Antrag CDU: Erarbeitung eines Konzeptes für den Einsatz einer Familienhebamme
| Vorlage: | 21266 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 10.11.2008 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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Extrahierter Text
STADT KARLSRUHE Der Oberbürgermeister ANTRAG Stadträtin Gabriele Luczak-Schwarz (CDU) Stadträtin Marianne Krug (CDU) Stadträtin Bettina Meier-Augenstein (CDU) Stadträtin Christiane Staab (CDU) CDU-Gemeinderatsfraktion vom 8. Oktober 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 55. Plenarsitzung Gemeinderat 18.11.2008 1573 13 öffentlich Erarbeitung eines Konzeptes für den Einsatz einer Familienhebamme 1. Die Stadtverwaltung wird gebeten, ein Konzept für den Einsatz einer Familienhebamme in Karlsruhe zu erarbeiten. Hierbei sind die Erfahrungen, die der Landkreis Karlsruhe sowie die Städte Stuttgart und Pforzheim bisher gemacht haben, einzubeziehen. Ferner soll das Konzept auch die Einbindung der freien Träger prüfen. 2. Die Stadtverwaltung wird gebeten, dabei Förderungsmöglichkeiten nach dem Landesprogramm STÄRKE zu prüfen. Im Jugendhilfeausschuss am 24.09.2008 wurde ausführlich die weitere Umsetzung des Jugendhilfeplans Frühe Prävention beraten. Die CDU-Fraktion hat sich in der Vergangenheit u.a. mit eigenen Anträgen mehrfach für den Ausbau der Frühen Prävention eingesetzt. Wir sehen in der weiteren Umsetzung eine sinnvolle Weiterentwicklung und begrüßen ausdrücklich die einzelnen Bausteine. Die CDU Fraktion ist der Meinung, dass eine Familienhebamme für die Stadt Karlsruhe eine sinnvolle und wichtige Ergänzung zu diesen Angeboten darstellt. Familienhebammen betreuen schwangere Frauen, Mütter und ihre Kinder bis zum vollendeten 1. Lebensjahr, die besonderen gesundheitlichen, medizinisch-sozialen oder psychosozialen Risiken ausgesetzt sind. Typische Klienten und Problemkonstellationen sind z.B. Alkohol- und Drogenabhängige, chronisch Kranke, Sachverhalt / Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Frühgeborene, gestörte Mutter-Kind-Beziehung, minderjährige Mütter, psychosoziale Problemstellungen und sozial Benachteiligte. Familienhebammen wurden erstmals 1980 in Bremen eingesetzt. Viele Städte sind zwischenzeitlich gefolgt. Familienhebammen gibt es in Baden-Württemberg z.B. in Stuttgart und Pforzheim. Der Landkreis Karlsruhe hat zum 01.04.2008 eine Familienhebamme eingesetzt. Insoweit wäre es sinnvoll, wenn im Jugendhilfeausschuss über die Erfahrungen im Landkreis Karlsruhe, sowie in den Städten Stuttgart und Pforzheim berichtet werden würde. Die Landesregierung hat zum 01.09.2008 das Programm STÄRKE ins Leben gerufen. Dieses hat zum Ziel durch Stärkung der Elternkompetenz, insbesondere der Erziehungskompetenz, die Kinder zu stärken und ihre Entwicklungsmöglichkeiten zu verbessern. Hierfür erhalten alle Eltern Neugeborener einen Bildungsgutschein im Wert von 40 Euro; eine spezielle Unterstützung von Familien in besonderen Lebenssituationen durch z.B. häusliche Beratung ist möglich. unterzeichnet von: Gabriele Luczak-Schwarz Marianne Krug Bettina Meier-Augenstein Christiane Staab Hauptamt - Sitzungsdienste - 7. November 2008
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Extrahierter Text
STELLUNGNAHME zum Antrag CDU-Gemeinderatsfraktion vom: 08.10.2008 eingegangen: 08.10.2008 Gremium: 55. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 18.11.2008 1573 13 öffentlich Dez. 3 Erarbeitung eines Konzeptes für den Einsatz einer Familienhebamme Familienhebammen sind staatlich examinierte Hebammen mit einer Zusatzqualifikation für die aufsuchende Betreuung von Schwangeren, Müttern und deren Kinder bis zum vollende- ten ersten Lebensjahr. Die Wirksamkeit von Familienhebammen wurde in unterschiedlichen Untersuchungen nachgewiesen. Ein Baustein der Frühen Prävention der Stadt Karlsruhe ist die Kooperation mit der Familienhebamme des Staatlichen Gesundheitsamtes Karlsruhe. Diese ist sowohl für die Stadt Karlsruhe als auch für den Landkreis Karlsruhe zuständig. Insofern gibt es bereits eine Familienhebamme für Karlsruhe. Der Bedarf von Familienhebammen wird mit zunehmen- dem Bekanntheitsgrad der Frühen Prävention deutlich sichtbar. Sie stellen eine sinnvolle Ergänzung der Tätigkeit der Sozialpädagogen/-innen dar. Die Erweiterung der Familien- hebammen in Karlsruhe im Rahmen der Frühen Prävention wird empfohlen. Allerdings ist dies eine freiwillige Landesaufgabe, deshalb muss das Gesundheitsamt in die Überlegungen mit einbezogen werden. Das Bürgermeisteramt empfiehlt deshalb, den Antrag an den Ju- gendhilfeausschuss zu verweisen. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit