Grundschule Friedrich-Ebert-Schule - Umbau Hort zur Ganztageseinrichtung
| Vorlage: | 2026/0058 |
|---|---|
| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 26.01.2026 |
| Letzte Änderung: | 02.03.2026 |
| Unter Leitung von: | Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Bauausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 12.03.2026
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2026/0058 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft Grundschule Friedrich-Ebert-Schule - Umbau Hort zur Ganztageseinrichtung Konzeptbeschluss Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Bauausschuss 12.03.2026 2 Ö Entscheidung Kurzfassung Im Rahmen des Rechtsanspruchs für Ganztagesbetreuung wird von der Verwaltung ein Konzept zur Schaffung geeigneter Räumlichkeiten für die Speiseversorgung und die erforderlichen Aufenthaltsräume auf dem Gelände der Friedrich-Ebert-schule vorgeschlagen. Die von der Verwaltung entwickelten Varianten werden im Bauausschuss mündlich vorgetragen. Es handelt sich um ein Vorhaben mit Gesamtkosten bis 5 Mio. Euro, daher wird kein Baubeschluss eines gemeinderätlichen Gremiums notwendig: 1. Der Bauausschuss beschließt, das Vorhaben in der Gesamtkonzeption gemäß den dargelegten Ausführungen hinsichtlich – des Beschriebs und der Darstellung, - des vorgesehenen Ausführungszeitplans, - des Gesamtkostenrahmens, - der Folgekosten und der Bewertung der möglichen Risiken zur Kenntnis und fort zu- entwickeln 2. fortzuentwickeln und beauftragt die Verwaltung mit der weiteren Planung des Vorhabens gemäß Variante C. 3. Die Verwaltung wird auf dieser Grundlage ermächtigt, das Vorhaben in eigener Zuständigkeit zu realisieren. 4. Der Bauausschuss stimmt der Aufhebung des Sperrvermerks zu. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☒ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Kostenrahmen ca. 2,115 Mio. Euro Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: 74.000 Euro Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☒ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO2-Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☒ negativ ☐ geringfügig ☒ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Soziale Stadt, Grüne Stadt Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit -- 1 of 4 -- – 2 – Erläuterungen Im Rahmen der Einführung des Rechtsanspruchs auf Ganztagesunterricht zum Schuljahr 2026/27 hat die Verwaltung die zweizügige Friedrich-Ebert-Schule untersucht, die jedoch im derzeitigen Zustand keine Ganztagesverpflegung anbieten kann. Geeignete Räumlichkeiten fanden sich durch die Einbeziehung des städtischen Schülerhorts, welcher sich in unmittelbarer Nähe der Schule befindet. Für die verwaltungsinterne Entscheidung zur bevorzugten Umsetzung wurden die verschiedenen Varianten vorgestellt und abgewogen. Die Varianten orientieren sich am städtischen Standard- Raumprogramm für eine zweizügige Grundschule mit Ganztageseinrichtung zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen. Ausgangslage Das derzeit als Schülerhort genutzte Gebäude (BGF 780m²) bildet mit der direkt angrenzenden städtischen Kindertagesstätte und der unweit entfernt liegenden Friedrich-Ebert-Schule eine Gebäudegruppe. Eine Möglichkeit zur Mittagsverpflegung besteht nicht. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde untersucht, wie mit geringem Aufwand die angeforderten Räume im Bestandsgebäude des Schülerhortes unterzubringen wären. Hierbei wurden Lösungen gefunden, die dem ästhetischen Anspruch des Gebäudeensembles entsprechen und möglichst viel von der Gebäudesubstanz erhalten. Der Bauablauf sollte derart gestaltet werden, dass der Hortbetrieb nicht über längere Zeit beeinträchtigt wird. Konzeption Variante A: Speisesaal und Tiefhof Errichtung eines vorgelagerten Tiefhofs mit begrünter Stufenanlage, Erhöhung der Aufenthaltsqualität und der Anzahl der Gruppenräume im Untergeschoss. Großzügigere Grundrissaufteilung mit einem großen Speisesaal. Einbau eines Aufzugs zur barrierefreien Erschließung der Gruppenräume im Untergeschoss. „Räumliche“ Qualität der Außenanlagen. Energetische Sanierung der Fassade. Variante B: Minimalvariante „Schüsselsystem“ Minimalvariante, bei der große Teile des Gebäudes erhalten bleiben. Erweiterung der Küche, um eine Cook & Chill-Verpflegung vorsehen zu können. Versorgung der Schülerinnen und Schüler mittels „Schüsselsystems“, d.h. zubereitete Speisen werden mit Wärmewagen in die Gruppenräume gebracht und dort an Tischen selbstständig verteilt. Die Ausgabeform hat unter anderem organisatorische Nachteile und einen erhöhten Personalaufwand beim Rücklauf und Spülen der Ausgabebehälter zur Folge. Bei dieser Ausgabeform kann die Hygiene in den Schüsseln auf dem Tisch nicht gewährleistet werden. Von der Lebensmittelüberwachung wird sie in der Regel geduldet, jedoch ist eine Klärung erforderlich. Variante C: Minimalvariante mit Ausgabetheke Ähnlich Variante B werden hier im Erdgeschoss räumliche Anpassungen vorgenommen, um die Küche erweitern zu können. Am breiten Flur, welcher zum Haupteingang führt, kann eine Ausgabetheke installiert werden. Die Schülerinnen und Schüler tragen ihre Speisen eigenständig in die Gruppenräume, die als Speiseräume fungieren und nach der Mahlzeit ihre Tabletts zurück in einen bereitstehenden Sammelwagen. -- 2 of 4 -- – 3 – Förderung Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass zu gegebener Zeit über die Bundesinvestitionsförderung für Ganztagsbetreuung (Basis- und Bonusprogramm) entsprechende Fördermittel beantragt werden könnten. Die Baumaßnahme dient der Schaffung einer Ganztageseinrichtung, Fördermittel aus dem „Investitionsprogramm Ganztagsausbau“ können derzeit nicht beantragt werden. Der Fördertopf ist ausgeschöpft und es ist nicht bekannt, ob und wieviel Fördermittel in Zukunft bereitstehen werden. CO2-Auswirkungen Durch die Errichtung einer Photovoltaikanlage lassen sich pro Jahr rund 27 Tonnen CO₂-Äquivalente einsparen. Erläuterungen zu finanziellen Auswirkungen Ausführungszeitplan Beginn der Planung: 2. Quartal 2026 Beginn der Ausführung: 4. Quartal 2028 Inbetriebnahme: 3. Quartal 2029 Bewertung durch SPC Kostenzusammensetzung Variante C Variante B Variante A (Kostenstand Index IV/2025) in Euro gerundet in Euro gerundet in Euro gerundet Kostengruppe 100 - Grundstück 0 0 0 Kostengruppe 200 - Herrichten und Erschließen 0 0 0 Kostengruppe 300 - Baukonstruktionen, mittlerer Standard 231.000 225.000 1.800.000 Kostengruppe 400 - Technische Anlagen, mittlerer Standard 754.000 730.000 700.000 Kostengruppe 500 - Außenanlagen 60.000 60.000 250.000 Kostengruppe 600 - Ausstattung und Kunstwerke 12.000 12.000 93.000 Kostengruppe 700 - Baunebenkosten 472.000 472.000 