Vergabe der Lieferung von Mittagsverpflegung

Vorlage: 2026/0049
Art: Beschlussvorlage
Datum: 22.01.2026
Letzte Änderung: 13.03.2026
Unter Leitung von: Schul- und Sportamt
Erwähnte Stadtteile: Daxlanden, Neureut

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 24.02.2026

    TOP: 4

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: mehrheitlich beschlossen

Zusätzliche Dateien

  • Beschlussvorlage
    Extrahierter Text

    Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2026/0049 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: Schul- und Sportamt Vergabe der Lieferung von Mittagsverpflegung an 20 Schulmensen für das Schuljahr 2026/27 Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Haupt- und Finanzausschuss 10.02.2026 7 N Vorberatung Gemeinderat 24.02.2026 4 Ö Entscheidung Kurzfassung Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Haupt- und Finanzausschuss - von den Erläuterungen Kenntnis und stimmt der Vergabe der Lieferung von Mittagsverpflegung an die Augustenburg- Gemeinschaftsschule, die Ernst-Reuter-Schule, die Werner-von-Siemens-Schule, die Schulmensa Schützenstraße (mit den Einrichtungen Hort Kinderinsel Süd, Außenstelle Albschule und Nebenius- Realschule), die Erich Kästner-Schule, die Schule am Weinweg, den Schulkindergarten Kieselsteine, die Drais-Grundschule und die Drais-Gemeinschaftsschule, die Grundschule Daxlanden, die Viktor-von- Scheffel-Schule sowie die Gartenschule für das Schuljahr 2026/2027 mit der Option auf zweimalige Vertragsverlängerung bis maximal zum Schuljahr 2028/2029 zu. Zudem stimmt er auch der Vergabe an das Fichte-Gymnasium, das Goethe-Gymnasium, das Kant-Gymnasium, das Helmholtz-Gymnasium, das Lessing-Gymnasium, das Humboldt-Gymnasium, das Schulzentrum Neureut, das Max-Planck- Gymnasium sowie das Otto-Hahn-Gymnasium für das Schuljahr 2026/2027 mit der Option auf dreimalige Vertragsverlängerung bis maximal zum Schuljahr 2029/2030 zu. Die Verwaltung wird ermächtigt, der ES catering GmbH, Weingarten für die Lose 1 bis 6, 8, 10, 11, 13 und 15, der El Tucano GmbH & Co. KG, Wiesbaden für die Lose 7 und 9 sowie der JJ Gastroservices GmbH, Baden-Baden für die Lose 12 und 14 den Zuschlag zu erteilen. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☐ Investition ☒ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: 2.074.459,38 Euro/Schuljahr 2026/2027 Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: 2.367.970,00 Euro / Schuljahr 2026/2027 Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO2-Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☒ negativ ☐ geringfügig ☒ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit -- 1 of 6 -- – 2 – Erläuterungen 1. Ausschreibungsgegenstand Für 20 Schulmensen in Karlsruhe wurde die Lieferung von Mittagsverpflegung für das Schuljahr 2026/2027 mit der zweimaligen Option auf Vertragsverlängerung um ein weiteres Schuljahr bis maximal zum Schuljahr 2028/2029 für die Lose 1, 2 und 8 bis 15 sowie mit der dreimaligen Option auf Vertragsverlängerung um ein weiteres Schuljahr bis maximal zum Schuljahr 2029/2030 für die Lose 3 bis 7 ausgeschrieben. Die Leistung ist in fünfzehn Lose aufgeteilt. Los Schule Menüs pro Woche Los 1 Augustenburg-Gemeinschaftsschule circa 855 Los 2 Ernst-Reuter-Schule circa 575 Los 3 a) Fichte-Gymnasium b) Goethe-Gymnasium c) Kant-Gymnasium circa 935 circa 665 circa 380 Los 4 a) Helmholtz-Gymnasium b) Lessing-Gymnasium circa 500 circa 660 Los 5 a) Humboldt-Gymnasium