Errichtung von Plauderbänken
| Vorlage: | 2026/0038 |
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| Art: | Beschlussvorlage |
| Datum: | 28.01.2026 |
| Letzte Änderung: | 06.02.2026 |
| Unter Leitung von: | Ortsverwaltung Grötzingen |
| Erwähnte Stadtteile: | Beiertheim-Bulach, Grötzingen |
Beratungen
- Ortschaftsrat Grötzingen (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 18.02.2026
Rolle: Entscheidung
Ergebnis: mehrheitlich beschlossen
Zusätzliche Dateien
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Extrahierter Text
Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0886 Eingang: 16.09.2025 Plauderbänke Antrag: Volt Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 21.10.2025 25 Ö Kenntnisnahme Ausschuss für öffentliche Einrichtungen 27.11.2025 2 Ö Behandlung 1. Der Gemeinderat beauftragt die Stadtverwaltung zu prüfen, welche Bänke im Stadtgebiet als Plauderbänke geeignet sind. Hierfür soll die Expertise der Bürgervereine und Ortsverwaltungen miteinbezogen und mindestens eine Bank pro Stadtteil auserkoren werden. 2. Diese Liste wird dem Ausschuss für öffentliche Einrichtungen inklusive Kostenschätzung vorgelegt, welcher dann entscheidet welche Bänke umgesetzt werden. Die ausgewählten Bänke werden mit einem “Plauderbank”-Schild und (optional) einem wasserfesten Gesprächskatalog versehen. Sachverhalt / Begründung: Einsamkeit ist längst kein Randphänomen mehr, sondern betrifft weite Teile der Gesellschaft. Laut dem Einsamkeitsreport der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2024 kennen rund 60 Prozent der Menschen in Deutschland das Gefühl der Einsamkeit - viele von ihnen leiden regelmäßig darunter. Chronische Einsamkeit ist dabei nicht nur ein psychisches, sondern auch ein körperliches Gesundheitsrisiko: Studien belegen, dass Symptome wie Erschöpfung, gedrückte Stimmung, Schlafstörungen und erhöhte Stressbelastung bei einsamen Menschen deutlich häufiger auftreten. Damit ist Einsamkeit auch ein kommunalpolitisches Thema, das die Lebensqualität der Bürger*innen unmittelbar berührt und langfristig erhebliche Kosten im Gesundheits- und Sozialsystem verursachen kann. Gleichzeitig lässt sich der Einsamkeit durch niedrigschwellige Begegnungsangebote im öffentlichen Raum wirksam entgegenwirken. Mit der Einführung von Plauderbänken in Karlsruhe soll ein sichtbares, unkompliziert zugängliches und inklusives Angebot entstehen, das Begegnung, Gespräch und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert. Die Idee ist einfach: Öffentliche Sitzgelegenheiten werden durch gut erkennbare Beschilderung als „Plauderbänke“ gekennzeichnet und signalisieren damit, dass jede Person, die hier Platz nimmt, offen für ein Gespräch ist. Auf diese Weise entstehen spontane Alltagskontakte, die Gemeinschaftsgefühl schaffen und den sozialen Austausch stärken. Zugleich macht die Beschilderung auf die gesamtgesellschaftliche Tragweite des Themas Einsamkeit aufmerksam und unterstreicht, dass die Stadt Karlsruhe dem aktiv begegnen möchte. Es sollen zunächst bereits bestehende Bänke zu Plauderbänken umfunktioniert werden, um den finanziellen Aufwand in der aktuellen Haushaltssituation so gering wie möglich zu halten. Werden die Plauderbänke künftig gut von den Karlsruher Bürger*innen angenommen, kann perspektivisch das Aufstellen weiterer Bänke geprüft werden. Um den Gesprächseinstieg zu erleichtern, können auf Wunsch Gesprächskarten mit offenen Fragen genutzt werden, die das Kennenlernen unterstützen und einen vielseitigen Austausch anregen. Für die Standortwahl eignen sich besonders gut frequentierte Plätze sowie Orte, an denen sich Gruppen aufhalten, die stärker von Einsamkeit betroffen sein können - etwa ältere Menschen, junge Erwachsene oder Eltern mit Kindern. Regionale Erfahrungen aus Malsch, Weingarten und Bulach -- 1 of 2 -- – 2 – zeigen, dass sich Plauderbänke bewähren: Dort berichten Teilnehmer*innen von spürbar mehr sozialem Miteinander, insbesondere im Austausch zwischen älteren Menschen. Die Maßnahme ist kostengünstig, leicht umsetzbar und entfaltet zugleich eine hohe symbolische wie praktische Wirkung. Unterzeichnet von: Kien Nguyen Adina Geißinger Fabian Gaukel -- 2 of 2 --
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Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0886 Verantwortlich: Dez. Dienststelle: Gartenbauamt Plauderbänke Antrag: Volt Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 21.10.2025 25 Ö Kenntnisnahme Ausschuss für öffentliche Einrichtungen 27.11.2025 2 Ö Behandlung Die Idee der Plauderbänke entstand erstmals 2018 in England unter dem Namen „Chat Bench“ und hat sich schnell international verbreitet. Auch in Deutschland wurde die Idee schon in verschiedenen Städten umgesetzt. In Karlsruhe existiert eine Plauderbank auf dem Gelände des TSV Bulach in der St.-Florian-Straße und wurde vom TSV Bulach initiert und umgesetzt. Eingeweiht wurde die Bank im Juni 2024. Sie ist nach Aussage des Bürgervereins inzwischen fester Bestandteil und Anlaufpunkt der Öffentlichkeit in Bulach und ein wichtiger Teil der sozialen Quartiersentwicklung, die vom Bündnis "Gut leben und älter werden in Beiertheim und Bulach" mit vielen Partnern aktiv und erfolgreich betrieben wird. Die Auswahl geeigneter Standorte für weitere Plauderbänke in Karlsruhe sollte deshalb aus Sicht der Stadtverwaltung sinnvollerweise durch die Bürgervereine oder den Stadtseniorenrat Karlsruhe e.V. erfolgen, da dort die ortsspezifischen Kenntnisse vorhanden sind. Die in der Stadt verteilten Bänke können für diesen Zweck genutzt werden. Durch das Gartenbauamt können je nach Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln ggf. weitere Bänke aufgestellt werden. Gerne werden dafür auch Bankspenden entgegengenommen. Für die Kennzeichnung der ausgewählten Bänke wird aus Gründen der Haushaltskonsolidierung vorgeschlagen, auf die Aufstellung eines zusätzlichen Schildes zu verzichten und stattdessen eine Folie aufzubringen oder den Begriff „Plauderbank“ mittels Schablone direkt auf die Bank aufzusprühen, wie dies in vielen anderen Kommunen auch der Fall ist. Das Beispiel Bulach zeigt, dass auch Vereine initiativ werden können, um wichtige Beiträge für einen lebenswerten Stadtteil zu leisten und sozial isolierte Bürgerinnen und Bürger wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. -- 1 of 1 --
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Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2026/0038 Verantwortlich: Dez. 1 Dienststelle: OV Grötzingen Errichtung von Plauderbänken Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Ortschaftsrat Grötzingen 18.02.2026 4 Ö Entscheidung Kurzfassung Der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe hat sich auf Antrag der VOLT-Fraktion dafür ausgesprochen, die Einführung weiterer sogenannter „Plauderbänke“ im Stadtgebiet zu prüfen (auf die Erläuterungen in den Anlagen mit der Vorlagen-Nr. 2025/0886 wird verwiesen). Dabei soll auf die Neuaufstellung von Bänken verzichtet und stattdessen die Umwidmung bestehender Bänke genutzt werden. Um dafür geeignete Orte ausfindig zu machen, wurden seitens der Mitglieder des Ortschaftsrates Vorschläge geäußert und die meistbenannten Standorte hiermit eingebracht. Der Ortschaftsrat beschließt die Einrichtung der „Plauderbänke“ an den benannten Standorten. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO2-Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit -- 1 of 2 -- – 2 – Erläuterungen Mit den „Plauderbänken“ soll ein sichtbares, unkompliziert zugängliches und inklusives Angebot entstehen, das Begegnung, Gespräch und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert. Dabei werden öffentliche Sitzgelegenheiten, vor allem Bänke, durch gut sichtbare Kennzeichnung zu sogenannten „Plauderbänken“ umgewidmet. Dies soll signalisieren, dass jede Person, die hier Platz nimmt, offen für ein Gespräch ist. Auf diese Weise sollen spontane Alltagskontakte entstehen und ein Gemeinschaftsgefühl geschaffen werden. Zugleich wird wirksam auf das Thema Einsamkeit aufmerksam gemacht und diesem durch das Angebot effektiv begegnet. In der Abstimmung über sinnvolle Örtlichkeiten für die „Plauderbänke“ haben sich anhand der Vorschläge folgende Standorte ergeben: - Niddaplatz - Rathausplatz (vor der Apotheke) - Grezzoplatz/Grezzostraße - Mühlgraben An diesen Orten soll jeweils eine Bank zu einer „Plauderbank“ gewidmet werden. Erläuterungen zu finanziellen Auswirkungen Aus Gründen der Haushaltskonsolidierung soll möglichst auf die Beschaffung neuer Bänke verzichtet und vor allem die Kennzeichnung und Umwidmung bestehender Bänke umgesetzt werden. Bei der Kennzeichnung wird es ebenfalls aus Kostengründen keine Aufstellung von Schildern geben, sondern der Begriff „Plauderbank“ mittels Folie oder durch die Aufbringung von Sprühfarbe mithilfe einer Schablone auf den Bänken angebracht. Beschluss: Antrag an den Ortschaftsrat: Der Ortschaftsrat beschließt die Einrichtung der „Plauderbänke“ an den benannten Standorten. -- 2 of 2 --