Abschlussbericht Park.Raum.Dialog

Vorlage: 2025/0612
Art: Informationsvorlage
Datum: 14.07.2025
Letzte Änderung: 06.10.2025
Unter Leitung von: Stadtplanungsamt
Erwähnte Stadtteile: Oststadt, Weststadt

Beratungen

  • Planungsausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 15.10.2025

    TOP: 2

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Anlage 01_Abschlussbericht_PRD_Karlsruhe
    Extrahierter Text

    4, Abschlussbericht zum Park.Raum.Dialog Karlsruhe Juni 2025 Zusammenfassung Dieses Dokument enthält konkrete Empfehlungen zum kommunalen Parkraummanagement für die Stadt Karlsruhe, die im Rahmen des Park.Raum.Dialogs von ausgewählten Stakeholdern gemeinsam mit der Stadtverwaltung erarbeitet und vom Kompetenznetz Klima Mobil der Nahverkehrsgesellschaft Baden- Württemberg konkretisiert wurden. Dabei sind zunächst der Ablauf und Hintergrund des Park.Raum.Dialogs erläutert, anschließend folgt die Dokumentation des Reflexionstreffens und Aktionstreffens und im letzten Kapitel sind die Empfehlungen zum kommunalen Parkraummanagement für die Stadt Karlsruhe in fünf Handlungsfeldern dargestellt. Grundsätzlich sollte in der Stadt Karlsruhe das Parkraummanagement als Teil eines stadtweiten Mobilitätskonzeptes verstanden werden. So kann das Parken von Kraftfahrzeugen verträglich gestaltet werden und durch eine andere Verteilung der Flächen andere Schwerpunkte in der Verkehrsmittelwahl gesetzt werden. Konkret werden in fünf Handlungsfeldern Maßnahmen empfohlen. Ein stadtweites, integriertes Parkraummanagementkonzept soll das Parken lenken, zum Beispiel durch eine flächendeckende Bewirtschaftung und dabei gegenseitige Abhängigkeiten und Einflüsse der Maßnahmen beachten. Weiter wird empfohlen klimafreundliche Mobilität zu unterstützen, um weniger Parkraumnachfrage zu erzeugen. Die Kontrolle des Parkens soll verbessert und hier insbesondere die digitale Parkraumkontrolle eingeführt werden. Für das Parken von Lieferdiensten oder anderen wirtschaftlichen Akteuren werden Ansätze vorgeschlagen, wie mit den engen gesetzlichen Regelungen umgegangen werden könnte sowie ein zielführender Austausch der Beteiligten mit der Stadtverwaltung. Mit geeigneter Kommunikation sollen die Maßnahmen des Parkens begleitet werden, um den Zusammenhang aufzuzeigen und einseitig-negativer Wahrnehmung vorzubeugen. Neben der Steigerung der Lebensqualität vor Ort, der gerechten Verteilung der begrenzten Flächen für alle Menschen und Mobilitätsformen werden dabei auch der Klimawandel und seine begleiteten Herausforderungen in den Blick genommen. Inhalt 1 Hintergrund & Ablauf 4 2 Onlinebefragung 5 3 Dokumentation Reflexionstreffen 5 4 Dokumentation Aktionstreffen 17 5 Empfehlungen 28 6 Fazit 38 Anhang - Anhang 1: Teilnehmendenliste - Anhang 2: Ergebnisse Onlinebefragung - Anhang 3: Foliensatz Reflexionstreffen - Anhang 4: Maßnahmenvorschläge - Anhang 5: Foliensatz Aktionstreffen 4 Hintergrund & Ablauf Für das Erreichen der Verkehrswendeziele des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg nimmt eine strategische Parkraumpolitik auf kommunaler Ebene eine zentrale Rolle ein. Die mittlerweile rund sieben Millionen Pkw in Baden-Württemberg verursachen eine große Menge an Treibhausgasemissionen und beanspruchen große Teile des öffentlichen Raumes unter anderem als Abstellfläche. Der Angebotsausbau im Fuß- und Radverkehr, öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und von weiteren klimagerechten Mobilitätsformen allein ist zur Erreichung der Verkehrswendeziele nicht ausreichend. Um klimafreundliche Mobilitätsformen zu fördern, ist eine gerechte Verteilung des öffentlichen Raumes - für alle Menschen und Mobilitätsformen sowie für Grün- und Blauflächen zur Klimawandelanpassung - erforderlich. Eine strategische Parkraumpolitik, die Parkraummanagement als Steuerungsinstrument zum Klimaschutz im Verkehr und durch restriktive Maßnahmen der Parkraumbewirtschaftung und -umnutzung sowie eine effektive Parkraumkontrolle zur Steuerung und Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs, ist für das Erreichen der Verkehrswendeziele notwendig. Der Park.Raum.Dialog dient zur partizipativen Entwicklung einer kommunalen Parkraumpolitik. Um dabei unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen, erarbeiten verschiedene Interessensgruppen, beispielsweise aus dem Einzelhandel oder von Interessensverbänden des Radverkehrs gemeinsam mit der Kommunalverwaltung Strategien und Maßnahmen für ein klimafreundliches Parkraummanagement. Der Park.Raum.Dialog hat den Zweck als Impulsgeber zur Ausgestaltung eines integrierten Parkraummanagementsystems mit den Schwerpunkten Parkraumbewirtschaftung, Parkraumumgestaltung und Parkraumkontrolle unter Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Menschen und Mobilitätsformen zu fungieren. Konzeptionell basiert der Park.Raum.Dialog auf dem auf europäischer Ebene entwickelten ParkPAD. Die Umsetzung der im Rahmen des Park.Raum.Dialogs erarbeiteten Strategien und Maßnahmen obliegt der Kommunalverwaltung, gegebenenfalls unter Einbeziehung politischer Gremien. Die Organisation und Durchführung des Park.Raum.Dialogs erfolgt durch das Kompetenznetz Klima Mobil im Auftrag des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg. Das Kompetenznetz Klima Mobil ist als Expert:innenstelle für Klimaschutz im Verkehr bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg angesiedelt und berät, unterstützt und vernetzt Kommunen in den Schwerpunkten klimaschutzorientierte Verkehrsplanung und klimaschutzorientierte Parkraumpolitik. Der Park.Raum.Dialog besteht aus zwei je rund dreistündigen Workshops (Reflexions- und Aktionstreffen) mit vorgelagerter Online-Befragung zum Status Quo der Parkraumpolitik. In Karlsruhe fand das Reflexionstreffen am 13.12.2024 in den Räumen Nancy / Nottingham und das Aktionstreffen am 30.01.2025 im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses Karlsruhe (Karl-Friedrich-Straße 10, 76133 Karlsruhe) statt. Weitere Informationen zum Park.Raum.Dialog finden sich hier. Der Stakeholderkreis für die Teilnahme am Park.Raum.Dialog wurde von der Stadtverwaltung in Abstimmung mit dem Kompetenznetz Klima Mobil zusammengestellt. Vonseiten der Verwaltung federführend verantwortlich für den Park.Raum.Dialog waren Christina Reimold und Birke Bronner (Stadtplanungsamt). Bei der Auswahl der Personen wurde darauf geachtet, dass die unterschiedlichen Perspektiven und Interessen im Zusammenhang einer kommunalen Parkraumpolitik möglichst ausgewogen berücksichtigt werden. Die Übersicht der Teilnehmenden findet sich in Anhang 1. Zunächst wurde der Stakeholderkreis mit dem online zur Verfügung gestellten Park.Raum.Dialog-Fragebogen zum Status Quo der Parkraumpolitik in Karlsruhe befragt. Die Ergebnisse der Befragung bildeten die Grundlage 5 des Reflexionstreffens. Die Befragungsergebnisse sowie weitere Informationen zum Reflexionstreffen des Park.Raum.Dialogs in Karlsruhe enthält Anhang 2 und 3. Im Reflexionstreffen wurden die Perspektiven aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in einem Workshop-Format gemeinsam diskutiert und Ideen und Verbesserungsvorschläge für die Parkraumpolitik in Karlsruhe erarbeitet. Diese wurden abschließend durch alle Teilnehmenden bezüglich ihrer Relevanz für die Stadt Karlsruhe und den Klimaschutz bewertet. Aus den Ergebnissen des Reflexionstreffens leiteten die Experten des Kompetenznetz Klima Mobil fünf konkrete und klimaschutzorientierte Maßnahmenvorschläge (vgl. Anhang 4) als Diskussionsgrundlage für das Aktionstreffen mit denselben Teilnehmenden ab. Beim Aktionstreffen beschäftigten sich die Stakeholder iterativ mit der Ausgestaltung und Detaillierung der Maßnahmenvorschläge unter Verwendung strukturgebender Projekt-Canvas-Boards. Diese wurden abschließend wiederum anhand ihrer Relevanz für die Stadt Karlsruhe und den Klimaschutz bewertet. Die Präsentation und der Ablauf des Aktionstreffens finden sich in Anhang 5. Onlinebefragung Zum Einstieg in den Park.Raum.Dialog sind alle Teilnehmer:innen aus dem Stakeholderkreis gebeten worden, einen Online-Fragebogen zur aktuellen Parkraumpolitik in Karlsruhe auszufüllen. Dieser ist eine Grundlage für die Bewertung der Parkraumpolitik sowie die Grundlage für die Diskussionen in den Workshops und die Maßnahmenvorschläge. Der Fragebogen ist bewusst knappgehalten, um auch Personen ohne tiefgehende Kenntnisse einen Einstieg zu bieten. Gleichzeitig wird durch die verschiedenen Themenfelder, die der Fragebogen abdeckt, ein einfacher Einstieg in das Parkraummanagement geboten, was gerade für Nichtfachleute hilfreich ist. Die Antworten können innerhalb einer vierstufigen Skala gegeben werden. Zu jeder Frage besteht die Möglichkeit, Freitextanmerkungen zu machen. Zusätzlich wurde noch nach angemessenen Parkgebühren gefragt. Hier wurde unterschieden in Parkgebühren pro Stunde, pro Tag und einer Jahresgebühr für das Bewohnerparken. Die Fragen, sowie die Ergebnisse und Freitextanmerkungen sind in Anhang 2 enthalten. Dokumentation Reflexionstreffen Das Reflexionstreffen ist das erste von zwei Workshopformaten des Park.Raum.Dialog. Hier wurden die teilnehmenden Personen des Stakeholderkreises durch die Leiterin des Stadtplanungsamtes Frau Prof. Dr. Karmann-Woessner begrüßt. Es erfolgte die Einordnung des Park.Raum.Dialog in die weiteren kommunalen Prozesse durch Herrn Wagner, der darstellte, dass der Park.Raum.Dialog eine gesamtstädtische Perspektive hat. Im Reflexionstreffen wurde den Anwesenden aus dem Stakeholderkreis die Ergebnisse der Onlinebefragung durch die Auditoren des Kompetenznetz Klima Mobil vorgestellt. Danach waren die Teilnehmer:innen eingeladen, die Ergebnisse der einzelnen Fragen des Fragebogens zu reflektieren und erste Ideen oder Vorschläge auf Moderationskarten zu notieren und an vorbereitete Pinnwände anzuheften. Dazu waren an den Pinnwänden zu jeder Frage die Ergebnisse angeheftet. Nach Abschluss der drei Diskussionsrunden wurden die Teilnehmer:innen gebeten, die Fragen des Fragebogens neu zu bewerten und diese Bewertung auf der Skala mit einem Klebepunkt zu markieren. Zusätzlich sollten die in der Diskussionsphase entstandenen und auf Moderationskarten notierten Ideen bewertet werden. Vorschläge, die hinsichtlich des Parkens vorteilhaft für die Stadt Karlsruhe allgemein wären, bekamen einen gelben Klebepunkt (), Vorschläge, die als gut für den Klimaschutz im Verkehr bewertet werden, bekamen einen grünen Klebepunkt (). Im Folgenden sind die Ergebnisse dokumentiert. 6 Frage 1: Wie aktiv ist Ihre Kommune Ihrer Ansicht nach beim Parkraummanagement? (Durchschnittliche Antwort 2,67) Abbildung 1: Neubewertung Frage 1 durch blaue Klebepunkte Frage 2: Welche Veränderungen im Parkraummanagement sind aus Ihrer Sicht notwendig bzw. wünschenswert? (Durchschnittliche Antwort 3,14) Abbildung 2: Neubewertung Frage 2 durch blaue Klebepunkte 7 Ideen und Vorschläge zu Frage 1 und 2 Ideenbewertung bezogen auf Städtische Belange Klimaschutz im Verkehr Zeitliche Begrenzung / Gebühren / Umnutzung P+R: Beleuchtung, Kiosk, Zustand Sanitäreinrichtungen, angstfreie Zonen schaffen Mehr P+R an ÖPNV-Haltestellen        P+R an Stadteingängen: nicht zu teuer/kostenlos, Verknüpfung mit ÖPNV-Ticket   Barrierefreier Umstieg: Nicht zu weite Wege Bessere Kommunikation über dezentrales P+R-Konzept, auch bei Touristen  P+R mit Ladesäulen sinnvoll? → 8 h belegt während der Arbeitszeit, neu denken (Kontrolle, Service) Mehr / bessere Kommunikation mit allen Beteiligten      Datenerhebung zum Parkdruck: Öffentliches Parken & privates Parken     Stellplatzsatzung mit verringerten Stellplätzen wichtig   ÖRMI umfragen, Parkhäuser ziehen Verkehr an → In der Innenstadt Verkehr reduzieren   Soziale Kontrolle / sichere Parkhäuser Förderung blau-grüne Infrastruktur        Entsiegelung: Weniger ebenerdig aber Aufzüge (Barrierefreiheit), Parkhäuser und Parkgaragen   Wenn Umnutzung, dann sinnvoll nutzen, nicht nur Bank auf die Fläche → Grün, Mobiliar, Gestaltung, Fahrradständer         Akzeptanz der Nutzer:innen Neue StVO beim Bewohnerparken ausnutzen → drohender Parkdruck   Bewohnerparken ausweiten       Bewirtschaftung & Bewohnerparken stadtweit betrachten → kein Flickenteppich ÖPNV muss besser werden, damit weniger Bedarf beim Parken entsteht      Motivation für Umstieg auf ÖPNV fehlt       Attraktive Preise - auch Tages-, Mehrtages, Wochentickets    8 Ideen und Vorschläge zu Frage 1 und 2 Ideenbewertung bezogen auf Städtische Belange Klimaschutz im Verkehr Parktickets nicht teurer / genauso teuer wie ÖPNV-Tickets (kostenloses) on-street Parken reduzieren bzw. teurer als im Parkhaus Soziale Ungleichheit bei Parkgebühren beachten Vgl. Landauer Modell → jeder muss bezahlen Bußgeld für Fehlnutzung von Garagen  Förderung für private / alternative Parkmöglichkeiten durch Kommune z.B. Quartiersgarage   Neue Konzepte für Quartiersgaragen (Attraktivität steigern, mehr Parkhäuser / Parkgaragen)    Mehr Parkhäuser in städtischer Hand → mehr Einfluss (insbesondere Fahrradparken kostengünstig)  Mehr Behindertenparkplätze & Ausweise (Beantragung erleichtern) – barrierefreie Parkhäuser Lösung für Mobilitätseingeschränkte Personen ohne Behindertenausweis → Spielräume für breitere Parkplätze 9 Frage 3: Welche Informationen und Orientierungshilfen gibt es in Ihrer Kommune zum Parken in öffentlich zugänglichen Parkierungseinrichtungen? (Durchschnittliche Antwort 3,67) Abbildung 3: Neubewertung Frage 3 durch blaue Klebepunkte Ideen und Vorschläge zu Frage 3 Ideenbewertung bezogen auf Städtische Belange Klimaschutz im Verkehr Bereitschaft für Investition und neue Technologie Technik auf Straße / Schilder, nicht Handy Integration in GoogleMaps → Flächendeckende Informationen zur Auslastung  Informationen auch für Lieferverkehr Mobilitätsportal: Viele Infos, nicht nutzer:innenfreundlich (Preise?) Zentrale (bw-weite) Informationen zur Bepreisung Bewohnerparken im Mobilitätsportal ausweisen   Sehr gute Beschilderung (Parkleitsystem) bereits vorhanden Sehr viele Schilder → Reduktion durch moderne Leittechnik Erhebung der Hochschule berücksichtigen → kostenloses Parken für Versorgung Verwaltung braucht einheitliche Plangrundlagen       10 Frage 4: Wie ist das Parken und Be- und Entladen für den Wirtschafts- und Lieferverkehr im öffentlichen Straßenraum organisiert? (Durchschnittliche Antwort 2,35) Abbildung 4: Neubewertung Frage 4 durch blaue Klebepunkte Ideen und Vorschläge zu Frage 4 Ideenbewertung bezogen auf Städtische Belange Klimaschutz im Verkehr Betrifft Gesamtstadt Lieferverkehr in Wohngebieten noch nicht berücksichtigt Möglichkeiten schaffen, nicht illegal / gefährlich zu halten      Kommunikation mit Zustellenden verbessern → Nutzung der Ladezonen verbessern  Abstände und Lokalisierung von Ladezonen  Klare Zeiträume und Zonen für Lieferung Herausforderung v.a. kleiner Einzelhandel Verstärkte Kontrolle bei Lieferverkehr für Anlieferung   Verschiedene Säulen: Privat (Packstationen) vs. Einzelhandel Anlieferverkehr (Ladezonen)  Viele Konflikte mit Fuß- und Radwegen durch kurzes Halten Mehr Kontrolle notwendig Datenerfassung: Status Quo und Bedarf Liefer- / Pflegeverkehr muss nicht Autoverkehr sein  11 (Lasten-) Fahrräder für letzte Meile fördern Direkten Zulieferverkehr reduzieren  Z.B. Click&Collect, Packstationen   Preisgestaltung hilft (Bepreisung Hauslieferungen) → nicht in kommunaler Hand Mehr Gesamtkonzept / Lösungen → nicht individuelle Einzellösungen Große Vielfalt Hol- und Bringdienst Betrifft auch Pflegedienste?! Planung bereits bei Bauvorhaben   Konzept Verkehrslenkung Lieferverkehr  „Bedarfsgerecht“ für Supermärkte / Handel stärker berücksichtigen Frage 5: Bitte bewerten Sie die Fahrradabstellmöglichkeiten in Ihrer Kommune. (Durchschnittliche Antwort 2,68) Abbildung 5: Neubewertung Frage 5 durch blaue Klebepunkte 12 Ideen und Vorschläge zu Frage 5 Ideenbewertung bezogen auf Städtische Belange Klimaschutz im Verkehr Bedarf Fahrradparkhaus       Radabstellanlagen für Lastenräder ausbauen  Modellprojekt: Mikro-Fahrradparkhaus in leerstehenden Gebäuden      Bedarfsorientierte Ausrichtung Ausbau Radparken in Sichtachsen  Was ist mit dauerhaft abgestellten „Schrottfahrrädern“?   