Gestaltung Brunnenplatz

Vorlage: 2025/0780
Art: Antrag
Datum: 15.08.2025
Letzte Änderung: 18.11.2025
Unter Leitung von: Ortsverwaltung Hohenwettersbach
Erwähnte Stadtteile: Durlach, Grötzingen, Hohenwettersbach

Beratungen

  • Ortschaftsrat Hohenwettersbach (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 26.11.2025

    TOP: 5

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: Keine Angabe

Zusätzliche Dateien

  • Antrag Hohenwettersbach
    Extrahierter Text

    Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0780 Eingang: 01.08.2025, FWH / FDP-Ortschaftsratsfraktion Gestaltung Brunnenplatz Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Ortschaftsrat Hohenwettersbach 17.09.2025 Ö Entscheidung Antrag: Es wird beantragt, konkrete Maßnahmen zur Neugestaltung des Brunnenplatzes zu erarbeiten und nach erfolgten Abstimmungsrunden umzusetzen, mit dem Ziel der Attraktivierung und Verbesserung der Aufenthaltsqualität des Platzes. Dabei werden auch die zunehmend warmen und bisweilen heißen Sommermonate und das Thema kühlendes, fließendes Wasser berücksichtigt, welches den Bürgerinnen und Bürgern Erleichterung verschaffen und Kindern eine Spielmöglichkeit bieten kann. Auch die Einbindung und Stärkung der naheliegenden Geschäfte Bäckerei und Metzgerei sowie dem Eiswagen wäre bei einer Neugestaltung wünschenswert. Der Antrag zur Erarbeitung und Prüfung konkreter Maßnahmen bezieht sich nicht nur auf eine ggf. „große Lösung“ (z.B. bauliche Einbeziehung und Umgestaltung der umliegenden Straßenabschnitte Tiefentalstraße/ Neuer Weg), sondern auch auf kleine mögliche einzelne Maßnahmen als Zwischenschritte zur Verbesserung und Optimierung der von den Bürgerinnen und Bürgern augenscheinlich wenig genutzten Bestandssituation. Die Verwaltung erarbeitet Gestaltungsvorschläge, die sich an den formulierten Zielen orientieren und unterbreitet dem Ortschaftsrat Vorschläge; der Ortschaftsrat erarbeitet und unterbreitet darüber hinaus eigene Vorschläge und bittet die Verwaltung diese wohlwollend zu prüfen. Der Ortschaftsrat erkennt ausdrücklich den finanziellen Aspekt des Antrags, aber das Engagement und der Versuch und an einer konkreten Verbesserung, evtl. auch nur im Kleinen (Stichwort: kleine Ursache, große Wirkung), sollte nicht im Vorhinein mit dem Verweis auf mögliche finanzielle Aspekte unterbleiben. Nachfolgende konkrete erste Maßnahmen beinhaltet der Antrag. Wohlwollende Prüfung und Stellungnahme der Verwaltung zu ... ... der Umgestaltung des mit Bodendeckern begrünten und schwierig nutzbaren Bereichs zwischen dem Brunnenplatz und dem Kirchengelände, dieser könnte evtl. gestalterisch aufgewertet werden, z.B. durch einen abgetreppten Bereich, der auch zum Sitzen geeignet ist (Sitztreppe), – 2 – ... der Einbeziehung einer kleineren, angrenzenden Fläche für die Darstellung der Historie von Hohenwettersbach, verbunden mit einer Schautafel zur landwirtschaftlichen Vergangenheit von Hohenwettersbach (z.B. landwirtschaftliches Gerät als Blickfang), ... der Möglichkeit einer Infotafel über Hohenwettersbach mit seinen Wanderwegen und Landschaften, sich als Bestandteil des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord zu präsentieren, ... der Möglichkeit für kleinere Maßnahmen (Raumbedarf ist noch näher zu untersuchen) wie: andere Anordnung der Sitzbänke, ggf. zusätzlich mit Tischen (Sitzbänke gegenüber angeordnet zum Dialog und nicht nebeneinander), mögliches Schachfeld, Fahrradständer, bessere Beleuchtung und Lichtkonzept in der Abendzeit, ... der Möglichkeit eines zusätzlichen Trinkbrunnens, ... den planerischen und rechtlichen Möglichkeiten den vorhandenen Platz bzw. Brunnen umzugestalten, unter Berücksichtigung der Aspekte: • bestehendes Kunstwerk, Rechte des Künstlers, ggf. Bereitschaft des Künstlers an einer Umgestaltung des Brunnes bzw. Platzes mitzuwirken, • Wasserspiel mit Fontänen, die aus dem Boden kommen (für mit dem Wasser spielende Kinder), • privates Engagement (Einbindung von Vereinen, Sponsoring, Eigenleistungen von Bürgerinnen und Bürger etc.). ... der Idee einen Studentenwettbewerb durchführen zu lassen, um diesen Bereich aufzuwerten. Begründung: Der Brunnenplatz bietet bei einer Umgestaltung großes Potenzial, durch eine verbesserte bzw. geänderte Anordnung und Bestückung der Gestaltungselemente wieder mehr Menschen zum Verweilen, Entspannen, zu persönlichen Gesprächen oder zum Spielen von Kindern anzuregen. Darüber hinaus kann das Thema Wasser, insbesondere bei den wohl zunehmenden Hitzesommern, Erleichterung verschaffen. FWH / FDP Fraktion Dirk Mattern (FDP) Ralf Stumpf (FWH) Fraktionsvorsitzender

