Anpassung zweier Projekte aus der Kita-Bedarfsplanung
| Vorlage: | 2026/0105 |
|---|---|
| Art: | Informationsvorlage |
| Datum: | 04.02.2026 |
| Letzte Änderung: | 11.03.2026 |
| Unter Leitung von: | Sozial- und Jugendbehörde |
| Erwähnte Stadtteile: | Durlach, Grötzingen, Neureut, Weststadt |
Beratungen
- Jugendhilfeausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 18.03.2026
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
-
Extrahierter Text
Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2026/0105 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: SJB Anpassung zweier Projekte aus der Kita-Bedarfsplanung Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Jugendhilfeausschuss 18.03.2026 3 Ö Kenntnisnahme Kurzfassung Der Jugendhilfeausschuss nimmt Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO2-Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit -- 1 of 3 -- – 2 – Erläuterungen: Die Kita-Bedarfsplanung ist ein zentrales Instrument der kommunalen Jugendhilfeplanung. Sie dient dazu, den bedarfsgerechten Ausbau und die Bereitstellung von Betreuungsplätzen für Kinder gemäß dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Lebensjahr zu gewährleisten. Die Voraussetzungen zur Aufnahme des Kita-Projektes eines Trägers in die Bedarfsplanung der Stadt Karlsruhe werden in einem festgelegten Prozess geprüft und abgestimmt. Die Aufnahme eines Kita- Projekts in die Bedarfsplanung der Stadt Karlsruhe ist Voraussetzung für die städtische Förderung. Kita-Projekte, die nicht realisiert werden, jedoch bereits durch den Gemeinderat in die Bedarfsplanung aufgenommen worden sind, werden im Sinne einer verantwortungsvollen Ressourcensteuerung für andere, prioritäre Kita-Projekte umgewidmet. 1. Umwidmung Haus W – Städtisches Klinikum Die Städtische Klinikum Karlsruhe gGmbH beabsichtigt, ein Verwaltungsgebäude auf dem Gelände des Städtischen Klinikums im Karlsruher Stadtteil Weststadt zu einer Kita umzubauen. Ziel der Maßnahme ist die Schaffung bedarfsgerechter Kinderbetreuungsangebote für die Mitarbeitenden des Klinikums. Das Kinderbetreuungsangebot soll, in enger Abstimmung mit dem Träger der Einrichtung, gezielt an die spezifischen Anforderungen der Beschäftigten angepasst werden. Durch die Umnutzung eines Bestandsgebäudes auf dem Klinikgelände wird ein wesentlicher Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie geleistet. Gleichzeitig stärkt das Vorhaben nachhaltig die Attraktivität des Städtischen Klinikums als Arbeitgeber. Die viergruppige Kindertagesstätte soll im Haus W des städtischen Klinikums entstehen, welches bisher von der Verwaltung genutzt wurde. Haus W erstreckt sich entlang der Kussmaulstraße 1. Die Ausführung der Kita entspricht den gesetzlichen Vorgaben und den Kriterien des Raumprogramms der Stadt Karlsruhe. Die Übernahme der Trägerschaft soll durch die AWO Karlsruhe gGmbH erfolgen, welche bereits die Kindertagesstätte „Klinikzwerge“ auf der Rückseite des Bauvorhabens betreibt. Insgesamt werden bis zu 60 Betreuungsplätze für Kinder, von einem Jahr bis zum Schuleintritt, neu geschaffen. Die Einreichung des Bauantrags wird – nach Kenntnisnahme dieser Informationsvorlage durch den Ju- gendhilfeausschuss – durch den Bauträger erfolgen. Der Baubeginn der Kita ist für Anfang 2027 ge- plant. Für die Aufnahme der zusätzlichen Gruppen in die Bedarfsplanung ist kein gesonderter Beschluss er- forderlich. Vielmehr erfolgt die Umwidmung der bereits in die Kita-Bedarfsplanung aufgenommenen, jedoch nicht realisierten Projekte des Trägers Mäusezauber GmbH (Kita-Projekt „Vogelsang 2“, 76229 Karlsruhe-Grötzingen und Kita-Projekt „Am Lerchenberg 4“, 76227 Karlsruhe-Durlach), welche am 15. Mai 2018 durch Gemeinderatsbeschluss in die Bedarfsplanung der Stadt Karlsruhe aufgenomme- nen wurden. 