Ganztageserweiterung Eichelgartenschule, Karlsruhe Rüppurr

Vorlage: 2025/0687
Art: Beschlussvorlage
Datum: 15.08.2025
Letzte Änderung: 10.09.2025
Unter Leitung von: Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft
Erwähnte Stadtteile: Rüppurr

Beratungen

  • Bauausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 18.09.2025

    TOP: 2

    Rolle: Entscheidung

    Ergebnis: Keine Angabe

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  • Anlagen
    Extrahierter Text

    Ganztageserweiterung Eichelgartenschule, Karlsruhe Rüppurr -1- Ergänzende Erläuterungen Entwurf, Konstruktion Der Erweiterungsbau fügt sich städtebaulich klar in das bestehende Ensemble ein und besetzt die Situation mit einer selbstbewussten, aber zurückhaltenden Geste. Die Volumenbildung – insbesondere das Zurückspringen im Obergeschoss – gliedert das äußere Erscheinungsbild und stärkt die Lesbarkeit der Funktionen. Die Ausrichtung der Fensteröffnungen folgt der inneren Nutzung und sorgt trotz tiefer Grundrisse für eine gute Tageslichtversorgung. Gestalterisch orientiert sich die Fassade an der Elementierung des Bestands. Gleichmäßige Öffnungsraster, wiederkehrende Bauteile und reduzierte Details ermöglichen eine wirtschaftliche Umsetzung und eine klare architektonische Sprache. Eine Pergola verbindet die beiden Geschosse funktional und gestalterisch, übernimmt Aufgaben im sommerlichen Wärmeschutz und bildet die Grundlage für eine spätere Fassadenbegrünung. Perforierte Blechpaneele und textile Senkrechtmarkisen unterstützen den äußeren Sonnenschutz. Die Tragstruktur ist als Stahl-Holz-Hybridbau konzipiert: Ein Stahlskelett ermöglicht große Spannweiten und flexible Grundrisse, während Wände und Decken in Holzbauweise ausgeführt werden – dies erlaubt einen hohen Vorfertigungsgrad, kurze Bauzeiten und minimale Eingriffe in den laufenden Betrieb. Leichtbauwände in Bereichen mit hohem Installationsbedarf sichern die spätere Anpassungsfähigkeit. Das Planungskonzept berücksichtigt sowohl den funktionalen Bedarf als auch einen möglichst störungsfreien Schulbetrieb während der Bauzeit. Brandschutz Das Schulgebäude ist in Gebäudeklasse 5 einzustufen. Das Tragwerk wird inklusive der Abbrand-Nachweise dementsprechend gewählt und nötige Abweichungen werden beantragt. An den bestehenden Treppenhäusern und einzelnen Aufenthaltsräumen wurden nachträglich Fluchtwege ausgebildet und an fünf von sechs Treppenhäusern eine Fluchttreppe als zweiter Rettungsweg angebaut. Der Zweite Rettungsweg ist über Verbindungstüren durch jeweilige andere Klassenzimmer zum anderen Treppenhaus gewährleistet. An den Stirnseiten ist der zweite Rettungsweg durch Anleiterung und die Aufstellfläche der Feuerwehr sichergestellt. Im 2.OG wird der Notausstieg wie zuvor für die Rettung über die Drehleiter an bisheriger Stelle belassen. Die Aufstellfläche für die Feuerwehr wird ebenfalls auf bestehender Pausenhoffläche nachgewiesen. Die Rettungswege aus dem Anbau sind über einen notwendigen Flur im UG, über die bestehenden Treppenhäuser sowie über einen zusätzlichen Fluchtweg aus dem Speisesaal im EG sichergestellt. Die Räume im Anbau im Obergeschoss bilden eine Nutzungseinheit. Der zweite Fluchtweg aus den bestehenden, benachbarten Klassenzimmern führt durch den neuen Anbau. Das Risiko des Brandüberschlags von den Oberlichtern des brandlastarmen Sanitärtrakts zur Flurwand und der dort verorteten Verglasung wird als gering eingeschätzt. Die Außenwand des Flures wird an den Rändern feuerbeständig und der Rest der Wand feuerhemmend inklusive einer F30-Verglasung ausgeführt. Gebäudetechnik/Klimaschutz Die technische Gebäudeausrüstung wurde unter Berücksichtigung aktueller energetischer Standards sowie im Einklang mit den städtischen Vorgaben zum Klimaschutz geplant. Ziel ist eine nachhaltige, energieeffiziente und betriebssichere Versorgung des neuen Gebäudeteils unter Einhaltung der gültigen Normen und Richtlinien. Ganztageserweiterung Eichelgartenschule, Karlsruhe Rüppurr -2- Sanitärtechnik: Das anfallende Regenwasser wird über zwei Dacheinläufe gesammelt und über einen Regenwasser-Fallstrang in den bestehenden Kanalanschluss eingeleitet. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten – insbesondere des dichten Baumbestandes – ist eine Regenwasserversickerung nicht möglich. Die Dachflächen werden extensiv begrünt und mit Notentwässerungen über Speier ausgestattet. Die Schmutzwasserentsorgung erfolgt im Freispiegel. Im Bereich der Küche ist ein Fettabscheider vorgesehen. Aufgrund der Lage der neuen Technikzentrale unterhalb der Rückstauebene wird eine Hebeanlage eingebaut. Trinkwasserversorgung: Der Anschluss erfolgt an das öffentliche Versorgungsnetz. Zur Sicherstellung der geforderten Wasserqualitäten für die Küchentechnik ist eine zentrale Enthärtungsanlage mit mehreren Versorgungssträngen geplant. Das Trinkwassernetz wird zirkulationsfrei mit Hygienespül- einrichtungen ausgestattet. Die Warmwasserversorgung erfolgt dezentral über elektrische Durchlauferhitzer. Heiztechnik: Die Wärmeversorgung erfolgt über einen bestehenden Fernwärmeanschluss. In der neuen Technikzentrale wird ein separater Heizungsverteiler eingerichtet. Die Heizflächen in den Nutz- bereichen werden als Flächenheizung ausgeführt. In stark beanspruchten Bereichen wie Küche und Flur werden Hygiene-Heizkörper bzw. Konvektoren eingesetzt. Alle Heizgruppen sind witterungsgeführt und elektronisch geregelt. Ein hydraulischer Abgleich erfolgt über druckunabhängige Ventile. Lüftungstechnik: Die raumlufttechnische Anlage wird in der geplanten Teilunterkellerung untergebracht und dient ausschließlich der Be- und Entlüftung der Küche. Die Abluft wird über das Dach ins Freie geführt. Alle Luftleitungen werden unter Berücksichtigung des Schall- und Brandschutzes ausgeführt. Die übrigen Bereiche des Erweiterungsbaus werden über natürliche Fensterlüftung belüftet. Im Speisesaal wird die Querlüftung (sowie Nachtauskühlung) durch den Einsatz von Abluftventilatoren unterstützt, um einen ausreichenden Luftaustausch sicherzustellen. Gebäudeautomation (MSR): Die technische Umsetzung erfolgt gemäß den städtischen Standards hinsichtlich Bedienbarkeit, Kommunikation (Modbus/BACnet), Fernwirktechnik, Trendaufzeichnung und Alarmsystem. Sämtliche Anlagenkomponenten werden in der zentralen Anlagendatenbank mit AKS-Schlüssel erfasst. Durch die vorgenannten Maßnahmen wird eine hohe Energieeffizienz des Gebäudes sowie eine ressourcenschonende Betriebsweise gewährleistet. Gleichzeitig erfüllen die technischen Anlagen die Anforderungen an einen zeitgemäßen Schulbetrieb und tragen zur Umsetzung der städtischen Klimaschutzziele bei. Elektrotechnik: Die vorhandene Elektroinstallation im Bestand wird in den an den Erweiterungsbau angrenzenden Räumen nur dort, wo zwingend nötig, normgerecht auf ein TNS-System mit RCD-Schutz umgestellt. Die Erweiterung umfasst neue Elektroverteilungen, u. a. für Küche, Mensa, OG-Räume und