Stärkung des Regionalverkehrs zwischen Karlsruhe und Stuttgart

Vorlage: 2026/0033
Art: Antrag
Datum: 20.01.2026
Letzte Änderung: 30.03.2026
Unter Leitung von: Stabsstelle Außenbeziehungen und Strategisches Marketing
Erwähnte Stadtteile: Durlach

Beratungen

  • Gemeinderat (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 24.02.2026

    TOP: 12

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Beratung im Fachgremium/Arbeitskreis

  • Haupt- und Finanzausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 10.03.2026

    TOP: 2

    Rolle: Behandlung

    Ergebnis: erledigt

Zusätzliche Dateien

  • Antrag
    Extrahierter Text

    Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2026/0033 Eingang: 20.01.2026 Stärkung des Regionalverkehrs zwischen Karlsruhe und Stuttgart Antrag: CDU Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 24.02.2026 12 Ö Kenntnisnahme Haupt- und Finanzausschuss 10.03.2026 2 Ö Behandlung Die CDU-Gemeinderatsfraktion Karlsruhe beantragt: Die Verwaltung wird beauftragt, sich bei den zuständigen Stellen des Landes Baden-Württemberg, insbesondere dem Verkehrsministerium und der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW), dafür einzusetzen, dass im Regionalverkehr auf der Bahnstrecke Karlsruhe-Stuttgart verstärkt Kapazitäten zu Hauptpendlerzeiten geschaffen werden (z. B. durch engere Taktung, Verlängerung von Zügen, verstärkter Einsatz von Doppelstock-Waggons oder zusätzliche RE-/IRE-Verbindungen). Sachverhalt / Begründung Die Bahnverbindung zwischen Karlsruhe und Stuttgart ist eine der am stärksten frequentierten Strecken in Baden-Württemberg und für viele Karlsruher Pendlerinnen und Pendler die zentrale Verbindung zwischen Wohn- und Arbeitsort. Trotz des bestehenden Angebots im öffentlichen Regionalverkehr reichen die bisherigen Kapazitäten jedoch nicht (mehr) aus. So verkehrt der RE1 werktags ab 5:32 Uhr zwar halbstündlich, nicht jedoch in der Hauptpendlerzeit zwischen 6:00 und 7:00 Uhr. Hier fährt der RE1 nur einmal in der Stunde, weswegen die einzige Verbindung in diesem Zeitraum oftmals schon ab Durlach-Bahnhof völlig überfüllt ist. Gleichzeitig greifen laut Statistik der Deutschen Bahn deutschlandweit immer mehr Menschen auf den öffentlichen Nahverkehr zurück (https://www.deutschebahn.com/resource/blob/13326560/4e33b7f69325c510f1734ccda818cf58/ZdF 2024-data.pdf). Um daher auch die Verkehrswende positiv zu begleiten, gilt es, die wachsende ÖPNV-Nachfrage durch ein sich stetig verbesserndes Angebot zu decken. Der ÖPNV muss gegenüber dem Auto wirklich zu einer zuverlässigen, effizienten und komfortablen Mobilitätsalternative werden, um Menschen zum freiwilligen Umstieg zu bewegen. Als Kommune hat die Stadt Karlsruhe zwar keine direkte Bestell- oder Finanzierungszuständigkeit für den überregionalen Schienenverkehr – so aber das Land Baden- Württemberg. -- 1 of 2 -- – 2 – Aus diesem Grund beantragen wir, dass sich die Stadtverwaltung bei den zuständigen Stellen des Landes Baden-Württemberg dafür einsetzt, dass im Regionalverkehr auf der Bahnstrecke Karlsruhe- Stuttgart verstärkt Kapazitäten zu Hauptpendlerzeiten geschaffen werden (z. B. durch engere Taktung, Verlängerung von Zügen, verstärkter Einsatz von Doppelstock-Waggons oder zusätzliche RE- /IRE-Verbindungen). Unterzeichnet von: Stadtrat Detlef Hofmann Stadträtin Bettina Meier-Augenstein Stadtrat Tobias Bunk-Merkel sowie CDU-Gemeinderatsfraktion -- 2 of 2 --

