Jahresbericht 2024 des Kulturamtes

Vorlage: 2025/0353
Art: Informationsvorlage
Datum: 15.04.2025
Letzte Änderung: 09.07.2025
Unter Leitung von: Kulturamt
Erwähnte Stadtteile: Daxlanden, Durlach, Grötzingen, Mühlburg, Neureut, Oberreut, Waldstadt, Wolfartsweier

Beratungen

  • Kulturausschuss (öffentlich/nicht öffentlich)

    Datum: 25.07.2025

    TOP: 4

    Rolle: Kenntnisnahme

    Ergebnis: Kenntnisnahme

Zusätzliche Dateien

  • Informationsvorlage
    Extrahierter Text

    Informationsvorlage Gedruckt auf 100 Prozent Recyclingpapier Vorlage Nr.: 2025/0353 Verantwortlich: Dez. 2 Dienststelle: Kulturamt Jahresbericht 2024 des Kulturamtes Gremien Termin TOP Ö / N Zuständigkeit Kulturausschuss 25.07.2025 4 Ö Kenntnisnahme Kurzfassung Der Kulturausschuss nimmt den in der Anlage beigefügten Jahresbericht 2024 des Kulturamtes zur Kenntnis. Finanzielle Auswirkungen Ja ☐ Nein ☒ ☐ Investition ☐ Konsumtive Maßnahme Gesamtkosten: Jährliche/r Budgetbedarf/Folgekosten: Gesamteinzahlung: Jährlicher Ertrag: Finanzierung ☐ bereits vollständig budgetiert ☐ teilweise budgetiert ☐ nicht budgetiert Gegenfinanzierung durch ☐ Mehrerträge/-einzahlung ☐ Wegfall bestehender Aufgaben ☐ Umschichtung innerhalb des Dezernates Die Gegenfinanzierung ist im Erläuterungsteil dargestellt. CO 2 -Relevanz: Auswirkung auf den Klimaschutz Bei Ja: Begründung | Optimierung (im Text ergänzende Erläuterungen) Nein ☒ Ja ☐ positiv ☐ negativ ☐ geringfügig ☐ erheblich ☐ IQ-relevant Nein ☒ Ja ☐ Korridorthema: Abstimmung mit städtischen Gesellschaften Nein ☒ Ja ☐ abgestimmt mit

  • Anlage
    Extrahierter Text

    Das Kulturamt ermöglicht Jahresbericht 2024 Stadt Karlsruhe Kulturamt Aufgabe des Kulturamtes ist die Entwicklung von mittel- und langfristigen Konzepten zur Gestaltung des kulturellen Lebens in Karlsruhe. Es sammelt und verwahrt das kulturelle Erbe der Stadt, trägt durch Ausstellungen, Veranstaltungen, Publikationen und die Bereitstellung von Medien wesentlich zur kulturellen Bildung bei, fördert in großem Umfang Kunst und Kultur und wirkt vernetzend und moderierend in die Stadt mit ihren vielen Kulturinstitutionen. Der Jahresbericht 2024 stellt Schwerpunkte im Veranstaltungs- und Ausstellungsbereich vor und zeigt aktuelle Projekte und konzeptionelle Entwicklungen auf. Zahlreiche Daten und Fakten, unter anderem zum Kulturetat und zur Kulturförderung, zum Personalbestand und zu Besucher*innen-Zahlen, ergänzen den Bericht. Eine funktionierende Demokratie braucht Bürger, die kulturell gebildet und empathisch sind – Kultur schafft die Bedingungen dafür. Martha Nussbaum, aus: „Not for profit. Why democracy needs the humanities”, University of Chicago Installation „Gaia“ des britischen Künstlers Luke Jerram in der Evangelischen Stadtkirche Karlsruhe Inhalt Editorial – Seite 3 Zuschüsse 2024 – Seite 59 Stadtplan und Kontakte – Seite 62 Impressum – Seite 64 Das Team von Stadtarchiv & Historische Museen bewahrt Zeugnisse der Vergangenheit für zukünftige Generationen und vermittelt die Geschichte der Stadt Karlsruhe. Zur Abteilung gehören das Stadtarchiv, das Stadtmuseum, das Pfinzgaumuseum und die Erinnerungsstätte Ständehaus. Zahlen und Fakten – Seite 52 44 Das Kompetenzzentrum für die Karlsruher Stadtgeschichte Die Städtische Galerie Karlsruhe (SGK) zeigt Ausstellungen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Darüber hinaus ist die SGK Labor und Schaufenster für das aktuelle Kunstschaffen in der Stadt. Zahlen und Fakten – Seite 32 24 Das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst der Stadt Das Kulturbüro ist zentraler Anlaufpunkt für alle Kunst-, Kultur- und Kreativschaffenden sowie kulturinteressierten Bürger*innen in der lebendigen Kulturstadt Karlsruhe. Mit neuen Formaten, gezielter Netzwerkarbeit und einer aktiven Präsenz vor Ort und online ist es gelungen, Verbindungen zu schaffen und das Kulturbüro sichtbarer zu machen. Zahlen und Fakten – Seite 42 34 Das Kulturbüro – sichtbar und nahbar Die Allgemeine Verwaltung / Zentrale Dienste erbringt als Querschnittseinheit übergreifende Verwaltungsleistungen für das gesamte Kulturamt. 54 Strukturen, Zahlen und Menschen im Blick Die Stadtbibliothek Karlsruhe ist mit ihren Stadtteilbibliotheken das Herzstück der Bildung und kulturellen Vielfalt in der Stadt. Sie versteht sich als Dritter Ort, als Ort, der über die Begeisterung für das Lesen und für Medien hinausgeht. Zahlen und Fakten – Seite 12 4 Ein offener Raum für Wissen und Begegnung Das Kulturamt unterstützt als UNESCO Creative City of Media Arts und Mitglied des weltweiten UNESCO Creative Cities Netzwerk die lokale Medienkunst-Szene durch Projektförderung, Präsentationen und Veranstaltungen sowie Kooperationen auf internationaler Ebene. Zahlen und Fakten – Seite 22 14 Medienkünstlerische Vielfalt und internationale Vernetzung 2| Jahresbericht 2024 des Kulturamtes © Portrait: Felix Grünschloß, Foto: Stadt Karlsruhe; ganzseitiges Foto: Boris Burghardt Runder Tisch Darstellende Kunst 2024 im Haus der Produktionen | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 3Editorial epochenübergreifend miteinander in Dialog setzt. Neben internationalen Highlights, wie der Retrospektive des Magnum-Fotografen Elliott Erwitt oder der Ausstellung „Hydromedia“ mit Fokus auf ökologische Themen, überzeugte die Städtische Galerie durch partizipative Formate und innovative Vermittlungsarbeit. Dass hier Kunstvermittlung aktiv mit Teilhabe verbunden wird, zeigt etwa das Projekt „Museum in der Box“, das direkt in Klassenzimmer reist. Medienkunst war 2024 in Karlsruhe nicht nur sichtbar, sondern auch erlebbar. Als einzige deutsche UNESCO Creative City of Media Arts präsentierte sich Karlsruhe als pulsierender Knotenpunkt digitaler Kultur: Ob bei den SCHLOSSLICHTSPIELEN mit dem dm-Award, im neuen „studio hö“ oder in den Straßen der Stadt – Medienkunst war allgegenwärtig. Das internationale Austauschprogramm mit Cali/Kolumbien, der neu etablierte queere Kurzfilmaward „Pride Pictures Prism.“ und der Ausbau der lokalen Szene mit dem Projekt „Kunstrauschen“ zeigen, wie weit das Verständnis von Kunst heute reicht: Es geht nicht mehr nur um Rezeption, sondern um Dialog, Teilhabe und soziale Verantwortung. Das Kulturbüro Karlsruhe schließlich hat mit Veranstaltungen wie der Kulturwerkstatt „Publikum 360°“ oder dem Format „Bunte Stadt“ gezeigt, wie wichtig es ist, Kultur nicht nur zu organisieren, sondern auch aktiv mitzugestalten. Die Förderung von Sichtbarkeit für freie Akteur*innen, die Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft durch das K³-Büro und der Aufbau des Hauses der Produktionen sind Ausdruck einer Verwaltung, die nicht verwaltet, sondern co-kreativ agiert. Kulturförderung in Karlsruhe bedeutet, Räume zu schaffen – für Neues, für Vielfalt, für Gemeinschaft. Was alle diese Initiativen eint, ist der gemeinsame Blick nach vorn: auf eine Stadt, die Kultur nicht als Beiwerk, sondern als zentrale Lebensader begreift. Eine Stadt, in der Bewahrung und Innovation keine Gegensätze sind, sondern sich wechselseitig inspirieren. Ermöglicht wird dies auch durch eine zentrale und serviceorientierte Verwaltungsabteilung im Kulturamt, die in einer herausfordernden Zeit aktiv nach Lösungen sucht. Denn die Herausforderungen bleiben – von Ressourcenengpässen über Sanierungsvorhaben bis hin zur gesellschaftlichen Spaltung. Doch die vielen engagierten Projekte des Jahres 2024 beweisen: Kultur in Karlsruhe ist nicht nur sichtbar und nahbar – sie ist tragfähig, wandlungsfähig und heute notwendiger denn je. 2024 war ein Jahr, das einmal mehr gezeigt hat, wie lebendig, wandlungsfähig und bedeutungsvoll die Kultur in Karlsruhe ist. Das Kulturamt fungierte mit dem Kulturbüro und seiner Förderung als Ermöglicher zahlreicher Kulturerlebnisse in der Stadt. Als kraftvolle Konstanten trugen die städtischen Museen, die Stadtbibliothek und das Stadtarchiv dazu bei, dass Geschichte und Medienkunst erfahrbar blieb und kulturelle Teilhabe neu gedacht werden konnte. Hinter allem steht der Anspruch, Menschen zu verbinden: mit ihrer Stadt, ihrer Geschichte und miteinander. Die Abteilung Stadtarchiv & Historische Museen hat 2024 mit großem Engagement bewiesen, wie Geschichte nicht nur bewahrt, sondern lebendig vermittelt werden kann. Zum 100. Jubiläum des Pfinzgaumuseums würdigten 100 Schenkungen die enge Verbundenheit der Durlacher Bevölkerung mit „ihrem“ Museum. Die Ausstellung „Karlsruhe hat Pläne!“ verknüpfte Geschichte mit Stadtbild und öffnete damit neue Perspektiven auf das gebaute Erbe Karlsruhes. Im Stadtarchiv wurde 2024 nicht nur bewahrt, sondern auch mit Nachdruck reagiert: Die Sichtung und Übernahme von 20.000 Akten des Liegenschaftsamtes – ausgelöst durch einen akuten Notfall – war eine Herkulesaufgabe, die in kürzester Zeit gemeistert wurde. Parallel dazu wurde weiter digitalisiert, analysiert und vernetzt. Der Schutz des kulturellen Erbes wurde aktiv weiterentwickelt. Die Stadtbibliothek Karlsruhe hat sich 2024 als Herzstück einer offenen, lernenden Stadtgesellschaft präsentiert. Über eine halbe Million Besuche, fast 14.000 Teilnehmende an Veranstaltungen, innovative Projekte wie die stadtweite Ausleihe über das neu eingeführte Bibliothekssystem Koha – das vergangene Jahr stand ganz im Zeichen von Zugänglichkeit, Wandel und Bildung. Die Umgestaltung der Zentrale im Neuen Ständehaus zum „Dritten Ort“ hat die Bibliothek zu einem Raum der Begegnung, Kreativität und Teilhabe gemacht. Besondere Aufmerksamkeit galt der Leseförderung: Mit 185 Vorleseveranstaltungen und prominenten Gästen setzte die Stadtbibliothek wichtige Impulse. Die Kinderecke, das neue Lernstudio, digitale Services und interaktive Vermittlungsformate zeigen: Lesen hat Zukunft – und beginnt in Karlsruhe. Währenddessen erwies sich die Städtische Galerie Karlsruhe als experimentierfreudiges Schaufenster für zeitgenössische Kunst. Neue Impulse kamen durch das Ausstellungskonzept „Update!