959.000 Gesamtkosten Kostengruppe 100 - 700 1.529.000 1.499.000 3.802.000 Unvorhergesehenes (30 %) 459.000 450.000 1.140.000 Baupreissteigerung (4.Q 2025- 2.Q 2028 = 12%) 127.000 123.000 341.000 Herstellungskosten der Baumaßnahme 2.115.000 2.072.000 5.283.000 Folgekosten (Unterhalt / Bewirtschaftung) 74.000 / Jahr -- 3 of 4 -- – 4 – Die vorliegende Planung deckt alle notwendigen Bedarfe der zukünftigen Nutzung für den Ganztag ab. Die Maßnahme basiert auf der Grundlage der Suffizienzstrategie. Der Kostenkennwert liegt mit 1.266€/m² (KG 300 + 400/BGF) im Bereich vergleichbarer Projekte und ist als angemessen zu bewerten. Risikobetrachtung Risikofelder Risikobewertung Steuerung / Anmerkung Eintrittswahrscheinlichkeit finanzielle Auswirkungenhoch mittel gering Bestand (Gebäude/Bauwerk und/oder Grundstück) X X Bauen im Bestand, eingeschränkter laufender Hortbetrieb. Schadstoffuntersuchungen Haben stattgefunden - keine vorhanden Planungs- und Bauprozess X X Statische Anforderungen. Lösungsansätze suchen, die zusätzliche statische Eingriffe vermeiden. Markt X X Preissteigerungen, Lieferzeiten techn. Geräte, Ausweichprodukte, falls erforderlich übergeordnete Verfahren X Nicht bekannt, es werden keine übergeordnete Verfahren erwartet. Empfehlung der Verwaltung Die Verwaltung empfiehlt, die Variante C weiter zu verfolgen. Die Variante C stellt eine kostengünstige, schnell umzusetzende Lösung für die Etablierung des Ganztagsbetriebs an der Friedrich-Ebert-Grundschule dar. Beschluss: Es handelt sich um ein Vorhaben mit Gesamtkosten bis 5 Mio. Euro, daher wird kein Baubeschluss eines gemeinderätlichen Gremiums notwendig: 1. Der Bauausschuss beschließt, das Vorhaben in der Gesamtkonzeption gemäß den dargelegten Ausführungen hinsichtlich – des Beschriebs und der Darstellung, - des vorgesehenen Ausführungszeitplans, - des Gesamtkostenrahmens, - der Folgekosten und der Bewertung der möglichen Risiken zur Kenntnis und fort zu- entwickeln 2. fortzuentwickeln und beauftragt die Verwaltung mit der weiteren Planung des Vorhabens gemäß Variante C. 3. Die Verwaltung wird auf dieser Grundlage ermächtigt, das Vorhaben in eigener Zuständigkeit zu realisieren. 4. Der Bauausschuss stimmt der Aufhebung des Sperrvermerks zu. -- 4 of 4 --
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21.01.2026 © Stadt Karlsruhe | Städtisches Amt 1 Konzeptbeschluss Friedrich-Ebert-Grundschule – Umbau Schülerhort zu Ganztageseinrichtung Bauausschuss | 12. März 2026 | Vorlage 2026/ -- 1 of 8 -- 26.02.2026 © Stadt Karlsruhe | Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft 2 Konzeptbeschluss | Auftrag | Friedrich-Ebert-Grundschule – Umbau Schülerhort zu Ganztageseinrichtung Planungsauftrag durch Schul- und Sportamt (SUS) • Prüfung der Einrichtung eines Mensabereichs auf dem Schulareal. Aus der Bevölkerungsprognose ergibt sich am Standort weiterhin der Bedarf einer zweizügigen Grundschule. Aufgabenstellung • Prüfung Flächenbedarf anhand des Raumprogramms für eine zweizügige Schule mit Ganztagesbetrieb • Prüfung des Gebäudebestandes hinsichtlich Nutzungs- und Belegungsmöglichkeiten • Herstellung der Barrierefreiheit, Rettungswege und Modernisierungsmöglichkeiten • Abstimmung mit Fachamt, Schul- und Sportamt, Sozial- und Jugendbehörde -- 2 of 8 -- Schulische Nutzung Sporthalle Schulhaus Kindertagesstätte Hortgebäude Betreuungsangebote 