Erhöhung der Anzahl der Stellplätze bspw. an der Uni / in der Innenstadt Qualität der Radabstellanlagen erhöhen (Überdachung, Lademöglichkeit e-Bikes)   Ausbau Fahrradparken in Wohnquartieren        Ausbau Radservicepunkte Radservicepunkte gibt es auch auf durch private Anbieter:innen und auf Privatgelände Herausforderung: Vandalismus Radservicepunkte 13 Frage 6: Welche Parkregelungen und -angebote gibt es für Sharingfahrzeuge (Car-/Bike-/E-Scooter- Sharing)? (Durchschnittliche Antwort 2,95) Abbildung 6: Neubewertung Frage 6 durch blaue Klebepunkte Ideen und Vorschläge zu Frage 6 Ideenbewertung bezogen auf Städtische Belange Klimaschutz im Verkehr Erste Flächen zum Abstellen von E-Scootern / Bikesharing  Ungeordnetes Abstellen von E-Scootern Stationsbasiertes E-Scooter-Sharing in Kombination mit ÖV- Haltestellen  Geofencing für E-Scooter in der Innenstadt / am Bahnhof Ausweitung Geofencing 14 Frage 7: Welche besonderen Angebote und Bevorrechtigungen beim Parken für elektrisch betriebene Fahrzeuge (Fahrzeuge mit E-Kennzeichen) gibt es? (Durchschnittliche Antwort 2,07) Abbildung 7: Neubewertung Frage 7 durch blaue Klebepunkte Ideen und Vorschläge zu Frage 7 Ideenbewertung bezogen auf Städtische Belange Klimaschutz im Verkehr Im öffentlichen Raum nur Schnellladen     Langsames Laden wird forciert → Ausbau der öffentl. Ladeinfrastruktur         Während des Ladens ist das Parken kostenfrei        Sicherstellung des Umschlags durch Begrenzung der Höchst“park“dauer: AC-Laden = 4 Stunden zwischen 8 und 22 Uhr, (DC-Laden = 2 Stunden zwischen 8 und 22 Uhr)    15 Frage 8: Wie effektiv ist die Kontrolle von Parkplätzen im öffentlichen Straßenraum (z. B. Parkschein, Parkscheibe) sowie die Kontrolle von Falschparken (z. B. Parken in Kreuzungsbereichen, auf dem Gehweg, im Halteverbot etc.) Ihrer Einschätzung nach? (Durchschnittliche Antwort 2,41) Abbildung 8: Neubewertung Frage 8 durch blaue Klebepunkte Ideen und Vorschläge zu Frage 8 Ideenbewertung bezogen auf Städtische Belange Klimaschutz im Verkehr Abstellen von E-Scootern ordnen, insbesondere in der Innenstadt           Abstellflächen für E-Scooter definieren, wo verpflichtend abgestellt werden muss Dauerhaftes Parken von Wohnmobilen begrenzen    Werbeanhänger kontrollieren → Nehmen Anwohner:innen die Plätze weg  Unterschiedlicher Kontrolldruck auf bewirtschafteter vs unbewirtschafteter Fläche (Innenstadt vs Radgebiete) Sensorische Erkennung der Belegung von Ladezonen und Behindertenparkplätzen Scanfahrzeuge könnten Parkraum kontrollieren, wenn möglich Polizei sollte gegen Falschparken vorgehen bspw. bei Gefährdung / Behinderung Kontrollen auch in den Abend- und Nachtstunden sicherstellen sowie am Wochenende        16 Ideen und Vorschläge zu Frage 8 Ideenbewertung bezogen auf Städtische Belange Klimaschutz im Verkehr Frage: „Rentieren“ sich zusätzliche Kontrollierer:innen bspw. durch zusätzliche Bußgelder Ist Abschleppen verhältnismäßig (Gefahr von Prozessen)? Falschparken in der Innenstadt (Ausgehzeiten, Ausgehviertel) wird zu wenig verfolgt → keine Wirkung    An Falschparker-Hot-Spots (einzelne Stellen) wirksam bekämpfen (einzelne Falschparkende auf speziellen Stellen z.B. Radweg) Zweckbestimmte Parkplätze stärker kontrollieren (Lieferzonen, Behindertenparkplätze, Carsharing)    Kontrollkräfte-Job attraktiver machen z.B. bessere Bezahlung  17 Dokumentation Aktionstreffen Das Aktionstreffen baut inhaltlich auf den Diskussionsergebnissen des Reflexionstreffens auf. Die Auditoren des Kompetenznetz werteten die Ergebnisse des Reflexionstreffens aus und erstellten auf dieser Basis weitergehende Maßnahmenvorschläge, die die Themenfelder in Clustern zusammenfassen. Diese betreffen die Themen: 1. Stadtweites, integriertes Parkraummanagement-Konzept 2. Klimafreundliche Mobilität unterstützen 3. Parkraumkontrolle verbessern 4. Liefer- und gewerbliche Verkehre 5. Kommunikation Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind dabei noch nicht auf Umsetzbarkeit geprüft, wie Straßenbaulast, Flächenverfügbarkeit, Mittelbedarf, straßenverkehrsrechtliche Möglichkeiten usw. Die Qualität und der Innovationsgrad der Maßnahmenvorschläge spiegelt die Kleingruppendiskussionen der verschiedenen Stationen im Reflexionstreffen sowie die Freitext-Anmerkungen der Online-Befragung wider. Sie bilden den Ausgangspunkt für eine weitere Bearbeitung des Themas nach Abschluss des Park.Raum.Dialogs in Karlsruhe. Die Maßnahmenvorschläge wurden im Aktionstreffen dem Stakeholderkreis vorgestellt und bilden die Grundlage für die Diskussionen der Stakeholder. Zur Unterstützung strukturierter Diskussionen wurde das Mittel der Projekt- Canvas-Boards verwendet. Dieses visuelle Hilfsmittel aus dem Projektmanagement wurde an Pinnwänden befestigt und dient dazu, komplexe Themen für heterogene Gruppen greifbar zu machen. Die Diskussionsteilnehmer:innen konnten sich so zu verschiedenen Fragen innerhalb der Themen austauschen. Die Projekt-Canvas-Boards enthielten Felder zu Beschreibung, Ideen und Vorschlägen, Zweck und Ziele, Maßnahmen, Team, Ressourcen, Prioritäten, Chancen und Risiken und dem Zeithorizont. Die Ergebnisse, aber auch offene Punkte oder Vorschläge wurden auf Moderationskarten notiert und im entsprechenden Feld angebracht. Im Weiteren werden die Diskussionen dokumentiert. Die tatsächliche Umsetzung einzelner Vorschläge oder Maßnahmen bedarf noch weiterer Prüfungen und Zuweisung von Ressourcen. Im Zentrum steht hier die Identifikation von Anknüpfungspunkten für weitere Bearbeitung und die spätere Umsetzung. Die eingebrachten Vorschläge spiegeln die vielfältigen Perspektiven der Teilnehmenden wider, auch wenn nicht alle mit den Zuständigkeiten oder Abläufen in der Stadtverwaltung vertraut sind. Nach den Diskussionsrunden waren die Teilnehmenden eingeladen zu bewerten, wie wichtig sie die einzelnen Maßnahmen finden. Dazu sollten sowohl die Wichtigkeit allgemein für die Stadt Karlsruhe als auch für den Klimaschutz im Besonderen bewertet werden. Die Bewertung wurde mit farbigen Klebepunkten vorgenommen. Je Teilnehmer:in konnten drei gelbe Klebepunkte () sowie drei grüne Klebepunkte () verteilt werden. Die gelben Punkte bezogen sich dabei auf Karlsruhe und die grünen Klebepunkte auf den Klimaschutz. Maßnahmenvorschlag 1: Stadtweites, integriertes Parkraummanagementkonzept Inhalte der Maßnahmenvorschläge Ein stadtweites, integriertes Parkraummanagementkonzept soll – auch im Sinne des Klimaschutzes – das Parken aus dem Straßenraum in Tiefgaragen oder Parkhäuser verlagern, freiwerdende Flächen umnutzen, Parksuchverkehr reduzieren und die Verkehrsmittelwahl beeinflussen sowie die Auslastung der Parkflächen und die Nutzergruppen untersuchen. Dieses Konzept soll stadtweit die Parkflächen erheben, konsistent sein sowie mit örtlich geeigneten Maßnahmen arbeiten. Die Finanzierung von Quartiersgaragen ist im Einzelfall zu prüfen und dafür sollen passende Nutzungskonzepte und zielführende Parkregeln in deren Umfeld erarbeitet werden. Das 18 Bewohnerparken soll ausgeweitet und Lösungen wie das Landauer Modell 1 sollen geprüft werden, wobei auch Verlagerungen des Parkens in Nachbarquartiere berücksichtigt werden sollen. Parkgebühren sollen dynamisiert werden, um allgemeine Preisentwicklungen zu berücksichtigen. Diskussion der Stakeholder Abbildung 9: Projekt-Canvas „Stadtweites, integriertes Parkraummanagementkonzept“ Das Parkraummanagementkonzept soll eine flächendeckende Regelung des Parkens anstreben. Es soll darauf abzielen, dem Klimaschutz und der Klimaanpassung gerecht zu werden, nachhaltige Verkehre zu stärken und eine hohe Lebensqualität sicherzustellen. Die Zahl der Kraftfahrzeuge im öffentlichen Raum soll reduziert und die Auslastung privater Stellplätze soll verbessert werden. Gleichzeitig soll die Verkehrssicherheit verbessert werden, wenn Sichtbeziehungen frei bleiben. Besondere Chancen liegen hier in den Änderungen der Straßenverkehrsordnung und des Straßenverkehrsgesetzes. Dabei sollen Angebote und Restriktionen miteinander verknüpft werden. Als notwendig wurde die Analyse von Parkdruck, Fremdparkern und Verdrängungseffekten gesehen. Zusätzlich wurde der Vorschlag einer „Guerilla-Parkraumerhebung“ gemacht. Hier ist die Erhebung privater Stellplätze durch Nicht-Fachleute gemeint, die ehrenamtlich zuarbeiten. Das Parkraummanagementkonzept soll die Ausweitung von Bewohnerparkzonen in der Kernstadt berücksichtigen, und generell lokal passende Lösungen finden. Das Parkraumangebot sowohl öffentlicher Parkflächen, als auch privater Stellplätze soll erhoben werden sowie die Nachfrage, wann und von wem Parkraum nachgefragt wird. Dabei wurde auch vorgeschlagen, dass Garagen auf Leerstand hin kontrolliert werden sollten. Parkgebühren sollten unter Beachtung sozialer Belastungen dynamisiert werden, ein passender Index muss noch bestimmt werden. Im Parkraummanagementkonzept soll auch P+R mit berücksichtigt werden, Parkplätze sollen für Pendler:innen freigehalten werden und für Kund:innen des KVV soll das Parken kostenlos sein. Es wurde 1 Das Landauer Modell verzichtet auf klassisches Bewohnerparken mit Bewohnerparkausweisen und setzt stattdessen auf eine einheitliche Parkraumbewirtschaftung für alle Nutzergruppen. Hier werden Dauerparkscheine verwendet, die von allen Interessenten erworben werden können. 19 gefordert, dass Parkplätze für Menschen mit Behinderung erhalten bleiben müssen und diese an ein System angekoppelt werden sollen, um Informationen bereitzustellen, welche frei oder belegt sind. Hinsichtlich Quartiersgaragen wird das Risiko gesehen, dass sie nicht genutzt werden. Daher sollten Regelungen gefunden werden, die dazu führen, dass Fahrzeuge grundsätzlich dort eingestellt werden, um die Auslastung und Kostendeckung sicherzustellen. Weiterhin wurden allgemein sichere Parkbauten gefordert, die sauber, gut beleuchtet und durch Videokameras überwacht werden. Die Umsetzungsverantwortung wird bei der Verwaltung der Stadt Karlsruhe und der VBK/KVV gesehen. Beteiligt werden sollten der Gemeinderat, sowie die Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Bürgervereine (AKB), ADFC, ADAC, Gewerbe, Handel, Handwerk, IHK, Lieferdienste, Interessengemeinschaften. Allgemein sieht man beim Parkraummanagementkonzept eine hohe Priorität mit der Notwendigkeit einer regelmäßigen Revision. Als kurzfristige Maßnahme wurde eine Satzungsänderung für die Dynamisierung von Parkgebühren vorgeschlagen. Mittelfristig sollen vorhandene Ressourcen wie private Stellplätze und Garagen genutzt werden, sowie die Bereitschaft zum Parken in Garagen ermittelt werden. Ebenso wurde in der Diskussion vorgeschlagen, dass beim Umbau oder der Einführung von Radstreifen Bewohnerparken eingeführt werden soll. Aufgeworfen wurde die Frage, ob Bevorrechtigungen für E-Autos beim Laden zu mehr E-Auto-Besitz und zu einer Steigerung des Autoverkehrs führen würde. Bewertung In der Punkte-Bewertung durch die Stakeholder sehen diese eine hohe Bedeutung des Parkraum- managementkonzepts. Insgesamt wurden die meisten Punkte allgemein für das Thema vergeben. Sechs gelbe Klebepunkte bewerteten das Thema als bedeutsam für Karlsruhe und 13 Klebepunkte sprechen für eine hohe Bedeutung für den Klimaschutz. Zusätzlich wurden noch folgende Einzelmaßnahmen bewertet: Maßnahmenvorschlag 1: Stadtweites, integriertes Parkraummanagementkonzept – Bewertung vorgeschlagener Einzelmaßnahmen Bedeutung für Karlsruhe Klimaschutz Bewertung des Themenfeldes allgemein                    Anzahl Kfz im öffentlichen Raum reduzieren    Bessere Auslastung privater Stellplätze  Regeln für Quartiersgaragen müssen zur vorrangigen Nutzung führen   Sichere und saubere Parkbauten mit Videoüberwachung   Ermittlung von öffentlichem Parkraum und Nachfrage   Ausweiten von Bewohnerparken in der Kernstadt   Reduzieren von Parksuchverkehr  20 Maßnahmenvorschlag 2: Klimafreundliche Mobilität unterstützen Inhalte der Maßnahmenvorschläge Ein wesentlicher Hebel zur Reduktion der Parkraumnachfrage ist die Stärkung von Alternativen zum motorisierten Individualverkehr. Basierend auf den Ergebnissen des Reflexionstreffens werden verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen. Verbesserungen des Radparkens in Wohngebieten und der Innenstadt: Dazu gehören mehr und auch überdachte Abstellanlagen, Mikroparkhäuser in leerstehenden Gebäuden sowie Radservicepunkte zur Selbsthilfe. Für ein geordnetes Abstellen von E-Scootern sollen eigene Flächen geschaffen werden, jedoch nicht auf Gehwegen oder Grünflächen, sondern bei Bedarf auf umgewandelten Parkständen. Im Bereich der Elektromobilität wurde erwähnt, dass Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge so vorgesehen werden sollten, dass schnelles Laden im Straßenraum ohne Parkgebühren möglich ist, während langsames Laden außerhalb des öffentlichen Straßenraums stattfindet. Abbildung 10: Projekt-Canvas "Klimafreundliche Mobilität unterstützen" Diskussion der Stakeholder In der Diskussion wurden mehrere Ziele identifiziert. Es sollen Flächen freigehalten, Räume geordnet, und die Sicherheit und Ordnung verbessert werden. Weiterhin soll aktive Mobilität gefördert, und Fuß- und Radverkehr attraktiver gestaltet werden. Ebenso wurde vorgeschlagen, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor durch E-Fahr- zeuge zu ersetzen. Angemerkt wurde, dass es zu viele kostenlose Parkplätze gibt. Chancen werden im Wechsel von motorisiertem Individualverkehr auf aktive Mobilität gesehen und damit in der Reduzierung von Parkdruck durch weniger Kfz-Verkehr. Im Bereich der Paketdienste könnte die Last-Mile Idee gestärkt werden, was bedeutet, dass weniger Paketfahrzeuge unterwegs wären und stattdessen zum Beispiel Lieferfahrräder. Als Risiken werden bestehende Strukturen, Privatbesitz, Wildparken (Falschparken), freie Flächen außerhalb der Zone 1 sowie nicht ausreichende Abstellflächen gesehen. Es wird angenommen, dass die 21 Maßnahmen als unattraktiv wahrgenommen werden und Personen (Kund:innen, Besucher:innen) fernbleiben. Eine alleinige Umstellung auf E-Mobilität würde den Fahrzeugverkehr stärken und die Parkprobleme würden nicht gelöst werden. Zusätzlicher Flächenbedarf wird bei Ladeinfrastruktur gesehen. Zur Umsetzung wurden verschiedene Ideen und Vorschläge erarbeitet. Ein Flächenkonzept für Quartiere soll erstellt werden. Die Parkgebühren sollen erhöht werden und im Innenstadtbereich sollte es keine kostenlosen Parkplätze geben. Es wurde diskutiert, die Verkehrsmittelwahl durch passende Preise zu beeinflussen, sodass der Umweltverbund günstiger als das Parken ist. Zur Förderung aktiver Mobilität wurde vorgeschlagen, Rad- und Fußverkehr attraktiver zu gestalten und die Infrastruktur dafür anzupassen und das auch zu Lasten des Autoverkehrs. Die E-Mobilität soll gefördert werden und flächendeckendes Konzept für die Ladeinfrastruktur erarbeitet werden. Weiterhin soll das P+R-Angebot ausgebaut und qualitativ verbessert sowie die P+R-Parkplätze mit Mobilitäts-Hubs ausgestattet werden. Für E-Scooter sollen stadtweit Flächen zum Abstellen ausgewiesen werden, wenn städtebauliche Strukturen dies erfordern. Für die Umsetzung sehen die Diskussionsteilnehmer:innen die Stadtverwaltung, Anbieter und Betreiber vom P+R- Parkplätzen, Ladeinfrastruktur, E-Scootern usw. sowie Bürgervereine verantwortlich. Beteiligt werden sollten die Stadtverwaltung, Bürgervereine, Ladeinfrastruktur, E-Scootern usw., Schulen, Universitäten sowie Verkehrsbetriebe. Für die Umsetzung wird für Investitionen in Infrastruktur ein hoher Ressourcenbedarf gesehen, sowie großer Planungs- und Abstimmungsaufwand. Es wird ein mittelfristiger Zeithorizont für die Umsetzung des Parkraummanagementkonzepts gesehen. Bewertung Die Punkte-Bewertung durch die Stakeholder bezieht sich weniger auf das Themenfeld allgemein. Insgesamt wurde die Bedeutsamkeit für Karlsruhe mit drei gelben Klebepunkten bewertet, die Bedeutsamkeit für den Klimaschutz für den Klimaschutz wurde mit sechs Klebepunkten bewertet. Einzelmaßnahmen wurden wie in der Tabelle dargestellt bewertet: Maßnahmenvorschlag 2: Klimafreundliche Mobilität unterstützen - Bewertung vorgeschlagener Einzelmaßnahmen Bedeutung für Karlsruhe Klimaschutz Bewertung des Themenfeldes allgemein          Umweltverbund muss günstiger als Parken sein zu viele kostenlose Parkplätze              E-Mobilität fördern   Aktive Mobilität fördern       Verkehrsmittelwahl anhand der Preise beeinflussen  Last- Mile Idee stärken  Konzept für Ladeinfrastruktur flächendeckend   22 Maßnahmenvorschlag 3: Parkraumkontrolle verbessern Inhalte der Maßnahmenvorschläge Regelungen des Parkens wirken erst durch effektive Kontrolle und Sanktionierung. Sollte zusätzliches Personal durch Mehreinnahmen aus Ordnungswidrigkeitsverfahren gegenfinanziert werden können, können räumliche und zeitliche Schwerpunktkontrollen durchgeführt werden. Die Landespolizei sollte bei besonders schwerwiegendem Falschparken den Gemeindevollzugsdienst (GVD) informieren, um Maßnahmen zu veranlassen. Sensoren an besonders relevanten Stellen können automatisch eine Meldung an den GVD veranlassen und Kontrollpersonal aufmerksam machen. Eine mehrstufige Kommunikationskampagne hilft, über die Gefahren das Falschparkens und die Kontroll- und Sanktionsstrategie aufzuklären. Die Parkraumkontrolle kann durch den Einsatz von Scan- Fahrzeugen deutlich effizienter gestaltet werden. Damit kann die wirksame Ausweitung eines stadtweiten, integrierten Parkraummanagementkonzepts sichergestellt werden. Abbildung 11: Projekt-Canvas "Parkkontrolle verbessern" Diskussion der Stakeholder In der Diskussion wurde als Ziel in der Ausweitung und Standardisierung der Parkraumkontrolle die Sicherung der Rechtsstaatlichkeit gesehen und die Sicherung der Zweckbestimmung wie zum Beispiel Parkstände für Menschen mit Behinderungen. Ebenfalls sollen Radwege verstärkt kontrolliert werden. Als Chancen wurden folgende Aspekte gesammelt: Steigerung der Verkehrssicherheit, das Fehlverhalten ist den Verkehrsteilnehmenden oft bewusst. Eine bessere Auslastung bestehender Parkhäuser wird gesehen und dass das „erwischt werden“ teurer als die Parkgebühren sein sollen. Als Risiko wurde lediglich der Datenschutz genannt. Auf dem Canvas-Board wurden viele unterschiedliche Ideen zur Verbesserung der Parkkontrolle gesammelt. Dazu gehört der Ausbau der digitalen Parkkontrolle, die Unterstützung durch künstliche Intelligenz (KI), Sensoren, flächige Verwendung von Kameras, auch Wärmebildkameras. Auch wurde vorgeschlagen, die Technik der Scan- Fahrzeuge in vorhandene Fahrzeuge, wie Busse, zu integrieren. Transponder sollen als Parkberechtigungen dienen. Eine stärkere Kontrolle der Gehwegbreiten und von Sichtfeldern an Kreuzungen soll auch umgesetzt 23 werden. Dazu soll bereits in der Planung das Falschparken verhindert werden. Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wurden Kampagnen auf allen Medien sowie dem Mobilitätsportal vorgeschlagen, die erläutern was erlaubt ist und was nicht. Gleichzeitig soll eine gesellschaftliche Aufwertung der „Politessen-Arbeit“ erreicht werden. In der Umsetzungsverantwortung wird seitens der Diskussionsteilnehmer:innen das Ordnungsamt, Tiefbauamt und die Ordnungsbehörden gesehen. Die Landespolizei sollte in die Pflicht genommen und die Sensibilität erhöht werden. Vom Gemeinderat müssen die notwendigen Ressourcen und Mittel zur Verfügung gestellt werden. Als Ressourcen werden Personal zur Planung und Umsetzung der Kontrollen genannt. Darüber hinaus bedarf es einer digitalen Datengrundlage für die Umsetzung der digitalen Parkraumkontrolle. Der Straßenraum ist dabei bereits digitalisiert, der Parkraum nicht. Darüber hinaus werden finanzielle Mittel bspw. für externe Dienstleistungsunternehmen (spezialisierte Firmen) benötigt, die den Parkraum digitalisieren und ein Scan-Car zur Verfügung stellen. Die Priorität der Maßnahme wird grundsätzlich als hoch bewertet. Durch die bereits laufenden Maßnahmen im Themenfeld gibt es allerdings auch die Einschätzung, dass das Thema eine geringe Priorität hat. Darüber hinaus gibt es die Anmerkung, dass vor der vollständigen Digitalisierung des Parkraums viele Ideen nicht umgesetzt werden können. Als Sofortmaßnahme werden klassische Kontrollen in Kombination mit Kontrollen in Linienbussen integrierten Kameras gesehen. Mittelfristig sollen in drei bis fünf Jahren kamera-basierte Parkraumkontrollen umgesetzt werden, was langfristig zur stadtweiten digitalen Parkraumkontrolle führen soll. Bewertung Insgesamt wird das Themenfeld der Parkkontrolle als bedeutsam für Karlsruhe angesehen. Hier wurden insgesamt acht gelbe Punkte vergeben. Für den Klimaschutz wurde das Thema im Allgemeinen nicht als wichtig angesehen, hier gab es keine grünen Punkte. Einzelmaßnahmen wurden wie folgt bewertet: Maßnahmenvorschlag 3: Parkraumkontrolle verbessern – Bewertung vorgeschlagener Einzelmaßnahmen Bedeutung für Karlsruhe Klimaschutz Bewertung des Themenfeldes allgemein         Verstärkte Kontrolle Radwege    Digitale Kontrolle ausbauen  Scan-Car in bestehende Fahrzeuge (z. B. Bus) integrieren  Gesellschaftliche Aufwertung Politessenarbeit → Kampagne   Digitale Datengrundlage Parkraum + Belegung fehlt  24 Maßnahmen-Vorschlag 4: Liefer- und gewerbliche Verkehre Inhalte des Maßnahmenvorschlages Falsch abgestellte Fahrzeuge zum Beispiel von Paketdiensten, Handwerkern oder Pflegediensten sind problematisch für den Fuß- und Radverkehr. Es gilt daher, flexible und verträgliche Lösungen zu finden, die Bestandteil des integrierten stadtweiten Parkraummanagement-Konzeptes sein müssen. Die Novelle der StVO von 2024 bietet zwar für das Be- und Entladen Lösungen an, die jedoch nicht für Handwerk oder Pflege geeignet sind. In Bonn läuft derzeit ein Pilotprojekt, das Wirtschaftsparklätze untersucht, die tagsüber nur von gewerblichem Verkehr benutzt werden dürfen. Die Ergebnisse des Politversuches sollten auf Umsetzbarkeit untersucht werden. Darüber hinaus ist ein regelmäßiger Austausch der Stadtverwaltung mit wirtschaftlichen Akteuren sinnvoll, um regelmäßig nachsteuern oder Alternativen besprechen zu können. Abbildung 12: Projekt-Canvas "Liefer- und gewerbliche Verkehre" Diskussion der Stakeholder Die Diskutierenden sehen in der Maßnahme die Ordnung, Privilegierung und Lenkung des Lieferverkehrs und die Förderung des Wirtschaftsverkehrs. Damit soll die Verkehrssicherheit - zum Beispiel an Kreuzungen - verbessert werden sowie Freiräume für andere Nutzungen geschaffen werden. Chancen werden gesehen, wenn es mehr Quartiere mit Parkraumbewirtschaftung gibt, in denen der Handwerkerparkausweis nützlicher wird und wenn das Parkraummanagementkonzept mit gewerblichen Verkehren verknüpft wird. Als Risiken wurde fehlende Akzeptanz, der Missbrauch der Ladezonen durch Falschparker wegen unzureichender Kontrolle sowie Fehlverhalten der Kurier- und Expressdienste (KEP) aufgrund von hohem Zeitdruck gesehen. Die Ideen und Vorschlage wurden in zwei Kategorien geclustert. Dabei geht es zum einen um Maßnahmen, die stadtweit umgesetzt werden können und zum anderen um Maßnahmen, die in der Innenstadt realisiert werden sollen. Als stadtweite Ideen wurde ein anlassbezogener Austausch mit Gewerbe und Handwerk vorgeschlagen. 25 Darüber hinaus wurde ein stadtweites „Ladezonen-Programm“ diskutiert. Eine weitere Maßnahme ist die Kommunikation des bestehenden Handwerkerparkausweises. Für Privatkund:innen könnte darüber hinaus die verstärkte Nutzung von Paketstationen zur Entlastung der Lieferverkehrs beitragen. In der Innenstadt liegt der Fokus auf einer zeitlichen Begrenzung der Lieferverkehre, die zwingend mit einer Kontrolle einhergehen muss. Darüber hinaus wurden für die Innenstadt Straßensperren wie zum Beispiel Poller diskutiert. Die Federführung bei der Umsetzung der Maßnahmen wird bei der Straßenverkehrsbehörde in Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsamt und der Wirtschaftsförderung gesehen. Zur Umsetzungsbeteiligung wurden Quartierskonferenzen vorgeschlagen, an denen die IHK, die Handwerkskammer, KEP-Dienste und Pflegedienste teilnehmen sollen. Als Ressourcen wurden eine sich kümmernde Person, personelle und finanzielle Ressourcen genannt. Unter Sofortmaßnahmen wurde die Einrichtung von Lieferzonen „auf Zuruf“ sowie die verstärkte Kontrolle des Lieferzeitraums in der Innenstadt genannt. Mittelfristig sollen die Probleme und die Bedarfe für Lieferverkehre analysiert werden und fehlende Kapazitäten ermittelt werden. Daraus lässt sich anschließend ein Ladezonenkonzept in Bewohnerparkzonen ableiten. Bewertung Das Themenfeld zu Liefer- und gewerblichen Verkehren wurde allgemein mit vier gelben Punkten und damit als wichtig für die Stadt Karlsruhe und mit vier grünen Punkten und damit als wichtig für den Klimaschutz bewertet. und sechs grünen Punkten bewertet, wovon fünf grüne Punkte auf Projekt-Canvas-Ebene vergeben wurden. Einzelmaßnahmen wurden wie folgt bewertet: Maßnahmen-Vorschlag 4: Liefer- und gewerbliche Verkehre – Bewertung vorgeschlagener Einzelmaßnahmen Bedeutung für Karlsruhe Klimaschutz Bewertung des Themenfeldes allgemein         „Ladezonenprogramm“ (stadtweit)  Packstationen für DHL etc. Privatkunden  Maßnahmenvorschlag 5: Kommunikation Inhalte des Maßnahmenvorschlages Oft gibt es beim Thema Parken und Änderungen von Regelungen und Gebühren emotionale Diskussionen und Ablehnung. Eine Kommunikationsstrategie soll die Vorteile der Maßnahmen im Parkraummanagement aufzeigen. Dabei soll auch kommuniziert werden, wie das Parken möglich ist, welche Grundsätze im Parkraummanagement angewendet werden und wie das Parken anderen Maßnahmen nützlich ist. Ein Dienstleister sollte mit einer mehrjährigen Kommunikationsstrategie und deren Umsetzung beauftragt werden, der klare Kernbotschaften herausarbeitet. Diese müssen bei allen Maßnahmen im Bereich Parken immer wieder kommuniziert werden, um den Zusammenhang zu erklären. Der Stakeholderkreis des Park.Raum.Dialogs, könnte als strategisches Gremium verstetigt werden, welches sich jährlich konstruktiv über Lösungen austauscht. 26 Abbildung 13: Projekt-Canvas "Kommunikation" Diskussion der Stakeholder Mit der begleitenden Kommunikation sollen Bürger:innen für die Maßnahmen des Parkraummanagements sensibilisiert werden. In diesem Zusammenhang sollen Zielgruppen definiert werden und festgelegt werden, wer mit welcher Botschaft adressiert wird. Im Fokus soll dabei der eigene Handlungsspielraum der Bürger:innen stehen. Darüber hinaus soll nach dem Motto „Tu Gutes und sprich darüber“ gute Projekt in die Öffentlichkeit gebracht werden. Übergeordnet und als Verbindung kann eine große Kampagne mit kleinen Fortschritten aufgebaut werden. Ziel der Kommunikation von Parkraummanagementmaßnahmen ist die Sensibilisierung für den Begriff des öffentlichen Raumes. Darüber hinaus soll auch der private Raum als Abstellmöglichkeit für den privaten Pkw platziert werden. Die Kommunikationsarbeit soll „Awareness“, also Bewusstsein und Rücksichtsname fördern und zum Hinterfragen des eigenen Verhaltens beitragen. Weiterhin ist das Ziel, dass Politik, Stadtverwaltung und Bürgerschaft zusammenwirken. Als Chancen werden gemeinsam mit dem gesamtstädtischen Parkraumkonzept, die Platzierung der gewonnenen Fläche als Mehrwert für alle, die Incentivierung des Mehrwerts durch Veränderung und die Verknüpfung der Maßnahmen mit Belangen des Einzelhandels und des ÖPNVs gesehen. Als Risiken werden die Sensibilität des Themas genannt, so das auch Widerstand auch bei der Politik adressiert wird. Darüber hinaus ist Parken ein emotionales Thema, so dass oftmals mit „gefühlten Wahrheiten“ argumentiert wird. Ein weiteres Risko wird in der Diskussion in der Priorisierung der Inhalte hinsichtlich Zielgruppe oder Thema gesehen. Angemerkt wurde noch, dass alle Medien und Zielgruppen angesprochen werden sollen und dass das Thema erlebbar, durch Kampagnenarbeit und Aktionen vor Ort, gemacht werden soll. Es wurden eine Vielzahl von Einzelvorschlägen zu Maßnahmen und Inhalten zusammengetragen. Grundsätzlich sollte die Kommunikationsarbeit groß gedacht werden und Gemeinsamkeiten in den Vordergrund gestellt werden. 27 Es solle eine klare und umfassende Kommunikation sein, die nicht auf Verzicht oder Mobilitätseinschränkungen abhebt, sondern Alternativen stärkt. Dabei sollen alle Verkehrsteilnehmenden zum Beispiel mit Testimonials für verschiedene Zielgruppen, angesprochen werden und die Gründe für notwendige Veränderungen dargelegt werden. Die Kommunikationskampagne soll niederschwellig am Alltag der Menschen anknüpfen. Anknüpfungspunkte für Kampagnen werden in den Bereichen Einkauf, Wohnen und Arbeit vorgeschlagen. Hier soll als Botschaft platziert werden, dass das private Auto im privaten Raum abgestellt werden soll. Wichtig ist eine frühzeitige Kontinuität im Mitnehmen der Bürger. Alternativen können erlebbar gemacht werden mit Aktionen oder Parklets. Angemerkt wurde, dass der Mehrwert kurz- und langfristig messbar sein muss. Bei der Kontrolle neuer Regelung könnte in der Anfangszeit eine „freundliche Verwarnung“ eingesetzt werden. Federführend in der Umsetzung der Kommunikationsarbeit wird die Stadtverwaltung gemeinsam mit Polizei und Ordnungsdiensten gesehen. An der Umsetzung beteiligt werden sollte ein begleitendes Gremium in dem die Stadtverwaltung, Verbände wie zum Beispiel der ADAC und kritische Verbände eingebunden werden soll. Als Ressourcen wird die Notwendigkeit einer qualitativ hochwertigen Agenturleistung und externer Betreuung gesehen sowie Personal in der Verwaltung. Die Priorität der Maßnahme wird als hoch eingeschätzt, da die Kommunikationsarbeit den Schlüssel zur Akzeptanz der Parkraummanagementmaßnahmen darstellt. Beim Zeithorizont der Maßnahme wurde angemerkt, dass die Kommunikationsarbeit das Parkraummanagement begleiten soll. Kurzfristig sollen dabei Erfolge nach dem Motto „Tu gutes und sprich darüber“ gefeiert werden. Die Ergebnisse der Kommunikationsarbeit sollten dabei eher mittel- und langfristig gedacht werden. Bewertung Das Themenfeld Kommunikation wurde als sehr wichtig für die Stadt Karlsruhe angesehen, die Diskussionsteilnehmer:innen vergaben 13 gelbe Punkt und für den Klimaschutz drei grüne Punkte. Einzelne Vorschläge wurden nicht bewertet. Maßnahmenvorschlag 5: Kommunikation – Bewertung vorgeschlagener Einzelmaßnahmen Bedeutung für Karlsruhe Klimaschutz Bewertung des Themenfeldes allgemein                 28 Empfehlungen Empfehlungen für Maßnahmenvorschlag 1: Stadtweites, integriertes Parkraummanagementkonzept Das integrierte, stadtweite Parkraummanagementkonzept stellt den großen Rahmen dar, das für sich ein Teil eines stadtweiten Mobilitätskonzeptes sein sollte. Das Parken ist ein wichtiger Hebel, um die Mobilität und damit den Klimaschutz im Einflussbereich einer Kommune zu lenken. Es soll dazu dienen den ruhenden Verkehr aus dem öffentlichen Raum in zentralisierte Parkierungseinrichtungen zu verlagern. Damit wird direkt in die Flächenverteilung des öffentlichen Raumes eingegriffen und gesteuert, welche Flächen für Fuß- und Radverkehr, öffentlichen Verkehr sowie fließenden und ruhenden Verkehr zur Verfügung stehen. Dadurch reduziert sich sowohl die Kfz-Nutzung als auch der Kfz-Besitz. Auch die Flächenverfügbarkeit für Klimaanpassungsmaßnahmen, für Grünflächen oder Versickerungsflächen für Starkregen lässt sich damit beeinflussen. Ein solches Parkraummanagementkonzept ist ein umfangreiches Planwerk, das in der Regel Dienstleister ausarbeiten. Dieses muss einerseits das Parkraumangebot erheben, soweit möglich auch im privaten Raum, auch um zu erfassen, ob für entfallene Parkstände Ersatz notwendig ist. Die Ausgestaltung des Konzeptes und der Regeln im städtischen Raum soll dabei in sich konsistent und logisch sein. Es darf keine Geheimtipps oder Schlupflöcher mehr geben, die die Maßnahmen konterkarieren, wie einzelne unbewirtschaftete Parkstände, die Parksuchverkehr auslösen. Dazu sollen auch Potenziale wie Supermarktparkplätze berücksichtigt werden. Andererseits müssen gegenseitige Auswirkungen bei Veränderungen des Parkraumes berücksichtigt werden: Einführung von Bewohnerparken in einem Quartier führt häufig zu verlagertem Parkdruck in Nachbarquartiere. Darüber hinaus sollen auch Pendlerbewegungen berücksichtigt werden. Förderhinweis Konzeptionen und Personal Das Land Baden-Württemberg fördert Parkraumkonzepte oder Erhebungen der Parkraumauslastung mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten; Parkraumkonzepte werden bis 31.12.2025 (Auftragseingang) mit 75 Prozent der förderfähigen Kosten gefördert. Parkraumkonzepte können dabei auch die Erhebung des Parkraumes enthalten. Beteiligungs- und Kommunikationsmaßnahmen müssen in den Konzepten enthalten sein. Die Aufgaben, die mit einer integrierten, stadtweiten Parkraumkonzeption verbunden sind, werden wahrscheinlich nur schwer mit dem vorhandenen Personal umsetzbar sein. Daher gibt es vom Land eine Personalstellenförderung zur Einstellung von zusätzlichem Personal. Damit soll die Entwicklung und Schaffung von klimafreundlichen Parkraumkonzepten sowie die Verbesserung von Parkraumüberwachungsmaßnahmen koordiniert werden. Dazu gehören u.a. eine Bestandsaufnahme und Analyse der Parknachfrage und Entwicklung geeigneter Parkraumkonzepte mit konkreten Zielen und wirksamen Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrsaufkommens und Erleichterung des Umstiegs auf umweltfreundliche Verkehrsmittel. Diese Personen können auch weitere Themen betreunen, wie Carsharing, Mobilitätsstationen, Ladeinfrastruktur, Fußverkehr oder Schulwege. Mehr Informationen unter https://rp.baden-wuerttemberg.de/themen/wirtschaft/foerderungen/fb88/foerderung- qualifizierter-fachkonzepte/ https://www.kea-bw.de/foerderdatenbank/detail/personalstellenfoerderung-nachhaltige-mobilitaet 29 Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen müssen im Parkraummanagementkonzept berücksichtigt werden. Sie benötigen entsprechend ausreichend und leicht zu erreichende und leicht zu nutzende Parkplätze. Zusätzlich ist es sinnvoll, diese Parkflächen und ihre Auslastung elektronisch zu erfassen und die Informationen allgemein zur Verfügung stellen, damit freie Parkstände direkt angefahren werden können. Die im Folgenden aufgeführten Maßnahmen sollten im Konzept enthalten sein, können aber bereits begonnen und später im Konzept integriert werden: Ausweitung der Bewohnerparkzonen Das Bewohnerparken sollten ausgeweitet werden, denn durch passende Regeln des Bewohnerparkens lässt sich das Parken so ordnen, das Bewohner:innen von Quartieren mit Parkraummangel und ohne eigene Stellplätze Parkraum zur Verfügung steht. Der Parkraum als begrenzte Ressource wird dadurch aktiv gemanagt und es lässt sich damit erreichen, dass private Stellplätze wieder mehr genutzt werden. Zusätzlich hat das auch Einfluss auf den Autobesitz und Angebote des ÖPNV, Radfahren oder Carsharing werden dadurch attraktiver. Es wird empfohlen, durch einen entsprechenden Gemeinderatsbeschluss Handlungsfreiheit und finanzielle Mittel für die Verwaltung bei der Ausweisung und dem Managen der Bewohnerparkzonen zu bekommen. Es soll damit erreicht werden, das laufende Geschäft der Verwaltung unnötigen politischen Diskussionen zu entziehen, die entsprechende Ressourcen binden. Dabei muss nicht befürchtet werden, dass es zu willkürlichen Anwendungen kommt, da das Grundprinzip der Verhältnismäßigkeit stets anzuwenden ist, es einen grundsätzlichen Beschluss gibt und im Zweifelsfall Anordnungen gerichtlich geprüft werden. Ausweise für das Bewohnerparken kosten in Karlsruhe derzeit 180 Euro pro Jahr. Auf Dauer ist davon auszugehen, dass der Preis allein seine Steuerungswirkung verlieren wird, auch wenn Karlsruhe im landesweiten Vergleich ein relativ hohes Preisniveau hat. Die Modalitäten zum Erhalt des Bewohnerparkausweises sollten daher mit höheren Hürden versehen werden, auch um das Privileg zu untermauern, dass die Bevorrechtigung von Bewohner:innen beim Parken darstellt. • Bewohnerparkausweise sollten nur an Personen mit Hauptwohnsitz in Karlsruhe ausgegeben werden. • Beim Antrag muss zwingend nachgewiesen oder seitens des Antragstellenden versichert werden, dass kein privater Stellplatz zur Verfügung steht – so wie es Anordnungsvoraussetzung der StVO für das Bewohnerparken ist. Sollte der ausgebenden Behörde bekannt werden, dass die Angaben nicht stimmen, muss es ein geregeltes Vorgehen zur Einziehung unrechtmäßig erhaltener Bewohnerparkausweise geben. • Die Zahl der Bewohnerparkausweise muss zum Parkraumangebot in der jeweiligen Bewohnerparkzone passen, denn eine Überzeichnung macht die Einrichtung des Bewohnerparkens unglaubwürdig. Sollte die Nachfrage größer sein, als das Angebot an Parkraum sind Lösungen wie das Windhundprinzip, Verlosungen oder Wartelisten anzuwenden. • Es darf nur ein Ausweis je Haushalt ausgegeben werden. Sollte das für Einzelne eine unzumutbare Härte darstellen, kann auch über eine Preisstaffel die Zahl von Zweitausweisen je Haushalt begrenzt werden. Beispielsweise, wenn der zweite Bewohnerparkausweis einen nennenswerten Preisaufschlag erhält. • Die Verlängerung des Bewohnerparkausweises darf nicht automatisch durch Bankeinzug erledigt werden und der Ausweis per Post zugeschickt werden. Ausweisinhaber sollen sich jährlich mit dem Preis auseinandersetzen, indem aktiv das Geld überwiesen wird und dadurch regelmäßig den eigenen Autobesitz hinterfragen. • Der Preis des Bewohnerparken soll nicht auf einen festen Betrag, wie aktuell 180 Euro im Jahr eingefroren werden, sondern an die Preisentwicklung des KVV gekoppelt und damit preislich dynamisiert werden. 30 In Gebieten, in denen zwar Parkdruck herrscht, jedoch kein Bewohnerparken angeordnet werden kann, weil dort beispielsweise Konkurrenz besteht zwischen Bewohner:innen und anderen Fremdparkenden, sollte geprüft werden, ob Dauerparkscheine nach dem „Landauer Modell“ angewendet werden können. Hier werden Parkscheine ausgegeben, die verschiedene Gültigkeitsdauern haben können. So sind u. A. Tages-, Wochen-, Monats-, Quartals oder Jahresparkscheine möglich Die Ausweitung des Bewohnerparken soll von geeigneten Kommunikationsmaßnahmen begleitet werden. Diese sollen die Vorteile herausstellen, die sich nun für Bewohner:innen ergeben. Gleichzeitig sollen sie auch darlegen, dass die Bevorzugung mit Regeln, wie den oben genannten Bedingungen verknüpft ist. So wird einerseits der Parkdruck gemanagt, aber auch der öffentliche Raum nicht zu leichtfertig hergegeben. Potenzialermittlung von Quartiersgaragen. Quartiersgaragen wurden im Rahmen des Park.Raum.Dialogs gefordert, um Parkdruck zu reduzieren. Jedoch stellen Quartiersgaragen erhebliche Investitionen dar, die gegenfinanziert werden müssen. Es ist daher notwendig zu untersuchen, wie hoch die mögliche Nachfrage und welche Regelungen des Parkens im Straßenraum im Umfeld der Quartiersgarage sinnvoll sind, dass die Stellplätze in den Quartiersgaragen angenommen werden. Ohne eine ausreichende Auslastung ist die Refinanzierung der Investitionen nicht möglich. Bei der Untersuchung sollten auch Veränderungen mitgedacht werden. So könnte eine Quartiersgarage so flexibel geplant und ausgeführt werden, dass sie bei reduziertem Bedarf teilweise zurückgebaut werden kann oder die Nutzung veränderbar ist. Beispielsweise könnten sich Parkdecks in Kindertagesstätten oder Wohnungen umbauen lassen. Low-hanging Fruits - schnell umsetzbare Maßnahmen Die Novelle der StVO von 2024 ermöglicht die Ausweisung von Bewohnerparkgebieten - bereits bei drohendem Parkdruck. Dieser kann drohen durch Einführung von Bewohnerparken in Nachbarquartieren, wesentlichen Änderungen, die zu mehr Parkraumnachfrage führen. Zum Beispiel die Ansiedlung von zum Beispiel Bildungs- oder medizinischen Einrichtungen oder wenn der Parkraum reduziert wird durch Umwandlung von Parkflächen in zum Beispiel Radinfrastruktur. - Bewohnerparken kann aufgrund Grundlage eines städtebaulich-verkehrsplanerischen Konzepts zur Unterstützung der geordneten städtebaulichen Entwicklung angeordnet werden. Förderhinweis Die Errichtung von Quartiersgaragen werden nach Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz mit 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert. Werden Quartiersgaragen in Bestands- quartieren errichtet, müssen im Straßenraum müssen so viele Parkstände zurückgebaut werden, wie in der Quartiersgarage gefördert werden. Mehr Informationen unter https://vm.baden-wuerttemberg.de/de/service/foerderprogramme-und- aufrufe/quartiersgaragen 31 Anpassung der Gebühren für Kurzzeitparken und Bewohnerparken In der Onlinebefragung zu Beginn des Park.Raum.Dialog wurden die Teilnehmenden gefragt, welche Gebühren sie pro Stunde, pro Tag und pro Jahr für das Kurzzeitparken und das Bewohnerparken für angemessen halten. Sehr vereinzelt wurde im Fragebogen „k. A.“ (keine Angabe) geantwortet, aber völlig kostenloses Parken mit der Angabe 0,00 € wurde nicht eingefordert. Beim Bewohnerparken geht die Tendenz deutlich über die derzeit erhobenen 180 Euro im Jahr hinaus. Abbildung 14: Auswertung Onlinefragebogen, angemessene Höhe von Parkgebühren Mit Kurzzeitparkgebühren lässt sich das Parken und die Wahl des Verkehrsmittels steuern. Weiter stellen Parkgebühren aus den Kurzzeitparken ein großes Einnahmepotenzial dar und sorgen für regelmäßig freiwerdende Parkstände . Die Kurzzeitparkgebühren müssen daher so ausgestaltet werden, dass Parken im Straßenraum nur noch für kurzes Abstellen von ca. ein bis zwei Stunden attraktiv ist und längeres Parken vorrangig in Parkhäusern oder Tiefgaragen gelenkt wird. Dazu müssen die Tarife in diesen Parkbauten günstiger sein als das Straßenparken. Die Gebührenstruktur sollte dabei so ausdifferenziert sein, dass durchaus auch im fußläufigen Umfeld eines Parkhauses eines Stadtteils so hohe Kurzzeitparkgebühren wie in der Innenstadt erhoben werden. Im Ergebnis kann es dann im Umkreis dieser Parkbauten keine kostenlosen Parkstände geben, wo es eine Konkurrenz verschiedener Nutzungen und hohe Nachfrage nach Parkraum gibt. Für die Akzeptanz und regelmäßige Nutzung von Tiefgaragen oder Parkhäusern ist die subjektive Sicherheit wichtig, denn viele Menschen, insbesondere Frauen, fühlen sich in diesen Gebäuden häufig unwohl oder bedroht. Das lässt sich verbessern durch Sauberkeit und regelmäßige Instandhaltung, gute Beleuchtung, Videoüberwachung, Vermeiden nicht einsehbarer Ecken etc. Das sollte auch im Außenbereich und den Zuwegungen beachtet werden. 32 Allgemein können Einnahmen aus dem Parken für Investitionen in nachhaltigen Verkehr und aktive Mobilität verwendet werden. Werden diese Investitionen transparent gemacht, wird auch der Widerstand gehen angepasste Parkgebühren reduziert. Die Höhe der Kurzzeitparkgebühren sollte dynamisiert werden, um allgemeine Preisentwicklungen widerzuspiegeln. Denkbar wäre die Koppelung an die Preisentwicklung des KVV. Es sollte geprüft werden, ob es möglich ist, aus den Einnahmen aus Parkgebühren mögliche Defizite auszugleichen, die durch günstige Preise von Tiefgaragen oder Parkhäusern auftreten können, falls eine höhere Auslastung diese Defizite nicht auffängt. Ebenso könnten zusätzliche Einnahmen aus dem Kurzzeitparken zur Querfinanzierung von Quartiersgaragen genutzt werden. Die Bewohnerparkgebühren oder Dauerparkgebühren mit vergleichbarer Zielsetzung sollten perspektivisch auf ein Preisniveau von einem Euro am Tag angehoben werden, um die im Workshop skizzierten Ziele wie Reduktion von Fahrzeugen im öffentlichen Raum oder bessere Auslastung privater Stellplätze zu erreichen. Dieser Preis entspricht einer Jahresgebühr von 365 Euro und setzt den öffentlichen Raum in Wert, der zum Abstellen eines privaten Fahrzeuges beansprucht wird. Gleichzeitig bleibt das Niveau noch weit unter dem Preis, der für einen Stellplatz im privaten Raum zu zahlen ist. Sollen mit den Gebühren für das Dauerparken auch klimaschützende Ziele verfolgt werden, empfiehlt sich ein Preis, der mit dem aktuellen Preis des Deutschlandtickets korreliert: 58 Euro im Monat bzw. rund 1,90 Euro am Tag. Hierdurch ergibt sich eine Jahresgebühr von 696 Euro und eine preisliche Parität zwischen den Kosten für das Dauerparken im öffentlichen Raum, den Kosten zur Anmietung von Stellplätzen und den Kosten für flexible Mobilität im Nahverkehr. So wird eine Lenkungswirkung für den Klimaschutz erreicht, die zu weniger Parken im öffentlichen Raum sowie zu weniger Autobesitz führt. Die höheren Einnahmen fallen zwar dem all-gemeinen kommunalen Haushalt zu, es ist jedoch wichtig, die Einnahmen auf-zuzeigen und in der Kommunikation herauszustellen, dass hieraus Verbes-serungen des nachhaltigen Verkehrs bezahlt werden. Möglich wären der Bau von Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur, Querfinanzierung von Parkbauten, die Einrichtung von Carsharing-Stationen oder Investitionen in den ÖPNV. P+R Das Angebot von P+R-Parkplätzen soll den Parkdruck in der Stadt reduzieren und muss in einer gesamtstädtischen Parkraumkonzeption berücksichtigt werden. Parkplätze sollen für Pendler:innen freigehalten werden und die Nutzung soll durch attraktive Bedingungen erleichtert werden. Beispielsweise mit kostenloser Nutzung für KVV-Kund:innen oder indem die Parkgebühr gleichzeitig zur Nutzung des ÖPNV berechtigt. Hier ist Low-hanging Fruits - schnell umsetzbare Maßnahmen Sollten Änderung der Kurzzeitparkgebühren in Betracht gezogen werden, ist es ratsam, diese zusammen mit anderen Änderungen beim Parken, wie zum Beispiel dem Erweitern von Bewohnerparkbereichen vorzunehmen. Als Argument lässt sich anführen, dass höhere Kurzzeitparkgebühren dazu führen, dass Parken für Gebietsfremde unattraktiv wird und die Konkurrenz um Parkplätze reduziert wird. Exkurs: Klimaschutzwirkung von Parkgebühren Das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg hat in Modellrechnungen ermitteln lassen, welche Effekte Parkgebühren haben. Parkgebühr pro Stunde/Tag/Jahr Reduktion Pkw- Verkehr (Stadt) 0-2 km / >10 km Reduktion Pkw-Besitz 1 € / 10 € /120 € -4% / -3% -0,7 % 2 € /15 € / 500 € -19% / -14% -3,8 % 4 € / 30 € / 1.000 € -44% / -36% -7,8 % Schade W., Haug I., Berthold D., Waßmuth V., Köllermeier N. (2023): Abschätzung der Klimawirkung von Parkraum-Management in Baden- Württemberg. Arbeitspapier im Auftrag der NVBW Nahverkehrsgesellschaft, Stuttgart. 33 es sinnvoll auch die Pendlerströme in der Region zu betrachten und nach regionalen Lösungen zu suchen, dass die P+R-Parkplätze nicht ausschließlich auf Karlsruher Gemarkung angelegt sein müssen. P+R Standorte sollten nicht nur auf die Verknüpfung mit dem Autoverkehr ausgerichtet sein, sondern als Mobilitätshubs mit verschiedenen intermodalen Möglichkeiten. Empfehlungen für Maßnahmenvorschlag 2: Klimafreundliche Mobilität unterstützen Die Unterstützung klimafreundlicher Mobilität muss Grundlage eine stadtweiten Mobilitätskonzeptes sein. Im Bereich des Parkens liegt ein sehr wirksamer Hebel, da hierdurch die Verwendung knapper städtischer Flächen gesteuert wird. Bei Abwägungen ist es daher notwendig, dem Autoverkehr Flächen zu entziehen. Abstellen von Fahrrädern und E-Scootern Für das Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel in Karlsruhe braucht es geordnete Abstellplätze. Diese sollten sowohl bei Zielen, wie z. B. Einkaufs- oder Bildungs- oder auch an Umstiegspunkten wie Bahnhöfen sein, als auch in Wohngebieten. Hier muss das Angebot weiter ausgebaut werden. Dabei dürfen zusätzliche Abstellflächen für Fahrräder nicht auf Gehwegen geschaffen werden, was andernfalls den Fußverkehr behindern würde. Ganz besonders gilt das bei Gehwegen im Bestand, die schmaler als die Mindestbreite von 2,50 m sind. Dazu können Flächen, die bislang Parkflächen oder Fahrspuren des Autoverkehrs waren, umgewandelt werden. Es sollten passende Lösungen gefunden werden: zum Beispiel in Wohngebieten oder an Hochschulen wettergeschützte, sichere Abstellanlagen. In Wohngebieten sollten die Abstellanlagen abschließbar und sicher vor Vandalismus und Diebstahl sein. Das sichere Abstellen von Lastenrädern in Wohngebieten ist ebenfalls anzubieten, da diese für Familien das Potenzial haben, ganz auf ein Auto zu verzichten. Zum Angebotsausbau der Abstellanlagen ist eine leichte Vorschlagmöglichkeit zu empfehlen, zum Beispiel über die Karlsruhe.App oder ein vergleichbares Portal. So können zum Beispiel leicht Bedarfe für Radbügel vorgeschlagen werden, die einfach umsetzbar sind. Besonders einfach umzusetzen und wirkungsvoll sind passend aufgestellte Radbügel an Einmündungen oder Knotenpunkten. Diese tragen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bei, da Sichtachsen freigehalten werden und ermöglichen gleichzeitig ein geordnetes Abstellen von Fahrrädern. Wenn möglich, sollte das bereits im Planungsstadium berücksichtigt werden. Flächen für das geordnete Abstellen von E-Scootern sollen ausgewiesen werden, wenn es aus zum Beispiel aus städtebaulichen Gründen erforderlich ist, der Ordnung und Sicherheit oder anderen Zwecken dient. Dazu können einzelne Parkstände umgewandelt und mit dem entsprechenden Zusatzzeichen und Bodenmarkierungen versehen werden. So werden Gehwege von abgestellten E-Scootern freigehalten. Mit den Betreiberunternehmen sollten Zonen vereinbart werden, wo diese E-Scooter nicht abgestellt werden dürfen. Elektrisch angetriebene Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur Die bislang ca. 141.000 vorhandenen Pkw sollten nicht einfach durch E-Autos ersetzt werden, da der Flächenverbrauch beim Parken derselbe ist. Für die Ladeinfrastruktur sollte ein stadtweites Konzept erarbeitet Beratung Radparken Die Kompetenzstelle Radparken bei der NVBW unterstützt Kommunen im Auftrag des Landes bei der Planung und Umsetzung von Fahrradparkplätzen sowohl an Haltestellen des öffentlichen Verkehrs als auch in Quartieren und Innenstädten. Dazu gehören unter anderem die Bedarfsermittlung, bei der Auswahl und bei Förderanträgen. Mehr Informationen unter https://www.aktivmobil-bw.de/service/kompetenzstelle-radparken 34 werden. Im Straßenraum soll nur Schnelladen möglich sein, ggf. mit Vergünstigungen beim Parken während des Ladens. Die Ladesäulen sind dabei so zu platzieren, dass sie an Hauptverkehrsstraßen liegen und zusätzliche Verkehre zum Beispiel in Wohngebiete vermieden wird. Sollten sich Quartiersgaragen realisieren lassen, ist hier Ladeinfrastruktur vorzusehen. Bei Ladesäulen im Straßenraum ist darauf zu achten, dass Ladesäulen nicht auf Gehwegen platziert werden. Eine oder wenige Normlösungen für Gehwegvorstreckungen oder ähnliches sollte erarbeitet werden, die stadtweit verbindlich angewendet werden. Carsharing In den Diskussionen wurde das Carsharing nicht thematisiert, jedoch gab es Anmerkungen im Online-Fragebogen. Es wurde gesamtstädtisches Ausbaupotenzial gesehen und gefragt, ob es an Flächen für Carsharing-Stationen mangelt. Carsharing ist sowohl im integrierten, stadtweite Parkraummanagementkonzept zu berücksichtigen, als auch in einer übergeordneten stadtweiten Mobilitätsplanung. Das stationsbasierte Carsharing ist eine Mobilitätsreserve, die den Besitz eines eigenen Autos entbehrlich macht. Personen, die sich ihre alltägliche Mobilität ohne eignes Auto einrichten können, haben mit Carsharing eine Rückfallebene für die Fälle, bei denen doch einmal ein Auto gebraucht wird. Carsharing ist besonders erfolgreich im Zusammenspiel mit guten Bedingungen des ÖPNV und im Radverkehr. Die Ausweitung des Bewohnerparkens sollte durch ein verbessertes Carsharingangebot flankiert werden. Hier wird gleich die Einrichtung von Carsharing-Stationen im öffentlichen Raum mitgedacht und es werden Stationen im öffentlichen Raum eingerichtet, die leicht auffindbar sind. Einerseits müssen dazu zwar Parkstände dem Gemeingebrauch entzogen werden. Andererseits wird mit dem Mobilitätsangebot des Carsharings der Autobesitz adressiert. Für Carsharing-Stationen sollte keine Sondernutzungsgebühr für die Anbieter anfallen. Der Bundesverband Carsharing legt dar, dass jedes Carsharing-Fahrzeug im stationsbasierten Carsharing mehr als 10 private Pkw ersetzt 2 und damit nachhaltig zur Reduktion des Parkdruckes führt. Als Beispiel können die mobil. punkte und mobil.pünktchen in Bremen genannt werden. Mobil.pünktchen verfügen über zwei bis drei Carsharing-Fahrzeuge und werden vorrangig dezentral in dicht besiedelten Wohnquartieren mit hohem Parkdruck so an Straßenecken eingerichtet, dass Falschparken unterbunden wird. Mobil.punkte werden immer an zentralen Knotenpunkten des ÖPNV eingerichtet und verfügen über eine größere Auswahl verschiedener Fahrzeuge. Durch eine Stele sind sie von weitem erkennbar. Eine gute Sichtbarkeit von Carsharing- Standorten ist auch als Werbung für das Carsharing anzusehen. Empfehlungen für Maßnahmenvorschlag 3: Parkraumkontrolle verbessern Die Maßnahmen im Bereich des Parkens wirken nur, wenn es eine effektive Kontrolle gibt, die eine ausreichend hohe Entdeckungswahrscheinlichkeit bei Verstößen sicherstellt. In den Diskussionen wurde die Verkehrssicherheit betont, insbesondere die Kontrolle von Radwegen, sowie Kontrollen besonderer Parkplätze, wie Behindertenparkplätze. Mit einer Ausweitung der Bewohnerparkzonen geht ebenfalls die Ausweitung der Kontrollen auf diese Gebiete einher. Insgesamt sollte geprüft werden, ob zusätzliches Personal durch zusätzliche Einnahmen aus Ordnungswidrigkeitsverfahren finanziert werden kann. Es sollten Schwerpunktkontrollen außerhalb von üblichen Dienstzeiten und räumlich in wenig kontrollierten Gebieten stattfinden. Das regelmäßige Abschleppen falsch geparkter Fahrzeuge sollte angewendet werden. Insbesondere zur Abwehr von Gefahren wie auf Radwegen, in Sichtachsen des Fußverkehrs oder zum Freihalten von Parkplätzen für Menschen mit Behinderung. 