Antrag KAL: Sicherung der schulischen Grundversorgung im Stadtteil Südstadt mit einer Hauptschule
| Vorlage: | 20501 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 08.07.2008 |
| Letzte Änderung: | 03.03.2025 |
| Unter Leitung von: | _Fachbereich Datenübernahme |
| Erwähnte Stadtteile: | Südstadt |
Beratungen
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
STELLUNGNAHME zum Antrag KAL-Gemeinderatsfraktion vom: 02.06.2008 eingegangen: 02.06.2008 Gremium: 52. Plenarsitzung Gemeinderat Termin: Vorlage Nr.: TOP: Verantwortlich: 15.07.2008 1466 24 a öffentlich Dez. 3 Sicherung der schulischen Grundversorgung im Stadtteil Südstadt mit einer Hauptschule - Kurzfassung - Das Bürgermeisteramt empfiehlt, die Angelegenheit erneut im Schulbeirat am 13.11.2008 zu behandeln. Finanzielle Auswirkungen nein ja Gesamtaufwand der Maßnahme Einnahmen (Zuschüsse u. Ä.) Finanzierung durch städtischen Haushalt Jährliche laufende Belastung (Folgekosten mit kalkulatori- schen Kosten abzügl. Folgeer- träge und Folgeeinsparungen) Haushaltsmittel stehen nicht zur Verfügung. Finanzposition: Ergänzende Erläuterungen: Karlsruhe Masterplan 2015 - relevant nein ja Handlungsfeld: Anhörung Ortschaftsrat (§ 70 Abs. 1 GemO) nein ja durchgeführt am Abstimmung mit städtischen Gesellschaften nein ja abgestimmt mit Ergänzende Erläuterungen Seite 2 In Karlsruhe hat zum Schuljahresbeginn 2007/08 erstmals der Schulversuch „Aufhebung der Hauptschulbezirke“ Auswirkungen auf die Schülerzahlen an den einzelnen Schulen gezeigt. Insgesamt ist die Schülerzahl an den hiesigen Hauptschulen von 3.173 Schülerinnen und Schülern um 228 auf 2.945 gesunken. Insgesamt 10 Hauptschulen erreichen derzeit nicht die seitens der Kultusverwaltung defi- nierte Untergrenze von 85 Schülerinnen und Schülern in den Klassenstufen 5 bis 9. Im Bereich der Ganztages-Hauptschulen ist aktuell besonders betroffen die Uhland- Hauptschule, die trotz eines vielfältigen Förder- und Unterstützungsangebots im aktuellen Schuljahr lediglich 8 Schüler/innen in der Klassenstufe 5 hat. Sie wird im kommenden Schul- jahr 2008/09 keine 5. Klasse mehr haben. Trotz aller Bemühungen nahmen die Schülerzahlen an der Uhlandschule in den vergange- nen Jahren kontinuierlich ab: Schuljahr 2003/04 160 Schüler Schuljahr 2004/05 167 Schüler Schuljahr 2005/06 159 Schüler Schuljahr 2006/07 128 Schüler Schuljahr 2007/08 99 Schüler Schuljahr 2008/09 67 Schüler (nach Anmeldeschluss) Die Uhland-Ganztagesschule ist eine Angebotsschule. Insofern kann kein Schüler – ob er seinen Wohnsitz im Stadtteil Südstadt hat oder nicht – verpflichtet werden, die Uhlandschule zu besuchen. Es erfolgt eine „Abstimmung mit den Füßen“. Am 10.03.2008 erfolgte an der Uhlandschule ein Beschluss der Gesamtlehrerkonferenz (GLK), wonach bei Nichteinrichtung einer 5. Klasse die Hauptschule zum Ende des Schul- jahres 2008/09 den Betrieb einstellt. Die jetzige 8. Klasse kann damit noch an der Uhland- schule zum Abschluss geführt und sinnvolle Übergänge in andere Schulen abgewickelt wer- den. Die Schulkonferenz wurde gemäß § 47 Abs. 4 Ziffer 3 SchulG am 08.04.2008 angehört, ein Entscheidungsrecht ist ihr nicht eingeräumt. Im Rahmen eines Informationstreffens am 05.05.2008 bzw. weiteren Informationsabenden am 09.06.2008 und 10.06.2008 wurden den Eltern der Beschluss der GLK und die weiteren Überlegungen für die derzeitigen Schülerin- nen und Schülern mitgeteilt. Ergänzende Erläuterungen Seite 3 Das Bürgermeisteramt empfiehlt, die Angelegenheit erneut im Schulbeirat am 13.11.2008 zu behandeln.
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Extrahierter Text
ANTRAG Stadtrat Lüppo Cramer (KAL) Stadträtin Margot Döring (KAL) KAL-Gemeinderatsfraktion vom 2. Juni 2008 Gremium: Termin: Vorlage Nr.: TOP: 52. Plenarsitzung Gemeinderat 15.07.2008 1466 24 a öffentlich Sicherung der schulischen Grundversorgung im Stadtteil Südstadt mit einer Hauptschule Die Stadtverwaltung legt ein mit den in der Südstadt tätigen Institutionen abgestimmtes Konzept vor, wie die Hauptschule Uhlandschule nicht nur erhalten, sondern auch in ihrer Arbeit gestärkt und zukunftsfähig wird. So lange es in Baden-Württemberg nur das dreigliedrige Schulsystem gibt, muss es in einem Stadtteil wie der Südstadt eine Hauptschule geben. Gleicher Zugang zu Bildung fängt beim Schulweg an. Mit Schließung der Uhlandschule wäre dies nicht mehr gewährleistet; einer der bevölkerungsstärksten und kinderreichsten Stadtteile wäre von der schulischen Grundversorgung ausgenommen. Schule ist nach Meinung der Karlsruher Liste mehr als Lehrplanerfüllung. Das Ende der Uhlandschule wäre ein Verlust für das Gemeinwesen der Südstadt und würde den gesamten Stadtteil in seiner Entwicklung schwächen. Einrichtungen mit gewachsenen Traditionen, die Identität vermitteln und Integration ermöglichen, haben wir heute nötiger denn je. Aus diesen Gründen erwarten wir, dass die Verwaltung neue Wege geht, um das Gebäude der Uhlandschule mit neuem Leben zu füllen. Wir stellen uns vor, dass statt des einfachen Ganztagesangebots ein Hort mit besonderer Nachmittags- betreuung sowie gezielte Förder- und Betreuungsprogramme für die Hauptschule eingerichtet werden. Dieses flexible Angebot soll durch Anbieter und Institutionen aus bzw. für den Stadtteil Südstadt geleistet werden. Zudem braucht die Schule einen Unterbau durch eine Grundschule. unterzeichnet von: Lüppo Cramer Margot Döring Hauptamt - Sitzungsdienste - 4. Juli 2008 Sachverhalt / Begründung: