IQ-Monitoringbericht 2025

Vorlage: 2025/0424
Art: Informationsvorlage
Datum: 05.05.2025
Letzte Änderung: 17.06.2025
Unter Leitung von: Stabsstelle Verwaltungs- und Managemententwicklung
Erwähnte Stadtteile: Daxlanden, Grötzingen, Mühlburg, Neureut, Oberreut, Oststadt, Weststadt

Beratungen

  • Haupt- und Finanzausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 20.05.2025

    TOP: 3

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • 2025-05-08_Informationsvorlage_Haupt-und Finanzausschuss_Monitoring 2025
    Extrahierter Text

    Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0424 Verantwortlich: Dez. 1 Dienststelle: Stabsstelle VME IQ-Monitoringbericht 2025 Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Haupt- und Finanzausschuss 20.05.2025 3 Ö Entscheidung Kurzfassung Der Hauptausschuss nimmt das Monitoring der Zukunftsthemen der IQ-Arbeitsweise zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☒ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☐ Ja ☒ positiv ☒ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☐ Ja ☒ Korridorthema: alle Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit – 2 – Erläuterungen IQ-Arbeitsweise IQ steht für „innovativ“ und „quervernetzt“. Durch das Zusammenspiel von agilen Arbeitsmethoden und strategischer Vernetzung über Fach- und Hierarchiegrenzen hinweg werden Synergien geschaffen und neue Potenziale erschlossen: Mit kreativen Lösungsansätzen, verkürzten Kommunikationswegen sowie der ressortübergreifenden Bündelung von Expertisen schafft die IQ-Arbeitsweise adäquate Voraussetzungen, um zentrale Projekte noch zügiger und erfolgreicher zu realisieren. Gleichzeitig steigt die Entscheidungs- und Prozessqualität, auch dank der frühzeitigen, ganzheitlichen Einbindung relevanter Zielgruppen sowie möglichst vieler Interessierter aus der Bürgerschaft. Zukunftsthemen und Zukunftsaufgaben Die Stadtverwaltung Karlsruhe hat daher parallel zur bereits existierenden Dezernatsstruktur eine themenorientierte, ressortübergreifende Querstruktur geschaffen, in deren Zentrum sechs bedeutende Zukunftsthemen stehen: (1) Zukunft Innenstadt, (2) Moderne Verwaltung, (3) Soziale Stadt, (4) Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt, (5) Grüne Stadt sowie (6) Mobilität. In jedem der sechs Themenfelder existieren innerhalb der Stadtverwaltung eine Vielzahl von Vorhaben. Von diesen wurden in einem Priorisierungsprozess Zukunftsaufgaben ausgewählt, die herausragende Chancen und Potenziale für die Stadt- und Verwaltungsentwicklung bieten. Sowohl die Zukunftsthemen als auch die Zukunftsaufgaben folgen vorab vereinbarten Zielen und Strategien. Gremieneinbindung Bei Initiierung von neuen Zukunftsaufgaben sowie im Projektverlauf ist der Gemeinderat insbesondere über seine Gremien eingebunden. Die Zukunftsaufgaben und Zukunftsthemen sind Bestandteil der Haushaltsplanung und bilden sich im Haushalt der Stadt Karlsruhe ab. Monitoring Der vorliegende Monitoringbericht gibt die Projektfortschritte für den Zeitraum März 2024 bis Mai 2025 wieder. Er betrachtet die Weiterentwicklung der IQ-Arbeitsweise, der Zukunftsthemen und Zukunftsaufgaben und gibt einen Ausblick.

  • 2025-05-19_Monitoringbericht_2025
    Extrahierter Text

    Stadt Karlsruhe Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) Stand: Mai 2025 I. Hintergrund .......................................................................................................................... 2 II. IQ Monitoring 2025 – Für den schnellen Überblick .............................................................. 3 III. Sachstände und Ausblicke der Zukunftsthemen und Zukunftsprojekte ............................. 12 1. Zukunft Innenstadt .......................................................................................................... 12 1. Allgemeine Informationen zum Zukunftsthema ...................................................................... 12 2. Resümee zum Zukunftsthema ............................................................................................ 14 2. Moderne Verwaltung ...................................................................................................... 19 1. Allgemeine Informationen zum Zukunftsthema ................................................................. 19 2. Resümee zum Zukunftsthema ............................................................................................ 19 3. Soziale Stadt.................................................................................................................... 23 1. Allgemeine Informationen zum Zukunftsthema ...................................................................... 23 2. Resümee zum Zukunftsthema .................................................................................................. 23 4. Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt .............................................................................. 27 1. Allgemeine Informationen zum Zukunftsthema ...................................................................... 27 2. Resümee zum Zukunftsthema ........................................................................................... 28 5. Grüne Stadt ..................................................................................................................... 32 1. Allgemeine Informationen zum Zukunftsthema ...................................................................... 32 2. Resümee zum Zukunftsthema .................................................................................................. 35 6. Stadtraum (ehemals Mobilität) ....................................................................................... 42 1. Allgemeine Informationen zum Zukunftsthema ...................................................................... 42 2. Resümee zum Zukunftsthema .................................................................................................. 43 IV. Neues aus dem IQ ............................................................................................................... 47 IQ-Monitoringbericht 2025 2 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 I.Hintergrund 1. Zeitgemäße Perspektiven für eine Welt im Umbruch Die tiefgreifenden Veränderungen durch multiple Krisen und Herausforderungen wie, den Klimawandel, gesellschaftliche Polarisierung und Veränderungsdruck in Wirtschaft und Handel erfordern umso mehr dynamische Denkansätze und Handlungsweisen. Um Karlsruhes Position als nachhaltig agierende Metropole mit hoher Lebensqualität zu stärken, sind innovative Lösungen erforderlich. Gleichzeitig werden gezielte Weichenstellungen benötigt, um Karlsruhe als attraktiven Standort für Forschung und Unternehmen weiter zu fördern. Trotz globaler Unsicherheiten blickt Karlsruhe zuversichtlich in die Zukunft, indem es aktiv auf diese Herausforderungen reagiert. 2. Sechs Zukunftsthemen Die Stadtverwaltung Karlsruhe hat ergänzend zur bestehenden Dezernatsstruktur sechs zentrale Themen für eine zukunftsorientierte Entwicklung definiert: Zukunft Innenstadt, Moderne Verwaltung, Soziale Stadt, Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt, Grüne Stadt sowie Stadtraum (ehemals Mobilität). Diese Themen spiegeln die spezifischen Stärken und Bedürfnisse der Stadt wider. Jedes dieser Themen umfasst zwei bis fünf prioritäre Vorhaben, die als Zukunftsprojekte oder -aufgaben bezeichnet werden. 3. Innovativ und quervernetzt Für die Umsetzung dieser Zukunftsthemen wurde die IQ-Arbeitsweise entwickelt. IQ steht dabei für „innovativ“ und „quervernetzt“. Mit kreativen Lösungsansätzen, verkürzten Kommunikationswegen sowie der Bündelung von interner wie externer Fachexpertise schafft die IQ-Arbeitsweise adäquate Voraussetzungen, um Vorhaben zügiger zu realisieren. Der Stadtverwaltung Karlsruhe liefert sie wichtige Impulse für die Optimierung ihrer Handlungsfähigkeit, Effektivität, Mitarbeiteridentifikation und Außenwirkung. Die Stadtgesellschaft profitiert von schnellen, nachvollziehbaren und bürgernahen Entscheidungen. 4. Strategische Weiterentwicklung Im vergangenen Jahr wurden zentrale Schritte unternommen, um die inhaltliche Arbeit sowie die strategische Innen- und Außendarstellung der IQ-Themen weiterzuentwickeln. In Zusammenarbeit mit den Dezernaten wurde eine Kommunikationslinie sowie dazugehörige Formate etabliert, die sich durch klare Botschaften, verständliche Begrifflichkeiten und ein einheitliches visuelles Erscheinungsbild auszeichnen. So wird eine gemeinsame Kommunikationsbasis geschaffen, mehr Transparenz hergestellt und Begrifflichkeiten ausgeschärft. Die sechs IQ-Themen werden unter einem gemeinsamen Dach sichtbar gemacht und ihre Bedeutung als zentrale Zukunftsaufgaben hervorgehoben (weiterführende Information ab Seite 47). 3 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 II.IQ Monitoring 2025 – Für den schnellen Überblick 1. Zukunft Innenstadt Sachstand ▪ Aktionsplan City 2020-2026 / City-Transformation: Die Weiterführung des Aktionsplans City 2020–2026 erfolgt über das Projekt „City-Transformation“ im Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“. 2024 lag der Schwerpunkt auf der Vernetzung von Innenstadtakteur*innen, etwa durch Quartierskonferenzen und Budgets für lokale Projekte. Bis August 2025 laufen zentrale Maßnahmen wie Anmietungsmodelle, digitale Unterstützung und Beteiligungsformate weiter. Ergänzend werden Konzepte zur Stadtentwicklung erarbeitet und zwei sichtbare Interventionen im öffentlichen Raum umgesetzt – auf dem Stephanplatz und der Kaiserstraße – unter aktiver Beteiligung der Akteur*innen. ▪ Sanierungsgebiete Innenstadt: Die Stadt Karlsruhe treibt zahlreiche städtebauliche Projekte voran: Ab 2025 beginnt die schrittweise Sanierung des Jubez, während für das Markgräfliche Palais am Rondellplatz bereits im April 2025 das Richtfest ansteht. Die Neuordnung des Postgiroareals wird durch ein zweistufiges Wettbewerbsverfahren vorbereitet, begleitet von Bürgerbeteiligung. Auch das Modehaus Schöpf wird umfassend umgebaut, mit einer Neubelegung ab 2027. Das frühere AWO-Heim am Fasanenplatz wird zu 120 Wohneinheiten umgebaut. Die Planungen zur Kaiserstraße (östlich und westlich), zur Kapellenstraße und zum Europaplatz schreiten voran, Verzögerungen durch Abstimmungsprozesse sind jedoch absehbar. Der Umbau des Friedrichsplatzes ist wegen statischer Fragen vorerst gestoppt. Der Rathausumbau läuft, ebenso die Erweiterung des Ständehauses. In beiden Sanierungsgebieten wurden bisher zahlreiche Beratungen und sechs Gebäudesanierungen realisiert. ▪ ÖRMI: Die Maßnahmen des Projekts „ÖRMI“ wurden 2023 in einen Umsetzungsplan überführt, der 2024 abgeschlossen wurde. Die Umsetzung erfolgt nun schrittweise durch die Verwaltung in Abstimmung mit den Fachstellen. Das Projekt ist damit abgeschlossen. ▪ MyCity.MyPlace: MyCity.MyPlace. bindet Jugendliche in Themengruppen zu Innenstadtentwicklung ein, mit Schwerpunkten wie Verkehr, Pluralität und Jugendkultur. Seit 2024 ist das Projekt enger mit der Fachstelle Jugendbeteiligung vernetzt, was Synergien schafft. Der Thementisch ist nun fester Bestandteil der Jugendkonferenz. Zwei jugendkulturelle Events wurden etabliert; die geplante Regenbogenfläche in der Kaiserstraße zeigt die Wirkung jugendlicher Mitgestaltung. Ausblick ▪ Aktionsplan City 2020-2026 / City-Transformation: Bis zum Ende des Förderzeitraums am 31. August 2025 steht die vollständige Umsetzung der ZIZ- Maßnahmen im Fokus. Besonders Quartiersmanagements und -budgets haben sich als wertvoll für die gemeinschaftliche Entwicklung erwiesen. Da tragfähige Netzwerke noch nicht überall bestehen, prüft die Verwaltung eine Verstetigung zentraler 4 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Projektbestandteile, insbesondere der Quartiersstrukturen und des mobilen Mobiliars, das die Innenstadt nachweislich aufwertet. Auch eine Fortschreibung des Aktionsplans City 2020–2026 wird angestrebt, um weitere Maßnahmen, etwa aus dem Projekt ÖRMI, zu integrieren. ▪ Sanierungsgebiete Innenstadt: 2025 liegt der Fokus auf der Planung und Konkretisierung zentraler Innenstadtprojekte wie Kronenplatz, Karl-Friedrich-Straße, Postgiroareal und Kaiserstraße. Sanierung und Umbau (z. B. Technisches Rathaus, Kaiserstraße) erfolgen abschnittsweise. Private Sanierungsvorhaben werden weiter begleitet. Für die Umsetzung sind kommunale Mittel und Personal sowie der gezielte Einsatz sanierungsrechtlicher Instrumente entscheidend. ▪ ÖRMI: Die Empfehlungen des ÖRMI-Abschlussberichts wurden 2023 in einen Umsetzungsplan überführt, der 2024 finalisiert wurde. Die Umsetzung erfolgt kapazitätsabhängig durch die Verwaltung. Das Projekt ÖRMI ist damit abgeschlossen. ▪ MyCity.MyPlace: 2025 begleitet MyCity.MyPlace. Jugendliche weiterhin bei der Umsetzung ihrer Ideen. Der Thementisch bei der Jugendkonferenz ermöglicht regelmäßigen Austausch mit Verwaltung und Politik. Ein Höhepunkt ist das Jugend.Kultur.Festival am 28. Juni auf dem Kronenplatz, das Jugendkultur sichtbar machen und neue Ideen anstoßen soll. Zur Umsetzung sind kommunale Mittel notwendig. 2. Moderne Verwaltung Sachstand ▪ Dachmarke Personalmarketingkampagne: Das IQ-Projekt Dachmarke Personalmarketingkampagne entwickelt erstmals eine einheitliche Kampagne für Ausbildungs- und Personalmarketing, um die Stadt als attraktive Arbeitgeberin und Lebensort zu positionieren. 2024 standen Bedarfsanalyse, Beteiligungsstrategie und die Auswahl der Kreativagentur MDCT im Fokus. Seit 2025 wird gemeinsam mit internen Zielgruppen der Außenauftritt mit klarer Sprache, moderner Farbwelt und einzigartiger Bildsprache erarbeitet ▪ Digital Booster: Das Projekt Digital Booster entwickelt auf Basis der städtischen Digitalstrategie eine digitale Fachamtsstrategie am Beispiel des Ordnungsamts (OA) als Vorlage für andere Dienststellen. In Workshops wurden digitale Lücken („White Spots“) identifiziert und übergreifende Themen wie Homeoffice- und 1-Geräte- Strategie abgeleitet. Erste Quick-Win-Projekte sind bereits in Umsetzung. Zudem wurde die erste Digital Change Advisor (DCA) im OA ausgebildet. ▪ Urbane Datenplattform: Das IQ-Zukunftsprojekt Urbane Datenplattform zielt auf den Aufbau einer sicheren, zentralen Dateninfrastruktur für die Smart City Karlsruhe. Es sollen datenbasierte Entscheidungen und integrierte Stadtentwicklung unterstützt sowie Datenkompetenz, Datensouveränität und offene Daten gestärkt werden. Nach Projektstart wurden Struktur, Ziele und eine Roadmap festgelegt. Drei Anwendungsfälle (Klimadashboard, 3D-Klimazwilling, Sozialatlas) werden prototypisch umgesetzt. Zudem läuft ein Benchmark zu Datenstrategien und Plattformen, u. a. mit der Stadt Freiburg, um mögliche Kooperationen und Übertragbarkeit zu prüfen. ▪ E- Ausgangsprozesses und -Bescheide: Das Projekt zur Digitalisierung des Ausgangsprozesses für Rechnungen und Bescheide ersetzt papierbasierte Abläufe 5 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 durch elektronische Verfahren und wird schrittweise umgesetzt. Nach einer umfassenden Ist-Analyse (2023–2024) wurden erste Lösungsansätze erarbeitet und eine Projektstelle geschaffen. Das Vorhaben wird intern und extern kommuniziert und ist eng mit anderen Digitalisierungsvorhaben verknüpft, um Anforderungen frühzeitig zu berücksichtigen. Ausblick ▪ Dachmarke Personalmarketingkampagne: Bei der Hausmesse am 5. Juni 2025 lüften wir den Vorhang und machen die neue Ausbildungs- und Personalmarketingkampagne für unsere Kolleginnen und Kollegen erlebbar, bevor der externe Roll-out in der zweiten Hälfte des Jahres startet. ▪ Digital Booster: Anfang 2025 hat eine Zieldefinition für die verbleibende Zeit des Projektes zwischen dem Projektteam und der Amtsleitung IT und OA stattgefunden. Als nächster Schritt werden nun die Ergebnisse aus Sicht des OA zusammengefasst. Diese Ergebnisse gehen im Anschluss an das Projektteam der IT, um daraus die Blaupause für andere Ämter zu erstellen. ▪ Urbane Datenplattform: Für die Hausmesse werden aktuell erste Anwendungsfälle aufbereitet. Parallel laufen Gespräche mit Freiburg zum Infrastrukturaufbau. Zudem werden bestehende Datenschätze analysiert und Datensilos aufgelöst. Das Thema „Daten“ soll über DCAs stärker in die Ämter getragen werden. ▪ E- Ausgangsprozesses und -Bescheide: Seit 2025 unterstützt das IT-Amt das Projektkernteam bei der technischen Umsetzung. Aufgrund der hohen Komplexität und vieler Abhängigkeiten werden derzeit vorrangig Quick-Wins umgesetzt, etwa Schnittstellenprüfungen und digitale Antragsstrecken mit E-Payment. Der Projektfortschritt wird regelmäßig kommuniziert, auch auf der Hausmesse. 3. Soziale Stadt Sachstand ▪ Bunte Stadt: Das Projekt „Bunte Stadt“ fördert den sozialen Zusammenhalt durch stadtteilbezogene Kulturarbeit, bindet lokale Partner ein und stärkt das Ehrenamt. Es zielt auf Empowerment und die Erreichung von Menschen, die nicht von traditionellen Kulturangeboten angesprochen werden. Erfolgreiche Projekte in Oberreut und Daxlanden umfassen Kunst- und Begegnungsprojekte, Lesungen, Theateraufführungen, einen Kinderzirkus und Kooperationen mit verschiedenen Kultur- und Sozialinstitutionen. ▪ Durchgängige Sprachbildung: Die Durchgängige Sprachbildung ist entscheidend für die Gestaltung von Übergängen im Bildungsbereich. Angesichts des gestiegenen Bedarfs an Sprachbildung durch die Aufnahme von Geflüchteten aus der Ukraine in Karlsruhe wurden spezifische Maßnahmen wie Pilotprojekte (z.B. „Kindersprachkurse und Elterntreff“, Clearingstelle VABO) entwickelt und im Integrationsausschuss vorgestellt. Diese werden fortgeführt. Zudem zeigt die Praxis, dass ein umfassenderes Konzept „Bildung für Zugewanderte“ notwendig ist, das schulische Bildung, 6 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Übergangsgestaltung und Elternbildung umfasst. Das dazugehörige IQ-Zukunftsprojekt wird derzeit konzipiert und soll 2026 umgesetzt werden. ▪ Bildungscampus: Nach dem Einzug des Badischen KONServatoriums in das neue Musikschulgebäude auf dem Bildungscampus Weststadt wurde die Zusammenarbeit zwischen den drei Institutionen intensiviert. Das Eröffnungsfest des Bildungscampus wurde am 10. Mai 2025 mit einem gemeinsamen Kinder-Musical gefeiert. Zudem fand erstmals ein Hoffest mit Kooperationspartnern und ein Tag der offenen Tür statt, um die Angebote vorzustellen. Das Songwriting-Projekt #musikverbindet für benachteiligte Jugendliche erhielt für 2024 eine weitere Förderung von 18.136,50 € von „Kultur macht stark“. Das Projekt läuft seit Januar 2024 und wird sowohl bei der Eröffnung des Bildungscampus als auch beim Jugend.Kultur.Festival präsentiert. Ausblick ▪ Bunte Stadt: Die „Bunte Stadt“ zeigt, wie wichtig Kulturarbeit im sozialen Raum geworden ist, um Zusammenhalt, Partizipation, Gemeinschaft und Identifikation zu fördern – Themen, die vor 10 Jahren noch keine Priorität hatten. Aufgrund der positiven Erfahrungen wird das Kulturamt künftig die Erkenntnisse des Projekts in seine Förderarbeit und Richtlinien integrieren. Der Erfolg basiert auf dem Aufsuchen von Menschen in ihrer Umgebung und der Einbeziehung lokaler Strukturen und Schlüsselpersonen. Ab dem 1. Juli wird das Projekt nach sechs Jahren verstetigt und als dauerhafte Aufgabe mit einem Stellenanteil von 50% in die städtische Kultur- und Sozialpolitik aufgenommen. ▪ Durchgängige Sprachbildung: Die Durchgängige Sprachbildung konzentriert sich 2025 auf den Übergang von der Kita in die Grundschule, insbesondere im Hinblick auf den kommenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026/27. Weitere Schwerpunkte sind die Sprachförderung für Kinder ohne Kita-Platz, Elternsprachkurse mit Kinderbetreuung sowie ergänzende Angebote zu Landes- und Bundesprogrammen. Ab 2026 ist die Überführung in das IQ-Projekt „Bildung für Zugewanderte“ geplant. ▪ Bildungscampus: Das IQ-Projekt soll über Februar 2026 hinaus verlängert werden. Geplant ist eine Standortbestimmung zur bisherigen Entwicklung, um Angebote, Zielgruppen und Wirkung zu evaluieren und daraus konkrete nächste Schritte abzuleiten. Ein Erfolgsfaktor wäre die Einrichtung von Stellenanteilen für den Bildungscampus bei vhs und ibz, die jedoch außerhalb des IQ-Projekts zu realisieren sind. 2025 steht zudem eine Grundsatzentscheidung über ein mögliches weiteres Bildungshaus oder eine Kita auf dem Areal an. 4. Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt Sachstand ▪ Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd: Der Gemeinderat stimmte im Januar 2024 einer geänderten Nutzung des Westgrundstücks zu, bei der Büroflächen 7 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 zugunsten eines Mobilitätshubs aufgegeben wurden. Auf dieser Basis wurde der Kaufvertrag mit der Firma Kreer verhandelt und im April 2025 notariell beurkundet. Zudem besteht weiteres Entwicklungspotenzial von 14.425 qm auf städtischen Flächen in der Schwarzwald- und Fautenbruchstraße. ▪ Innenentwicklung und Flächen: Im Quartier Lohfeld wurden die Bauanträge von Vonovia für den nordöstlichen Bereich genehmigt, und erste bauvorbereitende Arbeiten haben begonnen. Die Entwicklung im südöstlichen Teil stärkt die Anbindung an Oststadt, Stadtboulevard und Oststadtkreisel. Im Quartier westlich der Erzberger Straße („Zukunft Nord“) ermöglichen die Erschließungsarbeiten eine Bebauung aller nördlichen Baufelder bis Mitte 2026. Im Rahmen des Projekts StriGeni fanden 2024 vier Veranstaltungen zur nachhaltigen Gewerbeflächenentwicklung im Gebiet Roßweid/Greschbachstraße statt; Unternehmensanregungen flossen in den weiteren Prozess ein. ▪ Ausbau Kongressstandort: Die Messe Karlsruhe treibt ihre strategische Weiterentwicklung und marktorientierte Ausrichtung aktiv voran und verstärkt die Akquise (inter-)nationaler Kongressveranstaltungen. Die Modernisierungsarbeiten befinden sich auf der Zielgeraden; alle Bereiche der Baustelle wurden intensiv bearbeitet, um den Zeitplan einzuhalten. Der Baufortschritt wurde dem gemeinderätlichen Begleitgremium bei Begehungen im März und November 2024 sowie schriftlich im Juni 2024 und Februar 2025 vorgestellt. ▪ karlsruhe.digital: Die Initiative karlsruhe.digital setzte 2024 auf umfassende Kommunikation rund um Smart City, KI-Standort und IT-Fachkräftegewinnung mit 27 Veranstaltungen und Kampagnen. Die Bunte Nacht der Digitalisierung am 7. Juni mit 65 Partnern machte Digitalisierung erlebbar und förderte den Austausch; die Abschlussveranstaltung fand gemeinsam mit der KI-Allianz Baden-Württemberg statt. Expertengruppen unterstützten die Weiterentwicklung des Digitalstandorts durch Messeauftritte, Fachvorträge und Beteiligung an IT-Events. ▪ Aktionsprogramm Handwerk: Seit dem 01.01.2025 sind die Bausteine des IQ- Leitprojekts dauerhaft in der Wirtschaftsförderung verankert, mit besonderer Schnittstellenfunktion zu externen Partnern wie IHK, Kreishandwerkerschaft und Agentur für Arbeit. Im Strategiefeld Rahmenbedingungen verbessern liegt der Fokus weiterhin auf dem Gründungs- und Gewerbezentrum für Handwerk und kleine Produktionsbetriebe. Im Strategiefeld Netzwerke ausbauen wurde das neue Netzwerk „Next Steps“ für Studienzweifelnde und -abbrechende etabliert. Im Strategiefeld Nachwuchsgewinnung wurde die craft.ROADSHOW 2024 auf verschiedenen Veranstaltungen gezeigt; Website und App wurden aktualisiert und verzeichneten steigende Aufrufe. Ausblick ▪ Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd: Der Baustart für das Hochhaus der Firma Kreer ist für Frühjahr 2026 vorgesehen. Für das benachbarte Hochhausprojekt „Hinterm Hauptbahnhof 3–5“ wurde die Fertigstellungsfrist bis zum 31. Dezember 2028 verlängert. Für das angrenzende Optionsgrundstück gilt eine verlängerte Frist bis spätestens Ende 2032, da dessen Bebauung zeitlich nach dem Hochhaus erfolgen soll. Die städtischen Flächen in der Schwarzwald- und Fautenbruchstraße werden im 8 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Rahmen einer Gesamtbetrachtung – unter Einbeziehung aktueller Rahmenbedingungen – weiterentwickelt. ▪ Innenentwicklung und Flächen: Im Quartier Lohfeld entstehen bis 2027 im nordöstlichen Bereich 154 Wohnungen durch die Buwog (Vonovia). Freie Baufelder entlang der Ludwig-Erhard-Allee dienen derzeit als Zwischenlager und bieten nach Abriss bestehender Gebäude Potenzial für ein gemischtes Sondergebiet aus Wohnen, Büro und Dienstleistungen. Im Quartier „Zukunft Nord“ westlich der Erzberger Straße soll die Ausschreibung für die städtischen Baufelder 3 und 4 im zweiten Quartal 2025 starten. Im Rahmen von StriGeni hat sich im Gebiet Roßweid/Greschbachstraße ein Unternehmensnetzwerk aus vier großen Betrieben gebildet, das künftig die Netzwerkkoordination übernimmt. ▪ Ausbau Kongressstandort: Die Modernisierung der Stadthalle ist zentral für die Stärkung Karlsruhes als Kongress- und Veranstaltungsstandort. Die baurechtliche Abnahme ist ab Ende Juli 2025 geplant, der Regelbetrieb soll 2026 starten. Im Anschluss ist eine schrittweise Gesamtbetrachtung des Festplatzes vorgesehen. Für die geplante Nutzung des Konzerthauses durch das Badische Staatstheater ab 2028/2029 sind weitere Abstimmungen mit dem Land notwendig. Ein Hotelgutachten von 2024 sieht derzeit keinen zusätzlichen Bedarf an Übernachtungskapazitäten; die Messe Karlsruhe steht dazu im regelmäßigen Austausch mit der Hotellerie. ▪ karlsruhe.digital: Ein gemeinsames Thesenpapier des Steuerkreises wird auf Basis der Zukunfts- und Strategieworkshops finalisiert. Geplante Maßnahmen umfassen Gemeinschaftsstände bei LEARNTEC und dem Smart City Expo World Congress, die inhaltliche Fokussierung auf Smart City und KI inklusive KI-Mapping und Ökosystemstärkung, einen Open Data Hackathon sowie Initiativen zur internationalen Sichtbarkeit des Digitalstandorts. Zudem sind Besuche von 15 Fachkräftemessen und 9 Recrutainment-Events geplant, begleitet von einer fortgeführten Marketingkampagne gegen den Fachkräftemangel. Höhepunkt ist das hybride InnovationFestival @karlsruhe.digital am 17.10.2025 im Rahmen der KIT Science Week. ▪ Aktionsprogramm Handwerk: 2025 wird der Feldversuch für ein Gründungs- und Gewerbezentrum für Handwerk und kleines produzierendes Gewerbe auf dem Areal der Michelin Reifenwerke umgesetzt. Der Mietvertrag mit Michelin wird derzeit verhandelt, und die Stelle für das Zentrumsmanagement wurde ausgeschrieben. Die craft.ROADSHOW wirbt auch 2025 weiterhin um Nachwuchskräfte, mit Auftritten an verschiedenen Schulen, darunter die Gutenbergschule (28. März), Sophie-Scholl- Realschule (5. Juni) und Augustenburg Gemeinschaftsschule (11. Juli). Das Netzwerk „Next Steps“ für Studienzweifelnde und -abbrechende startete erfolgreich im Februar 2025 mit über 30 Teilnehmenden. Eine zweite Ausgabe ist für den 17. Juli geplant. Das jährliche Wirtschaftsgespräch mit dem Handwerk (Innungsmeister) wird fortgeführt. 5. Grüne Stadt – Nachhaltige Stadtentwicklung Sachstand ▪ Klimaneutrales Karlsruhe: 2024 wurden Machbarkeitsstudien für Nahwärmenetze gestartet, um bis 2040 klimaneutral zu werden. Die Verwaltung setzt CO₂- 9 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Einsparmaßnahmen um, 79 % der Projekte sind in der Umsetzung. Die Klimaallianz wächst auf 39 Unternehmen, die städtische Klimakampagne wird weiter ausgebaut. Beim Stadtradeln 2024 nahmen 5.874 Personen teil und sammelten über 1,1 Millionen Radkilometer. ▪ Stadt im Klimawandel: Erstmals stehen mit dem neuen Sammelansatz Klimaanpassung im städtischen Haushalt gezielt Mittel (2 Mio. € jährlich in 2024/25) für Klimaanpassungsmaßnahmen bereit. Ein Projektbegleitkreis empfahl deren Verwendung einvernehmlich; viele Vorhaben in Stadtgrün, Waldumbau, Hitzeschutz und Gesundheitsvorsorge wurden bereits umgesetzt. Der Hitzeaktionsplan wurde mit zahlreichen Akteur*innen weiterentwickelt und soll 2025 dem Gemeinderat vorgelegt werden. Seit 2024 werden klimastabile Baumarten gepflanzt. Trotz durchschnittlicher Niederschläge 2024 bleibt der Waldzustand kritisch; Hauptaugenmerk lag daher weiter auf Verkehrssicherung und Gefahrenbeseitigung. ▪ Stadt der Biologischen Vielfalt: Die Stadt setzt zahlreiche Maßnahmen des Biodiversitätskonzepts (BDK) im Alltag um, darunter naturnahe Mahd, Pflege von Streuobstwiesen, Gewässer- und Waldbewirtschaftung sowie Artenschutz für Amphibien, Vögel und Insekten. Schwerpunkte lagen auf der Bekämpfung invasiver Arten und Öffentlichkeitsarbeit durch Medien, Veranstaltungen und Schulungen. 2024 wurden neue Ehrenamtliche im Naturschutz gewonnen, Schutzgebiete intensiver betreut und mit einer neuen Biotopverbundbotschafterin die Umsetzung der Landesziele vorangetrieben. Trotz erhöhtem Pflegeaufwand gelingt die Umsetzung dank engagierter Zusammenarbeit der Ämter und starker Beteiligung der Bürgerschaft, etwa beim beliebten Mehlschwalbenprojekt. ▪ Urbanes Grün: Für die Grüne Nordspange liegt ein Grobkonzept zu Landnutzung, Biotopentwicklung und Fuß-/Radweganbindung vor; 2024 fanden Gespräche mit beteiligten Ämtern statt. Die Hildapromenade wird im Rahmen eines vom Bund geförderten Projekts klimagerecht aufgewertet – mit mehr Bäumen, vernetztem Grün und Aufenthaltsflächen. Das bürgerschaftliche Engagement im Grünbereich wächst: Urban Gardening, Baum- und Wiesenpatenschaften sowie neue Gemeinschaftsgärten wie am Ostring (seit 2024 mit Verein) zeigen große Resonanz. Ein weiterer Garten an der Stuttgarter Straße ist ab 2026 geplant, begleitet vom Forschungsprojekt HEBEDI zur Gesundheitswirkung von Biodiversität. Die naturnahe Mahd wird weiter ausgebaut, sowohl mit Fachfirmen als auch geschultem städtischem Personal. Ein Workshop für Mitarbeitende sowie erste Wiesenpatenschaften wurden 2024 erfolgreich durchgeführt. Die Grünsatzung zur Innenstadtnatur trat am 17.12.2025 in Kraft. Das Forschungsprojekt GreenGROWnership (2021–2024) motivierte private Eigentümer*innen zu mehr Begrünung und wurde mit der Online-Kampagne „Grund zu Garten“ abgeschlossen. Ausblick ▪ Klimaneutrales Karlsruhe: Die Umsetzung des Energieleitplans schreitet mit ersten Machbarkeitsstudien und dem Ausbau klimaneutraler Fernwärme voran. Die „Klimaneutrale Verwaltung 2040“ entwickelt CO₂-Reduktionsmaßnahmen weiter. Das Klimaschutz-Monitoring ist online über ClimateView einsehbar. Ein neuer KlimaFit- Konvoi unterstützt Unternehmen bei der Emissionsreduktion. Öffentliche E- Ladeinfrastruktur wird weiter ausgebaut. Die Klimakampagne KA° – Wir machen Klima beteiligt sich am Forschungsprojekt KliX3, organisiert 2025 die „Kunstwochen für 10 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Klima und Umwelt“, beteiligt sich am Stadtradeln und richtet im November ein Klimaforum aus. ▪ Stadt im Klimawandel: Der Hitzeaktionsplan steht kurz vor der Verabschiedung. Der erfolgreiche Sammelansatz Klimaanpassung soll fortgeführt und besser an die Bedürfnisse der Dienststellen angepasst werden. Das Projekt „Klimaanpassungsmanagement“ zielt auf eine stärkere verwaltungsinterne Vernetzung. Im Stadtwald werden fortlaufend klimastabile Baumarten nachgepflanzt, um den Wald langfristig an den Klimawandel anzupassen – ein Prozess über viele Jahrzehnte hinweg. ▪ Stadt der Biologischen Vielfalt: Die Umsetzung des Biodiversitätskonzepts erfolgt weiterhin im Rahmen der verfügbaren Mittel; eine Förderzusage für einen Biodiversitätsmanagerin steht noch aus. Für 2025 geplant sind u. a. Streuobst-Tage, Biodiversitätsschauen, Vogelschlag-Monitoring, intensivere Pflegeaktionen, Fortschreibung der Biotopverbundplanung (+5 % Flächenanteil), Blühflächen in der Gießbachniederung und Fritschlach, Aufwertung von Mähwiesen (3,5 ha) sowie die Fortsetzung der Artenschutzoffensive für Amphibien und Feldvögel. ▪ Urbanes Grün: Für 2025 sind folgende Maßnahmen geplant: Grüne Nordspange: Integration der Abstimmungsergebnisse ins Konzept und Durchführung der Öffentlichkeitsbeteiligung. Hildapromenade: Zuwendungsantrag im Februar, Projektstelle wird neu besetzt und erste Baumpflanzungen erfolgen im Herbst. Bürgerschaftliches Engagement: Weiterentwicklung und Verstetigung des Patenprogramms und Urban Gardening. Naturnahe Mahd: Neuausschreibung der Leistungen und des Monitorings des Mahdkonzepts. Grünsatzung: Sammlung von Erfahrungen, Ausweitung auf das gesamte Stadtgebiet und Sicherung von „Grüninseln“ durch Bebauungspläne. 6. Stadtraum (ehemals Mobilität) Sachstand ▪ Fahrradstadt Karlsruhe -> Programm Aktive Mobilität: Das Projekt „Fahrradstadt Karlsruhe“ wird als Programm für Aktive Mobilität weitergeführt. Im Fokus stehen die Umsetzung der BYPAD-Maßnahmen sowie ein langfristiger, iterativer Entwicklungsprozess. Der Fuß- und Radentscheid 2023 führte zu einem konstruktiven Austausch, aus dem fünf priorisierte Themenfelder hervorgingen (Vorlage 2024/0284). Ein jährlicher Monitoringbericht informiert über Fortschritte – der nächste am 22. Mai 2025. Konkrete Maßnahmen sind u. a. ein Reallabor in der Sophienstraße (1. Juli–7. Okt. 2024) und die überarbeitete Flächenaufteilung der Weiherfeldbrücke, die 2025 beschlossen werden soll. ▪ Nachhaltiges Parkraumkonzept: Seit September 2024 ist das Projektteam für ein nachhaltiges Parkraummanagement aktiv. Erste Erhebungen und ein Pilotprojekt an der westlichen Kriegsstraße laufen, ein umfassendes Konzept entsteht im Rahmen des „Park.Raum.Dialogs“. Der Abschlussbericht wird Mai 2025 erwartet. Eine stadtweite 11 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Datenerhebung ist notwendig und wird ausgeschrieben. Politische Beschlüsse sind für Ende 2025 geplant, Reallabore mit Bürgerbeteiligung frühestens ab 2026 möglich. Ausblick Die Zukunftsprojekte „Aktive Mobilität“ und „Nachhaltiges Parkraummanagement“ werden fortgeführt. Künftig werden alle Mobilitätsaktivitäten unter dem neuen Begriff „Stadtraum“ kommuniziert. Dieser bündelt Maßnahmen rund um Mobilität, öffentlichen Raum und Lebensqualität in einem verständlichen Rahmen. Es gibt aktuell Überlegungen, die Aktivitäten der Stadt Karlsruhe im Bereich Wohnen ebenfalls in diesem Zukunftsthema zu bündeln und zu verstärken. Hierzu stehen gegenwärtig jedoch keine zusätzlichen Ressourcen zur Verfügung. 12 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 III.Sachstände und Ausblicke der Zukunftsthemen und Zukunftsprojekte 1. Zukunft Innenstadt 1. Allgemeine Informationen zum Zukunftsthema Verantwortlicher Dezernent: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Beauftragte für das Zukunftsthema: Ulrike Höltzel Ziele: ▪ Die Innenstadt mit Schloss, Fächergrundriss und Plätzen ist Identifikationspunkt und Visitenkarte der Stadt – vom Mühlburger Tor bis Durlacher Tor, Schlossgarten bis Stadtgarten. ▪ Mit ihrer einzigartigen Vielfalt und Qualität präsentiert sich die Innenstadt als unverwechselbarer, internationaler, attraktiver Ort für Leben und Erleben, Einkaufen und Begegnung. Zukunftsprojekt Zukunftsprojektverantwortliche*r Status / Aktuelle GR-Beteiligung Aktionsplan City 2020-2026 / City- Transformation Dr. Andrea Hammer (AfSta) / Alexander Zug (Wifö) / Andreas Mangold (Bundesförderung, AfSta) Ein substantieller Teil der Maßnahmen im Aktionsplan City 2020-2026 ist im vom BMWSB geförderten Projekt „City-Transformation“ (Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ - ZIZ) enthalten und wird damit maßgeblich aus Bundesmitteln finanziert. Der Hauptausschuss wurde im April 2025 über die Verstetigungsbedarfe nach Ende des ZIZ-Förderzeitraums (31. August 2025) informiert. Sanierungsgebiete Innenstadt Sybille Rosenberg (StplA) Wird fortgeführt Förmliche Festlegung Innenstadt Ost durch GR 20.03.2018; Aufnahme in das Bund-Länder-Programm ASP (jetzt LZP) und Bewilligung einer Finanzhilfe von 4,2 Mio. Euro Sanierungsbeirat durch GR Beschluss 22.01.2019 Sitzungen des Sanierungsbeirates 19.02.2019 13 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 04.03.2020 16.03.2021 23.03.2022 14.07.2023 26.06.2024 Sanierungsauftaktveranstaltung am 10.07.2019 Öffentlichkeitsveranstaltungen 25.11.2019 Angrenzerworkshop zum Kronenplatz 30.07.2020 Vernetzungstreffen Kronenplatz 28.09.2020 Infostand zu Begrünung auf dem Kronenplatz 30.09.2020 Infostand zu Begrünung auf dem Lidellplatz 16.10.2021 Hofrundgang 17.07.2024 Informationsveranstaltung Sachstand mit dem Schwerpunkt Gestaltungsplanung „östliche Kaiserstraße“ 11.12.2024 Informationsveranstaltung zum Wettbewerbsverfahren zur Entwicklung des Postgiroareals Aufnahme Sanierungsgebiet Kaiserstraße-West in das Landessanierungsprogramm (LSP) im Juni 2022 und Bewilligung einer Finanzhilfe von 4,8 Mio. Euro Förmliche Festlegung des Sanierungsgebiets durch Gemeinderatsbeschluss am 25.10.2022 Sanierungsbeirat durch GR Beschluss 27.06.2023 Sitzungen des Sanierungsbeirates: 12.10.2023 15.10.2024 Sanierungsauftaktveranstaltung am 08.02.2023 Öffentlichkeitsveranstaltungen 28.02.2024 Informationsveranstaltung zu den Planungen in der westlichen Kaiserstraße, Europaplatz/Karlstraße, Forum 14 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 St. Stephan, Wettbewerbsverfahren Friedrichsplatz Öffentlicher Raum und Mobilität der Innenstadt (ÖRMI) Heike Dederer (StplA) Die vom ÖRMI-Bericht getroffenen Empfehlungen wurden in einen Umsetzungskatalog überführt und im Herbst 2024 mit den betroffenen Dienststellen abgestimmt. Die Maßnahmen sollen damit in die laufenden Planungen bzw. das Tagesgeschäft der Stadtverwaltung eingehen. Über den Aktionsplan City bleiben die Maßnahmen weiterhin sicht- und kontrollierbar. ÖRMI ist damit abgeschlossen. My City. My Place Christian Gotzmann (StJA) Nicolai Börckel (stja) Wird fortgesetzt Empfehlung zur Durchführung als Zukunftsprojekt bei „Zukunft Innenstadt“ im SozA 08.07.2020 Etatisierung im HH 21 durch GR Seit Januar 2024 engere Anbindung an die Fachstelle Jugendbeteiligung Etablierung als Thementisch bei der Karlsruher Jugendkonferenz 2. Resümee zum Zukunftsthema 2.1 Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen (Wo stehen wir mit unserem Zukunftsthema und den Zukunftsprojekten? Das waren unsere größten Erfolge, Erkenntnisse und Lernerfahrungen.) Im Jahr 2024 waren die zentralen Themen die Umsetzung der Maßnahmen mit Bundesförderung und weitere Vernetzung der Akteur*innen. Das Kommunikationskonzept wurde weiterentwickelt und mit dem neuen, übergreifenden Auftritt der IQ Themen abgestimmt. In diesem Zusammenhang erfolgte auch eine konzeptionelle Fortentwicklung des Austauschformats „Forum Zukunft Innenstadt“. Große Projekte von privaten Investoren wie Midstad oder die Umgestaltung des ehemaligen Modehauses Schöpf wurden in diesem Rahmen begleitet, ebenso wie die weitere Entwicklung des Galeria Standorts Aktionsplan City 2020-2026 / City-Transformation Die fortlaufende Weiterführung des Aktionsplans City 2020-2026 konzentrierte sich weiterhin auf das Projekt „City-Transformation“ im Rahmen des Bundesförderprogramms 15 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“. In diesem Projekt ist eine Vielzahl von Elementen aus dem Aktionsplan verortet, ergänzt durch weitere, sich aus der Fördersystematik ergebende Maßnahmen. Im Jahr 2024 erfolgte eine Konzentration auf die Aktivierung und Vernetzung der verschiedenen Innenstadtakteure, die operativ von den Quartiersmanagements umgesetzt wurde. Zentrale Elemente waren hierbei quartalsweise Quartierskonferenzen, aber auch die konkrete Arbeit mit den Quartiersbudgets. Dabei handelt es sich um Verfügungsfonds, aus denen akteursgetragene Aktionen finanziert werden können, die auf die jeweiligen Entwicklungsziele der Quartiere einzahlen. Bis zum Ende des Förderzeitraums am 31. August 2025 laufen diese zentralen Elemente weiter, wie auch beispielsweise die seit längerem etablierten Anmietungsmodelle, die Unterstützungsleistung des Quartiersarchitekten sowie die Unterstützung der Quartierakteur*innen im Bereich des digitalen Marketings und der Öffentlichkeitsarbeit. Ergänzt werden diese strukturellen beteiligungsorientierten Elemente durch Untersuchungen und Konzepterstellungen wie zum Beispiel eine Pilotplanung im Rahmen des Entsiegelungskonzeptes Innenstadt, einer Konzeption zur zukünftigen Weihnachtsbeleuchtung oder zur Nutzung der Gewerbeflächen im Technischen Rathaus. Mit zwei Quartiersimpulsen finden nochmals Interventionen im öffentlichen Raum statt. Zum einen auf dem Stephanplatz zur Überwindung der Trennwirkung der Karlstraße und einer besseren Lageanbindung der Südlichen Waldstraße. Zum anderen auf der neu gestalteten Kaiserstraße im Abschnitt zwischen Lammstraße und Ritterstraße. Die Akteur*innen werden jeweils in die Konzeption eingebunden. Sanierungsgebiete Innenstadt Die KFG hat einen Generalsanierungsplan für das Jubez, aufgestellt. Die interne Umstrukturierung und Verlegung der Werkstätten ins Erdgeschoss soll sich belebend auf den südlichen Kronenplatz auswirken und die Funktionalität verbessern. Die Sanierung soll in Bauabschnitten ab 2025 umgesetzt werden. Der Antrag für das Sonderprogramm „Soziale Integration im Quartier“ hatte in 2024 leider keinen Erfolg. Der Antrag wird in 2025 nochmals gestellt und mit den Bewilligungsstellen des Landes Baden-Württemberg abgestimmt, um die Finanzierung der angestrebten Maßnahmenpakete sicher zu stellen. Die Neuordnung des Markgräfliches Palais am Rondellplatz wurde auf Grundlage des ersten Preisträgerkonzeptes von Staab Architekten aus Berlin begonnen. Im April 2025 findet das Richtfest statt. Die Gremien haben sich dafür ausgesprochen, den Abriss des ehemaligen Postgiroamtes und eine Neuordnung des Grundstücks mitzutragen, um die angestrebte städtebauliche Verknüpfung rund um das Ettlinger Tor umsetzen und an dem Standort Wohnen etablieren zu können. Zudem wurden die stadträumlichen Rahmenbedingungen zur Entwicklung des Postgiroareals geklärt. Am 11.12.2024 fand eine Informationsveranstaltung zum Wettbewerbsverfahren, das von der Firma Unmüssig als Grundstückseigentümerin in enger Abstimmung mit der Stadtverwaltung durchgeführt wird, statt. Der Öffentlichkeit wurde Gelegenheit gegeben, die städtebaulichen Rahmenbedingungen und die Inhalte der Auslobung zu diskutieren. Der Gemeinderat hat am 17.12.2024 die Wettbewerbsauslobung als Grundlage für das weitere Verfahren beschlossen. Das Wettbewerbsverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Stufe wird ein Einladungswettbewerb mit 17 vorab benannten teilnehmenden Architekturbüros in einem anonymisierten Verfahren durchgeführt. Angeschlossen wird eine zweite Stufe in Form einer Mehrfachbeauftragung mit mindestens 5 Teilnehmer*innen. Die Anonymität der Verfasser*innen wird dabei aufgehoben. Vor der 16 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 abschließenden Jurysitzung findet am 03.11.2025 eine öffentliche Präsentation der Arbeiten der 2. Stufe durch die voraussichtlich 5 Büros statt. Am Folgetag findet die abschließende Jurysitzung statt. Daraufhin erfolgt eine Ausstellung der gesamten Entwürfe. Das Modehaus Schöpf wird nicht wie ursprünglich geplant im laufenden Betrieb umgebaut. Mit Gründung der Büchner-Schöpf-Stiftung wurde entschieden, die Nutzungen im Gebäude aufzugeben, um das „Carl-Schöpf-Haus“ umzustrukturieren. Angekündigt sind rund zwei Jahre Umbau, so dass 2027 die Neubelegung erfolgen könnte. Das ehemalige AWO- Pflegeheim am Fasanenplatz hat seit 2023 einen neuen Eigentümer, der den Gebäudekomplex mit Ausschöpfung von Aufstockungspotentialen für rund 120 kleine Wohneinheiten umbaut und mit dem Liegenschaftsamt Belegungsverpflichtungen vereinbart hat. Die Planung zur Umgestaltung der östlichen Kaiserstraße zwischen Berliner Platz und Durlacher Tor wurde weiter konkretisiert und ein Gestaltungsplan erarbeitet, der im Rahmen einer Informationsveranstaltung zum Sachstand des Sanierungsgebietes Innenstadt Ost zur Diskussion gestellt wurde. Die Abstimmungen mit den Fachämtern und Verkehrsbetrieben laufen. Sobald von der Technischen Aufsichtsbehörde eine Grundsätzliche Zustimmung zum geplanten Umbau vorliegt, soll der notwendige planfeststellungsersetzende Bebauungsplan vorangetrieben werden. Aufgrund der komplexen Abstimmungs- und Verfahrensbedarfe zeichnet sich ab, dass die Umsetzung nicht wie geplant in 2027 erfolgen kann. Zur Umsetzung wird eine Verlängerung des Bewilligungszeitraums erforderlich werden. Die Planungen zur Umgestaltung des Anliegerbereichs der Kapellenstraße wurden konkretisiert und dem Planungsausschuss erneut vorgelegt. Die Umsetzung soll in 2027 erfolgen. Zur Umgestaltung der westlichen Kaiserstraße wurden die Planungen konkretisiert und der Öffentlichkeit am 28.02.2024 zur Diskussion gestellt. Als Baumaßnahme der KASIG soll in 2024/25 der Straßenabschnitt zwischen Leopold- und Hirschstraße im Zuge der Herstellung der neuen S-Bahn-Haltestelle neugestaltet werden. Für den Abschnitt zwischen Hirsch- und Douglasstraße wurde eine Vorplanung erarbeitet, die aktuell intern abgestimmt wird. Mit der angestrebten Bündelung der Haltestelle in der Karlstraße müssen die Planungen für den Europaplatz sowie die Karlstraße zwischen Akademie- und Amalienstraße neu konzeptioniert werden. Parallel wird über die Verkehrsbetriebe das notwendige Planfeststellungsverfahren durchgeführt. Die Neuordnung des Kirchenareals Sankt Stephan durch die katholische Gesamtkirchengemeinde wird im Frühjahr 2025 begonnen. Das Bewertungsgremium zum VgV-Verfahren zur Erweiterung des Ständehauses unter Einbeziehung des angrenzenden Erweiterungspotentials hat am 19.03.2025 getagt. Nach der anschließenden Verhandlungsstufe soll ein Büro mit der Objektplanung beauftragt werden. Die Umsetzung der Maßnahmen soll im laufenden Betrieb innerhalb der Sanierungslaufzeit umgesetzt werden. Das Wettbewerbsverfahren zur Umgestaltung des Friedrichsplatzes wurde bis zur Klärung statischer Fragestellungen und Kostenübernahmepflichten für notwendige Tiefgaragensanierungen zurückgestellt, obwohl die Wettbewerbsauslobung abgestimmt vorlag. Der Rathausumbau ist im vollen Gange. Finanzhilfen in Höhe von rund 1,44 Mio. Euro konnten hierfür abgerufen werden. Ebenso konnten für den Umbau der Kaiserstraße bislang insgesamt rund 1,3 Mio. Euro abgerufen werden. In beiden Sanierungsgebieten wurden bislang rund 30 Beratungsgespräche zu Gebäudemodernisierungen und Fördermöglichkeiten durchgeführt. Sechs private Gebäudesanierungen wurden abgeschlossen, u.a. die VOWO-Projekte in der Zähringer Straße 74 und ein privates Projekt in der Kaiserstraße 156 am Europaplatz. 17 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 ÖRMI Die Maßnahmenempfehlungen des Abschlussberichts sind über das Jahr 2023 in einen Umsetzungsplan überführt worden, welcher 2024 fertiggestellt wurde. Die Aufgaben für die Verwaltung werden darauf basierend mit den zuständigen Dienststellen abgestimmt und entsprechend der vorhandenen Kapazitäten und Ressourcen angegangen bzw. bei schon laufenden Planungen berücksichtigt – etwa bei der Wettbewerbsauslobung um den Friedrichsplatz. Das Projekt „ÖRMI“ als Erstellung eines Rahmenplanes für die Innenstadt ist somit beendet. MyCity.MyPlace MyCity.MyPlace. arbeitet weiterhin mit Themengruppen, in denen Jugendliche (14-27 Jahre) ihre Ideen und Bedarfen für eine zukunftsfähige Innenstadt entwickeln. Die Schwerpunkte sind unter anderem (Rad-)Verkehr, gesellschaftliche Pluralität und Jugendkultur. Diese Themen spiegeln die Lebenswelt der Jugendlichen wieder. Seit Januar 2024 ist MyCity.MyPlace. enger mit der Fachstelle Jugendbeteiligung verbunden. Diese Anbindung hat sich als äußert positiv erwiesen, da sie die Vernetzung mit stadtweiten Jugendbeteiligungsstrukturen fördert und neue Synergien entstehen lässt. Ein Erfolg ist die Verstetigung des Thementisches „MyCity.MyPlace.“ innerhalb der Karlsruher Jugendkonferenz. Dadurch können Jugendliche auch bei dieser Veranstaltung ihre Anliegen regelmäßig einbringen und aktiv an der Gestaltung der Innenstadt mitwirken. Daneben wurden zwei jugendkulturelle Veranstaltungen – das Jugend.Kultur.Festival und der AnimeDay – etabliert. Darüber hinaus ist die Umsetzung der Regenbogenfläche in der Kaiserstraße im Frühjahr 2025 ein wichtiges Zeichen für die Jugendlichen, dass sie durch ihre Beteiligung am Stadtgeschehen etwas bewegen können. 