Anfrage SPD: Waldpädagogik

Vorlage: 21284
Art: Beschlussvorlage
Datum: 10.11.2008
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 18.11.2008

    TOP: 30

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • SPD-Waldpädagogik
    Extrahierter Text

    STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANFRAGE Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Gisela Fischer (SPD) Stadträtin Ute Müllerschön (SPD) vom 14. Oktober 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 55. Plenarsitzung Gemeinderat 18.11.2008 1591 30 öffentlich Waldpädagogik 1. Wie viele Personen haben im letzten Jahr die Angebote der Waldpädagogik in Anspruch genommen? 2. Wie setzt sich der nachfragende Personenkreis zusammen? 3. Welche Themen werden hauptsächlich vermittelt und wo könnten zukünftige Themenschwerpunkte liegen? 4. Gibt es Angebote für Kinder unter 6 Jahren? 5. Wie ist die derzeitige Personalsituation bei den waldpädagogischen Angeboten und wie werden diese finanziert? Sachverhalt / Begründung: Waldpädagogik als Erlebnis- und Bildungsangebot hat sich in Karlsruhe bewährt und erfreut sich großer Beliebtheit. Natur erfahren und erleben ist gerade für Stadtkinder von wesentlicher Bedeutung. Beim weiteren Ausbau der ganztägigen Betreuungsangebote ist damit zu rechnen, dass die Angebot der Waldpädagogik noch stärker nachgefragt werden. unterzeichnet von: gez. Doris Baitinger gez. Gisela Fischer gez. Ute Müllerschön Hauptamt - Sitzungsdienste - 7. November 2008

  • TOP 30
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadträtin Doris Baitinger (SPD) Stadträtin Gisela Fischer (SPD) Stadträtin Ute Müllerschön (SPD) vom: 14.10.2008 eingegangen: 14.10.2008 Gremium: 55. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 18.11.2008 1591 30 öffentlich Dez. 4 Waldpädagogik 1. Wie viele Personen haben im letzten Jahr die Angebote der Waldpädagogik in Anspruch genommen? Insgesamt wurden 460 waldpädagogische Veranstaltungen (davon 70 % im Stadtkreis) mit 10.600 Personen durchgeführt. Bei den offenen Veranstaltungen aus dem Jahres- programm (Tag der offenen Tür Waldklassenzimmer, Bastelsonntage, Abendveranstal- tungen und andere) kamen weitere 2.700 Personen; insgesamt hat die Waldpädagogik Karlsruhe damit 13.300 Personen erreicht. 2. Wie setzt sich der nachfragende Personenkreis zusammen? Die Zusammensetzung ist wie folgt: 58 % Grundschulen 14 % Weiterführende Schulen 10 % Kindergärten 6 % Sonderschulen 1 % Berufsschulen 1 % Ferienprogramm 10 % Sonstige Gruppen (Fortbildungen, Erwachsene, Vereine) 3. Welche Themen werden hauptsächlich vermittelt und wo könnten zukünftige Themenschwerpunkte liegen? Themenschwerpunkte bilden: - Wald als Lebensraum (Tiere, Pflanzen, Boden) - Nachhaltigkeit am Beispiel des Rohstoffes Holz (nachwachsende Rohstoffe) - Waldbewirtschaftung - Projektbezogene Arbeiten (zum Beispiel Neophyten im Wald) Künftige Themenschwerpunkte könnten sein: - Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald (dieser Themenblock bietet vielfälti- ge Ansatzpunkte) - Nutzungspotenziale im Wald - Biodiversität im Wald (Natur- und Artenschutz), besonders im Hinblick auf die groß- flächigen Natura-2000 Gebiete im Karlsruher Wald von Bedeutung - Wald und Wasser (besonders im Hinblick auf die Veränderungen des Waldes durch das Integrierte Rheinprogramm) Besondere Bedeutung kann der Wald mit seiner Themenvielfalt in den neuen Fächerver- bünden an den Schulen erlangen (Projektarbeiten). Zudem nehmen an den Schulen die ganztägigen Betreuungsangebote zu. Hierzu sind neue konzeptionelle Ansätze erforder- lich. Eigenes Erleben und Entdecken, Beobachten, Experimentieren, praktisches Arbeiten, Auswerten, Teamarbeit und Präsentieren können an Waldthemen sehr gut umgesetzt Seite 2 werden. Das Motto lautet: „Natur schafft Wissen“. Schwerpunkt könnte zudem die Einbin- dung der Waldpädagogik in das Konzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sein. 4. Gibt es Angebote für Kinder unter 6 Jahren? Der Bildungsauftrag der Waldpädagogik erstreckt sich vor allem auf den schulischen Be- reich. Bereits im Vorschulalter werden aber Bezüge zu Natur und Wald aufgebaut. Des- halb werden auch Waldführungen für Kindergärten angeboten. In diesem Bereich wird auch auf die Eigeninitiative der Erzieherinnen und Erzieher gesetzt. Die Landesforstver- waltung bietet deshalb für diesen Personenkreis ein umfangreiches Fortbildungsangebot an, unter anderem am Forstlichen Bildungszentrum Karlsruhe. Die meisten offenen Veranstaltungen richten sich zudem an Familien mit Kindern auch im Vorschulalter. 5. Wie ist die derzeitige Personalsituation bei den waldpädagogischen Angeboten und wie werden diese finanziert? Bei Personal und Finanzen ist zu beachten, dass die Waldpädagogik Karlsruhe als Projekt getragen wird von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Baden- Württemberg, dem Stadtkreis und dem Landkreis Karlsruhe. Derzeitige Personalkapazitäten - 0,2 Stellen gehobener Forstdienst bei der Stadt Karlsruhe; Projektleitung und Waldklassenzimmer beim Forstrevier Wildpark als Funktion angehängt. 80 % der Kosten für die volle Stelle werden vom Land erstattet (Folge der Verwaltungsre- form). - 0,1 Stellen gehobener Forstdienst beim Landkreis Karlsruhe (Teil einer Funktions- stelle im Landkreis-Forstamt). - Einsatz der Revierförster in Stadt- und Landkreis in Form von Waldführungen (2007: 99 Führungen = 0,2 Stellen) - 0,75 Stellen gehobener Dienst als Zeitvertrag bei der Schutzgemeinschaft Deut- scher Wald, Landesverband Baden-Württemberg; finanziert wird diese Teilzeit- Stelle über Spenden (vor allem der L-Bank), über die freiwillige Zuwendung der Stadt und über Rückeinnahmen aus Führungsentgelten. - 5 bis 8 freie Mitarbeiter; finanziert über Spendenmittel, über die freiwillige Zuwen- dung der Stadt und des Landkreises und über Rückeinnahmen aus Führungsent- gelten. - 1 ehrenamtlicher Mitarbeiter. - 2 Zivildienstleistende; finanziert aus städtischen Mitteln. Die Betriebs- und Gebäudekosten für das Waldklassenzimmer werden über den Forst des Landes bezahlt.