2 Der Bundesverband unterscheidet hier einerseits zwischen stationsunabhängigem Carsharing (reines freefloating Carsharing) und andererseits stationsbasiertem Carsharing und kombinierten Systemen, in denen die Anbieter stationsgebundenes Carsharing und freefloating-Carsharing aus einer Hand anbieten. Quelle: Bundesverband Carsharing – Carsharing-Statistik (https://www.carsharing.de/carsharing-statistik; 25.06.2025; 09:02 Uhr) 35 Die Landespolizei sollte sensibilisiert werden, bei besonders gravierenden Parkverstößen einzuschreiten und so Verkehrssicherheit zu garantieren, zum Beispiel auf Radwegen oder in Sichtachsen des Fußverkehrs. Bewohner:innen von Quartieren mit hohen Bewohnerparkgebühren dürfen erwarten, dass unberechtigt abgestellte Fahrzeuge sanktioniert werden. So wird sichergestellt, dass Berechtigte auch eine realistische Chance haben, in Gebieten mit hohem Parkdruck ihr Fahrzeug abzustellen. Dieses dient auch der Akzeptanz der Regelungen und der vorgeschlagenen Anpassung der Bewohnerparkgebühren. Mit der Ausweitung der Bewohnerparkzonen muss auch die Ausweitung der Kontrolle berücksichtigt werden. Die digitale Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeugen sollte eingeführt werden. Sie bringt deutliche Vorteile in der Effizienz und kann mit gleichbleibendem Personal viel mehr Parkstände kontrollieren. Besonders in der Fläche wie bei Gebieten mit Bewohnerparkzonen spielt sie ihre Vorteile aus und kann pro Stunde bis zu 1.000 Fahrzeuge kontrollieren, während die Kontrolle mit Fußstreifen 50 Fahrzeuge pro Stunde schafft. Hier ist es Voraussetzung, dass der Parkraum sowie die Parkberechtigungen wie Kurzzeitparken oder Bewohnerparken digitalisiert sind. Wird die digitale Parkraumkontrolle im Regelbetrieb angewendet, können damit laufend Auswertungen zur Parkraumauslastung erstellt werden, die helfen Maßnahmen zum Parken anzupassen. Zusätzlich können die Fahrzeuge für weitere Erhebungen verwendet werden, wie Straßenzustandserhebungen oder Kontrollen der Straßenbeleuchtung. Als erster Schritt kann bereits die Kontrolle auf Falschparker umgesetzt werden, während die Digitalisierung der Parkberechtigungen nachgezogen werden. Eine Sensibilisierungskampagne sollte auf die Belästigungen und Gefahren durch Falschparken hinweisen und darstellen, welche Handlungsoptionen seitens der Behörden bestehen und auch angewendet werden. Gefahren bestehen nicht nur aus blockierten Sichtachsen für zu Fuß Gehende, insbesondere Kinder auf dem Schulweg, oder blockierte Radwege, die Radfahrende zum Ausweichen in den fließenden Kfz-Verkehr zwingen, sondern auch in der Blockade von Anfahrtswegen für die Feuerwehr oder von Feuerwehraufstellflächen, die Rettungsarbeiten behindern oder verzögern. Denkbar hierfür sind Pressemitteilungen, Informationen auf der Webseite der Stadt Karlsruhe, Inhalte für Social Media, Berichte in der Presse zu Kontrollen oder auch Befahrungen in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Karlsruhe. Aktuell findet eine beschleunigte technische Entwicklung statt, daher sollte beobachtet werden, welche der weiteren Vorschläge aus den Stakeholderdiskussionen sinnvoll umgesetzt werden können. Eine digitale Parkkontrolle mit hoher Entdeckungswahrscheinlichkeit kann Vorschläge wie Kameras in Bussen zur Dokumentation von Falschparkern oder Sensoren und Transponder obsolet machen. Low-hanging Fruits - schnell umsetzbare Maßnahmen Es besteht hohes Potenzial, Synergien bei der Digitalisierung sowie bei der Erhebung des Parkraumes und dessen Auslastung zu nutzen und mit Landesfördermitteln fördern zu lassen. Im besten Fall beauftragt die Stadt Karlsruhe ein Parkraummanagementkonzept inklusive Bestandsaufnahme des vorhandenen Parkraumes und erreicht damit eine Förderquote von 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Es ist aber auch möglich, im ersten Schritt die Bestandsaufnahme und Auslastungserhebung anzustoßen und eine Förderung von 50 Prozent der förderfähigen Kosten zu erhalten. So steht ein digitales Modell des Parkraumes zur Verfügung, es werden valide Daten erhoben, die zur Begründung geplanter Anordnungen wie Bewohnerparken herangezogen werden können. 36 Empfehlungen für Maßnahmenvorschlag 4: Liefer- und gewerbliche Verkehre Für die Bedürfnisse von Paketdiensten, Lieferanten von zum Beispiel Gastronomiebetrieben, Handwerksbetrieben oder Pflegedienste gilt es Lösungen zu finden, die in ihrem Alltag praktikabel sind und gleichzeitig den in den Stakeholderdiskussionen genannten Zielen wie Ordnung und Verkehrssicherheit dienen. Gefährliches parken in zweiter Reihe, Sichtachsen oder auf Radwegen darf nicht mehr auftreten. Das Parken für die oben Genannten muss daher in einer übergreifenden Parkraumkonzeption berücksichtigt werden. In der Novelle der StVO von 2024 wurde das Verkehrszeichen Ladebereich (Verkehrszeichen 230) eingeführt. Es erlaubt das Halten und Parken ausschließlich zum Be- und Entladen privater und gewerblicher Art und sichert dadurch regelmäßig freiwerdende Plätze. Jedoch ist damit das Parken für Handwerker während ihrer Tätigkeiten vor Ort oder für Pflegedienste nicht möglich. Außerdem besteht die Gefahr des unberechtigten Parkens durch private Fahrzeuge, was entsprechend kontrolliert werden muss. Es wird vorgeschlagen, das Verkehrszeichen Ladebereich einzuführen, auch um Erfahrungen damit zu machen und Rückmeldungen an den Gesetzgeber zu geben. Weiter wird vorgeschlagen zu prüfen, welche Erkenntnisse sich aus dem Bonner Pilotprojekt der Wirtschaftsparkplätze auf Karlsruhe übertragen lassen. Hier werden Parkstände tagsüber ausschließlich für gewerbliche Nutzung ausgewiesen und abends sowie am Wochenende stehen sie für allgemeine Nutzung zur Verfügung. Es empfiehlt sich, einen regelmäßigen Austausch zwischen Straßenverkehrs- behörde, Stadtplanungsamt, IHK, Handwerkskammer, KEP-Diensten und Pflegediensten zu etablieren, um im Austausch Planungen und Änderungen zu thematisieren. Es sollte geprüft werden, ob anderweitige Möglichkeiten der Paketauslieferungen umsetzbar sind. Dazu gehören die Auslieferung per Lastenrad oder die Errichtung von Packstationen. Beides würde weniger Fahrzeugeinsatz und weniger Verkehr und Parkraumnachfrage bedeuten. Low-hanging Fruits – schnell umsetzbare Maßnahmen Eine Anlaufstelle für alle Bedürfnisse des gewerblichen Verkehrs sollte geschaffen werden. Sie sollte im ständigen Austausch und Ansprechstelle oder -person sein. Wichtig ist eine gute Vernetzung in der Stadtverwaltung, um notwendige Abstimmungen schnell und flexibel zu realisieren. So kann rasch auf Anliegen reagiert werden und Anfragen werden effizient beantwortet. Diese Ansprechstelle oder -person kann schnell eingesetzt oder benannt werden und schon im Aufbau Anfragen entgegennehmen und gleichzeitig für Verständnis werben, falls anfangs noch Schwierigkeiten auftreten sollten. Hier ist die Botschaft wichtig, dass die Stadt Karlsruhe an konstruktiven Wegen interessiert ist, einen direkten Zugang bietet und sich aktiv an der Entwicklung verträglicher Lösungen für gewerbliche Belange beteiligt. Verkehrsrechtliche Anordnungen zum Parken mit dem neuen Verkehrszeichen Ladebereich werden wahrscheinlich einer Dynamik unterliegen. Unter Umständen werden ausgewiesene Bereiche in der Realität nicht so angenommen werden, wie erhofft und es sind zügige Anpassungen sinnvoll. Es wird vorgeschlagen, für den Verwaltungsakt des Ausweisens eines Ladebereiches im Rahmen einer verkehrsrechtlichen Anordnung ein standardisiertes Vorgehen zu entwickeln, das dazu dient die notwendigen Schritte zum Erlassen möglichst rasch und effizient zu absolvieren, z. B. durch eine Checkliste oder Ähnliches. Abbildung 15: Neues Verkehrs- zeichen 230 - Ladebereich 37 Empfehlungen für Maßnahmenvorschlag 5: Kommunikation Für die Akzeptanz und den Erfolg der Maßnahmen im Bereich parken ist es wichtig, dass zielführend kommuniziert wird. Es ist daher notwendig, proaktiv die Kommunikation langfristig auszurichten und sicherzustellen. Man wird nicht verhindern können, dass über Maßnahmen des Parkens gesprochen wird. Wenn jedoch Gegner:innen Nachteile in den Fokus stellen und überbetonen, wird es schwierig, reaktiv gegenzusteuern. Oft wird dabei emotional argumentiert und es ist schwer, mit Fakten dagegen zu halten. Die Kommunikation muss dabei auch Maßnahmen des Parkens mit anderen Maßnahmen verknüpfen, wie Klimaschutz, Stadtentwicklung, Verkehrssicherheit, Klimafolgenanpassung oder Ähnliches. Die Kommunikation sollte eine professionelle Agentur übernehmen, die Zielgruppen und Prioritäten, Argumente und Kernbotschaften erarbeitet. Ebenso sollte sie die geeigneten Kommunikationsmaßnahmen erarbeiten, die für einzelne Vorhaben geeignet und notwendig sind. Darüber hinaus werden geeignete Kommunikationsmaterialien benötigt, wie Inhalte für Pressetexte, Social Media-Inhalte, Schaubilder, oder auch Argumentationshilfen. Weiterhin ist es sinnvoll auch ein Stakeholder-Management zu beauftragen, um verschiedene Gruppen passend anzusprechen. Bei der Kommunikation ist es auch wichtig, auch über kleinere umgesetzte Maßnahmen zu berichten, nach dem Sprichwort „Tu Gutes und rede darüber!“ Folgende Aspekte könnten durch Kernbotschaften adressiert werden: 1. Für das Parken ist gesorgt – es stehen ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung für diejenigen, die auf das Auto angewiesen sind 2. Parkregelungen unterstützen die Verkehrssicherheit – der Parkraum ist so geordnet und kontrolliert, dass Fußverkehr - auch der Weg zur Schule - sowie der Radverkehr stets sicher sind 3. Stadtverträgliches Parken – Regelungen des Parkens unterstützen die geordnete städtebauliche Entwicklung und bringen verschiedene Ansprüche in Einklang 4. Parken hilft dem Klimaschutz – durch Parkraummanagement wird die Wahl der Verkehrsmittel beeinflusst und die städtischen Klimaschutzziele erreicht Der Stakeholderkreis, der im Park.Raum.Dialog konstruktiv und vertrauensvoll zusammengearbeitet hat, sollte versteigt werden, um weiterhin über das Parkraummanagement oder die Mobilität generell im Austausch zu bleiben und als strategisches Beratungsgremium bei Entscheidungen eingebunden werden. 38 Fazit Die Stadt Karlsruhe hat den Park.Raum.Dialog erfolgreich durchgeführt. Die Ergebnisse der Diskussionen und die darauf aufbauenden Empfehlungen des Kompetenznetz Klima Mobil setzen Schwerpunkte für die künftige Arbeit der Stadt Karlsruhe im Themenfeld des Parkraummanagement. Der Prozess ist bewusst kurz und mit wenig Aufwand gestaltet, um zügig Schwerpunkte zu setzen, Meinungen und Betroffenheiten abzuholen und gegenseitiges Verständnis und Vertrauen aufzubauen. Die Maßnahmenempfehlungen sind sehr individuell ausgearbeitet worden und bieten sowohl kurzfristig umsetzbare Vorschläge als auch Vorschläge mit mittel- und langfristigem Zeithorizont. Das Parken ist dabei als strategisches Steuerungsinstrument zu sehen, das direkten Einfluss auf die Flächenverteilung hat. Parkraummanagement ist als Managementaufgabe zu verstehen. Wie bei jeder anderen Managementaufgabe ist es auch hier notwendig und möglich, knappe Ressourcen so zuzuteilen, dass die gesteckten Ziele erreicht werden. Der Park.Raum.Dialog ist hierfür ein guter Ausgangspunkt, da durch die sorgfältig ausgesuchte Gruppe der Teilnehmer:innen des Stakeholderkreises alle Betroffenen abgeholt wurden. Diese lobten die konstruktive und sachliche Atmosphäre des Workshops und es zeigte sich, dass auch bei widerstreitenden Interessen an gemeinsamen Lösungen gearbeitet werden kann. Die Stadt Karlsruhe hat nun eine gute Ausgangsposition, im Bereich des Parkens durch dies Schwerpunktsetzung des Park.Raum.Dialog strategisch weiter voranzukommen und sowohl kurzfristig als auch langfristig die bestehenden Herausforderungen anzugehen und Lösungen umzusetzen. 39 Impressum Abschlussbericht zum Park.Raum.Dialog in Karlsruhe Juni 2025 Herausgeber: Kompetenznetz Klima Mobil NVBW – Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH Wilhelmsplatz 11 70182 Stuttgart https://www.klimaschutz-bewegt.de Eine Initiative von: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (VM) Dorotheenstraße 8 70173 Stuttgart https://vm.baden-wuerttemberg.de Autorenschaft des Dokuments: Bastian Wetzke (NVBW) Fabian Meurer (NVBW)

  • Informationsvorlage Abschlussbericht Park.Raum.Dialog
    Extrahierter Text

    Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0612 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: Stadtplanungsamt Abschlussbericht Park.Raum.Dialog Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Planungsausschuss 15.10.2025 2 Ö Kenntnisnahme Kurzfassung Die Stadt Karlsruhe hat die Teilnahme am Park.Raum.Dialog erfolgreich abgeschlossen. Der Abschlussbericht wurde vom Kompetenznetz Klima Mobil der Nahverkehrsgesellschaft Baden- Württemberg mbH erstellt und liegt vor. Der Park.Raum.Dialog ist ein Angebot des Landes Baden-Württemberg. Dabei werden die lokale Parkraumpolitik im Rahmen eines partizipativen Verfahrens bewertet, mögliche Lösungsansätze diskutiert und passende Maßnahmen abgeleitet. Die Handlungsempfehlungen des Abschlussberichtes gliedern sich in die fünf Themenbereiche: Stadtweites, integriertes Parkraumkonzept; klimafreundliche Mobilität unterstützen; Parkraumkontrolle verbessern; Liefer- und gewerbliche Verkehre sowie Kommunikation. Die Handlungsempfehlungen sind noch nicht auf Umsetzbarkeit geprüft und sind teilweise sogar schon in Konzepten der Stadt Karlsruhe enthalten. Sie stellen einen Ausgangspunkt für die weiteren Planungen und ein Parkraumkonzept von der Stadtverwaltung dar. Der Planungsausschuss nimmt den Abschlussbericht zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☒ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☒ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Stadtraum Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen Im Rahmen des IQ-Projekts „Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management“ hat sich Karlsruhe zum Park.Raum.Dialog beworben und diesen nun erfolgreich abgeschlossen. Der Park.Raum.Dialog ist ein Angebot des Landes Baden-Württemberg. Das Programm ist eine landeseigene Weiterentwicklung des Parkraum-Auditverfahrens, das im Rahmen des EU-Projektes Park4SUMP in europäischen Kommunen erfolgreich erprobt wurde. Dabei werden die lokale Parkraumpolitik im Rahmen eines partizipativen Verfahrens bewertet, mögliche Lösungsansätze diskutiert und passende Maßnahmen abgeleitet. Eine möglichst gerechte Verteilung des öffentlichen Raumes wird angestrebt. Die Organisation und Durchführung des Park.Raum.Dialogs erfolgte durch das Kompetenznetz Klima Mobil der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW), welches eine Servicegesellschaft des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg ist. Die Erarbeitung eines Parkraumkonzeptes und Umsetzung der im Rahmen des Park.Raum.Dialogs erarbeiteten Strategien und Maßnahmen im Anschluss obliegt der Kommunalverwaltung. Am Prozess wurden Akteurinnen und Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft beteiligt, um eine Ausgewogenheit der vielfältigen Interessen und Nutzungen des öffentlichen Raums sicherzustellen. Zunächst wurden die Teilnehmenden in einer Onlinebefragung zum Stand der lokalen Parkraumpolitik befragt. Davon ausgehend fanden zwei je dreistündige Workshops statt, bei denen gemeinsam Ideen und Lösungen für Herausforderungen beim Parken entwickelt wurden. Im ersten Workshop haben die Teilnehmenden die Ergebnisse der Online-Befragung sowie Herausforderungen und Lösungsansätze für eine klimafreundliche Parkraumpolitik diskutiert. Im zweiten Workshop wurden daraufhin konkrete Maßnahmen für die lokale Parkraumpolitik in Karlsruhe erarbeitet. Aus den Ergebnissen der Workshops hat das Kompetenznetz Klima Mobil fünf Handlungsfelder abgeleitet und in einem Ergebnisbericht zusammengefasst (siehe Anlage 01 + Anlage 02). • Stadtweites, integriertes Parkraumkonzept • Klimafreundliche Mobilität unterstützen • Parkraumkontrolle verbessern • Liefer- und gewerbliche Verkehre • Kommunikation Die enthaltenen Einzelmaßnahmen sind noch nicht auf Umsetzbarkeit geprüft, sondern stellen lediglich einen Ausgangspunkt für die Erstellung eines nachhaltigen Parkraumkonzeptes in Karlsruhe dar. Randbedingungen wie Straßenbaulast, Flächenverfügbarkeit, Mittelbedarf oder straßenverkehrsrechtliche Möglichkeiten sollen im Anschluss an die Information im Planungsausschuss geprüft werden. Darüber hinaus bestehen seitens der Stadt Karlsruhe bereits teilweise Konzepte und Planungen, die einzelne der im Bericht vorgeschlagenen Maßnahmen berücksichtigen. Über das Parkraumkonzept inklusive Priorisierung und Kostenschätzungen wird der Planungsausschuss durch die Verwaltung zu gegebener Zeit informiert.