b) Schulzentrum Neureut circa 590 circa 600 Los 6 Max-Planck-Gymnasium circa 575 Los 7 Otto-Hahn-Gymnasium circa 575 Los 8 Werner-von-Siemens Schule circa 944 Los 9 Schulmensa Schützenstraße a) Hort Kinderinsel Süd b) Außenstelle Albschule c) Nebenius-Realschule circa 600 circa 54 circa 80 Los 10 Erich-Kästner-Schule circa 620 Los 11 Schule am Weinweg circa 285 Los 12 Schulkindergarten Kieselsteine circa 100 Los 13 Schulmensa Drais-Schulen a) Drais-Grundschule b) Drais-Gemeinschaftsschule circa 860 circa 735 Los 14 a) Grundschule Daxlanden b) Viktor-von-Scheffel-Schule circa 325 circa 350 Los 15 Gartenschule circa 600 Für die Lose 2, 10, 11, 12, 14 und 15 war ausschließlich das Verpflegungssystem Cook & Hold (Warmanlieferung) anzubieten, da die Aufstellung beziehungsweise der Betrieb eines für temperaturentkoppelte Systeme benötigten Konvektomaten räumlich und anschlusstechnisch nicht möglich ist. 2. Verfahrensart Die Ausschreibung der Lieferleistung erfolgte im Offenen Verfahren nach § 119 Absatz 3 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) in Verbindung mit § 15 Vergabeverordnung (VgV). Die Bekanntmachung erfolgte im Amtsblatt der Europäischen Union am 6. November 2025 sowie im Internetausschreibungsservice der Stadt Karlsruhe. -- 2 of 6 -- – 3 – 3. Prüfung und Wertung der Angebote Bis zum Ablauf der Angebotsfrist sind die Angebote von vier Firmen eingegangen: Vier Angebote für die Lose 1, 5, 6, 8 und 13, drei Angebote für die Lose 3, 4, 7 und 9 zwei Angebote für die Lose 2, 10, 11 und 15 sowie ein Angebot für die Lose 12 und 14. Die Prüfung und Wertung der Angebote erfolgte in mehreren Stufen: Formale Prüfung: Die angeforderten Vergabeunterlagen von zwei Bietern enthielten die mit Angebotsabgabe geforderten Unterlagen und Erklärungen und waren somit vollständig. Bei zwei Bietern wurden Nachforderungen gestellt, die fristgerecht eingegangen sind. Ein Angebot für die Lose 9 a) und 9 b) überschreitet die in den Vergabeunterlagen definierte Preisobergrenze von 4,67 Euro netto pro Menü. Das betreffende Angebot für Los 9 wurde daher nach § 57 Absatz 1 Nummer 4 VgV von der Wertung ausgeschlossen. Die Preisobergrenze beträgt 4,67 Euro netto beim Angebot der Verpflegungssysteme Cook & Chill und Cook & Freeze, 5,00 Euro netto bei Warmanlieferung bei allen Losen außer Los 14 a) und b) sowie – aufgrund logistischer Herausforderungen bei der Anlieferung – 6,00 Euro netto pro Menü bei Warmanlieferung bei Los 14 a) und b). Die Definition einer Preisobergrenze für die Angebotsabgabe dient der Kosteneindämmung vor dem Hintergrund stetig steigender Kosten. Um allgemeine Preissteigerungen und gegebenenfalls auch Preisminderungen in der Vertragslaufzeit berücksichtigen zu können, ermöglichen die Vergabeunterlagen ab dem zweiten Vertragsjahr eine Preisanpassung auf Grundlage der Entwicklung des Verbraucherpreisgesamtindex des Statistischen Bundesamtes. Eignungsprüfung: Alle Bieter erfüllen die festgelegten Eignungskriterien und verfügen folglich über die für die ordnungsgemäße Ausführung des öffentlichen Auftrags erforderliche Eignung Fachliche Prüfung: Mit Abgabe des Angebots verpflichten sich die Bieter, die Qualitätsstandards der Karlsruher Leistungsbeschreibung für die Schulverpflegung, die sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) orientieren, einzuhalten. Hierunter fallen zum Beispiel der Bio- Anteil von jährlich mindestens 40 Prozent des monetären Gesamtwareneinsatzes (brutto) und von mindestens 20 Prozent des monetären Wareneinsatzes in Bioqualität von Obst, Gemüse und Milchprodukten sowie der Einsatz von Fahrzeugen mit mindestens der Euro-6/VI-Abgasnorm für die Leistungserbringung. Alle vier Angebote entsprachen den Anforderungen und konnten bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung berücksichtigt werden. Wirtschaftlichkeitsprüfung: Die Wertung der Angebote erfolgte anhand der Einfachen Richtwertmethode, bei der Preis und Leistung in einem 50/50-Verhältnis stehen. Bei der Leistungsbewertung wurden folgende Leistungskriterien berücksichtigt: 1. ein über die Mindestanforderung von 40 Prozent aus der Leistungsbeschreibung hinausgehender Bioanteil von insgesamt über 50 Prozent, über 60 Prozent oder über 75 Prozent des jährlichen monetären Gesamtwareneinsatzes, 2. der Einsatz von 100 Prozent Bio-Fleisch, 3. der Einsatz von mindestens 40 Prozent regionalem Obst und Gemüse von Erzeugerbetrieben aus einem Umkreis von unter 200 Kilometern oder unter 100 Kilometern um die Produktionsstätte des Auftragnehmers bezogen auf den jährlichen monetären Wareneinsatz, 4. der Einsatz von 100 Prozent regionalem Fleisch von Haltungsbetrieben aus einem Umkreis von unter 200 Kilometern oder unter 100 Kilometern um den verarbeitenden Betrieb des Auftragnehmers, 5. die kohlenstoffdioxidfreie Anlieferung mittels Elektro-Fahrzeugen. -- 3 of 6 -- – 4 – Die Bewertung der fünf aufgeführten Kriterien ist auf Grundlage der eingereichten Unterlagen des Bieters erfolgt. Zur Bewertung der sensorischen Qualität war zunächst ein Probeessen für die Einrichtungen eingeplant. Nach Vorberatung im Schulausschuss stimmte der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 25. November 2025 zu, dass Vergabeverfahren ab sofort ohne Probeessen als Zuschlagskriterium durchgeführt werden. Daher wurden für das vorliegende Vergabeverfahren nur die fünf oben genannten Kriterien herangezogen. Die potenziellen Bieter des Vergabeverfahrens wurden rechtzeitig über die Vergabeplattform subreport/ELVIS informiert. Im Rahmen der Wertung der Angebote hinsichtlich der oben genannten Zuschlagskriterien wurde das nachstehende Ergebnis ermittelt. Der Zuschlag ist losweise auf das Angebot mit der höchsten skalierten Kennzahl (Z), welche sich aus dem Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsprüfung inklusive der Leistungsbewertung ergibt, zu erteilen. Die Kennzahl „0“ ergibt sich, wenn bei der Leistungsbewertung anhand der oben genannten Leistungskriterien keine Punkte vergeben werden konnten. Los Rang Bieter, Sitz Kennzahl (Z) 1 1 ES catering GmbH, Weingarten 2.385 2 Firma 1.859 3 Firma 342 4 Firma 0 2 1 ES catering GmbH, Weingarten 3.191 2 Firma 0 3 1 ES catering GmbH, Weingarten 1.030 2 Firma 144 3 Firma 0 4 1 ES catering GmbH, Weingarten 1.758 2 Firma 240 3 Firma 0 5 1 ES catering GmbH, Weingarten 1.714 2 Firma 1.336 3 Firma 236 4 Firma 0 6 1 ES catering GmbH, Weingarten 3.546 2 Firma 2.765 3 Firma 486 4 Firma 0 7 1 El Tucano GmbH & Co. KG, Wiesbaden (Produktionsstätte: Herxheim) 2.765 2 Firma 486 3 Firma 0 8 1 ES catering GmbH, Weingarten 2.160 2 Firma 1.723 3 Firma 312 4 Firma 0 -- 4 of 6 -- – 5 – 9 1 El Tucano GmbH & Co. KG, Wiesbaden (Produktionsstätte: Herxheim) 2.240 2 Firma 0 10 1 ES catering GmbH, Weingarten 2.959 2 Firma 0 11 1 ES catering GmbH, Weingarten 6.438 2 Firma 0 12 1 JJ Gastroservices GmbH/Kräuterküche, Baden-Baden (Produktionsstätte: Sinzheim) 0 13 1 ES catering