2.2 Ausblick (Wie geht es weiter? Was wird für den Fortschritt bzw. erfolgreichen Abschluss der prioritären Zukunftsprojekte benötigt?) Im Herbst 2025 startet der zweite Bauabschnitt zur Neugestaltung der Kaiserstraße. Erste Baumpflanzungen sind erfolgt, der Lammbrunnen kehrte zurück an seinen Standort. Die Arbeiten erfolgen weiterhin in Abschnitten bis voraussichtlich 2028. Der Neubau des Projekts „Midstad“ (Peek & Cloppenburg) nimmt Gestalt an und soll weiterhin in 2026 fertig gestellt werden. Im gleichen Zeitraum vollzieht sich der Neubau rund um das Markgräfliche Palais. Abbruch und Neubau des Forums St. Stephan wurden im Frühjahr 2025 begonnen. Ein wichtiges Ziel wird daher sein, die Ansätze aus dem Bundesprojekt City Transformation über den Förderzeitraum hinaus zu verstetigen und die notwendigen organisatorischen Weichenstellungen hierfür vorzunehmen. Dies stellt in Zeiten der Haushaltssicherung eine große Herausforderung dar. Aktionsplan City 2020-2026 / City-Transformation Bis zum Ende des Förderzeitraumes am 31. August 2025 liegt ein Fokus auf der vollständigen Umsetzung der in der ZIZ-Förderung vorgesehenen Maßnahmen. Die bisherigen Erfahrungen im Rahmen des Projekts City-Transformation haben gezeigt, dass insbesondere die Quartiersmanagements sowie die Quartiersbudgets einen wertvollen Beitrag zur gemeinschaftlichen Entwicklung in der City leisten. Der Bedarf an Vernetzungsarbeit wird mit 18 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Ende der Förderung nicht gedeckt sein, denn noch haben sich nicht allen Bereichen tragfähige Akteurs- und Netzwerkstrukturen ausgebildet. Daher prüft die Verwaltung derzeit Möglichkeiten zur Verstetigung zentraler Elemente aus dem Projekt „City-Transformation“ nach dem Ende der Förderung. Hierbei stehen insbesondere die Quartiersmanagements und -budgets im Vordergrund. Im Laufe des Projekts „City-Transformation“ wurden aus Fördermitteln eine Reihe von Möblierungs- und Begrünungselementen für die Innenstadt angeschafft sowie deren Management finanziert. Dieses sogenannte „mobile Mobiliar“ hat einen nachweislich positiven Effekt auf die Attraktivität der Innenstadt. Insofern wird auch hier eine Verstetigung nach Förderende angestrebt. Perspektivisch wird darüber hinaus die Fortschreibung des Aktionsplans City 2020-2026 notwendig sein – auch um die im Projekt ÖRMI generierten Maßnahmen zu integrieren. Sanierungsgebiete Innenstadt In 2025 wird der Fokus auf der Konkretisierung folgender Projekte liegen: Nutzungs-/ Umgestaltungskonzept Kronenplatz im Zusammenspiel mit angrenzenden Projekten (jubez, Triangel) sowie den Vorschlägen aus dem Entsiegelungskonzept, Planungskonzept Umgestaltung Karl-Friedrich-Straße im Zusammenhang mit dem Um-/ Neubau Markgräfliches Palais, Wettbewerbsbegleitung Postgiroareal, Planung und Bebauungsplanverfahren östliche Kaiserstraße zwischen Berliner Platz und Durlacher Tor, Planung westliche Kaiserstraße/Europaplatz/Karlstraße. Die Sanierung des Technischen Rathauses und der Umbau der Kaiserstraße werden in Abschnitten vollzogen. Im Juli soll der 1. Bauabschnitt der Kaiserstraße offiziell eingeweiht werden. Aufgrund des nach wie vor bestehenden Interesses Privater, Gebäudesanierungsmaßnahmen umzusetzen, werden Beratungen durchgeführt und ggf. Modernisierungsverträge abgeschlossen. Mit den Immobilieneigentümern, die eine Vielzahl an Immobilien besitzen und mit denen sogenannte Abwendungsvereinbarungen geschlossen wurden, werden Gespräche zum Umsetzungsstand der Vereinbarungen wieder aufgenommen. Zur Umsetzung der geplanten Einzelprojekte ist die Bereitstellung der kommunalen Haushaltsmittel und der personellen Ressourcen erforderlich. Zur strategischen und langfristigen Sicherung der Sanierungsziele ist die aktive Anwendung des besonderen sanierungsrechtlichen Instrumentariums von besonderer Bedeutung. MyCity.MyPlace. Im Jahr 2025 wird MyCity.MyPlace. weiterhin die Jugendlichen bei der Umsetzung ihrer Ideen begleiten. Durch die Etablierung des Thementisches bei der Karlsruher Jugendkonferenz, können junge Menschen ihre Ideen regelmäßig mit Verwaltung und Kommunalpolitik diskutieren. Ein weiteres Highlight in diesem Jahr ist das Jugend.Kultur.Festival 2025 (28. Juni 2025) auf dem Kronenplatz. Die Veranstaltung soll Jugendkultur in die Innenstadt bringen und so ein Zeichen für jugendkulturelle Angebote im öffentlichen Raum setzen. Gleichzeitig soll die Veranstaltung den Jugendlichen die Möglichkeit bieten, weitere Ideen zur Innenstadtentwicklung zu äußern und gemeinsam mit MyCity.MyPlace. weiter zu verfolgen. Zur Unterstützung und Begleitung der Jugendlichen sind weiterhin kommunale Haushaltsmittel erforderlich. 19 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 2. Moderne Verwaltung 1. Allgemeine Informationen zum Zukunftsthema Verantwortlicher Dezernent: Bürgermeister Dr. Albert Käuflein Beauftragter für das Zukunftsthema: Frank Jösel Ziele: ▪ Die Stadtverwaltung ist verlässliche Partnerin für alle und bringt sich aktiv in die Stadtgesellschaft ein. ▪ Die Stadtverwaltung arbeitet engagiert mit einem hohen Anspruch an ihre Professionalität. Zukunftsprojekt Zukunftsprojektverantwortliche*r Status / Aktuelle GR- Beteiligung A) Dachmarke Personalmarketingkampagne Franziska Keller (POA) PA Ende 2023 zum Start des Projekts; PA am 12. Juli 2024; geplant: PA am 16. Juli 2025 B) Digital Booster Nora Kaiber (IT Amt) und von 12/24 – 6/25 Fr. Michelle Nohe (IT Amt IT-Kommission 20.10.23 Projekt im Zeitplan C) Urbane Datenplattform Sven Klenert (IT-Amt) und ab 7/25 Patrick Rother (IT-Amt) IT-Kommission 20.10.23 Projektverzögerung (+1J.) D) E-Ausgangsrechnungen und -Bescheide Torsten Dollinger und Claudia Hartmann (Stk) 2. Resümee zum Zukunftsthema 2.1 Sachstand (Wo stehen wir mit unserem Zukunftsthema?) 2.2 Ausblick (Wie geht es weiter?) Zukunftsthema gesamt Die Digitalstrategie der Stadt Karlsruhe hat zum Ziel, für den starken Digitalstandort Karlsruhe auch eine starke digitale und moderne Verwaltung bereitzustellen. Durch die IQ-Projekte erfolgt die Transformation der gesamtstädtischen Digitalstrategie in dienststellen-spezifische IT-Fachamtsstrategien (Digital Booster) sowie die Strukturierung eines modernen Datenmanagements (Urbane Datenplattform) im Smart City Kontext. Zudem werden strukturell wegweisende Technologien vorangebracht (E-Ausgangsrechnung) und identitätsstiftende Maßnahmen (Personalmarketingkampagne) etabliert. 20 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Zukunftsprojekte A) 2.1 In Zeiten des Fachkräftemangels ist es von besonderer Bedeutung, dass wir uns als attraktive Arbeitgeberin auf dem Arbeitsmarkt - und damit bei unseren vielfältigen Zielgruppen positionieren. Das IQ-Projekt Dachmarke Personalmarketingkampagne („eine verbindende Ausbildungs- und Personalmarketingkampagne“) fokussiert die Zielgruppe der potentiellen Bewerbenden und zukünftigen Auszubildenden bzw. Mitarbeitenden. Kreiert wird erstmalig eine Kampagne, die das Ausbildungs- und Personalmarketing verbindet und alle potentiellen Bewerber*innen anspricht sowie die Besonderheiten der Stadt als attraktive Arbeitgeberin und Ausbildungsbetrieb aber auch als Freizeit- und Lebensort präsentiert. Im Jahr 2024 haben wir uns auf die vorbereitenden Aktivitäten für das IQ-Projekt konzentriert. Unsere Bedarfe und unser Zielbild wurden klar definiert, eine Beteiligungsstrategie entwickelt. Neben einem neu einberufenen Fachbeirat, bestehend aus Amtsleitungen quer durch die Dezernate, haben wir auch den Gesamtpersonalrat, das Gleichstellungsbüro und die KME als Berater*innen entlang des gesamten Entwicklungsprozesses definiert. Mit der Teilnahme an der SLK im November 2024 konnten wir erreichen, dass unser Projekt bei der dortigen Zielgruppe (noch) bekannter wurde und haben gleichzeitig spannende Impulse zur Ausgestaltung der neuen Kampagne gewonnen. Auch hinter die Suche nach einer passenden Kreativagentur konnten wir einen Haken setzen. Nach einem zweistufigen Vergabeverfahren haben wir zum Jahresende 2024 den Vertrag mit der Kreativagentur MDCT aus Stuttgart unterschrieben, zum neuen Jahr fiel der Startschuss für die Zusammenarbeit. In der ersten Jahreshälfte 2025 wird – unter Einbezug unserer internen Ziel-gruppen – die Strategie des Außenauftritts entwickelt und festgelegt: Ein einzigartiger, sprachlicher USP, eine moderne Farbgebung und eine besondere Bilderwelt. 2.2 Bei der Hausmesse am 5. Juni 2025 lüften wir den Vorhang und machen die neue Ausbildungs- und Personalmarketingkampagne für unsere Kolleginnen und Kollegen erlebbar, bevor der externe Roll-out in der zweiten Hälfte des Jahres startet. B) 2.1 Beim Projekt „Digital Booster“ geht es in erste Linie darum, von der Digitalstrategie der Stadt ausgehend eine digitale Fachamtsstrategie an Hand ausgewählter Ämter abzuleiten (zunächst beim OA) als Blaupause für die Umsetzung in weiteren (möglichst allen) Dienststellen der Stadt. Hierbei wichtig sind auch die Themen Ausbildung der DCA (Digital Change Advisor), Ableitung von Potenzialen aus der Karlsruhe.App und der Umsetzungsroadmap. Nach einem erfolgreichen Planungsworkshop mit dem Kern- und erweiterten Projektteam, wurden Ziele (Meilensteine) festgelegt. Das weitere Vorgehen führt zu Abteilungsworkshops mit allen Abteilungen des OA. Vorgeschaltet wurde ein Amtsleiterworkshop (IT und OA) durchgeführt. In allen Workshops wurden die „white Spots“, also blinde Flecken der jeweiligen Abteilung anhand der Handlungsfelder der Digitalstrategie der Stadt Karlsruhe erarbeitet. Aufgrund dieser Ergebnisse wurden große übergeordnete Themen (z.B. die 1-Geräte- Strategie, die Homeoffice Strategie, ENAIO) für alle Abteilungen zusammengefasst. Im 21 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 November 2024 wurde das IQ Projekt „Digital Booster“ in der Führungskräftetagung des OA weiterbearbeitet und die Themen der Abteilungsworkshops in den einzelnen Abteilungen ergänzt. Ergebnis der Tagung waren Anträge für Projekte in allen Abteilungen des OA, die schnell umsetzbar sind (Quick-Wins). Die Projektanträge sind teilweise im Zeichnungslauf, teilweise bereits in der Umsetzung. Im September 2024 hat die erste DCA des OA die Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen. 2.2 Anfang 2025 hat eine Zieldefinition für die verbleibende Zeit des Projektes zwischen dem Projektteam und der Amtsleitung IT und OA stattgefunden. Als nächster Schritt werden nun die Ergebnisse aus Sicht des OA zusammengefasst. Diese Ergebnisse gehen im Anschluss an das Projektteam der IT, um daraus die Blaupause für andere Ämter zu erstellen. C) 2.1 Beim IQ-Zukunftsprojekt Urbane Datenplattform geht es um die Validierung und den Aufbau einer zentralen und sicheren Daten-Infrastruktur als Basis für eine zukünftige Smart City Karlsruhe. Die Aufgabe besteht im Kern darin, eine zentrale Datendrehscheibe für zukünftige datenbasierte Entscheidungen, Anwendungsfälle und Lösungen bereitzustellen, sowie die Handlungsfelder der integrierten Stadtentwicklung zu unterstützen. Weitere Nebenziele sind die Erhöhung der Datenkompetenz in der Stadtverwaltung, die Stärkung der Datensouveränität, sowie die Einbindung von Wissenschaft und Zivilgesellschaft durch die Bereitstellung von Offenen Daten. Nach dem Kick-Off wurde zuerst die Projektstruktur aufgebaut, Verantwortlichkeiten geklärt und sich auf eine agile Arbeitsmethode nach SCRUM festgelegt. Im zweiten Schritt ging es dann darum, die Ziele noch einmal S-M-A-R-T zu definieren und einen ersten Meilensteinplan aufzusetzen. Daraus abgeleitet wurde eine Roadmap über die gesamte Projektlaufzeit erarbeitet. Nachdem die drei Handlungsfelder „Technik und Infrastruktur“, „Datenmanagement“ und „Datenstrategie“ für das Projekt festgelegt wurden, begab man sich auf die Suche nach geeigneten Anwendungsfällen. Für einen prototypischen Aufbau wurden schnell die drei Anwendungsfällen „Klimadashboard“, „digitaler 3D-Klimazwilling“ und „Sozialdaten/Sozialatlas“ gefunden. Diese Anwendungsfälle werden in kleineren Arbeitsgruppen aktuell bearbeitet. Parallel dazu wurde ein Benchmark zum Thema Datenstrategien ausgearbeitet und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet. Im Handlungsfeld „Technik und Infrastruktur“ wurde ebenfalls begonnen ein Benchmark der bereits in anderen Kommunen etablierten Plattformen zu erarbeiten. Dabei kamen wir mit der Stadt Freiburg ins Gespräch, die zu den geförderten Smart City Kommunen gehört und bereits eine Urbane Datenplattform „Daten: Raum: Freiburg“ aufgebaut hat. Durch die Förderung hat die Stadt Freiburg die Auflage, dass die erarbeitete Lösung interoperabel und auf andere Kommunen übertragbar sein muss. Es finden daher aktuell Sondierungen mit der Stadt Freiburg statt, wie die beiden Städte künftig zusammenarbeiten können und die von Freiburg erarbeitete Lösungen für die Stadt Karlsruhe nutzbar gemacht werden kann. 2.2 Um erste Ergebnisse auf der Hausmesse präsentieren zu können, werden derzeit die ersten Anwendungsfälle entsprechend aufbereitet. Neben den bereits erwähnten Gesprächen mit der Stadt Freiburg und dem damit verbundenen Aufbau der fehlenden Infrastrukturkomponenten für eine urbane Datenplattform, werden wir uns weiter mit der Ist- 22 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Analyse der „Datenschätze“ und der Auflösung der „Datensilos“ beschäftigen. Hier planen wir aktuell das strategisch wichtige Thema „Daten“ über die DCAs in das Bewusstsein der jeweiligen Ämter zu rücken. D) 2.1 Das Projekt Digitalisierung des Ausgangsprozesses für Rechnungen und Bescheide, durch das der Papier-Versand durch einen elektronischen Versand / eine Bereitstellung abgelöst wird und der papierbasierte Prozess der Rechnungsverbuchung künftig voll systemunterstützt erfolgen soll, wird aufgrund der großen Komplexität jahresweise geplant. Von 2023 bis ins erste Quartal 2024 wurde die Ist-Situation in allen Dienststellen aufgenommen. Im Jahr 2024 wurden die Ergebnisse aus der Ist-Aufnahme analysiert und mögliche Lösungsansätze identifiziert. Es fanden verschiedene Gespräche mit der Amtsleitung und Führungskräften des IT-Amts sowie Komm.ONE statt. Gegenstand der Gespräche waren die Erkenntnisse aus den Ist-Analysen sowie die Diskussion erster Ansatzpunkte. Zur weiteren Konkretisierung und späteren Priorisierung dieser Ansatzpunkte wurde auf Seiten des IT Projektmanagement Office eine Projektstelle geschaffen, die seit September 2024 besetzt ist. Das Projekt wurde fortlaufend durch flankierende Kommunikationsmaßnahmen innerhalb der Stadtverwaltung begleitet (z.B. regelmäßige Newsletter, Informations-veranstaltungen, Lenkungsgruppe). Zudem fand in 2024 erstmalig eine nach außen gerichtete Kommunikation an die potenziellen Nutzer*innen statt: auf der Bunten Nacht der Digitalisierung konnten sich alle interessierten Bürger*innen über das Projektvorhaben informieren und ihre Wünsche an einen, aus Bürgersicht gelungenen Prozess formulieren. Zudem ist das Projektteam bei aktuellen Digitalisierungsvorhaben von Dienststellen und Gesellschaften mit den Verantwortlichen im regelmäßigen Austausch. So können die Anforderungen aus Sicht der E-Ausgangsrechnung bereits in der Ausschreibung bzw. bei bereits beauftragten Vorhaben noch in der Umsetzung berücksichtigt werden (z.B. Bibliotheksmanagement-Software der Stadtbibliothek, Hallenverwaltungssoftware und Anmeldeportal für Ferien- und erweiterte Nachmittagsbetreuung beim Schul- und Sportamt) 2.2 Seit 2025 ist das IT-Amt mit zwei Kolleg*innen Teil des Projektkernteams. Gemeinsam werden Ansätze und Ideen verfeinert und technische Umsetzungsmöglichkeiten evaluiert. Dabei wird die Komplexität des Projekts deutlich: es gibt zahlreiche Verbindungen zu Projekten im Bereich E-Government (z.B. sichere digitale Identitäten, qualifizierte elektronische Signatur) und Abhängigkeiten zu notwendigen Vorarbeiten (z.B. Stammdatenharmonisierung in den Fachverfahren). Deshalb werden derzeit v.a. kompakte Quick-Wins bei den Dienststellen fokussiert wie bspw. die Machbarkeitsstudie einer Schnittstelle zwischen service-bw und enaio am Beispiel der Hundesteuer oder die Digitalisierung der Antragsstrecke über Webformular in Verbindung mit E-Payment- Bezahlmöglichkeiten per Vorkasse. Auch in 2025 wird regelmäßig über den aktuellen Projektstand informiert, u.a. auch auf der diesjährigen Hausmesse. 