Entsiegelungskonzept Innenstadt
| Vorlage: | 2025/0529 |
|---|---|
| Art: | Informationsvorlage |
| Datum: | 27.05.2025 |
| Letzte Änderung: | 12.08.2025 |
| Unter Leitung von: | Stadtplanungsamt |
| Erwähnte Stadtteile: | Waldstadt |
Beratungen
- Planungsausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)
Datum: 24.07.2025
Rolle: Kenntnisnahme
Ergebnis: Kenntnisnahme
Zusätzliche Dateien
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Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Anlage (H) // Hintergrundinformationen (Ü) Übersicht bisheriger Projektschritte und zukünftiger Vorgänge Erste wesentliche konzeptionelle Ansätze für eine inklusive und klimagerechte Ausgestaltung der öf- fentlichen Räume in der Innenstadt gibt das Konzept für „Öffentlichen Raum und Mobilität Innenstadt“ (ÖRMI) vor, das von 2020 bis 2022 in einem umfassenden Beteiligungsprozess erarbeitet wurde. Das hier beschriebene Entsiegelungskonzept mit seinen Pilotplanungen baut auf ÖRMI auf, der Planumgriff ist deckungsgleich. Der Auftrag zur Erstellung eines Entsiegelungskonzepts erfolgte im Dezember 2023 durch einen mehr- heitlich angenommenen Antrag des Gemeinderats. Das im Sammelansatz Klimaanpassung reservierte „Entsiegelungskonzept Innenstadt“ wurde im August 2024 durch das Stadtplanungsamt ausgeschrieben. Von den sechs eingegangenen und zur Wertung zugelassenen Angeboten erzielte die Bürogemeinschaft Bauchplan).( aus München mit berchtoldkrass space & options aus Karlsruhe die höchste Gesamtpunktzahl der vorab festgelegten Zuschlagskriterien und damit den Zuschlag. Die Bürogemeinschaft nahm im November 2024 die Arbeit auf. Der Konzeptteil liegt nun als ein Entwurf vor. Im nächsten Schritt werden auf dem Konzept aufbauende Pilotplanungen unter Beteiligung der Öffentlichkeit erstellt. Konzept und Pilotplanungen sollen bis Ende 2025 fertiggestellt und anschließend vom Gemeinderat beschlossen werden. Die sukzessive Umsetzung der Maßnahmen soll in den Folgejahren per Konzept- beschluss erfolgen. Um eine schnelle Umsetzung der Maßnahmen zu erreichen, beabsichtigt die Stadtverwaltung eine Pau- schale für erste, kleinere Maßnahmen für den Sammelansatz Klimaanpassung 2026/2027 anzumelden, die umfangreicheren Pilotplanungen der City Quartiere (LB 5) im/in den Folgehaushalt(en). Ebenso ist für 2026/2027 vorgesehen, das Entsiegelungskonzept auf weitere Stadtteile oder sogar das ganze Stadtgebiet zu übertragen und entsprechend weiterzuentwickeln. – 2 – (B) Beteiligung Das Konzept wurde unter Einbezug aller relevanten städtischen Ämter und Gesellschaften erarbeitet. Auf eine direkte Beteiligung der Öffentlichkeit an der Erarbeitung des Konzeptteils wurde aufgrund des Fokus auf Datenanalyse, den bereits im Rahmen von ÖRMI erfolgten Beteiligungen und aufgrund des sehr engen Zeitrahmens verzichtet. Das Projekt muss bis Ende 2025 abgeschlossen sein (Förderbedin- gungen). Die Pilotplanungen hingegen eignen sich hervorragend für eine aktive Einbeziehung der Öffentlichkeit: Sie sind präzise verortet und damit für die Nachbarschaft und ansässige Akteure von unmittelbarer Be- deutung. Gleichzeitig gehen die Planungen tief genug ins Detail, um eine greifbare Vorstellung der Planungen zu ermöglichen und aktiv auf Wünsche der Bevölkerung eingehen zu können. Erfolgte und geplante Beteiligungen und Informationsveranstaltungen: • Dezember 2024 im Rahmen der Vorlagenerstellung. Folgende Interessensgruppen wurden formlos um Anregungen zum Projektstart gebeten: o Klimabündnis Karlsruhe e.V. o IHK Karlsruhe o AG Stadtbild Karlsruhe e.V. o Bürgerverein Stadtmitte und Altstadt • 21. März 2025 Öffentliche Vorstellung des Entsiegelungskonzeptes im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit • 18. Mai 2025 Vorstellung des Entsiegelungskonzepts im Rahmen des Programms „STULLE – wissenschaftlich belegt“ der kultunauten, als Teil des EFFEKTE Wissenschaftsfestivals • Juni 2025 im Rahmen der Vorlagenerstellung. Die oben genannten Interessensgruppen wurden wiederum formlos an der Vorlagenerstellung beteiligt • 14. Juli 2025 Beteiligung der Öffentlichkeit zum Pilot Kronenplatz, Vorstellung und Diskussion von 3 Planungsvarianten • 24. Juli 2025 Beteiligung blau-grüner Fächer (Herrenstraße) „Fresh-Mob – Let it (d)rain!