Ergebnisse der Vorstudie "Circular Economy in Karlsruhe" und Strategieauftrag
| Vorlage: | 2025/0765 |
|---|---|
| Art: | Informationsvorlage |
| Datum: | 15.09.2025 |
| Letzte Änderung: | 16.09.2025 |
| Unter Leitung von: | Wirtschaftsförderung |
| Erwähnte Stadtteile: | Keine Angaben |
Beratungen
- Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 24.09.2025
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Keine Angabe
Zusätzliche Dateien
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Ihre Ansprechpartnerin Sandra Mähliß // Telefon: 0721 133-7302 sandra.maehliss@wifoe.karlsruhe.de Stadt Karlsruhe Wirtschaftsförderung Wirtschaftsförderung meets Circular Black Forest gGmbH Vorstudie zu „Circular Economy in Karlsruhe“ Karlsruhe ist eine innovative und nachhaltige Kreislaufstadt Karlsruhe ist auf dem Weg zur Kreislaufstadt. Die Vorstudie zur Circular Economy ist ein gemeinsames Projekt der Wirtschaftsförderung Karlsruhe mit der Circular Black Forest gGmbH. Ziel ist es, die Grundlagen für eine stadtweite Circular Economy Strategie zu schaffen und die regionale Transformation aktiv zu gestalten. „Die Circular Economy ist der Schlüssel zu einer wirtschaftlich starken, klimaneutralen und resilienten Stadt Karlsruhe. Gemeinsam mit Circular Black Forest haben wir in der Vorstudie wichtige Impulse gesetzt, um Karlsruhe auf dem Weg zur Kreislaufstadt aktiv voranzubringen.“ Sandra Mähliß, Projektleitung Projektstatus Über 200 Teilnehmende an der Online- Umfrage, davon über 140 mit Interesse am Netzwerk #CircularKarlsruhe 18 Interviews mit Schlüsselakteur*innen aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Kammern und Zivilgesellschaft Identifikation von vier Aktionsfeldern für die Visionsentwicklung zur gemeinsamen Erarbeitung einer Circular Economy Vision für Karlsruhe # Nachhaltigkeit # Kreislaufstadt # Dekarbonisierung # Innovation # Wettbewerbsfähigkeit Netzwerk # CircularKarlsruhe Das entstehende Netzwerk bringt engagierte Akteur*innen aus allen Bereichen zusammen. Ziel ist es, konkrete Projekte anzustoßen, Wissen zu teilen und gemeinsam Kreislauflösungen für Karlsruhe zu entwickeln. Aktionsfelder der Visionsentwicklung Zirkuläres Bauen Zirkuläre Wertschöpfung Lifestyle und Konsum Lokale Ernährung Querschnittsperspektiven IT/KI, Energie/Klimaschutz, Mobilität/ Logistik, Bildung/Wissenschaft, Multiplikatoren/Netzwerke Timeline Visions-Workshop am 13. Mai 2025 in vier Aktionsfeldern Finalisierung der Vorstudie Beschluss und politische Entscheidung zur weiteren Vorgehensweise im Gemeinderat im Herbst 2025 Strategieentwicklung Aufbau des Netzwerks # CircularKarlsruhe und Verstetigung © Stadt Karlsruhe | Layout: Streeck | Bild: Deemerwha studio | Druck: Rathausdruckerei, Recyclingpapier | Stand: April 2025 Gemeinsames Verständnis von Circular Economy Die Kreislaufstadt Karlsruhe als regeneratives System fördert die nachhaltige Nutzung und den Erhalt von Materialien und Energie sowie Ressourcenschonung, um Biodiversität und natürliche Lebensräume zu schützen. Abfälle sind wertvolle Ressourcen und werden in Produktionsprozesse integriert. Erneuerbare Energien werden genutzt und bestehende Energieressourcen effizient eingesetzt. Ziele der Circular Economy Ressourcenschonung und Dekarbonisierung Verlängerung von Produktlebenszyklen Förderung lokaler Wertschöpfung und grüner Innovation Verringerung von Abfall und Lieferkettenabhängigkeit Dies kann durch die 9 R-Strategien umgesetzt werden. 1 Refuse = überflüssig machen. 2 Rethink = neu, zirkular denken. 3 Reduce = reduzieren. 4 Reuse = wiederverwenden. 5 Repair = reparieren. 6 Refit = verbessern, überholen. 7 Rebuild = erneuern 8 Refurbish = aufbereiten, upcyceln. 9 Recycle = recyceln als letzte Wahl. Impulsgeberin und Initiatoren Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz 20 Verbundpartner*innen aus Difu Gemeinschaftsstudie 2023 bis 2025 Strategie 2030 der Wirtschaftsförderung Anlage 1
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Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 1 Ergebnisdokumentation Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe 13. Mai 2025, Steamwork Karlsruhe Die nachfolgenden Kapitel dokumentieren ausführlich die inhaltlichen Ergebnisse des Visions-Workshops in den vier Aktionsfeldern. Die Aussagen und Visionen basieren auf den Mitschriften aus den Arbeitsphasen sowie der finalen Zusammenfassung aufbereiteter Vision-Statements. Sie spiegeln die vielfältigen Perspektiven und Impulse der beteiligten Akteur*innen wieder und bilden die Grundlage für die nächsten Schritte im Prozess zu #CircularKarlsruhe.“ Der Visions-Workshop war zentraler Bestandteil der Vorstudie „Circular Economy in Karlsruhe“ im Zeitraum 2024/2025. Die Ergebnisdokumentation vom Visions-Workshop „Circular Economy in Karlsruhe“ 13. Mai 2025 im Steamwork Karlsruhe ist ein Gemeinschaftsprojekt der Wirtschaftsförderung Karlsruhe, Frau Sandra Mähliß (Sandra.maehliss@wifoe.karlsruhe.de) und der Circular Black Forest gGmbH, Frau Anna Reiners (anna@circular-blackforest.de). Anlage 3 Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 2 1. Grußwort, Vorstudie und Einordnung .................................................................. 3 2. Aktionsfeld: Zirkuläre Wertschöpfung ................................................................ 11 Arbeitsphase I: Brainstorming Schlüsselbegriffe & Diskussion ............................. 14 Arbeitsphase II: Querschnittsperspektiven ............................................................ 17 Arbeitsphase III: Iteration und Roadmapping ........................................................ 18 Vision-Statement „Zirkuläre Wertschöpfung“ ........................................................ 19 3. Aktionsfeld: Zirkuläres Bauen ............................................................................ 20 Arbeitsphase I: Brainstorming Schlüsselbegriffe & Diskussion ............................. 21 Arbeitsphase II: Querschnittsperspektiven ............................................................ 26 Arbeitsphase III: Iteration und Roadmapping ........................................................ 27 Vision Statement „Zirkuläres Bauen“ .................................................................... 29 4. Aktionsfeld: Lokale Ernährung ........................................................................... 30 Werte .................................................................................................................... 31 Zentrale Zukunftsbilder: „Was wäre, wenn...“........................................................ 32 Arbeitsphase I: Brainstorming Schlüsselbegriffe & Diskussion ............................. 33 Arbeitsphase II: Querschnittsperspektiven ............................................................ 36 Arbeitsphase III: Iteration und Roadmapping ........................................................ 38 Vision-Statement „Lokale Ernährung“ ................................................................... 39 5. Aktionsfeld: Lifestyle & Konsum......................................................................... 40 Werte .................................................................................................................... 41 Arbeitsphase I: Brainstorming Schlüsselbegriffe & Diskussion ............................. 42 Arbeitsphase II: Querschnittsperspektiven ............................................................ 46 Arbeitsphase III: Iteration und Roadmapping ........................................................ 47 Vision-Statement „Lifestyle & Konsum“ ................................................................. 48 6. Ausblick und nächste Schritte ............................................................................ 49 7. Teilnehmenden-Liste in den Aktionsfeldern ....................................................... 50 8. Visualisierung mit Graphic Recording ................................................................ 53 9. Pressemitteilung der Stadt Karlsruhe ................................................................ 54 10. Fotodokumentation ......................................................................................... 54 11. Auswertung der Kurz-Umfrage ....................................................................... 55 12. Gesamtstädtische Leitvision Circular Economy in Karlsruhe .......................... 56 13. Visionsbild zur gesamtstädtischen Leitvision Circular Economy in Karlsruhe 57 Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 3 1. Grußwort, Vorstudie und Einordnung Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 4 Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 5 Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 6 Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 7 Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 8 Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 9 Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 10 Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 11 2. Aktionsfeld: Zirkuläre Wertschöpfung Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 12 Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 13 Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 14 Arbeitsphase I: Brainstorming Schlüsselbegriffe & Diskussion Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 15 - Leuchttürme sollten alle drin haben (Soziales, Wirtschaft, etc.) - Plattform & Formate schaffen (nicht jeder hat Zeit – mit Personal & Finanzierung dahinter) - Plus: physische Plattformen zum Ressourcen teilen (Kosten niedriger als im Alternativszenario, kürzere Transportwege) - Potenziale & Mehrwerte für alle greifbar machen Verhaltensänderung - Bildung / Angebote / Story erzählen -> Wissen - Gemeinschaftsinteressen gegenüber Einzelinteressen - Vorteile klar kommunizieren -> Inklusion/Teilhabe - Möglich Rebound: mehr Konsum Wertschöpfung - Stoffkreisläufe optimieren -> Innovationsraum - Reallabore: Wissenschaft -> Gesellschaft / Wirtschaft und andersrum - Synergien – Unternehmen: o Gleiche Sprache, gleiche Standards o Daten, Daten, Daten Ressourcenschonung - Wasser, Abwasser, etc. mitbetrachten, nicht nur CO2 - ganzheitlich denken die sozial-ökologische Transformation + Wirtschaftlichkeit Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 16 Systemischer Wandel - Unternehmen schließen sich zusammen – Verband - Wissensaustausch - Zusammenschließen für Kapazitäten (Kosten – Forschung) - Verbindung mit BNW (BNE, Hochschulen): Gleichgesinnte, Stadt auf höhere Ebene (politische) ziehen - Koordination: Wer macht das? Was sind Pain Points mit höchster Prio? - Schaffung von Jobs – Ansiedlung - Beteiligung muss bleiben - Kostet erstmal Geld -> langfristig Mehrwert (Umweltkosten mitbetrachten), evtl. Erstmal Wettbewerbsnachteile -> Unterstützung durch Politik & Anreize (Cost-Benefit-Analysis) - Technologien müssen schneller werden - Boni oben in der Hierarchie - Integration von Services in das Unternehmen (zirkuläre Geschäftsmodelle) Zuständigkeit / Kommunikation - Gemeinsame Kampagnen (Unternehmen können mitmachen & anpassen) - Bei Bildung ansetzen, auch in Unternehmen Wissen aufbauen - Vorhandenes besser kommunizieren - Vermarktung: Label - “Ich bin wiederverwendet/-verwertet”, aber kein Greenwashing! - Bestehende Netzwerke (Klimaallianz) aufbauen -> Plattform: Wer kann was? Kooperation & Zusammenarbeit - Immobilienbesitzer & Mieter -> direkt KLW mitdenken bei Sanierung (-> Bau) - Klimaallianz & Klimapakt (der Hochschulen) mitdenken - > vorhandene Netzwerke, die ins Tun kommen! Lösungen entwickeln -> Wie kommt man zu arbeitsfähigem Netzwerk? Was wollen wir haben? - Was Wissenschaft weiß, umsetzen! - Keine neuen Formate – gibt schon gute: Climate Fresk, Circular Economy Collage) Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 17 Arbeitsphase II: Querschnittsperspektiven - Warum Inklusion? - Verbunden mit Teilhabe – Reparatur, Sammlung -> einfachere Tätigkeiten (Diakonie) - mit R-Strategien verbunden (Lifestyle & Konsum) - An Circular City Challenge teilnehmen - Leuchtturm: Bestehende Lösungen mitdenken, hochskalieren – Michelin Areal als Hub - Plattform: Rohstoffe – Infrastruktur: Logistik, Transportwege, Reverse-Logistics -> nicht nur Produkthub, sondern Rohstoffe, konzentrierte Aufbereitung für gewisse Rohstoffe in Karlsruhe -> Leuchtturm Karlsruhe - Spannender Gedanke, dass auch eine Stadt Mitglied beim BNW werden kann - Nutzungsdauerverlängerung: Right to Repair -> Anreize schaffen (gibt auch hier Best Practices anderswo, Reparaturförderung wie in NRW, auch an Stuttgart spielen) -> bis Sommer 2026: Welche Chancen decken darin? Reparatur an Handwerks-Betriebe - Reallabore: Zivilgesellschaft & gewerbliche Reparatur verbinden - Wichtig: Piloten -> Gründungszentren wahrnehmen: Anwendung finden für Start-ups (Pilotregion) -> eigene Marke finden - Offen sein: Daten zur Verfügung stellen - AIWA (?) Kreislaufprojekt – Best Practise - Wie können wir KLW “cooler” machen? - Mehrwegprodukte, jugendlicher machen; Bequemlichkeit abholen - Verbindung zum Klimaschutz, Methoden übernehmen - Jeder muss Nutzen & Vorteil sehen - Umsetzung: muss von Stadtgesellschaft getragen werden - Wer hat den Hut auf? (Katrin Schuhen) Gemeinsam machen, Back-up von Bürger:innen - Alle Stakeholder an einen Tisch: über Verbandslogik gehen - Wie kriegt man Verbandstrukturen, Unternehmensstrukturen zusammen? Jeder hat Eigeninteressen (Katrin Schuhen) muss konkret erarbeitet werden: Fokussierte Gruppen diskutieren, finden Rollen: Wer kann was beitragen? Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 18 Arbeitsphase III: Iteration und Roadmapping Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 19 - Erste Schritte: Gründung des Forums, Klärung der Verantwortung - Beteiligungskodex & -rollen aufstellen mit klaren Kriterien für die Personen - Dann: Potenzial- und Stakeholder Analyse der Stadt KA: NGOs, Start-ups, Lehrstühle, Labore, Projekte - Bedarfsanalyse von Stakeholdern (Unternehmen, Start-ups, etc.) -> Aufstellung von Handlungsfeldern -> Priorisierung der Handlungsfelder nach R-Strategien / Impact - Verbündete suchen - Zirkulären Gap-Report anlegen (MFA, Stoffstromanalyse) - Aufstellung von Projekten & Maßnahmen - Später: Welche Art der Plattform brauchen wir? Vision-Statement „Zirkuläre Wertschöpfung“ Karlsruhe setzt als innovative Vorreiterstadt auf eine nachhaltige und zirkuläre Wirtschaft, die durch das Forum "Zirkuläre Transformation" stark gemacht wird. Dieses Forum, mit offiziellem Auftrag der Stadt, koordiniert umfassend den Wandel hin zu einer zirkulären Wertschöpfung, indem es Wissen teilt, erfolgreiche Lösungen skaliert und als sichtbares Schaufenster für innovative Projekte dient. Durch die Etablierung von Reallaboren fördert das Forum den praxisnahen Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, wobei die Bedürfnisse der Wirtschaft maßgeblich in die Forschung integriert werden. Eine physische und digitale Plattform ermöglicht dabei das effiziente Matchmaking von Angebot und Nachfrage, worauf zirkuläre Geschäftsmodelle aufbauen, neue Arbeitsplätze entstehen und Stoffkreisläufe optimiert werden. Mithilfe gezielter Wissensvermittlung zu Werkzeugen wie Cost-Benefit-Analysen und Life Cycle Assessments sowie der Förderung einer starken Identifikation mit zirkulärem Denken, schafft Karlsruhe eine wirtschaftlich stabile, widerstandsfähige und nachhaltige Stadt. Vision-Statement gekürzt Eine resiliente und nachhaltige Stadt, in der zirkuläres Wirtschaften zum Standard wird und Innovation, Zusammenarbeit und Transparenz gedeihen. Mission Wir etablieren und koordinieren ein Forum für zirkuläre Transformation, das durch Wissensaustausch, Reallabore und eine digitale und physische Austausch-Plattform konkrete Lösungen entwickelt und umsetzt, um zirkuläre Geschäftsmodelle zu fördern, Arbeitsplätze zu schaffen und Stoffkreisläufe zu optimieren. Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 20 3. Aktionsfeld: Zirkuläres Bauen Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 21 Arbeitsphase I: Brainstorming Schlüsselbegriffe & Diskussion Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 22 Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 23 Wertschöpfung - Großer Bestand (Gebäude) im Stoffkreislauf halten, Technologie und Anlagentechnik - SRZ: Sekundärrohstoffzentrum, red. Transporte - Ressourcenschonung, Deponieraum (ein)sparen, red. Transporte, Wieder-in-Wert Setzung, Automatisierung, Entlastung, - Planbarkeit, neue Konkurrenzen Koordination & Zuständigkeit - Kompetente Akteure: KIT, IHK, HWK, ... - Koordination --> KI, Softwareanbieter, BIM, Digitales Bauamt - Bestands-Transparenz, Digitalisierungsdruck - Arbeitsbelastung, Wissenslücken, Anwendbarkeit, Skalierbarkeit Kompetenzen - KI, Infrastruktur, KIT/IHK/HWK u. a., Startups - Region attraktiv, Alleinstellungsmerkmal, Jobs - Antizipieren vom Trend “Sanierung” - Man muss etwas NEUES lernen, Transformationsdruck (insb. Für kl. Unternehmen & Handwerk) Kommunikation - Menschen - Netzwerke und Transfer - Steigende Transparenz - Sinkender Wissensvorsprung Regionale Prägung - Hohe Vernetzung, viele Akteure, viel Kompetenz, gute Infrastruktur, Nachfrage/Bauaufkommen - Kurze Wege, Verfügbarkeit, regionale Nachfrage - Wachstum, Marktführer, Sichtbarkeit, Wertschöpfung - Personelle Engpässe Bewusstseinswandel - Vereine, Gesellschaften, Bürgerschaft, städt. Leuchttürme - Öffentliches Format, nicht nur für Expert:innen, “Tag der ...(z. B. Suffizienz)” - Sogwirkung, Selbstverständlichkeit, Kulturwandel, Bewusstseinsschaffung - Gefahr der Wahrnehmung als Rückschritt, Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 24 Kurze Wege - Großstadt mit überschaubarer Größe - Lebendiges Akteurs Netzwerk, Forschung/Bauherrschaft/Bauwirtschaft/Austauschforum - Schnellerer Lernprozess, kritische Masse an Akteuren - Verharren in Blase Leuchtturm Karlsruhe - Expertise KIT und HSKA - Demonstratoren für Studiengänge, Ausbildung - Kooperationen als Wissenstransfer, Forschung zu Bauwirtschaft - Umsetzbarkeit/Skalierung für Alltag Smart City - Datenbanken für Materialquellen und Bedarfe - Reuse-Netz für Anbieter, Nutzer, Verarbeiter: innen - Zugriff auf Potenziale, Bauteile - Gewährleistungsmängel, Bedenken werden zu Hemmnissen Verhaltensänderung - Mutiger werden, Vorbildcharakter - Miteinander rede und Handeln - Zutrauen in das, was bereits da ist - Wenig machen also Suffizienz erzeugt wenig Sichtbarkeit Infrastruktur - Rheinhafen als Urban Mining HUB (trockene Lagerung, > 1.000 m² Kommentar David: die Zahl stammt von Concular GmbH, aber mMn ist das eine Größenordnung zu klein), Schulterschluss mit öffentlicher Hand - Brachen in der Stadt nutzen, Genossenschaft gründen für Infrastruktur - Neue Geschäftsmodelle (z.B. für private Eigentümer) - Gift/Schadstoffe, Haftung, Volumenminium für Wirtschaftlichkeit Synergien bündeln - Über die Stadt hinaus, Kommunen und Landkreis, Unternehmen/Planer/Forschungsinstitute - BIG-Player einbinden - Skalierbarkeit des zirkulären wird dann wirtschaftlich - Einheitsbrei? Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 25 Kooperation & Zusammenarbeit - Stadt Recycle für gesamtes Projekt - 20 neue Schulen müssen renoviert werden, rechtliche Voraussetzungen schaffen, Zweckverband Gebäudewirtschaft (überregional), Ausschreibungen anpassen! - Best Practice, Vergabe bei VBK für (- 30 % Kosten) - Kritische Masse an Aufträgen für eine CE-Industrie Systemischer Wandel - Beim Design anfangen - Tragwerk zirkulär designen, modulares Bauen, Beton mit lösbaren Verbindungen einsetzen - Aushänge Projekte schaffen - Bauen soll bezahlbar bleiben/sein --> Zielkonflikt Kosten vs. Anspruch Mehrwert - Expert:innen Zentrum für zirkuläres Bauen werden, “Leichtigkeit”, - Circular Economy HUB auf dem Michelin Gelände - Neue Geschäftsmodelle, Vorbild, Aushängeschild - Zielgruppengerechte Geschäftsmodelle berücksichtigen Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 26 Arbeitsphase II: Querschnittsperspektiven - Bedarfe erkennen o Wissenstransfer o Lokale Konzepte (just in time) o Gesamte Wertschöpfungskette o Bestandserhalt o Pilotprojekt “zirkuläres Bauen” in KA o Materialregister o Sekundärrohstoff Zentrum --> Strategiedialog des Landes - Recyclingnetzwerke, Wiederverbaute Materialien CO2-neutral deklarieren - Wirtschaftlichkeit zeigen - Langfristigkeit und Planbarkeit - Bauverordnung --> Gewährleistung Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 27 Arbeitsphase III: Iteration und Roadmapping Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 28 Priorisierung (Punkte pro Begriff) - Leuchtturm KA (8) - Wertschöpfung (8) - Bewusstseinswandel (7) - Infrastruktur (6) - Kompetenz (6) - Synergien (5) - Kooperation/Zusammenarbeit (5) Kriterien an einen Leuchtturm - Best Practice als baukulturellen Impuls setzen --> kleine Leuchttürme, s. Landes – und Bundesgartenschauen - Niederschwellig - Klarer, sinnvoller Nachnutzungszweck - Bestandsnutzung - Zentrumsnah (Modehaus Schöpf???) Ableitungen - Bedarf an Institutionalisierung zirkulärer Baukultur - Sammlung aller Best Practice in KA - Zirkuläres Bauen ist ein Cross Cluster - Leuchttürmle (es braucht nicht den einen Leuchtturm, in dem alles perfekt ist) in KA gibt es viele Lösungen, die Leuchttürmle sein könnten: o Erhalt Tragwerk o Spendergebäude/Nehmergebäude o Restwertbestimmung o Fügetechnik o Recyclingbeton o Transfer von Wissen (intergenerational) o Kosten (intergenerational) o Business-Case LCC - Verknüpfung der Gewerke - Zentral: Prozess, warum Leuchttürmle überhaupt möglich waren Mahnung - Aufbau von Kontinuität des Netzwerks oder es kommt wie so oft zu Stillstand Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 29 Vision Statement „Zirkuläres Bauen“ Karlsruhe wird zur Kreislaufstadt, in der zirkuläres Bauen den Gebäudekreislauf als regenerative Wertschleife denkt – weit über Rohstoffgewinnung, Nutzung und Rückbau hinaus bis zur dauerhaften Wieder- und Weiterverwendung von Materialien, Flächen und Ideen. Leuchtturmprojekte und Best Practices zeigen anschaulich, was bereits möglich ist, und machen transparent, warum die Prozesse funktionieren. Sie verkürzen Lernkurven und fördern einen breiten Bewusstseinswandel. Eine integrierte Infrastruktur für Zirkularität – Materialbörsen, Re-Use-Hubs, digitale Zwillinge – vernetzt die gesamte Wertschöpfungskette Bau und stärkt kontinuierlich die Kompetenzen aller Beteiligten. Die Entwicklung neuer Technologien und Dienstleistungen wird zum Motor der Karlsruher Wirtschaft: Wir exportieren unser Know-how als Services, Software und Beratung, steigern regionale Wertschöpfung und internationale Sichtbarkeit. Durch Synergien von Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft sowie konsequente Kooperation bringen wir Innovationen rasch in die Praxis. Karlsruhe wird so zum lebendigen Labor und europäischen Vorbild zirkulärer Stadtentwicklung. Meta-Analyse Meta-Begriff Umsetzung in der Vision Bewertung Ganzheitlich / Systemisch Die Vision beschreibt zirkuläres Bauen als „regenerative Wertschleife“ und betont alle Phasen des Gebäudekreislaufs – von Planung über Nutzung bis Wieder- und Weiterverw endung. Sie verknüpft zusätzlich Infrastruktur, Kompetenzen, Bewusstseinswandel und wirtschaftliche Chancen zu einem einzigen Wertschöpfungssystem. ★★★★☆ – Das Zusammenspiel von ökologischen, sozialen und ökonomischen Dimensionen ist deutlich; noch stärker könnte der Text die Rolle rechtlicher Rahmenbedingungen oder sozialer Gerechtigkeit benennen, um das Systembild abzurunden. Sichtbarkeit Leuchtturmprojekte und Best Practices bilden das Herzstück: Sie demonstrieren „was bereits möglich ist“ und erläutern „warum die Prozesse funktionieren“. Damit wird die abstrakte Idee fassbar und öffentlich nachvollziehbar. ★★★★★ – Sichtbarkeit ist klar als Mittel zum Bewusstseinswandel verankert und erhält eine aktive Rolle („verkürzen Lernkurven“). Vernetzung Die Vision hebt eine „integrierte Infrastruktur“ sowie Synergien zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft hervor. Digitale Zwillinge, Materialbörsen und Re-Use-Hubs fungieren als technische und organisatorische Knotenpunkte. ★★★★☆ – Vernetzung ist stark präsent; ein zusätzlicher Hinweis auf internationale Partnerschaften oder offene Daten-Standards könnte das Bild noch erweitern. Gesamteinschätzung Die Vision repräsentiert alle drei Meta-Begriffe überzeugend: - Ganzheitlich/systemisch wird durch das geschlossene Kreislaufdenken und die Verknüpfung von Infrastruktur, Kompetenzen, Wirtschaft und Kultur eingelöst. - Sichtbarkeit steht mit den Leuchttürmen im Mittelpunkt und fungiert als Hebel für Lernen und Bewusstseinswandel. - Vernetzung ist sowohl technisch (digitale Plattformen) als auch institutionell (Kooperation aller Sektoren) angelegt. Kleinere Ergänzungen – etwa explizite soziale und rechtliche Faktoren sowie internationale Netzwerke – könnten die Systemperspektive noch vertiefen, ohne den kompakten Charakter zu gefährden. Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 30 4. Aktionsfeld: Lokale Ernährung Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 31 Werte Im Workshop wurde zunächst gemeinsam reflektiert, welche Werte eine Kreislaufstadt prägen sollten. Dabei wurde auch deutlich: “Essen ist ein emotionales, soziales Thema – es verbindet uns alle. Jeder Mensch isst. Ernährung betrifft uns alle und stiftet Gemeinschaft.” Gesammelte Wertebegriffe - Verantwortung & Gemeinsinn - Offenheit (Altem und Neuem gegenüber) & Dynamik - Ganzheitliche Nachhaltigkeit - Transparenz & Aufklärung - Innovation & Mut “Einfach mal machen! Neugierig bleiben, experimentieren und dabei lernen.” Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 32 Zentrale Zukunftsbilder: „Was wäre, wenn...“ Zugang und Gerechtigkeit - Leckeres, frisches Essen für alle Kinder - Gesunde, nachhaltige und regionale Lebensmittel sind für alle erschwinglich - Kein Wachstum um jeden Preis – stattdessen: Genug für alle - Echte Warenpreise sichtbar und fair Wertschätzung & Reduktion von Verschwendung - Wertschätzung für Lebensmittel ist selbstverständlich - Keine Lebensmittel landen mehr im Müll - Saisonales Denken erlaubt auch, dass Produkte mal nicht verfügbar sind Bildung & Bewusstsein - Alle Kinder wissen, woher ihr Essen kommt - Schulisches Kochen und Ernährung als Bildungsthema - Zugang zu Rezepten, Kochwissen, Informationen für alle - Bewusstsein für Produzent*innen und deren Arbeit ist gestärkt Strukturen & Orte der Begegnung - Garküchen oder Quartiersküchen als soziale und kulinarische Treffpunkte - Wochenmärkte in jedem Stadtteil - Kooperation der Akteure unter einem gemeinsamen Nachhaltigkeitsleitbild - Landwirt*innen – insbesondere solche im Umstellungsprozess – haben eine Stimme Gesundheit & Klima - Gesunde Ernährung führt zu gesünderen Menschen - Karlsruhe ernährt sich pflanzenbetont – gut für Mensch, Klima, Tier und Zukunft - Regional-saisonale Ernährung wird mit Geschmack, Lust und Genuss verbunden Kommunikation & Motivation - Vermehrte Verbreitung von Good News statt nur Alarmismus - Positive Reize und inspirierende Beispiele fördern Engagement Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 33 Arbeitsphase I: Brainstorming Schlüsselbegriffe & Diskussion Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 34 Wertschöpfung ist eng verzahnt mit Vernetzung - Landwirte mit Verarbeitern und mit Kantinen vernetzten und entlang der gesamten Wertschöpfungskette denken. - Ernährung wäre regional, saisonal, pflanzenbasiert und preisneutral. - CO2 einsparen, Arbeitsplätze, Landwirte aus der Region stärken. - sehr enger Bezug zum Produkt und zum Hersteller - Gut für die Gesellschaft in Karlsruhe und für die Gesundheit - bestimmte gesellschaftliche benachteiligte Gruppen könnten abhängt werden Ressourcenschonung - Schulungen für Kantinenpersonal - Über Förderungen - Personalmangel, fehlende Finanzierung fehlende Überzeugung der Kantinenbetreiber. - Für gesunde und klimaneutrale Ernährung braucht es Impulse für das Personal. - Weniger Abfall schont Ressourcen. Kompetenz - Bildungsplan für Ernährung über alle Schularten hinweg - Weniger Lebensmittelverschwendung - Entlastung von Ressourcen - Mit mehr Regulatorien und dadurch Bürokratie verbunden. Aber es braucht Absicherungssysteme Mehrwert - Entlastung der Erzeugenden - Stadt spart Geld - Weniger Abfall, Ressourcenschonend Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 35 Industriesymbiose - Bio. Ökonomie - Unternehmen verbinden sich mit dem Ziel, ihre industriellen Abfälle weiter zu verwerten - Investitionen nötig. Subventionen von innovativen Unternehmen. - Kreislaufwirtschaft bietet Chancen für KMUS Leuchtturm Karlsruhe fördert Bewusstseinswandel - FoodCircle (Genuss, Spaß, Wissen) - Markthalle mit regionalen Produkten - Manufaktur - Zubereitungsküche - Mehrweg Transport - Bildungsakademie Mit Seminaren und Kochkursen für Gastronomie, Kantinen, Eltern und Kinder, generationsübergreifenden und mit Quartiersbezug - Zugang zu regionalen Produkten - Vernetzung und Verbindung von Landwirten, Produzenten und verarbeitenden Betrieben - Gelebte Kreislaufwirtschaft (vom Feld auf den Teller) - Dafür muss ich das Konsumverhalten anpassen - Evtl. Finanzielle Nachteile, da Bio Saatgut teurer ist - Sicherheit für Landwirte was ist bei Ausfall der Ernte? Mehrere Säulen der Finanzierung sind notwendig Kooperation und Zusammenarbeit, um Synergien zu bündeln - Es braucht ein Netzwerk - Aktive Akteure - Forschung mit einbeziehen - Ernährungsrat für Karlsruhe - Verfügbarkeit von regionalen Lebensmitteln - Der Anbei von Lebensmitteln muss mit dem Bedarf gekoppelt werden - --> Planungssicherheit für die Landwirte - Abhängigkeiten im Blick behalten: Förderungen laufen aus Koordination, Zuständigkeit und regionale Infrastruktur - Es braucht Koordinationsstellen - Ist die Stadt zuständig? - Es braucht Wissen über lokale Kapazitäten - Food Hub und lokale Logistik - Peer-to-Peer Learning Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 36 Arbeitsphase II: Querschnittsperspektiven Gesundheit & Gemeinwohl - Fördert Gesundheit von Körper und Geist - Dient der Gemeinnützigkeit und dem sozialen Zusammenhalt - Ernährung als demokratische, gesellschaftliche Aufgabe Jugend & Bildung - Ziel: Junge Menschen begeistern, nicht belehren oder verzichten lassen - Bildung ist zentral: Aufklärung und Schulungen von klein auf (v.a. in Schulen) - Hands-on-Erfahrungen notwendig (z. B. Kochen, Gärtnern) - Gamification kann Motivation und Engagement fördern Empowerment & Mindset-Wandel - Menschen befähigen durch Schulungen und Wissensvermittlung - Veränderung der Haltung/Mindsets notwendig (Wertschätzung, Wissen, Lust am Essen) Vernetzung & Planungssicherheit - Enge Vernetzung von Landwirt*innen, Verarbeitern, Küchen, Kantinen etc. - Systematische Erfassung von Angebot und Nachfrage zur besseren Planbarkeit - Sicherheit für Landwirt*innen durch planbare Nachfrage Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 37 Finanzierung & Skalierbarkeit - Zirkuläre Ernährung braucht: o Fördermittel o Investitionen (z. B. in Bioökonomie) o Finanzierungsmodelle auf mehreren Säulen o Skalierbare Konzepte, die sich regional übertragen lassen Sichtbarkeit & Kommunikation - Zirkularität muss sichtbar gemacht werden: o Multiplikator*innen o gute, zielgruppenspezifische Kommunikation o KPIs und datenbasierte Steuerung o Einsatz von Smart City-Infrastruktur (z. B. Sensorik) Systemischer Wandel - Ernährung zirkulär denken = systemisch, ganzheitlich, systemoffen - Struktur, Logistik und Preis müssen mitgedacht werden - Systemwandel statt symbolischer Maßnahmen Zugang & soziale Gerechtigkeit - Gesunde, nachhaltige Ernährung muss für alle leistbar sein – unabhängig vom Geldbeutel - Vielfalt und soziale Teilhabe sichern – keine Ausgrenzung marginalisierter Gruppen - Kein einseitiger Idealismus: Industrie nicht per se schlecht, Regionalität nicht automatisch gut Fokus & Zielklarheit - Klare Ziele setzen – zu viele Ziele hemmen Umsetzbarkeit - Fokus auf Machbarkeit und Bezahlbarkeit - Zielgruppenorientierung: Wen wollen und können wir erreichen? Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 38 Arbeitsphase III: Iteration und Roadmapping Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 39 Was sind die ersten Schritte, die gegangen werden müssen? - Potenzialerhebungen (Daten) - Synergien feststellen - Ernährungsrat würde die Wichtigkeit dieses Themas für Karlsruhe demonstrieren - Bürgerrat erstellen nach Bundesvorbild --> Ernährung ist Demokratiesache - Bewusstseinsänderung - Strukturelle Veränderungen schaffen - Ernährungssystem modellieren Veränderungen, die nötig sind - Allgemein: es braucht Mut zum Experimentieren, Anschubfinanzierung, mehr Partizipation - Mikroebene: Wirtschaftliche Anreize schaffen, Planungssicherheit gewährleisten - Mesoebene: klare Verantwortlichkeit schaffen, Aktionsplan erstellen, Bildung, Bedarf - Makroebene: Ernährung als Pflichtfach im Unterricht einführen, Subvention von Schulessen Vision-Statement „Lokale Ernährung“ Karlsruhe ernährt sich gesund, pflanzenbetont und klimafreundlich – für eine zukunftssichere Stadt. Alle Menschen (unabhängig von Herkunft oder Einkommen) haben Zugang zu genussvoller, verantwortungsvoller Ernährung. Bildung in allen Schulformen, Peer-to-Peer- Lernen und Quartierküchen fördern Wissen und Bewusstsein. Regionale Lebensmittel werden bedarfsgerecht angebaut – mit Planungssicherheit für Landwirtinnen. Smart-City- Tools machen gute Ernährung sichtbar und erlebbar. GEMEINSAM gestalten wir einen Wandel, der Lust auf gutes Essen macht. So stärken wir nachhaltige Ernährung in all ihren Dimensionen: ökologisch, sozial, ökonomisch und gesund. Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 40 5. Aktionsfeld: Lifestyle & Konsum Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 41 Werte Soziale & menschliche Werte - Fairness - Gemeinschaft - Verantwortung - Wertschätzung - Ehrlichkeit - Mut - Offen + zugänglich - Kreative Kollaboration Nachhaltigkeit & Umweltbewusstsein - Verantwortung für die Klimaziele - Wiederverwendbarkeit - Langlebigkeit Qualität & Alltagstauglichkeit - Qualität / Langlebigkeit - Anwendbarkeit für alle (Anwender·:innen Sicht) - Usability Kommunikation & Wirkung - Kommunikativ - Einfachheit & Klarheit & Sichtbarkeit Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 42 Arbeitsphase I: Brainstorming Schlüsselbegriffe & Diskussion Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 43 Multiplikatoren & Beteiligung - Privatpersonen – heute - Presse, lokale Tageszeitung - Bürgerschaft - Bürgervereine - Politik - Wohnbau Gesellschaften - Plattform: nebenan.de Verhaltensänderung & Bewusstseinswandel - Grundbedürfnisse befriedigen durch „lokale Wirtschaft erlebbar“ machen - Bequemlichkeit durchbrechen - Bildungsstrukturen nutzen - Aufklärung stärken - Erfolgsgeschichten erzählen - Handlungsfähigkeit fördern - Wertschätzung fördern (z. B. durch Belohnung, Handabdruck) Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 44 Koordination & Zuständigkeit - App → Was gibt es bereits? - Netzwerktreffen / Organisation - Zugang erleichtern - Beteiligung stärken - Ermöglichung - Motivation stärken Smart City: Innenstadt mit Vorbildern beleben - Zweite Sahne - Leihlokal - Markthalle / FoodCircle - Hinterhof- Holzwerkstatt Kurze Wege - Cargo-Tram - Kompost-Bike - Radkurier - Second-Hand in 1A-Lagen - Plattform → analog/online Wertschöpfung - Warenwerte erhalten - Material-Börse - A(u)ktionshaus - Kooperationslager: Sammelpunkt für Gebrauchtes im Supermarkt - Kooperationsflächen (z. B. Stadtbau, Quartiersentwicklung) - Reparaturwerkstatt Bildung - Erwachsenenbildung - Bei den Jüngsten starten - Gamification / Applikation / Vermittlung (3 rote Punkte) Kompetenzen - “Collagen” bei Einrichtungen - Kuratierte Weiternutzung Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 45 Kommunikation - Konsumverhalten-Kampagne - Positive Botschaft, nicht Preisdruck → „Erst recht“ - CIRCULAR MEDIEN - RADIO - SWR / DNW - Wirksamkeit sichtbar machen - HfG für Wettbewerb/ Kommunikationsstrategie - Influencer (vom Zielgruppenansatz denken) Vernetzung - Plattform Circular KA - Einzelhandel + Hersteller - KIT (multi!) - Großhandel - Stadt KA Umwelt, Amt f. Abfall - Bildungswerke - IT (Lösung Orga) - Bürgervereine - Bestandsstärkung Leuchtturm Karlsruhe - Sichtbarkeit für Second Life - Lust auf Weiterverwertung - Erlebnis, Spaß, Attraktivität - Karlsruhe Entdecker (Kinderaktion) Akteursgruppen / Stakeholder - Politik - Staat / öffentlicher Sektor - Wirtschaft - Zivilgesellschaft - Multiplikator: innen - Unternehmen - Kooperation mit Hochschulen - Kirchen / Soziale Arbeit - Bottom-UP Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 46 Arbeitsphase II: Querschnittsperspektiven Allgemeine Ergänzungen - B2B - B2C - Bestandsaufnahme - Wirtschaftsförderung - Marketing & Lifestyle - Messbarkeit - Anerkennung Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 47 Arbeitsphase III: Iteration und Roadmapping Plattform für Sichtbarkeit - Bottom-Up und top down gleichzeitig - Lifestyle (Reuse) - Positives Image von Circular Konsum und Lifestyle - integratives Kommunikationssystem - Netzwerk der Willigen aufbauen Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 48 Vision-Statement „Lifestyle & Konsum“ Karlsruhe wird zur Kreislaufstadt mit einer aktiven Stadtgesellschaft, die bottom-up & top- down gemeinsam eine zirkuläre Zukunft ermöglicht.* Circular Culture wird als positiver, inklusiver Lifestyle für alle sichtbar & erlebbar gemacht. - *Stadt KA ist aktiver Motor - Multiplikatoren - Resilienz (auch finanziell) - Mindsetshift -> Wohlstand - Circular Lifestyle ermöglicht finanzielle, vitale & soziale Gesundheit der Stadt & Stadtgesellschaft Es braucht: Geschichten des Gelingens. Bürgervereine müssen einbezogen werden für die Quartiersgestaltung Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 49 6. Ausblick und nächste Schritte Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 50 7. Teilnehmenden-Liste in den Aktionsfeldern AktionsfeldFirma 1Titel Vorname Name FacilitatorsCircular Black Forest gGmbHAnnaReiners FacilitatorsCircular Black Forest gGmbHDavidSeiler FacilitatorsCircular Black Forest gGmbHCarinaWanninger FacilitatorsGoodspaces, Head of Social ImpactJuliaJochem FacilitatorsIllustration für KommunikationMagdalena Vollmer FacilitatorsStadt Karlsruhe, Wifö Stabstelle + Projektleitung SandraMähliß Lifestyle & Konsumaen Urbane CitylogistikSieglinde Walz Lifestyle & KonsumAfB Group gGmbHMartinPichaczek Lifestyle & Konsumfeco-feederle GmbHCoronaFeederle Lifestyle & Konsumglore KarlsruheTinaBächle- Juschkewitz Lifestyle & KonsumJKS Gesellschaft für Zukunftskompetenzen JuttaKallies Schweiger Lifestyle & KonsumKarlshochschuleIoannisTheocharis Lifestyle & KonsumKIT Labor Stadt, Social EconomyAnnaKönig Lifestyle & KonsumKTG Karlsruhe Tourismus GmbHJanaKolodzie Lifestyle & KonsumMarketingagentur LamettaGloriaSchmid Lifestyle & KonsumMu & DuMurielDietrich Lifestyle & KonsumStadt Karlsruhe, HA zentrale Beschaffung Henning Sens Lifestyle & KonsumStadt Karlsruhe, Wifö Innenstadtentwicklung Alexander Zug Lifestyle & KonsumStadt Karlsruhe, Wifö KreativwirtschaftDirkMetzger Lifestyle & KonsumTante M - Allerlei GutesStefanie Meth Lifestyle & KonsumTeam Sauberes KarlsruheDominic Harz Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 51 Lokale ErnährungBauernmarkt KarlsruheJanineSchwienke Lokale ErnährungFoodCircle KarlsruheSandraSchmidt Lokale ErnährungFoodsharing KarlsruheSchümann Luisa Lokale ErnährungFüllhornTinaSchäfer Lokale ErnährungKIT ITAS KAT Gemeinschaftsverpflegung PiaLaborgne Lokale ErnährungKIT ITAS Nachhaltiger KulturwandelEvaWendeberg Lokale ErnährungKlimabündnis Karlsruhe, Health for Future SabineKrieg Lokale ErnährungLTZ Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg Dr. SofieHolstein Lokale ErnährungMRI Max Rubner-InstitutStefanStorcksdieck Lokale ErnährungStadt Karlsruhe, SuS SchulverpflegungSandraSchöpflin Lokale ErnährungStadt Karlsruhe, Umweltamt Fair TradeIndahSiemon Lokale ErnährungTeam Sauberes Karlsruhe, BioabfallJeanetteZenker Lokale ErnährungTischlein Deck Dich e.V.Veronika Pepper Lokale ErnährungVitale Lunchbox gGmbHHossein Fayazpour Zirkuläre WertschöpfungAfB Group gGmbHJohannes Eisele Zirkuläre WertschöpfungCRONIMET Holding GmbHJuliaPandey- Fitterer Zirkuläre Wertschöpfungdm-drogerie marktIngaSchwind Zirkuläre WertschöpfungHfG Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe JörgStegmann Zirkuläre WertschöpfungImpact Strategies GmbHMaximilian Lauber Zirkuläre Wertschöpfungkek Keff+FarikhaIdrissova Zirkuläre WertschöpfungL'Oréal Produktion DeutschlandSarahLüken Zirkuläre WertschöpfungRobert Bosch GmbHMaraSchmidt Zirkuläre WertschöpfungStadt Karlsruhe, Wifö Handwerk OliverWitzemann Zirkuläre WertschöpfungSWK-NOVATEC GmbHMarcelBöttner Zirkuläre WertschöpfungTeam Sauberes Karlsruhe, zero WasteSusanne Dannenmeier Zirkuläre WertschöpfungWasser 3.0 gGmbHDr. Katrin Schuhen Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 52 Zirkuläres Bauenarchis ArchitektenBastianWieland Zirkuläres BauenEd. Züblin AGThomasGlunk Zirkuläres BauenFairantwortung gAGAliceKnorz Zirkuläres BauenGRÜNE FraktionChristian Klinkhardt Zirkuläres BauenKarlsruher Fächer GmbHBarbaraRettenmaier Zirkuläres BauenKIT Professur Nachhaltiges BauenElenaBoerman Zirkuläres BauenKIT Stahl und LeichtbauProf. Dr. ThomasUmmenhofer Zirkuläres BauenLUBW Innovationszentrum Zirkuläres Bauen SilviaVenema Zirkuläres BauenMinERALiX GmbHUrsFingberg Zirkuläres BauenStadt Karlsruhe , HGWThomasGillich Zirkuläres BauenStadt Karlsruhe, Wifö GewerbegebieteSimoneAllinger Zirkuläres BauenTechnologieRegion KarlsruheLenzSulzer Zirkuläres BauenVollack GruppeKlausTeizer Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 53 8. Visualisierung mit Graphic Recording Während des Visions-Workshops wurden die Ergebnisse aus den Aktionsfeldern in Echtzeit von Frau Magdalena Vollmer visualisiert. Das Graphic Recording fasst zentrale Impulse und Ideen visuell zusammen und macht die Vision für eine zirkuläre Stadt greifbar. - Graphic Recording: Download hier Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 54 9. Pressemitteilung der Stadt Karlsruhe Im Anschluss an den Visions-Workshop wurde eine städtische Pressemitteilung veröffentlicht, um über den Prozess, die Ergebnisse und die nächsten Schritte zu informieren. Die Mitteilung würdigt das Engagement der Teilnehmenden und unterstreicht die strategische Bedeutung der Vision für die zukünftige Entwicklung einer Circular Economy in Karlsruhe. Gemeinsam zur zirkulären Kreislaufstadt: Visions-Workshop setzt starkes Zeichen für Circular Economy https://www.karlsruhe.de/stadt-rathaus/aktuelles/meldungen/gemeinsam-zur- zirkulaeren-kreislaufstadt-visions-workshop-setzt-starkes-zeichen-fuer-circular- economy 10. Fotodokumentation Der Visions-Workshop wurde fotografisch begleitet, um zentrale Momente, Arbeitsprozesse und das Miteinander der Teilnehmenden festzuhalten. Die Bilddokumentation gibt einen lebendigen Einblick in die Atmosphäre vor Ort und unterstreicht das große Engagement aller Beteiligten. Die Fotos aus den Aktionsfeldern stehen hier zum Download zur Verfügung. - Zirkuläre Wertschöpfung: Download hier - Zirkuläres Bauen: Download hier - Lokale Ernährung: Download hier - Lifestyle & Konsum: Download hier Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 55 11. Auswertung der Kurz-Umfrage Hier geht es zur Umfrage. Allgemeiner Eindruck Die Rückmeldungen zeigen eine sehr hohe Zufriedenheit und Beteiligungsbereitschaft, alle Teilnehmenden möchten auch in den weiteren Prozess eingebunden werden. Hier beispielhaft und zusammengefasst: Wichtigste Momente laut Teilnehmenden - Der intensive Austausch mit anderen Akteurinnen - Die Arbeit in den Aktionsfeldern - Die klare Fokussierung auf Karlsruhe als Ausgangspunkt für Veränderung - Das Gefühl, aktiv mitgestalten zu können - Die Perspektive auf konkrete Umsetzungsmöglichkeiten Ein Wunsch frei: was ist der dringendste nächste Schritt? - Konkrete nächste Schritte und Projekte gemeinsam festlegen - Erste Pilotprojekte „einfach machen“ - Strukturierte Analyse von Stoffströmen - Institutionalisierung (z. B. Ernährungsrat) - Verstetigung des Dialogs in kleinen Formaten Was bräuchte es, um in Bewegung zu bleiben? - Politisches Signal & Strategieauftrag - Regelmäßiger Austausch & Vertiefungsworkshops in den Aktionsfeldern - Praxisbeispiele & gute Vorbilder - Digitale Austauschformate (#CircularKarlsruhe) - Aktionsfeldübergreifende Vernetzung Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 56 12. Gesamtstädtische Leitvision Circular Economy in Karlsruhe Auf Basis der Vision-Statements aus den vier Aktionsfeldern, der Impulse aus den Querschnittsthemen sowie der Erkenntnisse aus der Vorstudie wurde im direkten Nachgang des Workshops eine erste gemeinsame Vision für eine zirkuläre Kreislaufstadt Karlsruhe formuliert. Diese gemeinsame Leitvision bündelt zentrale Prinzipien, Zielbilder und Handlungsperspektiven aus allen Bereichen und beschreibt, wie sich Karlsruhe als lebenswerte, innovative und gerechte Kreislaufstadt versteht. Gesamtstädtische Leitvision „Circular Economy in Karlsruhe“ In der Kreislaufstadt Karlsruhe wirken ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Innovation und soziale Gerechtigkeit zusammen. Wirtschaft, Wissenschaft, Stadtgesellschaft und Verwaltung gestalten gemeinsam eine Stadt, in der Ressourcen geschont, Kreisläufe geschlossen, die Lebensqualität gefördert und aktiver Wandel ermöglicht wird. Regionale, klimafreundliche Ernährung gehört zum Alltag und ist für alle zugänglich. Zirkuläres Bauen prägt das Stadtbild und setzt neue Maßstäbe in der Stadtentwicklung. Das Konsumverhalten hat sich gewandelt, getragen von neuen Geschäftsmodellen, die auf Kreisläufe setzen. Zirkulärer Konsum stärkt damit soziale, finanzielle und gesundheitliche Resilienz. Für zirkuläre Wertschöpfung sind alle relevanten Akteure vernetzt, Innovationen entstehen im direkten Austausch. Reallabore und Leuchtturmprojekte mitten in der Stadt machen Kreislaufwirtschaft erfahrbar und sichtbar. So wird Karlsruhe zum Magneten für nachhaltige Ideen, Investitionen und zum Modell #CircularKarlsruhe für andere Städte. Die Stadt teilt ihr Wissen aktiv, stärkt Allianzen und bietet allen Bürgerinnen und Bürgern die Chance, Teil dieser Transformation zu sein und von ihr zu profitieren. Karlsruhe zeigt, wie Wandel gelingt: mit Vision, Verantwortung und gemeinsamem Veränderungswillen. Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop: Circular Economy in Karlsruhe, 13. Mai 2025 57 13. Visionsbild zur gesamtstädtischen Leitvision Circular Economy in Karlsruhe Das Visionsbild, illustriert von Magdalena Vollmer, übersetzt die gesamtstädtische Leitvision von „Circular Economy in Karlsruhe“ (aus Kapitel 12) in eine erlebbare Vorstellung davon, wie sich eine Kreislaufstadt Karlsruhe gestalten lässt. Es macht zentrale Elemente der Leitvision aus den Aktionsfeldern: zirkuläres Bauen, Ernährung, Lifestyle & Konsum und zirkuläre Wertschöpfung anschaulich und greifbar.