23 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 3. Soziale Stadt 1. Allgemeine Informationen zum Zukunftsthema Verantwortlicher Dezernent: Bürgermeister Dr. Martin Lenz Beauftragter für das Zukunftsthema: Faris Abbas Ziele: ▪ Moderne und zukunftsfähige Schulen ▪ Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger Zukunftsprojekt Zukunftsprojektverantwortliche*r Status / Aktuelle GR-Beteiligung Bunte Stadt – Lernorte für kulturelle Vielfalt und Demokratie Ulrike Settelmeyer (KA) Verstetigt ab Juli 2025 mit 50 % Beraten im Kulturausschuss am 10. Oktober 2024 Durchgängige Sprachbildung Miriam Denninghaus (BfI) Wird überführt in neues IQ- Projekt „Bildung für Zugewanderte“ Bildungscampus Weststadt Eva Bochnitschek (KONS) Wird fortgeführt Aktuelle Informationen fortlaufend im VR KONS, zuletzt am 08.05.2025 2. Resümee zum Zukunftsthema 2.1 Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen (Wo stehen wir mit unserem Zukunftsthema und den Zukunftsprojekten? Das waren unsere größten Erfolge, Erkenntnisse und Lernerfahrungen.) Bunte Stadt Um eine integrative Gesellschaft zu fördern, haben Kommunen beziehungsweise die Öffentliche Hand gemeinsam mit Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft neue Wege finden, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken und die Herausforderungen unserer Zeit zu bewältigen. An dieser Erkenntnis setzt das Projekt Bunte Stadt mit seiner stadtteilbezogenen Kulturarbeit an. Sie agiert dabei auf Augenhöhe und bindet Partnerinnen und Partner aus bestehenden Netzwerken, aus Schulen, Bürgervereinen, Vereinen und Initiativen, aus Kirchen und Verbänden von vorne herein in Planung und Konzeption ein; es setzt an bestehenden Interessen an und agiert verbindlich, auf Augenhöhe und zuverlässig. Das Projekt fokussiert eine Mobilisierung des Ehrenamts – „Hilfe zur Selbsthilfe – und konzipiert somit nachhaltig. Kulturelle Stadtteilarbeit fördert nicht nur das Zusammenleben im Quartier, sie versteht sich als aktive Stärkung des Ehrenamts vor Ort, als Empowerment der Bewohnenden, als 24 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 identitätsstiftendes Moment, und nicht zuletzt erreicht sie Menschen, die bislang von den traditionellen Kulturangebot in den Zentren nicht erreicht wurden. Die durchweg positiven Erfahrungen in Oberreut und Daxlanden zeigen, dass das Konzept auf fruchtbaren Boden fällt. Aktuelle Beispiele von Projekten der Bunten Stadt: ▪ Oberreut DeLuxe 2021, 2022, 2024 und 2025 Ein temporäres Kunst- und Begegnungsprojekt in Kooperation mit der ph Karlsruhe in Daxlanden und Oberreut. Findet im Juli 2025 in Mühlburg statt, gefördert durch die Sparkasse Karlsruhe. ▪ Lesung im Rahmen der Karlsruher Literaturtage (2021, 2022, 2024) im Ökumenischen Gemeindezentrum Oberreut, eine Kooperation mit dem Literaturmuseum Karlsruhe. ▪ Aufführung der „Raumforscher*innnen in Kooperation mit dem Badischen Staatstheater und Werkraum Karlsruhe. ▪ Kostenloses Mitmachangebot des Kinderzirkus Maccaroni an vier Wochenenden im Frühjahr 2024 auf dem Grünstreifen Oberreut, in Kooperation mit dem Stadtjugendausschuss Karlsruhe. Das Projekt wurde mittlerweile verstetigt und findet wöchentlich den der Weißen Rose statt. ▪ Teilnahme am Europäischen Filmfestival der Generationen 2022, 2023 und 2024, Kooperation mit der Sozial- und Jugendbehörde. ▪ Realisierung des Musicals „Die Kinder aus Oberreut“ durch die Stadtteilgruppe Kultur Oberreut mit über 100 Beteiligten aus dem Stadtteil. Das Projekt wurde 2023 finanziell gefördert durch das Bundesprogramm „Partnerschaften für Demokratie“ sowie durch die Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe (2024). ▪ Projekt „Grenzenlose Theaterkunst“, bei dem die Federführung bei der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland liegt. 2022: Oberreut, seit 2023: Daxlanden ▪ Kooperation mit dem Jungen Staatstheater 2023 sowie 2024 in Daxlanden ▪ Kooperation mit Tiyatro Dialog in Daxlanden (2024) ▪ Kostenloser Improvisationstheaterkurs in Daxlanden in Kooperation mit der Diakonie. (2025) Durchgängige Sprachbildung Die Durchgängige Sprachbildung ist die essentielle Basis für die Gestaltung der Übergänge im formalen und non-formalen Bildungsbereich. Bedingt durch die Tatsache, dass Karlsruhe 2022 aufnehmende Kommune für Geflüchtete aus der Ukraine geworden ist, ist der Bedarf an Sprachbildung im Kindergarten- und Schulalter massiv gestiegen. Dies wurde aufgrund der oben genannten aktuellen Rahmenbedingungen entsprechend fokussiert und Schwerpunktbereiche mit verschiedenen konkreten Maßnahmen (Pilotprojekt „Kindersprachkurse und Elterntreff“, Einrichtung Clearingstelle VABO etc.) gebildet, die auch im Integrationsausschuss vorgestellt wurden. Diese Maßnahmen werden fortgeführt. Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass es eines umfassenderen Konzeptes „Bildung für Zugewanderte“ bedarf, in das auch weitere Themen wie schulische Bildung für Zugewanderte (z.B. VKL und VABO Klassen), Gestaltung der Übergänge und Elternbildungsangebote einfließen. Die hierfür erforderliche Modifizierung des IQ Projekt befindet sich aktuell in der Konzeptionsphase und soll zu 2026 in die Umsetzung starten. 25 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Bildungscampus Nach dem Einzug des Badischen KONServatoriums in sein neues Musikschulgebäude - und somit auch physisch auf den Bildungscampus - konnte die Zusammenarbeit unter den drei Häusern weiter intensiviert werden. Nach der großen Eröffnungswoche des KONServatoriums, an der auch die Bildungscampus-Partner teilgenommen haben, wurde am 10. Mai 2025 das große Eröffnungsfest des Bildungscampus Weststadt mit einem gemeinsamen Kinder-Musical gefeiert. Erstmals wurde ein gemeinsames Hoffest mit weiteren Kooperationspartnern (dm, Budo-Club) sowie den Tag der offenen Tür aller drei Häuser zum Kennenlernen der Angebote durchgeführt. Das Songwriting Format #musikverbindet für benachteiligte Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren konnte für das Jahr 2024 eine weitere Förderung von „Kultur macht stark“ in Höhe von 18.136,50 € erhalten. Das Projekt läuft seit Januar 2024 weiter und wird sich sowohl bei der BC-Eröffnung als auch zum zweiten Mal beim Jugend.Kultur.Festival präsentieren. 2.2 Ausblick (Wie geht es weiter? Was wird für den Fortschritt bzw. erfolgreichen Abschluss der prioritären Zukunftsprojekte benötigt?) Bunte Stadt Die Erfahrungen aus der Bunten Stadt, deren Konzept am treffendsten mit Kultur in der Sozialräumlichkeit zu bezeichnen ist, stellt ein zeitgemäßes wie notwendiges Tätigkeitsfeld dar, das noch vor 10 Jahren keine Erforderlichkeit beanspruchte. Aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklungen und den daraus resultierenden Bedarfen nach Förderung von Zusammenhalt, Partizipation, Gemeinschaft und Identifikation, fallen hier neue Aufgaben an. Das Kulturamt leitet aus der erfolgreichen Arbeit die Notwendigkeit ab, die Erfahrungen und Erkenntnisse des Projekts künftig in seine allgemeine Förderarbeit und Förderrichtlinien zu übernehmen. Sozialräumlichkeit, das Aufsuchen der Menschen in ihrer Umgebung unter Einbeziehung bekannter Orte, Strukturen, und Schlüsselpersonen sind ausschlaggebend für den Erfolg von Partizipation. Daher ist es Ziel, aus dem Projekt eine konsequente Vorgehensweise der Stadt zu entwickeln und als dauerhaften Bestandteil der städtischen Kultur- und Sozialpolitik zu etablieren. Das Projekt wurde nach sechs Jahren verstetigt und wird ab dem 1. Juli eine Daueraufgabe mit einem Stellenanteil von 50 % sein. Durchgängige Sprachbildung Der bedarfsorientierten Schwerpunkte der Durchgängigen Sprachbildung werden in 2025 sein: ▪ Die Umsetzung des Rechtsanspruches auf Ganztag in der Grundschule ab dem Schuljahr 2026/27 in Zusammenarbeit und enger Abstimmung mit dem Schul- und Sportamt ▪ Die damit verbundene aktuell notwendige Konzentration der Durchgängigen Sprachbildung auf den Bereich Übergang Kita-Grundschule 26 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 ▪ Die Sprachförderung für Kinder ohne Kindergartenplatz im Vorschulalter ▪ Die Weiterentwicklung von Sprachkursen für Eltern mit Kinderbetreuung ▪ Die Ausgestaltung von Sprachförderangeboten, die die Angebote von Bund und Land bedarfsdeckend flankieren. In 2026 soll eine Überführung in ein IQ-Projekt „Bildung für Zugewanderte“ erfolgen. Bildungscampus Das IQ-Projekt soll verlängert werden, die Projektleitungsstelle läuft zum Februar 2026 aus. Mit der Verlängerung strebt das Projektteam auch eine „Standortbestimmung“ bzw. Evaluation der bisherigen Projektentwicklung an: Wo steht das Projekt? (Angebote? Zielgruppen? Imagegewinn?) Was sind die nächsten Schritte? Wo wollen wir mittelfristig hin? Über diese Standortbestimmungen sollen konkrete weitere Maßnahmen zur Umsetzung für die Arbeitsgruppe entwickelt werden. Ein zentraler Erfolgsfaktor kann die Einrichtung von Stellenanteilen für das Projekt Bildungscampus an der vhs und dem ibz sein. Da diese nicht über IQ abgebildet werden können, sind die Häuser angehalten, hier entweder selbst Stellenanteile zu generieren bzw. Aufgaben umzuverteilen. 2025 soll auch die grundsätzliche Entscheidung getroffen werden, ob es auf dem Areal zu einem weiteren Bildungshaus in Zusammenarbeit mit dem Klett-Verlag bzw. zu einer Kita kommen kann. 27 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 4. Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt 1. Allgemeine Informationen zum Zukunftsthema Verantwortliche Dezernentin: Gabriele Luczak-Schwarz Beauftragte für das Zukunftsthema: Sabine Rapp I Kerstin Rudolph Ziel: ▪ Karlsruhe als innovativer und international geprägter Standort mit hoher Lebensqualität, der neue Entwicklungen in der Wirtschaft und Wissenschaft aktiv fördert, nutzt und kommuniziert. Leitprojekt Zukunftsprojektverantwortliche*r Status / Aktuelle GR-Beteiligung Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd Andrea Scholz (Wifö) Wird fortgeführt Regelmäßige Sachstandsberichte im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, zuletzt am 18.09.2024, erneut am 07.05.2025 Innenentwicklung und Flächen Bernhard Eldracher (LA) Wird fortgeführt Regelmäßige Sachstandsberichte im Umlegungsausschuss, zuletzt am 16.02.2023, sowie im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, zuletzt am 18.09.2024, erneut am 07.05.2025 Ausbau Kongressstandort Britta Wirtz (KMK) Wird fortgeführt Regelmäßige schriftliche Informationen und Sitzungen des gemeinderätlichen Begleitgremiums „Modernisierung Stadthalle“: 11.03.2024 und 14.11.2024 (jeweils mit Begehungen), Juni 2024 und Februar 2025 (jeweils schriftliche Information), Sachstandsbericht im Ausschuss für Wirtschaftsförderung zuletzt am 18.09.2024, erneut am 07.05.2025 karlsruhe.digital Carolin Engel (Wifö) Wird fortgeführt Regelmäßige Sachstandsberichte im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, zuletzt am 18.09.2024, erneut am 07.05.2025, zugleich Jahresbericht 28 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Aktionsprogramm Handwerk Hubert Hartmann (Wifö) Wird fortgeführt Regelmäßige Sachstandsberichte im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, zuletzt am 18.09.2024, erneut am 07.05.2025 2. Resümee zum Zukunftsthema 2.1 Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen (Wo stehen wir mit unserem Zukunftsthema und den Zukunftsprojekten und -aufgaben? Das waren unsere größten Erfolge, Erkenntnisse und Lernerfahrungen.) Die Leitprojekte wurden auch 2024 auf Grundlage von Zielvereinbarungen inhaltlich vorangetrieben. Präsenzformate wurden kombiniert mit digitalen und hybriden Ansätzen. Mit der Kommunikationskampagne „Ort der Möglichkeiten“ wurden weitere Zukunftsorte in Karlsruhe in den Blickpunkt gerückt und verstärkt sichtbar gemacht. Die Kampagne wurde bspw. bei der Bunten Nacht der Digitalisierung am 7. Juni 2024 oder dem 40-jährigen Bestehen des FZI am 27. Februar 2025 umgesetzt. Weiterhin wird die Wirtschafts- und Wissenschaftsstadt mit einer Straßenbahnbeklebung – gemeinsam mit dem IQ-Zukunftsthema Zukunft Innenstadt – beworben. Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd Der Gemeinderat hat im Januar 2024 dem geänderten Nutzungsmix für das auf dem sogenannten Westgrundstück geplante Schwarzwaldtrio zugestimmt. Dadurch wurde auf Büronutzung zugunsten eines oberirdischen Mobilitätshubs für die baurechtlich notwendigen Stellplätze verzichtet. Auf dieser Grundlage fanden abschließende Kaufvertragsverhandlungen mit der Firma Kreer statt. Der Kaufvertrag wurde Anfang April 2025 notariell beurkundet. Weiteres Entwicklungspotenzial von insgesamt 14.425 qm besteht auf den städtischen Flächen in der Schwarzwaldstraße und der Fautenbruchstraße. Innenentwicklung und Flächen Quartier Lohfeld: Die von der Vonovia gestellten Bauanträge für den nordöstlichen Bereich des Lohfelds wurden positiv beschieden. Kürzlich wurde mit den bauvorbereitenden Arbeiten auf dem Grundstück begonnen. Durch die Entwicklung der noch freien Baufelder im südöstlichen Teil des Lohfeldes wird die Verbindung zwischen der Oststadt, dem Stadtboulevard und dem Oststadtkreisel geschaffen. Quartier westlich der Erzberger Straße – Zukunft Nord: Durch die Erschließungsarbeiten wird die Bebauung von allen Baufeldern nördlich des Quartiersplatzes bis Mitte 2026 ermöglicht. StriGeni – Strategische Innenentwicklung von Gewerbeflächen nachhaltig und innovativ: 2024 fanden im ersten betrachteten Gewerbegebiet „An der Roßweid/Greschbachstraße“ vier Veranstaltungen zu nachhaltiger Energieversorgung, Klimaanpassung, Stapelung, Mobilität etc. statt. Zusätzliche Anregungen der Unternehmen wurden in den weiteren Prozess aufgenommen. 29 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Ausbau Kongressstandort Die Messe Karlsruhe arbeitet konsequent an der strategischen Weiterentwicklung und marktorientierten Umsetzung von Kongress-, Messe- und Kulturformaten. Sie hat ihre Aquiseaktivitäten für das Anwerben (inter-) nationaler Kongressveranstaltungen verstärkt. Die Baustelle befindet sich auf der Zielgeraden zur Fertigstellung. In allen Bereichen der komplexen Baustelle wurde die Bautätigkeit intensiviert, damit die Modernisierung innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens abgeschlossen werden kann. Die Mitglieder des gemeinderätlichen Begleitgremiums konnten sich im März und November 2024 im Rahmen von Begehungen über den Baufortschritt informieren. Im Juni 2024 und Februar 2025 wurde der aktuelle Sachstand schriftlich mitgeteilt. karlsruhe.digital Die Initiative karlsruhe.digital setzte 2024 auf ganzheitliche Kommunikation mit dem Fokus auf der Smart City Karlsruhe und dem KI-Standort sowie auf IT-Fachkräftegewinnung mit 27 Messen, Recrutainment-Events und Plakatkampagnen. Die Bunte Nacht der Digitalisierung am 07.06.2024 machte unter der Schirmherrschaft des Innenministeriums Baden-Württemberg mit 65 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Kultur Digitalisierung sicht- und erlebbar und förderte den Austausch. Die Abschlussveranstaltung fand gemeinsam mit der KI-Allianz Baden-Württemberg statt. Die Expert*innen-Gruppen karlsruhe.digital trugen mit Messeauftritten u.a. bei der LEARNTEC und dem Smart City Expo World Congress, IT- Sicherheitsveranstaltungen und Vorträgen zur Weiterentwicklung des Digitalstandortes bei. Aktionsprogramm Handwerk Seit 01.01.2025 sind die Bausteine des IQ-Leitprojekts als Daueraufgabe in der Wirtschaftsförderung etabliert. Wichtig ist die Schnittstellenfunktion für die Kommunikation mit externen Akteur*innen wie Kreishandwerkerschaft, IHK, Agentur für Arbeit, DGB. Strategiefeld „Rahmenbedingungen verbessern“, Gründungen fördern“, „Innovationsförderung“: Weiterhin steht das Gründungs- und Gewerbezentrum für Handwerk und kleines produzierendes Gewerbe im Mittelpunkt. Strategiefeld „Netzwerke ausbauen“: Im Fokus steht das neu gegründete Netzwerk „Next Steps“, dessen Zielgruppe Studienzweifelnde/-abbrechende sind. Strategiefeld „Nachwuchsgewinnung“: Die craft.ROADSHOW wurde 2024 u.a. im Kletterzentrum des Dt. Alpenvereins durchgeführt und bei offerta, KSC-Familientag und Bunter Nacht der Digitalisierung präsentiert. Die Website www.craftroadshow.de und die craft.ROADSHOW-App wurden aktualisiert. Bis Ende 2024 wurde die App 4.374 Mal aufgerufen (Ende 2023: 4.225), die Website 2.000 Mal (Ende 2023: 1.800). 