“ zur spielerischen Verortung erarbeiteter Entsiegelungsmodule mit interessierten Bürger*innen. • 1./2. August 2025 Beteiligung der Öffentlichkeit zum Pilot Passagehof im Rahmen des Kaiser- passage-Hoffests • 14. Oktober 2025 Podiumsdiskussion „Positive Infrastrukturen - Naturbasierte Ansätze für eine wassersensible Stadtentwicklung“ im Rahmen der ScienceWeek • 5. November 2025 Vorstellung des Konzepts und der Pilotplanungen im „Fachforum Zukunft Innenstadt“ • Ende 2025/ Januar 2026 Vorstellung des finalen Konzepts im Planungsausschuss und Beschluss im Gemeinderat • ab 2026 Konzeptbeschlüsse für Umsetzung der Pilotplanungen im Gemeinderat – 3 – Rückmeldungen der angefragten Interessensgruppen Bürgerverein Stadtmitte, 12. Juni 2025 Danke für die Informationen. Der Bürgerverein Stadtmitte begrüßt das Entsiegelungskonzept insgesamt. Interessant wird es dann, wenn einzelne Flächen durchgeplant werden. Zum Beispiel ist eine ökologische Umgestaltung des Stephanplatzes wegen der Nutzungen schwierig (Wochenmarkt, Veranstaltungen). Da können wir mit unserer Detailkenntnis mithelfen. Kurz gesagt, für den Bürgerverein ist das Konzept der Entsieglung wichtig. Mit dem Konzept alleine wird noch kein Quadratmeter entsiegelt. Für uns ist es wichtig, dass konkret mit der Entsiegelung be- gonnen wird. Unser Stadtteil ist der am stärksten betroffene von Karlsruhe. Klimabündnis Karlsruhe, 16. Juni 2025 Besten Dank für Ihre E-Mail und die Möglichkeit, zum Entsiegelungskonzept Stellung zu nehmen. Für die AG Stadtgrün im Klimabündnis Karlsruhe übersende ich Ihnen folgende Anmerkungen zu „Prä- sentation_PlanA_Konzept_ENTWURF" 1) Pilotmodule/Piloträume Als Pilotmodule/Piloträume sind Passagehof und Kronenplatz vorgesehen. In der Präsentation "Entsie- gelungskonzept" des Stadtplanungsamtes vom März 2025 steht auf S. 12: "mind. 3 Pilotplanungen für ausgewählte strategische wie typische Schlüsselstellen". Warum wurde die Anzahl von 3 auf 2 reduziert? Die Bereiche Marktplatz sowie Karlstraße/Stephanplatz würden sich als weitere Pilotmodule/Piloträume anbieten, da sie in "Präsentation_PlanA_Konzept_ENTWURF" auf Folie 13 "Subjektive Raumwahrneh- mung" als Orte mit "sehr negativer Raumwahrnehmung" hervorgehoben sind. 2) "Präsentation_PlanA_Konzept_ENTWURF" S. 22: "In Karlsruhe parkt man künftig blau-grün, also klimawirksam." Wir schlagen vor, die Begriffe "blau-grünes Parken" und "klimawirksames Parken" nicht zu verwenden, da sie assoziieren, dass das Parken eines PKWs in der Innenstadt zukünftig einen positiven Klimaeffekt haben könnte. Das ist auch auf einem sickerfähigen Belag nicht der Fall. Einen positiven Klimaeffekt haben ÖPNV, Rad- und Fußverkehr. Die Bezeichnung "blau-grünes Parken" wäre allenfalls akzeptabel, wenn die Parkplätze mit sickerfähi- gem Belag mit Ladesäulen ausgestattet und ausschließlich E-Autos vorbehalten sind. 3) Bürgerbeteiligung Wichtig für die Akzeptanz der Massnahmen sind Transparenz, Bürgerbeteiligung und das aktive Werben für die anstehenden Veränderungen, denn sie werden die Lebensqualität verbessern und die Anpassung an den Klimawandel möglich machen. Je grüner die Stadt, desto besser ist das für die Menschen. – 4 – Industrie- und Handelskammer, 18. Juni 2025 vielen Dank für die Möglichkeit, unsere Anregungen und Kritik zum Entsiegelungskonzept für die Karls- ruher Innenstadt einzubringen. Aktuell haben keine weiteren Anregungen und Kritik zu dem Konzept. Der Schutz des Klimas und die Anpassung an den Klimawandel in städtischen Räumen sind zentrale Zukunftsaufgaben. Besonders be- grüßen wir die Pilotmodule sowie die partizipative Entwicklung des Konzepts. Wir würden uns freuen, weiterhin über die nächsten Schritte des Konzepts informiert zu werden.
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Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0529 Verantwortlich: Dez. 6 Dienststelle: Stadtplanungsamt Entsiegelungskonzept Innenstadt – aktueller Planungsstand Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Planungsausschuss 24.07.2025 3 Ö Kenntnisnahme Kurzfassung Der Planungsausschuss nimmt die Ausführungen zur Kenntnis. Das Entsiegelungskonzept für die Innenstadt wird seit November 2024 durch die Bürogemeinschaft Bauchplan aus München mit berchtoldkrass space & options aus Karlsruhe erarbeitet. Die Planung bein- haltet zum einen das Konzept an sich, zum anderen Pilotplanungen für exemplarische Orte in der In- nenstadt. Der Entwurf des Konzeptteils liegt nun vor, ebenso wurden Standorte für Pilotplanungen so- wie das weitere Vorgehen festgelegt. Zuletzt wurde im Planungsausschuss am 13. Februar 2025 (nö) und im Ausschuss für Umwelt und Ge- sundheit am 21. März 2025 (ö) über das Projekt berichtet. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☒ negativ ☐ geringfügig ☒ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: Zukunft Innenstadt, Grüne Stadt Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☐ Ja ☒ abgestimmt mit SWK, SWK Netzservice GmbH – 2 – Erläuterungen Die Vorlage dient dem Planungsausschuss als Information über den aktuellen Stand des Entsiegelungs- konzepts Innenstadt sowie zu dessen geplantem Umfang und Inhalt. Vorgehen und Inhalte des Kon- zepts werden in der Anlage 00 (Präsentation Arbeitsstand 24. Juni 2025) ausführlich dargelegt und im Planungsausschuss durch das beauftragte Planungsbüro mündlich vorgestellt. Planungsziel Die Entsiegelung von Flächen in der Innenstadt ist zentrale Maßnahme für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Karlsruhe. Gleichzeitig kommt der Ausbau einer blau-grünen-Infrastruktur auch der Aufenthaltsqualität zugute – ein wesentlicher Faktor für die gewünschte Nutzungsmischung der Innenstadt und ihrer Weiterentwicklung zum Begegnungsort. Ergänzend zu Baugrundstücken (Bebauungsplan zur Grünordnung und Klimaanpassung, sog. „Grün- satzung Innenstadt“) soll mit dem Entsiegelungskonzept auch der öffentliche Raum stärker berücksich- tigt werden, insbesondere in stark belasteten Wohngebieten. Aktuell prüft die Stadtverwaltung bei jedem Bauvorhaben Entsiegelungsmöglichkeiten und Baumstand- orte. Das Entsiegelungskonzept soll dazu beitragen, solche Entscheidungen künftig zu erleichtern, aber auch Flächen aufzeigen, die sich strategisch für eine proaktive Entsiegelung besonders eignen. Herleitung Analyse und Bewertung Für die Potenzialanalyse wurden folgende Datensätze herangezogen: - Außenraum-Wohlfühlkomfort gemäß UTCI-Standard (Klimasimulation unter Berücksichtigung von Randbebauung, Oberflächenbeschaffenheit, Schatten- und Evapotranspirationsleistung) - Flächennutzung mit Unterscheidung zwischen Fahrbahn, Fuß- und Radwegen, ÖPNV-Haltestel- len und PKW-Stellplätzen (GIS-Datensatz, ergänzt um Detaillierungen und aktuelle Planungen) - Topographische Lage und natürliche Fließrichtungen der öffentlichen Oberflächen - Subjektive Wahrnehmung der öffentlichen Räume (Ergebnisse aus Ämterworkshops und Öffent- lichkeitsbeteiligungen ÖRMI) - Fußgängerfrequenz (Zählungen im Frühjahr und Herbst 2024 an repräsentativen Wochentagen) - Bevölkerungszahl auf Baublock-Ebene (GIS-Datensatz) - geplante, öffentliche Tiefbauvorhaben als „windows of opportunity“ (Neubauten, Ausbauten, Sanierungen, GIS-Datensatz mit Umsetzungszeitraum) Aufbauend auf diesen Daten wurde mit Hilfe eines parametrischen Modells – welches verschiedene Parameter individuell gewichtet miteinander verschneidet – konkrete Orte der Karlsruher Innenstadt herausgearbeitet, an denen Entsiegelungsmaßnamen für die Bevölkerung ihre größte Wirkweise entfal- ten. Diesem Schritt ist ein nach Eingriffsgröße und Wirkweise gestaffelter Katalog von modularen Ent- siegelungsmaßnahmen zugeordnet. Das parametrische Modell ermöglicht es, derartige „Potenzialkarten“ ebenso für andere Stadtgebiete oder auch für das gesamte Stadtgebiet zu erstellen. – 3 – Konzept und Entsiegelungsmodule Zielbild des Konzepts ist ein blau-grüner Fächer, eine Neuinterpretation der städtebaulich so prägenden Karlsruher Fächerstrahlen. Sie sollen künftig als resiliente, blaugrüne Infrastruktur zur Sicherung und Verbesserung des Stadtklimas beitragen und im übertragenen und klimatischen Sinne den Stadtwald in die Innenstadt wirken lassen. Dieses öffentliche Grundgerüst könnte künftige Extremwetterereignisse wie Hitze- und Trockenperioden oder Starkregenereignisse weitestgehend abfedern. Im nächsten Vertiefungsschritt werden Entsiegelungsmodule unterschiedlicher Eingriffsgröße und Wirk- weise im Umgang mit erschwerenden Parametern wie Leitungen, Denkmalschutz, etc. entwickelt und mit Grobkosten für eine serielle Erstellung und den Unterhalt versehen. Ein flächig anwendbares Beispiel könnte hier eine neue Herangehensweise an Parkplätze in der Innenstadt sein. Als „Modellraum“ zur Vorortung und Überprüfung der Wirkweise der Pilotmodule ist die Herrenstraße angedacht. Pilotplanungen im Rahmen der City Transformation Im Gebiet der City-Transformation werden Vorentwürfe für zwei konkrete Pilotplanungen partizipativ erarbeitet: für den Kronenplatz und den Passagehof (siehe auch Anlage (H) – (B) Beteiligung). Die beiden Piloträume sind ausgewählte Hotspots aus der Analyse, bzw. wurden aufgrund ihrer Entwicklungsge- schichte und -dynamik (Sanierungsgebiet Innenstadt Ost, Reallabor Passagehof) ausgewählt. Sie sollen testweise zu blau-grünen Innenstadträumen weiterentwickelt werden. Die Wirkweise dieser Planungen wird über eine integrierte, vergleichende Klimasimulation gesichert. Auch hier werden nach den Ab- stimmungen mit Verwaltung und Lokalakteuren Grobkosten für die Errichtung sowie den Unterhalt zusammengestellt. Erläuterungen zur Finanzierung Für die konsumtive Maßnahme der Konzepterstellung sind 100.000 Euro im Sammelansatz Klimaanpas- sung reserviert. Zusätzlich stehen 60.000 Euro im Förderprogramm Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren (ZIZ) zur Verfügung. Im Laufe des Jahres 2024 ergab sich jedoch die Gelegenheit, externe Mittel für diesen Zweck zu beantragen und den Sammelansatz Klimaanpassung an dieser Stelle zu entlasten. Es wurden hierfür 125.000 Euro an Fördermitteln akquiriert: 65.000 Euro aus dem Landesförderpro- gramm KLIMOPASS und 60.000 Euro aus dem internen Fördertopf Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren für „umsetzungsorientierte Pilotplanungen in den City-Quartieren“ (siehe Tabelle). Die benötigten Gesamtkosten von 160.000 Euro können damit größtenteils über die Fördermittel ab- gedeckt werden. Die weiteren Planungs- und Baukosten für die Stadt Karlsruhe hängen von Umfang und Zeitschiene der politisch gewünschten Entsiegelungsmaßnahmen ab. Eine Umsetzung wird dadurch begünstigt, dass das Plangebiet zu großen Teilen in den Sanierungsgebieten Innenstadt Ost und Kaiser- straße West liegt. Unabhängig davon wird sich die Verwaltung um die Bewilligung weiterer, ergänzen- der Fördermittel kümmern. Erläuterungen zur CO 2 -Relevanz Baumpflanzungen und Begrünung binden in geringen Maße CO 2 . Eine Erhöhung der Aufenthaltsquali- tät im öffentlichen Raum trägt zur Stärkung der aktiven Mobilität bei. Projektbudget 2024/25 Projektname Fördergeberin, Förderprogramm Fördersumme Eigenmittel Stadt 100.000 € Entsiegelungskonzept Innenstadt (Leistungsbausteine 1-4 gem. Ausschreibung) L-Bank, KLIMOPASS 65.000 € 35.000 € 60.000 € Pilotplanungen City Quartiere (Leistungsbaustein 5 gem. Ausschreibung) BBSR, Zukunftsfähige In- nenstädte und Zentren (ZIZ) 60.000 € - – 4 – ANLAGEN Anlage 00 Präsentation Arbeitsstand 24. Juni 2025 Anlage (H) Hintergrundinformationen - (Ü) Übersicht bisheriger Projektschritte und zukünftiger Vorgänge - (B) Beteiligung
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bauchplan Blaugrüner Fächer für eine resiliente Innenstadt Let it (d)rain - Entsiegelungskonzept Innenstadt bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/20251 bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/20252 Inhalt A Anlass & Ziel B Handlungsbedarf im Bestand C Zielbild mit Verortung der Maßnahmen D Beteiligung E Ausblick Pilotmodule + Piloträume bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/20253 A Anlass & Ziel B Handlungsbedarf im Bestand C Zielbild mit Verortung der Maßnahmen D Beteiligung E Ausblick Pilotmodule + Piloträume bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/20254 Der öffentliche Raum in der Karlsruher Innenstadt weist, zumindest wenn man die historischen Grünflächen aus der Flächenbillanz ausklammert, einen im Bundesvergleich relativ hohen Ver- siegelungsgrad auf. Die Entsiegelung von Flächen in der Karlsruher Innenstadt ist daher eine zentrale Aufgabe zur Anpassung an die spürbaren Folgen des Klimawandels. Die Ziele des Entsiegelungskonzeptes zur Karlsruher Innenstadt sind zweigeteilt: Zunächst werden konkrete Orte der Karlsruher Innenstadt mittels Verschneidung verschiedener Daten herausgearbeitet oder bestätigt, an denen Entsiegelungsmaßnamen für die Bevölkerung ihre größte Wirkweise entfalten. Diesem Schritt ist ein, nach Eingriffsgröße und Wirkweise gestaffelter Katalog von modularen Entsiegelungsmaßnahmen zugeordnet. Darüber hinaus entsteht jedoch auch ein technisches Werkzeug, das öffentlich verfügbare Para- meter (wie Open-Source-GIS-Daten) unter individueller Gewichtung miteinander verschneidet, eine Karte generiert und Empfehlungen ablesbar macht. Hierdurch wird die Vorgehensweise auf andere Teile der Stadt übertragbar. naturnaher Wasserkreislauf, Resilienz-Vorsorgeurbane Biodiversität individueller Wohlführkomfort - Universal Thermal Comfort Index (UTCI) Komfort- Empfinden im Aussenbereich Anlass, Konzept und Ziel Wind- geschwindigkeit direkte Sonneneinstrahlung sehr starker Hitzestress diffuse Einstrahlung Aktivität Bedekungsgrad Lufttemperatur starker Hitzestress kein thermischer Stress leichter Kältestress starker Kältestress Infrarot Einstrahlung Lufftfeuchtigkeit Klimatologische Untersuchungen Klimatologische Untersuchungen auf Gesamtstadtebene zeigen, dass trotz des verhältnismäßig hohen Grünanteils in den historischen Anlagen die Innen- stadt besonders von Überhitzung betroffen ist. Diese Tendenz wird sich den Be- rechnungen zufolge in den kommenden Jahrzehnten noch verschärfen. - Analysen und Prognosen zur bioklimatischen Belastung,GEO-NET Umweltconsulting GmbH, 2013. Für die mittelfristige Zukunft (2046-55) wird die bioklimatische Belastungssituation im gesamten Untersuchungsraum fast flächendeckend als „sehr hoch“ eingestuft. - städtebaulicher Rahmenplan Klimaanpassung, berchtoldkrass space&options, GEO-NET Umweltconsulting GmbH, 2015 Für den innerstädtischen Stadtstrukturtyp der geschlossenen Blockrandbebauung wird Entsiegelung, Verschattung und Einrichtung von Pocket-Parks und erlebbarem Wasser im öffentlichen Raum empfohlen, um fußläufig gut eingebundene Entlastungsflächen zu schaffen. Prognosen zur bioklimatischen Belastung für die mittelfristige Zukunft 2046-55 (links) und die langfristige Zukunft 2090-99 (rechts), , GEO- NET Umweltconsulting GmbH, 2013 Städtebaulicher Rahmenplan Klimaanpassung, berchtoldkrass space&options, GEO-NET Umweltconsul- ting GmbH, 2015 108 | STÄDTEBAULICHER RAHMENPLAN KLIMAANPASSUNG 4.1 DER STÄDTEBAULICHE RAHMENPLAN KLIMAANPASSUNG Der Städtebauliche Rahmenplan Klimaanpassung als „Haupt- plan“ enthält sämtliche zum Verständnis relevanten Inhalte und besteht neben der Hauptkarte aus dem Bereich Legende (siehe 4.2) sowie den je nach Verwendungszweck zu- oder wegklappbaren Bereichen Hotspotspezifische Maßnahmen- pakete und Maßnahmen. Auf diese Weise können die Inhalte der Stadtstrukturtypen über die Maßnahmenpakete bis zu den Maßnahmen auch auf dem Plan systematisch nachvollzogen werden. Da aus Gründen der Lesbarkeit und Praktikabilität nur der Kernbereich der Gemarkung dargestellt werden kann, werden auch eine Übersicht sowie die außerhalb des Hauptplans lie- genden betroffenen Quartiere ausschnitthaft abgebildet. Eine verkleinerte Fassung des Städtebaulichen Rahmenplans Klimaanpassung liegt diesem Begleitheft bei. Der Hauptplan wird aufgrund seiner inhaltlich-grafischen Kom- plexität zusätzlich in zwei Teilpläne separiert, die die jeweilige Struktur prägnanter darstellen können. Zum Verständnis der Wirkungsmechanismen ist jedoch grundsätzlich das Überein- anderlegen beider Pläne erforderlich. Der Teilplan „Stadtstrukturtypen“ gibt einen Überblick über die belasteten und nicht belasteten Stadtstrukturtypen, das Vorkommen sensibler Nutzung innerhalb der belasteten Ge- biete, die Einwirkungsbereiche von Kaltluft sowie die Auswei- sungsempfehlung von klimaökologischen Sanierungsgebieten. An den Plan angedockt sind die axonometrischen Darstellun- gen der Hot-Spot-Quartiere mit den entsprechend gekoppel- ten Maßnahmenpaketen, das auf die jeweiligen Stadtstruktur- typen übertragen werden kann, sowie die Maßnahmen selbst. Der Teilplan „Entlastungssystem“ stellt bioklimatische Ent- lastungsflächen, das entsprechende Zuwegungssystem mit seinen Wegenetzen und klimaoptimierten Pausenräumen in geeigneten Abständen sowie ergänzenden Komponenten dar, die das feinmaschige Netz komplettieren. Zudem enthält die- ser Teilplan Empfehlungen zum städtebaulichen Umgang mit relevanten Flächen und Freiräumen hervor. Übersicht/ AusschnitteHauptkarte bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/20255 Hintergrund bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/20256 A Anlass & Ziel B Handlungsbedarf im Bestand C Zielbild mit Verortung der Maßnahmen D Beteiligung E Ausblick Pilotmodule + Piloträume Unversiegelt 28% 72% Versiegelt Der Versiegelungsgrad deutscher Innenstädte variiert erheblich! Versieglungsgrad deutscher Städte (gesamtes Stadtgebiet): Ludwigshafen 67% Mannheim ca. 66 % Heilbronn 60% bezogen auf Innenstädte: Berlin Mitte, Paris oder London jeweils ca. 80% Situation Innenstadt Karlsruhe (öffentlicher Raum) Handlungsbedarf Innenstadt Karlsruhe im Bestand bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/20257 Handlungsbedarf Innenstadt Karlsruhe im Bestand Ortsbegehung November 2024 bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/20258 Sickerfähiger Belag (nicht zwingend unbefestigt, auch Grünfugen, „Klima- stein“, etc.) Retentionsmulde mit Versickerung und Verdunstung Begrünte Retetionsmulde mit Versickerung, Verdunstung und Evapotranspiration Baumbestandene Retentionsmulde mit Versickerung, Verdunstung und Evapotranspiration S Versickerung Versickerung Versickerung Versickerung Verdunstung Beitrag zur Kühlung Raumbedarf Verschattung Co2-Bindung Verdunstung Verdunstung Evapotranspiration MLXL Module des Karlsruher Entsiegelungskonzept Staffelung nach Eingriffsgröße und Wirkweise Grüner Gully BerlinSickermulden CopenhagenPerforierte Oberflächen, ParisRückhaltesystem Wiener DrosselPlace Eugène Flagey, Brüssel1.200m3 Schwamm Karlsruhe bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/20259 Potenzial-Szenarien loten per Simulation die Möglich- keiten der Klima-Adaptierbarkeit der Innenstadt aus. Eine virtuelle Waldstadt könnte dabei bis zu 7° Celsius gemäß UTCI-Standard im Wohlfühlkomfort der Bevölkerung an Hitzetagen bewirken. Ein erster Realitätscheck, in dem Bewegungstrassen, historische Plätze oder ähnliches mit versiegelten Oberflächen und Vegetation-frei verbleiben, ermöglicht immer noch Adaptionsmaßnahmen bis zu 3° Celsius. Nicht überall in den Karlsruher Innenstadt können identi- fizierte Potenziale gleichermaßen umgesetzt bzw. ent- siegelt werden. So können beispielsweise denkmalschutzrechtliche Belange, Leitungen im Untergrund oder Tiefgaragen einer Entsiegelung entgegenstehen, sodass identifizierte Potenziale vor einer Entsiegelung genauer untersucht werden müssen. Ausloten der Potenziale über Entsiegelungs-Szenarien Potenziale und Realitäts-Check Bestand Szenario Waldstadt Erster Realitäts-Check Δ Temp bis zu 6°C Δ Temp bis zu 3°C Δ Temp bis zu 4°C Δ Temp bis zu 2°C Δ Temp bis zu 5°C Δ Temp bis zu 3°C bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/202510 Methodisches Vorgehen Entsiegelungskonzept - Sammeln und Verschneiden von digitalen Parametern Nutzungen Topographie Stadtklima Frequenzen Subjektive Wahrnehmung Geplante Bauvorhaben Bevölkerungsdichte Verortung Leitungen und Abstände Vorteilhafte Nutzer*innen- strukturen (für Unterhalt/ Pflege) Einbeziehung privater Bauvorhaben Vorgaben Denkmalschutz Verkehrsführung- und Sicherheit Sondernutzungs- Flächen Unterbaute Flächen Synergien Verortung Pilotmodule S/M/L/XL und Pilotmaßnahmen Verortung von Entsiegelungs- Potenzialen Einschränkungen und hemmnisse Nicht unbedingt Ausschlusskriterien: kreativer Umgang gefordert! Vorteile in Umsetzung und Unterhalt maximieren! + Vernetzungspotenziale Passagehof Kronenplatz Kronenstraße S1 S5 S2 S4 S3 L3 L2 XL1 M3 bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/202511 Analoge Suche nach generellen und spezifischen Flächenreserven und Synergien bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/202512 Quelle: GoogleMaps; Herrenstraße, Karlstor Versiegelte Parkplätze Unbegrünte Gehflächen! Unbegrünte Gehflächen! Versiegelte Flächen! Außenraumkomfort/mikroklimatische Bedeutung UTCI Index unter Berücksichtigung der