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© Stadt Karlsruhe | Wirtschaftsförderung Karlsruhe | Bild: magdalenavollmer.de | Druck: Rathausdruckerei, Recyclingpapier | Stand: Juli 2025 In der Kreislaufstadt Karlsruhe wirken ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Innovation und soziale Gerechtigkeit zusammen. Wirtschaft, Wissenschaft, Stadtgesellschaft und Verwaltung gestalten gemeinsam eine Stadt, in der Ressourcen geschont, Kreisläufe geschlossen, die Lebensqualität gefördert und aktiver Wandel ermöglicht wird. Regionale, klimafreundliche Ernährung gehört zum Alltag und ist für alle zugänglich. Zirkuläres Bauen prägt das Stadtbild und setzt neue Maßstäbe in der Stadtentwicklung. Das Konsumverhalten hat sich gewandelt, getragen von neuen Geschäftsmodellen, die auf Kreisläufe setzen. Zirkulärer Konsum stärkt damit soziale, finanzielle und gesundheitliche Resilienz. Für zirkuläre Wertschöpfung sind alle relevanten Akteure vernetzt, Innovationen entstehen im direkten Austausch. Reallabore und Leuchtturmprojekte mitten in der Stadt machen Kreislaufwirtschaft erfahrbar und sichtbar. So wird Karlsruhe zum Magneten für nachhaltige Ideen, Investitionen und zum Modell für andere Städte. Die Stadt teilt ihr Wissen aktiv, stärkt Allianzen und bietet allen Bürgerinnen und Bürgern die Chance, Teil dieser Transformation zu sein und von ihr zu profitieren. Karlsruhe zeigt, wie Wandel gelingt: mit Vision, Verantwortung und gemeinsamem Veränderungswillen. Visionsbild zur gesamtstädtischen Leitvision // Circular Economy in Karlsruhe Stadt Karlsruhe Wirtschaftsförderung Anlage 4
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Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0765 Verantwortlich: Dez. 4 Dienststelle: Wirtschaftsförderung Ergebnisse der Vorstudie „Circular Economy in Karlsruhe“ und Strategieauftrag Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft 24.09.2025 2 Ö Kenntnisnahme Kurzfassung Circular Economy ist für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Karlsruhe zentrales Zukunftsthema für nachhaltige Stadtentwicklung, wirtschaftliche Resilienz, Innovation und Klimaschutz. Mit der Vorstudie „Circular Economy in Karlsruhe“ wurde 2024/25 eine fundierte Grundlage geschaffen, um eine gesamtstädtische Strategie zu entwickeln. Sie zeigt, dass vier Aktionsfelder Transformationspotenziale bieten: zirkuläres Bauen, zirkuläre Wertschöpfung, Lifestyle & Konsum sowie lokale Ernährung. Mit dem Visions-Workshop am 13. Mai 2025 gelang es, über 80 Akteur*innen und Expert*innen aus allen Sektoren für eine gemeinsame Leitvision zu gewinnen. Diese Vision bildet nun den Ausgangspunkt für die Strategieentwicklung. Ziel ist es, ab 2026 innerhalb der Stadtverwaltung dezernatsübergreifend wirksame Strukturen, Maßnahmen und Netzwerke zu etablieren. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen I. Ausgangslage und Einordnung: Die Circular Economy gilt als zentrales Zukunftsthema für nachhaltige Stadtentwicklung, wirtschaftliche Resilienz, Innovation und Klimaschutz - zugleich aber auch als komplexe wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderung. Sie bietet Städten und Kommunen die Chance, nachhaltiges Wachstum, ökologischen Fortschritt und soziale Teilhabe gleichermaßen voranzutreiben. Vor diesem Hintergrund hat das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) 2023 die bundesweite Gemeinschaftsstudie „Kreislaufstadt – Chancen für Resilienz und Wertschöpfung“ gestartet. Ziel war es die Kommunen bei der Strategiefindung für die Kreislaufstadt zu unterstützen. Die Stadt Karlsruhe beteiligte sich von Beginn an aktiv, um wertvolle Impulse und Erfahrungen anderer Städte zu nutzen und ihre eigenen Potenziale systematisch zu erschließen, da Nachhaltigkeit und ganzheitliche kommunale Kreislaufwirtschaft Teil ihrer Agenda ist. Im Herbst 2024 wurde die Vorstudie „Circular Economy in Karlsruhe“ initiiert. Ziel der Vorstudie war es, den Status quo zu erfassen, vorhandene Potenziale zu identifizieren und daraus eine erste Leitvision sowie strategische Aktionsfelder abzuleiten. Die Projektleitung übernahm die Wirtschaftsförderung Karlsruhe in Kooperation mit der Circular Black Forest gGmbH. Konkret gliedert sich die Vorstudie in folgende Bausteine: 1. Online-Umfrage zur Erfassung des Status quo bestehender Potenziale und konkreter Bedarfe Mehr als 180 Teilnehmenden und knapp 60 Prozent zeigen Interesse sich aktiv bei #CircularKarlsruhe zu engagieren 2. Interviews zur detaillierten Standortanalyse und SWOT-Ermittlung 18 qualifizierte Interviews mit Schlüsselakteur*innen auf Geschäftsführungs-/Rektorats-/ Oberbürgermeister-Ebene 3. Visions-Workshop am 13. Mai 2025 Mehr als 80 Akteur*innen aus vier Aktionsfeldern und Expert*innen aus Querschnittsthemen Aufgrund der positiven Resonanz gelang es bereits während der Vorstudie, Allianzen und Netzwerke zur Förderung sektorübergreifender Zusammenarbeit und nachhaltiger Partnerschaften aufzubauen und mit dem neu etablierten Netzwerk #CircularKarlsruhe zu verstetigen. Aus diesem umfassenden Prozess resultiert eine gemeinsame, gesamtstädtische Leitvision zu „Circular Economy in Karlsruhe“. Diese Leitvision bündelt das Engagement, den Veränderungswillen und die Perspektiven aller Beteiligten und bildet damit die ideale Grundlage, um im nächsten Schritt eine umfassende und langfristig ausgelegte Circular-Economy-Strategie für Karlsruhe zu entwickeln. II. Erkenntnisse und Handlungsbedarfe: Die Vorstudie liefert ein klares Bild über die Potenziale der Circular Economy in Karlsruhe und benennt zentrale Handlungsbedarfe für den weiteren Strategieprozess. Folgend die zentralen Erkenntnisse im Überblick: 1. Circular Economy ist in Karlsruhe angekommen. Von den mehr als 180 Teilnehmenden der Online-Umfrage sehen 71 Prozent Circular Economy als ein relevantes Thema für den Standort. 38 Prozent der Befragten arbeiten bereits aktiv an zirkulären Lösungen, weitere 22 Prozent planen den Einstieg. Besonders hoch ist die Zustimmung in Wirtschaft, Wissenschaft, intermediären Organisationen und Verwaltung, wobei 2/3 der Teilnehmenden dem Wirtschaftssektor zugeordnet sind. – 3 – 2. Verständnis variiert nach Sektor und Branche Während Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft ein hohes inhaltliches Verständnis für Circular Economy aufweisen (Median: 8 von 10 Punkten), besteht insbesondere in Verwaltung und Politik noch Bedarf an Orientierung, Qualifizierung und klaren Strukturen. Aus der Wirtschaft wird insbesondere der Wunsch nach Koordination, Sichtbarkeit und praktischen Umsetzungsformaten geäußert. 3. Vier Aktionsfelder mit besonderem Potenzial Aus der Analyse, Umfrage und den Interviews haben sich vier Aktionsfelder herauskristallisiert, die für Karlsruhe aufgrund hoher Relevanz und Akteursdichte besonders geeignet erscheinen: - Zirkuläres Bauen Nutzung des vorhandenen Know-hows (z. B. in der Forschung zu Materialität), hohe regionale Bauaktivität und Sanierungsbedarfe als Einstiegspunkte für ressourcenschonende Bauweisen; enge Verbindung zu Klimaschutz, regionaler Wertschöpfung, Bioökonomie und Handwerk, nachhaltige Beschaffung - Zirkuläre Wertschöpfung Innovationspotenzial durch exzellente IT- und Forschungslandschaft, Potenziale für neue Geschäftsmodelle und industrielle Symbiosen und Bioökonomie, Rohstofflager und Aufbereitungszentrum durch die Nähe zum Rheinhafen, Areals- und Quartiersentwicklung - Lokale Ernährung Chancen in urbaner Landwirtschaft, regionalen Wertschöpfungssysteme sowie in der nachhaltigen Beschaffung öffentlicher Einrichtungen. - Lifestyle & Konsum Hohe Alltagsrelevanz; Potenziale in Sharing-Angeboten, Reparaturinitiativen, Bildung und Kommunikation für einen nachhaltigen Lebensstil, urbane Infrastruktur (Second-Hand- Kaufhaus) 4. Klarer Handlungsbedarf aus Sicht der Akteur*innen Aus Interviews, Umfrage und Visions-Workshop wurden folgende Bedarfe regelmäßig benannt: - Einrichtung einer Koordinierungsstelle für Circular Economy, - Etablierung digital-gestützter Kooperationsplattform für die Zusammenarbeit aller relevanter Akteure zur Sichtbarmachung von zirkulären Projekten und Best Practices - Initiierung konkreter Reallabore und Pilotprojekte, - Aufbau eines gemeinsamen Verständnisses über Sektorengrenzen hinweg und - Nutzung von Synergien bestehender Netzwerke und Anbindung an relevante Strategien, wie z. B. ISEK, Klimaschutz, Bioökonomie, Digitalisierung/Smart City, Wirtschaftsförderung, Tourismus und deren Umwelt-/Nachhaltigkeitsstandards (EMAS, ISO 14001, CSRD/VSME). III. Visionsprozess: ein gemeinsames Zukunftsbild für Karlsruhe: Ein Meilenstein der Vorstudie war der Visions-Workshop am 13. Mai 2025, an dem über 80 gezielt eingeladene Akteurinnen teilnahmen. Begleitet wurde der Prozess von erfahrenen Moderator*innen sowie Fachexpert*innen aus zentralen Querschnittsthemen wie Digitalisierung, Klimaschutz und Energie. Die Arbeitsweise orientierte sich an Prinzipien des Design Thinking und ermöglichte eine kreative, partizipative und lösungsorientierte Auseinandersetzung mit der Leitfrage und Challenge: „Wie gestalten wir gemeinsam eine Kreislaufstadt Karlsruhe: konkret, wirksam und verankert in den vier Aktionsfeldern?“ Aus über 100 Einzelimpulsen entstanden zunächst Vision-Statements für die vier Aktionsfelder – Zirkuläres Bauen, Zirkuläre Wertschöpfung, Lokale Ernährung sowie Lifestyle & Konsum. In einem zweiten Schritt wurden diese zu einer gemeinsamen gesamtstädtischen Leitvision verdichtet: – 4 – Gesamtstädtische Leitvision Circular Economy in Karlsruhe „In der Kreislaufstadt Karlsruhe wirken ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Innovation und soziale Gerechtigkeit zusammen. Wirtschaft, Wissenschaft, Stadtgesellschaft und Verwaltung gestalten gemeinsam eine Stadt, in der Ressourcen geschont, Kreisläufe geschlossen, die Lebensqualität gefördert und aktiver Wandel ermöglicht wird. Regionale, klimafreundliche Ernährung gehört zum Alltag und ist für alle zugänglich. Zirkuläres Bauen prägt das Stadtbild und setzt neue Maßstäbe in der Stadtentwicklung. Das Konsumverhalten hat sich gewandelt, getragen von neuen Geschäftsmodellen, die auf Kreisläufe setzen. Zirkulärer Konsum stärkt damit soziale, finanzielle und gesundheitliche Resilienz. Für zirkuläre Wertschöpfung sind alle relevanten Akteure vernetzt, Innovationen entstehen im direkten Austausch. Reallabore und Leuchtturmprojekte mitten in der Stadt machen Kreislaufwirtschaft erfahrbar und sichtbar. So wird Karlsruhe zum Magneten für nachhaltige Ideen, Investitionen und zum Modell #CircularKarlsruhe für andere Städte. Die Stadt teilt ihr Wissen aktiv, stärkt Allianzen und bietet allen Bürgerinnen und Bürgern die Chance, Teil dieser Transformation zu sein und von ihr zu profitieren. Karlsruhe zeigt, wie Wandel gelingt: mit Vision, Verantwortung und gemeinsamem Veränderungswillen.“ Diese Leitvision wurde beim Follow-up-Treffen am 14. Mai 2025 im Steuerkreis weiter geschärft und im Anschluss von allen beteiligten Akteursgruppen bestätigt. Alle Beteiligten äußerten den klaren Wunsch, den begonnenen Dialog fortzusetzen und die nächsten Schritte gemeinsam zu gestalten. Den Bericht zur Vorstudie Circular Economy in Karlsruhe befindet sich in Anlage 2, die Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop vom 13. Mai 2025, als Teil der Vorstudie in Anlage 3 und das Visionsbild zur gesamtstädtischen Leitvision in Anlage 4. IV. Ableitung und Strategieauftrag: Die Vorstudie und der Visionsprozess belegen, dass in Karlsruhe ein starkes Fundament für den Aufbau einer Circular-Economy-Strategie besteht. Die breite Beteiligung, die benannten Handlungsbedarfe und die Bereitschaft der Akteur*innen aus allen gesellschaftlichen Bereichen sprechen für die Entwicklung eines dezernatsübergreifenden, umsetzungsorientierten und langfristig angelegten strategischen Rahmens. Vorgesehene Arbeitsschritte: - Aufbau von Strategiedialogen mit relevanten Stakeholdern/Multiplikatoren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Intermediären, Stadtgesellschaft und Politik sowie Einbindung der Fachämter - Entwicklung eines konkreten Maßnahmenprogramms auf Basis der vier priorisierten Aktionsfelder: Zirkuläres Bauen, Zirkuläre Wertschöpfung, Lokale Ernährung und Lifestyle & Konsum. - Prüfung und Aufbau geeigneter Koordinationsstrukturen, z. B. einer neutralen Koordinierungsstelle Circular Economy oder Integration in bestehende Querschnittsstrukturen. - Analyse zur vertiefenden Sichtung von Stoff- und Materialströmen. - Prüfung der räumlichen Verortung eines Circular-Economy-Hubs auf geeigneten Arealen oder in Quartieren. - Identifikation und Anbahnung relevanter Förder- und Kooperationsprogramme (EU, Bund, Land, Stiftungen). - Systematische Anbindung an bestehende Netzwerke und Initiativen. - Entwicklung eines Beteiligungs- und Kommunikationskonzepts zur breiten Aktivierung unter dem Dach #CircularKarlsruhe. Mit der Strategie soll Karlsruhe in die Lage versetzt werden, vorhandene Potenziale systematisch zu erschließen und Synergien zu nutzen. – 5 – Querschnittsthemen Bioökonomie und strategisches Marketing Die Bioökonomie, also die Nutzung biobasierter Rohstoffe, Prozesse und geschlossener Naturstoffkreisläufe, bildet ein wesentliches Querschnittsthema der Circular Economy. Insbesondere in den Aktionsfeldern Zirkuläres Bauen (z. B. durch biobasierte Baustoffe) und Zirkuläre Wertschöpfung (z. B. durch Bioraffinerien, CO₂-Rückgewinnung und biobasierte Produktinnovationen) bestehen enge Synergien. Ziel ist es, Anknüpfungspunkte der Bioökonomie-Strategie der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) gezielt zu nutzen, gemeinsame Pilotprojekte zu initiieren, strategisch zu fördern und Redundanzen zu vermeiden. Für die kommunikative Begleitung und strategische Außenwirkung ist eine enge Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Außenbeziehungen und Strategisches Marketing (SAM) vorgesehen, insbesondere bei der Sichtbarmachung von Leuchtturmprojekten, dem Aufbau nationaler und internationaler Partnerschaften sowie bei Fördervorhaben. Weiteres Vorgehen Die Verwaltung wird als nächsten Schritt, auf Grundlage der Ergebnisse der Vorstudie und des Visionsprozesses eine gesamtstädtische Circular-Economy-Strategie für Karlsruhe zu entwickeln. Die Federführung für den Prozess liegt bei der Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe. Diese bringt ihre langjährige Erfahrung in der Entwicklung interdisziplinärer Strategien, der Netzwerkkoordination sowie der Umsetzung von Beteiligungsformaten ein. Der Prozess wird durch externe Fachpartner*innen methodisch und inhaltlich unterstützt. Ziel ist es, einen gesamtstädtischen und dezernatsübergreifenden strategischen Handlungsrahmen zu etablieren. Angestrebt wird aktuell die Circular-Economy-Strategie und erste Pilotmaßnahmen in die gemeinderätlichen Gremien in 2027 einzubringen. Finanzielle Auswirkungen Für die Entwicklung und Umsetzung einer Circular-Economy-Strategie wurden im Entwurf des Doppelhaushalts 2026/2027 Mittel in Höhe von jährlich 50.000 Euro angemeldet. Diese Mittel sind im Sammelansatz des Klimaschutzkonzepts im Teilhaushalt des Umwelt- und Arbeitsschutzes zweckgebunden eingestellt und können für folgende Maßnahmen verwendet werden: - Externe fachliche und methodische Begleitung des Strategieprozesses, - zielgruppenspezifische Beteiligungs- und Kommunikationsmaßnahmen (#CircularKarlsruhe), - fachliche Aufbereitung und Qualifizierung von Maßnahmenvorschlägen in den Aktionsfeldern. Für die anschließende Strategieumsetzung soll eine gezielte Drittmittelakquise möglichst über Förderprogramme von EU, Bund, Land und Stiftungen erfolgen. V. Beschlussvorschlag: 1. Der Ausschuss für Wirtschaft und Wissenschaft nimmt die Ergebnisse der Vorstudie „Circular Economy in Karlsruhe“ sowie die Ergebnisse aus dem Visions-Workshop vom 13. Mai 2025 mit der entwickelten gesamtstädtischen Leitvision zur Kenntnis. Anlagen 1. OnePager zur Vorstudie und gemeinsamen Verständnis von Circular Economy in Karlsruhe 2. Vorstudie Circular Economy in Karlsruhe (2024/2025) 3. Ergebnisdokumentation zum Visions-Workshop, 13. Mai 2025 (als Teil der Vorstudie) 4. Visionsbild zur gesamtstädtischen Leitvision Circular Economy in Karlsruhe