GmbH, Weingarten 1.278 2 Firma 1.011 3 Firma 182 4 Firma 0 14 1 JJ Gastroservices GmbH/Kräuterküche, Baden-Baden (Produktionsstätte: Sinzheim) 0 15 1 ES catering GmbH, Weingarten 3.058 2 Firma 0 Unter Berücksichtigung der Zuschlagskriterien wird der Zuschlag nach § 127 Absatz 1 GWB in Verbindung mit § 58 Absatz 1 VgV auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt. Es wird vorgeschlagen, das Angebot der ES catering GmbH, Weingarten für die Lose 1 bis 6, 8, 10, 11 und 13, das Angebot der El Tucano GmbH & Co. KG, Wiesbaden für die Lose 7 und 9 und der JJ Gastroservices GmbH, Baden-Baden für die Lose 12 und 14 anzunehmen und hierauf den Zuschlag zu erteilen. 4. Einschätzung der CO2-Relevanz Die Anlieferung des Essens wird mit Ausnahme der Lose 12 und 14 wie bisher CO2-frei mit Elektrofahrzeugen erfolgen. Die JJ Gastroservices GmbH, Baden-Baden hat in ihrem Angebot jedoch erklärt, mit Fertigstellung der neuen Produktionsstätte in Sinzheim Mitte 2026 einen Teil der Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge umstellen zu wollen. Der verpflichtend einzusetzende Anteil an saisonalem Obst und Gemüse beträgt erstmals im Vergleich zur vorangegangenen Ausschreibung 50 Prozent. Dieser ist gemäß dem Saisonkalender Deutschlands der Verbraucherzentrale aus dem Freiland oder einer Herstellung mit geringer oder mittlerer Klimabelastung zu beziehen. Durch den verpflichtenden Anteil wird von einer Reduktion der leistungsbezogenen CO2-Emissionen ausgegangen. 5. Erläuterungen zu finanziellen Auswirkungen Im Schuljahr 2026/2027 entstehen Aufwendungen in Höhe von 2.074.459,38 Euro brutto für Catererleistungen, denen zu erwartende Einnahmen in Höhe von 2.367.970,00 Euro aus Elternentgelten gegenüberstehen. Die Elternentgelte umfassen neben den Catererkosten auch noch weitere Sach- und Personalkosten, die für das Schulessen anfallen. Der Kostendeckungsgrad des Mittagsessens liegt damit weiterhin bei maximal 50 Prozent. Die gesamten Kosten sind im städtischen Haushalt budgetiert. -- 5 of 6 -- – 6 – Beschluss Antrag an den Gemeinderat Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Haupt- und Finanzausschuss - von den Erläuterungen Kenntnis und stimmt der Vergabe der Lieferung von Mittagsverpflegung an die Augustenburg- Gemeinschaftsschule, die Ernst-Reuter-Schule, die Werner-von-Siemens-Schule, die Schulmensa Schützenstraße (mit den Einrichtungen Hort Kinderinsel Süd, Außenstelle Albschule und Nebenius- Realschule), die Erich Kästner-Schule, die Schule am Weinweg, den Schulkindergarten Kieselsteine, die Drais-Grundschule und die Drais-Gemeinschaftsschule, die Grundschule Daxlanden, die Viktor-von- Scheffel-Schule sowie die Gartenschule für das Schuljahr 2026/2027 mit der Option auf zweimalige Vertragsverlängerung bis maximal zum Schuljahr 2028/2029 zu. Zudem stimmt er auch der Vergabe an das Fichte-Gymnasium, das Goethe-Gymnasium, das Kant-Gymnasium, das Helmholtz-Gymnasium, das Lessing-Gymnasium, das Humboldt-Gymnasium, das Schulzentrum Neureut, das Max-Planck- Gymnasium sowie das Otto-Hahn-Gymnasium für das Schuljahr 2026/2027 mit der Option auf dreimalige Vertragsverlängerung bis maximal zum Schuljahr 2029/2030 zu. Die Verwaltung wird ermächtigt, der ES catering GmbH, Weingarten für die Lose 1 bis 6, 8, 10, 11, 13 und 15, der El Tucano GmbH & Co. KG, Wiesbaden für die Lose 7 und 9 sowie der JJ Gastroservices GmbH, Baden-Baden für die Lose 12 und 14 den Zuschlag zu erteilen. -- 6 of 6 --

