Antrag GRÜNE: Umsetzung von Planung im Konversionsgebiet Knielingen

Vorlage: 21050
Art: Beschlussvorlage
Datum: 13.10.2008
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Knielingen, Neureut, Nordstadt, Südstadt, Waldstadt, Weiherfeld-Dammerstock

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 21.10.2008

    TOP: 15

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • GRÜNE-Konversionsgebiet Knielingen
    Extrahierter Text

    ANTRAG Stadträtin Bettina Lisbach (GRÜNE) Stadträtin Anne Segor (GRÜNE) GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom 18. September 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 54. Plenarsitzung Gemeinderat 21.10.2008 1543 15 öffentlich Umsetzung von Planung im Konversionsgebiet Knielingen Die Verwaltung wird beauftragt, mit der Volkswohnung die Entwicklung von gut ge- stalteten innovativen Wohnmodellen im Knielinger Konversionsgebiet organisatorisch vorzubereiten. Dabei sollen inhaltlich sowohl Modelle des Zusammenlebens von Ge- nerationen wie auch in baulicher Hinsicht energetisch optimierte, flächensparende Bauweisen im Fokus stehen. Zur Umsetzung städtebaulich hochwertiger Lösungen wirkt die Stadtverwaltung da- rauf hin, dass für die einzelnen „Cluster“ im Baugebiet Architektenworkshops oder Wettbewerbe ausgeschrieben werden. Trotz guter baulicher Ansätze in den Karlsruhe Konversionsflächen – z. B. der skan- dinavischen Siedlung in Neureut-Kirchfeld – ist die Gesamtentwicklung nicht zufrie- denstellend. Die stellenweise deutlich sichtbaren Fehlentwicklungen in Neureut und auch in Karls- ruhe Südstadt-Ost können bei dem letzten Karlsruher Konversionsgebiet vermieden werden. Vor dem Hintergrund der Gemeinderatsentscheidung für eine IBA Karlsruhe sollte hier von vornherein auf eine Planungsstrategie gesetzt werden, die individuelle Variationen bei einer größtmöglichen formalen Stimmigkeit und Einheitlichkeit zu- lässt. Damit kann lebendiger, qualitativ hochwertiger Städtebau – als Weiterentwick- lung von Dammerstock, Baumgartensiedlung und Waldstadt – verwirklicht werden. Neue Formen des Zusammenlebens brauchen einen langen Vorlauf und intensive Moderation durch die Stadt. Auch hier müssen der Karlsruher Bevölkerung frühzeitig entsprechende Angebote gemacht werden. Sachverhalt/Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Energetisch optimiertes, flächensparendes Bauen sollte in Knielingen nach den Vor- gaben des Masterplans Grundlage der Bebauungsplanung sein. Wie in der Praxis in unzähligen Fällen bewiesen, besteht bei der Durchführung von Wettbewerben/Architekturworkshops eine deutlich bessere Chance, qualitativ hoch- wertige städtebauliche Lösungen zu erhalten, als wenn ein Baugebiet dem „freien Spiel der Kräfte bzw. der Geschmacksrichtungen“ von Investoren/Bauherren ausge- setzt ist. Für Knielingen wollen wir diese Chance nutzen und plädieren für eine Reihe von kleinen Wettbewerben, die die einzelnen zweigeschossigen Reihenhaus-Baublöcke im Inneren des Konversionsgebietes bzw. die verschiedenen dreigeschossigen Wohnhäuser an der Sudetenstraße zum Inhalt haben. unterzeichnet von: Bettina Lisbach Anne Segor Hauptamt - Sitzungsdienste - 10. Oktober 2008

