Antrag FDP: Fassade der Orgelfabrik

Vorlage: 20386
Art: Beschlussvorlage
Datum: 30.06.2008
Letzte Änderung: 03.03.2025
Unter Leitung von: _Fachbereich Datenübernahme
Erwähnte Stadtteile: Durlach

Beratungen

  • Ortschaftsrat Durlach

    Datum: 10.07.2008

    TOP: 1

    Rolle: unbekannt

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • 10.07.08, TOP 1, ANTRAG
    Extrahierter Text

    ANTRAG FDP-Fraktion vom 6. Mai 2008 eingegangen: 07.05.08 Gremium: Termin: TOP: Verantwortlich: Ortschaftsrat Durlach 10.07.08 1 öffentlich Stadtamt Durlach Thema: Fassade der Orgelfabrik Es ist erfreulich, dass sich die Orgelfabrik zu einem bedeutenden Kulturzentrum östlich der Autobahn entwickelt hat. Der morbide Charakter der alten Produktionsstätte inspiriert sowohl Künstler als auch Theaterleute zu besonderen Ausstellungen und Theateraufführungen. Inzwischen wurde auch der Eingang aufgewertet und das Segeldach vor dem Eingang trägt dazu bei, auch für Besucher den Komplex Orgelfabrik attraktiv zu machen. Allein die Fassade sieht immer noch aus, als wäre die Fabrik am Kriegsgeschehen beteiligt gewesen, bzw. als ob in der Nähe eine Bombe eingeschlagen hätte. Wir stellen den Antrag, dass ohne großen Aufwand und ohne „Perfektion“ eine ansehnliche Fassade geschaffen wird, indem die Sandsteinwände komplett freigelegt werden. Dergestalt, dass der Charakter der Fabrik weiterhin erkennbar bleibt und äußerlich nicht der Eindruck eines Edel-Musentempels entsteht. Gez: Dr. Horst Dilger, Dipl.- Ing. Günther Malisius

  • 10.07.08, TOP 1, STELLUNGNAHME
    Extrahierter Text

    STELLUNGNAHME zum ANTRAG FDP-OR-Fraktion vom: 06.05.08 eingegangen: 07.05.08 Gremium: Termin: TOP: Verantwortlich: Ortschaftsrat Durlach 10.07.08 1 öffentlich Stadtamt Durlach Thema: Fassade der Orgelfabrik Im Laufe der letzten Jahre mussten immer wieder kleinere punktuelle Bauunterhalts- arbeiten im Bereich des Gebäude-Ensembles durchgeführt werden. Ab 2006 wurde damit begonnen, gravierende Schadstellen im Dachbereich, an den Fassaden und 2007 an der Mauerkrone der hohen Grenzmauer zu beseitigen. Diese Arbeiten wurden teilweise im Rahmen einer notwendigen Sturmschadenbeseitigung durchgeführt, als das Gebäude deshalb ohnehin schon eingerüstet war. Bislang wurde bei allen Bauarbeiten im gesamten Gebäudekomplex darauf geachtet, dass auch entsprechend den letztgültigen Ortschaftsratwünschen und -beschlüssen der „morbide Charme“, einschließlich aller Unebenheiten, Putz- und Farbresten, er- halten blieb, soweit dies bautechnisch und baukonstruktiv zu vertreten war. Der vorliegende Antrag kann befürwortet werden, zumal es sich bei den angespro- chenen großflächigen Putzresten nicht um Außenputz, sondern um ehemaligen Kalkgips- und Gips-Innenputz eines abgebrochenen ehemaligen Anbaues handelt. Durch sein hygroskopisches Verhalten schadet der Gipsputz auf der Wandaußensei- te dem Bruchsteinmauerwerk bauphysikalisch mehr, als er nützt. Vor allem würde bei einer Entfernung der betreffenden Putzflächen das ursprüngli- che und in seiner Fassadenteilung durch die rundbogigen Fenster gut gegliederte und proportionierte Fassadenbild architektonisch wieder zur Geltung kommen. Deshalb wird folgendes vorgeschlagen: 1. Weil die Fassade von wildem Wein zwischenzeitig stark überwuchert ist, wobei die Giebelfenster im Erdgeschoss mittlerweile völlig zugewachsen sind, sollten bald möglichst diese Fenster freigeschnitten werden. 2. Aus Natur- und Vogelschutzgründen kann die gesamte Fassadenbegrünung frühestens erst ab 1. Oktober 2008 entfernt bzw. zurück geschnitten werden. 3. Danach sollen nach Einrüstung der Giebelfassade die weißen Putzflächen und -reste abgeschlagen werden. 4. Das freigelegte Bruchsteinmauerwerk muss anschließend eine fachgerech- te/denkmalgerechte Neuverfugung erhalten. 5. Die hierfür notwendigen Haushaltsmittel können, entsprechend der über- schaubaren Größenordnung, aus dem Etat des laufenden allgemeinen Bauun- terhalts der Gebäudewirtschaft verauslagt werden. Der Ortschaftsrat wird gebeten, der Maßnahme zuzustimmen.