  • Protokoll GR 24.02.2026 TOP 4
    Extrahierter Text

    Niederschrift 21. Plenarsitzung des Gemeinderates 24. Februar 2026, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 4 der Tagesordnung: Vergabe der Lieferung von Mittagsverpflegung an 20 Schul- mensen für das Schuljahr 2026/27 Vorlage: 2026/0049 Beschluss: Der Gemeinderat nimmt - nach Vorberatung im Haupt- und Finanzausschuss - von den Er- läuterungen Kenntnis und stimmt der Vergabe der Lieferung von Mittagsverpflegung an die Augustenburg-Gemeinschaftsschule, die Ernst-Reuter-Schule, die Werner-von-Siemens- Schule, die Schulmensa Schützenstraße (mit den Einrichtungen Hort Kinderinsel Süd, Au- ßenstelle Albschule und Nebenius-Realschule), die Erich Kästner-Schule, die Schule am Weinweg, den Schulkindergarten Kieselsteine, die Drais-Grundschule und die Drais-Ge- meinschaftsschule, die Grundschule Daxlanden, die Viktor-von-Scheffel-Schule sowie die Gartenschule für das Schuljahr 2026/2027 mit der Option auf zweimalige Vertragsverlän- gerung bis maximal zum Schuljahr 2028/2029 zu. Zudem stimmt er auch der Vergabe an das Fichte-Gymnasium, das Goethe-Gymnasium, das Kant-Gymnasium, das Helmholtz- Gymnasium, das Lessing-Gymnasium, das Humboldt-Gymnasium, das Schulzentrum Neu- reut, das Max-Planck-Gymnasium sowie das Otto-Hahn-Gymnasium für das Schuljahr 2026/2027 mit der Option auf dreimalige Vertragsverlängerung bis maximal zum Schuljahr 2029/2030 zu. Die Verwaltung wird ermächtigt, der ES catering GmbH, Weingarten für die Lose 1 bis 6, 8, 10, 11, 13 und 15, der El Tucano GmbH & Co. KG, Wiesbaden für die Lose 7 und 9 sowie der JJ Gastroservices GmbH, Baden-Baden für die Lose 12 und 14 den Zuschlag zu erteilen. Abstimmungsergebnis: Mehrheitliche Zustimmung (39 Ja, 3 Nein, 1 Enthaltung) Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkte 4 zur Behandlung auf und verweist auf die er- folgten Vorberatungen im Haupt- und Finanzausschuss am 10. Februar 2026. Stadtrat Stolz (AfD): Zunächst das Positive: Die regionalen Kriterien in dieser Ausschreibung sind richtig. 40 Prozent regionales Obst und Gemüse, 100 Prozent regionales Fleisch, 50 Prozent saisonale Produkte, das stärkt unsere heimischen Betriebe und verkürzt -- 1 of 2 -- – 2 – Transportwege tatsächlich. Das ist sinnvolle praktische Nachhaltigkeit und unterstützen wir ausdrücklich. Aber an einem Punkt halten wir die Vorlage für falsch priorisiert. Die CO2- freie Anlieferung mittels Elektrofahrzeugen wurde als Zuschlagskriterium gewertet. Damit beeinflusst auch die Antriebsart des Lieferwagens, wer den Auftrag bekommt. Was hat der Elektroantrieb mit der Qualität des Essens zu tun? Schmeckt es besser? Ist es frischer? Ist es günstiger? Nein. Wir sprechen hier über mehr als zwei Millionen Euro pro Jahr. Gleichzeitig trägt die Stadt einen erheblichen Kostenanteil. In dieser Größenordnung müssen die Krite- rien klar sein: Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit, Lebensmittelqualität, Regionalität, nicht Symbolpolitik, zumal die CO2-Wirkung in der Vorlage selbst als geringfügig bezeich- net wird. Wenn der Effekt geringfügig ist, dann darf er nicht mitentscheidend für die Vergabe sein. Nachhaltigkeit heißt für uns regional Produkte, kurze Wege, saisonale Kü- che. Ein E-Transporter verändert dabei nur das Image. Deshalb unterstützen wir die regio- nalen Vorgaben, lehnen aber die übergewichtige CO2-Anlieferung als Zuschlagskriterium ab. In dieser Form können wir der Vorlage nicht zustimmen. Stadtrat Dr. Noé (FDP/FW): Wir sprechen heute nicht über Ernährungsleitlinien, nicht über Ideologie, sondern wir sprechen einfach nur um die Vergabe. Deswegen müssen wir ei- gentlich hier auch gar nicht weiter ausführen. Wir Stadträte sind nicht die Erziehungsbe- rechtigten unserer Bürger, sondern es geht darum, eine qualitätsvolle Versorgung zu ma- chen, und genau das sollten wir heute auch abstimmen. Deswegen findet die Vorlage auch unsere Zustimmung. Der Vorsitzende: Damit stellen wir sie gleich zur Abstimmung, bevor sich es noch jemand anders überlegt, und zwar ab jetzt. – Es ist eine mehrheitliche Zustimmung, vielen Dank. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 12. März 2026 -- 2 of 2 --