Antrag der SPD vom 30. Juli 2008: Anerkennung des Ehrenamts
| Vorlage: | 20858 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 15.09.2008 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
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ANTRAG Stadträtin Angela Geiger (SPD) Stadträtin Gisela Fischer (SPD) Stadträtin Heike Backes (SPD) SPD-Gemeinderatsfraktion vom 30. Juli 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 53. Plenarsitzung Gemeinderat 23.09.2008 1518 19 öffentlich Anerkennung des Ehrenamts 1. Die Verwaltung legt dar, in welcher Weise bürgerschaftliches Engagement in unserer Stadt bisher gewürdigt wird. 2. Das Aktivbüro legt einen Katalog der “guten Beispiele” für eine nachhaltige Kultur der Anerkennung des Ehrenamtes vor. 3. Die Verwaltung stellt dem Gemeinderat Beispiele anderer Städte vor, wie diese das Ehrenamt würdigen. Die Meile des Ehrenamtes hat wiederum sehr eindrucksvoll deutlich gemacht, in welcher Vielfalt und mit welcher Selbstverständlichkeit in unserer Stadt viele Mitbürger ehrenamtlich tätig sind. Dieses Engagement stärkt das Miteinander in unserer Stadt und macht das Zusammenleben bunter und reicher. Es ist wichtig, ehrenamtliches Engagement beispielhaft hervorzuheben und anzuerkennen. Nur so kann eine echte Ehrenamtskultur entwickelt und gefestigt werden. Über die bloße Geste der Anerkennung hinaus sollte deshalb auch geprüft werden, in welcher Weise den ehrenamtlich Tätigen von Seiten der Stadt gedankt werden kann. So gibt es beispielsweise in Köln ein Bonusheft für städtische Einrichtungen (Schwimmbäder, Städtische Galerie, Zoo usw.), welches für besonderes Engagement überreicht wird. Um das Rad nicht zweimal erfinden zu müssen, stellt die Verwaltung weitere Beispiele anderer Städte vor und prüft, welche dieser Beispiele von Karlsruhe übernommen werden könnten. unterzeichnet von: Angela Geiger Gisela Fischer Heike Backes Hauptamt - Sitzungsdienste - 11. September 2008 Sachverhalt/Begründung:
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STELLUNGNAHME zum Antrag Stadträtin Angela Geiger (SPD) Stadträtin Gisela Fischer (SPD) Stadträtin Heike Backes (SPD) vom: 30.07.2008 eingegangen: 30.07.2008 Gremium: 53. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 23.09.2008 1518 19 öffentlich Dez. 2 Anerkennung des Ehrenamts - Kurzfassung - Die Karlsruher Anerkennungskultur entspricht dem im Landesnetzwerk bürgerschaftliches Engagement Baden-Württemberg entwickelten Standard. Dies wurde mit dem „Jahresbe- richt 2007“ des Aktivbüros des Amts für Stadtentwicklung bereits in der öffentlichen Sitzung des Hauptausschuss am 8. Juli 2008 vorgestellt. Das bürgerschaftliche Engagement wird in Karlsruhe auf vielfältige Weise u. a. durch Ehrungen, kostengünstige Fortbildungsprogram- me, Wettbewerbe, Veranstaltungen sowie durch Veröffentlichungen in der Presse und im Internet gewürdigt. Aus Sicht der Ehrenamtlichen selbst, ist die wichtigste Anerkennung, dass ihr Engagement in der Öffentlichkeit bekannt wird. In der Arbeit des Aktivbüros ist dies deshalb ein wichtiger Schwerpunkt. Einen hohen Stellenwert haben auch formelle Ehrungen, kostengünstige Qualifizierungsmaßnahmen und Beteiligungen bei Projekten. Pauschale Vergünstigungen genießen nur einen nachrangigen Stellenwert. Einige wenige Städte bieten Ehrenamtskarten an, die jedoch einen unverhältnismäßig hohen bürokratischen Aufwand mit sich bringen und in Karlsruhe auf Grund der vielfältigen vorhandenen Vergünstigungen z. B. für Senioren und Großfamilien keinen nennenswerten zusätzlichen Anreiz mehr bieten. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 Zu 1. Die Verwaltung legt dar, in welcher Weise bürgerschaftliches Engagement in unserer Stadt bisher gewürdigt wird. Am 8. Juli 2008 wurde dem Hauptausschuss der Jahresbericht 2007 des Aktivbüros vorge- legt. Hierin sind ausführlich die Auszeichnungen und Nominierungen für das Jahr 2007 für das ehrenamtliche Engagement in Karlsruhe dargelegt. Im Folgenden stellen wir nochmals ausführlich alle Würdigungsformen dar, wie sie in Karlsruhe seit Bestehen des Aktivbüros durchgeführt werden. Diese Würdigungsformen wurden im Jahr 2002 im Rahmen einer Be- fragung unter den Organisationen des bürgerschaftlichen Engagements mit diesen in enger Absprache entwickelt. In Karlsruhe wird daher das ehrenamtliche Engagement in unter- schiedlichen Formen mit vorwiegend immateriellem oder geldwertem Charakter sowie durch Möglichkeiten der Mitwirkung anerkannt, wie es ausdrücklich der vielfältige Wunsch der eh- renamtlich Engagierten ist. Zur nachhaltigen Förderung und Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements wurde in der Stadtverwaltung im Jahr 2001 das Aktivbüro eingerichtet. Am 18.04.2002 konstituierte sich unter dem Vorsitz des Ersten Bürgermeisters König das „Forum Ehrenamt“, das re- gelmäßig über Möglichkeiten zur Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements in Karlsruhe berät. Auf Grund von Angaben bei den Umfragen unter den ehrenamtlichen Organisationen und Vorschlägen aus dem „Forum Ehrenamt“ wurde das Anerkennungszertifikat für ehrenamt- lich Engagierte entwickelt. Es können zwei verschiedene Arten von Zertifikaten verliehen werden. Ein Zertifikat mit Wappen und Stadtsignet für 10, 15, 20, 25, 30 usw. Jahre ehren- amtliche Tätigkeit in einer oder mehreren Organisationen, ein Zertifikat mit Stadtsignet für ehrenamtliches Engagement ab zwei Jahren bzw. für das Engagement in besonders heraus- ragenden Projekten. Diese werden jeweils durch den Oberbürgermeister unterzeichnet. Mehrere Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmensverbänden und Unternehmen äu- ßerten ebenfalls den Wunsch nach einer Anerkennung ihres unternehmerischen bürger- schaftlichen Engagements. Auch sie können ab dem Jahr 2008 ein Anerkennungszertifikat erhalten. Mit dem durch Oberbürgermeister Heinz Fenrich ausgelobten Jugendpreis der Stadt Karlsruhe „ Mensch gut gemacht!“ wird speziell das Engagement junger Menschen gewürdigt. Außerdem wurde 2001 durch Oberbürgermeister Heinz Fenrich ein jährlicher Bürgeremp- fang ins Leben gerufen, zu dem repräsentativ ausgewählte Bürgerinnen und Bürger aus jeweils unterschiedlichen Themenfeldern eingeladen werden. Im Jahr 2001 stand der erste Bürgerempfang ganz im Zeichen des Ehrenamts. Die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg wird für Verdienste im Ehrenamt ab 15 Jahren Engagement verliehen. Die Ehrennadel mit Verleihungsurkunde wird durch den An- tragsteller (Stadt oder Gemeinde) in würdiger Form im Auftrag des Landes übergeben. Die Stadt Karlsruhe übergibt die Ehrennadeln im Rahmen einer Feierstunde im Haus Solms. Die Personen werden durch einen Stadtvertreter (Erster Bürgermeister oder Bürgermeister) ausgezeichnet. Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland (Bundesverdienstkreuz) wird vom Bundespräsidenten übergeben. Die Übergabe kann auch dem Oberbürgermeister übertra- gen werden. Das Engagement wird auch durch Dankesbriefe z. B. an die Teilnehmerinnen und Teilneh- mer an Wettbewerben gewürdigt, die der Erste Bürgermeister unterzeichnet. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Zu bestimmten Anlässen finden Dankeschön-Veranstaltungen für Ehrenamtliche statt: 2001: Fest der Freiwilligen anlässlich des internationalen Jahres der Freiwilligen 2004: Dankeschön-Abend für die Teilnehmer am ersten Karlsruher Freiwilligentag 2005: Vorleseabend für Lesepaten in Zusammenarbeit mit der EnBW Energie Baden- Württemberg AG anlässlich der Initiierung des Lesepatenprojekts 2006: Dankeschön-Veranstaltung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der ersten Karlsruher Freiwilligenwoche in Zusammenarbeit mit der EnBW Energie Baden- Württemberg AG 2007: Prämierungsveranstaltung für die Teilnehmer am Wettbewerb „Umwelt schützen - Zukunft sichern“ im Rathaus. Um die Arbeit der ehrenamtlichen und gemeinnützigen Organisationen in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, finden thematisch ausgerichtete Veranstaltungen statt, z. B. die im Jahr 2007 angebotene Informations- und Diskussionsveranstaltung „Globaler Klimawandel - eine lokale Herausforderung“. Die „Meile des Engagements“ findet seit dem Jahr 2002 im zweijährlichen Rhythmus statt. Am 5. Juli 2008 beteiligten sich ca. 160 gemeinnützige und freiwillige Organisationen mit Informationsständen und kulturellen Beiträgen und einige engagierte Unternehmen. Die Teilnehmerzahl hat sich seit 2002 verdoppelt. Die Veranstaltung hat das Ziel, die Arbeit der ehrenamtlichen Gruppen und Organisationen öffentlichkeitswirksam zu präsentieren und weitere freiwillige Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu gewinnen. Es erscheint außerdem eine Broschüre, in der alle Teilnehmer mit ihren Kontaktdaten und einer Kurzbeschreibung veröf- fentlicht werden. Der Werbespot zur Gewinnung Freiwilliger stellt ebenfalls das bürgerschaftliche Engage- ment in den Fokus der Öffentlichkeit. Hieran wirkten die frühere Regierungspräsidentin Ger- linde Hämmerle als Botschafterin für das bürgerschaftliche Engagement und zwölf Ehren- amtliche mit. Der Spot wird seit August 2008 täglich im Foyer des Rathauses gezeigt. Weite- re Präsentationen an anderen Orten sind geplant. Die gleiche Absicht verfolgt die Artikelserie „ich habe Zeit für Andere“ in der StadtZei- tung. Sie stellt die Arbeit und die Motivation ehrenamtlich Engagierter beispielhaft vor. Die Resonanz auf die Artikel ist hoch. Für die Engagierten bedeutet die Veröffentlichung im Mit- teilungsorgan der Stadt Karlsruhe eine öffentliche Anerkennung. Die Organisationen schät- zen diese sehr. Das gemeinnützige Engagement junger Menschen wird im Rahmen des jes-Programms - Jugend engagiert sich, besonders gewürdigt. Die freiwillige Arbeit der Jugendlichen wird durch ausgebildete Bürgermentoren und durch finanzielle Förderung besonders gefördert. Die Zertifizierung des Jugendengagements im Rahmen einer öffentlichkeitswirksamen klei- nen Feierstunde durch Ersten Bürgermeister Siegfried König bedeutet für sie eine besonde- re Würdigung. Ergänzende Erläuterungen Seite 4 Zu 2. Das Aktivbüro legt einen Katalog der „guten Beispiele“ für eine nachhaltige Kultur der Anerkennung des Ehrenamtes vor. 01. Beteiligung an kommunalen Entscheidungsprozessen (z. B. Forum Ehrenamt) 02. Veröffentlichung von engagierten Organisationen, Vereinen, Initiativen oder Personen in der Stadtzeitung, z. B. die Interviewserie „ich habe Zeit für Andere“ 03. Ehrungen durch Medaillen und Urkunden (Ehrenmedaille, Landesehrennadel) 04. Zertifikate