Situation und Herausforderungen des Schulschwimmens

Vorlage: 2025/0919
Art: Informationsvorlage
Datum: 26.09.2025
Letzte Änderung: 05.11.2025
Unter Leitung von: Schul- und Sportamt
Erwähnte Stadtteile: Keine Angaben

Beratungen

  • Schulausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 12.11.2025

    TOP: 8

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Informationsvorlage
    Extrahierter Text

    Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0919 Verantwortlich: Dez. 3 Dienststelle: Schul- und Sportamt Situation und Herausforderungen des Schulschwimmens Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Schulausschuss 12.11.2025 8 Ö Kenntnisnahme Kurzfassung Antrag an den Schulausschuss Der Schulausschuss nimmt die Erläuterungen zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Die SPD-Gemeinderatsfraktion hatte in der Sitzung des Gemeinderats am 29. April 2025 eine Anfrage zur Situation und den Herausforderungen des Schulschwimmens (Vorlage-Nummer 2025/0299) ge- stellt. Die Verwaltung informierte in ihrer Stellungnahme, dass die Beantwortung der gestellten Fragen Recherchen in den Schulen sowie die Einbindung weiterer Stellen erfordere. Nach Abschluss der Nach- forschungen wurde die Behandlung des Themas im Schulausschuss zugesagt. Die zwischenzeitlich vorliegenden Ergebnisse sind nachfolgend zusammengefasst. ➢ Möglichkeiten, die Vorgaben der Bildungspläne für Grundschulen, weiterführende Schulen und Gymnasien zum Schulschwimmen in Karlsruhe Im Stadtgebiet werden ausreichende Wasserflächen zur Durchführung des Schwimmunterrichts bereit- gestellt. Insgesamt besteht ein sehr gutes Angebot für den Schwimmunterricht. Ein wichtiges Anliegen für die an der Organisation und Durchführung des Schwimmunterrichts betei- ligten Institutionen und Personen ist eine durchgängige, erfolgreiche Vermittlung der Schwimmtechnik für alle Karlsruher Kinder. Zu gutem Unterricht tragen eine sehr gute Kooperation zwischen Schulträ- gerin, Bäderbetrieben, Verkehrsbetrieben, dem Projekt SchwimmFix, Staatlichem Schulamt, Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Regionalstelle Karlsruhe (ZSL), Karlsruher Institut für Technologie, Pädagogischer Hochschule mit den Schulen bei. Der Schwimmunterricht profitiert von der hervorra- gend vernetzten Expertise dieser Kooperationspartner. An dem seit 2011 bestehenden Projekt SchwimmFix nehmen inzwischen alle 44 Grundschulen im Stadtgebiet Karlsruhe teil. Lehrassistierende vermitteln parallel zum Regelschwimmunterricht den Nichtschwimmer*innen spielerisch über Wassergewöhnung diese Grundtätigkeit des Bewegens. Am Ende der 15 Einheiten sind viele Kinder in der Lage, das Seepferdchen abzulegen. Das ZSL führt jährlich mehrfache Qualifizierungsmaßnahmen für Lehrkräfte zur Rettungsfähigkeit und Methodik/Didaktik im Fächerbad durch. Durch das Sportreferat des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport (KM) erfolgt jährlich eine Qualifizierungsmaßnahme für neu bestellte Schulleitungen an Grundschulen bezüglich Wichtigkeit des Schwimmunterrichts. Weiterhin besteht jederzeit die Möglich- keit auf Beratung durch das Fachteam Sport am ZSL. ➢ Aktuelle Herausforderungen oder Probleme im Bereich Schulschwimmen in Karlsruhe Grundsätzlich gibt es keine aktuellen Herausforderungen oder Probleme. Teilweise kann von einzelnen Schulen nicht immer das nächstgelegene Schwimmbad genutzt werden, da dieses bereits komplett belegt ist. In diesen Fällen sind längere Wegezeiten in Kauf zu nehmen. Eine fehlerhafte, unsachliche mediale Berichterstattung zum Ertrinkungsunfall in Konstanz und den damit verbundenen Gerichtsurteilen erzeugte Verunsicherung bei den Schwimmlehrkräften. Dem wirkt das Kultusministerium durch eine adäquate Kommunikationsstrategie entgegen. Mit einer höheren Schwimmerquote bereits zu Beginn des Schwimmunterrichts (meistens in Klasse 3) wäre eine Steigerung der Qualität der Unterrichtsinhalte eine automatische Folge. Die Kosten für den Schwimmunterricht sind von den Schulen grundsätzlich über das Schulbudget zu finanzieren. Die Erhöhung der Bahngebühren stellt damit eine erhebliche Belastung des Schulbudgets dar. Im Rahmen der regelmäßigen Anpassungen bei den Bädereintrittspreisen aufgrund der allgemei- nen Preisentwicklung erhöhen sich auch die Bahngebühren. Im Zuge der aktuellen Haushaltssicherung können diese Erhöhungen jedoch nicht im Schulbudget entsprechend berücksichtigt werden.