Anfrage GRÜNE: Fußgänger- und Kinderunfälle

Vorlage: 20519
Art: Beschlussvorlage
Datum: 08.07.2008
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 15.07.2008

    TOP: 33

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • GRÜNE-Fußgängerunfälle
    Extrahierter Text

    ANFRAGE Stadtrat Tim Wirth (GRÜNE) vom 3. Juni 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 52. Plenarsitzung Gemeinderat 15.07.2008 1484 38 öffentlich Fußgänger- und Kinderunfälle 1. Welche Abteilungen der Stadtverwaltung befassen sich mit der detaillierten Auswertung der Zahlen der Fußgänger- und Kinderunfälle sowie der Entwicklung von entsprechenden Gegenmaßnahmen? 2. Sind hierbei auch Kinderbüro und Stadtplanungsamt mit einbezogen? 3. Welche Erkenntnisse hat die Stadtverwaltung über folgende Punkte (jeweils bezogen auf Fußgängerunfälle): a) Häufungsstellen b) Ursachen c) Verteilung nach Altersgruppen d) Schulwegeunfälle? 4. Welche Gremien des Gemeinderates werden mit der Analyse und Bewertung der Unfallzahlen durch die Stadtverwaltung und eventuell zu treffender Gegenmaßnahmen befasst? Im Jahre 2007 verzeichnete die Verkehrspolizei einen erneuten Anstieg der als Fußgänger verunglücken Personen im Stadtgebiet. Auch 2006 war bereits ein Anstieg zu verzeichnen. Insbesondere die Zahl der verunglückten Kinder fällt hier ins Auge: Deren Zahl stieg von 22 im Jahre 2006 auf 41 im Jahre 2007 an. Sachverhalt / Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ In den Gremien des Gemeinderates war die besorgniserregende Entwicklung der vergangenen Jahre bislang nicht thematisiert. In Anbetracht des nahenden neuen Schuljahres stellt die GRÜNE Gemeinderats- fraktion oben genannte Fragen. unterzeichnet von: Tim Wirth Hauptamt - Sitzungsdienste - 4. Juli 2008

  • TOP 38
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Tim Wirth (GRÜNE) vom: 03.06.2008 eingegangen: 03.06.2008 Gremium: 52. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 15.07.2008 1484 38 öffentlich Dez. 2 Fußgänger- und Kinderunfälle 1. Welche Abteilungen der Stadtverwaltung befassen sich mit der detaillierten Auswertung der Zahlen der Fußgänger- und Kinderunfälle sowie der Entwicklung von entsprechenden Gegenmaßnahmen? Federführend für die Auswertung der vom Polizeipräsidium Karlsruhe erstellten Unfallsta- tistik ist Bürgerservice und Sicherheit. Die Umsetzung / Planung entsprechender Gegen- maßnahmen erfolgt in Abstimmung mit den Fachdienststellen (Polizei, Tiefbauamt, Ver- kehrsbetriebe). 2. Sind hierbei auch Kinderbüro und Stadtplanungsamt mit einbezogen? Schulen und Eltern kommen bei Bedarf auf das Kinderbüro zu und bitten um Unterstüt- zung, wenn es um gefährliche Verkehrssituationen für Kinder vor Ort geht. Das Kinderbü- ro vermittelt in solchen Fällen Kontakte zu den betroffenen Ämtern oder nimmt selbst Kon- takt auf. Auch werden dabei in Einzelfällen Vororttermine vereinbart und nach Lösungen gesucht. Bei Beteiligungsprojekten sind Verkehr bzw. gefährliche Verkehrssituationen immer ein Thema. Zusätzlich gibt es einen ämterübergreifenden Arbeitskreis „Kinder-Mobilität und Verkehr“. Teilnehmer sind hierbei Polizei (Verkehrserziehung) Stadtplanungsamt, Schul- und Sport- amt, Bürgerservice und Sicherheit, sowie der Stadtjugendausschuss. Hier werden unter anderem Verkehrsthemen behandelt. Das Stadtplanungsamt selbst ist an den Auswertungen von Unfällen nicht direkt beteiligt. Seite 2 3. Welche Erkenntnisse hat die Stadtverwaltung über folgende Punkte (jeweils bezogen auf Fußgängerunfälle): a. Häufungsstellen Bezogen auf Verkehrsunfälle mit Kindern als Fußgänger ergeben sich für das Stadtgebiet von Karlsruhe keine Unfallhäufungsstellen. Häufungsstellen bei Fußgängern allgemein: Europaplatz: 8 Verkehrsunfälle Am Entenfang / Rheinstraße / Sophienstraße 7 Verkehrsunfälle b. Ursachen Beim Kind: - Unachtsames Überqueren der Fahrbahn 20 - Plötzliches Hervortreten hinter Sichthindernissen 12 - Falsches Verhalten an Stellen mit Verkehrs- 1 regelung durch Polizeibeamte oder Lichtzeichen- anlage Beim Kraftfahrer: - Nicht angepasste/überhöhte Geschwindigkeit 4 - Falsches Verhalten gegenüber Fußgängern an 4 Querungsstellen - Falsches Verhalten gegenüber Fußgängern beim 2 Abbiegen Die Unfallursachen bei den Erwachsenen sind nahezu identisch. c. Verteilung nach Altergruppen (1-14 Jahre) Alter 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 VU 3 5 2 4 2 3 1 5 2 7 2 7 1 Bei den Erwachsenen verteilen sich die Fußgängerunfälle auf alle Altersgruppen. Seite 3 d. Schulwegunfälle 2007: 6 ( 2006: 1) Die Schulwegunfälle werden jeweils noch gesondert analysiert. In Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsamt und den Fachdienstellen werden hier die Schulwegpläne nach Verbesserungsmöglichkeiten überprüft. Ergänzend noch weitere Zahlen: Verunglückte Kinder als Fußgänger: 2005 2006 2007 28 22 41 Der Anstieg bei den Kindern als Fußgänger ist vor allem deshalb so eklatant, weil die Jahre 2005 und 2006 besonders „positive Jahre“ waren. Im Vergleich mit der 10-Jahres- Übersicht ist zwar der Wert immer noch hoch, aber der Anstieg nicht mehr so gravierend zu bewerten. Verletzte Kinder: 2004: 39 2001: 40 1998: 49 1997: 51 4. Welche Gremien des Gemeinderates werden mit der Analyse und Bewertung der Unfall- zahlen durch die Stadtverwaltung und eventuell zu treffende Gegenmaßnahmen befasst? Die Unfallanalyse ist Aufgabe der Straßenverkehrsbehörde als untere Verwaltungsbehör- de. Hinzu kommt als zweiter Schritt die Begutachtung durch die Karlsruher Unfallkommis- sion, in der durch die Fachdienststellen vor Ort Abhilfemaßnahmen gesucht werden. Der Gemeinderat wird bei den zu treffenden Gegenmaßnahmen, die mit erheblichen Kos- ten (Umbaumaßnahmen) verbunden sind, im Planungsausschuss eingebunden.