Randbebau- ung, der Oberflächenbeschaffenheit, der Schatten- sowie Evapotranspirationsleistung der Vegetation. Fußgängerfrequenzzählungen (Frühjahr und Herbst 2024 an repräsentativen Wochentagen) mit Daten von OSM (Open Street Maps). Heatmap der subjektiven Raumwahrnehmungen - Karte aus Verwaltungs-Workshop und ÖRMI. Topographische Lage und natürliche Fließrichtun- gen der öffentlichen Oberflächen als Basis eines dezentralen Regenwassermanagements. Einwohnerdaten je Stadtblock (Amt für Stadtentwick- lung, Stand 06.2025). Flächennutzung öffentliche Räume mit Unterschei- dung zwischen Fahrbahn, Fuß- und Radwegen, ÖPNV-Haltestellen und PKW-Stellplätzen. geplante, öffentliche Tiefbauvorhaben (Neubauten, Ausbauten, Sanierungen, GIS-Datei mit Umset- zungszeitraum). StadtklimaTopographie BevölkerungsdichteGeplante BauvorhabenFrequenz öffentlicher Raum Subjektive Raumwahrnehmung Als Datengrundlage dienen zum einen öffentlich zugängliche GIS-Daten, zum anderen Datensätze der Stadt Karlsruhe. Diese wurden um im Projektverlauf generierte bzw. gewonnene Daten zur subjektiven Raumwahrnehmung sowie zum Außenraum-Wohlfühlkomfort ergänzt. Datengenese Flächennutzungen öffentlicher Raum Fahrbahn 44,7% Geh- und Radwege 31,0% ÖV Haltestellen 8,5% Parkplätze 8,0% Sonstige 0,8% Straßenbahngleise 7,0% < 50 Einwohner 100 - 250 Einwohner 300 - 500 Einwohner 500 - 650 Einwohner > 650 Einwohner 250 - 300 Einwohner Hoch frequentiert Wenig frequentiert Sehr negative Raumassoziation Leicht negative Raumassoziation ca.2025 ca.2030 bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/202513 bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/202514 A Anlass & Ziel B Handlungsbedarf im Bestand C Zielbild mit Verortung der Maßnahmen D Beteiligung E Ausblick Pilotmodule + Piloträume Aus den 7 aufbereiteten Datensätzen wird eine Punktwolke generiert und über Gewichtung in ihrer Lesbarkeit / Auswertbarkeit optimiert. Sammlung + Zusammenspielen der Daten - Genese der Datenwolke bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/202515 Hohes Entsiegelungspotenzial mittleres Entsiegelungspotenzial bereits entsiegelt / niedriges Entsiegelungspotenzial Potenzialkarte Entsiegelung Resultat ist eine Potenzialkarte für Entsiegelungsmassnahmen, die die Wirkweise hinsichtlich der Wahrnehmung in der Bevölkerung aufzeigt. Marktplatz Berliner Platz Kaiser Platz Schlossplatz Kriegsstraße Festplatz bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/202516 Leitbild blaugrüner Fächer In der Bearbeitung wird klar, dass Entsiegelung als Klimaadaptionsmassnahme prinzipiell in der Karlsruher Innenstadt fast flächendeckend sinnvoll, also mit positivem Einfluss auf den Wohlfühlkomfort und damit die Gesundheit der Bevölkerung ist. So entsteht das Zielbild des blaugrünen Fächers als resilienter, blaugrüner Infrastruktur zur Sicherung und Verbesserung des Stadtklimas. Dieses öffentliche Grundgerüst könnte künftige Extremwetterereignisse wie Hitze- und Trockenperioden oder Starkregenereignisse weitestgehend abfedern. bauchplan Blau-grüne Strahlen Fokusraum ZIZ-Programm Wassersammelpunkt Versiegelte Fläche Entsiegelte Fläche Neue Entsiegelungsmaßnahmen Einzubeziehende Planungen bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/202517 Blaugrüner Charakter der Fächerstrassen Eine erste Verortung und Überprüfung der Wirkweise der Pilotmodule wird in der Herrenstrasse vorgeschlagen, da sie besondere Vorraussetzungen für einen Modellraum mitbringt: - die Herrenstrasse ist direkter Strahl der Fächerstrassen. - aus der Analyse ergibt sich ein durchgängiges hohes Entsiegelungspotential. - Anbindung an bestehende Grün- und Freiraumstrukturen (mit Vernetzungspotential) vorhanden. - topographisch bietet die Herrenstrasse zwei Tiefpunkte an öffentlich verfügbaren Grundstücken. - es existieren viele PKW-Stellplätze. - es sind markante öffentliche Restflächen vorhanden. - der Baukalender zeigt Baumaßnahmen im Grossteil des Strassenverlaufs (mind. Oberflächenerneuerung). - aktuelle, angrenzende Planungen lassen sich thematisch aufgreifen. - temporäre Begrünungsmassnahmen durch Geschäftstreibende bereits realisiert. - für Pilotmodule repräsentativer Strassenzug mit vielfältigen Nutzungen (Geschäfte, öffentliche Einrichtungen, Grünfflächen). - komplexe, herausfordernde Spartenlage um best-practise-Beispiel zu werden. - leicht