“, das Werke Dr. Dominika Szope Leiterin Kulturamt Dr. Dominika Szope Leiterin Kulturamt | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |4Stadtbibliothek Die Stadtbibliothek – ein offener Raum für Wissen und Begegnung Die Stadtbibliothek Karlsruhe ist ein lebendiger Treffpunkt für Bildung, Kultur und Austausch. Jährlich besuchen fast eine halbe Million Menschen die Bibliothek – ein Ort, der allen offensteht. | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 5 Maren Krähling-Pilarek und Malte Wegner im Gespräch 2024 stand im Zeichen des Wandels: Maren Krähling-Pilarek übernahm im Februar die Leitung der Stadtbibliothek, im Sommer folgte Malte Wegner als Leiter der Kinder- und Jugendbibliothek. Ilka Zarberg (rechts), Leiterin der Zentrale im Ständehaus, hat nachgefragt. Was hat euch zum Wechsel in die Stadtbibliothek bewegt? Maren Krähling-Pilarek: Nach 13 Jahren an der Badischen Landesbibliothek ist mir als Soziologin immer klarer geworden, dass ich gerne in die ganze Breite der Gesellschaft wirken und besonders die Leseförderung vorantreiben möchte. Die Angebotsvielfalt der Stadtbibliothek und die Eingebundenheit in die städtische Kultur- und Bildungslandschaft haben mich besonders gereizt. Malte Wegner: Vor 20 Jahren begann ich meine Ausbildung in Karlsruhe, studierte dann in Stuttgart, sammelte Erfahrungen in Lörrach und Markgröningen und kehrte vor zwei Jahren wieder nach Karlsruhe zurück. Mich jetzt – als mittlerweile zweifacher Vater – für die Leitung der Kinder- und Jugendbibliothek zu bewerben, war ein logischer Schritt und eine absolute Herzensangelegenheit. Wie habt ihr die erste Zeit erlebt? Maren Krähling-Pilarek: Ich war vom ersten Tag an begeistert vom Team-Spirit und der Leidenschaft der Kolleginnen und Kollegen für ihren Beruf. Malte Wegner: Als Kind war die Bibliothek meine Anlaufstelle, nun darf ich sie gestalten – das war sofort ein erfüllendes Gefühl. An meinem ersten Arbeitstag sind wir mit einem neuen Bibliothekssystem an den Start gegangen. Es war also von Anfang an eine sehr arbeitsintensive und spannende Zeit. Was sind eure großen Themen für die kommenden Jahre? Maren Krähling-Pilarek und Malte Wegner: Die anstehende Sanierung und der geplante Anbau der Kinder- und Jugendbibliothek an die Zentrale, kreative Programmarbeit und Aufbauarbeit in den Bereichen Leseförderung und Medienkompetenz. Auch der Medienwandel und die gesellschaftliche Spaltung beeinflussen die Bibliothek stark. Uns werden die Themen also sicher nicht ausgehen! Stadtbibliothek © Stadt Karlsruhe, Fotos: Boris Burghardt | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |6Stadtbibliothek Gemütlich, offen und lebendig – im neu gestalteten Erdgeschossbereich werden Zeitschriften geschmökert, es wird gelacht und gespielt. Jugendliche beim Lernen im Lernstudio © Stadt Karlsruhe, Fotos: Boris Burghardt | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 7Stadtbibliothek Die Stadtbibliothek im Neuen Ständehaus – immer mehr ein „Dritter Ort“ Im Sommer 2024 ist die Aufbruchsstimmung in der Zentrale der Stadtbibliothek mit den Händen greifbar. Überall wuselt es, die Mitarbeiter*innen schieben Möbel, packen Bücher um und sortieren neu. Mit der Umgestaltung und programmatischen Akzentsetzung reagiert die Bibliothek auf die sich wandelnden Bedürfnisse ihrer Besucher*innen. Besonders im Erdgeschoss spürt man den Wandel. Das Lesecafé ist nicht mehr nur ein Ort für Zeitungslesende, sondern ein lebendiger Ort mit flexiblen Tischen, bequemen Sesseln und einem vielseitigen Programm. Lesungen, Workshops, Ausstellungen und Brettspiele machen den Aufenthalt abwechslungsreich, während ein neugestalteter Kinderbereich Familien zum Verweilen einlädt. Wer sich informieren oder inspirieren lassen möchte, findet hier nicht nur Bücher und Medien, sondern auch einen Raum für Austausch und neue Ideen. Diese Veränderung war auch schon ein Vorgriff auf die im Jahr 2025 folgende Schließung des Ständehaussaales im Zuge der Sanierung des Neuen Ständehauses. So kann nun das Erdgeschoß flexibel und einfach für Veranstaltungen und Lesungen umgestaltet werden. Doch die Neuerungen reichen weit über das Erdgeschoss hinaus. Das 1. Obergeschoss fördert gemeinschaftliches Arbeiten und beherbergt eine sorgfältig ausgewählte Sachbuchsammlung. Durch eine Reduzierung des Sachbuchbestands um nicht mehr gefragte Titel konnte Platz für großzügige Arbeits- und Sitzbereiche geschaffen werden. Dabei stand Nachhaltigkeit im Fokus: Bestehende Möbel wurden weiterverwendet und flexibel integriert. Auch das Lernstudio hat eine neue Bestimmung gefunden. Nachmittags bietet es Schülerinnen und Schülern Raum für Gruppenarbeiten, während vormittags Klassen Workshops besuchen. Das 2. Obergeschoss bietet mit Romanen, Zeitungen und PC-Arbeitsplätzen weiterhin einen Rückzugsort für konzentriertes, stilles Lesen und Lernen. Die Neugestaltung der Zentrale im Ständehaus bietet die Chance, einen lebendigen Ort der Begegnung zu schaffen. Sie schärft das Profil einer Bibliothek, die mitten im Leben steht, Austausch fördert und zur Belebung der Innenstadt beiträgt. Die Kinderecke wurde ins Erdgeschoss verlegt und neu möbliert | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |8Stadtbibliothek Neustart Koha: Reibungslose Migration, innovative Features und stadtweite Ausleihe Im November 2023 fiel die Entscheidung für das Open-Source-Bibliothekssystem Koha, als Nachfolger der bisherigen Bibliothekssoftware Bibdia. © Mockup: AdobeStock – Carkhe | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 9Stadtbibliothek Bereits im Dezember 2023 startete das erste Projekttreffen, gefolgt von acht Monaten intensiver Vorbereitung. Dank strukturierter Projektleitung und engagiertem Bibliotheksteam verlief die Migration der Medien- und Benutzerdaten vollkommen reibungslos. Die Datenübernahme erfolgte mit eigenen Migrationsprogrammen, wodurch externe Kosten vermieden wurden. Nach nur einer Woche Schließzeit ging Koha am 27. August in den Produktivbetrieb. Die neue zentrale Software der Stadtbibliothek verwaltet alle bibliothekarischen Prozesse wie Katalogisierung, Erwerbung, Ausleihe und Rückgabe. Das neue Kundenportal bietet eine moderne Rechercheplattform mit verbesserten Benachrichtigungen und individuellen Merklisten. Leser*innen können ihren Ausweis online verlängern, Zahlungen direkt vornehmen und nahtlos in digitale Angebote wechseln. Mit Koha fiel der Startschuss für einen neuen, schon lange ersehnten Service: die stadtweite Ausleihe. Leser*innen können sich nun per Mausklick Medien von einem Bibliotheksstandort zum anderen bestellen beziehungsweise vormerken und dort ausleihen. Um die rasant anwachsende Zahl an Lieferungen zwischen den Standorten bewältigen zu können, wurde ein externer Transportdienst beauftragt und die Zahl der Vormerkungen und Bestellungen auf fünf Medien pro Nutzer*in reduziert. Mit der Einführung von Koha hat die Stadtbibliothek Karlsruhe einen zukunftsweisenden Schritt gemacht, der nicht nur den Service für die Nutzer*innen verbessert, sondern auch neue Möglichkeiten für eine flexible und moderne Bibliotheksnutzung eröffnet hat. Das neue Portal finde ich super – besonders den bibtip, der andere passende Medien vorschlägt sowie die Liste, welche Medien meine Kinder schon ausgeliehen hatten. Tina D., Leserin der Stadtteilbibliothek Neureut Warum Koha? Koha ermöglicht individuelle Anpassungen (Plugins) und kosteneffiziente Weiterentwicklungen durch seine Open-Source-Struktur. Fast täglich werden nun zahlreiche Kisten mit Medien zwischen den Stadtteilen hin- und hergeschickt © Stadt Karlsruhe, Fotos: Boris Burghardt | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |10Stadtbibliothek Lauschen, basteln und lachen Leseförderung in der Stadtbibliothek – mal heimelig und vertraut, mal ganz prominent. In der Kinder- und Jugendbibliothek sowie in den Stadtteilbibliotheken erwachen fast täglich Gespenster zum Leben, Ritter statten ihren Besuch ab, es wird gemurmelt, gebastelt, gelauscht und gelacht. Mit Vorleseveranstaltungen leisten die Karlsruher Bibliotheken einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung. Vorlesen erweitert den Wortschatz, stärkt das Sprachgefühl, schult Konzentration sowie Vorstellungskraft und weckt die Lust am Selbstlesen. Vorleseveranstaltungen sind bei Karlsruher Kindern äußerst beliebt: 2024 wurde in 185 Veranstaltungen 2336 Kindern vorgelesen. © Stadt Karlsruhe, Fotos: Boris Burghardt | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 11Stadtbibliothek Maren Krähling-Pilarek im Gespräch mit Juri Tetzlaff Maren Krähling-Pilarek: Was macht eine gelungene Vorleseveranstaltung aus? Juri Tetzlaff: Dass man gemeinsam in eine Geschichte eintaucht! Egal ob Theater oder Lesung – ein gutes Buch wird lebendig, wenn die Zuhörer*innen sich darauf einlassen. Maren Krähling-Pilarek: Wie wichtig ist Vorlesen für die Lesekompetenz? Juri Tetzlaff: Bücher brauchen Zeit, bis man gefesselt ist – anders als audiovisuelle Medien. Beim Vorlesen kann das Tempo angepasst werden, man kann reagieren und mit den Kindern interagieren. Vorlesen führt Kinder an den Zauber von Geschichten heran. Maren Krähling-Pilarek: Du bist ja ursprünglich Karlsruher. Hast du als Kind die Stadtbibliothek genutzt? Juri Tetzlaff: Ja, die Stadtteilbibliothek Durlach habe ich oft genutzt. Als Teenager haben wir dort Bücher zu Themen gesucht, die uns interessierten, aber zu Hause schwer anzusprechen waren – das war sehr wertvoll. Heute gehe ich mit meinen Kindern in Bibliotheken und nutze sie selbst auf Reisen zum Arbeiten. Bibliotheken sind für mich ein Ort der Ruhe und Inspiration, egal ob mit Laptop oder Buch. Maren Krähling-Pilarek: Welche Rolle spielen Bibliotheken heute für Kinder? Juri Tetzlaff: Bibliotheken sind ein riesiger Schatz! Wo sonst findet man so viele Bücher zu jedem Thema? Sie sind Orte des Entdeckens, Austauschs und der Inspiration. Bücher sind auch etwas Haptisches und bergen einfach eine ganz eigene Welt und eine eigene Magie. Natürlich verändert sich die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen, aber Bibliotheken sind immer noch wichtige Orte, um das Medium Buch kennenzulernen und sich auszutauschen. Kinder können dort selbstständig Themen entdecken oder sich von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren beraten lassen – das finde ich großartig. Ich finde, Bibliotheken sind der heilige Gral des Lesens und der muss geschützt und erhalten werden. Besondere Highlights sind Besuche prominenter Vorlesegäste. Im Sommer 2024 begeisterte zum Beispiel Juri Tetzlaff, bekannt