zur Anerkennung des bürgerschaftlichen Engagements mit Unterschrift des Oberbürgermeisters 05. Dankeschön-Veranstaltungen 06. Öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen, wie z. B. die Meile des Engagements 07. Informationsveranstaltungen 08. kostengünstige Fortbildungsveranstaltungen 09. Auslobung von Wettbewerben in Karlsruhe, z. B. Wettbewerbe „Umwelt schützen - Zukunft sichern“, „Mensch gut gemacht! - Der Jugendpreis der Stadt Karlsruhe“ 10. Dankesbriefe durch den Ersten Bürgermeister z. B. an die Teilnehmer aus Karlsruhe an Wettbewerben 11. Weihnachtsgruß an ausgewählte Ehrenamtliche durch den Oberbürgermeister 12. Veröffentlichung ehrenamtlicher Aktivitäten z. B. in der StadtZeitung, in Broschüren oder auf der Internetseite des Aktivbüros 13. Vorstellung von ehrenamtlicher Arbeit z. B. von Bürgervereinen in einer öffentlichen Informations- und Diskussionsveranstaltung 14. Informationsschreiben (Rundbriefe, Newsletter) 15. Präsentationsmöglichkeiten im Aktivbüro (Aushang bzw. Auslage von Broschüren, Plakaten und Flyer) 16. Öffentliche Würdigung am jährlichen Bürgerempfang 17. Ehrung kommunaler Bürgeraktionen 18. Ehrung langjähriger Vereinsvorsitzender 19. Sportlerehrung 20. Sportabzeichenehrung 21. Blutspendenehrung 22. Finanzielle Unterstützung im Einzelfall 23. Kleine symbolische Geschenke an besonders Engagierte mit einer Widmung des Ersten Bürgermeisters Zu 3. Die Verwaltung stellt dem Gemeinderat Beispiele anderer Städte vor, wie diese das Ehrenamt würdigen. Anerkennungskulturen anderer Städte: In Waiblingen werden bereits folgende immaterielle Anerkennungsformen eingesetzt: - Auszeichnungen und Ehrungen (Richtlinien für Ehrungen) Beispiel: Verleihung des Waiblinger Engagementpreises oder der Waiblinger Engagementsplakette - Danksagungen bei Veranstaltungen und Empfängen Beispiel: Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters - Aufmerksamkeiten Beispiel: Kinovorstellung ausschließlich für Ehrenamtliche zu Beginn des Waiblinger Sommernachtskinos. Diese wurde 2003 und 2004 erstmals durchgeführt und wird künftig im Turnus mit dem Waiblinger Engagementpreis alle zwei Jahre organisiert. - Berichterstattung in der Presse und im Internet Ergänzende Erläuterungen Seite 5 Beispiel: Ehrenamtsrubrik im Stauferkurier, die Vereinen, Gruppen, Einrichtungen und Organisationen die Möglichkeit bietet, sich und ihre Arbeit vorzustellen. - Präsentationsmöglichkeiten für engagierte Gruppen und Organisationen Beispiel: Vereinsmarkt, der alle vier Jahre geplant ist. - Geldwerte Anerkennungsformen Aufwandsentschädigungen (keine Sitzungsgelder) für Büromaterial, Seminar- und Fahrtkosten etc. in Abstimmung mit den Vereinsförderrichtlinien. - Fortbildungs- und Weiterbildungsangebote Beispiel: Kurse und Seminare für Ehrenamtliche, die in einer eigens herausgegebenen Broschüre zusammengefasst sind, werden mit der Hälfte der Kurs- bzw. Seminargebühr bezuschusst. - Waiblinger Stadtpass Engagierte können unter anderem Ermäßigungen bei Hallen- und Freibadkarten sowie bei städtischen kulturellen Veranstaltungen in Anspruch nehmen. Anerkennungskultur der Stadt Heidenheim - Einladung zum jährlichen Bürgerempfang des Oberbürgermeisters mit Ehrungen Von den Vorsitzenden der Vereine/Organisationen bzw. Projektleitern vorgeschlagene Mitglieder werden mit einer Begleitperson eingeladen. Die Anzahl der eingeladenen Personen je Gruppierung richtet sich nach einem entsprechend der Mitgliederzahl festgelegten Schlüssel. Voraussetzung ist ein aktives