  • Stellungnahme Antrag
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2026/0033 Verantwortlich: Dez. Dienststelle: Stabsstelle Außenbeziehungen und Strategisches Marketing Stärkung des Regionalverkehrs zwischen Karlsruhe und Stuttgart Antrag: CDU Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Gemeinderat 24.02.2026 12 Ö Kenntnisnahme Haupt- und Finanzausschuss 10.03.2026 2 Ö Behandlung Kurzfassung Die Verwaltung teilt die Auffassung des Gemeinderats zur Problematik der Kapazitätsengpässe auf der Bahnstrecke Karlsruhe–Stuttgart, insbesondere in den Hauptpendlerzeiten. Die Stadt Karlsruhe setzt sich über die Initiative Main Line for Europe e. V. und landesweite Planungsformate aktiv für mehr Kapazitäten im Regionalverkehr ein, unter anderem durch zusätzliches rollendes Material und dichtere Takte. Das Defizit des RE1 in den Hauptpendlerzeiten wird erneut beim Verkehrsministerium Baden- Württemberg adressiert; bei Bedarf kann dies auch durch ein Schreiben des Oberbürgermeisters als Vorsitzender der Initiative unterstützt werden. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO2-Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☒ abgestimmt mit KVV -- 1 of 2 -- – 2 – Erläuterungen Die Verwaltung teilt die im Antrag dargestellte Einschätzung zur hohen Auslastung der Bahnstrecke Karlsruhe–Stuttgart. Aus Sicht der Stadt Karlsruhe handelt es sich um eine strukturell stark beanspruchte Schienenachse, auf der insbesondere in den Hauptpendlerzeiten regelmäßig Kapazitätsengpässe auftreten. Entsprechende Rückmeldungen aus der Bürgerschaft sowie Erfahrungen aus der laufenden Arbeit bestätigen diese Einschätzung. Unabhängig vom vorliegenden Antrag engagiert sich die Stadt Karlsruhe bereits seit mehreren Jahren kontinuierlich für eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit sowohl zwischen Karlsruhe und Stuttgart als auch in Richtung Offenburg. Ein zentraler Baustein ist dabei die Mitwirkung in der Initiative Main Line for Europe e.V., über die die Stadt gemeinsam mit weiteren Kommunen gegenüber dem Land Baden-Württemberg Lobbyarbeit betreibt. In diesem Rahmen bestehen enge und regelmäßige Kontakte zum Verkehrsministerium Baden-Württemberg sowie zur Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW). Darüber hinaus beteiligt sich die Stadt Karlsruhe an landesweiten Beteiligungs- und Planungsformaten wie den Landesfahrplankonferenzen oder dem Zukunftsfahrplan Baden-Württemberg. In diesen Prozessen setzt sich die Verwaltung kontinuierlich für eine Ausweitung der Kapazitäten im Schienenpersonennahverkehr ein, insbesondere durch den verstärkten Einsatz zusätzlichen rollenden Materials. Bereits der Einsatz einzelner zusätzlicher Wagen kann hierbei einen wesentlichen Beitrag zur Entlastung überfüllter Züge leisten. Ergänzend wird eine Verdichtung der Taktfolgen zu den Hauptpendlerzeiten eingefordert. Diese Anliegen werden sowohl für die Relation Karlsruhe–Stuttgart als auch für weitere hochbelastete Regionalverkehrsachsen, unter anderem in Richtung Offenburg, vorgebracht. Das im Antrag konkret benannte Defizit im Angebot des RE1 an Werktagen in den Hauptpendlerzeiten ist der Verwaltung bekannt. Die Verwaltung wird dieses Thema über den Verein Main Line for Europe e. V. nochmals gezielt gegenüber dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg vorbringen. Sollte sich hieraus weiterer Handlungsbedarf ergeben, kann ergänzend auch ein Schreiben des Oberbürgermeisters in seiner Funktion als Vorsitzender des Main Line for Europe e.V. in Betracht gezogen werden. -- 2 of 2 --

  • Protokoll GR 24.02.2026 TOP 12
    Extrahierter Text

    Niederschrift 21. Plenarsitzung des Gemeinderates 24. Februar 2026, 15:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus am Marktplatz Vorsitzender: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 12 der Tagesordnung: Stärkung des Regionalverkehrs zwischen Karlsruhe und Stutt- gart Antrag: CDU Vorlage: 2026/0033 Beschluss: Beratung im Haupt- und Finanzausschuss am 10. März 2026, öffentlich Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunk 12 auf und teilt mit, der Antrag werde ohne Aus- sprache in den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt - Ratsangelegenheiten – 27. Februar 2026 -- 1 of 1 --