ablesbarer „Aufwertungseffekt“ aus Sicht der Bevölkerung. - hoher Komplexitätsgrad für Pilotplanung mit Pilotlösungsentwicklung. bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/202518 Leitbild blaugrüner Fächer Entsiegelungsmodule und Pilotplanungen ermöglichen eine schrittweise wie kontinuierliche Qualifizierung der Karlsruher innenstadt hinsichtlich der Herausforderungen an den Klimawandel im Bezug auf Entsiegelung, Wasserhaushalt und Hitzeanpassung. Im Sinne einer bereits akuten Vorsorgeintervention wird so über die öffentlichen Räume die Grundlage für eine zukunftsfähige Innenstadt-Entwicklung gelegt. bauchplan Entsiegelung Platz- und Hofflächen Ausbau zu blaugrünen Achse Ausbau zu blaugrünen Achse Ausbau zu blaugrünen Achse Ausbau zu blaugrünen Achse Ausbau zu blaugrünen Achse Ausbau zu blaugrünen Achse Entsiegelung Platz- und Hofflächen Entsiegelung im Zuge von allfälligen Straßenumbauten Aktivierung von öffentlichen Restflächen bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/202519 bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/202520 A Anlass & Ziel B Handlungsbedarf im Bestand C Zielbild mit Verortung der Maßnahmen D Ausblick Beteiligung E Ausblick Pilotmodule + Piloträume bauchplan #letItDrain! Beteiligung - Let it (d)rain! Partizipative Ideensammlung anhand von konkreten Planungsvarianten zum Kronenplatz und spielerische Einbindung der Bevölkerung zur thematischen Sensibilisierung und Verortung der modularen Entsiegelungsbausteine im blaugrünen Fächer Beteiligung Kronenplatz/Kronenstraße 14/07/2025 24/07/202502/08/2025 Beteiligung blaugrüner Fächer Kaiser Passagehof-Fest Beteiligung Kronenplatz-Kronenstraße Vorstellung und Diskussion von 3 Planungsvarianten World-café Format mit 3 Stationen Moderation durch Büro Sippel.Buff Fachlicher Input an jeder Station durch bauchplan ).(/bkso erwartete Teilnehmer*innenzahl 60-70 Personen Dauer: ca. 2:30 h. Beteiligung Passagehof mit einer Infowand vor Ort zur Ideen- und Feed- backsammlung durch Anwohner- und Besuche- rInnen auf Basis erster Planskizzen. Beteiligung Strahlenstraßen „Fresh-Mob - Let it (d)rain!“ zur spielerischen Verortung erarbeiteter Entsiege- lungsmodule mit interessierten Bürger*innen dient der Streuung der Entsiegelungskonzeption sowie der möglichen Verortung von Pilotmodulen (LB04) im Straßenraum Durchführung durch bauchplan ).(/bkso 3 Aktionen innerhalb eines Tages, Dauer jeweils ca. 1h je Aktion bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/202521 bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/202522 A Anlass & Ziel B Handlungsbedarf im Bestand C Zielbild mit Verortung der Maßnahmen D Ausblick Beteiligung E Ausblick Pilotmodule + Piloträume Passagehof Kronenplatz Kronenstraße Erweiterung bestehende Baumquartiere/ Schaffung neuer Baumquartiere Blau-grünes Parken Fahrrad Blau-grünes Parken PKW Blau-grünes Stadtwohnzimmer Neuer Retentionsraum Kopplung und Vernetzung als Chance 1 +1 > 2! bauchplan Pilotmodule und Piloträume Im nächsten Vertiefungsschritt werden deshalb zwei Typologien an Testplanungen weiter verfolgt: Zum einen werden Entsiegelungsmodule unterschiedlicher Eingriffsgröße und Wirkweise im Umgang mit erschwerenden Parametern wie Sparten, Denkmalschutz, etc. entwickelt, mit der Stadtverwaltung abgestimmt und mit Grobkosten für serielle Erstellung und Unterhalt versehen. Ein flächig anwendbares Beispiel könnte hier eine neue Parkplatztypologie für die Innenstadt sein. Zum anderen werden in konkret verorteten Pilotplanungen der City-Transformation Vorentwürfe für Objektplanungen partizipativ erarbeitet, die Hotspots aus der Analyse testweise zu blaugrünen Innenstadträume weiter entwickeln. Die Wirkweise dieser Planungen wird über eine integrierte, vergleichende Klimasimulation gesichert. Auch hier werden nach den Abstimmungen mit Verwaltung und Händlerschaft Grobkosten für die Errichtung sowie den Unterhalt zusammengestellt. bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/202523 bauchplan ).( severinstrasse 5 - 81541 münchen endresstrasse 18 - 1230 wien neusser straße 328 - 50733 köln + 49 8928807875 | www.bauchplan.net | studio@bauchplan.de berchtoldkrass space&options schützenstraße 8a - 76137 karlsruhe mail@berchtoldkrass.de +49 721 9688798-10 www. berchtoldkrass.de bauchplan bauchplan ).( berchtoldkrass space&options 06/202524