2.2 Ausblick (Wie geht es weiter? Was wird für den Fortschritt bzw. erfolgreichen Abschluss der prioritären Leitprojekte benötigt?) Die fünf Zukunftsprojekte waren von Anfang an auf die Dauer von mindestens sechs Jahren bzw. drei Doppelhaushalte ausgerichtet. Sie befinden sich in unterschiedlichen 30 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Umsetzungsphasen und werden weiterhin Schwerpunktthemen im Rahmen des Zukunftsthemas des Dezernats 4 sein. Begleitend wird das Kommunikationskonzept „Ort der Möglichkeiten“ zum Einsatz kommen, beispielsweise beim InnovationFestival @karlsruhe.digital am 17.10.2025 im ZKM. Entwicklungsquartier Hauptbahnhof Süd Die Bauarbeiten für das Hochhaus der Firma Kreer sollen im Frühjahr 2026 beginnen. „Hinterm Hauptbahnhof 3-5“ inkl. Hochhausgrundstück und Optionsgrundstück: Für das auf dem östlich angrenzenden Grundstück geplante Hochhaus für Büronutzung/Boarding House wurde mit dem Grundstückseigentümer eine Fristverlängerung zur Fertigstellung der Gebäude bis spätestens 31. Dezember 2028 vereinbart. Für das im Osten des Areals befindliche Optionsgrundstück wurde eine Fristverlängerung zur Fertigstellung der Gebäude bis spätestens 31. Dezember 2032 vereinbart, da sich diese Bebauung zeitlich an das Hochhaus anschließen soll. Hinsichtlich der städtischen Flächen in der Schwarzwaldstraße und der Fautenbruchstraße wird eine Gesamtbetrachtung erfolgen, die die aktuellen Rahmenbedingungen – auch verkehrlicher Art – berücksichtigt. Darauf aufbauend sind die nächsten Entwicklungsschritte zu planen. Innenentwicklung und Flächen Quartier Lohfeld: Im nordöstlichen Bereich des Lohfelds werden bis 2027 154 Wohnungen von der Firma Buwog gebaut, die zum Immobilienkonzern Vonovia gehört. Die freien Baufelder entlang der Ludwig-Erhard-Allee werden zurzeit teilweise für den Umbau des Badischen Staatstheaters und den Umbau der Kaiserstraße als Zwischenlager benötigt. Nach Abriss der zum Teil noch bestehenden Gebäude kann hier ein attraktives Sondergebiet mit lebendiger Mischung aus Wohnen sowie Büro- und Dienstleistungsnutzungen entstehen. Quartier westlich der Erzberger Straße – Zukunft Nord: Für die im Eigentum der Stadt befindlichen Baufelder 3 und 4 wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2025 die Ausschreibungsphase starten. StriGeni – „Strategische Innenentwicklung von Gewerbeflächen nachhaltig und innovativ“: Durch die Veranstaltungen im Gewerbegebiet An der Roßweid/Greschbachstraße hat sich ein Team aus vier großen Unternehmen im Gebiet gebildet, das künftig die Koordination des Netzwerks übernehmen wird. Ausbau Kongressstandort Die Modernisierung der Stadthalle ist wesentliche Voraussetzung für die Stärkung des Kongress- und Veranstaltungsstandorts Karlsruhe. Die entscheidende baurechtliche Abnahme ist ab Ende Juli 2025 vorgesehen, der Regelbetrieb wird wie geplant ab 2026 möglich sein. Im Rahmen des Zukunftsprojekts soll sodann eine schrittweise Gesamtbetrachtung des Festplatzes erfolgen. Zur geplanten Nutzung des Konzerthauses durch das Badische Staatstheater ab der Spielzeit 2028/2029 sind weitere Abstimmungen mit dem Land Baden- Württemberg erforderlich. Das Hotelgutachten 2024 bescheinigt dem Standort Karlsruhe ein quantitativ und qualitativ gutes Angebot und sieht mittelfristig keinen weiteren Bedarf an Übernachtungskapazitäten. Mit der Hotellerie tauscht sich die Messe Karlsruhe insbesondere im Rahmen eines Runden Tisches regelmäßig aus. 31 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 karlsruhe.digital Basierend auf den Zukunfts- und Strategieworkshops wird ein gemeinsames Thesenpapier des Steuerkreises finalisiert. Geplant sind u.a.: Gemeinschaftsstände auf der LEARNTEC und dem Smart City Expo World Congress, die Fokussierung auf Smart City- und KI-Inhalte inkl. Stärkung des Ökosystems und Erstellung eines KI-Mappings, ein Open Data Hackathon, Maßnahmen zur verbesserten (inter-)nationalen Positionierung und Wahrnehmung des Digitalstandorts, Besuche von 15 Fachkräftemessen und 9 Recrutainment-Events sowie die Fortführung der zugehörigen Marketingkampagne, um dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Das InnovationFestival @karlsruhe.digital bietet als hybrides Event am 17.10.2025 im Rahmen der KIT Science Week den besten digitalen Innovationen aus der TechnologieRegion die große Bühne. Aktionsprogramm Handwerk 2025 soll der Feldversuch für ein Gründungs- und Gewerbezentrum für Handwerk und kleines produzierendes Gewerbe auf dem Areal der Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA umgesetzt werden. Der Mietvertrag wird derzeit mit Michelin ausverhandelt. Die Stelle für das Zentrumsmanagement, das die inhaltliche Bespielung verantwortet, wurde ausgeschrieben. Auch 2025 wirbt die craft.ROADSHOW um Nachwuchskräfte: Am 28. März fand die Show an der Gutenbergschule statt. Geplant sind weitere Auftritte am 5. Juni an der Sophie-Scholl- Realschule und am 11. Juli an der Augustenburg Gemeinschaftsschule in Grötzingen. Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung des Netzwerks „Next Steps“ für Studienzweifelnde und -abbrecher am 20.02.2025 im TRIANGEL Open Space am Kronenplatz mit mehr als 30 Teilnehmenden ist eine zweite Ausgabe am 17. Juli geplant. Das Wirtschaftsgespräch mit dem Handwerk (Innungsmeister) findet weiterhin jährlich statt. 32 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 5. Grüne Stadt 1. Allgemeine Informationen zum Zukunftsthema Verantwortliche Dezernentin: Bürgermeisterin Bettina Lisbach Beauftragte für das Zukunftsthema: Bettina Baumann Ziele: ▪ Lebensqualität und eine grüne, gesundheitsfördernde Umgebung für zukünftige Generationen werden erhalten. ▪ Klimaneutralität, Schutz natürlicher Ressourcen sowie umwelt- und sozialgerechter Konsum bestimmen das städtische Handeln. ▪ Flexibilität, Widerstands- und Regenerationsfähigkeit garantieren eine nachhaltige Stadtentwicklung. ▪ Der gemeinsame Einsatz für eine grüne Stadt ist in der Bevölkerung verankert. Zukunftsprojekt Zukunftsprojektverantwortliche*r Status / Aktuelle GR-Beteiligung Klimaneutrales Karlsruhe Dr. Stefan Jergentz / Katharina Reinholz (UA) Wird fortgeführt. Die Roadmap zum Energieleitplan koordiniert Karlsruhes zukünftige klimaneutrale Energieversorgung. Die Umsetzung der Startermaßnahmen des Energieleitplans hat begonnen, erste Ergebnisse zu möglichen Nahwärmenetzen liegen vor. Der „Monitoringbericht Klimaschutz 2023“ wurde im Januar 2025 im AUG vorgestellt. Fortlaufende Treffen der Arbeitskreise Beschaffung, Mobilität und Gebäude für die klimaneutrale Verwaltung 2040. Gold-Zertifizierung durch den European Energy Award 2024. Regelmäßige Netzwerktreffen und jährliche Konferenz der Klimaallianz mit Karlsruher Unternehmen. Erster KlimaFit-Konvoi mit 8 klimaaktiven Unternehmen erfolgreich abgeschlossen. Teilnahme am Stadtradeln 2024; Karlsruhe beteiligt sich auch 2025. Rahmenkonzept zum Ausbau von E-Ladeinfrastruktur mit neuem Leitfaden wurde fortgeschrieben 33 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 und vom GR im Oktober 2024 beschlossen. Fortentwicklung Klimaschutzkampagne auf der Webplattform klima.karlsruhe.de und im Social Media-Auftritt, 2024 mit Ausbau des Schwerpunktthemas klimagerechte Mobilität sowie Veranstaltung des 2. Energie- und Klimafestivals mit KMK und fokus.energie im Juni 2024. Netzwerk-Treffen mit im Klimaschutz aktiven lokalen Initiativen im Oktober 2024. Klimaforum mit Informationen zur Umsetzung Energieleitplan und weiterer Maßnahmen des KSK im November 2024. Regelmäßige Treffen Klimaschutzbeirat. GR-Beschlüsse und Vorlagen werden kontinuierlich, z.T. mit Einzelmaßnahmen durch die Dienststellen eingebracht. Stadt im Klimawandel Dr. Daniel Osberghaus (UA) / Dr. Stefan Wilhelm (FA) Wird fortgeführt. Erarbeitung des Hitzeaktionsplans zur Klimaanpassung (mit Information zum aktuellen Sachstand im AUG). Abschluss Forschungsprojekt CityCLIM. Sammelansatz Klimaanpassung mit dem Steuerungsgremium „Projektbegleitkreis Klimaanpassung“ eingerichtet. Beginn der Arbeit im geförderten Projekt „Klimaanpassungsmanagement“ in 2024, u.a. mit diversen Formaten der Öffentlichkeitsarbeit. Die Bedeutung des Stadtwaldes für Artenschutz, Biodiversität, Wasserhaushalt und Stadtklima nimmt kontinuierlich zu. Durch Anpassung der Waldbestände an die klimatischen Veränderungen – insbesondere durch die Einführung klimastabiler Mischbaumarten – wird eine Annäherung an zukünftige, 34 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 naturnahe Waldgesellschaften angestrebt. Das Ziel ist, einen langfristig resilienten und klimastabilen Stadtwald weiterzuentwickeln. Gleichzeitig bindet die Verkehrssicherung der Waldbäume weiterhin einen erheblichen Anteil an Ressourcen. Stadt der Biologischen Vielfalt Katherina Fies (UA) Wird fortgeführt. Umsetzung des Biodiversitätskonzeptes wird als Daueraufgabe verstanden. Von größter Bedeutung ist, dass trotz Haushaltssicherung bereits umgesetzte Maßnahmen und etablierte Arbeitsweisen, die der Biodiversität zu Gute kommen, nicht zurückgenommen werden. UA setzt bei Umsetzung der Maßnahmen auf die Nutzung von Fördermitteln des Landes und des Bundes. Stadtweit werden erfolgreich mehrjährige Vertragsnaturschutzmaßnahmen nach der Landschaftspflegerichtlinie umgesetzt, in vielen Fällen in guter Zusammenarbeit mit Landnutzer*innen. Förderung einiger Maßnahmen über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt oder Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz, zum Bsp. die Erweiterung der naturnahen Mahd. Deutliche Verstärkung der Aktivitäten insbesondere mit der vom Land geförderten Stelle der Biotopverbundbotschafter*in, die seit 2024 zur Verfügung steht. Aufgrund eines GR-Beschlusses zusätzliches Budget für die Stadtbiotopkartierung aus dem Biodiversitätskonzept für 2024 und 2025. Kartierungen laufen aktuell, von ca. 500 Flächen sind bereits 100 Flächen kartiert. Das Ergebnis wird Ende 2025 erwartet. Sachstandsbericht zur Umsetzung des Biodiversitätskonzeptes erfolgte im AUG im Dezember 2024. 35 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Urbanes Grün Susanne Frisch / Hans-Volker Müller / Angelika Elsener / Julia Werdermann (GBA) Wird fortgeführt Sachstandsberichte in den Gremien erfolgen für die Teilprojekte anlassbezogen seit 2020. Grüne Nordspange in der Vorplanung und Abstimmung mit den beteiligten Dienststellen. Neues Teilprojekt Hildapromenade: Bundesförderung im Rahmen des Programms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel). Bebauungsplan „Grünordnung und Klimaanpassung in der Innenstadt“ (Grünsatzung), Innenstadt West und Ost: Satzungsbeschluss am 17.12.2024, Verfahren zur Ausdehnung auf weitere Stadtteile in Arbeit. Fortführung des Mähkonzeptes der Naturnahen Mahd. Aufbau einer Wiesenpatenschaft nach dem Vorbild der Baumpatenschaften. Bürgerschaftliches Engagement: Zu Beginn 2024 betreuen insgesamt 423 Personen fast 550 Bäume und Baumscheiben. Für 2026 ist die Etablierung eines weiteren Urban Gardening Standortes vorgesehen, der in Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg entwickelt werden soll. 2. Resümee zum Zukunftsthema 2.1 Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen (Wo stehen wir mit unserem Zukunftsthema und den Zukunftsprojekten? Das waren unsere größten Erfolge, Erkenntnisse und Lernerfahrungen.) Klimaneutrales Karlsruhe 2024 wurden die ersten Machbarkeitsstudien für Nahwärmenetze im Rahmen des Energieleitplans beauftragt. Ziel ist es, eine klimaneutrale Energieversorgung der Stadt Karlsruhe bis 2040 zu erreichen. Im Projekt „Klimaneutrale Verwaltung 2040“ tauschen sich die Ämter regelmäßig in Arbeitskreisen aus. Die DRV-Dienststellen, die zuvor im Konvoi ihre CO 2 -Einsparmöglichkeiten 36 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 erarbeitet haben, haben nun begonnen, diese selbstständig anzugehen. Mit der Software „klimaktiv“ wird die Bilanzierung der internen Treibhausgasemissionen weitergeführt. Der „Monitoringbericht Klimaschutz 2023“ zeigt, dass sich 79 Prozent der Maßnahmen in der Umsetzungsphase befinden oder bereits als Daueraufgabe etabliert sind. 21 Prozent sind noch in der Planungsphase. Die Klimaallianz mit Karlsruher Unternehmen etablierte sich als erfolgreiches Netzwerk; inzwischen haben sich 39 Unternehmen angeschlossen, die ebenfalls das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 anstreben und mit ambitionierten Maßnahmen zum Klimaschutz vor Ort beitragen wollen. Auf einer jährlichen Konferenz werden die Ergebnisse präsentiert. Der erste KlimaFit-Konvoi mit 8 klimaaktiven Unternehmen wurde erfolgreich abgeschlossen. Diese Unternehmen haben eine CO 2 -Bilanz erstellt und arbeiten aktiv an Maßnahmen zum Klimaschutz. Die Klimakampagne der Stadt „KA° - Wir machen Klima“ wird stetig um weitere Themenangebote erweitert, 2024 mit dem neuen Angebot der „Schritt für Schritt- Anleitungen“ zum Schwerpunkt klimagerechte Mobilität. Sie etabliert sich zunehmend mit ihrer Onlineplattform klima.karlsruhe.de sowie auf Social-Media und wurde im Stadtgebiet erneut mit CityLight-Plakaten und Veranstaltungen sichtbar, wie dem zweiten Energie- und Klimafestival im Juni 2024. Die Mitmach-Börse mit Steckbriefen klimaaktiver lokaler Initiativen bildet zunehmend das breite lokale Angebot an Möglichkeiten des bürgerschaftlichen Engagements im Klimaschutz ab. Sie wird weiter ausgebaut und unterstützt die Arbeit der Initiativen ergänzend mit einem jährlichen Netzwerktreffen in Präsenz. Das Klimaforum im November 2024 informierte über aktuelle Umsetzungsstände zahlreicher städtischer Maßnahmen des KSK 2030 und bot Diskussionsmöglichkeiten mit den zuständigen städtischen Ansprechpersonen. Bei der zweiten Karlsruher Teilnahme am Stadtradeln wurden im Jahr 2024 insgesamt 1.135.668 Radkilometer von 5.874 Radlerinnen und Radlern, die sich in 246 Teams zusammengeschlossen hatten, gesammelt. Damit steigerte sich die Anzahl der aktiven Radlerinnen und Radler um mehr als 1.000 Personen im Vergleich zum Vorjahr. Stadt im Klimawandel Mit dem neuen Sammelansatz Klimaanpassung stehen erstmals im nennenswerten Umfang finanzielle Mittel explizit für Klimaanpassungsmaßnahmen im städtischen Haushalt zur Verfügung. Ein neu gegründeter Projektbegleitkreis Anpassung hatte über die Verteilung der Mittel (2 Mio. € pro Jahr in 2024/25) zu beraten und ist zu einer einvernehmlichen Empfehlung gelangt, die dem Ausschuss für Umwelt und Gesundheit im März 2024 in einer Informationsvorlage abschließend vorgestellt wurde. Auf diese Weise konnten bereits viele Projekte in den Bereichen Stadtgrün, Waldumbau, Naturschutz an Gewässern, Gesundheitsvorsorge, Hitzeschutz etc. finanziert werden. Der Hitzeaktionsplan wurde in Zusammenarbeit mit vielen Stakeholdern (unter anderem im Rahmen der Kommunalen Gesundheitskonferenz) weiter erarbeitet und konkretisiert. Er wird im Jahr 2025 dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt. Die natürlichen Waldgesellschaften kommen mit der sich rasant verändernden Umwelt immer schlechter zurecht. Der Klimawandel überfordert die Bäume, weil sich Temperatur und 37 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Wasserverfügbarkeit sehr schnell verändern und Bäume sich aufgrund ihrer langen Lebenszeit nicht dem Tempo der klimatischen Veränderungen anpassen können. Wenn die heimischen Wälder aus Fichte, Kiefer, Buche und vielen weiteren Baumarten unter den veränderten klimatischen Bedingungen nicht mehr erhalten werden können, kann die Pflanzung neuer Baumarten sinnvoll sein, um langfristig stabile, naturnahe Waldökosysteme auszubilden. Wegen der Langfristigkeit der Wirkung ist es wichtig, bereits heute zu handeln. Dementsprechend wurden auch 2024 entstehende Lücken mit klimastabilen Baumarten bepflanzt, wo sich keine natürliche klimastabile Waldverjüngung einstellt. Sprunghaft angestiegen ist die Zahl der kranken Bäume seit dem Extremwetterjahr 2018. Der statistisch betrachtet "normale" Sommer 2021 und das Jahr 2024, das von im Durchschnitt normalen Niederschlägen geprägt war, haben kaum Entlastung gebracht. Die Folgen der extremen Wetterlage der vergangenen Jahre sorgten weiter dafür, dass sich der Waldzustand in vielen Teilen massiv verschlechterte. Bedingt durch diese Schäden aus den Vorjahren bildeten die Verkehrssicherungskontrollen und die Beseitigung von Gefährdungssituationen auch im Jahr 2024 einen großen Schwerpunkt bei den Betriebsarbeiten im Wald. Stadt der Biologischen Vielfalt Diverse Maßnahmen des Biodiversitätskonzeptes (BDK) setzen die Ämter bereits im Alltagshandeln um. Die naturnahe Mahd als extensive Pflege der Grünflächen wurde auf weitere Flächen ausgeweitet. Die Ziele des Biodiversitätskonzeptes werden bei der Pflege der Streuobstwiesen und anderen Liegenschaften, bei der Gewässer- und Uferpflege sowie in der Waldbewirtschaftung umgesetzt. Als dringliche Themen lag der Fokus bisher insbesondere bei der Eindämmung von Problempflanzen, dem Neozoenmanagement und den speziellen Artenschutzmaßnahmen für Amphibien, Feldvögel, Gebäudebrüter und Insekten. Eine sehr wichtige Maßnahme ist die Öffentlichkeitsarbeit zu biodiversitätsschädigenden und biodiversitätsfördernden Maßnahmen. Diese wird weiterhin umgesetzt in Form von Pressemeldungen, Flyern und Hauswurfsendungen sowie Veranstaltungen (Beispiel Artenschutztag im Zoo und Runder Tisch). Interne Fortbildung zu speziellen Themen und allgemeine Inhouse-Schulungen zum Biodiversitätskonzept wurden durch UA auch 2024 quartalsweise umgesetzt. Auch in 2024 konnten viele neue ehrenamtliche Naturschutzdienstler*innen gewonnen und das