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GEMEINSCHAFTSPROJEKT VON Ergebnisbericht Vorstudie "Circular Economy in Karlsruhe" Anlage 2 Karlsruhe Einordnung: Woher kommen wir? VON EINER GEMEINSCHAFTSSTUDIE ZUR ANDEREN Impulsgeber & Orientierung Gemeinsames Verständnis Kreislaufstadt: Chancen für Resilienz und Wertschöpfung mit 20 Großstädten und Kommunen Unterstützung bei Strategiefindung und Umsetzung Difu-Gemeinschaftsstudie (2023-2025) Auftrag: Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz Wirtschaftsförderung: Gemeinschaftsprojekt mit Circular Black Forest gGmbH Ziel: Vorstudie als Grundlage für Strategieauftrag im Herbst 2025 Vorstudie Circular Economy in Karlsruhe partizipativ & strategisch (Herbst 2024 bis Sommer 2025) AusgangslageProjektziele Zirkuläres Wirtschaften gilt als zukunftsweisendes Modell, um Ressourcenverbrauch, Abfallprobleme und Umweltbelastungen zu reduzieren. In der Circular Economy sieht die Wirtschaftsförderung Karlsruhe enormes Potenzial, um bereits beschlossene Klimaziele zu erreichen sowie Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft zu stärken. Damit ist die Circular Economy Teil der zukünftigen Ausrichtung für den Standort Karlsruhe und die Vorstudie Voraussetzung, um gezielt notwendige Transformationsprozesse in der Kreislaufstadt Karlsruhe zu implementieren. Ziel der Vorstudie ist es, erste Erkenntnisse über den Wissens-, Planungs- und Umsetzungsstand der diversen Karlsruher Akteure zu sammeln und damit: ein Stimmungsbild bzw. Status Quo zu ermitteln, relevante Aktionsfelder abzuleiten sowie eine erste Vision partizipativ zu entwickeln. Kernhypothese: Um die Transformation in Richtung Circular Economy am Wirtschaftsstandort anzustoßen und geeignete Maßnahmen umzusetzen, bedarf es zunächst eines Verständnisses zum Ist-Zustand, um aufbauend auf den Potenzialen, geeignete Prozesse anzustoßen und zirkuläre Projekte zu initiieren. 1. Welche Potenziale ergeben sich aus der Wirtschaftsstruktur in Karlsruhe? Welche Kenntnisse und Erfahrungen zu zirkulärem Wirtschaften bestehen unter Karlsruher Akteuren? Was erachten Intermediäre und Schlüsselakteure aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Politik als wichtig für die Transformation zur Circular Economy? Welche Chancen ergeben sich für Karlsruhe und welche Aktionsfelder sollten prioritär bespielt werden? Fragestellungen der Vorstudie: 2. 3. 4. 1 11 Durchführung qualitativer Interviews 1 1 Erstellung von Leitfäden für die verschiedenen Akteursgruppen (Intermediäre, Wirt- schaft, Wissenschaft, Verwaltung, Politik) mit dem Ziel einer mö- glichen Vergleichbarkeit Durchführung der Interviews meist vor Ort Auswertung und Anonymisierung der Interviewergebnisse Sichtung zur Verfügung gestellter relevanter Daten (Wirtschaftsdaten nach Wirtschaftsabschnitten, TOP50 Wirtschafts- unternehmen) Zusätzliche Recherche zu den relevanten Akteursgruppen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Intermediären Auswertung der gesammelten Daten Erstellung eines zugänglichen Frage- bogens mit dem Ziel, ein Stimmungsbild zur Circular Economy über die gesamte Stadt hinweg einzufangen Breite Verteilung über Multiplikatoren und Direktansprache: Alle Ämter, Intermediäre in den Bereichen IT, Klima, Kultur, Bildung, Wirtschaft 2 3 1 Standortanalyse Die Herangehensweise in der Vorstudie SCHRITT FÜR SCHRITT IN EINE ZIRKULÄRE ZUKUNFT Enge Zusammenarbeit zwischen der Wirtschaftsförderung Karlsruhe und Circular Black Forest Breit gestreute Umfrage Einladung wichtiger Schlüsselakteure in Karlsruhe (u. a. Interviewpartner) Vorstellung der Vorstudienergebnisse Nutzung Design Thinking Methoden zur partizipativen Ge- staltung einer Vision sowie der Entwicklung von Ideen und Maß- nahmen zur Bespielung der Aktionsfelder Darstellung aller Ergebnisse der Schritte 1 bis 3 in einer qualitativen SWOT- Analyse im Hinblick auf die Circular Economy in Karlsruhe Ableitung von Aktionsfeldern mit a) großem Potenzial, b) motivierten Akteuren und c) gute Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung 4 5 Partizipative Visionsgestaltung SWOT, Ableitung von Aktionsfeldern Standortanalyse SICHTUNG DER VERFÜGBAREN DATEN Kommentare zur Datenlage DATENLÜCKEN & -UNGENAUIGKEITEN Fehlende Daten Es gab zum Zeitpunkt der Umfrage keine Datenbasis mit Wirtschaftsdaten wie z. B. Umsätze oder Gewinne der Unternehmen. Deshalb wurde die Standortanalyse auf der Basis der Anzahl der jeweils sozialversicherungspflichtig Beschäftigten durchgeführt. Dieser Umstand kann dazu führen, dass Unternehmen in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung und bzgl. ihres Potenzials für die Transformation hin zu einer Circular Economy unter- oder überschätzt werden. Des Weiteren fehlt bislang eine Stoffstromanalyse für die gesamte Stadt Karlsruhe, welche einen immensen Mehrwert für zirkuläre Potenziale mit sich bringen würde. Zuordbarkeit Die Zuordbarkeit der Top 50 Unternehmen in Karlsruhe ist teilweise problematisch, weil sie verschiedenen Wirtschaftsabschnitten zugeordnet werden können, wie z. B. das KIT, das sowohl Forschung als auch Lehre betreibt. Aus der Datenbasis ist die entsprechende exakte Zuordbarkeit nicht zu entnehmen. Aktualität von Daten Verschiedene Institutionen und Organisationen haben unterschiedliche Aktualitäten bzgl. ihrer veröffentlichten Daten. Es wurde jeweils mit den aktuellsten Daten gearbeitet. Dies erschwert sowohl die Vergleichbarkeit als auch die Gewichtung der Bedeutung von Institutionen oder Organisationen. Allerdings werden die daraus entstehenden Ungenauigkeiten im Rahmen der Vorstudie als vernachlässigbar erachtet. Wirtschaftsstruktur ANALYSE DER VORHANDENEN DATEN Verteilung am Standort DIENSTLEISTUNGS- & INDUSTRIEBEREICHE Verhältnis zwischen dem produzierenden Gewerbe und den Dienstleistungsbereichen Als Datenbasis wurde für die Standortanalyse die bereitgestellte Erfassung der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort Karlsruhe nach Wirtschaftsabschnitten und Wirtschaftsabteilungen (Stand 2024) genutzt. Am Standort Karlsruhe sind 85 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten bei Organisationen oder Unternehmen beschäftigt, die im Dienstleistungsbereich aktiv sind. Lediglich 15 % der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten bei Unternehmen im produzierenden Gewerbe. Verteilung am Standort WIRTSCHAFTSABSCHNITTE STAND 2024 Anteile der Wirtschaftsabschnitte in Karlsruhe Am Standort Karlsruhe sind 18 Wirtschaftsabschnitte gelistet. Die Grafik zeigt, dass das verarbeitende Gewerbe nur einen kleinen Teil der Beschäftigten stellt, während Dienstleistungsbereiche dominieren. Unter den Dienstleistern stechen besonders Handel, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche und wissenschaftlich-technische Dienstleistungen sowie Informations- und Kommunikationsdienste hervor. Diese vier Bereiche bieten ein großes Potenzial, um zirkuläre Ansätze breit in der Stadtgesellschaft zu verankern, und werden auf der nächsten Seite detailliert beschrieben. Verteilung am Standort ZOOM-IN: DIE 4 GRÖSSTEN WIRTSCHAFTSABSCHNITTE IM BEREICH DIENSTLEISTUNGEN Der Dienstleistungsbereich im Detail Die Grafik zeigt die detaillierte Aufschlüsselung der vier beschäftigungsstärksten Dienstleistungsbereiche in Karlsruhe. Besonders stark vertreten sind das Gesundheitswesen, der Einzelhandel sowie sozialwirtschaftliche und wissenschaftlich-technische Dienstleistungen. Auf die Informationstechnologie entfallen mit über 9 % die meisten Anteile in dieser Auflistung. Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie nehmen damit eine bedeutende Rolle ein und sind ein zentraler Standortfaktor für Karlsruhe. Diese Bereiche bieten vielfältige Ansatzpunkte für zirkuläre Strategien – von digitalen Lösungen über ressourcenschonende Dienstleistungen bis hin zu neuen Kooperationsformen. Akteursprofile ZUSAMMENFÜHRUNG ZU PROFILEN Zusammenstellung der Akteursprofile Wissenschaft & Forschung 20% Wirtschaft 20% Intermediäre 20% Verwaltung 20% Politik 20% ÜBERSICHT ÜBER AKTEURE Diese Akteure wurden in der Vorstudie einbezogen, sowohl in der Umfrage als auch in den Interviews. Insgesamt lässt sich sagen, dass Karlsruhe im Bereich Wissenschaft und Forschung eine enge Verzahnung von Grundlagenforschung, angewandter Wissenschaft und gesellschaftlicher Innovation ausmacht. Der wirtschaftliche Schwerpunkt in Karlsruhe liegt im Bereich Dienstleistungen und IT, einige wenige große Unternehmen im Bereich produzierendes Gewerbe mit großem Potenzial. Intermediäre stehen für enge institutionsübergreifende Zusammenarbeit, ihre Arbeiten sind auf wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel ausgerichtet. In der Verwaltung ist bereits ein großes Engagement für Klimaziele spürbar. Ein Bewusstsein für notwendige strukturelle Veränderungen ist vorhanden. Die politische Unterstützung im Rahmen der Difu-Studie sowie auch dieser Vorstudie inklusive der Entwicklung einer Vision für ein zirkuläres Karlsruhe zeugt von besonderem Engagement. KARLSRUHE VERFÜGT ÜBER EINE STARKE FORSCHUNGSLANDSCHAFT Forschung & Lehre Profil: Wissenschaft & Forschung Institutionen mit mehr als 500 Studierenden: Karlsruher Institut für Technologie (Stand 2023) Mitarbeitende (Forschung & Lehre): 5823, Studierende: 22816 Schwerpunkte: Energiewende, Mobilität der Zukunft und Technologien für die Informationsgesellschaft; Grundlagenforschung: Materialforschung, Teilchenphysik, Klima- und Umweltforschung sowie Biologie Hochschule Karlsruhe (Stand 2023) Mitarbeitende (Forschung & Lehre): 770, Studierende: 8743 Schwerpunkte: Innovative Mobilität, Ressourcen und Klima, Intelligente Systeme, Arbeit und Produktion Pädagogische Hochschule Karlsruhe (Stand 22/23) Mitarbeitende (Forschung & Lehre): 220, Studierende: 3714 Schwerpunkte: Bildung in der demokratischen Gesellschaft, Bildungsprozesse in der digitalen Welt, MINT in einer Kultur der Nachhaltigkeit Duale Hochschule Baden-Württemberg Karlsruhe (Stand 21/22) Mitarbeitende (Forschung & Lehre): rund 700, Studierende: 3210 Schwerpunkte: Nachhaltige Materialien und Produktionsprozesse, Unternehmensführung und –steuerung, Intelligente, vernetzte Systeme, Innovation in Lehr- und Lernprozessen / Digitalisierung in der Gesellschaft, Innovation und Transfer Hochschule für Musik (Stand 22/23) Mitarbeitende (Forschung & Lehre): 296, Studierende: 563 Schwerpunkte: Kunst, Wissenschaft und Musikvermittlung Forschungseinrichtungen Badische Landesbibliothek (BLB) Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) European Institute for Energy Research (EIFER) FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur Forschungszentrum Informatik FZI Fraunhofer-Institut für chemische Technologie (ICT) Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) Future Design Institute e.V. Hochschule Karlsruhe (HKA) Joint Research Centre Karlsruhe Site (JRC) Karlsruher Institut für Technologie (KIT) Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel (KAT) KIT-Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) KIT-Zentrum für Elementarteilchen und Astroteilchenphysik (CETA) KIT-Zentrum für Klima und Umwelt (ZKU) Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) Landesforschungszentrum Geothermie LFZG Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) Max-Reger-Institut Max-Rubner-Institut Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe Technologiezentrum Wasser (TZW) Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe (ZKM) Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe KARLSRUHE VERFÜGT ÜBER EINE STARKE FORSCHUNGSLANDSCHAFT Profil: Wissenschaft & Forschung Führende Institutionen KIT: Weltweite Maßstäbe in Energie, Mobilität, Digitalisierung + exzellente Grundlagenforschung (Materialwissenschaften, Teilchenphysik, Klima, Biologie) Hochschule Karlsruhe: Innovative Mobilität, Ressourcen, Klima, intelligente Systeme Spezialisierte Einrichtungen: Pädagogische Hochschule, Duale Hochschule, Hochschule für Musik, Staatliche Hochschule für Gestaltung Breites Forschungsspektrum Forschungsinstitute (Fraunhofer ISI, EIFER, FZI): Nachhaltige Energietechnologien, Digitalisierung, Systeminnovationen Interdisziplinarität: z. B. Karlsruher Transformationszentrum und ZKM (Kunst & digitale Innovation) Stärke für Circular Economy Enge Verzahnung von Grundlagenforschung, angewandter Wissenschaft und gesellschaftlicher Innovation Beste Voraussetzungen, um den Wandel zur zirkulären Wirtschaft und Gesellschaft zu gestalten Zusammenfassung KARLSRUHE VERFÜGT ÜBER EINE STARKE FORSCHUNGSLANDSCHAFT Profil: Wissenschaft & Forschung Die Kombination aus industrieller Stärke und einem leistungsfähigen Dienstleistungsumfeld macht Karlsruhe zu einem idealen Standort für sektorübergreifende Kooperationen, die eine regionale zirkuläre Transformation ermöglichen können. Top 50 Unternehmen nach Beschäftigten am Standort Karlsruhe Die Grafik zeigt die Zusammensetzung der Top-50-Arbeitgeber in Karlsruhe nach offiziellen Wirtschaftsabschnitten; besonders hervor tritt das verarbeitende Gewerbe mit dem höchsten Einzelanteil. Gleichzeitig sind wissensintensive Dienstleistungssektoren stark vertreten: Finanz- und Versicherungsdienstleister, Informations- und Kommunikationswirtschaft sowie wissenschaftlich-technische Dienstleistungen. Diese starke Position spezialisierter, industrieller Unternehmen ist bemerkenswert, da sie großes Potenzial zur Skalierung von Circular Economy-Prinzipien bieten – etwa durch zirkuläres Produktdesign, Rücknahme- und Wiederverwendungssysteme oder kreislauffähige Fertigungsprozesse. Diese Bereiche können als Enabler wirken – z. B. durch datenbasierte Lösungen, digitale Produktpässe, Beratung für neue Geschäftsmodelle oder gezielte Investitionen in zirkuläre Vorhaben. INDUSTRIE & DIENSTLEISTUNGEN ALS STARKE KOMBINATION Profil: Wirtschaft Auswahl an Intermediären am Standort Karlsruhe IHK Karlsruhe: Mit ihrer starken Position als Vertreterin der Wirtschaft aller Unternehmensgrößen könnte die IHK als strategischer Treiber fungieren, um Unternehmen für die Circular Economy zu sensibilisieren und branchenübergreifende Kooperationen zu fördern. Ihr Fokus auf Klimaziele, Innovation und Lieferkettenstabilität macht sie zu einem Schlüsselakteur für transformative Ansätze, insbesondere in der Industrie. Handwerkskammer Karlsruhe: Durch ihre enge Verbindung zu Handwerksbetrieben und ihre Rolle in der Aus- und Weiterbildung hat die HWK großes Potenzial, nachhaltige Materialien und Kreislaufansätze direkt in die Praxis zu bringen. Sie könnte durch gezielte Kooperationen mit Wissenschaft und KMU innovative Umsetzungsprojekte vorantreiben und so die Transformation im Handwerk beschleunigen. Technologieregion Karlsruhe: Mit ihrem Fokus auf Bioökonomie, Startups und KMU könnte die Technologieregion eine zentrale Rolle bei der Entwicklung und Skalierung innovativer Technologien spielen. Ihre Exportorientierung würde es ermöglichen, erfolgreich implementierte zirkuläre Modelle auch überregional auszurollen und dadurch den Einfluss der Region zu verstärken. Cyberforum: Das Cyberforum könnte als Plattform für digitale Innovationen dienen, um IT-Lösungen für die Circular Economy zu fördern, wie Plattformen für Materialkreisläufe oder KI-gestützte Ressourcennutzung. Seine Stärke liegt im Zugang zu einem breiten Netzwerk von IT-Unternehmen, Startups und Forschungseinrichtungen, die durch gezielte Vernetzung und Förderung aktiv zur Transformation beitragen könnten. Fairantwortung: Fairantwortung vereint Unternehmen und Geschäftsführer:innen, die aktiv gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und Nachhaltigkeit konkret umsetzen. Sie gehört zu den Transformationstreibern in der Region, da sie Bewusstsein für regeneratives Wirtschaften schafft. Weitere Akteure: Klimaallianz Karlsruhe: Dieses Netzwerk könnte durch Kooperationen zwischen Unternehmen gezielt die Umsetzung von Klimaschutzstrategien fördern und zirkuläre Ansätze in der regionalen Wirtschaft verankern. Klima- und Energieagentur Karlsruhe: Ihre Beratungsangebote zu Energieeffizienz und Sanierung