3 Konzeptbeschluss | Bestandsanalyse | Gebäudebestand 26.02.2026 © Stadt Karlsruhe | Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft -- 3 of 8 -- Hortgebäude Zustand Baujahr 1963 Gebäudezustand Leicht – stark abgenutzt Bauweise massiv Energetischer Zustand Mittel (teilweise modernisiert) Denkmalschutz nein Barrierefreiheit nicht gegeben 2. Rettungsweg vorhanden • Modernisierungen in den letzten Jahren z.B. WC‘s, Bodenbeläge, Dachdämmung • Für die Einrichtung einer Mensa fehlen im Hauptgebäude die räumlichen Voraussetzungen 26.02.2026 4 Konzeptbeschluss | Bestandsanalyse | Gebäudebestand © Stadt Karlsruhe | Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft -- 4 of 8 -- Konzeptbeschluss | Kostenrahmen der Varianten 5 26.02.2026 © Stadt Karlsruhe | Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft Kostenzusammensetzung Variante C Variante B Variante A (Kostenstand Index IV/2025) in Euro gerundet in Euro gerundet in Euro gerundet Kostengruppe 100 - Grundstück 0 0 0 Kostengruppe 200 - Herrichten und Erschließen 0 0 0 Kostengruppe 300 - Baukonstruktionen, mittlerer Standard 231.000 225.000 1.800.000 Kostengruppe 400 - Technische Anlagen, mittlerer Standard 754.000 730.000 700.000 Kostengruppe 500 - Außenanlagen 60.000 60.000 250.000 Kostengruppe 600 - Ausstattung und Kunstwerke 12.000 12.000 93.000 Kostengruppe 700 - Baunebenkosten 472.000 472.000 959.000 Gesamtkosten Kostengruppe 100 - 700 1.529.000 1.499.000 3.802.000 Unvorhergesehenes (30 %) 459.000 450.000 1.140.000 Baupreissteigerung (4.Q 2025- 2.Q 2028 = 12%) 127.000 123.000 341.000 Herstellungskosten der Baumaßnahme 2.115.000 2.072.000 5.283.000 Folgekosten (Unterhalt / Bewirtschaftung) 74.000 / Jahr -- 5 of 8 -- Bewertungskriterien Variante C Variante B Variante A Kompaktheit des Gebäudes ⚫ ⚫ ⚫ Schulische Abläufe und Organisation ⚫ ⚫ ⚫ Ausbaufähigkeit Standort ⚫ ⚫ ⚫ Umweltauswirkungen - Überbaute Fläche ⚫ ⚫ ⚫ Umweltauswirkungen - Versiegelte Fläche ⚫ ⚫ ⚫ Umweltauswirkungen - Auswirkung auf vorhandenen Baumbestand ⚫ ⚫ ⚫ Herstellungskosten der Baumaßnahme ⚫ ⚫ ⚫ Mögliche Verkaufserlöse Gesamtkosten inkl. Verkaufserlöse Unterhalts-/Betriebskosten ⚫ ⚫ ⚫ 26.02.2026 6 Konzeptbeschluss | Bewertung der Szenarien © Stadt Karlsruhe | Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft -- 6 of 8 -- Standardkriterium Bauweise Nach Möglichkeit Verwendung von nachwachsenden / recycelten Baustoffen, Dachbegrünung und Photovoltaik Baulicher Standard Nach gesetzlichen Vorgaben, wirtschaftliche integrale Planung und Ausführung für geringere Folge- und Betriebskosten, leicht zu unterhaltende Gebäudehülle Energetischer Standard Kompaktheit des Baukörpers, sommerlicher Wärmeschutz, solare Dachnutzung Ausbaustandard Auswahl von dauerhaften, soliden Baustoffen und Oberflächen, einfacher Anlagenaufbau zur leichteren Wartung und Instandhaltung 26.02.2026 7 Konzeptbeschluss | Standardvorgaben © Stadt Karlsruhe | Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft -- 7 of 8 -- 26.02.2026 8 Konzeptbeschluss | Vorgesehene Zeitplanung nach Kalenderjahren © Stadt Karlsruhe | Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft LEGENDE Machbarkeitsstudie Planung Ausführung Betrieb [K] Konzeptbeschluss [B] Baubeschluss Kalenderjahr Haushalt Quartal Prozess 25 26 27 28 29 30 31 2 1 4 3 2 1 4 3 2 1 4 3 2 1 4 3 2 1 4 3 2 1 4 3 2 1 4 3 [K] -- 8 of 8 --