  • Stellungnahme Antrag Hohenwettersbach
    Extrahierter Text

    Stellungnahme zum Antrag Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0780 Verantwortlich: Dez. 5 Dienststelle: Ortsverwaltung Hohenwettersbach Gestaltung Brunnenplatz Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Ortschaftsrat Hohenwettersbach 22.10.2025 Ö Entscheidung Kurzfassung Die Verwaltung unterstützt das Anliegen, die Aufenthaltsqualität des Brunnenplatzes zu verbessern, grundsätzlich. Gleichwohl sind umfassendere Umgestaltungen, Wasserspielanlagen oder das Auslösen großräumiger Planungsverfahren unter den derzeitigen haushalts- und kapazitätsseitigen Rahmenbedingungen nicht darstellbar. Geringinvestive Maßnahmen könnten ggf. mit ehrenamtlichem Engagement umgesetzt werden. Hierfür müsste innerhalb des Stadtteils geworben werden. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Die Verwaltung unterstützt das Anliegen, die Aufenthaltsqualität des Brunnenplatzes zu verbessern, grundsätzlich. Die im Antrag genannten Punkte (z. B. Bepflanzung, ergänzende Möblierung, Infotafeln, Trinkbrunnen, Wasserspiel, Verlagerung / Umgestaltung von Belagsflächen, Lichtkonzept, Fahrradständer) berühren mehrere Fachämter und unterschiedliche rechtliche, planerische sowie finanzielle Aspekte: • Gartenbauamt: Bepflanzung, Möblierung, Pflegekonzepte, Grünpatenschaften. • Kulturamt und Liegenschaftsamt: Inhalte historischer oder thematischer Infotafeln, Einbindung lokaler Akteur*innen (z.B. Vereine). • Tiefbauamt / Straßenverkehrsbehörde: Beleuchtung, Lichtkonzept, Fahrradständer, verkehrsrechtliche Fragen bei Eingriffen in Straßenräume. • Stadtplanungsamt: Standort- und gestalterische Fragestellungen bei größeren Umgestaltungen, Koordination zwischen Fachämtern, Beteiligungsverfahren. Nachfolgend erfolgt eine zusammenfassende Stellungnahme mit Empfehlungen zum weiteren Vorgehen: 1. ... der Umgestaltung des mit Bodendeckern begrünten und schwierig nutzbaren Bereichs zwischen dem Brunnenplatz und dem Kirchengelände, dieser könnte evtl. gestalterisch aufgewertet werden, z.B. durch einen abgetreppten Bereich, der auch zum Sitzen geeignet ist (Sitztreppe): Das Mauerwerk, die Belagsfläche sowie die Ausstattung des Platzes selbst sind technisch und funktional in gutem Zustand, weshalb das Gartenbauamt eine bauliche Veränderung als nicht notwendig erachtet. Das Anlegen einer Blühtreppe ist aufgrund des dichten Baumbestandes und dem damit verbundenen enormen Eingriff in das Wurzelwerk der Bäume nicht umsetzbar. 2. ... der Einbeziehung einer kleineren, angrenzenden Fläche für die Darstellung der Historie von Hohenwettersbach, verbunden mit einer Schautafel zur landwirtschaftlichen Vergangenheit von Hohenwettersbach (z.B. landwirtschaftliches Gerät als Blickfang), 3. ... der Möglichkeit einer Infotafel über Hohenwettersbach mit seinen Wanderwegen und Landschaften, sich als Bestandteil des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord zu präsentieren, Wenn ein entsprechendes Projekt beschlossen wird, kann das Stadtarchiv einen Text zur Ortsgeschichte von Hohenwettersbach für eine Info-Tafel verfassen. Bei den Wanderwegen und Landschaften kann das Liegenschaftsamt unterstützen. Die Umsetzung (Gestaltung, Finanzierung, Aufstellung) liegt bei der Ortsverwaltung (vgl. ähnliche Projekten in Durlach und Grötzingen), und damit auch die Entscheidung, ob dort eine Fläche vorhanden ist und welche Form die Darstellung der Historie und der Wanderwege haben soll. Unter der Voraussetzung, dass Gelder für diese Maßnahmen zur Verfügung stehen, unterstützt das Stadtplanungsamt gerne bei der Standortfindung für Infotafeln. Im Zuge von Einsparmaßnahmen können die Infotafeln künftig nicht mehr durch die Zentralen Werkstätten erfolgen. Folglich müsste ein kostenpflichtiger Auftrag an Externe erteilt werden. 