  • Anlage 02_Anlagen_zum_Abschlussbericht_PRD_Karlsruhe
    Extrahierter Text

    Anlagen zum Abschlussbericht des Park.Raum.Dialog Karlsruhe Anhang 1: Teilnehmendenliste Aus Gründen des Datenschutzes wurden die betreffenden Seiten aus diesem Dokument entfernt. Wir bitten um Verständnis. Anhang 1: Teilnehmendenliste 5 Anhang 2: Ergebnisse Onlinebefragung 25.06.2025 1 Online-Befragung | Ergebnisse •8 Fragen zum Parkraummanagement in Karlsruhe •Bewertung mit 1 bis 4 Sternen •Abfrage von persönlichen Einschätzungen und Fachwissen •Textfeld für Anmerkungen •Zusatzfrage zur Höhe von Parkgebühren 1Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil2 1 2 25.06.2025 2 Frage 1: Wie aktiv ist Ihre Kommune Ihrer Ansicht nach beim Parkraummanagement? ★ Parkplätze im öffentlichen Raum stehen fast überall zur freien Verfügung und werden kaum oder nicht mit Zugangsbeschränkungen, Parkgebühren oder zeitlichen Begrenzungen bewirtschaftet. ★★ Parkplätze im öffentlichen Straßenraum werden in einzelnen Bereichen wie beispielsweise im Ortskern/Stadtzentrum oder besonders frequentierten Gebieten mit Zugangsbeschränkungen und/oder zeitlichen Begrenzungen bewirtschaftet. ★★★ Parkplätze im öffentlichen Straßenraum werden in einzelnen Bereichen wie beispielsweise im Ortskern/Stadtzentrum oder besonders frequentierten Gebieten mit Zugangsbeschränkungen, zeitlichen Begrenzungen und Parkgebühren bewirtschaftet. Darüber hinaus gibt es zusammenhängende Quartiere, die systematisch bewirtschaftet werden, beispielsweise mit Bevorrechtigungen für Anwohnende (Bewohnerparkausweise). ★★★★ Zugangsbeschränkungen, zeitliche Begrenzungen und Parkgebühren werden möglichst flächendeckend eingesetzt. Es wird darauf geachtet, dass die Gebühren für Parkplätze im öffentlichen Straßenraum höher sind als in zentralen Parkplätzen oder Parkhäusern. Außerdem wird darauf geachtet, dass alle Ziele sowohl mit dem Pkw als auch mit dem ÖPNV, mit dem Fahrrad und zu Fuß erreicht werden können. Falls erforderlich, werden Parkplätze im öffentlichen Verkehrsraum beispielsweise für Radabstellanlagen, Fahrradwege oder Busspuren umgenutzt. 3Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil4 Frage 1: Wie aktiv ist Ihre Kommune Ihrer Ansicht nach beim Parkraummanagement? ⌀2,67 11442 n=21 „Kommune trägt die Kosten für alle Parkplätze im öffentlichen Raum -> flächendeckendes Gebühren- system in der ganzen Stadt erforderlich.“ „Wenige Bereiche mit Parkraumbewirtschaftung“ „Lücken in der Parkraumbewirtschaftung müssen aufgespürt und geschlossen werden, um Parksuchverkehr und Dauerparken entgegenzuwirken“ 3 4 25.06.2025 3 Frage 2: Welche Veränderungen im Parkraummanagement sind aus Ihrer Sicht notwendig bzw. wünschenswert? ★ Änderungen sind meiner Meinung nach nicht notwendig. ★★ Ich halte die Einführung bzw. die Ausweitung von Parkraummanagementmaßnahmen auf weitere Bereiche (z.B. Ausweitung Bewohnerparken, Einführen von Gebühren fürs Kurzzeitparken, Einrichten von Ladezonen und Einschränkungen des Parkens, z.B. vor Schulen o.ä.) für notwendig. ★★★ Ich halte die Einführung bzw. die Ausweitung von Parkraummanagementmaßnahmen auf weitere Bereiche (z.B. Ausweitung Bewohnerparken, Einrichten von Ladezonen und Einschränkungen des Parkens, z.B. vor Schulen o.ä.) sowie die Erhöhung von Parkgebühren (fürs Kurzzeitparken und/oder Bewohnerparken) in Gebieten, die bereits mit Parkgebühren bewirtschaftet werden, für notwendig. (z.B. innenstadtweit und an heiklen Orten o.ä.). ★★★★ Neben der Einführung und Ausweitung von Parkraummanagementmaßnahmen sowie der Erhöhung von Parkgebühren sollte man Parkplätze im öffentlichen Verkehrsraum systematisch umnutzen, beispielsweise zu Radspuren oder Grünflächen. Parken sollte in Quartiersgaragen sowie im privaten Raum gebündelt werden. 5Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil6 Frage 2: Welche Veränderungen im Parkraummanagement sind aus Ihrer Sicht notwendig bzw. wünschenswert? ⌀3,14 10470 n=21 „Parkgebühren nur auf Flächen mit hohem Parkdruck und mehr kostengünstige oder kostenfreie P&R- Möglichkeiten für Pendler“ „Mehr Kontrolle bei unbeschrankten Bereichen mit Parkscheinautomaten. Bevor Parkflächen umgenutzt werden, sollte Ersatz geschaffen werden.“ „Erweiterung und Abrundung des Bewohnerparkens und Umgang mit verschiedenen Problemen: Nicht ausgelastete Innenstadtparkhäuser& Quartiersgaragen; Behinderungen durch parkende Fahrzeuge“ 5 6 25.06.2025 4 ★ Es gibt keine Informationen und Orientierungshilfen. ★★ Informationen zu Standorten und Preisen sind im Internet (bspw. auf der städtischen Website) verfügbar. Schilder zeigen die Parkierungseinrichtungen an, jedoch nur direkt am Standort. ★★★ Eine Beschilderung informiert Autofahrende an zentralen Verkehrspunkten, wo sich die Parkierungseinrichtungen befinden. Informationen zu Standorten und Preisen sind im Internet (bspw. auf der städtischen Website) verfügbar. ★★★★ Schilder an zentralen Verkehrspunkten werden mit digitalen Echtzeitinformationen über die Anzahl freier Stellplätze in den zentralen Parkierungseinrichtungen ergänzt. Die Echtzeitinformationen über die Anzahl freier Stellplätze und Preise sind im Internet verfügbar. 7Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Frage 3: Welche Informationen und Orientierungshilfen gibt es in Ihrer Kommune zum Parken in öffentlich zugänglichen Parkierungseinrichtungen? Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil8 Frage 3: Welche Informationen und Orientierungshilfen gibt es in Ihrer Kommune zum Parken in öffentlich zugänglichen Parkierungseinrichtungen? ⌀3,67 13510 n=19 „Die Preise werden leider nicht angezeigt.“ „Gibt es bereits: die Echtzeitinformationen zeigen an, dass fast immer genug Parkraum zur Verfügung steht. Weiterer Ausbau würde die Steuerungswirkung nicht erhöhen“ „Im Internet vorhandene Informationen und Parkleitsystem funktionieren offenkundig nur bedingt. Der Anreiz, in Parkhäuser zu fahren, scheint aufgrund der Vielzahl an kostenlos vorhandenen Stellplätzen nicht hoch genug zu sein. “ 7 8 25.06.2025 5 ★ Der Wirtschafts- und Lieferverkehr ist nicht explizit berücksichtigt. ★★ In einzelnen Bereichen gibt es Abschnitte, die zeitlich beschränkt für den Wirtschafts- und Lieferverkehr reserviert sind. ★★★ In einzelnen Bereichen gibt es Abschnitte, die zeitlich beschränkt für den Wirtschafts- und Lieferverkehr reserviert sind. Bei Bedarfsmeldungen wird das Ausweisen weiterer Flächen geprüft. ★★★★ Das Parken für den Wirtschafts- und Lieferverkehr wird flächendeckend und bedarfsgerecht mitberücksichtigt und kontinuierlich angepasst. 9Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Frage 4: Wie ist das Parken und Be- und Entladen für den Wirtschafts- und Lieferverkehr im öffentlichen Straßenraum organisiert? Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil10 Frage 4: Wie ist das Parken und Be- und Entladen für den Wirtschafts- und Lieferverkehr im öffentlichen Straßenraum organisiert? ⌀2,35 08111 n=20 „In einzelnen Straßen gibt es Probleme und Bedarf dies zu regeln. Stadtweit sehe ich da eine geringere Bedeutung. “ 9 10 25.06.2025 6 Frage 5: Bitte bewerten Sie die Fahrradabstellmöglichkeiten in Ihrer Kommune. ★ Es gibt einige wenige von der Kommune geschaffenen Fahrradabstellmöglichkeiten. ★★ Fahrradabstellmöglichkeiten werden von der Kommune an den wichtigsten Stellen aufgestellt. ★★★ An vielen Stellen gibt es Fahrradabstellmöglichkeiten. Die Qualität (z.B. Gestaltung für Lastenräder und fahrradschonende Gestaltung der Anlehnbügel) wird bei der Errichtung mitberücksichtigt. ★★★★Es gibt ein flächendeckendes Angebot. Neue Abstellmöglichkeiten sind auch auf Flächen des ruhenden und fließenden Pkw-Verkehrs entstanden. Es gibt überdachte und diebstahlsichere Abstellanalagen sowie Abstellmöglichkeiten für Lastenräder. 11Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil12 Frage 5: Bitte bewerten Sie die Fahrradabstellmöglichkeiten in Ihrer Kommune. ⌀2,68 01651 n=22 „Überdachte Abstellmöglichkeiten und Abstellmöglichkeiten für Lastenräder gibt es kaum.“ „In den Wohngebieten sind die Beeinträchtigung des Seitenraums für Fußgänger durch abgestellte Fahrräder manchmal eine Herausforderung.“ „Da es nicht weder privat noch öffentlich genug Radabstellanlagen gibt stehen Räder auf den Gehwegen und diese sind dann zu schmal; Überdachungen gibt es bis auf wenige Ausnahmen nur in Zusammenhang mit Bike & Ride an Straßenbahnhaltestellen “ 11 12 25.06.2025 7 ★ Es gibt keine spezifischen Regelungen für Sharingfahrzeuge. ★★ Carsharing gibt es an zentralen Orten auf reservierten Stellflächen (z.B. am Bahnhof/Rathaus). Bike- und E-Scooter-Sharingangebote gibt es nicht. ★★★ In unserer Kommune gibt es flächendeckende Angebote und reservierte Parkflächen für Carsharing. ★★★★ In unserer Kommune gibt es flächendeckende Angebote und reservierte Parkflächen für alle Sharingangebote. 13Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Frage 6: Welche Parkregelungen und -angebote gibt es für Sharingfahrzeuge (Car-/Bike-/E-Scooter-Sharing)? Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil14 Frage 6: Welche Parkregelungen und -angebote gibt es für Sharingfahrzeuge (Car-/Bike-/E-Scooter-Sharing)? ⌀2,95 21530 n=20 „Bisher hat sich Car-Sharing sehr auf private Stellplätze konzentriert. Teilweise scheinen die Stellplätze jedoch ein Engpass für weiteren Ausbau des Car-Sharings darzustellen. Öffentliche Parkstände für Car-Sharing sind vorhanden, jedoch häufig von Fehlbelegungen betroffen.“ „Reservierte Parkflächen für Carsharing und E-Scooter gibt es vereinzelt, jedoch nicht flächendeckend.“ 13 14 25.06.2025 8 ★ Keine. ★★ Es gibt vereinzelt öffentlich zugängliche Parkplätze mit Lademöglichkeiten. Parken ist während des Ladevorgangs kostenfrei. ★★★ In zentralen Bereichen gibt es öffentlich zugängliche Lademöglichkeiten. Parken ist während des Ladevorgangs kostenfrei. Es gibt auch Parkplätze ohne Lademöglichkeit, die ausschließlich für E-Fahrzeuge zur Verfügung gestellt werden. ★★★★ Öffentliche Lademöglichkeiten sind flächendeckend vorhanden. Parken ist während des Ladevorgangs kostenfrei. Es gibt auch Parkplätze ohne Lademöglichkeit, die ausschließlich für E-Fahrzeuge zur Verfügung gestellt werden. E-Fahrzeuge sind systematisch ins Parkraummanagement integriert, beispielsweise durch reduzierte Parkgebühren oder die systematische Ausstattung öffentlicher Parkhäuser mit Lademöglichkeiten. 15Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Frage 7: Welche besonderen Angebote und Bevorrechtigungen beim Parken für elektrisch betriebene Fahrzeuge (Fahrzeuge mit E-Kennzeichen) gibt es? Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil16 Frage 7: Welche besonderen Angebote und Bevorrechtigungen beim Parken für elektrisch betriebene Fahrzeuge (Fahrzeuge mit E-Kennzeichen) gibt es? ⌀2,07 11102 n=14 „Es ist zu klären wieviel öffentliche Ladeinfrastruktur es braucht. Vielleicht hilft die Antriebswende, die Autos in die bisher nicht ausgenutzten Quartiersgaragen zu bekommen. Dafür sollten Garagen Ladeinfrastruktur haben.“ „Im Flächenverbrauch kein Unterschied, somit unter den Aspekten Klimaanpassung und Umverteilung des öffentlichen Raums kein Mehrwert; kann sogar zu Mehrverkehren führen.“ 15 16 25.06.2025 9 ★ Meiner Wahrnehmung nach wird nur sporadisch oder nicht kontrolliert. ★★ Es gibt keine regelmäßigen Kontrollen. Die Wahrscheinlichkeit, kontrolliert zu werden, ist gering. ★★★ Die Kontrolle funktioniert gut. Aber außerhalb der üblichen Dienstzeiten ist es unwahrscheinlich, kontrolliert zu werden. ★★★★ Die Kontrolle funktioniert sehr gut. Die Wahrscheinlichkeit, kontrolliert zu werden, ist sehr groß. 17Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Frage 8: Wie effektiv ist die Kontrolle von Parkplätzen im öffentlichen Straßenraum (z.B. Parkschein, Parkscheibe) sowie die Kontrolle von Falschparken (z.B. Parken in Kreuzungsbereichen, auf dem Gehweg, im Halteverbot etc.) Ihrer Einschätzung nach? Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil18 Frage 8: Wie effektiv ist die Kontrolle von Parkplätzen im öffentlichen Straßenraum (z.B. Parkschein, Parkscheibe) sowie die Kontrolle von Falschparken (z.B. Parken in Kreuzungsbereichen, auf dem Gehweg, im Halteverbot etc.) Ihrer Einschätzung nach? ⌀2,41 2663 n=17 „Die Kontrolldichte könnte höher sein. Smarte Ansätze der Kontrolle mit Hilfe von Sensoren scheinen Möglichkeiten zu eröffnen, das Personal effektiv einzusetzen und bestimmte Bereiche zuverlässig von Falschparkern freizuhalten “ „Die Wahrscheinlichkeit, kontrolliert zu werden, ist in manchen Bereichen recht hoch, in vielen Bereichen äußerst gering. Nicht nur, aber ganz besonders außerhalb der üblichen Dienstzeiten.“ 17 18 25.06.2025 10 19Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Frage 9: Was möchten Sie zum Thema Parken in Ihrer Kommune noch anmerken? •Stadtweite Grundlage, wo Parkdruck herrscht, fehlt. Diese ist notwendig, um entsprechende Maßnahmen ableiten zu können. •Die Parkmöglichkeiten für Menschen mit schweren körperlichen Einschränkungen (sog. Behindertenparkplätze) sind nicht zufriedenstellend. Gerade im westlichen Teil der Innenstadt fehlen Parkplätze. •Gremien, die über die Umnutzung von Parkflächen entscheiden, sollten ausgewogen besetzt sein. Teilweise sehr hoher Anteil an Entscheidern, die nicht pendeln, kein KFZ besitzen und ideologisch motiviert sind. Aufgestellte Stadtmöbel anstelle von Parkplätzen bleiben oft ungenutzt, ungepflegt und verkümmern nach kurzer Zeit. Es sollte eine Symbiose hergestellt werden, zwischen den Interessen aller Beteiligter (Anwohner, Besucher von außerhalb, Alt & Jung, etc.). •Die Belegung in den Parkhäusern sollte Stellplatz bezogen erkennbar sein, das erhöht deutlich die Akzeptanz zur Annahme von Garagen. 20Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Frage 9: Was möchten Sie zum Thema Parken in Ihrer Kommune noch anmerken? •Dies ist eine wesentliche Steuerungsgröße um sowohl der Platzbedarf des Kfz-Verkehrs im Straßenraum, die Verkehrsmittelwahl als auch den Autobesitzt zu beeinflussen und sollte konsequent für die Mobilitätswende genutzt werden. Es muss der Stellplatzschlüssel bei Wohnbebauung thematisiert werden und wie dieser eventuell gesenkt werden kann. Zudem stellt sich die Frage, wie die vorhandenen privaten Stellplätze besser genutzt werden können, um damit den Parkdruck von öffentlichen Parkständen im Straßenraum zu reduzieren. •Ältere Menschen, die noch einigermaßen gut Autofahren können, sollen berücksichtigt werden. •Es sollen an allen Hauptverkehrsstraßen an den Stadteingängen P&R-Plätze eingerichtet werden, wo das Umsteigen auf Bus und Bahn möglich ist. Das Ticket der Parkplatzgebühr ist gleichzeitig Fahrschein im ÖPNV. Insgesamt sollte der Parkraumsuchverkehr in der Stadt verringert werden 19 20 25.06.2025 11 21 Frage 9: Was möchten Sie zum Thema Parken in Ihrer Kommune noch anmerken? •Parkgebühr sollte mindestens so hoch sein, wie der billigste Rückfahrschein für den ÖV. Parkgebühren in der Innenstadt müssen einen ganz besonderen Anreiz zur Nutzung des ÖV bieten. Die billigste Für Bewohnerparken wäre eine Jahresgebühr von min. 360 € angemessen bei Staffelung nach der Größe des Fahrzeugs. Die Parkraumbewirtschaftung sollte flächendeckend sein. Umwidmung von Stellplätzen zu Gunsten von Stellplätzen für Fahrräder außerhalb von Gehwegen ist in vielen Stadtteilen noch geboten. Solange in fast allen Stadtteilen Wohnmobile zu Hunderten unbegrenzt kostenlos parken können, gibt es kein nennenswertes Parkraumproblem. Die Möglichkeit zur Ausweisung von Behindertenparkplätzen und Ladezonen sollte konsequent ausgenutzt werden. Ein Stellplatz für den MIV darf auch so weit von der Wohnung entfernt sein, wie der Weg zur nächsten Haltestelle. 22Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Parkgebühren Parkgebühr pro Stunde in der Innenstadt Tagesgebühr in einem bewirtschafteten Quartier mit überwiegend Wohnnutzung Jahresgebühr in einem bewirtschafteten Quartier mit überwiegend Wohnnutzung 0,00€ 8,00€ 20,00€ 480,00€ 0,00€ 0,00€ Median: 3,00€Median: 12,00€Median: 360,00€ 6,00€ 15,00€ 360,00€ 4,00€ 10,00€ 240,00€ 2,00€ 5,00€ 120,00€ 21 22 Anhang 2: Ergebnisse Onlinebefragung 7 Anhang 3: Foliensatz Reflexionstreffen 25.06.2025 1 11 Mutig voran beim Klimaschutz im Verkehr 11 Park.Raum.Dialog Reflexionstreffen am 13.12.2024 von 15 bis 18 Uhr Rathaus am Marktplatz Karlsruhe, Raum Nancy/Nottingham Begrüßung 2Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner| Leitung Stadtplanungsamt Karlsruhe Bild: Stadt Karlsruhe 1 2 25.06.2025 2 Ansprechpartner für kommunales Parkraummanagement 3Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Fabian Meurer E-Mail: fabian.meurer@nvbw.de Telefon: +49 711 23991-1229 Bastian Wetzke E-Mail: bastian.wetzke@nvbw.de Telefon: +49 711 23991-1226 Daniel Voith E-Mail: daniel.voith@nvbw.de Telefon: +49 711 23991-1191 Agenda 4 15:00 Uhr: Begrüßung und Vorstellungsrunde 15:20 Uhr: Input – Parkraumpolitik der Stadt Karlsruhe 15:40 Uhr: Park.Raum.Dialog: Verfahren und Befragungsergebnisse 16:00 Uhr: Diskussionsphase 17:10 Uhr: Pause und Bepunktung 17:30 Uhr: Reflexion der Ergebnisse 17:50 Uhr: Ausblick und Verabschiedung 18:00 Uhr: Ende der Veranstaltung Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Bild: Stadt Karlsruhe 3 4 25.06.2025 3 Kurzvorstellung 5Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Name & Institution Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg „Effizientes und klimafreundliches Parkraummanagement bedeutet für mich...“ Parkraumpolitik der Stadt Karlsruhe 6Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Ulrich Wagner | Stadtplanungsamt Karlsruhe Bild: Stadt Karlsruhe 5 6 25.06.2025 4 Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil7 Input: Parkraumpolitik der Stadt Karlsruhe Bild: Stadt Karlsruhe 8 IQ-Leitprojekt „Nachhaltiges Parkraumkonzept und - management" Verkehrsentwicklungspla n Programm Aktive Mobilität Klimaschutzkonzept ÖRMI Wie ist der Dialog in kommunale Prozesse eingebettet? Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil 7 8 25.06.2025 5 9 Bisherige Projekte: •„Faires Parken“ seit 2019 umgesetzt Status quo – Parkraummanagement in Karlsruhe Bild: Stadt Karlsruhe Bild: Stadt Karlsruhe Bild: Stadt Karlsruhe Bild: Stadt Karlsruhe Bild: Stadt Karlsruhe Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil 10 Bisherige Projekte: •„Faires Parken“ seit 2019 umgesetzt •Bewohnerparken seit den 90ern etabliert, sowie erste Zonen seit 2019 angepasst → Überarbeitet: A1 (Oststadt), B2/B5 (Innenstadt) und K1 (Weststadt) → Gebührenerhöhung auf 180 € pro Jahr seit 2022 Quelle: Mobilitätsportal der Stadt Karlsruhe, 2024 Status quo – Parkraummanagement in Karlsruhe Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil 9 10 25.06.2025 6 11 Bisherige Projekte: •„Faires Parken“ seit 2019 umgesetzt •Bewohnerparken seit den 90ern etabliert, sowie erste Zonen seit 2019 angepasst •Anwendung E-Klima bei Neuplanungen → „Das Angebot und die Bewirtschaftung von Parkständen, die u. a. nach den Vorgaben der FGSV-Regelwerke geplant werden, wirken auf die Ziel- und Verkehrsmoduswahl und damit u. a. auf die Reiseweite, den Besetzungsgrad und die motorisierte Fahrleistung.