aus der KiKA-Sendung „Das Baumhaus“, die jungen Zuhörer*innen in der Kinder- und Jugendbibliothek. Die Kinder lauschten gespannt, stellten neugierige Fragen zum Baumhaus und gingen glücklich mit Autogrammkarten nach Hause. | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |12Stadtbibliothek Menschen kamen in die Bibliothek 536.012 Veranstaltungen und Workshops mit 13.681 Teilnehmenden 774 Entleihungen, davon über 20 Prozent Entleihungen von digitalen Medien 1.664.650 -mal wurden Brettspiele ausgeliehen und hinterher auf Vollständigkeit gezählt 19.463 | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 13Stadtbibliothek -mal wurden Konsolenspiele ausgeliehen 18.066 Neuanmeldungen, davon über 50 Prozent (3.075) von Kindern und Jugendlichen 5.996 © Stadt Karlsruhe, Fotos: Boris Burghardt | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |14UNESCO City of Media Arts UNESCO Creative City of Media Arts Karlsruhe „sleeping trees“ von Alex Besta im Kontext von „Media art is here“ 2024 | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 15UNESCO City of Media Arts UNESCO Creative City of Media Arts Karlsruhe Karlsruhe blickt auf fünf erfolgreiche Jahre als bislang einzige deutsche UNESCO Creative City of Media Arts zurück. Im vergangenen Jahr hat die Stadt eine Reihe neu konzipierter Projekte umgesetzt und bereits bestehende, erfolgreiche Formate weiterentwickelt. Damit stärkt Karlsruhe kontinuierlich ihr Profil als Medienkunststadt und fördert den Austausch zwischen Kunst, Technologie und Gesellschaft. Die aktive Teilnahme am internationalen Netzwerk der UNESCO Creative Cities ermöglicht es, wegweisende Impulse aus der weltweiten Medienkunstszene aufzunehmen und eigene Innovationen global sichtbar zu machen. Dieser kreative Dialog bereichert nicht nur die lokale Kulturlandschaft, sondern positioniert Karlsruhe als einen zentralen Knotenpunkt für digitale und mediale Kunstformen. Wiederkehrende Projekte und Veranstaltungen 2024 „ Februar: Medienkunst-Präsentation auf der art karlsruhe „ Februar: Kunstrauschen Karlsruhe „ April: Media Arts Film Scholarship (INDEPENDENT DAYS | Internationales Filmfest) „ August bis September: Ausstellung „Media art is here“ „ November: Start des Austauschprojekts Cali to Karlsruhe 2024-2025 Ausschreibungen „ Mai bis September: Projektförderprogramm für Medienkunst „ Juni bis September: The Future is Today „ September bis November: dm-Award „connecting worlds“ Neu in 2024 „ September: Eröffnung studio hö „ Oktober: Kurzfilmpreis PRIDE PICTURES PRISM „ Oktober: Start Austauschprojekt CULT © Felix Grünschloß | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |16UNESCO City of Media Arts Medienkunst erlebbar machen: Lokale Präsenz und kreative Impulse Karlsruhe zeigte auch im vergangenen Jahr eine starke lokale Präsenz und machte Medienkunst in der Stadt erlebbar. Auf der Kunstmesse art karlsruhe präsentierte sich die UNESCO Creative City of Media Arts in Kooperation mit dem ZKM und der Hochschule für Gestaltung auf einer Gemeinschaftsfläche mit eindrucksvollen Medienkunstwerken, die ein vielfältiges Spektrum des künstlerischen Schaffens in Karlsruhe und darüber hinaus vermittelten. Von besonderer Bedeutung war dabei der Dialog zwischen Medienkünstlerinnen unterschiedlicher Generationen. Unter dem Titel „Hybrid Echoes“ traten Arbeiten von Studierenden in einen Dialog mit Werken renommierter Künstlerinnen aus dem ZKM-Archiv. Die Gegenüberstellung zeigte, wie sich Fragen der Identität und Selbstwahrnehmung über Generationen hinweg in der Medienkunst widerspiegeln. © Oliver-Selim Boualam © Oliver-Selim Boualam © Felix Grünschloß | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 17UNESCO City of Media Arts Der über die UNESCO City of Media Arts ausgelobte Kurzfilmpreis PRIDE PICTURES PRISM setzte ein starkes Zeichen für Vielfalt und gesellschaftlichen Diskurs. Der Filmpreis wurde 2024 zum ersten Mal beim 31. Queer Film Festival vergeben. Ausgezeichnet wurde „Yo maté a Lucca“ [I Killed Lucca] der mexikanischen Regisseurin Ana Moreno Hernández. Der Preis ermöglicht, queere Filmprojekte sichtbar zu machen und Filmschaffende zu fördern. Jury des Pride Pictures Prism, Daniela Burkhardt, Silvia Neves, Andreas Bühlmann Ein weiterer Meilenstein war die Eröffnung des neuen Standortes studio hö, ein Produktions- und Ausstellungsraum für Medienkunst und Fotografie, in der Kaiserstraße 3 in Kooperation mit der Hoepfner Stiftung. Durch die markante Architektur des Gebäudes, mit seinen großen Rundbogenfenstern, werden im studio hö kreative Prozesse im urbanen Raum transparent gemacht – und der Puls der Stadt fließt unmittelbar in die Kunst ein. Am 23. Februar 2024 fand das Kunstrauschen im Rahmen der art karlsruhe erstmals statt und bot faszinierende Einblicke in verborgene Räume und kreative Orte der Stadt. Rund 15 Projekträume und Offspaces öffneten ihre Türen und ermöglichten Kunstinteressierten, abseits des Mainstreams in ungezwungener Atmosphäre die lokale Szene kennenzulernen. Das Format stärkt damit die Sichtbarkeit der freien Szene und schafft eine lebendige Verbindung zwischen zeitgenössischer Kunstpraxis und dem internationalen Profil der Stadt im Bereich Medienkunst. © Juli Lenz „Between Dreams and Reality“ von Anna-Lina Helsen im Zuge von „Media art is here“ 2024 | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |18UNESCO City of Media Arts Media art is here Die Ausstellung „Media art is here“ verwandelte im Sommer 2024 erneut den öffentlichen Raum Karlsruhes in eine lebendige Plattform für zeitgenössische Medienkunst und stellte unter Beweis, wie digitale und interaktive Kunstformen unsere Wahrnehmung erweitern. Mit einem Fokus auf die Vielseitigkeit moderner Medienkunst verband die Ausstellung innovative Technologien und verschiedene künstlerische Techniken, um immersive Erlebnisse und neue Perspektiven auf unsere Welt zu ermöglichen. Insgesamt wurden 13 Medienkunstwerke von lokalen und internationalen Künstler*innen, Kollektiven und Initiativen auf Straßen und Plätzen, an Gebäudefassaden, in Parks und Schaufenstern gezeigt. Die Ausstellung zählt zu den zentralen Projekten der Geschäftsstelle UNESCO City of Media Arts in Karlsruhe, da sie jährlich innovative künstlerische Positionen sichtbar macht und die Stadt als aktiven Schauplatz internationaler Medienkunst etabliert. „Media art is here“ leistet damit nicht nur einen Beitrag zur Sichtbarkeit von Kunst im öffentlichen Raum, sondern betont auch die gesellschaftliche Relevanz von Kunst als Impulsgeberin für kulturellen Wandel. 'Media art is here' verankert Karlsruhe als bedeutenden Standort für Medienkunst und hebt deren gesellschaftliche Relevanz hervor. Sie steht für unser Engagement, Kunst als Motor für kulturelle Dynamik und gesellschaftliche Veränderung zu fördern. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Insta-Walk zu „Media art is here“ 2024 © Bruno Kelzer „Natural Flow“ von Jihye Jang im Kontext von „Media art is here“ 2024 | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 19UNESCO City of Media Arts Die Ausstellung fand wie jedes Jahr parallel zu den SCHLOSSLICHTSPIELEN, vom 15. August bis 15. September, statt – kostenfrei und für alle zugänglich. Ein besonderes Highlight bildeten zudem die kostenlosen geführten Fahrrad-Touren, die Besucher*innen nicht nur zu den ausgestellten Werken führten, sondern auch tiefere Einblicke in deren Entstehung und konzeptionellen Hintergründe vermittelten. So lädt „Media art is here“ dazu ein, die Grenzen der Kunst neu zu denken und den öffentlichen Raum in Karlsruhe als lebendigen Ort der Begegnung und Inspiration zu erleben. Im Rahmen der SCHLOSSLICHTSPIELE sowie an zwei weiteren Standorten in Karlsruhe wurde außerdem die interaktive Medieninstallation „Particles Ensemble“ gezeigt. Mit ihrer innovativen Verbindung aus digitaler Kunst und immersivem Erlebnis setzte das Projekt von Overlapping Studio neue Maßstäbe und begeisterte ein breites Publikum. Klanglandschaften und visuelle Elemente wurden in Echtzeit miteinander verwoben: Über Infrarotsensoren wurden die Bewegungen der Besucher*innen erfasst und in abstrakte Projektionen auf der Schlossfassade übersetzt – je aktiver das Publikum, desto intensiver das visuelle Geschehen. Das Werk entstand im Rahmen des erstmals vergebenen dm-Awards „connecting worlds“, der mit 10.000 Euro dotiert ist und Projekte auszeichnet, die digitale Projection Mappings mit dem analogen Stadtraum Karlsruhes verbinden. Der Award knüpft an die Idee der SCHLOSSLICHTSPIELE an, indem er gezielt Vorhaben fördert, die Interaktion, technische Innovation und künstlerische Vision im öffentlichen Raum miteinander verschmelzen lassen. „Particles Ensemble“ von Overlapping Studio im Kontext der SCHLOSSLICHTSPIELE 2024 © Felix Grünschloß © Dirk Goldhorn | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |20UNESCO City of Media Arts Internationale Zusammenarbeit und Vernetzung Die internationale Zusammenarbeit wurde 2024 weiter ausgebaut, um den Austausch zwischen Städten und Kunstschaffenden zu stärken. Nach dem erfolgreichen Aufruf im Jahr 2023 schrieb Karlsruhe in Kooperation mit der kolumbianischen Medienkunststadt Cali das internationale Austauschprogramm „Cali to Karlsruhe“ erneut aus. Zwei Medienkünstler*innen aus den beiden Städten wurden für einen 17-tägigen Austausch ausgewählt, um gemeinsam ein Medienkunstwerk zu entwickeln. Der erste Aufenthalt fand im November 2024 in Cali statt. Mit der italienischen Partnerstadt Modena wurde das EU-geförderte Projekt CULT initiiert, um den interkulturellen Austausch und den Dialog zwischen Bürger*innen der beiden Medienkunststädte zu fördern. Darüber hinaus stärkte die Teilnahme an Konferenzen, zum Beispiel an der UNESCO-Jahreskonferenz in Braga (Portugal), am KIKK-Festival in Namur (Belgien) oder an der Media Art Cities Conference in Enghien-Les-Bains (Frankreich), die internationale Vernetzung und erhöhte die internationale Sichtbarkeit. 