naturschutzrechtliche Engagement vorangetrieben werden. Die Betreuung der Schutzgebiete wurde intensiviert, regelmäßige Gebietsbegehungen (sogenannte Schutzgebietsrunden) sowie die fachliche Begleitung und Durchführung von schutzgebietsbezogenen Maßnahmen wurden verstärkt. Seit August 2024 ist auch eine Biotopverbundbotschafterin eingestellt. Die Umsetzung der Landesziele von 15 Prozent Biotopverbundmaßnahmen bis 2030 wird so sichergestellt. Die biodiversitätsfördernde Pflege bedeutet meist einen Mehraufwand, der mit bestehenden Personal- und Sachressourcen bewältigt werden muss. Positiv hervorzuheben sind dabei das große Engagement und die gute Zusammenarbeit der städtischen Ämter bei der naturnahen Pflege von Grünflächen im Innen- und Außenbereich. Aus der Karlsruher Bürgerschaft ist rege positive Resonanz zur Umsetzung des BDK vorhanden. Zum Beispiel erfreut sich das Mehlschwalbenprojekt zum gezielten Anbringen von Nistkästen und Kotbrettern in der Innenstadt Karlsruhes großer Beliebtheit und Beteiligung. Bei der Umsetzung der Maßnahmen setzt Karlsruhe auch auf die Mitwirkung des Ehrenamtes. Das betrifft nicht nur die Naturschutzverbände, sondern auch den ehrenamtlichen 38 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Naturschutzdienst. Die Unterstützung erfolgt dabei durch Pflegeeinsätze, Informationsveranstaltungen oder bei der Schutzgebietsbetreuung etc. Urbanes Grün Grüne Nordspange: Erarbeitet ist ein Grobkonzept mit den Themen Landnutzung, Biotopentwicklung, Landschaftserleben, Durchgängigkeit für Fuß- und Radverkehr. Auf Basis räumlicher Betrachtungen wurden geeignete Ansätze für Rad- und Fußwegverbindungen ermittelt. Im Jahr 2024 wurden Gespräche mit den beteiligten Dienststellen geführt (darunter Liegenschaftsamt, Umwelt- und Arbeitsschutz, OV Neureut). Aufwertung des Grünzugs Hildapromenade – fit für den Klimawandel: Für das neue Teilprojekt wurden 2023 im Bundesprogramm „Anpassung Urbaner Räume an den Klimawandel“ Fördermittel beantragt, die im Juli 2024 zugesagt wurden. Das Projekt wurde vom Gemeinderat einstimmig beschlossen (17.12.2025). Die Hildapromenade und ihre angrenzenden Grünräume bilden im Westen der Stadt auf den Flächen einer historischen Gleistrasse einen linearen Grünzug, der das gesamte westliche Stadtgebiet nördlich der Kaiserallee durchzieht. Geplant sind die behutsame Sanierung und Aufwertung des Grünzugs. Hitze und Trockenschäden haben in den letzten Jahrzehnten dem Baumbestand stark zugesetzt. Diese Schäden zu beseitigen und die Resilienz der Anlage hinsichtlich der zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels zu erhöhen, sind vorrangige Ziele der geplanten Maßnahmen. Das Projekt umfasst die Vernetzung der Grünanlage mit angrenzenden Freiflächen, die Herstellung zusätzlicher Baumstandorte und Aufenthaltsbereiche sowie die Wiederherstellung von Brunnen. Bürgerschaftliches Engagement: Die Programme werden gut angenommen und stark nachgefragt. Hinweistafeln an Patenbäumen und Urban Gardening Standorten machen das Projekt sichtbar, die Unterstützung der Aktiven ist zeitaufwändig, aber wichtig. Die Vernetzung von Ehrenamtlichen wird gefördert, Beratungsangebote werden gut angenommen. Auf einem Grundstück am Karlsruher Ostring entstand auf Initiative des Gartenbauamtes 2023 ein großer neuer Gemeinschaftsgarten. Aus einer festen Gruppe formierte sich im Spätsommer 2024 der Verein Mitmach-Garten Ostring e.V. Die Verpachtung an den Verein wurde im September mit einem großen Einweihungsfest besiegelt. Das große Gelände von etwa 5.700 Quadratmeter sowie der Verein mit über 30 aktiven Mitgliedern erfordern eine laufende und intensive Betreuung. Ab Frühjahr 2026 soll ein weiterer Gemeinschaftsgarten an der Stuttgarter Straße mit fast 1.500 Quadratmetern umgesetzt werden. Hierbei kooperiert die Stadt eng mit der Universität Heidelberg im Rahmen des Forschungsprojektes „HEBEDI“. Dieses will erforschen, inwieweit sich Biodiversität im nahen Wohnumfeld auf die Gesundheit der Menschen auswirkt. Das Programm der Baum- und Grünpatenschaften wird derzeit konzeptionell weiterentwickelt und verbessert. Geplant sind eine verbesserte Beschilderung und Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit, um die Arbeit der Patinnen und Paten zu unterstützen. Naturnahe Mahd: Das Programm der naturnahen Mahd zur Förderung der Biodiversität wird weiterhin mit Fremdfirmen fortgeführt. Ergänzend dazu werden gezielt eigene Kräfte in die Pflegetechnik der naturnahen Mahd eingeführt, um die Pflegequalität der naturnahen Flächen zu verbessern und den Mitarbeitenden Tätigkeiten anbieten zu können, welche den Zielen der Biodiversität dienen und daher insbesondere für junge Mitarbeitende attraktiv sind. Im September 2024 wurde für diese Mitarbeitenden ein praxisorientierter Mähworkshop 39 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 angeboten, der sehr gut besucht und positiv aufgenommen wurde. Zudem bietet die Stadt Karlsruhe seit 2024 Wiesenpatenschaften an. Ehrenamtliche können sich bewerben, um eine öffentliche Grünfläche naturnah zu mähen. Im Jahr 2024 wurden bereits zwei Wiesenpatenschaften abgeschlossen. Grünsatzung: Das Planverfahren für den Bebauungsplan Grünordnung und Klimaanpassung in der Innenstadt ist mit Satzungsbeschluss vom 17.12.2025 abgeschlossen. Forschungsprojekt GreenGROWnership: Das Forschungsprojekt des Bundes „Green GROWnership“ zur Aktivierung von Eigentümer*innen für „Mehr Grün“ auf privaten Flächen soll die Umsetzung der Grünsatzung unterstützen (Projektlaufzeit 10/2021-10/2024). Das Projekt wurde inzwischen abgeschlossen. Mit der Kampagne „Grund zu Garten“ wurden im Rahmen des Projekts sieben „Stories“ erzählt und bebildert, die motivierend über die Gartenprojekte von Karlsruher Bürger*innen, Firmen und Gesellschaften berichten und im Internetauftritt der Stadt zu sehen sind: https://www.karlsruhe.de/themen/grund-zu-garten Kommunikation, Beteiligungsangebote und Projektunterstützung Die Unterstützung von Beteiligungsprojekten aus der Bürgerschaft wurde auch 2024 fortgeführt. Anfragen für bürgerschaftliche „Anpacker-Projekte“ werden von der Koordinationsstelle im UA auf ihre mögliche Umsetzung hin geprüft und dahingehend finanziell und soweit möglich personell begleitet. Dabei unterstützt das regelmäßige Format der Begleitgruppe auch den Austausch der Initiativen untereinander und hilft so, neue Kooperationen und Synergien zu realisieren. Als Beispiel realisierte das Anpacker-Projekt „Zukunftsbilder“ infolge der Begleitgruppe 2024 Workshops mit mehreren weiteren Initiativen. Im Mai 2025 ermöglicht die vom UA mit organisierte Aktionszeit „Kunstwochen für Klima und Umwelt“ eine Ausstellung der so entstandenen „Zukunftsbilder“. Das Grüne Stadt-Format des Verwaltungsworkshops widmete sich 2024 dem Schwerpunkt „Gesundheitsförderliche Stadtentwicklung“ und bündelte hier Beiträge aus vielen Dienststellen. Die Kommunale Gesundheitsförderung im UA greift diese bei der Hausmesse 2025 weiterführend auf. Im Forstamt werden aktuell 11 Bürger*innenprojekte pro Jahr betreut, bei denen aktive Bürger*innen, Vereine und/oder Kooperationspartner*innen den Wald der Zukunft mitgestalten (z.B. Pflanzaktionen, Pflegaktionen, Müllsammeln). Neben den vom Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz für Karlsruher Schulen organisierten Unterrichtseinheiten zu vielfältigen Umweltbildungsthemen organisiert das Forstamt weiterhin rund 1.000 Veranstaltungen im Jahr im Bereich der Waldpädagogik, bei denen das Thema Klimawandel und seine Auswirkungen zunehmend in den Mittelpunkt rückt. 2.2 Ausblick (Wie geht es weiter? Was wird für den Fortschritt bzw. erfolgreichen Abschluss der prioritären Zukunftsprojekte benötigt?) Klimaneutrales Karlsruhe Die Ergebnisse der ersten Machbarkeitsstudien im Rahmen der Umsetzung des Energieleitplans werden erwartet und weitere Studien anstoßen, um mögliche 40 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Betreiber*innen für potenzielle Nahwärmenetze zu finden. Der Ausbau der Fernwärme und deren Dekarbonisierung wird voranschreiten und immer mehr Karlsruher Bürger*innen mit klimaneutraler Abwärme versorgen. In der „Klimaneutralen Verwaltung 2040“ werden DRV-Dienststellen ihre Maßnahmen zur CO 2 -Reduzierung vorantreiben und im Arbeitskreis „Gebäude“ berichten. Das Monitoring des Klimaschutzkonzeptes wird im Online Tool ClimateView als Website veröffentlicht. Ein weiterer KlimaFit-Konvoi wird gestartet, um Unternehmen bei der Einsparung von CO 2 - Emissionen zu unterstützen. Auf Grundlage des fortgeschriebenen Rahmenkonzepts zum Ausbau öffentlicher und öffentlich zugänglicher E-Ladeinfrastruktur in Karlsruhe laufen die Vorbereitungen für mehrere öffentliche E-Ladestationen im Stadtgebiet. Die Klimakampagne „KA° - Wir machen Klima“ beteiligt sich 2025 am bundesweiten Forschungsprojekt KliX 3 zu Umsetzungsmöglichkeiten von Klimaschutz im Alltag und lädt Karlsruher Bürger*innen zur Teilnahme ein. Vom 25. April bis 25. Mai 2025 organisiert die Klimakampagne mit der GEDOK Karlsruhe zum dritten Mal die „Kunstwochen für Klima und Umwelt“ mit breitem Programmangebot, u.a. einer Kunstperformance auf dem Marktplatz zum Europatag. Ebenfalls geplant sind die Teilnahme am Stadtradeln im Juni und im Juli sowie das Klimaforum im November 2025. Stadt im Klimawandel Der Hitzeaktionsplan steht vor der Verabschiedung in den städtischen Gremien. Der Sammelansatz Klimaanpassung soll nach den ersten positiven Erfahrungen weitergeführt werden und optimalerweise in seiner Höhe und Ausgestaltung an die Bedürfnisse der Dienststellen angepasst werden. Im Projekt „Klimaanpassungsmanagement“ soll eine verwaltungsinterne Vernetzungsstruktur aufgebaut werden, die die vielfältigen vorhandenen Kontakte stärkt und neue sinnvolle Verknüpfungen der Dienststellen ermöglicht. Der Klimawandel stellt für die Waldentwicklung eine besondere Herausforderung dar. Daher werden kontinuierlich entstehende Lücken im Wald mit neuen Bäumen klimastabiler Baumarten durch Pflanzung oder Saat angereichert. Sukzessive wird so der Wald klimastabil weiterentwickelt. Da die strukturreichen und bunt gemischten Waldbestände im Karlsruher Stadtwald nicht zeitgleich absterben, ist dies eine Aufgabe, die sich über viele Jahrzehnte hinziehen wird. Dies erfordert, ebenso wie die anschließende Pflege der gepflanzten und gesäten Bäume, ein strukturiertes, zielführendes, langfristiges und kontinuierliches Vorgehen. 41 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Stadt der Biologischen Vielfalt Die Umsetzung des Biodiversitätskonzeptes erfolgt im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel und Personalressourcen. Die finale Rückmeldung zum Antrag auf Förderung eines/er Biodiversitätsmanager/in beim Bundesprogramm „Förderung der biologischen Vielfalt“ ist noch ausstehend. In 2025 werden folgende Meilensteine umgesetzt: ▪ Streuobst-Tage mit der Ortsverwaltung Wettersbach ▪ „Biodiversitätsschauen“ ▪ Vogelschlag-Monitoring an städtischen Gebäuden ▪ Pflegeaktionen mit Bürger*innen und Verbänden intensivieren ▪ Biotopverbundplanung fortschreiben, Flächenanteil erhöhen um weitere 5 Prozent ▪ Umsetzung von Buntbrachen und Blühstreifen im der Gießbachniederung und der Fritschlach ▪ Mähwiesen: Aufwertung und Wiederherstellung auf ca. 3,5 ha ▪ Artenschutzoffensive für Amphibien und Feldvögel weiter nutzen Urbanes Grün Grüne Nordspange: 2025 sind die Abstimmungsergebnisse mit den Projektbeteiligten in das Konzept einzuarbeiten und die Beteiligung der Öffentlichkeit durchzuführen. Hildapromenade klimafit machen: Im Februar 2025 wird auf Grundlage der Projektskizze von 2023 der Zuwendungsantrag eingereicht. Mit dem Zuwendungsbescheid ist eine Projektstelle für die Dauer der Projektlaufzeit (bis Ende 2028) neu zu besetzen und es werden im Herbst erste Baumpflanzungen durchgeführt. Bürgerschaftliches Engagement: Die Weiterentwicklung, Verbesserung sowie Verstetigung des Patenprogrammes und des Urban Gardening werden weiterhin angestrebt. Naturnahe Mahd: Die Leistungen des Mahdkonzeptes sowie das Monitoring werden 2025 neu ausgeschrieben. Grünsatzung: Erfahrungen mit den Festsetzungen des Planes sollen im Lauf des Jahres gesammelt werden, sodass weitere Verfahren zur Ausdehnung auf das gesamte Stadtgebiet sowie weitere Arbeitsschritte zur Sicherung von „Grüninseln“ durch spezielle Bebauungspläne zügig folgen können. 42 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 6. Stadtraum (ehemals Mobilität) 1. Allgemeine Informationen zum Zukunftsthema Verantwortlicher Dezernent: Bürgermeister Daniel Fluhrer Beauftragte für das Zukunftsthema: Cornelia Orthmann Ziele: ▪ Mobilitätsbedürfnisse und Lebensqualität in Einklang bringen – auch in Interaktion mit der Region ▪ Mobilität mit nachhaltig innovativen Verkehrskonzepten und Mobilitätsoptionen Zukunftsprojekt Zukunftsprojektverantwortliche*r Status / Aktuelle GR-Beteiligung Programm Aktive Mobilität Johannes Schell (StPlA) Im Nachgang eines Workshops der Verwaltung wird das Zukunftsprojekt „Fahrradstadt Karlsruhe“ als „Programm Aktive Mobilität“ mit erweitertem Fokus als Zukunftsaufgabe fortgesetzt. Die Verwaltung hat zwischenzeitlich einen Monitoringbericht zum Karlsruher Programm für Aktive Mobilität erarbeitet. Dieser soll am 22. Mai 2025 dem Planungsausschuss vorgelegt werden. Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management Birke Bronner (StPlA) Seit September 2024 ist die Projektstelle zum IQ-Projekt „Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management“ beim Stadtplanungsamt besetzt – bisher jedoch noch befristet, eine Entfristung wird angestrebt. Auch das Ordnungsamt und das Tiefbauamt konnten ihre Stellen inzwischen erfolgreich besetzen. 2024 konnten bereits erste Parkraumerhebungen durchgeführt werden und beispielsweise das Parkraummanagement für das Umfeld der westlichen Kriegsstraße als Vorwegnahme von IQ Parken angegangen werden. Dies befindet sich derzeit in der Abstimmung der Fachämter und wird demnächst dem Planungsausschuss vorgestellt. 43 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 2. Resümee zum Zukunftsthema 2.1 Sachstand, Erfolge, Lernerfahrungen (Wo stehen wir mit unserem Zukunftsthema und den Zukunftsprojekten? Das waren unsere größten Erfolge, Erkenntnisse und Lernerfahrungen.) Das ursprüngliche Ziel sowie die Strategien des Zukunftsthemas Mobilität wurden im Jahr 2014, also vor bereits zehn Jahren, entwickelt. Dies hat die Verwaltung zum Anlass genommen, das Zukunftsthema zu Beginn des Jahres 2024 in zwei Workshops zu reflektieren. Die Erkenntnisse zur Zielsetzung, den daraus abgeleiteten Strategien und Zukunftsprojekten werden nachfolgend umrissen. Während die Teilnehmenden das Ziel „Mobilitätsbedürfnisse und Lebensqualität in der Stadt Karlsruhe in Einklang zu bringen. Darunter verstehen wir, nachhaltige Formen einer umweltverträglichen Mobilität mit innovativen Verkehrskonzepten und Mobilitätsoptionen weiterzuentwickeln und diese im Zusammenspiel mit der Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Raums sukzessive zu harmonisieren - in Karlsruhe sowie in Interaktion mit der Region.“ in seiner Formulierung nach wie vor als treffend bestätigten, wurden von den insgesamt sieben Strategien zwei unveränderte fortgesetzt, fünf angepasst und zwei zusätzliche aufgenommen. Strategien 2014 Fortschreibung 2024 Wir entwickeln den Umweltverbund (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr) unter Einsatz neuer Technologien weiter. unverändert Wir fördern und entwickeln neue Mobilitätssysteme mit Akteur*innen aus Wirtschaft und Wissenschaft. unverändert Wir fördern den umweltverträglichen Verkehr unter Berücksichtigung aller Nutzerinnen und Nutzer inkl. der Wirtschaftsverkehre. Wir fördern den umweltverträglichen und klimabewussten Verkehr unter Berücksichtigung aller Nutzerinnen und Nutzer inkl. der Wirtschaftsverkehre. Wir vermeiden Verkehr in einer Stadt der kurzen Wege. Wir fokussieren auf eine Stadt der kurzen Wege. Wir ermöglichen eine sozialgerechte Mobilität für alle. Wir ermöglichen eine inklusive Mobilität für alle. Wir stellen die Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmenden her. Wir fördern die aktive Mobilität. 