bieten Zugang zu Bedarfen im privaten und kommunalen Bereich und könnten durch gezielte Strategien die Ressourcennutzung optimieren. KI-Allianz Karlsruhe: Die KI-Allianz könnte durch ihre Vernetzungsarbeit zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gezielt KI-Lösungen für zirkuläre Geschäftsmodelle unterstützen. Sie könnte zudem Transparenz und Wissenstransfer fördern, um die Potenziale von KI-Technologien in der Circular Economy auszuschöpfen. BRÜCKENBAUER FÜR ZIRKULÄRES WIRTSCHAFTEN Profil: Intermediäre Karlsruhe verfügt über eine Vielzahl starker intermediärer Akteure, die durch ihre Netzwerke, Expertise und Verbindungen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft entscheidend zur Förderung der Circular Economy beitragen könnten. Besonders hervorzuheben sind die IHK Karlsruhe, die Handwerkskammer, die Technologieregion Karlsruhe und das Cyberforum, die durch ihre umfassende Reichweite und strategische Ausrichtung die Grundlagen für Innovation und Transformation legen. Die IHK sieht Circular Economy als Schlüssel zur Erreichung von Klimazielen und zur Reduzierung der Abhängigkeit von Lieferketten und Rohstoffen. Die Handwerkskammer stärkt den Zugang zu Betrieben und fördert durch Kooperationen mit KMU und Wissenschaft nachhaltige Ansätze im Handwerk. Die Technologieregion Karlsruhe verbindet technologische Entwicklung mit regionaler Wertschöpfung und zeigt durch ihren Fokus auf Bioökonomie und Innovation großes Potenzial für die Transformation. Das Cyberforum könnte, durch sein starkes Netzwerk im IT-Sektor, als Plattform für die Entwicklung digitaler Lösungen für die Circular Economy dienen, beispielsweise durch Plattformen für Materialkreisläufe und digitale Ressourcennutzung. Die KI-Allianz Karlsruhe ergänzt die Struktur durch ihren Fokus auf die Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, um innovative KI-Technologien auch im Sinne der Circular Economy zugänglich zu machen. Weitere Akteure wie die Klimaallianz Karlsruhe, Fairantwortung und die Klima- und Energieagentur Karlsruhe ergänzen das Netzwerk, indem sie gezielt auf Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Bürgerbedarfe eingehen und den Wandel in Richtung einer zirkulären Gesellschaft fördern. Zusammenfassung der Intermediären BRÜCKENBAUER FÜR ZIRKULÄRES WIRTSCHAFTEN Profil: Intermediäre Organisation der Verwaltung von Karlsruhe in 6 Dezernaten DIE ÖFFENTLICHE VERWALTUNG MIT VORBILDSFUNKTION Profil: Verwaltung Dezernat 1: Verwaltungssteuerung und -entwicklung Dezernat 2: Kultur Dezernat 3: Soziales Dezernat 4: Finanzen und Wirtschaft Dezernat 5: Umwelt und Klima Dezernat 6: Planen und Bauen Auffallend: Es gibt keine übergreifende Nachhaltigkeitsabteilung, die systemisch wirksam sein könnte. Dabei: könnte die Stabsstelle Nachhaltigkeit in Freiburg Vorbild sein, die direkt dem Oberbürgermeister unterstellt ist. könnte eine Querschnittsabteilung, die die vielen einzelnen Initiativen (wie z. B. Klimaallianz) und Themen (z. B. Circular Economy) bündelt und strukturiert, zu einer deutlich höheren Dynamik in der Transformation und der Umsetzung der Klimaziele & anderer zu setzender Ziele führen. Politische Akteure in Karlsruhe Gemeinderat Karlsruhe (Stand Juni 2024) mit 48 Sitzen: Bundestagsabgeordnete aus Karlsruhe: Dr. Zoe Mayer (GRÜNE) Marcel Bauer (DIE LINKE) Parsa Marvi (SPD) Marc Bernhard (AfD) Dr. Paul Schmidt (AfD) Landtagsabgeordnete Baden-Württemberg aus Karlsruhe: Alexander Salomon (Grüne) Dr. Ute Leidig (Grüne) Ausschüsse des Gemeinderats Karlsruhe: für öffentliche Einrichtungen für Umwelt und Gesundheit für Wirtschaft und Wissenschaft Bäderausschuss Bauausschuss Betriebsausschuss “Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark” Betriebsausschuss Eigenbetrieb Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Haupt- und Finanzausschuss Integrationsausschuss Jugendhilfeausschuss Kulturausschuss Personalausschuss Planungsausschuss Schulausschuss Sozialausschuss Sportausschuss Umlegungsausschuss POLITISCHE AKTEURE ALS GESTALTER Profil: Politik Zusammenfassung der Standortanalyse ALLES AUF EINEN BLICK Datenlage & Empfehlung Die Standortanalyse könnte durch zwei große Datensätze signifikant in ihrer Aussagekraft verbessert werden, die bislang nicht zur Verfügung stehen: genaue Wirtschaftsdaten (z. B. Umsatz und Gewinn) der Unternehmen Stoffstrom-/Materialflussanalysen der einzelnen am Standort beheimateten Unternehmen Insbesondere die Stoffstrom- bzw. Materialflussanalysen sind notwendig, um die Hebel zu identifizieren, mit welchen schnelle, sichtbare, wirksame und in ihrer Größenordnung relevante Fortschritte bei der Schließung von Kreisläufen erzielt werden können. Eine zentrale Koordinierungsstelle der Stadt Karlsruhe für eine systemische Transformation hin zur Circular Economy könnte die Basis für neue Formen der Kooperation bieten und die Dynamik und die Effizienz von transformativen Prozessen enorm erhöhen. Standortprofil Fazit Trotz vorhandener Stärken gibt es strukturelle Herausforderungen, die die zirkuläre Transformation Karlsruhes derzeit ausbremsen. Der große Anteil des Dienstleistungssektors hat zwar großes zirkuläres Potenzial, benötigt jedoch auch entsprechende Partnerorganisationen aus dem produzierenden Gewerbe, um Wertschöpfungs- und Materialkreisläufe zu schließen. Hierfür ist eine stärkere regionale Vernetzung über den Stadtkreis hinaus notwendig. Im IT-Sektor bestehen ungenutzte Potenziale: Digitale Lösungen sind bislang kaum strategisch auf zirkuläre Anwendungen ausgerichtet. Intermediäre wie das Cyberforum können ihre Rolle als Innovationsmotor weiter ausbauen, indem sie gezielt Vernetzung und Wissenstransfer stärken. Die Wissenschaft bringt mit der engen Verzahnung von Forschung, Anwendung und gesellschaftlicher Innovation ideale Voraussetzungen mit, um den Umbau faktenbasiert und lösungsorientiert zu begleiten. In der Verwaltung ist ein hohes Engagement für die Klimaziele und ein wachsendes strukturelles Verständnis erkennbar – ressortübergreifende Ansätze könnten diese Wirkung deutlich verstärken. Die politischen Ausschüsse decken zentrale Themen wie Umwelt, Wirtschaft, Planung und Abfallwirtschaft ab und bieten damit fundierte Anknüpfungspunkte für eine strategische Circular-Economy-Agenda. Was bisher fehlt, ist eine integrierende Koordination zwischen den Akteursgruppen, um vorhandene Kräfte zu bündeln, Synergien gezielt zu nutzen und systemische Wirkung zu entfalten. Durch die enge Verzahnung von Wissenschaft, Wirtschaft und intermediären Akteuren ist Karlsruhe hervorragend aufgestellt, um die Transformation hin zu einer zirkulären Wirtschaft voranzutreiben. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Hochschulen wie die Hochschule Karlsruhe leisten mit neuen Technologien, nachhaltigen Prozessen und gesellschaftlichen Impulsen wichtige Beiträge. Eine starke IT-Landschaft, ein vielfältiger Dienstleistungssektor sowie hochspezialisierte Industriebetriebe bieten ideale Voraussetzungen für digitale und materielle Kreisläufe. Intermediäre wie die IHK und die Technologieregion Karlsruhe beschleunigen als Netzwerker zirkuläre Geschäftsmodelle. Darüber hinaus ermöglichen zahlreiche kleine und mittelständische IT-Unternehmen die Entwicklung von Plattformen und Anwendungen, die eine Kreislaufwirtschaft effizient unterstützen. Diese Synergien bilden eine hervorragende Basis für die Transformation hin zur Circular Economy. Umfrage DURCHFÜHRUNG EINER DIGITALEN UMFRAGE WER HAT TEILGENOMMEN? Zuordnung der Teilnehmenden auf Bereiche und Sektoren Zusammenstellung der Teilnahmedaten BereicheSektoren Insgesamt nahmen 186 Personen an der Umfrage teil. Die Teilnehmenden sortierten sich für ihre Tätigkeit Bereichen und Sektoren zu. Der größte Anteil der Teilnehmenden stammt aus der Wirtschaft. WAS IST DER KENNTNISSTAND DER KARLSRUHER AKTEURE? Selbsteinschätzung des Verständnisses zur Circular Economy Verständnis zur Circular Economy x x x x x Die Teilnehmenden wurden gebeten ihr Verständnis zur Circular Economy auf einer Skala von 1 bis 10 einzuschätzen. Innerhalb der grünen Boxen liegen 50 % der Einschätzungen. Die durchgezogene Linie in der Box zeigt den Median und das Kreuz das arithm. Mittel. Akteur:innen aus der Wissenschaft zeigen das höchste Verständnis, dicht gefolgt von Wirtschaft und Intermediären. Deutlich zurückhaltender fällt die Bewertung in der Verwaltung und besonders in der Politik aus: die abgegebenen Antworten liegen teilweise weit auseinander. Aus Sicht der Befragten besteht hier noch Informations- und Entwicklungsbedarf. WIE RELEVANT IST DAS THEMA CIRCULAR ECONOMY? Relevanz des Themas über Akteure hinweg Relevanz des Themas Circular Economy Für 71 % der Teilnehmenden ist Circular Economy ein relevantes Thema. 38 % der Befragten arbeiten bereits an der Transformation in Richtung Circular Economy und 22 % planen, sich damit zu beschäftigen. Für 11 % hat es noch keine Priorität. 25 % der Befragten müssen noch herausfinden, wie relevant das Thema für ihre Organisation bzw. Institution ist. Für 4 % hat Circular Economy keine Relevanz. WO LIEGEN DIE GRÖSSTEN HERAUSFORDERUNGEN IN KARLSRUHE? Sammlung der Herausforderungen Herausforderungen der Circular Economy Zur individuellen Beantwortung der Frage war es den Teilnehmenden der Umfrage möglich, ihre eigenen Worte zu wählen. Diese wurden für die Auswertung kategorisiert und in der nebenstehenden Grafik visualisiert. Vor allem ungünstige ökonomische Rahmenbedingungen und fehlendes Wissen und Bewusstsein für die Circular Economy wurden angeführt. WO LIEGEN DIE GRÖSSTEN POTENZIALE FÜR DIE JEWEILIGEN ORGANISATIONEN? Einschätzungen der größten Potenziale für die Organisationen selbst Potenziale der Circular Economy Für die Beantwortung dieser Frage war eine Mehrfachauswahl an vorgegebenen Antworten möglich. Aus Sicht der Befragten würde eine Integration von zirkulären Strategien vor allem die Ressourceneffizienz steigern. Ein Punkt, der sich vor allem Produktionsprozesse bezieht. Die vier danach genannten Punkte zeigen alle auf, dass zirkuläre Strategien direkt die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und wirtschaftliche Resilienz der Organisationen steigern würde. WIE WEIT SIND DIE ORGANISATIONEN IN DER UMSETZUNG DER CIRCULAR ECONOMY? Einschätzung der Umsetzung Umsetzung der Circular Economy x x x x x Die Teilnehmenden wurden gebeten, die Umsetzung der Circular Economy in ihrer Organisation auf einer Skala von 1 bis 10 einzuschätzen. Innerhalb der grünen Boxen liegen 50 % der Einschätzungen. Die durchgezogene Linie in der Box zeigt den Median und das Kreuz das arithm. Mittel. Die befragten Akteur:innen aus der Wirtschaft sehen den Fortschritt ihrer Organisationen im Bereich Circular Economy am höchsten – im Durchschnitt bei fast 7 von 10 Punkten. Wissenschaft und Intermediäre liegen mit Werten um 5,5 bis 6 darunter, während die Verwaltung deutlich zurückbleibt. Die Politik ist sich bei einem Wert von 5 einig. Besonders auffällig ist die große Streuung innerhalb der Gruppen, was zeigt: Der Stand der Umsetzung ist sehr unterschiedlich – selbst innerhalb eines Sektors. MIT WELCHEN THEMEN DER CIRCULAR ECONOMY HABEN SICH DIE ORGANISATIONEN SCHON AUSEINANDERGESETZT? Themen, mit welchen sich die Organisationen schon beschäftigen Top 6 Themen der Circular Economy Für die Beantwortung dieser Frage war eine Mehrfachauswahl an vorgegebenen Antworten möglich. Die Organisationen der Teilnehmenden haben sich vor allem schon mit “zirkulären Geschäftsmodellen” beschäftigt. Nachfolgend wurden zwei Punkte benannt, die regulatorische Rahmenbedingungen genannt sowie der Wissensaufbau für deren Umsetzung. Außerdem wurden Punkte benannt, welche die Transparenz von Prozessen in den Organisationen erhöhen würden: “Einsatz von Technologien” und “Stoffstrom-/Materialflussanalysen”. Wichtig war für die Befragten auch der “Zusammenschluss mit Partnern, um Kreisläufe zu schließen”. WELCHE THEMEN DER CIRCULAR ECONOMY SIND BEI DEN ORGANISATIONEN IN PLANUNG? Themen, welche bei den Organisationen bereits in Planung sind Top 6 Themen der Circular Economy Für die Beantwortung dieser Frage war eine Mehrfachauswahl an vorgegebenen Antworten möglich. Weiterhin wurde die Beschäftigung mit “Zirkulären Geschäftsmodellen” als wichtigstes Thema ausgewählt. Das Thema “Weiterbildungs-/Sensibilisierungs- maßnahmen” wurde in dieser Abfrage als zweites benannt. Neu in den Top 6 Themen sind “Forschungs-/Pilotprojekte”, was darauf hindeutet, dass neben Innovation und Wissenstransfer auch die Sichtbarmachung der Erkenntnisse von hoher Relevanz für die Teilnehmenden sind. AUF DEM TRANSFORMATIONSWEG HIN ZUR CIRCULAR ECONOMY Wünsche zur Unterstützung bei den Organisationen Wünsche zur Unterstützung Finanzielle Unterstützung (z. B. Förderprogramme) ist der häufigste Wunsch der Befragten. Viele Teilnehmende wünschen sich, dass strukturelle Hürden in die Politik kommuniziert werden. Neben Vernetzung und strategischer Verankerung spielt auch Weiterbildung eine zentrale Rolle. IN UND FÜR KARLSRUHE Die Bereiche mit besonders hohem Potenzial der Circular Economy für Karlsruhe Hohes Potenzial der Circular Economy Für die Beantwortung dieser Frage war eine Mehrfachauswahl an vorgegebenen Antworten möglich. Das Bauwesen wurde mit großem Abstand (fast Faktor 2) als Bereich mit dem höchsten zirkulären Potenzial für Karlsruhe genannt. Auch Konsumgüter, Mobilität und Industrieerzeugnisse gelten aus Sicht der Befragten als zentrale Hebel. GreenTech, Ernährung und Qualifizierung wurden ebenfalls häufig genannt – wenn auch mit etwas geringerer Priorität. Der Tourismus spielt im Vergleich zu anderen Sektoren nur eine untergeordnete Rolle bzgl. seines zirkulären Potenzials für Karlsruhe. MÖCHTEN SIE TEIL EINES NETZWERKS FÜR CIRCULAR ECONOMY IN KARLSRUHE WERDEN? Zustimmung für die Etablierung eines Netzwerks für Circular Economy in Karlsruhe Netzwerk für Circular Economy 104 von 186 Befragten möchten Teil eines Netzwerks für Circular Economy in Karlsruhe werden Zusammenfassung der Umfrageergebnisse ALLES AUF EINEN BLICK ErkenntnissePotenzial 1. Sektorübergreifende Zusammenarbeit aktivieren Die Vielfalt an vertretenen Sektoren legt nahe, dass Lösungen gemeinsam gedacht und ausprobiert werden können (z. B. digitale Lösungen aus der IT im Bauwesen oder der Verwaltung). Besonders große Potenziale liegen im Bereich Energie/Klima, Verwaltung, Bauwesen und Industrie, da diese häufig genannt wurden. Das klare Interesse an einem Circular Economy Netzwerk kann als Motor für systemische Veränderung genutzt werden. 2. Sensibilisierung und Wissenstransfer ausbauen 45 Organisationen wissen noch nicht, wie relevant Circular Economy für sie ist – ein Hinweis darauf, dass Orientierung, Bildung und Kommunikation weiterhin nötig sind. Hier besteht Potenzial für gezielte Informationsformate, Weiterbildungen oder Pilotprojekte, die „Unentschlossene“ aktivieren. Fazit Die Umfrage zeigt deutlich: In Karlsruhe existiert eine breite Grundakzeptanz für das Thema Circular Economy sowie ein hohes Interesse an Zusammenarbeit und Austausch. Insbesondere Akteure aus der Wirtschaft, Verwaltung und intermediären Organisationen erkennen das Thema als relevant für ihre Arbeit – viele setzen bereits Maßnahmen um oder planen, dies zu tun. Gleichzeitig besteht bei einem beträchtlichen Teil noch Unsicherheit über die konkrete Relevanz und Umsetzung, was auf einen Bedarf nach Orientierung, Inspiration und niedrigschwelligen Beteiligungsformaten hinweist. Diese Ausgangslage eröffnet große Potenziale für eine gemeinsame Visionsentwicklung und die Schaffung von Aktionsfeldern, die gezielt auf vorhandene Stärken, aber auch erkannte Hürden eingehen – wie fehlendes Wissen, technische oder regulatorische Barrieren und mangelnde Kooperationsstrukturen. Die Bereitschaft zur Netzwerkbildung ist ein zentraler Hebel, um transformative Prozesse in Gang zu setzen und zu verstetigen. 1. Breite Beteiligung über Sektoren hinweg Die Vielfalt der genannten Sektoren (z. B. Energie/Klima, Bauwesen, Industrie, IT, Kreativwirtschaft) unterstreicht das Potenzial für sektorübergreifende Lösungen. 