2024 erstellte Karlsruhe erstmals einen Monitoring Report für das UNESCO Creative Cities Netzwerk. Dieser Bericht dokumentiert die Erfolge und Herausforderungen der Stadt im Bereich Kultur und Kreativität und liefert wichtige Impulse für die weitere Entwicklung der Medienkunstszene. Der Bericht betont die Rolle von Karlsruhe als Vorreiterin in der Medienkunst und ihre Verbindungen zu globalen Initiativen, die zur nachhaltigen Entwicklung beitragen. „Radio-Choreographie#2: Acts of Transmission“ von Mira Hirtz und Netta Weiser im Kontext von „Media art is here“ 2024 © Felix Grünschloß | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 21UNESCO City of Media Arts Ausblick und Aktionsplan für die kommenden Jahre Auch in den kommenden Jahren bleibt es ein zentrales Anliegen, Medienkunst im öffentlichen Raum erlebbar zu machen. Internationale Kooperationen, wie das 2024 gestartete Projekt CULT, setzen neue Impulse und fördern den kreativen Austausch mit gegenseitigen Besuchen in Karlsruhe und Modena im Jahr 2025. Gleichzeitig spielt die Kultur- und Kreativwirtschaft sowie die freie Szene eine entscheidende Rolle in der Stadtentwicklung und wird weiterhin mit Veranstaltungen wie dem Kunstrauschen gezielt unterstützt. Die Entwicklung nachhaltiger Stadtgesellschaften durch diese Akteure ist eines der wichtigsten Ziele des UNESCO Creative Cities Netzwerk. „New Fossils“ von Paris Díaz und Gerardo Nolasco-Rózsás im Kontext von „Media art is here“ 2024 © Felix Grünschloß | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |22 geförderte Projekte 13 News- und Kalenderbeiträge auf der Website Einreichungen in sechs öffentlichen Ausschreibungen für Medienkunstprojekte bilaterale Städteaustauschprojekte 80 250 5 UNESCO City of Media Arts „Fungal Frequencies“ von SurrealLabor im Kontext von „Media art is here“ 2024 | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 23 Euro Gesamtfördervolumen 126.268 UNESCO Cities of Media Arts weltweit, Karlsruhe gehört dazu UNESCO Creative Cities weltweit in sieben Sparten 25 350 © Felix Grünschloß UNESCO City of Media Arts | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |24Städtische Galerie Die Städtische Galerie – das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst der Stadt | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 25Städtische Galerie © ARTIS – Uli Deck Das Jahr 2024 war geprägt von der fortgesetzten Reflexion darüber, wie das Museum seine Sammlung und seine Rolle in der Stadt weiterentwickeln kann. Im Fokus stand die Fortführung des dynamischen Ausstellungskonzepts „Update! Die Sammlung neu sichten“ (ab 18. Mai 2024), das in wechselnden Themenräumen Werke aus 120 Jahren Kunstgeschichte in immer wieder neue Dialoge bringt. Parallel dazu setzte die SGK verstärkt auf digitale Vermittlungsstrategien. Zudem wurden interaktive Angebote für Kinder und Erwachsene ausgebaut, die es ermöglichen, Ausstellungserlebnisse durch digitale Inhalte zu vertiefen. In einem der größten Industriedenkmäler Deutschlands zeigt die Städtische Galerie Karlsruhe (SGK) Wechselausstellungen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts und präsentiert Werke aus ihrer mehr als 20.000 Werke umfassenden Sammlung. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf Fotografie und Malerei nach 1945. Zugleich ist die SGK ein Labor und Schaufenster für das aktuelle Kunstschaffen in der Stadt. Mit ihrem vielfältigen Programm für Menschen aller Altersgruppen versteht sie sich als lebendiger Ort für kreative Kunstvermittlung und interdisziplinären Austausch. | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |26Städtische Galerie Das Ausstellungsjahr Vielfalt und internationale Perspektiven Das Jahr 2024 stand in der Städtischen Galerie Karlsruhe im Zeichen künstlerischer Vielfalt und internationaler Perspektiven. In einem spannungsvollen Dialog zwischen historischen Positionen und zeitgenössischer Kunst wurde deutlich, wie vielschichtig und aktuell museale Auseinandersetzungen mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sein können. Von der Wiederentdeckung vergessener Künstlerinnen der Moderne über poetische Rauminterventionen bis hin zu experimentellen Projekten im Spannungsfeld von Kunst und Ökologie – die Ausstellungen näherten sich drängenden Themen auf ästhetisch wie inhaltlich vielfältige Weise. Interkultureller Dialog und globale Zusammenhänge spielten ebenso eine Rolle wie die kritische Reflexion künstlerischer Produktionsbedingungen. Fotografie als Medium zwischen Dokumentation und künstlerischem Ausdruck erhielt ebenso Raum wie performative Installationen oder die Auseinandersetzung mit Erinnerung und Geschichte. Dabei verband das Programm stets ein gemeinsamer Gedanke: Kunst als Resonanzraum für gesellschaftliche Entwicklungen erfahrbar zu machen und dabei neue Perspektiven zu eröffnen. So viel Anfang! Künstlerinnen der Moderne und ihr Werk nach 1945 bis 25. Februar 2024 6.562 Besucher*innen Leni Hoffmann: „UBIK_un pezzolino da cielo“ 23. März bis 25. August 2024 7.032 Besucher*innen Katarina Baumann. 100 Jahre ohne Gedächtnis 23. März bis 23. Juni 2024 5.733 Besucher*innen gute aussichten. FOKUS: Mexiko – Deutschland 18. Mai bis 3. November 2024 11.171 Besucher*innen Hydromedia – Seeing with Water 19. Juli bis 8. September 2024 3.506 Besucher*innen Elliott Erwitt: Vintages 21. September 2024 bis 26. Januar 2025 12.321 Besucher*innen Kalin Lindena: Schatten von Wind 1. Dezember 2024 bis 6. April 2025 3.437 Besucher*innen | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 27Städtische Galerie Eindrücke aus der Sonderausstellung „Elliott Erwitt. Vintages” Führung in der Sammlungsschau „Update! Die Sammlung neu sichten – Szenenwechsel 2“ © Anne-Sophie Stolz Elliott Erwitt, USA, NYC, 1946 © Elliott Erwitt / Magnum Photos © ARTIS-Uli Deck | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |28Städtische Galerie Neue Highlights in der SGK Die Sammlung der SGK umfasst über 20.000 Werke und erstreckt sich von der Romantik über die Moderne und die Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Der Fokus liegt auf Malerei und Fotografie, ergänzt durch Plastiken, Objekte, Zeichnungen, Grafiken sowie Installations- und Medienkunst. Die Ankäufe im Jahr 2024 stärkten gezielt diese Schwerpunkte. Neben vielen weiteren Neuerwerbungen konnten durch Ankäufe kleinere Werkgruppen erweitert werden, die für bestimmte künstlerische Schaffensphasen stehen. Dazu zählen Arbeiten von Elsa & Johanna (*1990 und *1991), Hannah Cooke (*1986), Michael Schmidt (1945 – 2014), Marcel van Eeden (*1965) und Ulla von Brandenburg (*1974). Zudem erhielt die SGK bedeutende Schenkungen, darunter Werke von Karl Hubbuch (1891 – 1979), Otto Laible (1898 – 1962), Klaus Langkafel (1941 – 2007), Gustav Kluge (*1947) und Elke Wree (*1940). Unter den Ankäufen besonders hervorzuheben ist das Selbstporträt von Rudolf Schlichter aus dem Jahr 1925, ein herausragendes Werk der Neuen Sachlichkeit. Es zählt zu den seltenen Selbstbildnissen des Künstlers und gewährt wertvolle Einblicke in seine Selbstwahrnehmung in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher und politischer Umbrüche. © Rudolf Schlichter, Selbstbildnis, um 1925, Städtische Galerie Karlsruhe | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 29Städtische Galerie Das dynamische Ausstellungskonzept „Update! Die Sammlung neu sichten“ erfährt durch halbjährliche „Szenenwechsel“ eine stetige Erneuerung. Seit Juli 2023 begegnen sich auf 1.500 Quadratmetern Malerei, Skulptur, Grafik, Fotografie und Videokunst in epochen- und medienübergreifenden Themenräumen. Die Werke treten in Dialog und thematisieren Identität, Geschlechtergerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Migration, Rituale und gesellschaftliches Miteinander. Speziell konzipierte Künstler*innenräume setzen zusätzliche Impulse. 2024 realisierten Leni Hoffmann (*1962) und Kubra Khademi (*1989) ortsspezifische Installationen. Hoffmann nutzte in situ-Arbeiten, um architektonische Strukturen des Museums zu hinterfragen. Kubra Khademis Arbeit „Bread, Work, Freedom“ versammelt hochrangige Politikerinnen in fünf großformatigen Diptychen, um eine neue Weltordnung zu reflektieren. Im Zusammenspiel mit einem Schaudepot und Forschungsarchiv werden zudem Fragen zur Sammlungsgeschichte und zur eigenen institutionellen Identität aufgeworfen. Blick ins Depot der Städtischen Galerie Karlsruhe © Anne-Sophie Stolz Szenenwechsel 1 | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |30Städtische Galerie Leihgaben und internationale Vernetzung Die Kunstwerke der SGK sowie der Sammlung Garnatz waren 2024 Teil des internationalen Leihverkehrs. Renommierte Institutionen wie die National Gallery of Canada, der Prado in Madrid, die Kunsthalle Mannheim, das Kurpfälzische Museum Heidelberg, das LA8 Baden- Baden und das Museum Wiesbaden wurden mit Werken aus der SGK unterstützt. Das Hubbuch-Archiv – Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung Seit 2020 beherbergt die SGK den umfangreichen Nachlass von Karl Hubbuch. Das Hubbuch-Archiv bietet Besucher*innen Einblicke in die wissenschaftliche Erschließung, Restaurierung und Digitalisierung seines Werks. Die Einrichtung dient gleichzeitig als Arbeitsraum, Vorlegeraum für Grafiken und Archivalien sowie als Präsenzbibliothek. 2024 wurde die Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung fortgesetzt, wodurch ein Konvolut von 100 Papierarbeiten inventarisiert, digitalisiert und restauriert werden konnte. Sammlungsqualifizierung Die Landesstelle für Museen Baden-Württemberg unterstützte die SGK mit einer Zuwendung von 20.000 Euro im Rahmen des Programms „Sammlungsqualifizierung“. Ziel war die systematische Erfassung von 300 bedeutenden Werken, um diese für eine zukünftige Online- Sammlung zugänglich zu machen. Die viermonatige Projektlaufzeit ermöglichte eine umfassende Dokumentation und Restaurierung der ausgewählten Werke. | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 31Städtische Galerie Vermittlung neu denken! Die SGK versteht sich als lebendiger Ort der Kunstvermittlung. Durch Führungen, Kunstgespräche und Workshops schafft sie Räume für Austausch und kreative Begegnung. Ein besonderes Augenmerk liegt auf kultureller Teilhabe, Inklusion und Barrierefreiheit. Zwei zentrale Vermittlungsprojekte sind: „ „Museum in der Box“: Ein mobiles Museum fährt mit einem Lastenfahrrad zu Schulen, um Kunst direkt ins Klassenzimmer zu bringen. 