrenzen garantiert ist, die aber langfristig wegen zurückgehender Schülerzahlen möglicherweise keine echte Überlebenschance haben. Um von Entwicklungen nicht kurzfristig überrascht zu werden und dann Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer mit der Schließung einer Schule konfrontieren zu müssen, schlägt die GRÜNE-Gemeinderatsfraktion als ersten Schritt vor, folgende Daten zu erheben, bzw. zusammenzustellen: 1. Prognose der Schülerzahlen in den nächsten fünf Jahren an allen einzügigen Hauptschulen. 2. Planung möglicher Zusammenlegungen von Hauptschulen (ein- und zweizügig) in benachbarten Lagen 3. Aufzeigen von Raumkapazitäten, die evtl. an einzügigen Hauptschulen schon jetzt vorhanden sind und Aufzeigen von Raumkapazitäten, die sich durch mögliche Zusammenlegungen von Hauptschulen ergeben. In einem zweiten Schritt wird die Verwaltung beauftragt, konkrete Planungen für Schulzentren zu entwickeln, in denen Haupt- und Realschulen evtl. auch mit Grundschulen zusammengefasst werden. Hierbei sollte auch geprüft werden, wo zusätzlich Kooperationen mit Gymnasien sinnvoll erscheinen. Ein qualifiziertes Ganztagesangebot und andere, auf die speziellen Bedürfnisse des Stadtteils zugeschnittene Angebote sind dabei Voraussetzung für die Entwicklung von lebendigen Schul- und Stadtteilzentren. Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Da voraussichtlich Schulzentren in dem beschriebenen Sinn nicht überall sinnvoll eingerichtet werden können, ist zu prüfen, ob in freiwerdenden Räumlichkeiten Grundschulen und Kindertagesstätten als Bildungshäuser eingerichtet werden können. Die Übergangsquoten von der Grundschule auf die Hauptschule gehen nicht nur in Karlsruhe ständig zurück; und es ist absehbar, dass Hauptschulen geschlossen werden müssen. Statt auf reale Entwicklungen zu reagieren und Kinder in einer Gemeinschaftsschule länger gemeinsam lernen zu lassen, beharrt das Kultusministerium auf dem dreigliedrigen Schulsystem. Allerdings sollen zweizügige Hauptschulen stärker als bisher durch ein zusätzliches Angebot für einen mittleren Bildungsabschluss und zusätzliche Lehrerstunden gefördert werden. Hier ergibt sich die Chance, Schulzentren zu etablieren, die - je nach Situation und Bedarf im Stadtteil - von der Kita bis zum Realschulabschluss ein breitgefächertes Angebot bereithalten. Kooperationen mit Gymnasien müssen ebenfalls in Betracht gezogen werden, um begabten Kindern auch weiterführende Bildungsabschlüsse zu ermöglichen. Dafür gibt es im Land bereits Modellversuche, bei denen in Klasse 5 und 6 alle drei Schulstufen zusammen unterrichtet werden. Durch Zusammenlegung von in Hauptschulen frei werdende Raumkapazitäten können außerdem für die Einrichtung von Bildungshäusern in den Stadtteilen genutzt werden, in denen Kleinkindbetreuung und Grundschule zusammengefasst sind. Denkbar sind in beiden Fällen zusätzliche Angebote der Volkshochschule mit Sprachkursen, Elterncafes, u. ä. Sachverhalt / Begründung: Seite 3 __________________________________________________________________________________________ Besonders wichtig ist der GRÜNEN-Fraktion in der konkreten Planungsphase betroffene Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler und auch die Vertreter/-innen der Bürgervereine frühzeitig einzubeziehen und damit Lösungen für die Stadtteile zu entwickeln, die alle mittragen. unterzeichnet von: Bettina Lisbach Anne Segor Dr. Dorothea Polle-Holl Hauptamt - Sitzungsdienste - 5. Dezember 2008

  • TOP 19
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 05.11.2008 eingegangen: 05.11.2008 Gremium: 56. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 16.12.2008 1615 19 öffentlich Dez. 3 Planungen zur Hauptschulentwicklung - Kurzfassung - Der Schulversuch „Aufhebung der Hauptschulbezirke“ ist auf insgesamt 5 Jahre ausgelegt. Da noch nicht einmal 2 Jahre vergangen sind, können derzeit noch keine entscheidungsrelevanten Schlüsse gezogen werden. Es wird daher vorgeschlagen, den Antrag in die AG „Zukunft Hauptschulen“ zu verweisen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 1. Prognose der Schülerzahlen in den nächsten fünf Jahren an allen einzügigen Hauptschulen Die Schülerzahlen an den Hauptschulen sind nicht nur in Karlsruhe, sondern lan- desweit rückläufig. Die Übergangsquote in die Hauptschule liegt in Karlsruhe derzeit bei 20,4 %. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass einige Hauptschulen die vom Land vorgegebene Mindestgröße von 85 Schülerinnen und Schülern nicht mehr er- reichen. Im Rahmen eines auf 5 Jahre ausgelegten Schulversuchs wurden deshalb die Hauptschulbezirke aufgehoben und den Eltern die Möglichkeit eingeräumt, die für ihre Kinder geeignete Schule selbst auszuwählen. Aufgrund dieser Sachlage ist es nicht möglich, die Entwicklung der Schülerzahlen an allen einzügigen Hauptschu- len zu prognostizieren. 2. Planung möglicher Zusammenlegungen von Hauptschulen (ein- und zweizü- gig) in benachbarten Lagen Wie unter OZ. 1 bereits ausgeführt gibt es im Stadtkreis Karlsruhe einige Hauptschu- len, die die vom Land vorgegebene Mindestschülerzahl nicht erreichen. Das Schul- und Sportamt steht mit den Leitungen dieser Schulen in ständigem Kontakt und sucht unter Einbindung des Staatlichen Schulamts für die Stadt Karlsruhe nach ge- eigneten Lösungsansätzen. Erstes Ergebnis dieser Bemühung ist, dass an der Hein- rich-Köhler-Schule ab dem kommenden Schuljahr nur noch die Klassen 5 und 6 der Hauptschule, an der Tulla-Grund- und Hauptschule künftig nur noch die Klassen 7 bis 9 geführt werden. 3. Aufzeigen von Raumkapazitäten, die evtl. an einzügigen Hauptschulen schon jetzt vorhandenen sind und Aufzeigen von Raumkapazitäten, die sich durch mögliche Zusammenlegungen von Hauptschulen ergeben. Die sich aus den rückläufigen Schülerzahlen ergebenden Konsequenzen können nicht nur anhand des jeweiligen Schulstandortes beurteilt werden. Benötigt wird vielmehr ein gesamtstädtisches Konzept, das eine flächendeckende Versorgung gewährleistet. Allerdings stehen wir erst am Anfang, weil die sich aus der Aufhebung der Hauptschulbezirke ergebenden Auswirkungen noch nicht abschließend einge- schätzt werden können. Dies ist ein Prozess, der sich noch über die nächsten 1 bis 2 Schuljahre hinziehen wird. Es wird daher vorgeschlagen, die Angelegenheit in der AG „Zukunft Hauptschulen“ weiter zu behandeln. Das Bürgermeisteramt schlägt daher vor, den Antrag in die AG „Zukunft Hauptschu- len“ zu verweisen.