  • Protokoll HFA 10.03.2026 TOP 2
    Extrahierter Text

    Niederschrift 18. Sitzung Haupt- und Finanzausschuss 10. März 2026, 16:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitz: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 2 der Tagesordnung: Stärkung des Regionalverkehrs zwischen Karlsruhe und Stuttgart Antrag: CDU Vorlage: 2026/0033 Beschluss: Mit Stellungnahme erledigt Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 2 zur Behandlung auf und teilt mit, der Antrag sei aus der Gemeinderatssitzung vom 24. Februar 2026 verwiesen worden. Stadtrat Müller (CDU) zeigt sich mit der Antwort der Verwaltung zufrieden. Man habe auch in der Verwaltung erkannt, dass es auf der Strecke Karlsruhe – Stuttgart / Stuttgart – Karls- ruhe gerade in den Morgenstunden zu Kapazitätsengpässen seitens der Bahn komme. Man habe die Situation, dass der Zug schon nach einer Haltestelle deutlich überfüllt sei. Die Verwaltung stelle in Aussicht, noch einmal in Aktion zu treten mit einem Schreiben an die Deutsche Bahn. Es sei Dringlichkeit geboten, die Kapazitätszurverfügungstellung seitens der Deutschen Bahn zu gewährleisten, um dem Folge zu leisten, dass das Angebot herge- stellt werden müsse. Hier gebe es gewisse Diskrepanzen bei der Deutschen Bahn. Stadtrat Löffler (GRÜNE) merkt an, die Möglichkeiten einer Stadtverwaltung seien be- schränkt, sich stärker als durch eine Willensbekundungen zu engagieren. Es sei Anliegen sei- ner Fraktion, sich noch einmal in den Parteien stark zu machen, die vielleicht jetzt einen Koa- litionsvertrag verhandelten, welche Nahverkehrsangebote ausgeschrieben werden. Der Nah- verkehr sei eine Aufgabe des Landes und nicht der Deutschen Bahn. Der Adressat müsse ein Landesverkehrsministerium beziehungsweise eine Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württem- berg sein. Es würden sicherlich demnächst Gespräche geführt werden. -- 1 of 2 -- – 2 – Eine Lösung – die dann tatsächlich mit der Deutschen Bahn zu tun habe – sei das Thema der Nahverkehrsfreigabe im Fernverkehr. Der Intercity von Karlsruhe nach Nürnberg/Leipzig fahre auf dem Weg nach Stuttgart auf derselben Strecke, sei genauso langsam wie der Regi- onalexpress. Man könne mit der Deutschen Bahn darüber sprechen, ob nicht das Deutsch- landticket oder andere Nahverkehrstickets auf dieser Strecke gelten. Dies sei dann eine Takt- verdichtung für die Reisenden, ohne Mehrkosten. Das gebe es bereits auf wenigen anderen Strecken in Deutschland, wo es eine Überlagerung aus Regional- und Fernverkehr gebe. Es sei ein Gedanke, den man vielleicht einspielen könne. Stadtrat Dr. Noé (FDP/FW) freut sich, dass der Bahnverkehr auf der Pendelstrecke nach Stutt- gart so große Akzeptanz finde. Es sei ein Ping-Pong-Spiel zwischen Fernverkehrs- und Nah- verkehrssparte bei der Bahn und dem Land Baden-Württemberg. Seine Fraktion begrüße es, wenn sich die Stadtverwaltung, dort wo es möglich sei, dafür einsetze. Es sei auch seine Er- wartung an die neue Landesregierung, eine akzeptable Lösung zu finden. Der Vorsitzende meint, man müsse es beim Verkehrsministerium ansprechen. Es sei gut, dass diese Strecke so genutzt werde, wenn man aber immer stehen müsse, müsse man es ausbauen. Bezüglich der Nutzung des Deutschlandtickets bitte er um einen Hinweis, auf welchen Stre- cken dies gehandhabt werde. Dies könne eine Option sein, wenn eine Verdichtung auf der Strecke nicht möglich sei. Nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, merkt er an, man werde weiter berich- ten, der Antrag sei damit erledigt. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 18. März 2026 -- 2 of 2 --