2024 nahmen 30 Klassen aus 12 Schulen an diesem Projekt teil. „ „Mit Kindern Ansehen“: Ein interkultureller Familiennachmittag, der Kunstbetrachtung mit kreativen Workshops verbindet. In Kooperation mit der vhs Karlsruhe richtet sich das Projekt an Familien mit Kindern zwischen 3 und 12 Jahren. Mitmachen und Mitgestalten Die Ausstellung „Elliott Erwitt. Vintages“ bot mit interaktiven Stationen und einer „Kid’s Zone“ neue partizipative Erlebnisse. Die Initiative „Deine Ausstellung“ ermöglichte es Besucher*innen, eigene Fotografien einzureichen, die in den Ausstellungsräumen präsentiert wurden. Der große Erfolg dieser Vermittlungsformate bestärkt die SGK darin, Partizipation weiter auszubauen. © Bruno Kelzer © Anne-Sophie Stolz © Anne-Sophie Stolz | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |32 Das Angebot „Museum in der Box“, ein Lastenrad als mobiles Museum. Städtische Galerie Menschen besuchten die Sammlungs- und Sonderausstellungen 39.516 Führungen 222 Kinderworkshops 134 | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 33 © ARTIS – Uli Deck Städtische Galerie Besucher*innen in der Dauerausstellung „Update! Die Sammlung neu sichten“ 21.040 Besucher*innen in der Ausstellung „Elliott Erwitt. Vintages“ 12.321 Besucher*innen am Tag der offenen Tür 2.620 | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |34Kulturbüro Das Kulturbüro – sichtbar und nahbar | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 35Kulturbüro 2024 stand ganz im Zeichen des Dialogs: zwischen Verwaltung, Kulturszene und den Institutionen, zwischen verschiedensten Kunstformen und Stadtgesellschaft. Das Kulturbüro war Anlaufstelle, Möglichmacherin und Impulsgeberin zugleich. Mit neuen Formaten, gezielter Netzwerkarbeit und einer aktiven Präsenz vor Ort und online ist es gelungen, Verbindungen zu schaffen und das Kulturbüro sichtbarer zu machen. Sichtbar und nahbar zu sein bedeutete dabei auch, zuzuhören, Perspektiven zu wechseln und Räume für Beteiligung zu schaffen. Wir leben das Kulturbüro mit Teamgeist – und mit dem großen Antrieb, der Kultur Wege zu ebnen. Susanne Ablaß Highlights 2024 „ Kunstrauschen – Nacht der Projekträume, 23. Februar 2024 „ Launch Instagram-Kanal des Kulturbüros, 5. März 2024 „ Internationale Wochen gegen Rassismus Karlsruhe, 10. bis 24. März 2024 „ KreativStart – Kongress für kreative Unternehmen, 23. April 2024 „ Kulturwerkstatt „Publikum 360°“, 22. Juni 2024 „ 24. Reinhold-Frank- Gedächtnisvorlesung, 17. Juli 2024 „ Launch Website des Kulturbüros, 25. Oktober 2024 | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |36 Knotenpunkt für Kultur und Stadtgesellschaft Kulturbüro Kultur ist Vielfalt – und genau diese Vielschichtigkeit prägt auch die Arbeit des Kulturbüros Karlsruhe. Als zentrale Anlaufstelle im Kulturamt richtet sich das interdisziplinär arbeitende Team an Kulturschaffende aller Sparten – von Bildender und Darstellender Kunst über Musik, Literatur und Medienkunst bis hin zu Soziokultur und Interkultur. Das Kulturbüro begleitet, berät und fördert Institutionen, Projekte und Einzelpersonen – finanziell, inhaltlich und organisatorisch. Dabei wird Kulturförderung als ganzheitliche Aufgabe verstanden, die weit über das Gewähren von Zuschüssen hinausgeht. Gleichzeitig versteht sich das Kulturbüro als Brücke zwischen Kulturakteur*innen und Stadtgesellschaft. Es schafft Räume für Teilhabe, informiert über kulturelle Themen und stärkt durch gezielte Vernetzung die kulturelle Infrastruktur der Stadt – sichtbar, nahbar und im partnerschaftlichen Dialog mit der Kulturlandschaft. Der Auftrag Das Kulturbüro der Stadt Karlsruhe vernetzt Kulturschaffende, fördert Institutionen, Projekte und künstlerische Vielfalt – von klassischen Gattungen bis zu innovativen Kunstsparten. Partizipation, Nachhaltigkeit und soziale Aspekte stehen im Fokus, stets im Rahmen von Gestaltungsfreiheit und Gleichbehandlung. Um das Auseinanderdriften unserer Gesellschaft aufzuhalten, ist es unerlässlich, auch die bislang Unerreichten zu erreichen, auch den stillen Gruppen Gehör zu verschaffen und die Wünsche und Bedürfnisse aller Menschen wahrzunehmen. Bürgermeister Dr. Albert Käuflein Runder Tisch Darstellende Kunst | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 37Kulturbüro Vernetzung – Darstellende Kunst und Offspaces im Dialog mit dem Kulturbüro Erstmals fand im April 2024 ein Runder Tisch Darstellende Künste statt. Die sehr heterogene, freie Darstellende-Kunst- Szene traf sich im auszubauenden „Haus der Produktionen“ auf dem Alten Schlachthof, tauschte Standpunkte und Bedarfe aus und bekam mit diesem offenen Format die Möglichkeit, sich kennenzulernen und sich zu vernetzen. Der bereits bestehende Runde Tisch Offspaces | Bildende Kunst hat seine Arbeit erfolgreich fortgesetzt. Es wurde auf Augenhöhe diskutiert und gemeinsame Themen wurden besprochen. Als Ergebnis der sehr guten Zusammenarbeit fand im Februar 2024 parallel zur art karlsruhe erstmalig das „Kunstrauschen“ statt – ein Abend der Offspaces und Projekträume der freien Kunstszene Karlsruhes. Publikum 360° – Karlsruher Kulturakteure diskutierten über kulturelle Teilhabe und Zugang für alle Zahlreiche Kulturschaffende sind am 22. Juni 2024 dem Aufruf des Kulturbüros gefolgt, um nach 5-jähriger Pause wieder zu einer Kulturwerkstatt zusammenzukommen und gemeinsam über ein Thema zu diskutieren. „Publikum 360°“ stand als Titel Pate für zahlreiche Herausforderungen, mit denen der Kulturbetrieb nicht erst seit der Corona Pandemie konfrontiert ist: Kulturelle Teilhabe, Zugang für alle, Partizipation, Diversität münden in die zentralen Fragen, wen die aktuellen Kulturangebote und Formate erreichen und insbesondere wen sie nicht erreichen und warum. Kulturwerkstatt im Kulturzentrum Tollhaus Die Kulturwerkstätten ... sind ein Format, das im Rahmen der Erstellung des „Kulturkonzept 2025 der Stadt Karlsruhe“ gegründet wurde. Kulturszene und Kommunalpolitik kommen regelmäßig zusammen, um über bestimmte Fragestellungen zu diskutieren und sich einzubringen. Kulturwerkstätten fanden zuvor zu den Themen „Ehrenamt“, „Die Bunte Stadt“ und „Nachhaltigkeit“ statt. © Stadt Karlsruhe, Kulturbüro, Foto: Daniela Süße © Stadt Karlsruhe, Kulturbüro, Foto: Daniela Süße © Stadt Karlsruhe, Kulturbüro, Foto: Boris Burghardt | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |38Kulturbüro Nahbarkeit Bunte Stadt – Kultur als Brücke für gesellschaftlichen Zusammenhalt Das Projekt „Bunte Stadt“ hat zum Ziel, kulturelle und soziale Teilhabe vorzugsweise in den Stadtteilen vor Ort zu fördern. Mit kreativen und partizipativen Formaten vernetzte das Projekt auch 2024 wieder lokale Akteur*innen, Ehrenamtliche und Kultureinrichtungen und stärkte die kulturelle Infrastruktur vor Ort. Das Projekt findet im Rahmen der IQ-Arbeitsweise statt, die sich vor allem durch innovative und quervernetzte Arbeitsmethoden sowie agiler Vernetzung über Fach- und Hierarchiegrenzen hinweg auszeichnet. Durch aufsuchende Kulturarbeit werden gezielt Menschen erreicht, die sonst wenig Zugang zu kulturellen Angeboten haben. Vertraute Orte, bestehende Netzwerke und engagierte Schlüsselpersonen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Über Veranstaltungen, kreative Projekte und interdisziplinäre Kooperationen konnten in Stadtteilen wie Oberreut und Daxlanden nachhaltige Strukturen aufgebaut werden. Mobiler Kunstkiosk in Oberreut | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 39Kulturbüro K3-Büro – Mitten im Herzen der Kultur- und Kreativwirtschaft Das K³-Büro ist die zentrale Anlaufstelle für die Kultur- und Kreativwirtschaft in Karlsruhe und spielt eine entscheidende Rolle bei der Stärkung dieses dynamischen Wirtschaftszweigs. Als gemeinsames Projekt von Kulturbüro, Kulturamt und Wirtschaftsförderung unterstützt es Existenzgründungen und etablierte Kreativschaffende durch individuelle Beratung, Fachveranstaltungen und Netzwerkarbeit. Der Kreativpark Alter Schlachthof ist dabei ein idealer Standort, um Synergien zu schaffen, Ideen zu verwirklichen und neue Impulse für die Branche zu setzen. Durch gezielte Programme fördert das K³-Büro die Vernetzung, Professionalisierung und Sichtbarkeit kreativschaffender Akteur*innen und trägt so maßgeblich zur Weiterentwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft als wichtigen Wirtschaftsfaktor der Stadt bei. Seit 2024 bildet das K³-Büro innerhalb des Kulturbüros einen eigenen Fachbereich. Das stärkt die Sichtbarkeit und hebt die Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft hervor KreativStart – Kongress für kreative Unternehmen 7x7 – 7 Kreative in 7 Minuten © K3 © K3 © K3 | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |40Kulturbüro Sichtbarkeit Kommunikation auf neuen Kanälen: Homepage und Instagram Das Kulturbüro betreibt seit März 2024 einen Instagram- Kanal und hat seit Oktober 2024 eine eigene Homepage. Adressiert werden Kulturschaffende aller Disziplinen, die sich mit ihren Anliegen an das Kulturbüro wenden möchten. kulturbuero.karlsruhe.de kulturbuero_ka Haus der Produktionen: Ein neuer Ort für die Darstellenden Künste entsteht Auf dem Alten Schlachthof entsteht ein Ort für die Darstellenden Künste, der durch eine sehr engagierte private Initiative ausgebaut werden kann. Im Dezember 2024 hat das Kulturamt den Mietvertrag für das „Haus der Produktionen“ unterschrieben. © Stadt Karlsruhe, Foto: Boris Burghardt © Mockup: AdobeStock – Carkhe | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 41Kulturbüro Ausblick 2025 wird ein Jahr der Weiterentwicklung und Weichenstellung. Mit neuen Kolleg*innen, frischen Perspektiven und dem Ziel, Kulturarbeit noch wirksamer zu gestalten, steht das Kulturbüro vor einem bedeutenden Transformationsprozess. Insbesondere der anstehende Haushaltskonsolidierungsprozess stellt die Personalentwicklung und Wiederbesetzung von frei werdenden Stellen vor eine große Herausforderung. Neben der Begleitung der Kulturszene unter veränderten finanziellen Rahmenbedingungen wird es darum gehen, das entstandene Vertrauen zu festigen, tragfähige Netzwerke weiterzuentwickeln und die Kommunikation zwischen Verwaltung und Kulturschaffenden aktiv zu stärken. Die Erfahrungen aus 2024 bilden dafür eine sehr gute Grundlage – nun gilt es, gemeinsam neue Räume für Teilhabe, Sichtbarkeit und kreative Kooperation