44 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Wir entlasten das Wohnumfeld von nachteiligen Auswirkungen des Verkehrs. Wir entlasten das Lebensumfeld von nachteiligen Auswirkungen des Verkehrs. - Wir beteiligen und kommunizieren so, dass Vertrauen in unsere Arbeit entsteht. - „Wir stellen adäquate Verkehrsangebote für die Mobilitäts- und Lebensbedürfnisse in den Quartieren her.“ Die neuen Strategien werden in die Arbeit des Zukunftsthemas Mobilität integriert werden. Zur Strategie „Wir beteiligen und kommunizieren so, dass Vertrauen in unsere Arbeit entsteht“ soll ein neues Zukunftsprojekt etabliert werden. Die Vertiefung dieses Themas wurde auf Grund verschiedener Teilaspekte zurückgestellt. Beispielsweise sollten auf Grund enger Ressourcen zunächst auf bereits laufende Projekte fokussiert werden und auch eine Abgrenzung zu weiteren Kommunikations- und Beteiligungsprojekten ist erforderlich. Insofern wird dieser Anspruch derzeit mit den bestehenden Ressourcen als Querschnittthema bei aktuellen Vorhaben integriert. Fahrradstadt Karlsruhe -> Programm Aktive Mobilität Das Projekt „Fahrradstadt Karlsruhe“ wird als „Programm für Aktive Mobilität“ fortgesetzt, dabei steht die Umsetzung der aus dem Bicycle Policy Audit (BYPAD) hervorgegangenen Maßnahmen als Zukunftsaufgabe im Fokus. Die anspruchsvoll definierten Ziele werden – ähnlich dem vorangegangenen 20-Punkte-Programm – eine längere Zeitspanne für ihre Erreichung benötigen und in einem iterativen Prozess evaluiert und fortentwickelt werden müssen. Einen zusätzlichen, intensiven Austausch zu den Belangen des Fuß- und Radverkehrs brachte in 2023 der angestrengte Fuß- und Radentscheid mit sich. Auch wenn das angestrebte Bürgerbegehren rechtlich als nicht zulässig bewertet wurde, fanden auf Wunsch aus den Reihen des Gemeinderats in mehreren Runden ein inhaltlicher Austausch mit den Initiatoren statt. Ziel war es, Schnittmengen aus den politisch beschlossenen Zielen des Programms für Aktive Mobilität und den Interessen des Bürgerbegehrens zu ermitteln. Als Ergebnis wurden gemeinsam und einvernehmlich die in Vorlage 2024/0284 dargelegten fünf Themenfelder für den Fuß- und Radverkehr priorisiert sowie ein Vorgehen für die nächsten Jahre entwickelt. Der Gemeinderat hat am 14. Mai 2024 die Vorlage beschlossen. Voraussichtlich am 22. Mai 2025 wird der Planungsausschuss über den zugesagten, jährlichen Monitoringbericht zum Thema „Aktive Mobilität“ informiert werden. In diesem Monitoringbericht werden zahlreiche Projekte vorgestellt, die den Strategien „Wir fokussieren auf eine Stadt der kurzen Wege.“, „Wir ermöglichen eine inklusive Mobilität für alle“, „Wir fördern die aktive Mobilität“, und „Wir stellen adäquate Verkehrsangebote für die Mobilitäts- und Lebensbedürfnisse in den Quartieren her“ folgen. Dies beinhaltet vor allem zahlreiche Querungsstellen für den Fußverkehr und die Schaffung verkehrssicherer Kreuzungsbereiche. Unter den Gesichtspunkten „Wir fördern den umweltverträglichen und klimabewussten Verkehr unter Berücksichtigung aller Nutzerinnen und Nutzer inkl. der Wirtschaftsverkehre“ 45 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 und „Wir beteiligen und kommunizieren so, dass Vertrauen in unsere Arbeit entsteht“ fand die Beteiligung der Betroffenen zur neuen Flächenaufteilung der Weiherfeldbrücke statt. Aus einem Ortstermin am 18. März 2024 heraus wurde aufgrund der Anregungen der Beteiligten ein neuer Querschnitt entworfen. Dieser wird dem Planungsausschuss im 1. Halbjahr 2025 zum Beschluss vorgelegt. Zusätzlich unter dem Gesichtspunkt „Wir entlasten das Lebensumfeld von nachteiligen Auswirkungen des Verkehrs“, wurde der Gemeinderatsbeschluss vom 24. Oktober 2023 „Sophienstraße für den Radverkehr optimieren“ als Reallabor vom 1. Juli 2024 bis 7. Oktober 2024 erprobt. Die konkreten Maßnahmen des Reallabors wurden am 12. Juni 2024 in einem Workshop mit den Betroffenen erarbeitet. Das Reallabor war mit umfangreichen Befragungen der Anwohnenden, Gewerbetreibenden, des Lessinggymnasiums und der Marktbeschicker und- besucher verbunden. Die Ergebnisse sollen am 3. Juli dem Planungsausschuss vorgestellt werden. Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management Seit September 2024 ist die Projektstelle zum IQ-Projekt „Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management“ beim Stadtplanungsamt besetzt – bisher jedoch noch befristet, eine Entfristung für diese umfassende Zukunftsaufgabe wird angestrebt. Auch das Ordnungsamt und das Tiefbauamt konnten ihre Stellen inzwischen erfolgreich besetzen. 2024 konnten bereits erste Parkraumerhebungen durchgeführt werden und beispielsweise das Parkraummanagement für das Umfeld der westlichen Kriegsstraße als Vorwegnahme von IQ Parken angegangen werden. Dies befindet sich derzeit in der Abstimmung der Fachämter und wird voraussichtlich noch im ersten Halbjahr 2025 dem Planungsausschuss vorgestellt. Zudem hat sich Karlsruhe 2024 erfolgreich um die Teilnahme am „Park.Raum.Dialog“ der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg beworben. Zwei Veranstaltungen mit diversen Vertretern von Verbänden und Institutionen zur Maßnahmenentwicklung eines Parkraumkonzeptes für Karlsruhe gab es bereits. Der Endbericht wird voraussichtlich noch im Mai 2025 erwartet. Dieser wird dann zur Umsetzung in Karlsruhe aufgearbeitet und den Gremien zum Beschluss vorgelegt werden. Schon jetzt ist deutlich, dass eine stadtweite Datengrundlage des Parkraums und Parkdrucks für eine Vielzahl der Maßnahmen unabdingbar wird. Diese ist bisher noch nicht vorhanden und muss daher in den nächsten Monaten zur Erhebung ausgeschrieben werden. Die Maßnahmen-Priorisierung und Konkretisierung sowie der Beschluss durch die politischen Gremien ist für das zweite Halbjahr 2025 vorgesehen. Die Reallabore mit Bürgerbeteiligung zum Thema Parken sind nur bei Stellenbesetzung in allen drei Ämtern und frühestens 2026 möglich. Die Umsetzung der Maßnahmen aus dem „Park.Raum.Dialog“ und des daraus entstandenen Konzeptes wird eine Daueraufgabe für die Verwaltung ergeben. 2.2 Ausblick (Wie geht es weiter? Was wird für den Fortschritt bzw. erfolgreichen Abschluss der prioritären Zukunftsprojekte benötigt?) Die bereits definierten Zukunftsthemen „Aktive Mobilität“ und „Nachhaltiges Parkraumkonzept und -management“ werden vorgesetzt. 46 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Die Verwaltung hat sich ergänzend entschlossen die künftige Kommunikation zum Zukunftsthema Mobilität unter dem Begriff „Stadtraum“ zu subsumieren, um so, vergleichbar mit bereits bestehenden Schlüsselbegriffen wie „Ort der Möglichkeiten“, die einzelnen Aktivitäten des Zukunftsthemas Mobilität in einem einprägsamen Rahmen zufassen. „Stadtraum“ greift hier nicht nur das Ziel des Zukunftsthemas „Mobilitätsbedürfnisse und Lebensqualität in der Stadt Karlsruhe in Einklang zu bringen. Darunter verstehen wir, nachhaltige Formen einer umweltverträglichen Mobilität mit innovativen Verkehrskonzepten und Mobilitätsoptionen weiterzuentwickeln und diese im Zusammenspiel mit der Nutzung und Gestaltung des öffentlichen Raums sukzessive zu harmonisieren – in Karlsruhe sowie in Interaktion mit der Region.“ auf, sondern macht auch deutlich, welche zentrale Rolle der öffentliche Raum für die Entwicklung der Mobilität und die Qualität unseres Lebensraums hat. 47 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 IV. Neues aus dem IQ Strategische Weiterentwicklung der (IQ-)Innen- und Außendarstellung Im vergangenen Jahr wurden zentrale Schritte unternommen, um die strategische (IQ-)Innen- und Außendarstellung weiterzuentwickeln. In einem gemeinsamen Prozess mit den Dezernaten wurde das Ziel verfolgt, die IQ-Themen sowohl innerhalb der Stadtverwaltung als auch gegenüber der Stadtgesellschaft noch klarer, einheitlicher und zugänglicher zu kommunizieren, um ihnen mehr Sichtbarkeit zu verleihen. Synergie und neue Begrifflichkeit Ein wesentliches Ergebnis ist eine konsistente, aufeinander abgestimmte Kommunikation, die sich durch klare Botschaften, verständliche Begriffe und ein einheitliches visuelles Erscheinungsbild auszeichnet. Die sechs (IQ-)Zukunftsthemen werden unter einem gemeinsamen kommunikativen Dach gebündelt, wodurch die Wiedererkennbarkeit der einzelnen Themen gestärkt wird – ein Schritt, der Synergien schafft und Ressourcen spart. Das zentrale Key-Visual, ein geknüpftes Seil, steht symbolisch für die inhaltliche Verbindung und Bündelung der Themenfelder. Auch die Begrifflichkeiten wurden im Zuge dieser Weiterentwicklung überarbeitet: Aus den „Korridorthemen“ werden künftig „Zukunftsthemen“, aus „Leitprojekten“ werden „Zukunftsprojekte und -aufgaben“. Diese sprachliche Vereinfachung erleichtert den Zugang zu den Inhalten und unterstreicht, dass es sich um zentrale Handlungsfelder für die zukünftige Entwicklung unserer Stadt handelt. Der einheitliche visuelle Auftritt bildet die gestalterische Grundlage aller Kommunikationsmaßnahmen – sei es auf karlsruhe.de, im IQ-Dashboard, in Printformaten oder für das Bespielen der städtischen Social-Media-Kanäle. Kombiniert mit dem Claim „gemeinsam Karlsruhe gestalten“ macht das neue Erscheinungsbild die IQ-Zukunftsthemen emotional erlebbar und fördert zugleich eine stärkere Verbindung zur Stadtgesellschaft. Auch die Logos der Zukunftsthemen „Moderne Verwaltung“ und „Soziale Stadt“ wurden überarbeitet und visuell vereinheitlicht. Im Rahmen der inhaltlichen Weiterentwicklung wurde das Zukunftsthema „Moderne Verwaltung“ zum Themenfeld „Stadt – Moderne Verwaltung“ ausgeweitet, um künftig auch den Themenbereich Kultur berücksichtigen zu können. Die Verwaltung hat sich zudem entschlossen, die künftige Kommunikation zum Zukunftsthema Mobilität unter dem Begriff „Stadtraum“ zu subsumieren. Ziel ist es, vergleichbar mit bereits etablierten Schlüsselbegriffen wie „Ort der Möglichkeiten“, die verschiedenen Aktivitäten des Zukunftsthemas „Mobilität“ in einem einprägsamen Rahmen zu bündeln und sichtbarer zu machen. In diesem Zusammenhang soll auch das Thema Wohnen – wie bereits bei der Einführung der IQ-Arbeitsweise im Jahr 2017 diskutiert – als eigenständiger Schwerpunkt innerhalb von „Stadtraum“ aufgenommen werden. Vor dem Hintergrund der komplexe Materie mit ihren unterschiedlichen Einzelaspekten und Zielgruppen, den zahlreichen beteiligten Akteur*innen sowie den faktischen 48 | Stadt Karlsruhe | Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung (VME) | IQ-Monitoringbericht 2025 Rahmenbedingen, welche bei diesem Themengebiet durch Bund und Land definiert werden, ist zunächst die Ressourcenverfügbarkeit vor der thematischen Bearbeitung zu klären. Sichtbarkeit im Stadtbild Zur Erhöhung der Sichtbarkeit im öffentlichen Raum werden ab Mai 2025 folgende kommunikative Maßnahmen umgesetzt: • Ab dem 15. Mai ist eine Straßenbahn mit dem Key Visual im Einsatz, die zusätzlich auf die Website (das Dashboard) verweist. • Vom 27. Mai bis 8. Juni werden City-Light-Plakate mit dem Key Visual und einem QR-Code zur Website an zentralen Standorten in Karlsruhe platziert. Startschuss auf der Hausmesse 2025 Der offizielle Start erfolgt am 5. Juni 2025 im Rahmen der städtischen Hausmesse. Dort werden die neuen Kommunikationsansätze mit einem besonderen Fokus auf die Mitarbeitenden vorgestellt. Diese haben dort die Möglichkeit, sich über die IQ- Zukunftsthemen und -projekte zu informieren, sich aktiv einzubringen und die Themenfelder spielerisch zu erkunden. Ziel ist es, die interne Identifikation mit den Projekten zu fördern und das gemeinsame Gestalten in den Mittelpunkt zu stellen. Auch dieses Mal wird auf der Hausmesse eine Führung für Mitglieder des Gemeinderates angeboten. Dr. Björn Appelmann, Leiter der Stabsstelle für Verwaltungs- und Managemententwicklung, begleitet die Gruppe. Treffpunkt ist um 14:30 Uhr am „Welcome Center“ (IQ-Stand) im Foyer des Rathauses. Die Führung bietet einen kompakten Überblick über die IQ-Zukunftsthemen sowie aktuelle Projekte und ermöglicht den Austausch mit Fachbereichsvertretungen. Mehr Transparenz durch neues IQ-Dashboard Parallel zur Kampagne wird ein digitales IQ-Dashboard eingeführt, das über karlsruhe.de für alle zugänglich ist. Es zeigt den Inhalt, aber auch den Fortschritt einzelner Zukunftsprojekte und -aufgaben transparent auf und stellt Zahlen, Daten und Fakten bereit. Das Dashboard soll zukünftig den bisherigen IQ-Monitoringbericht ergänzen und bietet damit eine zeitgemäße Plattform zur kontinuierlichen Information über die Entwicklungen in den IQ- Zukunftsprojekten und -aufgaben.

  • Protokoll HFA 20.05.2025 TOP 3
    Extrahierter Text

    Niederschrift 9. Sitzung Haupt- und Finanzausschuss 20. Mai 2025, 16:30 Uhr öffentlich Bürgersaal, Rathaus Marktplatz Vorsitz: Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Punkt 3 der Tagesordnung: IQ-Monitoringbericht 2025 Vorlage 2025/0424 Beschluss: Kenntnisnahme Abstimmungsergebnis: Keine Abstimmung Der Vorsitzende ruft Tagesordnungspunkt 3 zur Behandlung auf. Stadtrat Hofmann (CDU) fragt sich, ob das IQ-Monitoring so zielführend sei, wie man es sich einmal vorgestellt habe. Ihm gehe es oftmals zu langsam, allerdings sei er nicht in den Ver- waltungsabläufe drin. In den Bereichen, in denen er eingebunden sei, sehe er teilweise sehr viel Mehraufwand. Auch sehe er sehr viel Arbeit, jedoch sehr wenig Mehrwert. Man müsse sich fragen, ob es nicht zielführender sei, zu anderen Verfahrensweisen zurückzugehen. Stadträtin Wolf (GRÜNE) sieht durchaus den Mehrwert dieser Arbeitsweise. Die Aufgaben könne nicht ein Amt alleine lösen. Es müssen viele Perspektiven zusammenarbeiten, um wei- terzukommen. In den Ausschüssen bekomme man immer vorgestellt, was gerade passiere und was der Mehrwert daraus sei. Beim neuen Framing zum Stadtraum solle es nicht gezielt um Mobilität gehen, sondern das Thema, wie die Stadt entwickelt, wie der Raum genutzt werden solle, müsse ganzheitlich betrachtet werden. Stadtrat Dr. Huber (SPD) spricht sich für die Methodik aus, auch wenn es mühsam sei. Es sei ein Weg hin zu einer modernen Arbeitsweise. Der Monitoringbericht sei sehr ausführlich. Es sei aber wichtig, Prozesse zusammenzufassen, um zu erkennen, wo man stehe. Seine Frak- tion unterstütze diese Arbeitsweise. – 2 – Stadträtin Geißinger (Volt) sieht die Transparenz positiv. Die Verwaltung könne von solchen Erkenntnissen und Prozessen lernen. Auf das Thema Kosten und Wirkung stärker einzuge- hen, würde ihre Fraktion begrüßen. Oder – nichtöffentlich – aufzuführen, was die Verwal- tung daraus lerne. Stadtrat Schnell (AfD) möchte wissen, wie viele Personenstunden für die Erstellung des Be- richts nötig waren. Was könne die Verwaltung daraus an Mehrwert erzielen? Stadtrat Kalmbach (FÜR) befürwortet diese Arbeitsweise. Wenn man aber Bereiche zusam- menfasse und bündle, warum benötige man dann immer mehr Personal dafür? Der Vorsitzende antwortet, der Bürokratieaufwand, verbunden mit der Erstellung des Be- richts, könne er nicht beziffern. Es sei ausdrücklicher Wunsch des Gemeinderats gewesen, regelmäßig und detailliert über die verschiedenen Projekte und die Arbeitsweise insgesamt berichtet zu bekommen. In Zukunft könne man aber auch in einer weniger ausführlichen Form eine Replik geben. Damit könne man Personalstunden sparen. Vieles, was sich in der Dokumentation wiederfinde, sei für die Prozesse notwendig, damit alle Projektbeteiligten immer wissen, wo man stehe. Insofern sei es nicht nur für diesen Be- richt wichtig. Die Arbeitsweise habe sich etabliert. Mittlerweile sei es in der Verwaltung weitestgehend zum Standard geworden. Neben dem allgemeinen Monitoringbericht müsse man schauen, dass man in den entsprechenden Fachausschüssen über die jeweils dazugehörigen Projekte berichte. Vor allem müsse es aber in den ISEK-Prozess. Dann gehe es in die allgemeine Stra- tegie Entwicklung der Stadt über. Herr Dr. Appelmann (VME) ergänzt, es sei tatsächlich für die Verwaltung ein Aufwand, alles zusammenzutragen. Man habe das Thema im Blick, weswegen man jetzt ein IQ-Dashboard gestaltet habe. Auf einer Internetseite seien sehr kompakt die Informationen des Monito- ringberichts verfügbar. Dieses Dashboard bilde auch den Bearbeitungsschritt ab. Es werde einen internen Bereich geben, den man dem Gemeinderat zugänglich machen wolle, so dass man auch unterjährig sehen könne, wie der jeweilige Projektverlauf sei. Der Vorsitzende stellt, nachdem keine weiteren Wortmeldungen vorliegen, die Kenntnis- nahme des Berichts fest. Zur Beurkundung: Die Schriftführerin: Hauptamt – Ratsangelegenheiten – 3. Juni 2025