ehrenamtliches Engagement über mehrere Jahre. Dabei werden junge Menschen für ihr gemeinnütziges Engagement für andere, für Aktivitäten, das soziale Miteinander zu fördern, für herausragendes Engage- ment im Bereich Zivilcourage oder für die Mitarbeit in Vereinen und Organisationen durch Übergabe einer Urkunde und eines Geschenkes im Wert von 40,00 Euro öffentlich gewür- digt. Vorgesehen ist außerdem die Ehrung von jeweils zwei Personen bei Bürger- empfängen des Oberbürgermeisters in der Kernstadt und von jeweils einer Person bei Bürgerempfängen in den Orts- und Stadtteilen. - Dankesbrief mit Gutscheinheft Anerkennungsschreiben des Oberbürgermeisters auch im Namen des Gemeinderats, verbunden mit einem Gutscheinheft mit einem Mindestwert von 20,00 Euro an städtischen Einrichtungen. Voraussetzung ist ein bemerkenswertes, überdurchschnittliches ehrenamtliches Engagement mit einer Dauer von in der Regel mindestens 5 Jahren. - Jährlicher Veranstaltungsabend für Ehrenamtliche im Herbst mit einem Vortrag z. B. zum Thema „Zeit“ - Lebenszeit- Arbeitszeit- Zeit fürs Ehrenamt. - Ehrenamtszeugnis für Erwachsene Es wird auf Antrag erstellt und vom Oberbürgermeister unterschrieben. Es soll sich positiv auf das berufliche Fortkommen bei Bewerbungen für einen Arbeitsplatz oder den Wiedereinstieg in den Beruf auswirken. Dieses erhalten Personen, die seit mindestens einem Jahr oder mindestens 100 Stunden ehrenamtlich tätig sind und dies schriftlich nachweisen können. - Silberne Ehrenamtsnadel mit Urkunde - Goldene Ehrenamtsnadel mit Urkunde - Ehrung langjähriger Vereinsvorsitzender Anerkennungskultur der Stadt Heidelberg - Bürgerplakette Am 8. November 2001 hat der Gemeinderat der Stadt Heidelberg die Satzung über die Stiftung zur Verleihung der Bürgerplakette verabschiedet. Die Stadt Heidelberg möchte mit der Stiftung der Bürgerplakette die Zivilcourage und die Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger für ein solidarisches Zusammenleben in Heidelberg fördern und den Ergänzende Erläuterungen Seite 6 persönlichen Einsatz für das Gemeinwohl, insbesondere für bürgerschaftliches Engage- ment, anerkennen. Vorschlagberechtigt sind Bezirksbeiräte, Stadtteilvereine, Gemeinderat, Verwaltung und Bürgerschaft. Der Gemeinderat entscheidet über die Verleihung. Die Verleihung findet jeweils am Tag des Ehrenamtes am 05.12. statt. - „Aktie-e“ Sie ist eine Auszeichnung, die im Jahr 2007 erstmals für soziales, kulturelles und ökologisches Unternehmensengagement in der Metropolregion Rhein-Necker vergeben wurde. Diese wird in Heidelberg durch den Oberbürgermeister verliehen. - Markt der Möglichkeiten In der Heidelberger Altstadt findet alle zwei Jahre auf dem Universitätsplatz der „Markt der Möglichkeiten“ statt. Gruppen, Vereine und Initiativen können sich mit einem Informations- stand präsentieren und Kontakte knüpfen. - Dankeschönveranstaltungen Am 20.09.2008 wird ein Freiwilligentag im Rahmen der Woche des bürgerschaftlichen Engagements durchgeführt. Im Anschluss ist ein Festabend für die Heidelberger Teilneh- mer vorgesehen. - Mit der Volkshochschule besteht eine Kooperation. Die Kursangebote werden für die ehrenamtlich Engagierten zum ermäßigten Preis angeboten - Vorüberlegungen zu speziellen Anerkennungsformen des Jugendengagements wie z. B. die Verleihung einer gesonderten Plakette. Anerkennungskultur der Stadt Stuttgart - Ehrenplakette Die Ehrenplakette ist Dank und Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement in den Be- reichen