zu erschließen. Kulturförderung mal anders Im September 2024 hat das Kulturbüro einen gemeinsamen Workshop-Tag bei Prof. Dr. Tom Koch belegt. Kulturfinanzierung muss gerade in Zeiten knapper Kassen auf verschiedene Füße gestellt werden. Es gab wertvolle Impulse, um im Beratungsalltag den Kulturschaffenden gut aufgestellt begegnen zu können. Erfolg für die KulturLotsen: 2. Platz beim Staatsanzeiger Award Das Patenschafts-Projekt des Kulturbüros, der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel, dem Kinderschutzbund Karlsruhe und den Kulturpartner*innen, eröffnet jungen Menschen und ihren Pat*innen neue kulturelle Horizonte. Im Februar 2024 wurde das Projekt mit dem 2. Preis des Staatsanzeiger Awards in Stuttgart ausgezeichnet. Stadt Karlsruhe, Kulturbüro, Foto: Dirk Goldhorn © Jerome Braun | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |42Kulturbüro institutionell geförderte Kultureinrichtungen und Vereine 150 Beiträge im Kultur-Channel der Karlsruhe.App 104 Teilnehmer*innen an der Kulturwerkstatt 2024 76 Projektförderungen 413 | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 43Kulturbüro © Yoreme Walz, „Figuration“, © Ben Rentz Instagram Follower*innen 1.036 Teammitglieder mit Fachexpertise in allen Sparten und Kulturbereichen 21 | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |44Stadtarchiv & Historische Museen Stadtarchiv & Historische Museen – Das Kompetenzzentrum für die Karlsruher Stadtgeschichte Laternenführung auf dem Dachspeicher des Pfinzgaumuseums in der Karlsburg im Rahmen der KAMUNA | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 45Stadtarchiv & Historische Museen Die Zeugnisse der Vergangenheit für zukünftige Generationen zu bewahren, Forschung zu ermöglichen und die Geschichte der Stadt Karlsruhe für alle Interessierten anschaulich und spannend zu vermitteln, dafür engagiert sich das Team von Stadtarchiv & Historische Museen. Zur Abteilung gehören das Stadtarchiv, das Stadtmuseum, das Pfinzgaumuseum und die Erinnerungsstätte Ständehaus. Inspirierend zu sehen, wie sich Museum und Archiv ergänzen! Sie sind ein großes Vorbild! Machen Sie weiter so! Rückmeldung zur Sonderausstellung „Karlsruhe hat Pläne! Schatzkammer Bauakte“ im Stadtmuseum Karlsruhe Stadtarchiv & Historische Museen – Das Kompetenzzentrum für die Karlsruher Stadtgeschichte © Pfinzgaumuseum | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |46Stadtarchiv & Historische Museen Ich bin Durlacherin und stolz auf unser Museum und die fleißigen Mitarbeiter! Kommentar einer Besucherin zur Sonderausstellung „Durlach x 100“ Vor 100 Jahren eröffnete in Durlach das Pfinzgaumuseum in der Karlsburg. Zu diesem Jubiläum präsentierte eine Sonderausstellung 2024 dort 100 Schenkungen aus 100 Jahren, die die Verbundenheit der Bevölkerung mit „ihrem“ Museum belegen. Beliebt war hier das Angebot, mittels Audioguide zu ausgewählten Objekten den humorvollen Kommentaren von „Fräulein Susi Knöpfle“ zu lauschen. In einer weiteren Ausstellung wurden Arbeiten des Durlacher Fotografen Walter Schnebele präsentiert. Im Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais konnte man in die Baugeschichte der Fächerstadt eintauchen. Die Ausstellung „Karlsruhe hat Pläne! Schatzkammer Bauakte“ des Stadtarchivs stellte anhand von Plänen, Fotografien, Modellen und multimedialen Angeboten historische Gebäude vor. Vier Außenstationen der Ausstellung machten in der Innenstadt auf die Schau aufmerksam. Entdecken © Gustai/Pixelgrün | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 47Stadtarchiv & Historische Museen In der Erinnerungsstätte Ständehaus richteten kleinere Sonderausstellungen den Blick auf das Jubiläum „75 Jahre Grundgesetz“ und unter dem Titel „GLEICHBERECHTIGT?!“ besonders auf Artikel 3 des Grundgesetzes. Das Stadtarchiv ist auch regelmäßig Gastgeber für Tagungen und Fortbildungsveranstaltungen. 2024 war das Stadtarchiv federführend an der Organisation der Jahrestagung der AG Archive im Städtetag Baden-Württemberg beteiligt. Zu der wichtigen Netzwerkveranstaltung kamen über 100 Teilnehmende nach Karlsruhe. Darüber hinaus traf sich der Gesprächskreis für Sekretärinnen und Sekretäre der Stadtverwaltung im Stadtarchiv. Abgeschlossen werden konnten die im Vorjahr begonnene Online- Chronik „Karlsruhe und die Revolution von 1848/49“, die nun 33 bebilderte Beiträge umfasst, sowie die umfassende Biografie des Rechtsanwalts und Politikers Ludwig Marum mit Erscheinen des dritten Bands. Weiter ausgebaut wurde das auf bürgerschaftlichem Engagement beruhende Gedenkbuch für die Karlsruher Juden. © Gustai/Pixelgrün © Stadtarchiv Karlsruhe 8/PBS V 344 © Stadtarchiv/Brenneisen © Mockup: AdobeStock – 72 | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |48Stadtarchiv & Historische Museen Erleben Mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm aus Events, Führungen, Vorträgen und weiteren Angeboten wurde Stadtgeschichte das gesamte Jahr über im Stadtarchiv und in den Historischen Museen erlebbar. Im Pfinzgaumuseum lockten das Museumsfest im Mai, der Kindertag im September und die Spielzeugeisenbahn-Vorführung im Advent zahlreiche Interessierte an. Auch ein Tanz- Workshop, der die Teilnehmenden in die Zeit der barocken Hofhaltung in der Karlsburg entführte, und ein Scherenschnitt-Workshop erfreuten sich großer Beliebtheit. In Zusammenarbeit mit einem Seminarkurs des Markgrafen-Gymnasiums und der TheoPrax Stiftung wurde ein Escape Game für die Dauerausstellung entwickelt, das in Kürze ins Angebot aufgenommen wird. Begleitend zur Ausstellung „Karlsruhe hat Pläne!“ fanden Architekturrundgänge durch die Stadt regen Zuspruch. An mehreren Terminen waren das Restaurieren von Papierobjekten und die Blaupausenherstellung live erlebbar. Mit einem vielfältigen Programm beteiligten sich Stadt- und Pfinzgaumuseum sowie die Erinnerungsstätte in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek an der KAMUNA. Am Tag des offenen Denkmals öffneten das Archiv und die Museen ihre Türen und boten Einblicke in die Geschichte der historischen Gebäude sowie in die Arbeit hinter den Kulissen. | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 49Stadtarchiv & Historische Museen Unter dem Motto „Essen und Trinken“ nahm das Stadtarchiv am Tag der Archive teil. Highlight des Programms waren Workshops zum Nachkochen historischer Rezepte im KinderKochMobil (KiKoMo) des Vereins „Tischlein Deck Dich e.V.“. Einblicke in die Archivarbeit mit kreativen Workshops vermittelten zwei Aktionstage im Rahmen der Bildungspartnerschaft mit der Carl-Hofer-Schule. Im Rahmen der Workshops entstanden kreative Kunstwerke aus selbst hergestelltem Papier. Für Augen und Ohren ein Vergnügen! Vielen Dank an die Ausstellungsmacher! Kommentar einer Besucherin zur Sonderausstellung „Durlach x 100“ © Pfinzgaumuseum © Tischlein Deck Dich e.V. © Stadtarchiv © Stadtarchiv | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |50Stadtarchiv & Historische Museen Sammeln Grundlage für historische Forschung und spannende Ausstellungen sind eine aussagekräftige schriftliche Überlieferung, gute Bilder und eine starke Objektsammlung. Stadtarchiv und Historische Museen erweitern ihre Sammlungen stetig – stets mit Blick auf Karlsruhe und seine Menschen. Für das Stadtarchiv ist die Bewertung und Übernahme der Unterlagen der Stadtverwaltung zudem eine gesetzliche Pflichtaufgabe. Es erfüllt dadurch eine wichtige rechtsstaatliche Funktion, nämlich die Verwaltungsarbeit und politische Entscheidungen dauerhaft transparent und nachvollziehbar zu machen. 2024 stellte die Anbietung von 20.000 Akten des Liegenschaftsamtes das Archiv vor eine große Herausforderung. Wegen eines Bauvorhabens und schlechter Lagerung musste die Sichtung und Bewertung sehr kurzfristig erfolgen. Nur durch einen mehrtägigen Großeinsatz und statistische Methoden konnte eine sozialgeschichtlich relevante Auswahl an Wohngeldakten gesichert werden. Ein besonderer Zugang im nicht-amtlichen Bereich war der Nachlass des Künstlerehepaares Peter und Uta Gautel. Über 200 Plakate, Fotos, Programme, Broschüren und umfangreicher Schriftverkehr dokumentieren ihr künstlerisches Wirken in der Karlsruher Stadtgesellschaft. Das Stadtmuseum erhielt eine Schenkung zur Süßwaren-Firma Ragolds mit Blechdosen, Werbeartikeln u.a. von einem privaten Sammler. Zudem wurden elf Werke von Karlsruher Künstler*innen angekauft. Das Pfinzgaumuseum erweiterte seine Sammlung um mehrere – teils motorisierte – Zweiräder der Firma Gritzner. Historische Eisbonbon-Dose des Süßwaren-Herstellers Ragolds Auch der Inhalt von verschlossenen Aktenschränken muss für die Entscheidung über den historischen Wert der angebotenen Unterlagen zugänglich gemacht werden © Stadtarchiv/Brenneisen © Pfinzgaumuseum/Sutter © Stadtmuseum | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 51 2024 stand der Einfluss äußerer Faktoren auf Archivgut im Fokus. Eine Risikoanalyse bewertete Gefahren durch Starkregen, Hochwasser, Brand oder Vandalismus. Neben der Optimierung von Notfall- und Alarmplänen soll ein Notfalllager mit Materialien zur Schadensbekämpfung entstehen. Die Erkenntnisse flossen auch in die Planung zur Umstellung der Klimatisierung auf Wärmepumpen ein. Ein weiteres zentrales Instrument zum Schutz historisch bedeutsamer Unterlagen ist deren Digitalisierung. 2024 wurden rund 520.000 Images erzeugt, die Gesamtanzahl der Digitalisate liegt damit bei über 8 Millionen. Die Suche nach einem Außenlager für digitalisiertes Archivgut wurde mit Nachdruck vorangetrieben. Mittlerweile sind mehr als 95 Prozent der Magazinflächen belegt, was die Zuordnung von Lagerflächen für größere Bestände erschwert. Nach Abschluss großer Projekte zur Bestandserhaltung, wie der Rettung historischer Bauakten, erstellt die Buchbinderei des Kulturamts Schadenskataster für verschiedene beschädigte Materialien, um Bedarfe planbar zu machen. Bewahren Im Objektbereich erfuhr die Samurai-Rüstung aus der Sammlung des Pfinzgaumuseums anlässlich der Sonderausstellung „Durlach x 100. 