2. Ersatzneubau evangelische Kirchengemeinde Neureut-Nord Die evangelische Kirchengemeinde Neureut-Nord beabsichtigt durch den Umbau ihres Gemeindezent- rums die Errichtung eines Ersatzneubaus für zwei bereits bestehende Einrichtungen im Karlsruher Stadtteil Neureut. Mit dem Neubau sollen die beiden bisherigen Einrichtungen des Trägers – die Kita „Nordstern“ sowie die Kita „Paul Gerhardt“ – zusammengeführt und in moderne, zeitgemäße Räum- lichkeiten überführt werden, um qualitativ hochwertige Bedingungen für die Kindertagesbetreuung zu -- 2 of 3 -- – 3 – schaffen. Der Vorhabenträger sieht vor, vier Gruppen im Neubau zu verorten, sowie eine zusätzliche Naturgruppe in fußläufiger Entfernung des Gebäudes zu implementieren. Durch die Umsiedlung werden keine zusätzlichen Betreuungsplätze geschaffen und auch kein beste- hendes Platzangebot reduziert; die Platzzahl entspricht dem bisherigen Angebot von insgesamt fünf Gruppen. Ersatzneubauten für nicht mehr zweckmäßig nutzbare Räumlichkeiten bestehender Kindertagesein- richtungen stellen eine sinnvolle und notwendige Maßnahme dar, um den aktuellen Anforderungen an Sicherheit, Pädagogik und Energieeffizienz gerecht zu werden. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Betreuungsplatzangebotes, zur Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen für Fach- kräfte und zur langfristigen Stärkung der sozialen Infrastruktur der Stadt. Aktuelle und künftige Versorgungslage in der Kindertagesbetreuung Kinder unter 3 Jahren (U3) Kinder unter 3 Jahren (Stand 30.06.2025)*: 6.869 Kinder Vorhandene Kapazität in Tageseinrichtungen (Stand 01.09.2025)**: Versorgungsquote Kita-Plätze U3: 3.314 Plätze 48,25 % Kinder in Tagespflege (belegte Plätze Stand 13.01.2026): 494 Plätze Vorhandene Kapazität in Tageseinrichtungen und Tagespflege gesamt: Versorgungsquote Kita-Plätze und Tagespflege U3: 3.808 Plätze 55,44 % Neuschaffung (bereits vom Gemeinderat genehmigt) in bestehenden und neuen Einrichtungen: + 217 Plätze Voraussichtliche Gesamtkapazität nach Umsetzung der geplanten Projekte: künftige Versorgungsquote U3 insgesamt: 4.025 Plätze 58,60 % * Quelle: Bevölkerungsdaten, Amt für Stadtentwicklung (Stand 30.06.2025) ** Quelle: Sonderauswertungen der Stadtteilprofile der Sozial- und Jugendbehörde zum Stichtag 01.09.2025 Kinder ab 3 Jahre bis zum Schuleintritt (Ü3) Kinder ab 3 Jahren bis Schuleintritt (Stand 30.06.2025)*: 8.928 Kinder Vorhandene Kapazität in Tageseinrichtungen (Stand 01.09.2025)**: Versorgungsquote Kita-Plätze Ü3: 8.192 Plätze 91,76 % Neuschaffung (bereits vom Gemeinderat genehmigt) in bestehenden und neuen Einrichtungen: + 398 Plätze Voraussichtliche Gesamtkapazität nach Umsetzung der geplanten Projekte: künftige Versorgungsquote Ü3: Differenz voraussichtliche Gesamtkapazität Ü3 zu Kinder ab 3 Jahren bis Schuleintritt (Stand 30.06.2025)*: 8.590 Plätze 96,21 % -338 Plätze * Quelle: Bevölkerungsdaten, Amt für Stadtentwicklung (Stand 30.06.2025) ** Quelle: Sonderauswertungen der Stadtteilprofile der Sozial- und Jugendbehörde zum Stichtag 01.09.2025 Beschluss: Der Jugendhilfeausschuss nimmt Kenntnis. -- 3 of 3 --