Klassenräume. Alle Installationen erfolgen halogenfrei, die Steuerung (inkl. Sonnenschutz) über ein KNX-Bussystem mit DALI-Leuchten und Präsenzmeldern. Eine PV-Anlage mit ca. 33 kWp auf dem Flachdach sorgt für regenerativen Eigenstrom mit ca. 28.000 kWh Jahresertrag, davon ca. 50 % Eigenverbrauch. Die Sicherheitsbeleuchtung wird über eine Zentralbatterieanlage sichergestellt. Die strukturierte Netzwerkverkabelung bindet Erweiterung, Mensa (inkl. HDMI), Eichelgartenhalle und MPG per LWL an. Medienanschlüsse Ganztageserweiterung Eichelgartenschule, Karlsruhe Rüppurr -3- und WLAN-Verkabelung sind enthalten. Eine Lautsprecheranlage (ELA) wird integriert, eine Brandmelde- oder Einbruchmeldeanlage ist nicht vorgesehen. Die Gesamtleistung der Erweiterung beträgt ca. 86 kW zusätzlich zum Bestand. Die Strom- versorgung wird im Zuge der Maßnahme „Stromversorgung Areal MPG“ grundlegend erneuert. Küchentechnische Anlagen: Die Mensa ist für ca. 200 Verpflegungsteilnehmer täglich ausgelegt, mit zwei Platzwechseln zwischen 11:45 und 14:00 Uhr. Die Küche arbeitet als Relaisküche im Cook-&-Chill-System – die Speisen werden kalt angeliefert und vor Ort regeneriert. Die Arbeitsabläufe sind auf Effizienz und kurze Wege ausgerichtet: In der Vorbereitung werden Salate und Desserts portioniert, das Finishen der Speisen erfolgt direkt an der Ausgabetheke mit Combidämpfern. Die Ausgabe kombiniert Selbstbedienung (Salat/Dessert) und bediente Theke (Warmspeisen). Ein separater Nebeneingang ermöglicht flexible Anlieferungen. Kühl- und Lagerräume sind bedarfsgerecht ausgestattet. Die Spülküche umfasst eine Profi-Spülmaschine mit Wärmerückgewinnung. Rammschutz, Hygienespender und robuste Ausstattung sichern einen hygienischen und langlebigen Betrieb. Außenanlagen In die bestehenden Außenanlagen wird nur in minimalem Umfang eingegriffen. Die vorrangige Maßnahme besteht in der ordnungsgemäßen Wiederherstellung des Geländes nach Abschluss der Bauarbeiten. Zur Verbesserung des Zugangs für die Feuerwehr wird eine zusätzliche Zufahrt zur vorgesehenen Aufstellfläche (Rasenpflaster, Zugangstor) geschaffen. Der Erweiterungsbau erhält eine Fassadenbegrünung durch Berankung. Diese Begrünung dient zugleich als Kompen- sationsmaßnahme der entfallenden Fassadenbegrünung an der Stirnseite des Nordflügels. Während der Bauphase wird die Organisation der Pausenflächen gesondert betrachtet und entsprechend abgestimmt. Risikobetrachtung Risikofelder Risikobewertung Steuerung/ Anmerkung Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzielle Auswirkungen hoch mittel gering Bestand (Gebäude/ Bauwerk und/oder Grundstück X mittel Bestandsgebäude; Gutachten liegt vor Planungs- und Bauprozess X gering Bauen im Bestand Markt X mittel Baupreissteigerung mit 8% / Jahr berücksichtigt Übergeordnete Verfahren X gering Brandschutz, Standort Ganztageserweiterung Eichelgartenschule, Karlsruhe Rüppurr -5- Vereinfachte Pläne Lageplan Ganztageserweiterung Eichelgartenschule, Karlsruhe Rüppurr -6- Untergeschoss Ganztageserweiterung Eichelgartenschule, Karlsruhe Rüppurr -7- Erdgeschoss Ganztageserweiterung Eichelgartenschule, Karlsruhe Rüppurr -8- 1.Obergeschoss Ganztageserweiterung Eichelgartenschule, Karlsruhe Rüppurr -9- 2.Obergeschoss Ganztageserweiterung Eichelgartenschule, Karlsruhe Rüppurr -10- Schnitt A-A Ganztageserweiterung Eichelgartenschule, Karlsruhe Rüppurr -11- Schnitt B-B Ganztageserweiterung Eichelgartenschule, Karlsruhe Rüppurr -12- Ansicht West Ansicht Ost

