Anfrage Stadtrat Fostiropoulos (Die Linke): Dauernutzung einer Messehalle der KMK als Bildungs- und Erlebnispark

Vorlage: 20517
Art: Beschlussvorlage
Datum: 08.07.2008
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat

    Datum: 15.07.2008

    TOP: 31

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Linke-Dauernutzung Messehalle
    Extrahierter Text

    ANFRAGE Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom 29. Mai 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 52. Plenarsitzung Gemeinderat 15.07.2008 1482 36 öffentlich Dauernutzung einer Messehalle der KMK als Bildungs- und Erlebnispark 1. Wie beurteilt die Stadtverwaltung den Ansatz von LeVaisseau in Straßburg (s. Anlage), Kindern und Jugendlichen neue Lern- und Erfahrungswelten und wissenschaftlich gesichertes Wissen über Umwelt und Gesellschaft zu vermitteln? 2. Wie beurteilt die Stadtverwaltung die Idee von LeVaisseau in Straßburg (s. Anlage), dem Dialog-Museum in Ffm oder dem Turm der Sinne in Nürnberg, in diese Bildungs- und Erlebnisprojekte die Erfahrungswelten von Menschen mit Handicaps einzubinden? 3. Kann sich die Stadtverwaltung eine dauerhafte Nutzung eine der Messehallen der Karlsruher Neuen Messe vorstellen, mit dem die Stadt Karlsruhe als Oberzentrum ein attraktives Bildungs- und Erlebnisangebot macht – ein Projekt ähnlich wie LeVaisseau, das v. a. auf Kinder und Jugendliche zielt, aber auch für die Bürgerinnen und Bürger in der Region, Spaß, Erfahrung und Bildung vereint? 4. Kann sich die Stadtverwaltung vorstellen, für ein solches Projekt bspw. folgende Institutionen und Einrichtungen als Mitwirkende zu gewinnen: Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Naturkundemuseum, Technologie Region, die Hochschulen für Kunst, Musik und Pädagogik, ZKM, Technologiepark usw.? 5. Kann sich die Stadtverwaltung vorstellen, dafür Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens als Multiplikatoren und eventuell auch als Sponsoren für ein solches Vorhaben zu gewinnen? Die Situation der Karlsruher Neuen Messe sowie die nicht ausgelastete Hallenlandschaft dort lassen angeraten erscheinen, über Projekte nachzudenken, die die Hallenauslastung erhöhen und einen Magnet-Charakter entwickeln können. LeVaisseau (La Science en s’amusant/Wissenschaft macht Spaß) des CONSEIL GENERAL DU BAS-RHIN in Straßburg (s. Anlage) ist eine Einrichtung, in der Kinder und Jugendliche wissenschaftliche und technische Entdeckungen machen können. Die interaktiven Projekte lassen die Kinder neue Erfahrungen machen, Neues gestalten und ausprobieren. Auch, was das Leben mit Handicaps betrifft. In Sachverhalt / Begründung: Seite 2 __________________________________________________________________________________________ Straßburg etwa wird ein Hindernislauf im Rollstuhl angeboten, um die alltäglichen Barrieren von Rollstuhlfahrer/-innen erfahrbar zu machen. Ähnliche Ansätze verfolgen etwa der Turm der Sinne in Nürnberg und das Dialogmuseum in Frankfurt/Main. Das wissenschaftliche und kreative Potential für eine attraktive, moderne ähnliche Einrichtung dieser Art ist in der Stadt und der Region vorhanden, die Wirtschaftskraft und Sponsorenlandschaft ebenfalls. unterzeichnet von: Niko Fostiropoulos Hauptamt - Sitzungsdienste - 4. Juli 2008

  • TOP 36
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zur Anfrage Stadtrat Niko Fostiropoulos (Die Linke) vom: 29.05.2008 eingegangen: 29.05.2008 Gremium: 52. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 15.07.2008 1482 36 öffentlich Dez. 4 Dauernutzung einer Messehalle der KMK als Bildungs- und Erlebnispark Frage 1: Wie beurteilt die Stadtverwaltung den Ansatz von LeVaisseau in Straßburg, Kindern und Jugendlichen neue Lern- und Erfahrungswelten und wissenschaftlich gesichertes Wissen über Umwelt und Gesellschaft zu vermitteln? LeVaisseau ist ein Technik- und Wissenschaftszentrum für Kinder- und Jugendliche in Straßburg. Es wurde 2005 eröffnet und beinhaltet mehrere Dauerausstellungen, die in drei Sprachen sowie in französischer Blindenschrift verfügbar sind. Die hinter den Konzepten von LeVaisseau in Straß- burg, den Dialogmuseum in Frankfurt oder dem Turm der Sinne in Nürnberg stehende Idee, Erfah- rungswelten von Menschen mit Handicap in die Lern- und Erlebniswelten von Kindern- und Ju- gendlichen einzubinden, wird grundsätzlich positiv beurteilt. Frage 2: Wie beurteilt die Stadtverwaltung die Idee von LeVaisseau in Straßburg, dem Dialog- Museum in Ffm oder dem Turm der Sinne in Nürnberg, in diese Bildungs- und Erlebnispro- jekte die Erfahrungswelten von Menschen mit Handicaps einzubinden? Derartige Konzepte können eine Plattform zur vorurteilfreien Begegnung von Menschen mit und ohne Behinderungen bieten. Frage 3: Kann sich die Stadtverwaltung eine dauerhafte Nutzung eine der Messehallen der Karlsru- her Neuen Messe vorstellen, mit dem die Stadt Karlsruhe als Oberzentrum ein attraktives Bildungs- und Erlebnisangebot macht - ein Projekt ähnlich wie LeVaisseau, das v. a. auf Kinder und Jugendliche zielt, aber auch für die Bürgerinnen und Bürger in der Region, Spaß, Erfahrung und Bildung vereint? Wie bereits in der Sitzung des Gemeinderates am 19.02.2008 unter Tagesordnungspunkt 9 darge- legt, werden die vier Hallen der Neuen Messe Karlsruhe für Messen, Kongresse und Veranstal- tungen der KMK dringend benötigt. Nicht nur für die im Herbst dort stattfindende Offerta sind vier Seite 2 Hallen sowie Teile des Freigeländes notwendig, sondern auch für andere Termine ist es zwingend erforderlich, für die Zeiten von parallelen Veranstaltungen und von Auf- und Abbautagen und Durchführung, vier Hallen vorzuhalten. Im Übrigen liegen die Hallen vor den Toren der Stadt und sind damit für einen Bildungspark auch deshalb nicht geeignet. Frage 4: Kann sich die Stadtverwaltung vorstellen, für ein solches Projekt bspw. folgende Institutio- nen und Einrichtungen als Mitwirkende zu gewinnen: Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Naturkundemuseum, Technologie Region, die Hochschulen für Kunst, Musik und Pä- dagogik, ZKM, Technologiepark usw.? Wie unter Frage 3 gezeigt, ist das in der Anfrage vorgeschlagene Projekt nicht realisierbar. Die Stadtverwaltung wird jedoch Überlegungen zur Neuordnung der Museumslandschaft im Rahmen des „Karlsruhe Masterplan 2015“ weiter vorantreiben. Bausteine hierfür sind beispielsweise die Ausstellung „Experimenta“ sowie die Überlegungen zur Nutzung der Nancyhalle. Zur weiteren Entwicklung des Projekts gehört dann auch die Prüfung und ggfs. Einbindung verschiedener mu- sealer Konzepte – wie beispielsweise des LeVaisseau – sowie das Gewinnen von Partnern und Sponsoren. Frage 5: Kann sich die Stadtverwaltung vorstellen, dafür Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens als Multiplikatoren und eventuell auch als Sponsoren für ein solches Vorhaben zu gewin- nen? Hierzu wird auf die Ausführungen zu Ziffer 4 verwiesen.