“ Status quo – Parkraummanagement in Karlsruhe Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil 12 Bisherige Projekte: •„Faires Parken“ seit 2019 umgesetzt •Bewohnerparken seit den 90ern etabliert, sowie erste Zonen seit 2019 angepasst •Anwendung E-Klima bei Neuplanungen •Abschaffung der Brötchentaste, Erhöhung Parkgebühren Quelle: BNN, 2020 Status quo – Parkraummanagement in Karlsruhe Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil 11 12 25.06.2025 7 13 Bisherige Projekte: •„Faires Parken“ seit 2019 umgesetzt •Bewohnerparken seit den 90ern etabliert, sowie erste Zonen seit 2019 angepasst •Anwendung E-Klima bei Neuplanungen •Abschaffung der Brötchentaste, Erhöhung Parkgebühren •Innenstadtkonzept „Öffentlicher Raum und Mobilität Innenstadt ÖRMI“ sieht Minimierung von Parken vor Status quo – Parkraummanagement in Karlsruhe Bild: Stadt Karlsruhe Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil 14 Bisherige Projekte: •„Faires Parken“ seit 2019 umgesetzt •Bewohnerparken seit den 90ern etabliert, sowie erste Zonen seit 2019 angepasst •Anwendung E-Klima bei Neuplanungen •Abschaffung der Brötchentaste, Erhöhung Parkgebühren •Innenstadtkonzept „Öffentlicher Raum und Mobilität Innenstadt ÖRMI“ sieht Minimierung von Parken vor •Freie Sichtfelder in Kreuzungsbereichen, kombiniert mit Flächen für Fahrradparken → Lastenradtaugliche Abstellmöglichkeiten Status quo – Parkraummanagement in Karlsruhe Bild: Stadt Karlsruhe Bild: Stadt Karlsruhe Bild: Stadt Karlsruhe Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil 13 14 25.06.2025 8 15 Bisherige Projekte: •„Faires Parken“ seit 2019 umgesetzt •Bewohnerparken seit den 90ern etabliert, sowie erste Zonen seit 2019 angepasst •Anwendung E-Klima bei Neuplanungen •Abschaffung der Brötchentaste, Erhöhung Parkgebühren •Innenstadtkonzept „Öffentlicher Raum und Mobilität Innenstadt ÖRMI“ sieht Minimierung von Parken vor •Freie Sichtfelder in Kreuzungsbereichen, kombiniert mit Flächen für Fahrradparken •Carsharing Stellplätze im öffentlichen Raum → Bisher keine Obergrenze für Carsharing-Stellplätze im öffentlichen Raum definiert Quelle: BMDV Status quo – Parkraummanagement in Karlsruhe Bild: Stadt Karlsruhe Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil 16 Bisherige Projekte: •„Faires Parken“ seit 2019 umgesetzt •Bewohnerparken seit den 90ern etabliert, sowie erste Zonen seit 2019 angepasst •Anwendung E-Klima bei Neuplanungen •Abschaffung der Brötchentaste, Erhöhung Parkgebühren •Innenstadtkonzept „Öffentlicher Raum und Mobilität Innenstadt ÖRMI“ sieht Minimierung von Parken vor •Freie Sichtfelder in Kreuzungsbereichen, kombiniert mit Flächen für Fahrradparken •Carsharing Stellplätze im öffentlichen Raum •Schaffung von E-Ladeinfrastruktur Status quo – Parkraummanagement in Karlsruhe Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Bild: Stadt Karlsruhe 15 16 25.06.2025 9 17 Bisherige Projekte: •„Faires Parken“ seit 2019 umgesetzt •Bewohnerparken seit den 90ern etabliert, sowie erste Zonen seit 2019 angepasst •Anwendung E-Klima bei Neuplanungen •Abschaffung der Brötchentaste, Erhöhung Parkgebühren •Innenstadtkonzept „Öffentlicher Raum und Mobilität Innenstadt ÖRMI“ sieht Minimierung von Parken vor •Freie Sichtfelder in Kreuzungsbereichen, kombiniert mit Flächen für Fahrradparken •Carsharing Stellplätze im öffentlichen Raum •Schaffung von E-Ladeinfrastruktur •Erste Stellflächen für Bike- und E-Scooter-Sharing im öffentlichen Raum Status quo – Parkraummanagement in Karlsruhe Bild: Stadt Karlsruhe Bild: Stadt Karlsruhe Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil 18 Bisherige Projekte: •„Faires Parken“ seit 2019 umgesetzt •Bewohnerparken seit den 90ern etabliert, sowie erste Zonen seit 2019 angepasst •Anwendung E-Klima bei Neuplanungen •Abschaffung der Brötchentaste, Erhöhung Parkgebühren •Innenstadtkonzept „Öffentlicher Raum und Mobilität Innenstadt ÖRMI“ sieht Minimierung von Parken vor •Freie Sichtfelder in Kreuzungsbereichen, kombiniert mit Flächen für Fahrradparken •Carsharing Stellplätze im öffentlichen Raum •Schaffung von E-Ladeinfrastruktur •Erste Stellflächen für Bike- und E-Scooter-Sharing im öffentlichen Raum •Stellplatzsatzung für Kfz und Rad in Abstimmung Status quo – Parkraummanagement in Karlsruhe Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil 17 18 25.06.2025 10 19 Bisherige Projekte: •„Faires Parken“ seit 2019 umgesetzt •Bewohnerparken seit den 90ern etabliert, sowie erste Zonen seit 2019 angepasst •Anwendung E-Klima bei Neuplanungen •Abschaffung der Brötchentaste, Erhöhung Parkgebühren •Innenstadtkonzept „Öffentlicher Raum und Mobilität Innenstadt ÖRMI“ sieht Minimierung von Parken vor •Freie Sichtfelder in Kreuzungsbereichen, kombiniert mit Flächen für Fahrradparken •Carsharing Stellplätze im öffentlichen Raum •Schaffung von E-Ladeinfrastruktur •Erste Stellflächen für Bike- und E-Scooter-Sharing im öffentlichen Raum •Stellplatzsatzung für Kfz und Rad in Abstimmung •IQ-Leitprojekt „Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management" Status quo – Parkraummanagement in Karlsruhe Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil 20 •Leitprojekt „Öffentlicher Raum und Mobilität Innenstadt“ (2022) •Ziel: ➢Chancen und Herausforderungen für den öffentlichen Raum und die Mobilität der Innenstadt Karlsruhe integriert betrachten und umsetzungsorientierte, kurz- als auch langfristige Handlungsempfehlungen entwickelt, ➢z.B. Erhöhung der Aufenthaltsqualität, Strategie für das Parken •Empfehlung der strategisch sinnvollen Stellplatzreduzierung im öffentlichen Raum / On-Street-Parking ➢öffentlich zugängliche Parkhäuser haben nur eine Auslastung von 60 % ➢Bedarfsgerechte Bündelung des ruhenden Verkehrs in Parkhäusern sowie Parkraumbewirtschaftung im gesamten Stadtgebiet, ➢Reduzierung der Parkstände im öffentlichen Raum je nach Nutzung/Bedarf zwischen 10% und 80 % Stellplätze für Mobilitätseingeschränkte, Warenanlieferungen und schnelles Bringen und Abholen sind zu erhalten Betrachtungsgebie t Park.Raum.Dialog ÖRMI Kurzvorstellung ÖRMI Bild: Stadt Karlsruhe Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil 19 20 25.06.2025 11 21 •Betrachtung aller Sichtweisen zum Thema Parken und dem Umgang mit öffentlichem Raum •Parken von allen Fahrzeugarten (Pkw/Rad/ Carsharing/E-Scooter), Ladezonen •Öffentlich und öffentlich zugängliche Stellplätze •Karlsruhe –gesamtstädtisch! •Keine Einzelprojekte •Inhalte, die ausschließlich Innenstadt spezifisch sind, diese sind im Konzept ÖRMI enthalten •Inhalte der Stellplatzsatzung Maßstabsebene: Was wollen wir heute besprechen? Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Park.Raum.Dialog | Hintergrund 22 •Hohe CO2-Emissionen und Verkehrsbelastungen durch ca. 7 Mio. Pkw in Baden-Württemberg •Ungleichmäßige Auslastung öffentlicher und privater Parkflächen •Hohe Flächenkonkurrenz: Zunehmender Platzbedarf für Fuß- und Radverkehr, Carsharing, E-Ladestationen, ÖPNV und Freiflächen •Parkraummanagement wird bisher (zu) wenig strategisch betrachtet und gehört als Instrument in den Baukasten einer klimafreundlichen Verkehrsplanung Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Ziele für die Verkehrswende bis 2030 des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg Quelle: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (2024) - 55% CO 2 * Verdopplung des öffentlichen Verkehrs JedezweiteTonne fährtklimaneutral Ein FünftelwenigerKfz-Verkehr in Stadt und Land Jeder zweite Weg selbstaktiv zu Fuß oder mit dem Rad JedeszweiteAuto fährtklimaneutral ➔ Ziele nur durch Kombinieren von Push- und Pullmaßnahmen erreichbar! * Im Vergleich zu 1990 21 22 25.06.2025 12 Park.Raum.Dialog | Ablauf 23 Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Quelle: Kompetenznetz Klima Mobil 1.Onlinebefragung zur Bewertung der lokalen Parkraumpolitik 2.Reflexionstreffen: Vorstellung der Befragungsergebnisse & Diskussion von Herausforderungen und Lösungsansätzen 3.Aktionstreffen: Erarbeitung eines Maßnahmenplans für eine lokale Parkraumstrategie 4.Abschlussbericht mit Handlungsempfehlungen und Park.Raum.Dialog-Zertifikat Strategische Einbettung und Umsetzung der Maßnahmen für eine klimafreundliche Parkraumpolitik in der Kommune Online-Befragung | Ergebnisse •8 Fragen zum Parkraummanagement in Karlsruhe •Bewertung mit 1 bis 4 Sternen •Abfrage von persönlichen Einschätzungen und Fachwissen •Textfeld für Anmerkungen •Zusatzfrage zur Höhe von Parkgebühren •22 Personen haben teilgenommen. 25Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil 23 25 25.06.2025 13 Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil27 Frage 1: Wie aktiv ist Ihre Kommune Ihrer Ansicht nach beim Parkraummanagement? ⌀2,67 11442 n=21 „Kommune trägt die Kosten für alle Parkplätze im öffentlichen Raum -> flächendeckendes Gebühren- system in der ganzen Stadt erforderlich.“ „Wenige Bereiche mit Parkraumbewirtschaftung“ „Lücken in der Parkraumbewirtschaftung müssen aufgespürt und geschlossen werden, um Parksuchverkehr und Dauerparken entgegenzuwirken“ Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil29 Frage 2: Welche Veränderungen im Parkraummanagement sind aus Ihrer Sicht notwendig bzw. wünschenswert? ⌀3,14 10470 n=21 „Parkgebühren nur auf Flächen mit hohem Parkdruck und mehr kostengünstige oder kostenfreie P&R- Möglichkeiten für Pendler“ „Mehr Kontrolle bei unbeschrankten Bereichen mit Parkscheinautomaten. Bevor Parkflächen umgenutzt werden, sollte Ersatz geschaffen werden.“ „Erweiterung und Abrundung des Bewohnerparkens und Umgang mit verschiedenen Problemen: Nicht ausgelastete Innenstadtparkhäuser& Quartiersgaragen; Behinderungen durch parkende Fahrzeuge“ 27 29 25.06.2025 14 Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil31 Frage 3: Welche Informationen und Orientierungshilfen gibt es in Ihrer Kommune zum Parken in öffentlich zugänglichen Parkierungseinrichtungen? ⌀3,67 13510 n=19 „Die Preise werden leider nicht angezeigt.“ „Gibt es bereits: die Echtzeitinformationen zeigen an, dass fast immer genug Parkraum zur Verfügung steht. Weiterer Ausbau würde die Steuerungswirkung nicht erhöhen“ „Im Internet vorhandene Informationen und Parkleitsystem funktionieren offenkundig nur bedingt. Der Anreiz, in Parkhäuser zu fahren, scheint aufgrund der Vielzahl an kostenlos vorhandenen Stellplätzen nicht hoch genug zu sein. “ Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil33 Frage 4: Wie ist das Parken und Be- und Entladen für den Wirtschafts- und Lieferverkehr im öffentlichen Straßenraum organisiert? ⌀2,35 08111 n=20 „In einzelnen Straßen gibt es Probleme und Bedarf dies zu regeln. Stadtweit sehe ich da eine geringere Bedeutung. “ 31 33 25.06.2025 15 Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil35 Frage 5: Bitte bewerten Sie die Fahrradabstellmöglichkeiten in Ihrer Kommune. ⌀2,68 01651 n=22 „Überdachte Abstellmöglichkeiten und Abstellmöglichkeiten für Lastenräder gibt es kaum.“ „In den Wohngebieten sind die Beeinträchtigung des Seitenraums für Fußgänger durch abgestellte Fahrräder manchmal eine Herausforderung.“ „Da es nicht weder privat noch öffentlich genug Radabstellanlagen gibt stehen Räder auf den Gehwegen und diese sind dann zu schmal; Überdachungen gibt es bis auf wenige Ausnahmen nur in Zusammenhang mit Bike & Ride an Straßenbahnhaltestellen “ Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil37 Frage 6: Welche Parkregelungen und -angebote gibt es für Sharingfahrzeuge (Car-/Bike-/E-Scooter-Sharing)? ⌀2,95 21530 n=20 „Bisher hat sich Car-Sharing sehr auf private Stellplätze konzentriert. Teilweise scheinen die Stellplätze jedoch ein Engpass für weiteren Ausbau des Car-Sharings darzustellen. Öffentliche Parkstände für Car-Sharing sind vorhanden, jedoch häufig von Fehlbelegungen betroffen.“ „Reservierte Parkflächen für Carsharing und E-Scooter gibt es vereinzelt, jedoch nicht flächendeckend.“ 35 37 25.06.2025 16 Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil39 Frage 7: Welche besonderen Angebote und Bevorrechtigungen beim Parken für elektrisch betriebene Fahrzeuge (Fahrzeuge mit E-Kennzeichen) gibt es? ⌀2,07 11102 n=14 „Es ist zu klären wieviel öffentliche Ladeinfrastruktur es braucht. Vielleicht hilft die Antriebswende, die Autos in die bisher nicht ausgenutzten Quartiersgaragen zu bekommen. Dafür sollten Garagen Ladeinfrastruktur haben.“ „Im Flächenverbrauch kein Unterschied, somit unter den Aspekten Klimaanpassung und Umverteilung des öffentlichen Raums kein Mehrwert; kann sogar zu Mehrverkehren führen.“ Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil41 Frage 8: Wie effektiv ist die Kontrolle von Parkplätzen im öffentlichen Straßenraum (z.B. Parkschein, Parkscheibe) sowie die Kontrolle von Falschparken (z.B. Parken in Kreuzungsbereichen, auf dem Gehweg, im Halteverbot etc.) Ihrer Einschätzung nach? ⌀2,41 2663 n=17 „Die Kontrolldichte könnte höher sein. Smarte Ansätze der Kontrolle mit Hilfe von Sensoren scheinen Möglichkeiten zu eröffnen, das Personal effektiv einzusetzen und bestimmte Bereiche zuverlässig von Falschparkern freizuhalten “ „Die Wahrscheinlichkeit, kontrolliert zu werden, ist in manchen Bereichen recht hoch, in vielen Bereichen äußerst gering. Nicht nur, aber ganz besonders außerhalb der üblichen Dienstzeiten.“ 39 41 25.06.2025 18 44Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Parkgebühren Parkgebühr pro Stunde in der Innenstadt Tagesgebühr in einem bewirtschafteten Quartier mit überwiegend Wohnnutzung Jahresgebühr in einem bewirtschafteten Quartier mit überwiegend Wohnnutzung 0,00€ 8,00€ 20,00€ 480,00€ 0,00€ 0,00€ Median: 3,00€Median: 12,00€Median: 360,00€ 6,00€ 15,00€ 360,00€ 4,00€ 10,00€ 240,00€ 2,00€ 5,00€ 120,00€ Diskussionsphase: Kleingruppendiskussion •Unterschiedliche Blickwinkel sichtbar machen •Konflikte aufzeigen und Gemeinsamkeiten schärfen •Diskussion des Status Quo und neue Ideen entwickeln •Freie Platzwahl, gleichmäßige Verteilung, heterogene Gruppen •Pro Gruppe mindestens eine Person aus der Verwaltung •Ergebnissicherung: Wichtige Aspekte aufschreiben und anpinnen! 45Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil 44 45 25.06.2025 19 Drei Runden à 20 Minuten 46 •Diskutieren Sie in der Kleingruppe das Ergebnis der jeweiligen Frage(n) •Welche Ideen haben Sie zur Verbesserung des Niveaus? •Notieren Sie Ideen & Verbesserungsvorschläge stichpunktartig auf den Karten •Pro Karte ein Aspekt notieren Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Fragen 1 und 2 Fragen 3 und 4 Frage 8 Fragen 5, 6, 7 Bepunktung •20 Klebepunkte pro Person •8 Punkte - 1 Punkt je Skala einer Frage: •Stimmen Sie mit der Einstufung weiterhin überein oder würden Sie den Status Quo der Stadt Karlsruhe nach erfolgter Diskussion nun höher oder tiefer einstufen? •12 Punkte - freie Verteilung: •Welche Ideen auf den Pinnwänden finden Sie am wichtigsten? •Für die Stadt Karlsruhe? •Für den Klimaschutz/Klimaanpassung? 47Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil 46 47 25.06.2025 20 Reflexion der Ergebnisse •Über welche Einstufung sollten wir noch sprechen? •Was wurde noch nicht gesagt? •Was liegt Ihnen noch auf dem Herzen? 48Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Ausblick und nächste Schritte 49 •Aktionstreffen: 30.01.2025 von 15:00-18:00 Uhr •Maßnahmenvorschläge der NVBW diskutieren und weiterentwickeln •Erarbeitung von Maßnahmenempfehlungen für eine lokale Parkraumstrategie •Kompetenznetz Klima Mobil erstellt Abschlussbericht und Park.Raum.Dialog- Zertifikat. •Strategische Einbettung und Umsetzung der Maßnahmen in der Kommune Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Bild: Stadt Karlsruhe 48 49 25.06.2025 21 Feedback 50Park.Raum.Dialog Karlsruhe | Reflexionstreffen | Kompetenznetz Klima Mobil Inhalt Methodik (Kleingruppe) Fragebogen Struktur & Ablauf sehr gut weniger gut 5151 Mutig voran beim Klimaschutz im Verkehr www.klimaschutz-bewegt.de Nehmen Sie Kontakt auf: Kompetenznetz Klima Mobil NVBW – Nahverkehrsgesellschaft Baden- Württemberg mbH Wilhelmsplatz 11 D-70182 Stuttgart klimamobil@nvbw.de 50 51 Anhang 3: Foliensatz Reflexionstreffen 9 Anhang 4: Maßnahmenvorschläge Park.Raum.Dialog Karlsruhe Maßnahmenvorschläge Auditoren: Bastian Wetzke und Fabian Meurer 2 Einführung Am 13. Dezember 2024 fand das Reflexionstreffen zum Park.Raum.Dialog in Karlsruhe statt. Dabei wurden durch die beteiligten Stakeholder verschiedene Probleme, Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten skizziert. Nachfolgend sind diese zusammengefasst und Lösungs- vorschläge formuliert worden. Das Ziel dabei ist, lokal passende Maßnahmen zu erarbeiten, die einerseits verträgliches parken ermöglichen, aber auch alternativen zur Kfz-Nutzung stärken, um den fließenden und ruhenden Kfz-Verkehr zu entlasten, eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen und dem Klimaschutz gerecht zu werden. Die aufgeführten Maßnahmen sollen im Aktionstreffen am 30. Januar vorgestellt von den Stakeholdern strukturiert diskutiert werden. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sind dabei noch nicht auf Umsetzbarkeit geprüft, wie Straßenbaulast, Flächenverfügbarkeit, Mittelbedarf, straßenverkehrsrechtliche Möglichkeiten usw. Die Qualität und der Innovationsgrad der Maßnahmenvorschläge spiegelt die Kleingruppendiskussionen der verschiedenen Stationen sowie die Freitext-Anmerkungen der Online-Befragung wider. Sie bilden den Ausgangspunkt für eine weitere Bearbeitung des Themas nach Abschluss des Park.Raum.Dialog in Karlsruhe. Langfristig lenkende Mobilitätsstrategie In den verschiedenen Kleingruppendiskussionen wurden verschiedene Aspekte und Lösungen in verschiedenen Detaillierungsgraden diskutiert. Daraus lässt sich ableiten, dass es eine Gesamtstrategie notwendig macht, die Mobilität als Ganzes denkt und damit über ein reines Parkraummanagementkonzept hinausgeht. So wird durch strategische Weichenstellungen erreicht, dass verschiedene Bedürfnisse berücksichtigt werden und allgemein Ziele wie städtebauliche Entwicklung, Lebensqualität und Klimaschutz erreicht werden. 