Bereitstellung kostenfreier Hygieneprodukte an Schulen

Vorlage: 2026/0158
Art: Antrag
Datum: 24.02.2026
Letzte Änderung: 12.03.2026
Unter Leitung von: Offen
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 24.03.2026

    TOP: 22

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Beratung im Fachgremium/Arbeitskreis

Zusätzliche Dateien

  • Antrag
    Extrahierter Text

    Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2026/0158 Eingang: 24.02.2026 Bereitstellung kostenfreier Hygieneprodukte an Schulen Antrag: Volt Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 24.03.2026 22 Ö Kenntnisnahme Schulausschuss 24.06.2026 Ö Behandlung 1. Es wird ein fester Posten von 500€ pro Schule im Schulbudget eingerichtet, der für die Bereitstellung kostenfreier Hygieneprodukte an allen weiterführenden Schulen vorbehalten ist. 2. Die Stadtverwaltung prüft, welche Sponsoringpartner eine (Teil-)Finanzierung der Sachkosten übernehmen können. Sachverhalt / Begründung: Gerade bei Mädchen und jungen Frauen verläuft der Menstruationszyklus häufig unregelmäßig, sodass die Menstruation oft unerwartet einsetzt. Ein niedrigschwelliges Angebot an Hygieneprodukten an Schulen, schafft Sicherheit, reduziert Schamgefühle und stärkt das Wohlbefinden. Darüber hinaus entlastet der kostenfreie Zugang zu Hygieneartikeln nachweislich Mädchen und junge Frauen, die von Armut betroffen sind. Eine Studie von Plan International (2021) zeigt, dass 70 % der 16- bis 24-Jährigen angeben, sich besser mit Hygieneartikeln versorgen zu können, wenn diese günstiger oder kostenfrei wären. Eine unzureichende Versorgung birgt zudem gesundheitliche Risiken: Wer den Wechsel von Tampons oder Binden hinauszögert, riskiert Infektionen und im Extremfall das toxische Schocksyndrom. Mit dem Pilotprojekt zur Bereitstellung kostenloser Hygieneprodukte an zwei Schulen hat Karlsruhe bereits einen wichtigen Schritt in Richtung sozialer Teilhabe und gesundheitlicher Prävention unternommen. Nach Abschluss der Pilotphase im Schuljahr 2022/23 bestätigte das Schul- und Sportamt, dass das Projekt am Lessing-Gymnasium und an der Sophie-Scholl-Realschule von den Schülerinnen sehr gut angenommen und insgesamt als klarer Erfolg bewertet wurde. Besonders positiv war, dass die Schülerinnen die Auslage der Hygieneprodukte selbstständig organisierten und das Angebot verantwortungsvoll nutzten. Inzwischen stellen weitere Karlsruher Schulen bei Bedarf im Sekretariat kostenlose Hygieneprodukte bereit, und an einigen Schulen hat die SMV Auslagen direkt auf den Toiletten eingerichtet. -- 1 of 2 -- – 2 – Trotz dieser positiven Bilanz fehlt bislang jedoch eine einheitliche und verbindliche Regelung. Mädchen und junge Frauen können sich daher nicht darauf verlassen, in allen Karlsruher Schulen im Bedarfsfall auf Hygieneprodukte zugreifen zu können. Die Versorgung hängt von der Priorisierung vonseiten einzelner Schulleitungen oder SMVen ab - sie ist damit weder beständig noch gerecht. Deshalb soll nun zeitnah eine flächendeckende Bereitstellung kostenloser Hygieneprodukte an allen weiterführenden Karlsruher Schulen erfolgen. Dafür wird ein fester Posten von 500€ pro Schule im Schulbudget eingerichtet, der für kostenlose Hygieneprodukte vorbehalten ist. Die Bestellung können die Schulen dann nach Bedarf über das städtische Kaufhaus vornehmen, was kosten- und zeiteffizient ist. Um das Schulbudget soweit möglich zu schonen, prüft die Stadtverwaltung im Vorfeld, ob Sponsoring-Partnerschaften - etwa mit Drogeriemärkten - eine (Teil-)Finanzierung der Sachkosten übernehmen können. Unterzeichnet von: Kien Nguyen Adina Geißinger Fabian Gaukel -- 2 of 2 --