  • TOP 15
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum Antrag GRÜNE-Gemeinderatsfraktion vom: 18.09.2008 eingegangen: 18.09.2008 Gremium: 54. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 21.10.2008 1543 15 öffentlich Dez. 6 Umsetzung von Planung im Konversionsgebiet Knielingen - Kurzfassung - Verwaltung und Volkswohnung folgen dem Antrag mit der Umsetzung des Leitprojekts „Visi- onäre Bauprojekte (Bauausstellung, Generationenwohnen)“ des „Karlsruhe Masterplan 2015“. Über den Stand wird regelmäßig im Aufsichtsrat der Volkswohnung und anlassbezo- gen im Planungsausschuss berichtet. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Finanzierung im Rahmen der Gebietsentwicklung durch die Volkswohnung Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Stadtbild + Städtebau Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Volkswohnung Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Der „Karlsruhe Masterplan 2015“ führt unter dem Leitprojekt „Visionäre Bauprojekte (Bau- ausstellung, Generationenwohnen)“ aus: „In Fortführung der qualitativ hochwertigen Traditi- onslinie .... realisiert Karlsruhe bis zum Stadtgeburtstag 2015 auf ausgewählten Bauflächen weitere Konzepte insbesondere im Hinblick auf experimentellen Wohnungsbau“ und „Die aktuellen Planungen für die Konversionsflächen in Knielingen und Neureut beinhalten be- reits die Möglichkeit für solche Mustersiedlungen.“ Dem folgen Verwaltung und Volkswoh- nung. Das „Dänische Cluster“ im Konversionsgebiet Kirchfeld-Nord gehört zu den besonders her- auszuhebenden architektonischen und städtebaulichen Projekten der letzten Jahre in Karls- ruhe. Im Baufeld 2 wird derzeit durch die KGK ein Wettbewerb (Mehrfachbeauftragung) durchgeführt, mit dem Ziel, eine in Bezug auf Gestaltung und Städtebau vergleichbare Quali- tät bei alternativen Wohnlösungen zu realisieren. Auch im Konversionsgebiet Knielingen ist die KGK als Vorhabenträger an einer Entwicklung von innovativen Konzepten für zukunftsfähiges, flexibles Wohnen incl. aller Infrastrukturein- richtungen für einen neuen jungen Stadtteil interessiert und wird diese vorantreiben. So hat die KGK für das Ortsteilzentrum bereits einen Architekturwettbewerb durchgeführt, dessen siegreicher Entwurf des Büros Rossmann und Partner am 23.10.2007 im Planungsaus- schuss vorgestellt wurde. Weitere Wettbewerbe, z. B. für zwei große Baufelder nördlich des Grünzugs und die Wohnbebauung an der Sudeten- bzw. verlängerten Annweiler Straße sind geplant. Dabei ist die Stadt durch das Stadtplanungsamt in die konkurrierenden Verfahren eingebunden. Die Volkswohnung hat sich als verlässlicher Partner der Stadt auch bei anderen beispielhaf- ten Projekten in der Stadtentwicklung verantwortlich gezeigt. Zu nennen sind hier besonders das Modellvorhaben Smiley-West, die Umwandlung der Wohnungen der Amerikaner in Miet- bzw. Eigentumswohnungen in der Nordstadt oder die Bebauung von 45 Reihenhäusern in der Knielinger Allee. Diese Projekte wurden u. a. mit dem deutschlandweit renommierten Bauherrenpreis ausgezeichnet. Derzeit befindet sich auch das zukunftsweisende Mehrgene- rationenwohnprojekt „Am Albgrün“ unter gemeinsamer Regie in der Projektierungs- bzw. Planungsphase. Bei alledem ist es aber auch Aufgabe von Stadt und Volkwohnung, Angebote für konventio- nelles und individuelles Bauen vorzuhalten, nicht zuletzt, um die Abwanderung in den so genannten „Speckgürtel“ zu verhindern. Es wird dem Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger nach eigenen Bauvorstellungen auf bezahlbaren Baugrundstücken nachgekommen, z. B. im Neureuter Konversionsgebiet im Baufeld 3 und künftig auch in den Baufeldern 6 und 7. Ein- fluss auf die Planung der privaten Bauherren wird hier lediglich durch den Bebauungsplan, der die rechtsverbindlichen Festsetzungen für die städtebauliche Ordnung enthält, genom- men.