1. Stadtweites, integriertes Parkraummanagement-Konzept Ein stadtweites, integriertes Parkraummanagement-Konzept soll das Parken und seine Bewirtschaftung so organisieren, dass verschiedene Ziele erreicht werden. Dazu zählen: • Verlagerung parkender Fahrzeuge in Parkhäuser, Tiefgaragen oder private Stellplätze; • Umnutzung des freiwerdenden Raumes für nachhaltigen Verkehr und Klimafolgenanpassung; • Reduzierung von Parksuchverkehr; • Beeinflussung der Verkehrsmittelwahl; Diese Ziele fördern auch die Erreichung der Klimaschutzziele für Karlsruhe. Damit das Konzept in sich konsistent ist und örtlich geeignete Maßnahmen erarbeitet werden können, ist das Parkplatzangebot und die Auslastung stadtweit zu erheben. Für die Erstellung 3 eines Parkraummanagementkonzeptes stellt das Land Fördermittel bereit, ebenso für die Erhebung des Parkraumes und dessen Auslastung. In den Diskussionen wurde der Wunsch nach Quartiersgaragen geäußert. Diese sind sinnvoll, um öffentlichen Parkraum von Fahrzeugen zu entlasten, zusätzlich können darin weitere Funktionen, wie Ladeinfrastruktur enthalten sein. Die Finanzierung zum Bau der Quartiersgaragen muss geprüft werden, darüber hinaus auch die Finanzierung der Unterhalts- und Betriebskosten. Dafür ist eine ausreichende Nutzung der Quartiersgaragen notwendig, um mit den anfallenden Gebühren die oben genannten Kosten zu decken. Diese wird sichergestellt, in dem Quartiersgaragen und das Parken im Umfeld so organisiert werden, dass Anwohner ihre Fahrzeuge grundsätzlich in die Quartiersgaragen einstellen. Das lässt sich unter anderem durch Bewohnerparkregelungen erreichen, die zum Beispiel keine Bewohner- parkausweise mehr im Einzugsbereich vorsehen, sowie durch die Reduktion und Umwandlung von Parkständen im Straßenraum. Weiterhin soll eine Quartiersgarage keinen Angebots- ausbau darstellen, der zu mehr Autobesitz und höherer Autonutzung führt. Das Land Baden- Württemberg fördert den Bau von Quartiersgaragen im Rahmen des LGVFG, um damit die Lebensqualität zu erhöhen und Platz im Straßenraum zu gewinnen. Das Parkraummanagement-Konzept sollte auch das in den Diskussionen vorgeschlagene P+R- Konzept berücksichtigen. Das ermöglicht in der Region und vereinzelt am Stadtrand den Umstieg vom Auto in den ÖPNV, insbesondere wenn in der Innenstadt das Parkraumangebot entsprechend gesteuert wird. Hier sind weitere Aspekte wichtig, wie eine sichere Gestaltung mit kurzen Wegen, guter Beleuchtung, Kommunikation der Standorte und Vorteile des P+R und Ähnlichem. Am Stadtrand sollte eine Verknüpfung von Parkgebühren des P+R mit Tickets des ÖPNV geprüft werden. Im Parkraummanagement-Konzept sollen auch der Lieferverkehr und allgemeine gewerbliche Belange wie wirtschaftliche Dienstleistungen berücksichtigt werden, die in Kapitel 4 näher erörtert werden. Für die konsistente Konzeption des Parkraummanagementkonzeptes ist es außerdem wichtig, das Bewohnerparken in Wohngebieten auszuweiten. Bei höherer Mischnutzung durch Besucher:innen oder Mitarbeitende ansässiger Unternehmen sollte auch eine Lösung mit Dauerparkscheinen nach dem Landauer Modell geprüft werden. Ungenutzte Potenziale wie eine Mischnutzug von Supermarktparkplätzen sollten in Betracht gezogen werden, um auftretenden Parkraummangel abzufangen. Die Maßnahmen müssen gegenseitige Einflüsse berücksichtigen, wie zum Beispiel die Verlagerung des Parkdrucks in Nachbarquartiere. Eine Bewirtschaftung ist dabei so auszugestalten, dass es keine unbewirtschafteten Parkstände gibt, die Parksuchverkehr erzeugen. Parkgebühren sollten dynamisiert werden, um Preisent- wicklungen abzubilden. Einen schnellen Einstieg in eine stringentere Parkraumbewirtschaftung bietet die Novelle der StVO vom Oktober 2024. Hier lassen sich Bewohnerparkgebiete aufgrund eines drohenden Parkdruckes ausweisen. Alternativ ist es möglich, Bewohnerparken auf Basis eines 4 städtebaulich-verkehrsplanerischen Konzeptes auszuweisen – ohne den Nachweis eines (drohenden) Parkraummangels. 2. Klimafreundliche Mobilität unterstützen Ein wesentlicher Hebel zur Reduktion der Parkraumnachfrage ist die Stärkung von Alternativen zum motorisierten Individualverkehr. Durch freiwerdende Flächen aus der Verlagerung von Parkraum (siehe Punkt 1) können Angebote des Umweltverbunds ausgebaut werden. In den Diskussionen wurde das Fahrradparken, Verkehrssicherheit für Zufußgehende, Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge sowie der Umgang mit E-Scootern vertieft. Insbesondere wurden bedarfsgerechte Verbesserungen des Fahrradparkens in Wohngebieten und mehr Radabstellmöglichkeiten in der Innenstadt als notwendig angesehen. Wichtig ist auch eine größere Anzahl an Radabstellanlagen mit höherer Qualität, zum Beispiel mit Überdachung. Weiterhin wurde ein Modellprojekt eines Mikro- Fahrradparkhauses in leerstehenden Gebäuden vorgeschlagen. Bei größeren Radparkeinrichtungen sollten für kleinere eigenständige Reparaturen Radservicepunkte vorgesehen werden. Falschparken in Sichtfeldern wie beispielsweise Fußquerungen sollte bei niedrigem Parkdruck zum Beispiel durch Grenzmarkierungen und bei hohem Parkdruck zum Beispiel durch Pfosten, Mobiliar, Grünflächen oder Fahrradabstellanlagen entgegengewirkt werden. Hier sind Sichtfelder bereits in der Planungsphase zu definieren und Maßnahmen gegen Falschparken vorzusehen. Zum Laden von elektrisch betriebenen Fahrzeugen wurden konkrete Vorschläge skizziert. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Platzbedarf eines Elektrofahrzeugs gleich groß ist. Hinzu kommt der Platzbedarf für die Ladesäule. Im öffentlichen Raum soll das Schnellladen auf kostenlosen Parkständen angeboten werden, um eine hohe Rotation zu erreichen. Langsames Laden soll außerhalb des Straßenraumes erfolgen. Gegen ungeordnetes Abstellen von E-Scootern, insbesondere in der Innenstadt und am Hauptbahnhof, sollten zusätzliche Flächen zum Abstellen eingerichtet werden. Diese sollten jedoch am Fahrbahnrand oder auf Kfz-Parkständen angeordnet sein, aber grundsätzlich nicht auf Gehwegen oder in Grünflächen. Das kann auch in Kombination mit Haltestellen des ÖPNV erfolgen. Nutzungsbedingungen wie Geofencing unterstützen die Vorgaben, wenn E-Scooter nach dem Gebrauch nur noch dort abgestellt werden, wo es erlaubt ist. Schnell umsetzbar sind Umwandlungen von Parkständen in Radabstellanlagen oder Flächen für E-Scooter. Ein standardisierter Prozess kann hier Wünsche der Radfahrenden oder andere Rückmeldungen zügig aufnehmen und umsetzen. Denkbar wäre auch eine Umwandlungs- quote, die eine bestimmte Anzahl von Radabstellanlagen pro Jahr vorsieht. 3. Parkkontrolle verbessern Regelungen des Parkens entfalten ihre Wirkungen erst, wenn sie wirksam kontrolliert und Verstöße sanktioniert werden. In den Diskussionen wurden die Kontrolldichte und -häufigkeit 5 uneinheitlich bewertet: In der Innenstadt ist eine Sanktionierung tagsüber sehr wahrscheinlich, während das Risiko in den Randbezirken abnimmt. Darüber hinaus sinkt in der Innenstadt abends und nachts das Entdeckungsrisiko. Zur Verbesserung der Kontrolle sollte geprüft werden, ob im Gemeindevollzugsdienst (GVD) zusätzliches Personal gewonnen und durch zusätzlich anfallende Bußgelder gegenfinanziert werden kann. Dadurch wären Schwerpunktkontrollen auf beispielsweise Radwegen, Lieferzonen, Behindertenparkplätzen oder in Stadtteilen oder Kontrollen in den späten Abend- und frühen Morgenstunden möglich. Die Landespolizei ist beim Falschparken während der Dienstzeiten des GVD nur in besonderen Fällen zuständig. Wenn möglich, sollte eine Sensibilisierung und Abstimmung des Vorgehens der Polizei bei besonders gefährlichem Falschparken auf Radinfrastruktur, Fußgängerüberwegen oder Ähnlichem stattfinden. Möglicherweise reichen hier seitens der Polizei bereits eine E-Mail mit Beweisfotos und weiteren Angaben an die Bußgeldstelle oder ein Anruf, um den GVD hinzuzuziehen und ggf. das Abschleppen zu veranlassen. Es sollte geprüft werden, ob besonders stark von Falschparken betroffene Stellen oder Stellen mit hohem Gefährdungspotenzial mit Sensoren versehen werden können, die automatisch eine Meldung an den GVD veranlassen und Kontrollpersonal aufmerksam machen. Kurzfristig sollte die oben beschriebene Prüfung des Aufstockens von Personal erfolgen sowie eine Sensibilisierungskampagne, die über die Nachteile und Gefahren des Falschparkens aufklärt und in weiteren Stufen auch Schwerpunktkontrollen, inklusive Abschleppen, vorsieht. Das kann mit Pressearbeit, Befahrungen der Feuerwehr sowie Hinweiszetteln, die der GVD verteilt, erfolgen. Mittelfristig sollte die Einführung der besonders effizienten digitalen Parkraumkontrolle durch Scan-Fahrzeuge geprüft werden. Das Land Baden-Württemberg schafft derzeit mit dem Landesmobilitätsgesetz dafür die rechtliche Grundlage. Eine effektive Kontrolle ist gleichzeitig auch eine notwendige Voraussetzung zur Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung, was auch das Bewohnerparken betrifft. Digital können pro Stunde bis zu 1.000 Fahrzeuge kontrolliert werden, statt 50 Fahrzeugen pro Stunde in bei manueller Kontrolle. Voraussetzung hierfür ist die digitale Datengrundlage des öffentlichen Parkraums und die Digitalisierung der straßenverkehrsrechtlichen Anordnungen sowie der verschiedenen Parkberechtigungen. Dazu gehören u.A. Kurzzeitparken per App oder am Parkschein- automaten, Bewohnerparken und Sonderparkberechtigungen. Mit der Digitalisierung lassen sich gleichzeitig Parkraumerhebungen, Verkehrsschildkataster und andere zukünftig notwendige Vorhaben umsetzen. 4. Liefer- und gewerbliche Verkehre Falsch abgestellte Fahrzeuge von Paketdiensten, Handwerksbetrieben, Pflegediensten u. A. stellen ein Problem für zu Fuß Gehende oder Radfahrende dar. Für gewerbliche Fahrzeuge sind daher Lösungen zu finden, die den Bedürfnissen der Dienstleister entgegenkommen, ohne die Sicherheit nicht motorisierter Verkehrsteilnehmer zu beeinträchtigen. 6 Der Umgang mit gewerblichem Parken muss Teil des integrierten stadtweiten Parkraummanagement-Konzeptes sein (siehe Punkt 1). Diese Strategie muss so flexibel sein, dass nachgesteuert werden kann, wenn sich einzelne Lösungen nicht bewähren sollten. Für reine Lieferverkehre bietet das seit Oktober 2024 neue Verkehrszeichen „Ladebereich“ eine Lösung, jedoch werden die Bedürfnisse von Pflegediensten oder Handwerkern dabei nicht berücksichtigt, deren Kerntätigkeit nicht das Anliefern ist. In Bonn werden daher in einem Pilotprojekt „Wirtschaftsparkplätze“ ausgewiesen, die zwischen 08:00 und 18:00 Uhr ausschließlich vom Wirtschaftsverkehr genutzt werden dürfen. Außerhalb dieser Zeiten stehen sie wieder dem üblichen ruhenden Verkehr zur Verfügung. Die Ergebnisse des Politversuches sollten in Karlsruhe auf Umsetzbarkeit untersucht werden. Ein regelmäßiger Austausch mit Akteur:innen des Wirtschaftsverkehrs wie Wirtschafts- förderung, Handwerkskammern oder Paketdiensten ist sinnvoll, um die oben vorgeschlagene Nachsteuerung strukturiert nachzuhalten. Hier könnte auch über Vorschläge wie die Verwen- dung von Lastenrädern auf der letzten Meile oder engmaschig verteilten Paketabholstationen statt der Haustürlieferung diskutiert werden. 5. Kommunikation Parken wird sehr oft emotional diskutiert. Änderungen wie Reduktion von Parkplätzen im öffentlichen Raum oder die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung oder Anhebung von Gebühren, werden oft grundsätzlich abgelehnt. Dieser rein negativen Sicht müssen die Vorteile entgegengehalten werden, die sich daraus ergeben. Hier ist eine Kommunikations- strategie notwendig, die die Vorteile aus den Maßnahmen des Parkens aufzeigt. Gleichzeitig ist auch wichtig über verschiedene Medien zu kommunizieren, dass das Parken weiterhin möglich ist, wie das geregelt sein wird und welche Grundsätze angewendet werden. Dabei muss auch die Einbettung in andere Maßnahmen dargelegt werden, da das Parken nicht isoliert betrachtet wird. Es sollte ein Dienstleister mit einer mehrjährigen Kommunikationsstrategie und -umsetzung beauftragt werden, der Kernbotschaften herausarbeitet, die bei allen kommenden Maßnahmen des Parkens immer wieder kommuniziert werden. Diese müssen leicht verständlich und eingängig sein und den Zusammenhang klarmachen. Beispielsweise werden aus Parkplätzen Flächen für die Klimafolgenanpassung, Regelungen für den Wirtschaftsverkehr unterstützen die Wirtschaft und den Standort, Parken in der eigenen Garage schützt das Fahrzeug vor der Witterung, Kinder kommen sicher selbst zur Schule auf freien Gehwegen usw. Der Stakeholderkreis des Park.Raum.Dialogs, auch ergänzt um Mitglieder des Gemeinderates, könnte als strategisches Gremium verstetigt werden, welches sich jährlich konstruktiv über Lösungen für auftretende Herausforderungen austauscht, dabei aber Mikromanagement vermeidet. Gleichzeitig wird so der Gemeinderat entlastet, der aber regelmäßig über die Treffen des Stakeholderkreises informiert werden kann. Anhang 4: Maßnahmenvorschläge 11 Anhang 5: Foliensatz Aktionstreffen 25.06.2025 1 11 Mutig voran beim Klimaschutz im Verkehr 11 Park.Raum.Dialog Reflexionstreffen am 30.01.2025 von 15 bis 18 Uhr Rathaus am Marktplatz Karlsruhe, Kleiner Sitzungssaal Begrüßung 2Park.Raum.Dialog | Aktionstreffen Karlsruhe | Kompetenznetz Klima Mobil Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner | Leitung Stadtplanungsamt Karlsruhe Bild: Stadt Karlsruhe 1 2 25.06.2025 2 Agenda 3 15:00 Uhr: Begrüßung 15:10 Uhr: Vorstellung Maßnahmenvorschläge 15:30 Uhr: Maßnahmen-Diskussion Runde 1 16:20 Uhr: Kurzvorstellung der Ergebnisse aus Runde 1 16:30 Uhr: Pause 16:45 Uhr: Maßnahmen-Diskussion Runde 2 17:25 Uhr: Kurzvorstellung der Ergebnisse aus Runde 2 17:35 Uhr: Bewertung der entwickelten Ideen 17:50 Uhr: Ausblick und Feedback 18:00 Uhr: Ende der Veranstaltung Park.Raum.Dialog | Aktionstreffen Karlsruhe | Kompetenznetz Klima Mobil Bild: Stadt Karlsruhe Maßnahmen- vorstellung 4 3 4 25.06.2025 3 Park.Raum.Dialog | Aktionstreffen Karlsruhe | Kompetenznetz Klima Mobil5 •Ziele (auch im Sinne des Klimaschutzes): •Verlagerung des Parkens aus dem Straßenraum in Tiefgaragen, Parkhäuser usw. •Umnutzung frei werdender Flächen für nach- haltigen Verkehr und Klimafolgenanpassung •Reduzieren von Parksuchverkehr •Beeinflussen der Verkehrsmittelwahl •Erheben der Auslastung und untersuchen der Nutzergruppen, •Stadtweite Erhebung und konsistente Konzeption mit örtlich geeigneten Maßnahmen notwendig 1 stadtweites, integriertes Parkraummanagement-Konzept Karte: OpenStreetMap / Mobilitätsportal Stadt Karlsruhe Park.Raum.Dialog | Aktionstreffen Karlsruhe | Kompetenznetz Klima Mobil6 •Finanzierung von Quartiersgaragen prüfen, passende Nutzungskonzepte und Parkregeln im Umfeld erarbeiten •P+R in Konzept berücksichtigen, Verknüpfen von Parkgebühren und ÖPNV-Tickets, attraktive Gestaltung •Bewohnerparken ausweiten, ggf. Lösungen wie Landauer Modell prüfen •Verlagerungen in Nachbarquartiere berücksichtigen •Parkgebühren dynamisieren 1 stadtweites, integriertes Parkraummanagement-Konzept Bild: NVBW / Bastian Wetzke Bild: Qimby / Philipp Böhme Bild: NVBW / Bastian Wetzke 5 6 25.06.2025 4 Park.Raum.Dialog | Aktionstreffen Karlsruhe | Kompetenznetz Klima Mobil7 •Alternativen zum MIV stärken, um Parkraumnachfrage zu reduzieren •Verbesserung des Fahrradparkens in Wohngebieten und Innenstadt, z. B.: •Mehr Abstellanlagen, auch mit Überdachung •Mikroparkhaus in leerstehenden Gebäuden •Radservicepunkte in größeren Objekten •Schnelles Laden von E-Fahrzeugen auf kostenlosen Parkständen, langsames laden außerhalb des Straßenraumes •Geordnetes Abstellen von E-Scootern auf umgewandelten Flächen 2 Klimafreundliche Mobilität unterstützen Bild: NVBW / Bastian Wetzke Bild: NVBW / Bastian Wetzke Park.Raum.Dialog | Aktionstreffen Karlsruhe | Kompetenznetz Klima Mobil8 •Prüfen, ob zusätzliches Kontrollpersonal durch Mehreinnahmen gegenfinanziert werden kann und dann •Mit mehr Personal Schwerpunkt- kontrollen durchführen: Radwege, Ladezonen, morgens/abends •Landespolizei sensibilisieren zum Beispiel bei Gefährdungen •Einsatz von Sensoren an besonders betroffenen oder gefährlichen Stellen •Sensibilisierungskampagne 3 Parkraumkontrolle verbessern Bild: NVBW / Bastian Wetzke 7 8 25.06.2025 5 Park.Raum.Dialog | Aktionstreffen Karlsruhe | Kompetenznetz Klima Mobil9 •Einführung der digitalen Parkraum- kontrolle prüfen •Effektive Kontrolle ist notwendige Voraussetzung zur Parkraumbewirt- schaftung •Bis zu 1.000 Kfz/h möglich (manuell 50 kfz/h) •Voraussetzungen: digitalisierter Straßenraum, digitale Parkberechtigungen 3 Parkraumkontrolle verbessern Park.Raum.Dialog | Aktionstreffen Karlsruhe | Kompetenznetz Klima Mobil10 4 Liefer- und gewerbliche Verkehre •Teil des integrierten, stadtweiten Parkraummanagement-Konzeptes •Flexible Strategie, die Nachsteuerung ermöglicht •Berücksichtigung von Paketdiensten, Handwerk, Pflegediensten usw. •Neues Zeichen „Ladebereich“ erlaubt auch privates Be- und Entladen •Bonner Pilotprojekt Wirtschaftspark- plätze auf Umsetzbarkeit untersuchen •Regelmäßigen Austausch einrichten Bild: Bundesstadt Bonn 9 10 25.06.2025 6 11 •Emotionalen Debatten begegnen und Vorteile herausstellen •Grundsätze des stadtweiten, inte- grierten Parkraummanagement- Konzeptes darlegen •Verknüpfung mit anderen Vorhaben •Mehrjährige Kommunikationsstrategie und –umsetzung •Eingängige, leicht verständliche Kernbotschaften herausarbeiten •Stakeholderkreis erweitern und als strategisches Gremium verstetigen 5 Kommunikation Park.Raum.Dialog | Aktionstreffen Karlsruhe | Kompetenznetz Klima Mobil12 •Diskussion einer Maßnahme am Projektcanvas •Hilfsmittel, um Maßnahmen zielorientiert und systematisch in der Gruppe weiterzuentwickeln •Freie Platzwahl, gleichmäßige Verteilung •mind. 1 Person aus der Verwaltung in jeder Gruppe Methode:Projekt-Canvas Maßnahmen-Diskussion Runde 1 11 12 25.06.2025 7 Park.Raum.Dialog | Aktionstreffen Karlsruhe | Kompetenznetz Klima Mobil13 Kurzvorstellung der Ergebnisse •Was möchten Sie ergänzen? Maßnahmen-Diskussion Runde 1 - Blitzlichtrunde 14 Pause 14 13 14 25.06.2025 8 Park.Raum.Dialog | Aktionstreffen Karlsruhe | Kompetenznetz Klima Mobil15 •Diskussion einer Maßnahme am Projektcanvas •Hilfsmittel, um Maßnahmen zielorientiert und systematisch in der Gruppe weiterzuentwickeln •Freie Platzwahl, gleichmäßige Verteilung •mind. 1 Person aus der Verwaltung in jeder Gruppe Methode:Projekt-Canvas Maßnahmen-Diskussion Runde 2 Park.Raum.Dialog | Aktionstreffen Karlsruhe | Kompetenznetz Klima Mobil16 Kurzvorstellung der Ergebnisse •Was möchten Sie ergänzen? Maßnahmen-Diskussion Runde 2 - Blitzlichtrunde 15 16 25.06.2025 9 Park.Raum.Dialog | Aktionstreffen Karlsruhe | Kompetenznetz Klima Mobil17 •6 Klebepunkte pro Person zur freien Verteilung •Bewertung der Maßnahmen mit 0 bis 3 Punkten •Welche Maßnahme(n) finde Sie am wichtigsten... • ...für Karlsruhe? | 3 gelbe Punkte • ...für den Klimaschutz bzw. die Klimaanpassung? | 3 grüne Punkte Methodik: Kategorien Bepunkten Bewertung der Maßnahmen Ausblick und Feedback 18Park.Raum.Dialog | Aktionstreffen Karlsruhe | Kompetenznetz Klima Mobil Reflexionstreffen 13.12.2024 Aktionstreffen 30.01.2025 Abschlussbericht & Zertifizierung März 2025 Ergebnisvorstellung im Gemeinderat 17 18 25.06.2025 10 Ausblick und Feedback •Worüber sollten wir noch sprechen? •Was wurde noch nicht gesagt? •Was liegt Ihnen noch auf dem Herzen? 19Park.Raum.Dialog | Aktionstreffen Karlsruhe | Kompetenznetz Klima Mobil Feedback 20Park.Raum.Dialog | Aktionstreffen Karlsruhe | Kompetenznetz Klima Mobil Gesamt- prozess Methodik (Projektcanvas) Maßnahmen- Inhalt Struktur & Ablauf sehr gut weniger gut 19 20 25.06.2025 11 2121 Mutig voran beim Klimaschutz im Verkehr www.klimaschutz-bewegt.de www.klimaschutz-bewegt.de Nehmen Sie Kontakt auf: Kompetenznetz Klima Mobil NVBW – Nahverkehrsgesellschaft Baden- Württemberg mbH Wilhelmsplatz 11 D-70182 Stuttgart klimamobil@nvbw.de 21