  • Beschlussvorlage
    Extrahierter Text

    Beschlussvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0687 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft Ganztageserweiterung Eichelgartenschule, Karlsruhe-Rüppurr Baubeschluss Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Bauausschuss 18.09.2025 2 Ö Entscheidung Kurzfassung Der Bauausschuss nimmt das Vorhaben Erweiterung der zweizügigen Grundschule „Eichelgartenschule“ in Karlsruhe-Rüppurr zu einer Ganztagesgrundschule gemäß den Ausführungen hinsichtlich -des Beschriebs und der Darstellung, -des vorgesehenen Ausführungszeitplans, -des Gesamtkostenrahmens von 6.124.000 Euro und der Folgekosten von 250.422 Euro, -die Bewertung der möglichen Risiken zur Kenntnis, beschließt das Vorhaben und ermächtigt die Verwaltung auf dieser Grundlage das Vorhaben in eigener Zuständigkeit gemäß der Richtlinie Bauprozesse zu realisieren. Die finanziellen Mittel sind im Entwurf des Doppelhaushalts 2026/2027 vorgesehen und werden über die Veränderungsliste fortgeschrieben. Finanzielle Auswirkungen Ja ☒ Nein ☐ ☒ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: 6.124.000 € Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: 250.422 € Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Zuschüsse ca. 1.390.649 € Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☒ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☒ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☒ negativ ☐ geringfügig ☒ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Situation Die Grundschule Eichelgartenschule befindet sich zusammen mit der Realschule Rüppurr in einem dreigeschossigen Gebäude aus dem Jahr 1965 und liegt am südöstlichen Rand der Karlsruher Gartenstadt in einem innerstädtischen Waldgebiet. Das Bestandsgebäude aus dem Jahre 1965 besteht aus zwei parallel zueinanderstehenden jeweils dreigeschossigen Gebäudeflügeln, die im Westen durch einen 2004 errichteten dreigeschossigen Zwischenbau verbunden sind, der den Hauptzugang bildet. Im Osten befindet sich ein eingeschossiger WC-Bereich (Sanierung 2020), der die Gebäudeflügel ebenfalls miteinander verbindet. Die Altbau- Fassaden wurden bis 2017 saniert. Aufgabe Die zweizügige Grundschule soll im Hinblick auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem Schuljahr 2026/27 um eine Ganztageseinrichtung und zusätzliche Räume gemäß dem aktuellen Raumprogramm erweitert werden. Vorgesehen ist ein zweigeschossiger Erweiterungsbau am östlichen WC-Trakt mit Speisesaal, Aufwärmküche und Räumen für den Ganztagesbetrieb. Die Erweiterung soll gestalterisch zum Bestand passen, funktionale Anforderungen erfüllen und einen Bezug zu den Außenbereichen herstellen. Die Planung berücksichtigt baurechtliche, brandschutztechnische, funktionale und wirtschaftliche Anforderungen. Während der Bauzeit ist ein möglichst störungsfreier Schulbetrieb sicherzustellen. Nachhaltigkeit hat hohe Priorität. Ziel ist ein wirtschaftlicher, energieeffizienter und langlebiger Bau nach dem Low-Tech-Prinzip unter Beachtung der städtischen Leitlinie „Energieeffizienz und Nachhaltiges Bauen“. Entwurf Der eingeschossige Sanitärtrakt im Osten wird durch einen kompakten, zweigeschossigen Anbau erweitert, der sich im Erdgeschoss aus der Fassadenflucht herausschiebt, um die Flächen des Raumprogramms unterzubringen. Über einen neuen zweihüftigen Flur werden im EG ein Ganztagesaufenthaltsraum, ein Speisesaal mit Essensausgabe und eine Küche erschlossen. Der Speisesaal ist flexibel nutzbar und orientiert sich zum Außenbereich. Im OG befinden sich ein Teamraum, zwei Ganztagesaufenthaltsräume sowie ein Rechenintensivraum. Der dritte Aufenthaltsraum wird im Bestand (anstelle des Rechenintensivraums) verortet. Das Dach wird als Gründach mit Photovoltaikanlage gestaltet, im UG wird ein Technikbereich als Teilunterkellerung untergebracht. Die Erweiterung ist als wirtschaftlicher Stahl-Holz-Hybridbau mit hohem Vorfertigungsgrad geplant. Der Neubau integriert sich gestalterisch in den Bestand, bietet flexible Nutzbarkeit und ermöglicht durchdachte Belichtung, Belüftung sowie sommerlichen Wärmeschutz. Suffizienzstrategie Im Sinne einer ressourcenschonenden Planung und Umsetzung wurde bei dem vorliegenden Projekt gezielt eine Suffizienzstrategie