4. ... der Möglichkeit für kleinere Maßnahmen (Raumbedarf ist noch näher zu untersuchen) wie: andere Anordnung der Sitzbänke, ggf. zusätzlich mit Tischen (Sitzbänke gegenüber angeordnet zum Dialog und nicht nebeneinander), mögliches Schachfeld, Fahrradständer, bessere Beleuchtung und Lichtkonzept in der Abendzeit, Unter der Voraussetzung, dass Gelder für diese Maßnahmen zur Verfügung stehen, unterstützt das Stadtplanungsamt gerne bei der Standortfindung für Infotafeln oder der Auswahl von zusätzlichen Möbeln, Fahrradständern oder deren Platzierung. – 3 – 5. ... der Möglichkeit eines zusätzlichen Trinkbrunnens, Die Umsetzung des Trinkwasserkonzepts ist anspruchsvoll, da geltende technische Vorgaben (Spülbarkeit über Magnetventile...) einzuhalten sind. Derzeit sind 12 weitere Standorte in der Planung, jedoch nicht in Hohenwettersbach. Eine flächendeckende Versorgung ist sowohl aus personeller als auch aus finanzieller Sicht äußerst herausfordernd, sodass das Trinkbrunnenkonzept und darüberhinausgehende Bedarfe nur schrittweise und in längeren Zeithorizonten realisiert werden können. 6. ... den planerischen und rechtlichen Möglichkeiten den vorhandenen Platz bzw. Brunnen umzugestalten, unter Berücksichtigung der Aspekte: • bestehendes Kunstwerk, Rechte des Künstlers, ggf. Bereitschaft des Künstlers an einer Umgestaltung des Brunnes bzw. Platzes mitzuwirken, • Wasserspiel mit Fontänen, die aus dem Boden kommen (für mit dem Wasser spielende Kinder), • privates Engagement (Einbindung von Vereinen, Sponsoring, Eigenleistungen von Bürgerinnen und Bürger etc.). ... der Idee einen Studentenwettbewerb durchführen zu lassen, um diesen Bereich aufzuwerten. Eine großräumige Umgestaltung des Bereichs mit Einbeziehung weiterer Straßenabschnitte erfordert eine komplexe Planung unter Einbeziehung vieler Akteure. Das Stadtplanungsamt hat dafür zum jetzigen Zeitpunkt keine personellen Kapazitäten. Darüber hinaus wäre eine Umsetzung im Weiteren mit nicht bekannten Kosten verbunden. Wann dafür erforderliche finanzielle Mittel aufgrund der Haushaltslage zu Verfügung stünden, ist derzeit nicht absehbar. Jetzt angestellte Planungsüberlegungen könnten bei Umsetzung gegebenenfalls nicht mehr aktuell sein. Auch die Durchführung oder Betreuung eines Studentenwettbewerbs bindet personelle Kapazitäten und ist mit finanziellen Mitteln verbunden, die weder beim Stadtplanungsamt noch beim Gartenbauamt vorhanden sind. Der Erschaffer des Brunnens, der Künstler Rainer Scheithauer, ist 1992 verstorben. Eine Mitwirkung an der Umgestaltung des Brunnens oder des Platzes durch den Künstler ist daher ausgeschlossen. Da sein Werk noch 70 Jahre nach seinem Tod urheberrechtlich geschützt ist, kommt eine Umgestaltung des Brunnens durch eine*n andere*n Künstler*in ebenfalls nicht infrage. Der Brunnen könnte lediglich durch die Ortsverwaltung 1:1 abgebaut und an anderer Stelle wiederaufgebaut oder fachgerecht auf eigene Kosten eingelagert werden. Der Brunnen gehört dem Ort Hohenwettersbach bzw. der Stadt Karlsruhe. Angesichts der hohen Investitionskosten und der derzeitigen Haushaltslage ist eine neue Wasserspielanlage mit Wassersprudlern nicht realistisch. Zudem bietet die Lage des Platzes an der Durchfahrtsstraße allgemein nur wenig Aufenthaltsqualitäten. Zur optischen Aufwertung der Platzfläche, käme das Pflanzen von Blühsträuchern oder eine abwechslungsreichere Baumbeetbepflanzung in Richtung der Straße in Frage. In diesem Bereich eine funktionierende Blühpflanzung zu etablieren, wird jedoch aufgrund des Schattendrucks als herausfordernd bewertet. Eine intensivere Pflege oder eine dauerhafte Übernahme der Unterhaltungsaufgaben durch die Ortsverwaltung bzw. den Bauhof Wettersbach ist dagegen aufgrund der vorhandenen personellen Kapazitäten und anderer vorrangiger Aufgaben nicht möglich.