100 Schenkungen aus 100 Jahren Pfinzgaumuseum“ eine umfangreiche Sicherung und Reinigung und wurde für die Präsentation neu montiert. Stadtarchiv & Historische Museen © Pfinzgaumuseum/Sutter Digitalisierungsstatistik Gesamtzahl der Digitalisate 2013 bis 2024 Das Stadtarchiv hat seit 2013 über 8 Millionen Digitalisate erstellt 2013 617 620 2015 1 014 409 2017 2 486 786 2019 3 380 212 2021 5 741 143 2023 7 497 932 2024 8.017.888 2014 770 346 2016 2 020 934 2018 2 903 559 2020 4 376 700 2022 6 833 942 52| Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |Stadtarchiv & Historische Museen Besucher*innen 22.512 Ausstellungen 11 Informations- und Rechercheanfragen 1.975 36 Meter neu übernommenes Archivgut (im Vorjahr 25 Meter) | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 53Stadtarchiv & Historische Museen neue Follower auf Instagram 520 © Gustai/Pixelgrün Führungen, Veranstaltungen und Vorträge 133 erschlossene Archivalien (im Vorjahr 9.151) 22.547 neu übernommene Museumsobjekte 269 © Gustai/Pixelgrün | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |54 Strukturen, Zahlen und Menschen im Blick Allgemeine Verwaltung, Zentrale Dienste Der Schwerpunkt der Tätigkeiten im Personalbereich lag wie in den Vorjahren auch in der Personalgewinnung durch Nachbesetzen von Personalabgängen, vor allem in den Ruhestand. Um die vielfältigen Aufgaben weiterhin erfüllen zu können und den daraus resultierenden Wissensverlust so gering wie möglich zu halten, wurden freie oder freiwerdende Planstellen möglichst zeitnah wiederbesetzt. Insgesamt wurden im letzten Jahr 27 Stellenausschreibungsverfahren geplant, organisiert und durchgeführt. Die Abteilung Allgemeine Verwaltung / Zentrale Dienste erbringt als Querschnittseinheit zentrale Verwaltungsdienstleistungen für das gesamte Kulturamt. Dies geschieht in den Bereichen Personal, Organisation und Allgemeine Verwaltung, Finanzen und Controlling sowie durch organisationsübergreifende Servicedienste wie Buchbinderei und Aufsichtspool. Zu den Kernaufgaben der Abteilung zählen die Personal- und Organisationsplanung, die laufende Personalbewirtschaftung, die Themen Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie die Haushaltsplanung und -bewirtschaftung mit Controlling. Im Finanzbereich stand die Umsetzung der beschlossenen Haushaltssicherungsmaßnahmen im Rahmen des Doppelhaushalts 2024/2025 im Vordergrund. Außerdem erfolgten bereits zum Jahresende die Vorbereitungen zur Doppelhaushaltsplanung 2026/2027 durch Aktualisierung des Investitionsbudgets. Entwicklung des Kulturetats von 2022 bis 2024 57.219.384 € Ordentliche Aufwendungen 59.046.774 € Ordentliche Aufwendungen 55.625.277 € Ordentliche Aufwendungen 2.128.840 € Ordentliche Erträge 2.292.170 € Ordentliche Erträge 2.252.353 € Ordentliche Erträge 2022 20232024 | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 55Allgemeine Verwaltung, Zentrale Dienste Ordentliche Aufwendungen 2024 Personal- und Versorgungsaufwendungen 11.138.000 € Vorjahre: 2022: 10.098.000 € 2023: 10.425.000 € Zuschüsse an ZKM 9.825.000 € Vorjahre: 2022: 9.404.000 € 2023: 9.529.000 € Zuschüsse an kulturelle Institutionen und kulturelle Projekte 7.544.000 € Vorjahre: 2022: 7.049.000 € 2023: 7.050.000 € Zuschüsse an Badisches Staatstheater 26.733.000 € Vorjahre: 2022: 25.475.000 € 2023: 26.334.000 € Sachaufwendungen für eigene Einrichtungen und Projekte 2.640.000€ Vorjahre: 2022: 2.655.000 € 2023: 2.719.000 € Abschreibungen 1.167.000 € Vorjahre: 2022: 945.000 € 2023: 1.164.000 € | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |56Allgemeine Verwaltung, Zentrale Dienste Verteilung der Aufträge der Buchbinderei 2024 Vollzeitstellen Ist-Stellen 33 % Stadtbibliothek im Vergleich die Abteilungen Stadtbibliothek, Stadtarchiv & Historische Museen sowie *übrige Abteilungen des Kulturamts, städtische Ämter und Gesellschaften 13 % Diverses* Aufsichtsstunden 2024 Städtische Galerie, Pfinzgau- und Stadtmuseum inklusive Ausstellungseröffnungen, Konzerte, KAMUNA, Museumsfeste und sonstige Sonderveranstaltungen 16 Ausstellungen 34.296 Aufsichtsstunden 18 Ausstellungen 42.486 Aufsichtsstunden 14 Ausstellungen 28.630 Aufsichtsstunden 20222022 20232023 20242024 Trotz zahlreicher Herausforderungen, wie etwa die Digitalisierung, hat das Buchbinderhandwerk nicht an Lebendigkeit verloren. Es trägt insbesondere zum Erhalt alter Bücher und von Archivgut bei. Das Buchbinderhandwerk besitzt somit eine wichtige Funktion für den Erhalt unseres kulturellen Erbes und für die Erinnerungskultur. Website der Deutschen UNESCO Kommission zum 31.12.2021zum 31.12.2022zum 31.12.2023zum 31.12.2024 Direktion inklusive UNESCO City of Media Arts4*4*44 Verwaltung insgesamt, darunter „ Allgemeine Verwaltung „ Aufsichtspool „ Buchbinderei 28,71 6,24 18,85 3,62 29,49 6,37 19,50 3,62 28,91 5,37 19,92 3,62 30,93 6,94 21,37 2,62 Kulturbüro18,24*17,93*17,0918,15 Städtische Galerie/Kunstsammlungen8,699,471010 Stadtarchiv & Historische Museen19,0920,2420,2120,21 Stadtbibliothek**54,2754,5550,9252,7 Summe133,00135,68131,13135,99 * inklusive Projektstellen | ** Haupt-, Jugend-, Amerikanische Bibliothek und Stadtteilbibliotheken 54 % Stadtarchiv & Historische Museen Illustrationen: AdobeStock – nadiinko | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 57Allgemeine Verwaltung, Zentrale Dienste Anzahl der Mitarbeiter*innen 2024 im Vergleich zum Vorjahr 2023 Stadtbibliothek inklusive der Stadtteilbibliotheken – 63 Personen Städtische Galerie – 15 Personen Stadtarchiv & Historische Museen – 22 Personen Kulturbüro – 20 Personen Aufsichtspool und Buchbinderei – 37 Personen Volontariate und Auzubildende 7 Personen Allgemeine Verwaltung 8 Personen Direktion inklusive UNESCO City of Media Arts 4 Personen Über das Jahr wurden neun studentische Praktika und auch zahlreiche kurzzeitige Betriebspraktika durchgeführt. Außerdem fungierte das Kulturamt als zusätzliche Einsatzstelle für zwei städtische Auszubildende des Ausbildungsberufs „Verwaltungswirt*in“ im mittleren Dienst sowie des Bachelorstudiengangs für die Laufbahn des gehobenen Dienstes. Zahlstände im Vergleich 31.12. 2024 zu 31.12. 202 3 Mitarbeiter hinzugewonnen im Vergleich zu 2023 Zum 31. Dezember 2024 waren im Kulturamt insgesamt 176 Personen beschäftigt (inklusive Volontariate und eigene Auszubildende). | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |58Allgemeine Verwaltung, Zentrale Dienste 9,70 % 5,30 % 5,80 % 7,80 % 9,70 % 8,60 % 9,00 % 9,90 % 7,60 % 7,40 % Fehlzeitenquote im Vergleich Gesamtstadt und Kulturamt Körperbehinderten- und Schwerbehindertenquote KörperbehindertenquoteSchwerbehindertenquote Ausblick 2025 Umsetzung weiterer organisatorischer Maßnahmen, um die durch den Generationenwechsel bedingten Personalbedarfe zumindest ansatzweise kompensieren zu können Umsetzung der Haushaltssicherungsmaßnahmen und der haushaltswirtschaftlichen Sperre im Bewirtschaftungsjahr Planung des Doppelhaushalts 2026/2027 unter Einbezug möglicher zusätzlicher Sparvorgaben aus dem Haushaltssicherungsprozess – Teil 4 4,88 % 3,55 % 5,99 % 12,20 %12,20 % 13,17 % 20222022 20232023 20242024 20232023 20242024 20222022 20212021 20202020 GesamtstadtKulturamt Erstmals seit mehreren Jahren lag die Fehlzeitenquote des Kulturamtes im Jahr 2024 über der der Gesamtstadt. Der Frauenanteil in der Leitungsebene ist von 73,08 % im Jahr 2023 auf 83,1 % im Jahr 2024 gestiegen. 2023 Zuwachs 2024 Gesamt | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 59Anhang Zuschüsse 2024 KulturinstitutionFörderung Stadt KarlsruheFörderung Land BWBesuchszahlen* Badisches Staatstheater26.732.796,39 €26.732.796,39 €272.878 ZKM Zentrum für Kunst und Medien9.824.596,00 € 9.824.596,00 € 262.000 Volkshochschule Karlsruhe e. V.2.077.430,00 €1.088.458,00 €29.135 Kammertheater Karlsruhe gGmbH345.330,00 €129.000,00 €69.357 Literarische Gesellschaft (Scheffelbund) e. V.319.800,00 €154.500,00 €8.250 Badischer Kunstverein e. V.316.900,00 €189.675,00 €6.500 Tollhaus Freier Kulturverein e. V.285.810,00 € 272.501,00 € 128.000 Das Sandkorn gGmbH263.400,00 €127.700,00 €26.979 Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand201.710,00 € 110.000,00 € 5.591 Jazzclub Karlsruhe e. V.181.990,00 € 43.340,00 € 9.500 Werkraum Karlsruhe e. V.178.990,00 €**** Kinemathek Karlsruhe e. V.178.373,00 € 90.735,00 € 9.140 Marotte Figurentheater167.979,00 €25.000,00 €34.371 Panorama e. V.112.680,00 € 64.835,00 € 15.515 Substage Karlsruhe e. V.110.620,00 € 18.850,00 € 56.471 Kulturverein Tempel e. V.106.340,00 € 143.571,42 € 12.500 Filmboard Karlsruhe e. V.83.047,50 €2.000,00 €3.541 Jugendorchester Stadt Karlsruhe e. V.74.170,00 €800,00 €900 BBK Karlsruhe e. V.72.650,00 €32.000,00 €1.367 Kindermalwerkstatt Kind & Kunst e. V.69.170,00 €24.500,00 €8.647 wirkstatt e. V.62.260,00 € 32.190,00 € 2.500 Theater in der Orgelfabrik e. V.48.740,00 €23.100,00 €1.456 Jakobus-Theater e. V.44.130,00 €**** GEDOK Karlsruhe e. V.43.020,00 € 37.989,00 € 2.887 Kabarett die Spiegelfechter e. V.39.980,00 €**** KOHI Kulturraum e. V.24.590,00 € 46.477,00 € 11.480 Max-Reger-Institut/Elsa-Reger-Stiftung36.740,00 €179.710,00 €**** Ausgeschlachtet e. V.30.730,00 € - 8.000 Theater – Die Käuze e. V.29.750,00 €0,00 €4.683 Subculture And Unterground (SAU) e. V.20.490,00 € 2.800,00 € 7.923 Lernort Kislau e. V.20.490,00 €172.769,39 €4.000 Cantus Juvenum Karlsruhe e. V.15.370,00 €15.000,00 €10.000 Architekturschaufenster e. V.14.830,00 €-*** Tiyatro Diyalog14.810,00 €**** diapason Musikakademie Förderzentrum Junger Streicher e. V. 14.340,00 €10.200,00 €1.200 Studio Vocale Karlsruhe e. V.13.450,00 €7.500,00 €120 Badisch Bühn Mundarttheater Karlsruhe gGmbH12.710,00 €**13.100 Internationale Händel-Akademie e. V.12.500,00 €12.500,00 €595 Kulturhaus Mikado e.V.12.290,00 €9.750,00 €2.310 Freunde der KlangKunst e. V.10.240,00 €**** NUN Kulturraum e. V.10.240,00 € 5.885,00 € 2.900 Summe42.235.481,89 € Zuschüsse 2024 an Institutionen über 10.000 Euro und Besuchszahlen * Quelle: Verwendungsnachweise 2023 oder 2024, falls VN bereits vorliegt ** VN liegt noch nicht vor *** keine Angaben **** wissenschaftliche Einrichtung | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes |60Anhang Zuschussempfänger*inProjekt 1) Betrag 2) Besuchszahlen 3) Festausschuss Karlsruher Fastnacht e. V.Karlsruher Fastnacht75.500,00 €* Organisationskomitee Durlacher FastnachtDurlacher Fastnachtsumzug23.560,00 €50.000 N.N.555HZ, UNESCO City of Media Arts 2025 – 202639.635,00 €* Kinemathek Karlsruhe e. V.dokKa12.500,00 €1.164 Stummfilmfestival10.610,00 €1.005 Pride Pictures6.000,00 €2.434 Junge Kinemathek4.380,00 €2.895 Projekte am Helmholtz- und Kant-Gymnasium2.487,50 €** Farsi Film-Festival2.000,00 €291 Substage Karlsruhe e. V.ArGe PopNetz24.780,00 €- Erbbauzins Rheinhafenbunker5.757,46 €- N. N.dm-Award „connecting worlds“, UNESCO City of Media Arts 25.520,00 €290.000 ARD-HörspieltageARD Hörspieltage23.837,76 €7.600 UAB Meniniai tyrimaiLawn Centrifuge, UNESCO City of Media Arts, 202522.900,00 €* Filmboard Karlsruhe e. V.Independent Days14.110,00 €2.894 Media Arts Film Scholarship7.000,00 €* ato GmbHPyramide für morgen, UNESCO City of Media Arts 2025 – 2026 20.000,00 €150 Gesangverein Durlach-Aue 1872 e.V.Erbbauzins16.516,78 €- N. N.Projekt „Radical Climate Action Bird“ 202515.993,00 €* Theaterland gGmbHProjekt im Rahmen von KLiK 20254.000,00 €* Hörspiel AG Grundschule Beiertheim2.600,00 €** Projekt an der GS Hagsfeld2.315,00 €** Projekt an der Werner-von-Siemens Schule2.270,00 €** Dada für junge Menschen 2024/20252.000,00 €** Kulturverein Tempel e. V.TanzAreal 2025 im Tempel10.000,00 €* Junger Tanz Karlsruhe3.000,00 €210 Ausgeschlachtet e. V.Schwein gehabt7.500,00 €4.151 Ausgeschlachtet, Tag der offenen Tür 20252.500,00 €* Correspondanz 2024/252.000,00 €* Werkraum Karlsruhe e. V.Werkraum inklusiver Theaterclub „Die Jugend bleibt“5.000,00 €* Jugendtheater „Was tun?!