2. Relevanz von Circular Economy wird anerkannt 70 Organisationen arbeiten bereits am Thema, weitere 40 planen, sich damit zu beschäftigen. Nur 8 von 185 gaben an, dass Circular Economy für sie „gar nicht“ relevant ist. Das zeigt eine hohe Grundakzeptanz des Themas – ein guter Ausgangspunkt für transformative Maßnahmen. 3. Hohes Interesse an Netzwerkarbeit 104 Teilnehmende möchten Teil eines Circular Economy Netzwerks werden. Das weist auf ein starkes Interesse an Kooperation und Austausch hin – ein Potenzial für kontinuierliche Entwicklung und Innovation und Schlüssel für die Umsetzung der Circular Economy. Interviews DURCHFÜHRUNG VON INTERVIEWS MIT SCHLÜSSELAKTEUREN Kommentare zur Auswertung ZUSAMMENFÜHRUNG VON AUSSAGEN 4 Themenfelder Zur besseren Vergleichbarkeit waren alle Interviewleitfäden gleich aufgebaut. Nach einer Vorstellung und der Frage nach dem persönlichen Verständnis zur Circular Economy, waren die Interviews in 4 Themenblöcke unterteilt mit jeweils einer Leitfrage, die allen Akteuren gestellt wurde: Circular Economy und die Zukunft der Stadt Karlsruhe Politische Steuerung und Rahmenbedingungen Einführung und Umsetzung einer Circular Economy Akzeptanz und Kommunikation Die genauen Fragen können dem beispielhaften Leitfaden im Anhang entnommen werden. In der Auswertung wurden die Aussagen aller Interviewten konsolidiert. SWOT Die SWOT-Analyse diente als Hauptwerkzeug für die Auswertung der Interviews. Die Aussagen der diversen Schlüsselakteure wurden hier anonymisiert den Kategorien Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohung/Gefährdung, die sich für die Umsetzung der Circular Economy in Karlsruhe ergeben, zugeordnet. Manche Aussagen, vor allem im Hinblick auf Rahmenbedingungen, sind selbstverständlich nicht nur Karlsruhe zuzuordnen. Dennoch haben diese Auswirkungen auf die Stadt. In dieser Präsentation findet sich, wo immer möglich, eine Konsolidierung der Aussagen. Teilnehmende Insgesamt wurden 18 Interviews geführt, die sich in folgende Akteursgruppen einteilen lassen: Politik (3) Verwaltung (2) Wissenschaft & Forschung (3) Wirtschaft (7), darunter IT (1) und Startups (2) Intermediäre (3) Aufgrund der geringen Anzahl insgesamt und der Verteilung auf verschiedene Akteursgruppen war eine detaillierte Auswertung, z. B. pro Akteursgruppe nicht vorgesehen. Interviewte Schlüsselakteur:innen ÜBERSICHT DER 18 INTERVIEWPARTNER Produktdesign & Kreislaufführung: Die Lebensdauer von Produkten und Materialien wird durch Reparatur, Wiederverwendung, Aufbereitung und Recycling verlängert. Abfallvermeidung & Ressourcenmanagement: Abfall wird vermieden oder als Ressource genutzt. Nachhaltige Geschäftsmodelle: mit einem Beitrag zur Gesellschaft. Sie schaffen Business Cases für Unternehmen, um resilienter und wettbewerbsfähiger zu werden. Regionale Wertschöpfung und Bioökonomie: Regionale Kreisläufe wo möglich, um den Energieverbrauch zu reduzieren und Ressourcen zu schonen. Ökologische Nachhaltigkeit: Ressourcenschonung und Reduzierung der Umweltbelastung Digitale Technologien: ermöglichen eine effizientere Steuerung und Überwachung von Stoffströmen. ZUSAMMENFÜHRUNG GENANNTER SCHLÜSSELBEGRIFFE Verständnis zur Circular Economy Die Circular Economy zielt auf einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen durch die Verlängerung von Produktlebenszyklen und die Vermeidung von Abfall ab. Sie verbindet ökonomische, ökologische und soziale Aspekte. ERWEITERUNGEN IM SINNE DER GANZHEITLICHKEIT Verständnis zur Circular Economy Systemischer Ansatz und Wertschöpfungsketten: Circular Economy wird als Prozess über Wertschöpfungsketten hinweg betrachtet (verknüpft mit LCAs, LCIAs). Der Fokus liegt nicht nur auf dem Produkt (wie im Kreislaufwirtschaftsgesetz), sondern auf der gesamten Wertschöpfungskette. Transformation und Perspektivwechsel: Circular Economy erfordert eine grundsätzliche Perspektivveränderung in der Art des Wirtschaftens und eine Ausweitung auf alle Branchen und Lebensbereiche. Bildung für nachhaltige Entwicklung: Es braucht ein grundlegendes Verständnis für die Notwendigkeit der Circular Economy, um die Transformation erfolgreich zu gestalten. Zweigleisigkeit und Integration: Es gibt verschiedene Perspektiven auf Circular Economy: Bezug auf Abfall, Fokus auf das Produkt und Circular Economy als Prozess über Wertschöpfungsketten hinweg. Diese Perspektiven sollten integriert betrachtet werden. ZUSAMMENFÜHRUNG EINZELNER IDEEN IN EINE VISION Circular Economy & die Zukunft der Stadt Die Kreislaufstadt Karlsruhe ist eng vernetzt: Verwaltung, Handwerk, Wissenschaft und Wirtschaft arbeiten Hand in Hand, um einen systemischen Wandel zu gestalten. Die Stadtverwaltung geht mit gutem Beispiel voran, motiviert Bürger:innen zur aktiven Teilnahme und fördert einen Bewusstseinswandel. Ein wichtiger Baustein ist die regionale Prägung: Materialien werden, wo möglich, vor Ort beschafft oder aus regionalen Quellen bezogen. Eco-Industrial Parks sind ein wichtiger Bestandteil des städtischen Gefüges und bilden Zentren für die Circular Economy und der Zusammenarbeit relevanter Industrieunternehmen. Für eine effiziente Circular Economy gibt es eine funktionierende Infrastruktur für die Verwertung von kommunalen und gewerblichen Abfall und Biomasse. Die Stadt nutzt Verwertungstechnologien, um Abfallströme in neue Ressourcen zu verwandeln. Die IT unterstützt die Prozesse der Circular Economy durch Datenverfolgung und -analyse. GreenTech-Lösungen generieren einen Mehrwert. Kurze Transportwege sind ein wesentlicher Bestandteil des Systems und tragen zur Ressourceneffizienz bei. Die Stadt setzt zum Beispiel auf die Wiederverwendung von Baustoffen. WÜNSCHE ZUR WEICHENSTELLUNGEN FÜR EINE ZIRKULÄRE ZUKUNFT Politische Steuerung & Rahmenbedingungen Förderung & Anreize Vereinfachte Fördermittel (Bund/Land) Steuerliche Vorteile für Unternehmen Finanzierung von Prozessupgrades Staatliche Produktbegünstigung Regulierung & Standards Klare, konsistente Vorschriften Anreize für Wiederverwendung Einheitliche Standards für Sekundärprodukte CO2-Belastungsvorgaben bei Bauprojekten (Dänemark-Modell) Transparenz & Bewertung: Ganzheitliche Umweltbewertung (LCAs/LCIAs) Datengrundlage für Standardisierung Vorbildfunktion der öffentlichen Hand Regionale Verankerung: Regionale Beschaffung Stärkung lokaler Wirtschaftskreisläufe Die erfolgreiche Umsetzung erfordert gezielte Maßnahmen, Vernetzung und Zusammenarbeit. ZUSAMMENSTELLUNG GENANNTER IDEEN Einführung & Umsetzung der Circular Economy Pilotprojekte & Innovation Pilot- und Forschungsprojekte fördern Use Case-orientiertes, gemeinschaftliches Arbeiten Beschaffung und Bauwesen Integration von CE-Kriterien in die städtische Beschaffung Flächen für Baustofflagerung Baustoff-Wiederverwendung & -verwertung, dazu: Plattform für Bauherren Vernetzung & Beteiligung Integration der Circular Economy in Aus- und Weiterbildung Arbeitskreise & (digitale) Plattformen zum Wissens- und Erfahrungsaustausch Bürger:innen ins Handeln bringen - Schwellen senken Vorbildprojekte identifizieren und sichtbar machen Wirtschaftliche Vorteile aufzeigen Öko-taxologische Überprüfung von Materailien Leuchttürme & Anreize Positive Bespiele und Erfolgsgeschichten präsentieren: Business Cases von anderen abschauen und anpassen, um die Wirtschaftlichkeit darzustellen Live-Demonstratoren nutzen Die Vorteile der Circular Economy hervorheben: Kostenersparnis, Umweltschutz Vermittlung von Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit Mitmachstrukturen etablieren: Betonung der Bedeutung individuellen Handelns einfache und verständliche Sprache verwenden umsetzbare Angbote machen für gut in den Alltag integrierbare Lösungen Vernetzung und Austausch zwischen verschiedenen Akteuren: auch mal Reibungspunkte schaffen Förderung von Konfrontation und Kompromissen Vertrauen aufbauen, Planungssicherheit schaffen WIEDERHOLT GENANNTE MASSNAHMEN Akzeptanz & Kommunikation SWOT-Analyse ZUSAMMENSTELLUNG ALLER ERGEBNISSE IN EINER SWOT Stärken Starke Akzeptanz & Engagement unter den Befragten Hohe Relevanz (37% der Befragten sind bereits aktiv, 50% mit sehr hohem Verständnis und 56% zur Mitarbeit bereit; nur 5% sehen keine Relevanz) Gute Voraussetzung für die Umsetzung Fördernde Rahmen- bedingungen & Infrastruktur Starkes Netzwerk & Kooperation Stärken Starke Akzeptanz & Engagement unter den Befragten Starke Forschungslandschaft mit Fokus auf Materialforschung, KI, Ressourceneffizienz, IT Reallabore vermitteln wissenschaftliche Erkenntnisse in die Gesellschaft praxisorientierte Ausbildung (Ingenieurwesen, Architektur, Studium+) Dichte an Entsorgungs- und Recyclingunternehmen Potenzial für die Wasserstoffproduktion im Rheinhafen Rheinhafen als Infrastruktur: Entwicklung von Flächen möglich, Anschluss an Schifffahrts- und Schienenwege Pilotprojekt zur Revitalisierung eines Gebäudes mit Übertragbarkeit/Skalierung vorhanden Kompetenzen für Pilotprojekte im Bau (1,5 °C- Ziel) und klare Skalierungsvorstellungen WBK: Kreislaufprojekt, großes Förderprojekt Gute Standortbedingungen: Grün, KIT, Wissenschaft Gute Voraussetzung für die Umsetzung Fördernde Rahmen- bedingungen & Infrastruktur Starkes Netzwerk & Kooperation Stärken Starke Akzeptanz & Engagement unter den Befragten Gute Voraussetzung für die Umsetzung Fördernde Rahmen- bedingungen & Infrastruktur Starke EU-Vorgaben Proaktive Stadtpolitik, die eine Vorreiterrolle unterstützt neutrale Koordinierungsstelle in Form von CBF vorhanden Stadt der kurzen Wege: Wissenschaft, Wirtschaft, Stadtverwaltung, Politik Erfahrung von Unternehmen in der Zertifizierung (EMAS, ISO 14001) Starkes Netzwerk & Kooperation Stärken Starke Akzeptanz & Engagement unter den Befragten Gute Voraussetzung für die Umsetzung Fördernde Rahmen- bedingungen & Infrastruktur Starkes Netzwerk & Kooperation Vielfalt an Akteuren, Akteure kennen sich in dieser nicht zu großen Stadt enge Vernetzung im Landkreis Zusammenarbeit von Wissenschaft, KMU & Industrie; schon stark vernetzt in Mobilität, Energie, Digitalisierung Kompetenzen für Entwicklung und Skalierung von Pilotprojekten vorhanden Unternehmen beschäftigen sich schon mit der Circular Economy Erfahrung im Netzwerkaufbau seitens der Stadt Neue Ideen in Pionierleistung umsetzen macht die Stadt jetzt schon aus Schwächen Mangelndes Bewusstsein in der Bevölkerung Wirtschaftliche & techno- logische Herausforderungen Ineffiziente Prozesse & Infrastruktur Fehlende Strategien & politische Hemmnisse Informationsdefizite & Koordinierungsprobleme Berichtspflichten limitiertes Verständnis der Circular Economy geringe Bedeutung im Denken & Handeln Angst vor Veränderungen, z. B. hinsichtlich baulicher Veränderungen unzureichende Mülltrennung unterschiedliches Bewusstsein je nach Generation keine flächendeckende Reparaturkultur fehlende Role-Models für Bürger:innen, Lücke im Verständnis Bewusstsein "bis es nicht mehr geht nutzen" nicht angekommen Hürden der Motivationsübertragung von Individuen auf die breite Gesellschaft Schwächen Mangelndes Bewusstsein in der Bevölkerung Wirtschaftliche & techno- logische Herausforderungen Ineffiziente Prozesse & Infrastruktur Fehlende Strategien & politische Hemmnisse Informationsdefizite & Koordinierungsprobleme Berichtspflichten (noch) Unwirtschaftlichkeit der CO2- Abtrennung (noch) Abhängigkeit von fossilen Stoffen Probleme bei der Verwertung von Verbundmaterialien hohe Kosten für recycelte Kleidung Importprobleme bei recyceltem Kunststoff technisch viel möglich, aber ökonomischer Mehrwert muss da sein Mangel an Fantasie, Dinge in Umsetzung zu bringen Unternehmen sind stark mit sich selbst beschäftigt Schwächen Mangelndes Bewusstsein in der Bevölkerung Wirtschaftliche & techno- logische Herausforderungen Ineffiziente Prozesse & Infrastruktur Fehlende Strategien & politische Hemmnisse Informationsdefizite & Koordinierungsprobleme Berichtspflichten Wärmeverwertung mit Effizienzverlusten schwierige Sortenreinheit bei der Abfalltrennung langwierige Genehmigungsverfahren fehlende Nutzung vorhandener Kompetenzen und Hilfestellungen unzureichende Anbindung des Rheinhafens an ÖPNV Schwächen Mangelndes Bewusstsein in der Bevölkerung Wirtschaftliche & techno- logische Herausforderungen Ineffiziente Prozesse & Infrastruktur Fehlende Strategien & politische Hemmnisse Informationsdefizite & Koordinierungsprobleme Berichtspflichten Fehlende übergeordnete Strategie Perfektionismus hemmt Fortschritt unzureichende Umsetzung des Rechts auf Reparatur falsche Verteilung von Kosten bei unzureichender Mülltrennung schwierige Sortenreinheit bei der Abfalltrennung unangemessene Baugenehmigungsverfahren Priorität von Neubau vor Umbau (politisch nicht eingefordert, von Investoren bevorzugt) langwierige Genehmigungsverfahren Stadt kann alleine das Dach nicht bilden Fehlende systematische Steuerung und Standardisierung bei der Technologieauswahl Bürokratische Hürden und Wartezeiten erschweren Planungssicherheit Nichtvorhandene Harmonisierung von Rechtsgebieten (Abfall- und Chemikalienrecht) Einflussreiche Akteure schützen ihre Position Schwächen Mangelndes Bewusstsein in der Bevölkerung Wirtschaftliche & techno- logische Herausforderungen Ineffiziente Prozesse & Infrastruktur Fehlende Strategien & politische Hemmnisse Informationsdefizite & Koordinierungsprobleme Berichtspflichten unstrukturierter Informationsaustausch fehlende Übersicht über Kompetenzen der Akteure ohne neutrale Koordinierung von zirkulären Transformationsprozessen werden diese kaum stattfinden können Schwächen Mangelndes Bewusstsein in der Bevölkerung Wirtschaftliche & techno- logische Herausforderungen Ineffiziente Prozesse & Infrastruktur Fehlende Strategien & politische Hemmnisse Informationsdefizite & Koordinierungsprobleme Berichtspflichten Personalkosten für Berichterstattung können von kleinen Unternehmen nur schwer aufgebracht werden Komplexität ist ein Problem Haltung: Berichtspflicht macht Unternehmen nicht besser Chancen Innovation & Technologie Ressourcen & Umwelt Wirtschaftliche Vorteile Akzeptanz & Umsetzung Förderung von Innovationen durch die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft Entwicklung neuer Technologien, Materialien und Prozesse, die ggf. zu vermehrten Ausgründungen führen Entwicklung digitaler Ressourcenpässe großer Bedarf in der Digitalisierung von Materialströmen Kompetenzen zur Digitalisierung von Gebäuden im Aufbau, Vernetzung vorhanden Chancen Innovation & Technologie Ressourcen & Umwelt Wirtschaftliche Vorteile Akzeptanz & Umsetzung Dekarbonisierung / Defossilisierung Verbesserung von Ressourceneffizienz Umweltschutz, Wasserschutz und Klimaanpassung Circular Economy als fast einzige Möglichkeit, um weiter zu dekarbonisieren Chancen Innovation & Technologie Ressourcen & Umwelt Wirtschaftliche Vorteile Akzeptanz & Umsetzung Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, insbesondere in Schlüsselbranchen Werterhalt & stärkere regionale Wirtschaft der Rohstoffknappheit entgegenwirken Kostensenkungen es rechnet sich, Ressourcen wiederzuverwenden Circular Economy als ökonomische Chance Entwicklung neuer Geschäftsmodelle ist Chance für Handwerksbetriebe Grundstücke im Rheinhafen können für regionale Recyclingzentren entwickelt werden Elektrifizierung des Standorts und Klimaneutralität bis 2030 geplant Chancen Innovation & Technologie Ressourcen & Umwelt Wirtschaftliche Vorteile Akzeptanz & Umsetzung Verbesserte Kommunikation Mitmachstrukturen Plattform für Informationsaustausch Demonstrationsanlagen / Reallabore Sichtbarkeit von Kompetenzen Suffizienz Nicht nur Einzelprojekte, sondern Gesamtdenke Pilotprojekte durch die Stadt begünstigen und subventionieren Beschaffung (Kriterien hinzufügen) Bau: Flächen ausweisen zur Lagerung & Weitergabe, Baustoffe in die Wiederverwertung bringen Vernetzungsmodelle: Online-Plattform für Austausch & Teilen Bioökonomiestrategie Strategiebildung: Stakeholder zusammenbringen, Modellprojekte initiieren Landesebene: Abnehmer von bestimmten Dingen, Standardisierung von Rahmenbedingungen Nach Forschungsprojekten fragen, denen man das Etikett "Karlsruhe" aufsetzen kann Neues Netzwerk für den Bereich Circular Economy aufbauen Die Nachhaltigkeitserichtserstattung wird dem Thema Schub verleihen