verfolgt. Ziel ist es, den Material- und Energieeinsatz durch bewusste Reduktion und intelligente Flächennutzung zu minimieren, ohne die funktionalen Anforderungen des Gebäudes zu beeinträchtigen. Die Lüftungstechnik wurde auf das notwendige Maß reduziert: Eine mechanische Lüftungsanlage ist ausschließlich für die Küche vorgesehen. Im Speisesaal wird die Frischluftzufuhr über unterstützende – 3 – Ventilatoren realisiert, da aufgrund der Fensteröffnungen nur auf einer Raumseite keine Querlüftung möglich ist. In den übrigen Aufenthaltsräumen wird auf mechanische Lüftung verzichtet. Zudem wurde auf eine vollständige Unterkellerung verzichtet. Die notwendige Erweiterung der Technikflächen erfolgt lediglich punktuell, um den Eingriff in den Baugrund sowie den Ressourcenbedarf zu minimieren. Ein größerer Flächenzuwachs konnte durch funktionale Umstrukturierungen innerhalb des Bestands vermieden werden. So werden beispielsweise die Personalräume des Küchenpersonals in bestehenden Lagerräumen verortet. Ein Raumtausch zwischen Aufenthaltsraum und Klassenzimmer (beziehungsweise rechenintensivem Raum) ermöglichte ebenfalls eine Flächenoptimierung. Darüber hinaus wurde anstelle eines eigenen Teamleitungsraums eine integrierte Lösung innerhalb des Teamraums gewählt. Bauliche Einschränkungen wie erhöhte Brandschutzanforderungen sowie mangelnde Belichtung und Belüftung hätten andernfalls zu höheren Kosten geführt. Auch während der Bauzeit wird der Suffizienzgedanke berücksichtigt: Anstelle kosten- und ressourcenintensiver Containerprovisorien ist lediglich eine verbindende Passerelle zwischen Alt- und Neubau vorgesehen. Die bestehenden Toilettenanlagen sollen dabei weitestgehend in Betrieb bleiben, um zusätzliche Interimslösungen zu vermeiden. Kostenschlüssel (DIN 276) Stand 07/2025 200 Herrichten und Erschließen 47.000 € 300 Bauwerk - Baukonstruktionen 2.696.800 € 400 Bauwerk - Technische Anlagen 1.060.600 € 500 Außenanlagen 139.700 € 600 Ausstattung und Kunstwerke 137.900 € 700 Baunebenkosten 969.100 € 700 Bauverwaltungskosten 361.500 € Gesamt 200 - 700 5.412.600 € Baupreissteigerung 8% * 310.000 € Aufrundung / Unvorhergesehenes 401.400 € Gesamtaufwand 6.124.000 € * jährliche Baupreissteigerungen von 8%/Jahr. Finanzierung Die finanziellen Mittel sind im Entwurf des Doppelhaushalts 2026/2027 vorgesehen und werden über die Veränderungsliste fortgeschrieben. Die Mehrauszahlungen in Höhe von 478.539 Euro werden ab dem Haushaltsjahr 2028 über das Projekt 7.884639 gedeckt. Förderung Für den Erweiterungsbau wurde ein Antrag auf Zuwendung des Landes Baden-Württemberg gemäß Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums über die Förderrichtlinie zur Umsetzung des Investitions- programms zur Durchführung des Ganztagsfinanzhilfegesetzes (VwV Investitionsprogramm Ganztagesausbau) gestellt. Die Höhe der Zuwendung wird etwa 1.390.649 Euro betragen. – 4 – Bewertung durch SPC Die Maßnahme ist erforderlich und folgt den gesetzlichen Anforderungen für ein Ganztagsangebot im Schuljahr 2026/27 mit Essensangebot im Cook & Chill – Verfahren. Minimale bauliche Eingriffe am Bestandsgebäude durch den Anbau als Spange. Vorliegende Kosten basieren auf der Grundlage einer vertieften Kostenberechnung. Die Risiken wurden detailliert bewertet und sind im Unvorhergesehenen mitberücksichtigt. Der Kostenkennwert liegt aufgrund der technischen Ausstattung der Küche und einer geringen Bruttogrundfläche bei 4.042,72 €/m² BGF (ohne Küche 3.772,95 €/m² BGF) und liegt damit im Rahmen vergleichbarer Projekte. CO 2 -Relevanz Eine 33 kWp große PV-Anlage auf dem Flachdach reduziert die primärenergetische Jahresbilanz. Durch den Erweiterungsbau mit der Photovoltaikanlage können rund 12 t CO 2 pro Jahr eingespart werden. Die Anlage erzeugt einen jährlichen Ertrag von ca. 28.000 kWh. Es ist davon auszugehen, dass circa 50% der erzeugten Photovoltaik-Energie in der Eichelgartenschule verbraucht wird. Termine Mit der Haushaltsfreigabe im Frühjahr 2026 kann mit der Ausschreibung und Vergabe begonnen werden. Derzeit planen wir mit einem Baubeginn Ende 2026 und der Fertigstellung Ende 2028. Anlage - Erläuterung zu Entwurf/ Konstruktion, sowie - Brandschutz - Gebäudetechnik/ Klimaschutz - Außenanlagen - Risikobetrachtung - Vereinfachte Pläne