“2.500,00 €* Projekt an der Hebel-Grundschule2.075,00 €** Projekt Geschwister im Rahmen von KLiK 20252.000,00 €* Das Sandkorn gGmbHJugendclub 24/255.450,00 €700 Projekt Klassenzimmerstück „Der Entstörer“4.750,00 €* Deutscher Kinderschutzbund Stadt und Landkreis Karlsruhe KulturLotsen 202510.000,00 €102 Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. Märchen Puppentheater 2024/20258.670,00 €* AG Garten der Religionen für Karlsruhe e. V.interreligiöse Kulturarbeit7.000,00 €800 ZKM | Zentrum für Kunst und MedienProjekt am St. Dominikus Mädchengymnasium3.173,00 €** Tides of Memories3.000,00 €100 Stadtjugendausschuss e. V.Projekt „Zirkus Karabim“ an der Erich-Kästner-Schule3.600,00 €** Finale Ecole du Flow2.554,97 €1.000 N. N.Mühlburg – Stadtteilbelebung4.000,00 €* Mühlburg – Phase 12.000,00 €* Zuschüsse 2024 an Projekte über 2.000 Euro und Besuchszahlen Hinweis zur Tabelle: Namen von Zuschussempfänger*innen sind aus datenschutzrechtlichen Gründen anonymisiert (N.N.) dargestellt. 1) 2024, falls nicht anders angegeben 2) ohne Zuschüsse für Veranstaltungen im gesamtstädtischen Interesse 3) Quelle: Verwendungsnachweise 2024 * Verwendungsnachweis liegt noch nicht vor oder Veranstaltung findet 2025 erst noch statt ** Schule und Kultur-Projekte werden jährlich gesondert im Kulturausschuss vorgestellt. Fortsetzung auf nächster Seite | Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | 61Anhang Hinweis zur Tabelle: Namen von Zuschussempfänger*innen sind aus datenschutzrechtlichen Gründen anonymisiert (N.N.) dargestellt. 1) 2024, falls nicht anders angegeben 2) ohne Zuschüsse für Veranstaltungen im gesamtstädtischen Interesse 3) Quelle: Verwendungsnachweise 2024 * Verwendungsnachweis liegt noch nicht vor oder Veranstaltung findet 2025 erst noch statt ** Schule und Kultur-Projekte werden jährlich gesondert im Kulturausschuss vorgestellt. Fortsetzung von vorheriger Seite CSD Karlsruhe e .V. CSD Christopher Street Day – Kulturprogramm5.790,00 €10.000 Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand Karlsruhe Projekt „Bist du, was du isst?“, im Rahmen von KLiK 2025 3.000,00 €* Projekt an der RS Rüppurr2.560,00 €** N. N.After Memory5.000,00 €30 Deutschsprachiger Muslimkreis Karlsruhe e. V.Muslimische Kulturtage im Fächer5.000,00 €500 Karlsruher Schlosskonzerte e. V.Salon-Oper Le dernier sorcier, 20255.000,00 €140 Studentisches Kulturzentrum am KITstudentische Kulturarbeit4.920,00 €8.000 Kulturnetzwerk Mühlburg e. V.Künstlerische Projekte4.820,00 €1.868 Philharmonischer Chor des Helmholtz-Gymnasiums Ensemblearbeit4.820,00 €190 Klanglandschaft Baden-Württemberg e. V.Grötzinger Musiktage4.200,00 €450 Subculture And Unterground (SAU) e. V.Sommer-Open-Air (s)unplugged2.000,00 €350 DAV Deutsch-Afrikanischer VereinAfrican Summer Festival4.000,00 €2.850 N. N.Mietzuschuss Atelierwohnung3.684,00 €- Evangelische Alt- und Mittelstadtgemeinde Karlsruhe Ausstellung „Gaia – Erlebe das blaue Wunder“3.500,00 €91.000 N. N.Final Call: Theater Run3.500,00 €120.000 Kantorat der Evangelischen StadtkircheGAIA, musikalisches Rahmenprogramm3.500,00 €12.500 Literarische Gesellschaft (Scheffelbund) e. V.Projekt „Identität+Fam konstell“ im Rahmen von KLIK 2025 3.250,00 €* Theater – Die Käuze e. V.Kinder- und Jugendtheater „Rabe Socke“3.099,63 €* N. N.Spuktheater3.000,00 €3.489 Jazzclub Karlsruhe e. V.Jazzfestival3.000,00 €950 Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Woche der christlich-jüdischen Zusammenarbeit 2025 2.900,00 €800 Deutsch-Italienische Gesellschaft KarlsruheKulturprogramm2.900,00 €540 N. N.Ancient Connections2.750,00 €650 Max-Reger-Institut/ Elsa-Reger-StiftungSommerliche Serenaden2.500,00 €* Karlsruher SingPause e. V.Projekt „Singpause“ an der GS Wolfartsweier 2024/25 2.382,50 €** Volkshochschule Karlsruhe e. V.Projekt „Natur der Kunst neu erleben“, Weinbrennerschule 2.200,00 €** N. N.Kunst- und Designmarkt Lametta2.000,00 €5.000 GEDOK KarlsruheJuLi Preis 20252.000,00 €* Marotte Figurentheatermarottinale2.000,00 €* N. N.Projekt an der Federbachschule2.000,00 €** Musikverein Einheit e. V.Musical-Projekt an GS Wolfartsweier2.000,00 €** Ukrainer in Karlsruhe. Deutsch-Ukrainischer Verein Einmal Heimat hin und zurück, 20252.000,00 €* N. N.Internationales Austauschprogramm „Cali to Karlsruhe“2.000,00 €- Alfred Knecht Rita Burster GbRart weekend Karlsruhe2.000,00 €** Deutsch-Türkische Kulturplattform e. V.Deutsch-Türkischer Kulturtag2.000,00 €350 Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst BW Kostenbeteiligung Jazz-Preis BW, Lukas DeRungs2.000,00 €240 TOLLHAUS Freier Kulturverein e. V.Karla.Tanzt2.000,00 €350 Panorama e. V.Jahresfestival Kulturdose2.000,00 €1.560 Türkischer Elternverein e. V.Sunlight Festival2.000,00 €590 Summe576.321,60 € Zuschussempfänger*inProjekt 1) Betrag 2) Besuchszahlen 3) 62| Jahresbericht 2024 des Kulturamtes L 14 1–3,5 7, 18 8, 16 6 4 13 12 11 15 Stadtweit aktiv für die Kultur – das Kulturamt in Karlsruhe 63Jahresbericht 2024 des Kulturamtes | L 9, 17 10 © Liegenschaftsamt 2024 Kulturamt Karl-Friedrich-Straße 14 – 18, Vorderhaus, 76133 Karlsruhe E-Mail: kulturamt@karlsruhe.de UNESCO City of Media Arts Karl-Friedrich-Straße 14 – 18, Rückgebäude, 76133 Karlsruhe E-Mail: cityofmediaarts@kultur.karlsruhe.de www.cityofmediaarts.de | karlsruhe.city.of.media.arts Kulturbüro Karl-Friedrich-Straße 14 – 18, Rückgebäude, 76133 Karlsruhe E-Mail: kulturbuero@kultur.karlsruhe.de kulturbuero.karlsruhe.de | kulturbuero_ka K³ Kultur- und Kreativwirtschaftsbüro Alter Schlachthof 33, 76131 Karlsruhe E-Mail: k3@kultur.karlsruhe.de www.k3-karlsruhe.de | k3buero_karlsruhe Allgemeine Verwaltung, Zentrale Dienste Karl-Friedrich-Straße 14 – 18, Vorderhaus, 76133 Karlsruhe E-Mail: kultur.verwaltungzd@kultur.karlsruhe.de Städtische Galerie Lorenzstraße 27, 76135 Karlsruhe E-Mail: staedtische-galerie@karlsruhe.de www.staedtische-galerie.de staedtischegaleriekarlsruhe | StaedtischeGalerieKarlsruhe Stadtbibliothek Karlsruhe Ständehausstraße 2, 76133 Karlsruhe E-Mail: stadtbibliothek@kultur.karlsruhe.de stadtbibliothek.karlsruhe.de stadtbibliothek_karlsruhe | stadt.karlsruhe.bibliothek Kinder- und Jugendbibliothek Karlstraße 10, Prinz-Max-Palais, 76133 Karlsruhe Stadtteilbibliothek Durlach Pfinztalstraße 9, Karlsburg, 76227 Karlsruhe Stadtteilbibliothek Grötzingen Kirchstraße 13, 76229 Karlsruhe Stadtteilbibliothek Mühlburg Weinbrennerstraße 79, 76185 Karlsruhe Stadtteilbibliothek Neureut Badnerlandhalle, Rubensstraße 21, 76149 Karlsruhe Stadtteilbibliothek Waldstadt Neisser Straße 12, 76139 Karlsruhe Amerikanische Bibliothek Kanalweg 52, 76149 Karlsruhe Medienbus Fahrplan auf stadtbibliothek.karlsruhe.de Stadtarchiv & Historische Museen Markgrafenstraße 29, 76133 Karlsruhe E-Mail: archiv@kultur.karlsruhe.de stadtgeschichte.karlsruhe.de stadtarchiv.historischemuseen | karlsruhe.stadtgeschichte Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais Karlstraße 10, 76133 Karlsruhe E-Mail: stadtmuseum@kultur.karlsruhe.de www. karlsruhe.de/stadtmuseum Pfinzgaumuseum in der Karlsburg Durlach Pfinztalstraße 9, Eingang B, 76227 Karlsruhe E-Mail: pfinzgaumuseum@kultur.karlsruhe.de www.karlsruhe.de/pfinzgaumuseum Erinnerungsstätte Ständehaus Ständehausstraße 2, 76133 Karlsruhe (Eingang durch den Haupteingang der Stadtbibliothek, Ritterstraße) stadtgeschichte.karlsruhe.de/erinnerungsstaette-staendehaus 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 64| Jahresbericht 2024 des Kulturamtes Impressum © Stadt Karlsruhe Herausgeberin Stadt Karlsruhe, Kulturamt Leitung: Dr. Dominika Szope Redaktion Susanne Ablaß, Claudia Lahn, Dirk Goldhorn Texte, Fotos, Statistik Editorial: Dr. Dominika Szope Stadtbibliothek: Maren Krähling-Pilarek, Ilka Zarberg UNESCO City of Media Arts: Daniela Burkhardt, Blanca Giménez Städtische Galerie: Stefanie Patruno, Lil Helle Thomas, Christina Korzen, Stephan Andree, Carina Himpel Kulturbüro: Susanne Ablaß, Mathias Reich, Shantala Vallentin, Friedemann Schäfer Stadtarchiv & Historische Museen: Susanne Brenneisen, Dr. Katrin Dort, Katja Schmalholz, Dr. Volker Steck, Dr. Christiane Sutter, Eric Wychlacz, Monika Haidt-Naß Allgemeine Verwaltung / Zentrale Dienste: Jochen Schulz, Michaela Lazzarini Gestaltung und Layout Constanze Kowarsch Druck: Rathausdruckerei, Recyclingpapier, Stand: Juni 2025, Auflage: 30 Freigabe-Nr. 25-0428 Bildnachweis Titel: „Particles Ensemble“ von Overlapping Studio, Preisträger des dm-Award „connecting worlds“ 2024, © Felix Grünschloß U2: „Gaia“ von Luke Jerram 2024, © Stadt Karlsruhe, Kulturbüro Inhaltsverzeichnis: Stadtbibliothek, © Boris Burghardt UNESCO City of Media Arts, © Felix Grünschloß Städtische Galerie Karlsruhe, © Anne-Sophie Stolz Kulturbüro, © Boris Burghardt Stadtarchiv & Historische Museen, © Gustai/Pixelgrün Allgemeine Verwaltung / Zentrale Dienste, © Sabine Klein Wissen, was läuft! 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