Soziales, Kultur, Bildung, Sport und Sicherheit. - Ehrenmünze Mit der Ehrenmünze werden Bürger ausgezeichnet, die sich besonders für einen Stadt- bezirk, ein bestimmtes Projekt, eine Person oder eine Personengruppe engagiert haben. - Bürgerfest und Bürgerempfang Alle zwei Jahre dankt die Stadt allen Engagierten mit dem Stuttgarter Bürgerfest. Im Rahmen dessen überreicht der Oberbürgermeister die Ehrenplakette. Im Wechsel findet alle zwei Jahre der Bürgerempfang mit Überreichung der Ehrenplakette im Rathaus statt. In Städten wie z. B. in Rüsselsheim (ca. 60.000 Einwohner), Ulm (ca. 120.000 Einwohner) und Nürtingen (ca. 30.00 Einwohner) gibt es eine Ehrenamtskarte. Diese beinhaltet z. B. Vergünstigungen bei Kultur- und Sportveranstaltungen. Das Forum Ehrenamt hatte in seiner Sitzung am 08.05.2003 die Thematik der Einführung einer Ehrenamtskarte eingehend diskutiert. Es hatte diese nicht befürwortet. Hauptgründe waren die hohe Gefahr der ungerechten Behandlung der Engagierten, die Einschätzung von freiwilligen Leistungen als „mehr“ oder „weniger wertvoll“, mögliche Spannungen zwischen den Mitgliedern einer Gruppe, die eine Ehrenamtskarte besitzen bzw. nicht besitzen. Der Hauptausschuss des Gemeinderats hat diese Einschätzung zur Ehrenamtskarte in seiner Sitzung am 16.09.2003 zustimmend zur Kenntnis genommen. Das Kulturamt, der Zoologische Garten, die Bäderbetriebe und die Stadtkämmerei hatten sich im Jahr 2003 übereinstimmend geäußert, dass die Einführung einer Ehrenamtskarte auf Grund der Vielzahl bereits bestehender Vergünstigungen z. B. für Großfamilien, Schwerbehinderte, Senioren, Studenten und Jugendliche als weitere Ermäßigung nicht sinnvoll ist. Ergänzende Erläuterungen Seite 7 Zusammenfassende Bewertung: Die Karlsruher Anerkennungskultur entspricht dem im Landesnetzwerk bürgerschaftliches Engagement Baden-Württemberg entwickelten Standard. Das bürgerschaftliche Engage- ment wird in Karlsruhe auf vielfältige Weise durch Ehrungen, kostengünstige Fortbildungs- programme, Wettbewerbe, Veranstaltungen sowie durch Veröffentlichungen in der Presse und im Internet gewürdigt. Die Einführung einer Ehrenamtskarte oder die Ausgabe eines Bonusheftes für städtische Einrichtungen widersprechen dem Grunde nach dem Charakter einer ehrenamtlichen Tätig- keit. Eine „gerechte“ Auswahl der Begünstigten ist in der Praxis nicht möglich. Ein Neben- effekt wäre außerdem ein der Engagementförderung zuwiderlaufendes Verständnis von „wertvoller“ und „weniger wertvoller“ freiwilliger Arbeit. Erschwerend kommen ein nicht uner- heblich bürokratischer Aufwand bei der Einführung und der verwaltungsmäßigen Abwicklung sowie die Verpflichtung der kostenrechnenden Einrichtungen zur Erhöhung des Kostende- ckungsgrades. Schließlich messen auch die Ehrenamtlichen selbst pauschalen Vergünsti- gungen keine herausragende Bedeutung als Element der Anerkennung bei. Beispielsweise wünschten sich im Rahmen der im Jahr 2007 durchgeführten Befragung zur „Interkulturellen Öffnung des bürgerschaftlichen Engagements“ die Vereine in erster Linie, dass ihr Engage- ment in der Öffentlichkeit bekannt wird. Diese Haltung wurde bereits bei anderen Mitteilungen deutlich. Beispielsweise ist den Wettbewerbsteilnehmern die Veröffentlichung ihres Engagements in einer Broschüre wichtiger als ein Geldpreis, den es zu gewinnen gibt. Der gezielten Unterstützung bei hohen, unmittelbar mit der Ausübung des Ehrenamts ver- knüpften Aufwendungen Ehrenamtlicher ist vor diesem Hintergrund eine höhere Priorität einzuräumen.