Unternehmen mitnehmen, anstelle sie mit weiteren Regulierungen zu überfordern Haltung: Berichtspflicht zeigt Unternehmen strategisch notwendige Entwicklungen auf Absoluter Wille vorhanden, Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen Prozesse können durch offene Netzwerke beschleunigt werden Bedrohung / Gefährdung Wirtschaftliche Hürden Mangelndes systemisches Verständnis Infrastrukturdefizite Politische und regulatorische Herausforderungen Risiken & Gefahren hohe Investitionskosten unsichere Wirtschaftlichkeit fehlende Nachfrage / Märkte Thema darf nicht verteuern: Investitionen in neues Personal für Berichterstattung es gibt nicht genügend finanzielle Anreize für Unternehmen, ihre Prozesse nachhaltig umzugestalten Bedrohung / Gefährdung Wirtschaftliche Hürden Mangelndes systemisches Verständnis Infrastrukturdefizite Politische und regulatorische Herausforderungen Risiken & Gefahren Wegwerfmentalität zu komplexe Darstellung / Erklärung fehlende gemeinsame Sprache zögernde Haltung gegenüber neuen Geschäftsmodellen Bedrohung / Gefährdung Wirtschaftliche Hürden Mangelndes systemisches Verständnis Infrastrukturdefizite Politische und regulatorische Herausforderungen Risiken & Gefahren fehlende Infrastruktur zur Kreislaufführung Bedrohung / Gefährdung Wirtschaftliche Hürden Mangelndes systemisches Verständnis Infrastrukturdefizite Politische und regulator- ische Herausforderungen Risiken & Gefahren Politikversagen übermäßige Regulierung widersprüchliche Regularien unzureichende Kommunikation der Vorteile politischer Maßnahmen Berichtspflichten werden oft nicht als Chance gesehen Nichtvorhandene Harmonisierung von Rechtsgebieten (z. B. Abfall- und Chemikalienrecht Es fehlt an regulatorischem & Steuerungsmut auf höheren juristischen Ebenen Überlastung und mangelnde Ausbildung(stiefe) auf Seiten der Verwaltung mit Blick auf Genehmigungen PCFs sind zu kurz gedacht, es müssen auch andere Umweltauswirkungen ausgewertet und in Maßnahmen mit einbezogen werden Bedrohung / Gefährdung Wirtschaftliche Hürden Mangelndes systemisches Verständnis Infrastrukturdefizite Politische und regulatorische Herausforderungen Risiken & Gefahren Greenwashing Übersteuerung / Akzeptanzverlust Konkurrenz mit anderen Ländern - Verlust der Wettbewerbsfähigkeit Zusammenfassung der SWOT AUSBLICK Auf Stärken aufbauen & stärker werden Forschungsstärke ausbauen die starke Forschungslandschaft gezielt für die Entwicklung innovativer, zirkulärer Lösungen nutzen Ausgründungen fördern Netzwerk stärken & Synergien nutzen Reallabore als Testumgebung für neue Technologien und Geschäftsmodelle einsetzen eine enge regionale Vernetzung weiter intensivieren Plattformen für den Austausch zwischen Akteuren schaffen, um Sichtbarkeit und gesteigerte Zusammenarbeit zu fördern gemeinsames Marketing der Stärken von Karlsruhe als Standort für Circular Economy betreiben Ausbildung & Qualifizierung praxisorientierte Ausbildungen weiter ausbauen, um qualifizierten Nachwuchs für die Circular Economy zu sichern Bildungsprogramme schaffen für Bürger:innen zur Steigerung des Bewusstseins für Mülltrennung und nachhaltigen Konsum Förderprogramme aktiv nutzen, um zirkuläre Projekte zu unterstützen und deren Umsetzung zu beschleunigen Zusammenfassung der SWOT AUSBLICK Chancen nutzen & Risiken mitigieren Innovationen fördern neue Technologien (z. B. CO2-Abtrennung, Recycling von Verbundmaterialien) aktiv fördern und deren Wirtschaftlichkeit durch gezielte Forschung und Entwicklung verbessern zirkuläre Geschäftsmodelle fördern (durch Fördermittel, Marktanreize, Rahmenbedingungen zur Skalierung) Akzeptanz steigern Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation und Partizipation verbessern, um ein umfassendes Verständnis der Circular Economy zu fördern und die Vorteile für Bürger:innen, Unternehmen und die Gesellschaft herauszustellen Infrastruktur ausbauen Verbesserung der Infrastruktur für die Circular Economy Vereinfachung und Beschleunigung von Genehmigungsverfahren Risikomanagement Entwicklung von Strategien zu Risikominderung (z. B. Abhängigkeit von fossilen Stoffen, Importprobleme bei recycelten Materialien) Förderung von nachhaltigen Konsummustern Transparenz und Kommunikation bzgl. der Wirtschaftlichkeit von zirkulären Projekten Regulatorischen Mut zeigen Sich für regulatorische und steuernde Maßnahmen auf höheren Ebenen einsetzen Verwaltung stärken Überlastung der Verwaltung entgegenwirken und Ausbildungsdefizite beheben Finanzielle Anreize schaffen Mehr finanzielle Anreize für Unternehmen zur nachhaltigen Umgestaltung ihrer Prozesse schaffen EMPFEHLUNG VON AKTIONSFELDERN Aktionsfelder AUF BASIS DER GESAMMELTEN DATEN & DURCHGEFÜHRTEN ANALYSEN Aktionsfeld 1: Zirkuläres BauenAktionsfeld 2: Zirkuläre Wertschöpfung Fokus: Schaffung wirtschaftlicher Anreize für Unternehmen, Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe. Ziel: Förderung von GreenTech-Lösungen, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Etablierung einer zirkulären Wirtschaft. Aktionsfeld 3: Lifestyle & KonsumAktionsfeld 4: Lokale Ernährung Fokus: Ressourcenschonung und Abfallvermeidung im Bausektor durch Wiederverwendung von Materialien, Revitalisierung von Gebäuden und Integration von CE-Kriterien in die Beschaffung. Ziel: Nachhaltige Bauweise, Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und Förderung regionaler Kompetenzen. Fokus: Bewusstseinswandel, Förderung individuellen Handelns und Etablierung alltagstauglicher Lösungen für einen nachhaltigen Lebensstil. Ziel: Steigerung der Verbraucherakzeptanz, Reduzierung von Abfall und Förderung eines nachhaltigen Konsums. Fokus: Stärkung regionaler Kreisläufe, Förderung der Bioökonomie und Vorbeugung von Lebensmittelverschwendung. Ziel: Nachhaltige Ernährung, Reduzierung des Ressourcenverbrauchs und Förderung eines bewussten Konsums. Ableitung von Aktionsfeldern AUF BASIS DER GESAMMELTEN DATEN & DURCHGEFÜHRTEN ANALYSEN Zusätzliche Querschnittsthemen IT & KI können in allen Aktionsfeldern eingesetzt werden, z.B. zur Optimierung von Bauprozessen, zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, zur Förderung eines nachhaltigen Konsums und zur Verbesserung der Effizienz der lokalen Ernährung. Klimaschutz & Energie sind eng mit allen Aktionsfeldern verbunden, z. B. durch die Verwendung nachhaltiger Baustoffe, die Entwicklung energieeffizienter Produktionsprozesse, die Förderung eines klimafreundlicheren Konsums und die Reduzierung von Emissionen und Umweltschäden in der Landwirtschaft. Mobilität & Logistik sind relevant für alle Aktionsfelder, z. B. durch die Optimierung von Transportwegen im Bau, die Entwicklung resilienter Lieferketten, die Förderung eines umweltfreundlicheren Konsums und die Etablierung von lokalen Ernährungssystemen. Bildung & Wissenschaft sind für alle Aktionsfelder von Bedeutung, z. B. durch die Vermittlung von Wissen über zirkuläres Bauen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, die Förderung eines bewussten Konsums und die Erforschung regenerativer Anbaumethoden. Kammern & Netzwerke sind für alle Aktionsfelder relevant, z. B. durch die Vernetzung von Unternehmen im Bausektor, die Förderung von neuen Partnerschaften und der verstärkten Zusammenarbeit in der Industrie, die Unterstützung von bürgerlichen Initiativen für einen nachhaltigen Konsum und die Bildung neuer kooperativer Modell im Bereich Ernährung. Visionsworkshop KONZEPT & EINDRÜCKE PLENUMWORKSHOPSPLENUM ZIRKULÄRES BAUEN LIFESTYLE & KONSUM LOKALE ERNÄHRUNG ZIRKULÄRE WERT- SCHÖPFUNG ARBEITSPHASE I Brainstorming & Diskussion anhand von Schlüsselbegriffen Vorstellung erster Visionsideen ARBEITSPHASE II Feedback von Expert:innen aus Querschnittsthemen* ARBEITSPHASE III Einarbeitung des Feedback Priorisierung & Konsolodierung Formulierung eines Vision- Statements Ableitung erster Handlungsschritte KENNENLERNEN & WARM-UP Werte hinter einer Kreislaufstadt Positives Zukunftsbild für die Stadt W I l l k o m m e n & E i n f ü h r u n g E r g e b n i s s e & A u s b l i c k Konzept Querschnittsthemen*: IT & KI, Klimaschutz & Energie, Mobilität & Logistik, Bildung & Wissenschaft, Kammern & Netzwerke EINDRÜCKE 13. Mai 2025 Eine detaillierte Ergebnis- präsentation findet sich hier. Vision: Zirkuläre Wertschöpfung Vision Eine resiliente und nachhaltige Stadt, in der zirkuläres Wirtschaften zum Standard wird und Innovation, Zusammenarbeit und Transparenz gedeihen. Mission Mission: "Wir etablieren und koordinieren ein Forum für zirkuläre Transformation, das durch Wissensaustausch, Reallabore und eine digitale Matchmaking-Plattform konkrete Lösungen entwickelt und umsetzt, um zirkuläre Geschäftsmodelle zu fördern, Arbeitsplätze zu schaffen und Stoffkreisläufe zu optimieren. Vision: Zirkuläres Bauen Karlsruhe wird zur Kreislaufstadt, in der zirkuläres Bauen den Gebäudekreislauf als regenerative Wertschleife denkt – weit über Rohstoffgewinnung, Nutzung und Rückbau hinaus bis zur dauerhaften Wieder- und Weiterverwendung von Materialien, Flächen und Ideen. Leuchtturmprojekte und Best Practices zeigen anschaulich, was bereits möglich ist, und machen transparent, warum die Prozesse funktionieren. Sie verkürzen Lernkurven und fördern einen breiten Bewusstseinswandel. Eine integrierte Infrastruktur für Zirkularität – Materialbörsen, Re-Use-Hubs, digitale Zwillinge – vernetzt die gesamte Wertschöpfungskette Bau und stärkt kontinuierlich die Kompetenzen aller Beteiligten. Die Entwicklung neuer Technologien und Dienstleistungen wird zum Motor der Karlsruher Wirtschaft: Wir exportieren unser Know-how als Services, Software und Beratung, steigern regionale Wertschöpfung und internationale Sichtbarkeit. Durch Synergien von Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft sowie konsequente Kooperation bringen wir Innovationen rasch in die Praxis. Karlsruhe wird so zum lebendigen Labor und europäischen Vorbild zirkulärer Stadtentwicklung. Vision: Konsum & Lifestyle Karlsruhe wird zur Kreislaufstadt mit einer aktiven Stadtgesellschaft, die bottom-up & top-down gemeinsam eine zirkuläre Zukunft ermöglicht. Dabei ist die Stadt aktiver Motor. Circular Culture wird als positiver, inklusiver Lifestyle für alle sichtbar & erlebbar gemacht und führt zu: Resilienz Mindsetshift hinsichtlich der Definition von Wohlstand finanziellen, vitalen & sozialen Gesundheit der Stadt & Stadtgesellschaft Es braucht: Geschichten des Gelingens. Bürgervereine müssen einbezogen werden für die Quartiersgestaltung. Vision: Lokale Ernährung Karlsruhe ernährt sich gesund, pflanzenbetont und klimafreundlich – für eine zukunftssichere Stadt. Alle Menschen (unabhängig von Herkunft oder Einkommen) haben Zugang zu genussvoller, verantwortungsvoller Ernährung. Bildung in allen Schulformen, Peer-to-Peer-Lernen und Quartierküchen fördern Wissen und Bewusstsein. Regionale Lebensmittel werden bedarfsgerecht angebaut – mit Planungssicherheit für Landwirtinnen. Smart-City-Tools machen gute Ernährung sichtbar und erlebbar. GEMEINSAM gestalten wir einen Wandel, der Lust auf gutes Essen macht. So stärken wir nachhaltige Ernährung in all ihren Dimensionen: ökologisch, sozial, ökonomisch und gesund. Aus 4 wird 1: Gesamtstädtische Vision In der Kreislaufstadt Karlsruhe wirken ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Innovation und soziale Gerechtigkeit zusammen. Wirtschaft, Wissenschaft, Stadtgesellschaft und Verwaltung gestalten gemeinsam eine Stadt, die Ressourcen schont, Lebensqualität fördert und aktiven Wandel ermöglicht. Regionale, klimafreundliche Ernährung gehört zum Alltag und ist für alle zugänglich. Zirkuläres Bauen prägt das Stadtbild und setzt neue Maßstäbe in der Stadtentwicklung. Das Konsumverhalten hat sich gewandelt, getragen von neuen Geschäftsmodellen, die auf Kreisläufe setzen. Für zirkuläre Wertschöpfung sind alle relevanten Akteure vernetzt, Innovationen entstehen im direkten Austausch. Reallabore und Leuchtturmprojekte mitten in der Stadt machen Kreislaufwirtschaft erfahrbar und sichtbar. So wird Karlsruhe zum Magneten für nachhaltige Ideen, Investitionen und zum Modell #CircularKarlsruhe für andere Städte. Die Stadt teilt ihr Wissen aktiv, stärkt Allianzen und bietet allen Bürgerinnen und Bürgern die Chance, Teil dieser Transformation zu sein und von ihr zu profitieren. Karlsruhe zeigt, wie Wandel gelingt: mit Vision, Verantwortung und gemeinsamem Veränderungswillen. Anhang FRAGEBOGEN & INTERVIEWLEITFADEN FRAGEBOGEN Übersicht der Fragen aus der Umfrage Ausschnitt aus der Online Umfrage Die vollständige Umfrage wird sowohl als Zusammenstellung der Fragen, wie sie die Teilnehmenden der Umfrage erhalten haben, als auch komplettiert durch die Rohdaten der Antworten zur Verfügung gestellt. Hier sind beispielhaft rechts der Einstieg in die Umfrage und unten die erste Frage zusehen. AM BEISPIEL WISSENSCHAFT Übersicht des Interviewleitfadens Aufbau und Fragen Vorstellung und Einordnung Vorstellung der Teilnehmenden Verständnis von Circular Economy Themenblock 1: Circular Economy und die Zukunft der Stadt Karlsruhe Wie stellen Sie sich eine Stadt vor, die erfolgreich nach Prinzipien der Circular Economy lebt? Wenn Sie an die nächsten fünf Jahre denken: Was wäre für Sie ein Erfolg im Hinblick auf Circular Economy? Wie schätzen Sie die Bedeutung der Circular Economy für die zukünftige Entwicklung der Stadt Karlsruhe und des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts ein? Wo sehen Sie in Karlsruhe heute schon Ansätze, die in Richtung Circular Economy gehen? Gibt es bereits Berührungs- oder Anknüpfungspunkte zwischen Circular Economy und Ihren strategischen Zielen? Aus Ihrer Sicht: Was sind die großen Herausforderungen für die Stadt Karlsruhe und wohin kann die Reise gehen? Themenblock 2: Politische Steuerung und Rahmenbedingungen Wenn Sie regulatorische Rahmenbedingungen rund um Circular Economy selbst gestalten könnten, was wäre Ihnen besonders wichtig? Nehmen Sie aktuell regulatorische Rahmenbedingungen bzgl. der Circular Economy wahr und wie bewerten Sie diese? Wie erleben und bewerten Sie die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteursgruppen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Verwaltung mit Blick auf Circular Economy? Was funktioniert besonders gut? Welche Kooperationen und Austauschmöglichkeiten könnten aus Ihrer Sicht die Einführung der Circular Economy fördern? Wie kann man aus Ihrer Sicht lokale Synergien und Zusammenarbeit fördern, damit sich die Akteursgruppen noch besser austauschen können? Themenblock 3: Einführung und Umsetzung einer Circular Economy Wenn Sie an die Einführung der Circular Economy in Karlsruhe denken: Welche ersten Schritte halten Sie für besonders wichtig, damit Circular Economy erfolgreich gestartet werden kann? Welche Sektoren (Branchen) können aus Ihrer Sicht als erstes von Circular Economy profitieren Welche Aktionsfelder sind am wichtigsten für die Umsetzung? Welche Aspekte der Circular Economy sind für Ihre Branche besonders relevant und eignen sich für den Start ins Thema? Welche Herausforderungen und Hürden sehen Sie bei der Einführung der Circular Economy? Welche Akteure könnten Ihrer Meinung nach eine Schlüsselrolle spielen? Und welche Fähigkeiten braucht es für eine erfolgreiche Umsetzung? Welche Bedarfe und Anforderungen werden an Sie von Akteursgruppen gerichtet, die sich mit Circular Economy beschäftigen? Themenblock 4: Akzeptanz und Kommunikation Wünschenswert ist eine hohe gesellschaftliche und wirtschaftliche Akzeptanz für das neue Transformationsthema Circular Economy. Was könnte aus Ihrer Sicht helfen, Circular Economy greifbar und praxisnah zu vermitteln? Wie sollte Circular Economy aus Ihrer Sicht in der Öffentlichkeit kommuniziert werden? Wie kann es gelingen, Circular Economy durch gute Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit voranzutreiben, um eine möglichst breite gesellschaftliche und wirtschaftliche Akzeptanz sicherzustellen? VIELEN DANK! WIR FREUEN UNS AUF DIE GEMEINSAME UNTERSTÜTZUNG ZIRKULÄRER PROJEKTE IN KARLSRUHE! Circular Black Forest gGmbH Geschäftsführerin: Anna Reiners Projektleiter: David Seiler Email: info@circular-blackforest.de Website: www.circular-blackforest.de